Antwort auf einen Beitrag im ADHS-Forum

Hier im Blog finden sich einige Analysen zur homöopathischen Behandlung von ADHS (hier und hier), über die auch in einem Internetforum zum Thema berichtet wurde. Am 9. 8. 2013 hat ein Nutzer namens Eule darauf einige kritische Anmerkungen gepostet (Antwort # 54). Ich möchte ihm/ihr gerne antworten, ziehe es aber vor, dies hier auf meinem Blog zu tun. Zum Einen habe ich keine Schreibberechtigung in der ADHS-Anderswelt, und mich nur für einen einzigen Beitrag anzumelden halte ich für etwas übertrieben. Zum Zweiten kommen dabei auch einige Dinge zur Sprache, die themenübergreifend sind und die ich daher hier einem größeren Kreis zugänglich machen will. Sollte Eule diesen Beitrag lesen, ist er/sie gerne eingeladen, auch hier seine/ihre Meinung darzulegen.

Die Kritikpunkte aus Eules Beitrag lassen sich zu den folgenden Punkten zusammenfassen:

  • Ich sei von dem Thema Homöopathie persönlich betroffen und daher nicht neutral, so dass ich bevorzugt nach Argumenten suche, die meine These stützen
  • Mein Standpunkt müsse hinterfragt und geklärt werden
  • Forscher aus einem universitären Umfeld, die sich mit der Homöopathie befassen, nähmen meine Analysen und Ergebnisse offenbar nicht ernst genug, sich damit zu befassen und zu den Ergebnissen zu äußern.
  • Mir fehle die fachliche Qualifikation, mich mit medizinischen Studienergebnissen auseinanderzusetzen.

Hinzu kommen noch einige allgemeine Kritikpunkte, generell zur Diskussion um die Wirksamkeit der Alternativmedizin:

  • Es würden vehement Belege für Wirksamkeit oder Unwirksamkeit gefordert
  • Die Diskussionen liefen öfter auf persönliche Diffamierungen hinaus
  • Die Kritiker nähmen für sich in Anspruch, die einzig wahre Gegenposition zu vertreten
  • Oft gehe es offenbar mehr um eigene Profilierung als um das Sachthema

Ich hoffe, ich habe hier die wesentlichen Kritikpunkte zusammengefasst. Wenn Eule dies lesen sollte, dann steht es ihm/ihr selbstverständlich frei, dies in einem Diskussionsbeitrag anders darzustellen.

Stehe ich der Homöopathie neutral gegenüber?

Was ist damit gemeint? Warum muss man neutral sein, um ein Thema zu behandeln? Wer in der Diskussion um die Homöopathie ist denn ’neutral‘? Was wäre überhaupt das Kennzeichen für eine Neutralität? Keine Meinung zum Thema zu haben? Dann dürften ungefähr 99,8 % aller Diskussionsteilnehmer zur Homöpathie – und nicht nur dort, sondern auch zu allen anderen Themen auf der Welt – ihre Themen nicht mehr vertreten. Schiedsrichter sollten neutral und unparteiisch sein, aber den Posten nehme ich für mich nicht in Anspruch.

Also, ich habe eine Meinung zur Homöopathie, die ich auch vertrete, und die in meinen Beiträgen offensichtlich wird. Meiner Meinung nach ist die Wirksamkeit homöopathischer Medikamente, entgegen den Behauptungen vieler Befürworter der Homöopathie, nicht nachgewiesen und würde den heute als gesichert geltenden Naturgesetzen widersprechen. Also ist mein Standpunkt alles andere als ’neutral‘.

Viel entscheidender wäre die Frage, ob ein Interessenkonflikt vorliegt, was der Fall wäre, wenn ich in irgendeiner Form davon profitieren würde, ob sich mehr oder weniger Patienten für oder gegen die Homöopathie entscheiden. Da ich selbst nicht im Gesundheitssektor arbeite, auch keiner meiner Verwandten das tut, liegt ein solcher Interessenkonflikt bei mir nicht vor. Ich ziehe keinen irgendwie gearteten Vorteil aus meinen Aktivitäten hier, außer dem Verkaufserlös meines Buches, der Pflege meiner Eitelkeit, der Übung für meine kleinen grauen Zellen und ähnlicher Dinge auf der eher persönlichen Schiene. Damit stehe ich durchaus im Gegensatz zu den meisten Diskussionsteilnehmern aus dem alternativmedizinischen Bereich und deren Opponenten. Es bedarf sicher keiner weiteren Erläuterung, warum zum Beispiel bei Heilpraktikern, die Homöopathie betreiben, in dieser Diskussion ein Interessenkonflikt vorliegt. Oder bei einem Forscher, der an einem durch außeruniversitäre Drittmittel finanzierten Forschungsprojekt arbeitet.

