„Release the first report!“

… das war der Aufruf, den die Homöopathen an den Forschungsausschuss des Australischen Gesundheitsministerium (NHMRC) gerichtet hatten. Diesem Anliegen wurde im August 2019 entsprochen und ein als „Erster Bericht“ („First report“ – Homöopathen) oder „Berichtsentwurf“ („draft review“ – NHMRC) bezeichnetes Papier veröffentlicht. Nunmehr liegen die Bewertungen der wichtigsten Verbände und Vereinigungen der Homöopathie vor. Einstimmig wird darauf hingewiesen, dass im First Report vielversprechende Evidenz für eine Wirksamkeit der Homöopathie berichtet worden sei, die in der offiziellen Veröffentlichung nicht enthalten ist.

In Ergänzung zur Stellungnahme des INH (Link) soll die Situation hier ausführlich dargestellt werden.

Naturgemäß wirft der Vorgang einige Fragen auf, etwa, worauf sich die Homöopathieverbände berufen, ob die gezogenen Schlussfolgerungen tatsächlich zutreffen und worin eigentlich der Unterschied zwischen dem Berichtsentwurf und der veröffentlichten Fassung besteht.

Vorgeschichte

Im Jahr 2015 hat das NHMRC das bislang umfassendste systematische Review zur Homöopathie vorgelegt [1]. Die Dokumentation umfasst nahezu 1000 Seiten, in denen minutiös aufgelistet ist, wie die vorhandenen Studien untersucht und bewertet wurden. Insgesamt wurden 225 klinische Studien zu 85 Krankheitsbildern ausgewertet. Eine ausführliche Darstellung dieser Arbeit findet sich in der Homöopedia des INH (Link). Als Ergebnis wurde festgestellt, dass es kein einziges Krankheitsbild gibt, für das ein belastbarer Nachweis für eine Wirksamkeit der Homöopathie über Placebo- und Kontexteffekte hinaus vorläge. Als Konsequenz gab das Australische Gesundheitsministerium ein „statement“, eigentlich eher eine Warnung, an die Bürger heraus, dass man die Homöopathie weder bei chronischen noch bei ernsthaften Beschwerden, oder solchen, die sich zu ernsthaften Beschwerden entwickeln könnten, anwenden solle. Wer sich homöopathisch behandeln lässt und dafür auf Therapien verzichtet, deren Wirksamkeit und Sicherheit nachgewiesen ist, gehe ein Gesundheitsrisiko ein.

Da dieses Ergebnis für Homöopathen naturgemäß von erheblicher Tragweite ist, hat sich eine breite internationale Protestbewegung gebildet, so wie es von außen aussieht, unter der Führung des britischen Homeopathy Research Institute (HRI) und der Australian Homeopathic Association (AHA). Bereits 2016 wurde eine Beschwerde beim Commonwealth Ombudsman eingereicht, einer Institution, an die sich australische Bürger wenden können, wenn sie von Organen der Regierung oder Verwaltung ungerecht behandelt wurden. Es wurde ebenfalls in den Raum gestellt, dass es eine frühere Fassung des Berichts gegeben hätte, die von einer kompetenten Autorin angefertigt worden sei, die eine ganz andere Schlussfolgerung ziehe. Es wurde eine Petition verfasst, die von mehr als 50.000 Interessierten aus der ganzen Welt unterzeichnet wurde, dass das NHMRC diese „erste Fassung“ veröffentlichen solle.

Der Berichtsentwurf

Im August 2019 wurde dieser Berichtsentwurf der Öffentlichkeit vorgelegt [2], wobei der ursprüngliche Text vom NHMRC mit einer Vielzahl von Anmerkungen versehen wurde, in denen auf Fehler und Unsauberkeiten hingewiesen wird. Prof. Anne Kelso, CEO (Geschäftsführer) des NHMRC, schreibt in einem Begleitbrief, man habe ein erstes Dienstleistungsunternehmen mit der Auswertung der wissenschaftlichen Literatur beauftragt, diesen Vertrag aber im August 2012 – also kurz nachdem der Berichtsentwurf vorgelegt worden war – einvernehmlich beendet und den Auftrag erneut an einen anderen Dienstleister vergeben. Die vom vormaligen Leiter der Arbeitsgruppe freigegebenen Anmerkungen sollen den Zusammenhang klären und Missverständnisse vermeiden helfen. Es wird ausdrücklich betont, dass dieser Bericht unvollständig ist und vom NHMRC nicht freigegeben wurde.

Dieser Berichtsentwurf trägt keinen Namen eines Autors, es wird lediglich angegeben, dass das International Centre for Allied Health Evidence (iCAHE) das Papier erstellt hätte, ein an der University of South Australia in Adelaide ansässiges Unternehmen. Über diesen Berichtsentwurf ist somit eigentlich nicht viel zu sagen. Schließlich ist das nur ein herrenloses, wissenschaftlich wertloses Stück Papier, da niemand mit seinem Namen für dessen Richtigkeit einsteht.

Ganz im Gegenteil weist der Bericht offenbar in den Augen der Auftraggeber eine ganze Reihe von Unzulänglichkeiten auf, wie sie den Anmerkungen zu entnehmen sind. Dort wird oftmals der Gebrauch von undefinierten Begrifflichkeiten angesprochen (Was ist „ermutigende („encouraging“) Evidenz?“), das Fehlen wichtiger Bestandteile, wie zum Beispiel die Bewertung der Studienqualität, Inkonsistenzen, etwa wenn textliche und tabellarische Aussagen differieren, oder nicht nachvollziehbare Eingruppierung in Evidenzklassen etc.

Auch in diesem Berichtsentwurf wurden die Studien nicht direkt betrachtet, sondern indirekt über systematische Reviews ausgewertet, wobei solche, die nur ein Krankheitsbild abdecken, das homöopathisch behandelt wurde, die oberste Kategorie („Level 1, key reviews) bildeten. Reviews, in denen mehrere alternativmedizinische Therapien bei einem Krankheitsbild betrachtet wurden, eine davon die Homöopathie, oder in denen mehr als ein Krankheitsbild untersucht wurde, wurden nur als sekundäre Quellen herangezogen, entweder wenn es kein Review der obersten Kategorie gab oder um weitere Studien zu identifizieren, die im Key review nicht enthalten waren.

Rezeption durch Hömöopathieverbände

Zwischenzeitlich liegen die Reaktionen der hierzulande wesentlichen Verbände und Vereinigungen der Homöopathie vor:

Das britische Homöopathy Research Institute schreibt, der „unterdrückte“ Report des NHMRC von 2012 hätte „ermutigende“ Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie für ein paar Krankheitsbilder gefunden [3]. Die Carstens-Stiftung berichtet, die Australische Gesundheitsbehörde hätte geheim gehaltenen Homöopathiebericht enthüllt [4]. Die Österreichische Gesellschaft für homöopathische Medizin extrapoliert schon etwas aus den Ergebnissen, indem sie „Vielversprechende Evidenz für die Wirksamkeit bei zumindest fünf medizinischen Indikationen“ titelt [5], während der Zentralverein homöopathischer Ärzte hierin schon eine „Ermutigende Evidenz für eine Wirkung der Homöopathie“ als Ganzes erkennen kann.

Was aber ist die Grundlage der Euphorie? Bei den fünf Krankheitsbildern mit vielversprechenden Ergebnissen handelt es sich um

  • Fibromyalgie („Weichteilrheuma“) – Level C
  • Mittelohrentzündung – Level C
  • Postoperativer Darmverschluss – Level C
  • Infektionen der Atemwege – Level C
  • Nebenwirkungen von Krebstherapien – Level C

Diesen Indikationen wird ein Evidenzgrad „C“ zugeordnet, was wohl mit dem Begriff „ermutigend“ („encouraging“) ausgedrückt wird. Diese Eingruppierung als Level C setzt allerdings voraus, dass die Qualität der Studien bewertet wurde. Dies wiederum, so bemängelt das NHMRC in einer Anmerkung, ist nicht erfolgt. Außerdem wird an anderer Stelle „Level C“ als „nicht überzeugend“ (no convincing evidence) bewertet.

Es sei an dieser Stelle ebenfalls darauf hingewiesen, dass im Berichtsentwurf für viele Indikationen keine wie auch immer geartete, fadenscheinig positive Evidenz gefunden wurde, darunter einige, bei denen die Homöopathie ja angeblich besonders effektiv einzusetzen sei, etwa chronische Beschwerden oder wenn die Psyche eine Rolle spielt. Zum Beispiel:

  • ADHS
  • Kopfschmerzen
  • Symptome in der Menopause
  • Regelbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Atemwegsinfekte bei Kindern

Die Autorenschaft

Wie schon ausgeführt, ist ein Papier, zu dem sich kein Autor bekennt, wissenschaftlich gesehen vollkommen wertlos. Mit wem soll man die Ergebnisse diskutieren? Wer kann hierfür Rede und Antwort stehen?

Die Homöopathen umgehen diese Schwierigkeit, indem der Berichtsentwurf einfach einer Frau Prof. Karen Grimmer zugeschrieben wird, die als Expertin für Reviews gilt. Sie war über 20 Jahre lang „Director“ von iCAHE, des zuerst beauftragten Dienstleisters. Zweifelsohne trägt sie in dieser Rolle die Verantwortung für die erbrachten Leistungen des Unternehmens und dafür, dass hier offenbar die üblichen Maßnahmen zur Qualitätssicherung versagt haben. Allerdings ist genauso wenig davon auszugehen, dass die Chefin die Recherche- und Auswertearbeit selbst ausgeführt hat, ebensowenig wie Martin Winterkorn wohl selbst einen Dieselmotor zusammengeschraubt oder programmiert hat.

Letztendlich ist und bleibt der Berichtsentwurf ein Stück Altpapier, das genauso wenig Relevanz besitzt wie Thomas Manns erster Entwurf der Buddenbrooks, der möglicherweise zerknüllt im Papierkorb gelandet ist und so auf ewig der Öffentlichkeit verheimlicht und vorenthalten wird.

„Ermutigende“ Evidenz

Einer der Punkte, die das NHMRC am Berichtsentwurf häufiger bemängelt, ist die Verwendung von nicht definierten Begriffen, womit natürlich kein klares Ergebnis formulierbar ist. Hier interessiert besonders der Begriff der „ermutigenden Evidenz“ („encouraging evidence“), was natürlich die Aufmerksamkeit der Homöopathen auf sich zieht und so tatsächlich im offiziellen veröffentlichten Review nicht zu finden ist.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang „ermutigend“? Etwa wenn man in der Lotterie zwischen vielen Nieten doch einmal ein Freilos gewinnt, das die Überzeugung stärkt, dass der angepriesene Hauptgewinn vielleicht doch beim nächsten Mal gezogen wird? Kann man daraus überhaupt schließen, dass das Los mit dem Hauptgewinn tatsächlich existiert?

Wie dem auch sei, ganz offensichtlich sind auch im Berichtsentwurf keine belastbaren Belege erkannt worden, aus denen mit einiger Berechtigung geschlossen werden könnte, dass eine über Placebo hinausgehende Wirksamkeit der Homöopathie gegeben sei. Dies würde nämlich „belastbare Evidenz“ („solid evidence“), überzeugende Evidenz („convincing evidence“), „zuverlässige Evidenz“ („reliable evidence“) oder ähnlich eindeutig heißen. Allein, die namenlosen Autoren des ersten Reports haben nirgends eine solche Vokabel verwendet – sonst hätten die Homöopathen das ausgiebig zitiert und gefeiert.

Folge: Auch im ersten Report ist keine belastbare Evidenz erkannt worden – was sich mit den veröffentlichten Ergebnissen des NHMRC und anderer systematischer Reviews vollkommen deckt. Es gibt keine belastbaren Nachweise für die Wirksamkeit der Homöopathie über Placebo hinaus, was selbst das groß angelegte Reviewprojekt des HRI ergeben hat, bei dem in insgesamt vier Arbeiten die vorliegenden kontrollierten Vergleichsstudien ausgewertet wurden.

Methodische Unterschiede

Die für den Berichtsentwurf angewandte Methode unterscheidet sich deutlich von der späteren Vorgehensweise, die dem offiziellen Review zugrunde liegt. Hier wie dort wurden zwar die vorliegenden systematischen Übersichtsarbeiten und nicht direkt die einzelnen Studien betrachtet, dann aber gibt es einige Unterschiede:

In den dem offiziellen Bericht zugrundeliegenden Auswertungen wurde versucht, die Charakteristika (Qualität, Daten) aus den Reviews zu erschließen und diese wurden dann zu einer Gesamtaussage zur Wirksamkeit der Homöopathie bei dem betrachteten Krankheitsbild verdichtet. Dabei sind die Daten aller vorgefundenen systematischen Reviews eingeflossen, zusammen 58 Stück.

Für den Berichtsentwurf hingegen hat man die Reviews unterschiedlichen Levels zugeordnet: Level 1 waren Reviews, die nur ein Krankheitsbild und nur die homöopathische Therapie betrachteten, Level 2 und 3 hingegen waren Untersuchungen, in denen mehr als ein Krankheitsbild unter homöopathischer Behandlung untersucht wurde bzw. wenn die Wirksamkeit mehrerer verschiedener Therapien der Komplementär- und Alternativmedizin, eine davon die Homöopathie, untersucht wurde. Die Hauptquellen („key reviews“) waren, soweit vorhanden, nur die Arbeiten des ersten Levels, Level 2 und 3 lieferten lediglich zusätzliche Informationen zu Einzelstudien, wenn diese nicht im Level 1-Review enthalten waren. So sind nur die Ergebnisse von 18 Reviews in die Bewertungen eingeflossen und 22 weitere haben nur ergänzende Daten geliefert. Zwölf Reviews wurden überhaupt nicht berücksichtigt, da sie keinem dieser Level zugeordnet werden konnten.

Insgesamt ergab sich für das offizielle Review eine wesentlich größere Datenbasis, zumal noch weitere 51 Einzelstudien berücksichtigt wurden, die nicht in den systematischen Reviews enthalten waren und von den Interessengruppen in öffentlicher Anhörung benannt wurden.

Im Endeffekt hätte sich durch die Ergebnisse des Berichtsentwurfs eigentlich kein Erkenntnisgewinn ergeben: Die positiven Einschätzungen zur Evidenz, die der Berichtsentwurf aufführt, sind nichts weiter als die gegebenenfalls ergänzten Ergebnisse längst bekannter Übersichtsarbeiten, und auf keinen Fall aufgrund einer neuen zusammenfassenden Bewertung der jeweiligen Studiendaten entstanden.

Weitere Aspekte

Wie zu erwarten, ergänzen die Homöopathen-Vereinigungen ihre Kommentare zu diesem Berichtsentwurf mit einigen wenig belegten oder gar widerlegten Aussagen:

Interessant: Die Carstens-Stiftung führt die ganze Misere, die die Homöopathie gegenwärtig praktisch weltweit erleidet, auf die Aktivitäten der weltweiten Skeptikerorganisation zurück, in Deutschland vertreten durch die GWUP und das INH. Es ehrt uns sehr, dass wir in der Wahrnehmung unserer Gegenspieler diese Macht haben, diverse Regierungen, wissenschaftliche Vereinigungen und Forschungseinrichtungen zu beeinflussen und sie gegen die aus Sicht von Herrn Behnke offensichtlichen Fakten immunisieren zu können.

Das HRI wiederum wirft die Frage auf, ob der „First Report“ nicht wegen ernsthafter Schwachpunkte „begraben“ wurde, sondern weil das Ergebnis nicht dem entsprach, was das NHMRC angestrebt hatte. Dies ist wenig verständlich: Die Anmerkungen des NHMRC sprechen eine deutliche Sprache und sind einem Faktencheck durchaus zugänglich, denn die zugrundeliegenden Informationen sind alle verfügbar.

HRI, ÖGHM und auch der DZVhÄ versäumen es natürlich nicht, ein Zitat von der Leiterin des NHMRC zu zitieren – und unkommentiert im Raum stehen zu lassen. Prof. Kelso hatte ausgeführt, dass das NHMRC entgegen einiger Behauptungen nicht die Schlussfolgerung gezogen habe, die Homöopathie sei unwirksam. In dieser Form zieht der Laie natürlich den falschen Schluss, dass das NHMRC der Homöopathie eine Wirksamkeit zubillige. Dies ist aber nicht der Fall: Es geht lediglich darum, dass die Behauptung, die Unwirksamkeit der Homöopathie sei erwiesen, falsch wäre, denn dies ist aus erkenntnistheoretischen Gründen nicht möglich. In den Augen einer Wissenschaftlerin ist das Urteil, dass es keine Evidenz für eine Wirksamkeit gäbe, vernichtend genug.

Der DZVhÄ schließt gar daraus:

„Der Australische Report ist nichts anderes als die Widerlegung der vielzitierten Aussage der Homöopathie-Kritiker, dass die Unwirksamkeit der Homöopathie wissenschaftlich belegt sei. Damit müssen viele wissenschaftliche Papiere (bspw. EASAC), die auf den falschen Ergebnissen des zweiten Reports beruhen, neu geschrieben werden.“

Der erste Teil stimmt: Die Unwirksamkeit der Homöopathie ist nicht belegt, weil das Fehlen einer Wirksamkeit aus erkenntnistheoretischen Gründen nicht durch Studien belegt werden kann.

Allerdings: Aufgrund „vielversprechender“ aber nicht aufgrund „belastbarer“ Evidenz anerkennen, dass die Homöopathie eine spezifische Wirksamkeit entfalten kann – und damit anerkennen, dass unser Wissen über die Physik falsch oder zumindest grob unvollständig ist? Nichts könnte falscher sein.