Natürlich kann ich nicht beweisen, dass ich nicht von irgendeiner Organisation bezahlt werde, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Homöopathie zu bekämpfen. Gerade so, wie man im Allgemeinen das Nicht-Vorhandensein von irgendetwas nicht beweisen kann. Wenn ich aber, aus welchen Motiven auch immer, willentlich falsche Schlussfolgerungen ziehen würde und diese veröffentlichte, dann müsste man das ja irgendwie in meinen Beiträgen bemerken können. Ich gebe grundsätzlich alle Quellen an, auf die ich mich beziehe. Man lese nach und zeige auf, welche Analysen und Schlussfolgerungen nicht zutreffen. Wenn dies nicht in einer bedeutenden Anzahl gelingt – einzelne Irrtümer sind natürlich immer möglich – dann ist der Vorwurf der Voreingenommenheit nicht gerechtfertigt.

Bisher kenne ich nicht eine Rückmeldung, aus der zu entnehmen wäre, dass irgendeine meiner Schlussfolgerungen nicht gerechtfertigt wäre.

Diese Ausführungen dürften auch die Frage nach meinem Standpunkt zur Homöopathie hinreichend dargestellt haben. Weiteres findet sich hier.

Suche ich nach Argumenten, die meine Meinung unterstützen?

Man zeige mir einen Menschen außerhalb des Berufsstandes der Heiligen und Apostel, bei dem dies nicht der Fall ist. Da ich mir aber sehr darüber im Klaren bin, dass dieses Problem praktisch nicht zu vermeiden ist und zu einer verfälschten Sichtweise führen könnte, pflege ich hier ein besonderes Vorgehen. Ausgangspunkt meiner Beiträge und Analysen sind Arbeiten, die einen Vorteil für die Homöopathie nachgewiesen haben wollen. Diese untersuche ich darauf, wie stichhaltig die Daten und Aussagen sind und ob sie meinen hier dargestellten Thesen widersprechen. Die Ergebnisse sind hier im Blog oder auch in meinem Buch zu finden.

Ich brauche wohl nicht näher zu betonen, dass gerade die Tatsache, dass bisher keine positive Studie der Analyse standhielt (auf eine einzige Ausnahme komme ich unten noch zu sprechen), meinen Standpunkt zur Homöopathie begründet hat.

Ziel des laufenden Projektes ist es, irgendwann einmal alle (!) positiven Studien zur Homöopathie analysiert zu haben. Dann werden wir sehen, ob ich meinen Standpunkt revidieren muss. Bisher steht es allerdings etwa 15 : 0 dagegen.

Forscher im universitären Umfeld reagieren nicht auf meine Ergebnisse

Das ist auch derzeit nicht anders zu erwarten. Zunächst einmal gibt es nur recht wenige Forscher zur Homöopathie an den Universitäten. Da meine Beiträge – bisher – nur auf Deutsch erschienen sind, könnten nur eine Handvoll diese auch lesen. Das heißt, wenn sie wüssten, dass sie existieren. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Mein Buch ist nur ein Ratgeber unter vielen – Amazon liefert über 9000 Treffer unter ‚Homöopathie‘ – mein Blog ebenso. Dies sind nicht die Informationsmedien, derer sich ernstzunehmende Forscher bedienen. Solange ich noch keinen Aufsatz über meine Ergebnisse in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht habe, die ein Peer-Review System unterhält, bin ich in akademischen Kreisen ein Nobody. Das könnte sich allerdings auch ändern …

Nachtrag (20. November 2013):
Inzwischen wurde ein erstes Paper, in dem ich meine Ansichten darlege, in einer internationalen Fachzeitschrift mit Peer-Review veröffentlicht. Quellenangabe siehe unten. Somit sind erst jetzt die Voraussetzungen gegeben, dass man mich in einem universitären Umfeld überhaupt zur Kenntnis nimmt.