Zusammenfassung

Das vom NHMRC veröffentlichte Dokument, das von den Homöopathen als „First Report“, vom NHMRC als „Draft Report“ bezeichnet wird, ist wissenschaftlich gesehen ein wertloses Stück Papier, das noch nicht einmal einen Namen eines Autors trägt, der zu dem Ergebnis stünde. Dieser Bericht wurde aufgrund von nachvollziehbaren gravierenden Mängeln nicht weiter verfolgt. Darin wird aber für fünf Indikationen der Homöopathie eine „ermutigende Evidenz“ zugesprochen, ohne dass klar wäre, was das bedeuten soll. Diesem Umstand ist geschuldet, dass der verworfene Entwurf seitens der Homöopathie geradezu euphorisch gefeiert wird. Dabei gerät nur zu leicht in Vergessenheit, dass für wesentlich mehr Indikationen, auch für solche, für die die Homöopathie gerne als besonders wirksam beworben wird, auch in diesem Pamphlet keine, noch nicht mal eine „vielversprechende“ oder „ermutigende“, Evidenz gefunden wurde. Auf keinen Fall ist hier eine Basis zu sehen, die bisherige Einschätzung zur Homöopathie zu revidieren und damit gleichzeitig die Physik in weiten Teilen als falsch oder grob unvollständig anzuerkennen.

Quellen

  1. National Health and Medical Research Council. 2015: NHMRC Information Paper: Evidence of the effectiveness of homeopathy for treating health conditions, Canberra: National Health and Medical Research Council; 2015 Link; das zweite Dokument der Liste
  2. Australian Government – NHMRC: CEO Statment – Release of an annotated version of the 2012 draft report The Effectiveness of Homeopathy: an overview review of secondary evidence“, Canberra, Australia. Link zum Volltext (dropbox)
  3. HRI Statement: Suppressed NHMRC 2012 report found ‚encouraging‘ evidence homeopathy is effective for some medical conditions, HRI, 9. Oktober 2019 (Link)
  4. Behnke J: Australische Gesundheitsbehörde enthüllt geheim gehaltenen Homöopathiebericht, Webseite der Carstens-Stiftung „Faktencheck“, (Link)
  5. NN: Vielversprechende Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie bei zumindest fünf medizinischen Indikationen; Pressemeldung der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin vom 9. Oktober 2019 (Link)
  6. Bendig B: Ermutigende Evidenz für eine Wirkung der Homöopathie! Stellungnahme des DZVhÄ zum kürzlich veröffentlichten ersten „Australischen Report“, Pressemeldung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte vom 10.10.2019 (Link)
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41 Antworten zu „Release the first report!“

  1. borstel sagt:

    Entschuldigung, wenn ich das Thema noch einmal aufwärme: Herr Dr. Hümmer, haben Sie wirklich CJ Becker, diesem Amokfahrer unter den Homöopathielobbyisten, ein Interview gegeben? – https://donotlink.it/7Al9B
    Und haben Sie wirklich ihm einen exklsuiven Beitrag verfaßt, den man nur lesen kann, wenn man sich anmeldet und einem „Globuli-Club“ beitritt? – https://donotlink.it/2AlaG
    Peinlich das…

    Aber auch nicht viel besser: https://eref.thieme.de/ejournals/1615-293X_2019_06#/10.1055-a-1014-8840 – Zeitschrift für Palliativmedizin 2019; 20(06): – DOI: 10.1055/a-1014-8840. Ich habe diesen Artikel als DGP-Mitglied in der aktuellen Printausgabe der Zeitschrift gelesen. Er ist eine mit „Noch einmal: Homöopathie in der Palliativmedizin“ betitelte Replik auf die vor kurzem dort geführte Debatte u.a. in dieser Zeitschrift zum Thema. In Kürze: Der Autor (Arzt, Palliativmediziner aus Dachau) ist der Ansicht, er könne Patienten, die kurz vor dem Eintritt in die Sterbephase stehen oder sich in ihr befinden, wirksam mit Globuli helfen. Hierzu stellt er vier Fälle vor. Um es kurz zu machen (und weil der Beitrag nicht im Volltext vorliegt): Aus meiner Sicht ist noch nicht einmal eine Korrelation zwischen der Verabreichung der Globuli und einer Besserung der Symptomatiken festzustellen. Außerdem sind ein Teil der hochschulmedizinischen medikamentösen Interventionen aus meiner Sicht fraglich und teilweise auch nicht nachvollziehbar. Das Fazit des Autors ist dementsprechend zu erwarten: Die Wirksamkeit der Homöopathie sei bewiesen und eine Anwendung derselben könne die konventionellen Medikamente bei einer Vielzahl von Indikationen nicht nur ergänzen, sondern auch ersetzen. Ich werde es mir ersparen, beim Verfasser eine Literaturliste anzufordern (noch nicht einmal Literaturangaben enthält der Beitrag), ich hoffe nur, daß jemand anderes hier eine Replik schreibt, die dann hoffentlich auch in der Zeitschrift veröffentlicht wird. Falsch verstandener Pluralismus in der eigenen Hauspostille ist sehr unerfreulich…

  2. borstel sagt:

    „• Fibromyalgie (Grad C)
    • Mittelohrentzündung (Grad C)
    • Infektion der oberen Atemwege (URTI) bei Erwachsenen (Grad C)
    • Nebenwirkungen der Krebsbehandlung (Grad C)“ – bitte noch einmal, Dr. Hümmer: Ich möchte jetzt nicht von Ihnen etwas zum Thema Kriterien für den Einschluß von Studien hören, sondern, warum FÜR DIESE KONKRETEN INDIKATIONEN der draft report sauberer erarbeitet ist, als der Abschlußbericht. Sie haben das ganze auf das Tapet gehoben, also vergleichen SIE die beiden Reporte und arbeiten das heraus. Aber wenn Sie auf derselben Seite des draft reports weiterlesen, dann werden Sie feststellen müssen (wie auch die kritischen Kommentatoren des NHMRC), daß der Grad C nicht konsistent vergeben wurde: Auch bei Angst, Schlafstörungen usw. wurde der vergeben, jedoch fallen diese Indikationen unter das Verdikt „no convincing evidence“. Was ist denn nun richtig? Interessanterweise ist im draft report sogar u.a. die Metaanalyse von Linde et al. aus 1997 ausgeschlossen worden, weil den Autoren die Fragestellung zu allgemein war. In der Endfassung dagegen wurde diese Quelle berücksichtigt. Und um einen Hinweis zu geben, was dem NHMRC am draft report mißfallen hat: Lesen Sie doch mal durch, was zum Thema „symptoms associated with the treatment for ancer“ an Anmerkungen steht: Eine encouraging evidence bleibt da nicht übrig, vielmehr der Eindruck schlampiger Arbeit – der Autoren, nicht des NHMRC.

    Zum Thema Ileus: Im Abschlußreport wurden die reviews und die darin enthaltenen Studien auf ihre Qualität untersucht. Daß eine gut gemachte und an Teilnehmern große Studie eine größere Relevanz haben wird, als mehrere kleine mit geringer Qualität, dürfte ja nicht verwundern. Jenseits dessen beruht zumindest im Falle des Ileus die abweichende Einschätzung der Evidenz nicht auf dem Ausschluß einer kleinen Studie im Abschlußbericht. Im übrigen ist ja nicht nur Ernsts Metaanalyse hier bewertet worden, und viele auch der kleineren Studien haben keine positiven Resultate in Punkto Homöopathie ergeben. Es ist halt ein wenig ungünstig, daß immerhin eine der größeren randomisierten und einen Effekt der Homöopathie feststellenden Studien, nämlich die vom Aulagnier, offenkundig eine eher geringe Qualität hatte.

    Unabhängig davon: Der Unterschied zwischen einer Evidenzbewertung nach dem GRADE-System zwischen „C“ („Further research is very likely to have an important impact on our confidence in the estimate of effect and is likely to change the estimate“) und „D“ („Any estimate of effect is very uncertain“) ist jetzt nicht so revolutionär verschieden. Daß dann allerdings ein nicht sauber definierter Begriff wie „encouraging evidence“ so manchen Leichtgläubigen in die Irre führen kann, verwundert nicht.

    Zur Frage der Studiengröße: Die Arbeit im BMJ, welche den theoretischen Hintergrund zur Studienteilnehmerzahl bildet, ist ja vom NHMRC selbst in den Appendices verlinkt worden (https://www.bmj.com/content/346/bmj.f2304). Den Cut-off bei 150 Partizipanten zu setzen, hätte tatsächlich begründet werden können, aber kontextuell ist mir schon verständlich, wehalb sie dies so gemacht haben. Nichtsdestoweniger haben sie brav alle, auch die kleinen, Studien aufgelistet, bewertet und die Inhalte beschrieben. Ein ziemlicher Aufwand für Studien, die angeblich völlig unter den Tisch fallen.