Fehlende medizinische Fachqualifikation

Dieser Kritikpunkt belustigt mich jetzt aber eher. Was nutzt denn eine medizinische Qualifikation bei der Betrachtung der medizinischen Studienergebnisse zur Homöopathie? Nichts. Gar nichts. Die Studien werden von Medizinern gemacht, von Medizinern im Peer Review bewertet, von Medizinern in Metaanalysen ausgewertet – und niemand merkt, dass es den Studien an elementaren Dingen mangelt, die für eine interne Validität der Ergebnisse unabdingbar sind. Offensichtlich hat die medizinische Qualifikation da ihre Schwachpunkte, dass es eines Außenstehenden bedarf, darauf  hin zu deuten.

  • Wenn ein Messsystem eine Auflösung von bestenfalls fünf Indexpunkten hat, dann ist ein Ergebnis von 1,67 Indexpunkten ein Lotterieergebnis und nicht mehr (Studie von Frei zu ADHS). Solche Daten sind nicht valide, in keiner Disziplin, nicht in Physik, Chemie, Biologie, Psychologie, Ingeneurwissenschaften und was weiß ich noch würde man dies anders bewerten.
  • Dass es Blödsinn ist, Daten miteinander zu vergleichen, die keine gemeinsame Vergleichsbasis haben, ist ebenfalls in allen Wissenschaften so. Es bedarf überhaupt keiner medizinischen Kenntnisse zu bemerken, dass eine Verlaufsstudie mit einem zwölfmonatigen Betrachtungszeitraum wertlos ist, wenn die Startzeitpunkte beider Gruppen bezogen auf die Basis um sieben Monate auseinanderliegen und die Daten sich nur um fünf Monate überlappen (Studie Rostock zu Krebs).
  • Eine medizinische Qualifikation scheint auch nicht hilfreich zu sein, um zu bemerken, dass es ein schlichter Fehler in der Logik ist, wenn man zwei Maßnahmen einführt, aber die Ergebnisse nur einer der beiden zurechnet. Beispielsweise wenn man durch Durchfall dehydrierten Kindern eine Nährflüssigkeit zuführt und ein Homöopathikum gegen den Durchfall verabreicht, die bedeutenden Änderungen in beiden Gruppen aber nicht betrachtet sondern die marginalen Gruppenunterschiede alleine dem Homöopathikum zurechnet. (Studie Jacobs zu Durchfallerkrankungen).
  • Schön sind auch Fälle, in denen der Autor einfach Mondscheintheorien benutzt, die sich im Prinzip widersprechen. Da sie aber immer selektiv in der jeweils positiven Richtung auf die passendenVergleichsgruppen wirken, ergibt sich in Summe eine höchst segensreiche Wirkung zur Bestätigung einer Wirksamkeit  (Frei). Auch das merkt man mit einem Medizinstudium offenbar nicht immer.

Man lese meine Blogbeiträge und mein Buch, um noch weitere solche Beispiele zu finden.

In der Tat scheitern die bisher betrachteten Studien schon an der Frage, ob denn überhaupt eine Wirkung des aktiven Medikaments sicher erkennbar war. Das hat noch gar nichts mit Medizin zu tun, sondern mit Messtechnik, Statistik und Logik. Wie man sieht, scheitern manche Mediziner an diesen Themen. Erst wenn man diese Frage bejahen kann, dann geht es mit der Medizin, mit der Physiologie und Pharmakologie weiter. Erst dann ist die Frage interessant, ob es plausibel ist, dass der betrachtete Wirkstoff in der vorliegenden Konzentration bei der angewendeten Darreichung die beobachtete Wirkung überhaupt erzielen kann. Dann kann ich meine Betrachtungen aufgrund meiner fehlenden Qualifikation nicht weiterführen.