  3. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    Sehr geehrter Herr Aust:
    „Meister des sinnentsellenden Zitierens hat wiedernzugeschlagen!“ und „…grobes wissenschaftliches Fehlverhalten.“ kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen.
    Und soolte ich nicht nötig haben:
    Habe deshalb den Absatz (im blog-Beitrag s.u.) fairerweise um den weiteren Satz
    “ … Dies entspricht dem Haufenproblem: ab welchem Grenzwert wird eine Menge Sandkörner zu einem Sandhaufen?[26] Irgendwo muss es einen Grenzwert geben, allerdings ist jeder Grenzwert diskutierbar, weil ein einzelnes Sandkorn mehr oder weniger den Charakter des vorliegenden Gebildes nicht durchgreifend ändern kann. “

    ergänzt, obwohl die Aussage

    „Es trifft zu, dass der Grenzwert von 150 Teilnehmern für eine zuverlässige Studie im NHMRC-Review nicht begründet wird und dass sich vermutlich auch nur SCHWER EINE WISSENSCHAFTLICHE BERÜNDUNG dafür finden lässt…..“
    nach meinem geringen wissenschaftlichen Verständnis die Begründung des zweiten Satzes konterkariert.

    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/26/nhmrc-oder-das-verschwinden-homoopathischer-evidenzen/

  4. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Herr Hümmer, der Meister des sinnentsellenden Zitierens hat wiedernzugeschlagen!

    Ihr Zitat aus der Homöopedia des INH:

    „Es trifft zu, dass der Grenzwert von 150 Teilnehmern für eine zuverlässige Studie im NHMRC-Review nicht begründet wird und dass sich vermutlich auch nur schwer eine wissenschaftliche Begründung dafür finden lässt…..“

    Warum hören Sie dort auf zu zitieren? Es geht nämlich weiter:

    “ … Dies entspricht dem Haufenproblem: ab welchem Grenzwert wird eine Menge Sandkörner zu einem Sandhaufen?[26] Irgendwo muss es einen Grenzwert geben, allerdings ist jeder Grenzwert diskutierbar, weil ein einzelnes Sandkorn mehr oder weniger den Charakter des vorliegenden Gebildes nicht durchgreifend ändern kann. “

    Und dann noch:

    „Für kontinuierliche Daten, bei denen das Ergebnis eines Patienten praktisch viele verschiedene Werte annehmen kann, kann man dem GRADE-Handbuch entnehmen, dass man schon bei einer Teilnehmerzahl von n = 400 eine Abwertung vornehmen könnte.[15] Die Grenze von n = 150 für die zumeist kontinuierlichen Daten erweist sich den üblicherweise vergleichbar kleinen Studiengrößen der Homöopathie als recht entgegenkommend. “

    Sie sehen: Das INH hat diesem Kritikpunkt mitnichten zugestimmt, wie Sie es durch Ihre Zitierweise erscheinen lassen wollen. Sinnentstellendes Zitieren ist nebenbei ein grobes wissenschaftliches Fehlverhalten.

  5. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    ….da ist noch was rausgefallen:
    Evidence statement

    Three systematic reviews of medium to good quality identified five randomised controlled trials
    (poor to good quality; total of 1095 participants, range: 96-600) and two prospectively designed,
    non-randomised controlled studies (poor to medium quality; 20 and 80 participants) that compared homeopathy with placebo for the treatment of people with postoperative ileus.

    Two of the systematic reviews conducted meta-analyses that found a significant difference in favour of homeopathy, but both meta-analyses included a with a high risk of bias. The one large, good-quality trial (600 participants) did not detect a difference between homeopathy and placebo in the treatment of postoperative ileus. LOC: Moderate.

    Based on the body of evidence evaluated in this review homeopathy is not more effective than
    placebo for the treatment of people with postoperative ileus.

    —–>Evidence verschwundibus!

  6. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    @Aust, @Borstel, @Kuhn
    Gehen wir an die Wurzeln ( der Originalzitate (des 2015-Rport) und des“Übels“)) wie gefordert:
    Hoffnungsfroh geht´s los mit Prof. Edzard Ernst:

    Homeopathy for Postoperative Ileus?: A Meta-analysis
    Barnes, Joanne B. Pharm., M.R.Pharm.S.; Resch, Karl-Ludwig M.D., Ph.D.; ERNST, EDZARD M.D., Ph.D., F.R.C.P. (EDIN)
    Journal of Clinical Gastroenterology: December 1997 – Volume 25 – Issue 4 – p 628-633
    Stimulus
    „….THERE IS EVIDENCE that homeopathic treatment can reduce the duration of ileus after abdominal or gynecologic surgery. However, several caveats preclude a definitive judgment. These results should form the basis of a randomized controlled trial to resolve the issue.“

    Und so geht´s weiter:

    A systematic review of systematic reviews of homeopathy
    E. ERNST
    First published: 17 December 2002 https://doi.org/10.1046/j.1365-2125.2002.01699.x
    https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1046/j.1365-2125.2002.01699.x
    Barnes (1997)
    [10]
    All placebo‐controlled trials of
    homeopathy for postoperative
    ileus (n = 6)
    776
    Yes
    Weighted mean difference to time
    until first sign of peristalsis was in
    FAVOUR OF HOMEOPATHY (−7.4 h)
    Homeopathic treatment can reduce
    the duration of postoperative
    ileus, however, several caveats
    preclude a definitive judgement

    ..um dann so weiter zu gehen:

    A systematic review of systematic reviews of homeopathy
    E: ERNST
    First published: 17 December 2002
    https://doi.org/10.1046/j.1365-2125.2002.01699.x
    Cited by: 126

    „…..With the EXCEPTION of postoperative ileus [10] and influenza [17] (see below) there is no condition for which homeopathy is convincingly effective….“
    https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1046/j.1365-2125.2002.01699.x#

    …im unverfälschten „Hidden Draft-Report 2012“ klingt es noch anerkennend:

    „Es gibt ERMUTIGENDE BEWEISE für die WIRKSAMKEIT DER HOMÖOPATHIE bei:
    • Fibromyalgie (Grad C)
    • Mittelohrentzündung (Grad C)
    • POSTOPERATIVER ILEUS (Zeit bis zum ersten Flatus) (Grad C)
    • Infektion der oberen Atemwege (URTI) bei Erwachsenen (Grad C)
    • Nebenwirkungen der Krebsbehandlung (Grad C)“

    Doch dann nimmt die Sache ihren „unheilvollen“ Lauf:

    Prepared for the NHMRC Homeopathy Working Committee by Optum
    Appendix A List of EXCLUDED STUDIES

    Barnes, J., Resch, K.L., & ERNST; E. (1997). Homoeopathy for postoperative ileus? A meta-analysis.
    Journal of Clinical Gastroenterology, 25: 628-633.
    Level I
    Systematic review INCLUDED IN [!!] Overview Report

    ..um so als „neues“ Ergebnis zu enden (zunächst noch positiv für die homöopathische Evidenz):

    „Barnes et al (1997) descriptively noted that all of the studies (with the exclusion of GRECHO, 1989) reported a „positive“ effect for homeopathy, compared with placebo, on the time to first flatus. The Level II study by GRECHO (1989) found „no effect“ for homeopathy in this respect.
    Two of the four studies that also measured time to first faeces reported a positive effect for homeopathy (Castelin, 1979; Aulagnier, 1985), one reported a „statistically non-significant“ mean reduction in time to first faeces in patients who received homeopathy (Chevrel, 1984) and one Level II study reported no difference between homeopathy and placebo (GRECHO, 1989).

    A meta-analysis of all six included studies revealed a statistically significant effect in favour of homeopathy for time to first flatus (weighted mean difference (WMD) -7.4; 95% CI -4.0 to -10.8; p<0.05). This EFFECT REMAINED even with the exclusion of the two low quality studies (Castelin, 1979; Dorfman, 1992) (WMD -6.11; 95% CI -2.31 to -9.91; p<0.005). A significant effect in favour of homeopathy was also found for time to first flatus when a homeopathic remedy of less than 12C potency was used (4 studies; WMD -6.6; 95% CI -2.6 to -10.5; pEvidence verschwundibus!

    Aus INH-Statement zum 2015-Report entnommen (von Ihnen persönlich , Herr Dr. Aust verfaßt?- steht kein Autor dabei))
    https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Hom%C3%B6opathie_-_NHMRC_(2015)#cite_note-overviewreport-9

    „Behauptung: Die Grenze von 150 Teilnehmern wird nicht begründet

    Das NHMRC gibt keine Begründung dafür an, dass Studien mit einer Teilnehmerzahl unter 150 als unzuverlässig eingestuft wurden.[24] Man bezieht sich zwar auf einen Artikel im BMJ, früher British Medical Journal, einer der führenden medizinischen Fachzeitschriften,[25] dieser sei aber hier nicht anwendbar, denn der Artikel behandelt dichotome Merkmale,[B 12] während die Ergebnisse in den vorliegenden Studien zumeist als kontinuierliche Daten[B 13] vorliegen. Außerdem führe das NHMRC selbst Studien mit weniger als 150 Teilnehmern durch, die ja nach diesen Standards sinnlos wären.
    [!!!!!!!]
    Es trifft zu, dass der Grenzwert von 150 Teilnehmern für eine zuverlässige Studie im NHMRC-Review nicht begründet wird und dass sich vermutlich auch nur schwer eine wissenschaftliche Begründung dafür finden lässt…..“[!!!!!!]

  7. Joseph Kuhn sagt:

    @ Hümmer:

    Sie meinen, Edzard Ernst sei nicht ernst zu nehmen, weil er Coautor einer Studie ist, die positiv für die Homöopathie ausging? Interessantes Wissenschaftsverständnis.

  8. borstel sagt:

    Dr. Hümmer, es ging mir jetzt um den von Ihnen konkret benannten Fall des postoperativen Ileus! Was wollen Sie mir jetzt mit Ihrem letzten Kommentar sagen?!

  9. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Ach Herr Hümmer!
    Gehen Sie doch mal die Dokumentation des endgültigen Berichts durch und zeigen Sie auf, für welche Indikation das Ergebnis anders ausgefallen wäre, wenn man eine anderen Grenzwert für die Studiengröße herangezogen hätte bzw. diesen sogar ganz hätte entfallen lassen. Ziehen Sie dabei auch einen Vergleich zu den vier Reviews von Mathie, der ganze zwei zuverlässige Studien (von 135 untersuchten) fand – ohne eine Größenbeschränkung.

  10. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    @Borstel:
    „…..Nur so viel dazu: Die Abschlußfassung des NHMRC und der draft report beziehen sich (wie gesagt) auf annähernd dieselben Studien.“

    Ja, eben NUR ANNÄHERND!!

    Und genau darauf kommt es an, das war der „Knackpunkt“:
    Das NHMRC entschied, dass sie für die Verlässlichkeit von Studien mindestens 150 Teilnehmer benötigten.
    Routinemäßig führt das NHMRC Studien mit weniger als 150 Teilnehmern durch.
    Die Ergebnisse von 171 Studien wurden damit als unzuverlässig betrachtet. Nur 5 der Studien wurden als verlässlich erachtet. Und die erbrachten dann (wie erhofft?) eine negative Evidenz für die Homöopathie.
    Diese Entscheidung erfolgte „willkürlich“ und gegen die eigenen Regeln des NHMRC und quasi „ausschließlich“ und „einmalig“ auf die homöopathischen Studien angewandt.
    WARUM?????
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

  11. borstel sagt:

    Nur so viel dazu: Die Abschlußfassung des NHMRC und der draft report beziehen sich (wie gesagt) auf annähernd dieselben Studien. Eine ältere Untersuchung ist ausgeschlossen worden. Die Wertung des Abschlußreports erscheint mir nachvollziehbar. Was die anderen erwähnten Krankheitsbilder angeht: Dr. Hümmer, Sie sind jetzt in der Pflicht, sich mit dem Abschlußbericht auseinanderzusetzen, ihn mit dem Berichtsentwurf zu vergleichen, und uns ggfs. zu begründen, was Ihnen aus welchem Grund nicht paßt. Aber wie Dr. Aust eben schrieb: Verschonen Sie uns bitte mit dieser ewigen Wiederholung von Schlagwörtern. Das zeugt nämlich nicht von eigenständigem, reflektiertem Denken.

  12. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Herr Hümmer,

    es wäre schön, wenn Sie das, wozu Sie Stellung nehmen, vorher auch lesen würden und das in Ihrer Äußerung beispielsweise dadurch erkennen liessen, indem Sie auf Argumente und Schlussfolgerungen eingehen. Einfach immer wieder das Gleiche zu schreiben, noch dazu von anderen Leuten mehr oder weniger abgeschrieben, ist keine richtige Diskussion.

  13. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    @Borstel
    Da ich weiß, dass Sie und Herr Aust sehr gut über die Studienlage im Allgemeinen, über den „Draf-Report“ und über den 2015 Report der NHMRC informiert sind, können wir uns jetzt über die

    „eigentümliche“ Veränderung der Kriterien

    für die einzuschließenden Studien unterhalten, die dann zu den

    „eigentümlicherweise“ völlig veränderten Ergebnissen

    dieser 2 Reports geführt haben.

    Sie wissen, glaube ich, genau, dass

    „Nachdem sie den ersten Bericht verbannt hatten, erfand die NRMHC einen völlig neue Art und Weise, Beweisbarkeit (Evidenz) nachzuweisen, wie sie noch von keinem Forschungsteam zuvor verwendet wurde. NHMRC entschied, dass sie für die Verlässlichkeit von Studien mindestens 150 Teilnehmer benötigten und so eine ungewöhnlich hohe Größenschwelle für Qualität zu erlangen. Routinemäßig führt das NHMRC Studien mit weniger als 150 Teilnehmern durch. Diese beispiellosen und unwissenschaftlichen Regeln bedeuteten, dass die Ergebnisse von 171 Studien als völlig unzuverlässig betrachtet wurden. Nur 5 der Studien wurden als verlässlich erachtet. Da diese 5 Studien negativ bewertet wurden, erklärt dies, wie das NHMRC daraus schließen konnte, dass dies keine verlässliche Nachweisbarkeit sei und somit fälschlicherweise den Anspruch begründete, dass Homöopathie nichts weiter als ein Placebo sei.“
    https://releasethefirstreport.com/de/die-ganze-geschichte
    und:
    Rachel Roberts:
    „Die Überprüfung des NHMRC ist ein schockierendes Beispiel für eine Fehlmeldung. Entscheidungsträger und die Wissenschaft verlassen sich auf diese Art von Berichten und müssen sich auf deren Richtigkeit verlassen. Hier geht es nicht um eine persönliche Meinung darüber, ob Homöopathie funktioniert oder nicht. Es geht darum, wie wichtig es ist, dass Beweise objektiv gemeldet werden, was auch immer darin steht, und das NHMRC hat dies nicht getan. “

    Und was steht in der Conclusion einer Metaanalyse zu postoperativem Ileus, in der auch EDZARD ERNST ALS MITAUTOR firmiert:
    „There is EVIDENCE that homeopathic treatment can reduce the duration of ileus after abdominal or gynecologic surgery. However, several caveats preclude a definitive judgment. These results should form the basis of a randomized controlled trial to resolve the issue.“
    https://journals.lww.com/jcge/Abstract/1997/12000/Homeopathy_for_Postoperative_Ileus___A.16.aspx

    und auch 2002 konstatiert er noch in seiner Metaanalyse der Metaanalysen:
    „…..With the exception of POSTOPERATV ILEUS [10] and influenza [17] (see below) there is no condition for which homeopathy is convincingly effective….“
    https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1046/j.1365-2125.2002.01699.x#

    Die „willkürliche“ (aber wahrscheinlich ganz gezielte) Veränderung der Einschlußkriterien, hat dann ganz offensichtlich dazu geführt, dass die Evidenz für „Postoperativen Ileus“ bei den positiven Ergebnissen des „Draft Report“ noch aufgeführt werden:
    „Es gibt ERMUTIGENDE BEWEISE für die WIRKSAMKEIT DER HOMÖOPATHIE bei:
    • Fibromyalgie (Grad C)
    • Mittelohrentzündung (Grad C)
    • POSTOPERATIVER ILEUS (Zeit bis zum ersten Flatus) (Grad C)
    • Infektion der oberen Atemwege (URTI) bei Erwachsenen (Grad C)
    • Nebenwirkungen der Krebsbehandlung (Grad C)“

    im Report 2015 aber „eigentümlicherweise“ hinten runter gefallen ist.

    Daher, Sorry für die deutlichen, ungeschminkten Worte,

    aber das Ganze stinkt doch abschäulich nach Manipulation bzw. Unterdrückung unerwünschter Ergebnisse zur Evidenz der Homöopathie und müffelt nach Wissenschaftsbetrug!

    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/19/geschichte-und-hintergrunde-des-sog-hidden-first-report-der-australischen-gesundheitsbehorde-nhmrc-zur-evidenz-der-homoopathie/

  14. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    @ borstel, @ Hümmer

    Schwingungen hatten wir gerade von jemandem, der sich als Physiker und Ingenieur zu erkennen gab (http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=3299#comment-40771). Der Herr wich aber schon nach der ersten Nachfrage auf andere Phänomene aus: Informationsspeicherung in Nano-Kristallen, die nach Anregung durch Laserstrahlen fluoriszieren. Auf die Nachfrage, was das nun mit Verdünnen und Schütteln in der Homöopathie zu tun haben sollte, wollte er nicht mehr antworten.