Ein solches Studienergebnis habe ich aber erst einmal vorgefunden. Dort wurde ein Medikament, das noch nennenswerte Wirkstoffmengen enthielt, direkt auf die Problemregion aufgebracht und das positive Ergebnis war statistisch sehr signifikant. Über diese Studie wird in einem der nächsten Artikel hier im Blog berichtet. Dass dieses Medikament zwar von einem Hersteller für Homöopathika hergestellt wurde, allerdings noch bedeutende Mengen Wirksoff enthielt, somit gar kein richtiges Homöopathikum im Sinne dieser Betrachtungen war, sei nur am Rande vermerkt.

Ich denke, auf die mehr allgemeinen Kritikpunkte nicht eingehen zu müssen. Sie sind so allgemein gehalten, dass eine Auseinandersetzung mit ihnen sehr aufwändig wäre, zumal diese Kritik in gewissen Bereichen auch durchaus gerechtfertigt erscheint. Ich gehe davon aus, mir diese Schuhe nicht anziehen zu müssen. Sollte das einer der Leser anders sehen, dann verweise ich auf die Kommentarfunktion in diesem Blog.

Ehrlich, ich freue mich auf Rückmeldungen, in der einen oder der anderen Richtung.

Literatur / Quellen (nachträglich 20. 11. 2013)

[1] Aust N,: ‚Are the criteria currently in use to rate the quality of clinical studies sufficient to warrant valid results?‘, in: Focus on Alternative and Complementary Therapies (2013): 16; 4, pp171-175, Link zum Abstract

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7 Antworten zu Antwort auf einen Beitrag im ADHS-Forum

  1. Pingback: “Baby und Familie” über Globuli bei ADHS @ gwup | die skeptiker

  2. Kathrin S. sagt:

    Frau Parsch kann ich nur beipflichten und möchte nur ergänzen, dass es über die subjektive Meinung hinaus, eben doch harte facts gibt, eben gesicherte Nachweise. Das wird häufig in Frage gestellt bzw. angenommen/unterstellt, dass Sudien interessengeleitet wären. Das gibt es auch – in allen Lagern – aber Wissenschaftlichkeit bedeutet nun mal, das Ergebnisse wiederholbar sein muessen und ehe eine Erkenntnis als gesichert gilt, wird sie auch überprüft. So wie eine Schwalbe keinen Frühling macht, bietet eine Einzelstudie noch kein wirklich erhaertetes Ergebnis. Wie man dann das Ergebnis fuer sich nutzt, welche Risikoabwaegung man dann vornimmt ist von subjektiven Faktoren bestimmt.

  3. Ute Parsch sagt:

    Vielleicht darf ich mich auch ganz kurz dazu äußern?

    „Sie möchten solchen Eltern die Augen öffnen? Mit dieser Art sind Sie auf dem falschen Weg. Niemand lässt sich gerne missionieren.

    Ich bin etwas erstaunt, dass in Ihrem Kommentar, Aida, „die Augen öffnen“ sofort mit „missionieren wollen“ gleichgesetzt wird. Ich denke doch, dass es ganz objektiv betrachtet sehr, sehr wichtig ist für Eltern, ob denn die Versprechen, die die Homöopathie macht, auch rational begründbar und plausibel vertretbar sind.

    Immer wieder liest man in Zeitschriften oder hört in Fernsehbeiträgen (wie beim BR) „Die Wirksamkeit der Homöopathie bei ADHS ist in Studien belegt“. Die wenigsten Eltern haben die Möglichkeit, diese von den Vertretern der Homöopathie erst einmal aufgestellte Behauptung zu überprüfen; die wenigsten Eltern machen das, was Herr Aust hier leistet und schauen wirklich in die der Behauptung zugrunde liegenden Studien.

    Ich kann mir deshalb kein wirklich gutes Argument dafür denken, was dagegen spricht, es den Eltern zu sagen, dass die vielzitierte Studie von Frei fehlerhaft ist. Warum soll es etwas Schlechtes sein, den betroffenen Eltern die Augen zu öffnen? Es ist doch gerade die Kenntnis des kompletten, ehrlichen Sachverhaltes, was die Eltern für die verantwortungsvolle Entscheidung der Therapiewahl brauchen!

    Wie soll es denn den Eltern nutzen, ihnen die Information zu verschweigen, dass Studien, mit denen für eine Anwendung der Homöopathie bei ADHS geworben wird, fehlerhaft sind?
    Was soll es denn den Eltern nutzen, wenn man ihnen einfach nicht sagt, dass Homöopathie grundsätzlich gesicherten, sich täglich bestens bewährenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht?

    Nur weil Eltern sich verständlicherweise das Vorhandensein einer sanften, nebenwirkungsfreien Methode wünschen, bedeutet doch nicht, dass es nicht trotzdem der Wahrheit entsprechen kann, dass es kein solches Verfahren gibt. Und ja, mancher wird dies als unerwünschte Information ablehnen. Aber hat man deshalb wirklich das Recht allen(!) Eltern einfach vorhandene Informationen über die fehlenden Wirksamkeitsbelege, die Fehlerhaftigkeit von Studien, oder über die Widersprüche zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen vorzuenthalten?
    Hat man den Eltern gegenüber das Recht, einfach von Studien zu behaupten, sie würden die Wirksamkeit von Homöopathie bei ADHS belegen – obwohl es vernünftige Gründe gibt, diese Studien als nicht aussagekräftig einzustufen? Wird es nicht sehr viele Eltern geben, die dankbar für diese Information sind, weil sie das Verfahren anwenden möchten, das nachweisbar(!) die besten Chancen auf Besserung der Situation bietet?

    Ist es denn wirklich „missionieren“? Ist es nicht vielmehr das Verbreiten von sachlicher, dringend benötigter Information? Es ist doch nicht die Schuld von Herrn Aust, dass die fraglichen Studien fehlerhaft sind. Wären alle Studien sauber, dann gäbe es ja gar kein „Missionierungspotential“. Dass aus „die Augen öffnen“ = „falsche Behauptungen korrigieren“ gleich „missionieren“ wird, liegt doch nicht an der Aufklärungsarbeit, sondern an der erst einmal in die Welt gesetzten falschen Behauptung.

    Sehr oft liest man in Diskussionen dieser Art, dass man doch bitte jedem seine Meinung lassen solle. Allerdings liegt hier ein schwerwiegender Irrtum vor: Man verwechselt das zu Recht hohe Ideal des Rechts auf freie Meinung mit der irrigen Annahme, alle Meinungen zu Sachfragen wären gleich zu bewerten.
    Die Frage, ob Homöopathika Placebos überlegen sind, ist keine Frage gleich zu bewertender Meinungen, denn entweder sind Homöopathika reine Placebos – oder nicht. Es macht hier daher sehr wohl Sinn, darüber aufzuklären, dass nur einer dieser beiden Standpunkte rational wirklich begründbar ist. Erst der zweite Schritt, nämlich, ob man ein Placebo benutzen möchte, weil man gute Erfahrungen damit gemacht hat, oder ob man sich das lieber spart – das kann man als Meinungsfrage sehen.

    Grüße

  4. Norbert Aust sagt:

    Hallo, Frau B.

    ich möchte doch zu einigen Punkten ihres langen Kommentars Stellung nehmen. Ich habe allerding kein großes Interesse daran, hier einen langen Streit zu zelebrieren, das ist nicht Sinn des Blogs.

    Frau Susanne A. hat sehr konstant und regelmäßig geschrieben und jede noch so kleine Möglichkeit aufgegriffen, um das Thema wieder hervorzuholen.Das, auch als das Thema schon nicht mehr besprochen wurde.

    Sie hat aber immer anhand des Zählers im Forum darauf geachtet, ob ihre Beiträge noch gelesen wurden. Dies war regelmäßig der Fall. Daher ging sie davon aus, dass es noch ein Interesse an diesem Thema gibt. Möglicherweise Leute, die sich nicht so sehr in den Forenbeiträgen ergehen sondern Informationen suchen. Immerhin hatte ich im Laufe der letzten 30 Tage (ohne den erhöhten gestrigen Besucherstrom) mehr als 60 Besucher auf meinem Blog, die über die Linkfunktion aus der ADHS-Anderswelt zugegriffen haben. Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass seitens Ihrer Leser kein Interesse mehr bestand?

    Den Beitrag, auf dem Sie hier in Ihrem Blog geantwortet haben, war meiner Meinung nach sehr ausgewogen und hat sich ernst mit der Matherie befasst.