  15. borstel sagt:

    Und noch eine Ergänzung: Schwingungen im Immunsystem? Bei der Bindung von Antikörpern an einen Erreger? Bei der Tätigkeit von Makrophagen? Ich verstehe gerade die Pointe nicht…

  16. borstel sagt:

    Schwingungen? In den Globuli? Die sich aber eigentlich nicht so recht nachweisen lassen. Aha. Da kann in der Tat ein Physiker mehr dazu sagen als ich (oder auch ein Ingenieur, und ich bin sicher, daß ich hierzu im Blog schon etwas gelesen habe). Welche Schwingungen dürfen es denn in den Homöopathika jetzt sein: Mechanisch/akustisch (Lithotrypsie)? Elektromagnetisch (MRI)? Oder am besten gleich Röntgenstrahlen? Welches Wirkprinzip auf die Zelle, deren Proteine und Nukleinsäuren gefällt Ihnen denn am besten? Sie haben die freie Wahl…

    Was nun die Metaanalyse zum posop. Ileus angeht: Ich würde sie ja gerne im Original lesen, aber der Volltext ist hinter einer Paywall. Insofern läßt sich einerseits feststellen, daß in ihrem Abstract die Autoren doch eher vorsichtig zu ihren Befungen äußern. Wenn wir jetzt uns ansehen, wie sich der draft report und die Abschlußfassung der NHMRC unterscheiden, dann fällt auf, daß die Abschlußfassung nicht nur diese Metaanalyse berücksichtigt, sondern noch die von Linde et al., welche sich auf fast dieselben Studien stützt. Hierbei ist festzustellen, daß sich die Abschlußfassung viel kritischer und detaillierter mit der Qualität der in den Metaanalysen eingeschlossenen Studien auseinandersetzt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die größte Studie zum Thema, welcher überdies eine gute Qualität bescheinigt wird, kein signifikantes Ergebnis für Homöopathie bei postoperativem Ileus erbracht hat.

    Insofern erscheint mir nicht nur die Schlußfolgerung der Abschlußfassung gerechtfertigt, sondern auch Ihre Einwände nicht schlüssig. Und ob sie damit Ernst zum Kronzeugen machen wollen – als ob das an der generellen Kritik etwas ändern würde?

    Und wenn Sie sich nun die Mühe machen, den draft report mit der Abschlußfassung zu vergleichen, sind Sie dann wirklich der Meinung, daß der draft report sorgfältiger ausgearbeitet ist als die Abschlußfassung? Vertrauenswürdiger? Nachvollziehbarer? Oder finden Sie den draft report einfach schöner, und gefällt er Ihnen mehr, weil er Ihren Ansichten zum Thema mehr entgegen kommt?

  17. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    @borstel
    Vermutlich geht es einzig und allein um das
    (SCHWINGUNGS)-RESONANZ-PRINZIP
    und das finden Sie wirklich überall in der Sie umgebenden Natur (–>
    Physiker befragen) Z.b. aber auch in der diagnostischen und therapeutischen Medizin wie
    – MRT
    – Lithotrypsie
    – Reaktionen im Immunsystem auf Allergene und Viren

    Aber ich hab´jetzt noch was ganz „aktuelles“ (zwar von 1997, aber doch wieder ganz aktuell) für Sie:
    Was sagen Sie zu der Veröffentlichung der Metaanalyse

    J Clin Gastroenterol. 1997 Dec;25(4):628-33.
    Homeopathy for POSTOPERATIV ILEUS? A meta-analysis.
    Barnes J1, Resch KL, ERNST, E
    Author information
    Department of Complementary Medicine, Postgraduate Medical School, University of Exeter, United Kingdom

    in der Herr Prof. Edzard Ernst als Mitautor firmiert, und die SIGNIFIKANTE Wirkungen der homöopathischen Therapie ÜBER PLACEBO ergeben hat?

    1) ist Prof. Edzard Ernst in seinen Aussagen zur Homöopathie noch ERNST zu nehmen?
    2) die ergebnisse die Studie sind offenbar in den „Draf Report“ der NHMRC 2012 eingegangen, als

    „Es gibt ermutigende BEWEISE für die WIRKSAMKEIT DER HOMÖOPATHIE bei:
    • Fibromyalgie (Grad C)
    • Mittelohrentzündung (Grad C)

    • POSTOPERATIVER ILEUS [!!] (Zeit bis zum ersten Flatus) (Grad C)

    • Infektion der oberen Atemwege (URTI) bei Erwachsenen (Grad C)
    • Nebenwirkungen der Krebsbehandlung (Grad C)“

    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/22/edzard-ernst-und-seine-homoopathie/

  18. borstel sagt:

    Also zusammengefaßt bedeutet das wohl, daß die Homöopathika, die Sie und Herr Peplowski anwenden wollen, zwar verdünnt sind, aber nicht so richtig und nicht mehr mit zehn Schlägen auf das Organon hergestellt werden sollen. Okay.

    Woran machen Sie denn das Simileprinzip in der Natur fest?

    Was Frau Gramsens Tweet betrifft: Das war wohl ironisch gemeint – jedenfalls ist das das naheliegendste. Aber ich bin ja nicht dieser Dame Hüter…

    Und was nun meine Faszination an der Homöopathie angeht: Das ist wie die Faszination am Grauen, der Voyeurismus bei einem Notarzteinsatz oder auch das widerstrebende Interesse, Beatrice Egli beim „Singen“ zuzuhören: Man kann sich halt nicht abwenden.

  19. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    @Borstel
    zu:
    „Daß an Homöopathika, wenn sie als Arzneimittel zugelassen sein wollen, generell die gleichen Prüfungskriterien angelegt werden müssen, wie für „normale“ Arzneimittel. Ich will niemandem etwas verbieten, weder dem Arzt, noch dem Patienten. Und ich sehe bei einem Beharren auf diesem rational nachvollziehbaren Standpunkt keine sektiererische Weltanschauung.“
    Stimme Ihnen voll und ganz zu bis auf das apodiktische „rational“: Fragen Sie doch mal nen Physiker, was „rational nachvollziebar“ ist…..
    zum
    Leserbrief von Peplowski:
    Ich hatte garnicht diesen Lesebrief gemeint, aber seine Thesen hier sind wie die elegante Niederschrift meiner Thesen (toll, dass Sie mich auf diesen Leserbrief hingewiesen haben!)
    Tja:
    „….was bleibt dann übrig? Abgesehen davon, daß er ja nun auch flugs begründet, weswegen Naturwissenschaft ja schon von vornherein ausgeschlossen ist, um als Grundlage für Homöopathie zu dienen.“
    a) das Ähnlichkeit-Simile-Resonanzprinzip (als ein Urprinzip, das ubiquitär in der uns umgebenden Natur vorkommt)
    b) er meint sicherlich (wie Sie´s auch sicherlich erkannt haben?) das DERZEITIGE Wissenschaftsverständnis!
    zu:
    „….Glaubt er ernsthaft, in dem Chaos, daß ja konfessionellen Streitigkeiten zwischen Kirchen gleicht, das allein funktionierende System der Homöopathie zu finden, welches valide, reliabel und reproduzierbar ist?“
    Jawohl, und ich exakt und identisch ebenso wie er, und das ist (unsere) Vision:

    „Vielleicht aber kann eine „innovative Homöopathie“, die sich reformfähig zeigt, die sich offen den Fragen der Plausibilität Hahnemannscher Dogmen stellt und „antiquierte Dogmen, Beschwörungsformeln und Durchhalteparolen“ (Peplowski) in den Orkus wirft, die die Schulmedizin als unerlässlichen und wertvollen Partner anerkennt, die klar ihre Grenzen formuliert und die das Simile- bzw. Ähnlichkeitsprinzip als (einzig?)-wichtigen Wirkfaktor erkennt sowie auf die Potenz(ierungs)-Homöopathie verzichtet, vielleicht kann diese „undogmatische Homöopathie“ den versöhnlichen Bogen zu den Befürchtungen der Skeptiker schlagen und dazu beitragen, dass die konventionelle Medizin sie ebenso wie andere Heilverfahren als wichtigen komplementären „Werkzeugkoffer“ anerkennt.“
    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/14/homoopathie-unethisch-oder-einfach-nur-unheimlich/
    zu:
    „…Könnte es vielleicht nicht doch (wie zuletzt von Natalie Grams-Monstranz bemerkt) die Zuwendung, das Zuhören, das Gespräch sein, welches wirkt? Alleine die Dauer, welche ein klassischer Homöopath aufwendet, ist mit der einer psychotherapeutischen Sitzung vergleichbar.“
    Könnte es theoretisch natürlich – aber wenn ein malign entarteter Lymphknoten 1 Tag (nach einem kürzesten Gespräch auf dem Gang!) und anschließender Gabe „zwischen Tür und Angel“ sich ab dem nächsten Tag stetig zurückbildet, bis nach 2 Wochen im exzidierten LK nichts mehr nachweisbar ist, dann scheint das psychologische Gespräch ja nicht so von Bedeutuung zu sein, und die Koinzidenz oder das post hoc-propter hoc so wahrscheinlich , wie der berühmte „Tropfen im Bodensee“….
    zu:
    „…Peplowski erinnert mich an manche Vertreter der Liberalen Theologie, die mit Rationalität und Entrümpelung den Glauben retten und der neuen Zeit anpassen wollen, auf daß dieser der säkularen Gesellschaft gefalle.“
    Was sollte daran falsch sein, das wurde und wird doch ständig auch in der sog. Wissenschaftsmedizin gemacht (siehe Therapie-Methoden zu Hahnemanns Zeiten!)
    zu:
    „…Peplowski (und mit ihm auch Sie, Herr Dr. Hümmer) jedoch will die Homöopathie als rationales System anerkannt wissen und retten.“
    Stimmt, und was ist daran falsch, dass man das „Unerklärliche“ erforscht und zu erklären versucht, gerade wenn man´s tagtäglich erlebt ? Macht doch jeder Physiker (nur die sog. Wissenschaftsmedizin hat da an manchen Stellen ein Neglect).
    zu:
    „…Aber wenn Sie sich weiter als ein Häretiker bezeichen (lassen) wollen, bitte gerne: Es illustiert nur, daß an Homöopathie vor allem geglaubt werden muß. Mit dem Organon als heiliger Schrift und den Repertorien als Katechismen“
    Mir schwant, das mit dem Häretiker (Duden!) haben Sie noch nicht so ganz verstanden:
    Homöopathie muß eben NICHT GEGLAUBT werden und das Organon….siehe auch Peplowski.
    Vielen Dank für den Diskurs (fair!) und Ihre anregenden Kritikpunkte, das macht mir den eigenen Standpunkt noch klarer.
    Irgenwie scheint Sie das System Homöopathie ja schon zu faszinieren wie einst unsere Skeptiker- Monstranz (manchal glaube ich bei ihr noch immer die Faszination und den Zweifel an ihrem derzeitigen Dogma (!) herauszuhören, sonst müßte Sie nicht so verbissen gegen das ehemalige Dogma kämpfen….
    Und was sagte sie neulich bei Twitter:
    „Guten Abend, liebe Freunde der gesunden Skepsis, ihr habt vielleicht gedacht, ich könnte nur auf der Homöopathie völlig ungerechtfertigt herumhacken. Nee nee, nächstes Thema: Hat Recht, wer Allergien mit Akupunktur heilt?“
    Witz oder Wahrheit?

  20. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    Sehr geehrter Herr, gnaddrig (klingt jetzt auch komisch),

    Sie bringen leider nur die uralten, von den Fakten längst überholten Argumente, die sie irgendwo gehört haben und UNGEPRÜFT“ (sorry ich muß den Ausdruck nehmen) nachbrabbeln, oder wie uns immer nachgesagt wird: Schwurbeln!

    Am einfachsten lasse ich aber Herrn DR. AUST SELBST sprechen:

    „Außerdem sollten Sie meine Äußerungen und die des INH noch einmal genauer lesen: Unsere AUSSAGE IST, dass es KEINE belastbare / zuverlässige / ÜBERZEUGENDE Evidenz für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus gibt.

    Dem stimme ich fast (neuere Schlafstudie, Ergebnisse des „Hidden first Report u.ä.) uneingeschränkt bei!
    Also NICHT „KEINE“ sondern „keine aussagekräftige“, was in der absoluten Anzahl ja einen Unterschied macht. So wie „kein Bier“ etwas anderes ist als „KEIN GUTES Bier“.
    Soviel Dr. Aust (s.u.)

    Bitte also erst mal „möglichst neutral“ * informieren, dann argumentieren!
    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/12/studienlage-zur-evidenz-der-homoopathie/ *
    *INH (!!) webside ist in den von mir wiedergegebenen Ergebnissen der Metaanalysen eingebettet!
    Dann erst können wir vom gleichen Wissensstand (und nicht „Gehört-Stand“) ausgehend diskutieren.
    Nur das macht einen Sinn für mich.

  21. borstel sagt:

    Dr. Hümmer, meinen Sie rein zufällig das hier: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-118836 (wahrscheinlich wurde es mehrfach oder aber in unterschiedicher Form veröffentlicht, aber inhaltlich dürfte es passen). – Ich werde gleich zu diesem Leserbrief von T. Peplowski kommen.

    Zunächst aber: Nein, „wir“ haben gewiß keine Angst, aber ich glaube schon, daß ich das Recht habe, eine umfassende Aufklärung gutheißen zu dürfen und mir zu wünschen, daß für die Homöopathie dieselben strengen Maßstäbe gelten müssen, wie für andere Therapierichtungen. Daß an Homöopathika, wenn sie als Arzneimittel zugelassen sein wollen, generell die gleichen Prüfungskriterien angelegt werden müssen, wie für „normale“ Arzneimittel. Ich will niemandem etwas verbieten, weder dem Arzt, noch dem Patienten. Und ich sehe bei einem Beharren auf diesem rational nachvollziehbaren Standpunkt keine sektiererische Weltanschauung.

    Zu Ihrem Beitrag zum NHMRC-Report in Ihrem Blog ist nur zu sagen, daß wir (Dr. Aust, RPGNo1, ich) hier alle feststellen mußten, daß Sie lediglich die unbelegten Mutmaßungen der AHA wiederholen. Wer sich die Mühe macht, die Endfassung und den draft report zu vergleichen (und die darin vorhandenen kritischen Anmerkungen der NHMRC zu lesen), der wird rasch verstehen, daß die Arbeitsfassung den sterngen Kriterien der Behörde zu recht nicht genügen konnte. Daß die Verantwortlichen lieber die Reißleine gezogen haben, anstatt es mit der beauftragten Einrichtung ein zweites Mal zu versuchen, kann ich ziemlich gut verstehen. Haben Sie, Herr Dr. Hümmer, uns denn inhaltlich aus dem Studium der P r i m ä r-Quellen etwas mitzuteilen, was über das Geraune der AHA, von denen HRI, Behnke, DZVhÄ usw. abgeschrieben haben, hinausgeht?

    Peplowski: Ja, habe ich gelesen. War zunächst mal erstaunt, daß er die Homöopathie entrümpeln will. Aber ich frage mich dann schon: Wenn er das dann mit vielen Studien gemacht hat, Hahnemanns Grundlagen praktisch komplett demontiert hat (und dabei festgestellt haben wird, daß das immer wieder für Lacher sorgende Periodensystem der Homöopathie nach Scholten t a t s ä c h l i c h nicht funktioniert), sehr viel Geld und Arbeitskraft verbraucht hat, was bleibt dann übrig? Abgesehen davon, daß er ja nun auch flugs begründet, weswegen Naturwissenschaft ja schon von vornherein ausgeschlossen ist, um als Grundlage für Homöopathie zu dienen.
    Ich denke, bevor jemand die von Peplowski geforderten Forschungen beginnen sollte, wäre es einerseits an der Zeit, systematisch die im berühmten Donner-Report zusammengefaßten Quellen von einem Medizinhistoriker aufarbeiten zu lassen. Aber Vorsicht: Das Ergebnis könnte nicht gefallen.
    Andererseits: Was unterscheidet eigentlich Peplowskis Forderungen nach Forschungen zum schnuckeligsten Repertorisierungssystem von den derzeit erfolgten klinischen Studien zu homöopathischen Medikamenten? Glaubt er ernsthaft, in dem Chaos, daß ja konfessionellen Streitigkeiten zwischen Kirchen gleicht, das allein funktionierende System der Homöopathie zu finden, welches valide, reliabel und reproduzierbar ist?
    Und drittens: Peplowski schlägt die Brücke zur Psychologie. Er bemerkt: Offenbar ist die Theorie (Analyse, systemische Therapie, Gesprächstherapie, VT) recht gleichgültig. Soweit, so gut. Nur macht er hier nicht den Schritt zur Homöopathie: Könnte es vielleicht nicht doch (wie zuletzt von Natalie Grams-Monstranz bemerkt) die Zuwendung, das Zuhören, das Gespräch sein, welches wirkt? Alleine die Dauer, welche ein klassischer Homöopath aufwendet, ist mit der einer psychotherapeutischen Sitzung vergleichbar. Ist Peplowski derartig betriebsblind, oder traut er sich nicht, diesen logischsten aller Erklärungsversuche auch nur in betracht zu ziehen?

    Peplowski erinnert mich an manche Vertreter der Liberalen Theologie, die mit Rationalität und Entrümpelung den Glauben retten und der neuen Zeit anpassen wollen, auf daß dieser der säkularen Gesellschaft gefalle. Nur daß dabei ihnen alles zwischen den Fingern hindurchrinnt, was essentiell für diesen Glauben ist, bis am Ende sie nichts mehr in den Händen halten. Der Untschied ist aber, daß sich Glaube nicht gegenüber der Ratio beweisen muß. Peplowski (und mit ihm auch Sie, Herr Dr. Hümmer) jedoch will die Homöopathie als rationales System anerkannt wissen und retten. Dies steht schon im Widerspruch dazu, daß Sie, Dr. Hümmer, sich hier regelmäßig als „Häretiker“ bezeichnen – es geht hier aber eigentlich nicht um Weltanschauungen, sondern um medizinsiche Wissenschaft (daß Peplowski in seinem Brief Ärzte zu Nicht-Wissenschaftlern umdeutet, ist da nur eine amüsante Randnote, nicht mehr). Aber wenn Sie sich weiter als ein Häretiker bezeichen (lassen) wollen, bitte gerne: Es illustiert nur, daß an Homöopathie vor allem geglaubt werden muß. Mit dem Organon als heiliger Schrift und den Repertorien als Katechismen.