    Habe ich irgendwo etwas anderes geschrieben? Ich habe noch nicht einmal persönlich darauf reagiert, dass man mir unterstellt hat, ich hätte keine Ahnung von dem, was ich schreibe (‚…mangelnde medizinische Qualifikation…‘)

    Hier liegt jedoch der eigentlicher Konflikt. Frau S.A. scheint nach meiner Wahrnehmung, keine andere Meinung gelten zu lassen, keine Nuancen, keine persönliche Entscheidungen in dieser Frage zu respektieren.

    Woraus schließen Sie das? Daraus, dass sie nicht Ihrer Meinung ist und bei ihrer eigenen Meinung geblieben ist? Hat sie irgendjemanden, der anderer Meinung ist als sie, angegriffen oder beleidigt? Hat sie irgendjemanden dazu aufgefordert, seinen Standpunkt zu ändern?

    Sätze wie: “Na? warum muss du jetzt kneifen? ” sind alles andere als sachlich

    Das ist zunächst mal nur ein Satz. So furchtbar viele weitere solche Sätze werden Sie nicht finden. Und überhaupt, auf manchen Foren geht es durchaus deutlicher zur Sache. Aus einem solchen Satz auf eine generelle Unsachlichkeit zu schließen ist etwas weit hergeholt.

    Jeder hat die Freiheit, zu einem Thema keine Stellungnahme beziehen zu dürfen

    Auch ich musste die Erfahrung machen, dass Frau S.A. auf Kritik damit reagiert in dem sie auf die angesprochenen Punkte schlicht nicht reagiert

    Merken Sie Ihren Widerspruch in zwei direkt aufeinanderfolgenden Sätzen?

    Niemand lässt sich gerne missionieren

    Ich weiss nicht, was Sie unter ‚missionieren‘ verstehen. Hier in meinem Blog wird Information angeboten, diese steht jedem Interessenten unentgeltlich zur Verfügung. Auf meinem Blog findet keine Werbung statt, den Hinweis auf mein Buch kann jeder einfach ignorieren, ohne dass dies irgendwelche Auswirkungen hätte. Ein Missionieren wäre nach meinem Sprachverständnis ein aktives Betreiben einer Meinungsänderung beim Missionierten. ‚Mach das so … sonst …!‘ Zeigen Sie mir solche Stellen sowohl in den Postings von Frau S.A. als auch hier auf meinem Blog. Dass Frau S.A. und ich möglicherweise eine andere Meinung vertreten als Sie, hat noch nichts mit ‚missionieren‘ zu tun.

    Sie laden immer wieder zu einer Diskussion ein und löschen einen Beitrag.

    Wenn sich Mitglied A Ihres Forums bei Mitglied B Ihres Forums für einen Artikel bedankt, der auf Ihrem Forum gepostet wurde, und dann noch die Beiträge eines weiteren Mitglieds Ihres Forums, Frau S. A., kritisiert, dann hat das nichts mit meinem Blog zu tun. Wenn in einem Kommentar kein sachlicher Inhalt zum Blogbeitrag enthalten ist – das war nicht der Fall – dann lösche ich den Beitrag entsprechend den hier zu findenden Blogregeln.

    Letzteres trifft übrigens auch auf Ihren Kommentar zu. Ich lade zu sachlichen Diskussionen über die hier dargebotenen Informationen ein. Kann man andere Schlussfolgerungen ziehen? Gibt es Daten, die dem Gesagten widersprechen? Werden die Ergebnisse der Studien falsch wiedergegeben? Ergebnisse, Mathematik, Statistik, Logik, das wären die Themen, über die ich zur Diskussion einlade. Nicht über irgendwelche Befindlichkeiten.

  5. Aida B. sagt:

    Sehr geehrter Herr Aust,
    als Mitglied des Forums ADHS -Anderswelt liegt es mir am Herzen, hier etwas klar zu stellen.
    Zitat N.Aust: „Der innerhalb der Mitglieder der ADHS-Anderswelt aufgetretene Konflikt ist nicht Gegenstand des Blogs hier.“
    Es gibt und es gab zu keinem Zeitpunkt einen Konflikt innerhalb der Mitglieder im Forum über das Thema von Frau Susanne A.
    Sie hat eine Diskussion angestossen, dies auf der Grundlage Ihres Blogs.Es wurde angergt diskutiert im Sinne eines normales Meinungsaustausches.
    Diese war in meiner Wahrnehmung, sehr ausgeglichen. Es gab „pro“ und „contra“ und auch „sowohl als auch Stellungnahmen“.
    Frau Susanne A. hat sehr konstant und regelmäßig geschrieben und jede noch so kleine Möglichkeit aufgegriffen, um das Thema wieder hervorzuholen.Das, auch als das Thema schon nicht mehr besprochen wurde.
    Den Beitrag, auf dem Sie hier in Ihrem Blog geantwortet haben, war meiner Meinung nach sehr ausgewogen und hat sich ernst mit der Matherie befasst. Ebenso gab es andere Beiträge, die sehr gut geschrieben wurden und mehrere Seiten des Themas aufgriffen.
    Hier liegt jedoch der eigentlicher Konflikt. Frau S.A. scheint nach meiner Wahrnehmung, keine andere Meinung gelten zu lassen, keine Nuancen, keine persönliche Entscheidungen in dieser Frage zu respektieren.
    Sätze wie: „Na? warum muss du jetzt kneifen? “ sind alles andere als sachlich. Jeder hat die Freiheit, zu einem Thema keine Stellungnahme beziehen zu dürfen, wenn er/sie dies für richtig hält. Etwa weil sich das Thema erledigt hat, der richtiger Ton nicht mehr gefunden wird u.s.w.
    Auch ich musste die Erfahrung machen, dass Frau S.A. auf Kritik damit reagiert in dem sie auf die angesprochenen Punkte schlicht nicht reagiert.
    Ich bin kein Homöopath Anhänger. Jedoch weiß ich, dass Eltern verantwortlich handeln innerhalb der eigenen Sicht der Dinge. Dies kann auch Homöopathie sein, wenn sie es denn so möchten. Das ist ihre Freiheit.
    Sie möchten solchen Eltern die Augen öffnen? Mit dieser Art sind Sie auf dem falschen Weg. Niemand lässt sich gerne missionieren.

    Sie laden immer wieder zu einer Diskussion ein und löschen einen Beitrag.
    Zitat: „ist nicht Gegenstand des Blogs hier“.
    Sie selbst machen den angeblichen“Konflikt“ zum Gegenstand. Auf dieser Grundlage, hoffe ich, dass Sie meinen Beitrag hier nicht löschen. Dies würde nur meine Meinung bestätigen, dass Sie an einer Diskussion, die alle Meinungen beinhaltet nicht interessiert sind.

    Und ja, auch ich hatte schon sehr früh den Eindruck, dass es um Werbung ging.

    Es gibt in diesem sehr guten Forum auf dem viele Eltern, junge Erwachsene und deren Familien sehr viel qualifizierte Unterstützung bekommen, keinen „Sieg“, wie Sie es nennen, denn niemand zieht dort in den Krieg.

  6. Norbert Aust sagt:

    Der Link auf den Thread in der ADHS-Anderswelt geht jetzt ins Leere, da er von den Administratoren dort geschlossen und in das Archiv verschoben wurde. Als Nichtmitglied hat man darauf aber keinen Zugriff. Die Begründung für diesen Schritt ist offenbar, dass man es als ‚plumpe Werbung‘ empfunden hat, dass Hinweise auf diesen Blog hier, besonders auf die Beiträge zum Thema ADHS, dort gepostet wurden. Gut, wenn man es dort übelnimmt, auf Informationen zu einer im Internet recht häufig beworbenen ADHS-Therapie hingewiesen zu werden, dann ist das nicht mein Schaden. Ich gratuliere den Esoterikern in diesem Forum zu ihrem Sieg.

  7. Monica Meier sagt:

    (-gelöscht-)

    Dieser Kommentar wird nicht akzeptiert.
    Er enthält keinen sachlichen auf das Thema bezogenen Inhalt. Der innerhalb der Mitglieder der ADHS-Anderswelt aufgetretene Konflikt ist nicht Gegenstand des Blogs hier.

    Norbert Aust.

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