  22. gnaddrig sagt:

    @ Dr. Heinrich Hümmer (19. Oktober 2019 um 21:07)
    Nur: Was ist der (UNBEWUSSTE?) HINTERGEDANKE von Euch Skeptikern, dass Ihr uns das (ungefährliche) Werkzeug aus der Hand schlagen wollt?

    Für die Skeptiker kann ich nicht sprechen, aber ich will vor allem, dass Homöopathen dieses (oft dann doch nicht so ungefährliche) Werkzeug nicht mehr als wirksame Medizin verkaufen. Der esoterische Hokuspokus, der die Homöopathie ausmacht bzw. von dem die Homöopathie nicht zu trennen ist, sollte nicht als echte Medizin ausgegeben werden, weil das letztlich Betrug am Patienten ist. Dass viele Homöopathen ehrlich an die Wirksamkeit ihrer Methode glauben, ändert nichts daran.

    Die Grundannahmen der Homöopathie sind unplausibel, in sich widersprüchlich und stehen in Widerspruch zu Naturgesetzen, die Regeln der Homöopathie sind willkürlich und nicht wissenschaftlich begründbar. Eine über den Plazeboeffekt hinausgehende Wirksamkeit homöopathischer Behandlung hat sich trotz umfangreicher Forschung bisher nicht zeigen lassen, weder allgemein noch für spezifische Erkrankungen oder Symptome. Damit gibt es keinen vernünftigen Grund, homöopathische Behandlungen durchzuführen (und von den vielen, teils untereinander widersprüchlichen Schulen der Homöopathie haben wir da noch gar nicht gesprochen – welche ist denn die „richtige“ Homöopathie?).

    Harmlos ist Homöopathie übrigens nur, solange sie bei eigentlich nicht behandlungsbedürftigen oder normalerweise von selbst verschwindenden Erkrankungen angewendet wird. Gefährlich wird es, wenn ernsthafte Erkrankungen homöopathisch behandelt werden und dafür auf eine medizinische Behandlung verzichtet oder diese verschleppt wird. Dann kann es nämlich zu schwereren Krankheitsverläufen, dauerhaften Gesundheitsschäden oder vermeidbaren Todesfällen kommen, und spätestens das ist doch nicht zu verantworten.

    Nichts, was die Homöopathie leistet, kann nur die Homöopathie. Alle positiven Effekte (sprechende Medizin, Eingehen auf den Patienten, behutsames Herangehen) lassen sich auch im Rahmen der evidenzbasierten Medizin
    erzielen (man muss den größeren Zeitaufwand nur finanzieren wollen).

  23. RPGNo1 sagt:

    @Herr Hünmer
    Ja, ich habe ihren Artikel gelesen. Ihr Hinweis auf die Untersuchung des Ombudsman verfängt nicht, denn ihr Stichwortgeber sind ausgerechnet die Leute, die das absurde Schauspiel um den angeblichen unterschlagenen Report erst angefangen haben. Und diese Leute behaupten (übrigens ohne jeglichen verlinkten Nachweis): „the verdict of an Ombudsman investigation […] is pending.“

    Auf deutsch: „das Urteil einer Untersuchung des Bürgerbeauftragten [….] steht noch aus.“ Ich weiß nicht, wie Sie das sehen, aber das klingt schon ein wenig anders als: „Der Bürgerbeauftragte ist noch tätig.“

    Ihr Beharren in Bezug auf Manipulation ist im übrigen nicht hilfreich für Ihre Sache. Forschen sie mal ein wenig im Internet nach der 9/11-Verschwörung, dann verstehen Sie sicher, warum jetzt noch fester der Meinung bin, dass Sie sich VT-Taktiken bedienen

  24. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    …doch nochmal @RPGNo1
    Haben Sie das
    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/19/geschichte-und-hintergrunde-des-sog-hidden-first-report-der-australischen-gesundheitsbehorde-nhmrc-zur-evidenz-der-homoopathie/
    nicht gelesen?
    Der Ombusman des Commenwealth ist noch tätig!
    Sorry, Die „Sache“ riecht doch heftig nach Manipulation wenn nicht gar……

    Und: „Sie können dort reinschreiben, was Sie wollen. Der wissenschaftliche Wert tendiert, ganz genau, gegen Null.“—->unkonstruktiv
    Verschwörungstheoretiker —-> unkunstruktiv

  25. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    @ borstel
    Sehr geehrter Herr „Borstel“ (das klingt jetzt irgendwie komisch, aber ich akzeptiere Ihre Anonymität, sofern Sie nicht ad hominem gehen)
    zu
    „Oder fanden Sie ihn wirklich so grandios, wie Sie ihn veröffentlich haben?“
    Ich finde ihn grandios, nicht nur weil ich ihn selbst verfaßt habe, sondern weil er – so glaube ich – die wahren Hintergründe des Homöopathie-Bashings beleuchtet. Gastkommentar deswegen, weil er in einer Zeitung veröffentlicht wird.
    zu
    „setzen, sechs!“
    Oh bitte nicht nochmal dies! Mein Vater war Mathematik-Physik-Lehrer und Direktor meines Gymnasiums….
    zu
    „….Autoren desselben nicht möglich sein, an die Öffentlichkeit zu treten und sich zu rechtfertigen?)…“
    Wissen Sie nicht, was mit Wissenschaftlern der sog. wissenschaftlichen Medizin passiert, wenn sie sich nicht klar von der Homöopathie distanzieren?
    Marterpfahl, Aussätziger..
    zu
    „..daß selbst im draft report nicht alles so rosig aussieht…“
    Natürlich ist die Evidenz der Homöopathie noch „lausig“, aber ingesamt nur ca. 2% sicher positive Aussagen in den Studien der konventionellen Medizin ist auch nicht gerade die Welt…(El Dib etc., hab ich schon hundertmal verlinkt)
    zu
    „….Werbeeffekt für meine Arztpraxis nutzen.“
    Ich beziehe Rente.
    zu
    „…Frau Grams ist also ein liturgischer Gegenstand mit einer Lichtquelle…“
    Wird sie nicht nolens volens als Monstranz durch die Medienlandschaft getragen? Seht her, sie ist aus der Sekte entflohen! [Und jetzt in einer anderen gelandet!].
    zu
    „… Aber verkaufen Sie uns Homöopathie doch nicht als geeignete Alternative.“
    Doch, genau das tue ich!
    z.B. bzgl Nebenwirkungs-Häufigkeit, Antibiotika-Verbrauch einschließlich rasanter Resistenz-Entwicklung, iatrogenen Schäden, Lebensqualität, Heilungs-Anregung usw. usw.
    (und bevor jetzt – von irgendeinem anonymen Troll – ein unqualifizierter Kommentar kommt: Ja, ich habe in über 30 Jahren Praxistätigkeit und 20 Jahren Notarz-Blaulicht-Einsatz sowie persönlich auch immer den „Werkzeugkasten“ und das lebensrettende „Werkzeug“ der konventionellen Medizin zu schätzen gewußt…)
    Nur: Was ist der (UNBEWUSSTE?) HINTERGEDANKE von Euch Skeptikern, dass Ihr uns das (ungefährliche) Werkzeug aus der Hand schlagen wollt?

    Was an der Homöopathie ist wirklich so bedrohlich?

    Peplowski ist ein homöopathischer Kollege, der in der aktuellen AHZ einen Leserbrief veröffentlicht hat, welcher meine kritische Einstellung zur Dogmen-Homöopathie Hahnemanns auf den Punkt bringt (keine Link-Möglichkeit).

  26. RPGNo1 sagt:

    Ergänzung:

    „dass die Vorhaltungen und Attacken der homöopathischen Verbände und verschiedener Einzelpersonen keinerlei Grundlagen haben.

  27. RPGNo1 sagt:

    @Herr Hümmer
    Wo sehen Sie mit meinen 2 kurzen Sätzen ein ad hominem? Ich habe weder Sie noch Ihre Pro-Homöopathie-Standpunkte angegriffen.

    Ihre Aussage „Derweil werde ich schon mal die merkwürdigen Vorgänge und Statements zwischen 2012 und 2015 zusammentragen“ impliziert, dass bez. des NHMRC-Reports nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. Nun haben Norbert Aust, das INH, die GWUP (um nur einige zu nennen) eindeutig bewiesen, dass die Vorhaltungen und Attacken der homöopathischen Verbände und verschiedener keinerlei Grundlagen haben. Wenn Sie trotzdem immer noch behaupten, dass etwas Ominöses in Bezug auf den Report abgelaufen ist und somit auch andeuten, dass es doch eine „andere Wahrheit(TM)“ zu entdecken gäbe, dann wenden Sie dieselbe Argumentation an, wie man sie von Verschwörungstheoretiker kennt.

    Das ist ein harter Vergleich, gewiss, aber den müssen Sie sich gefallen lassen.

  28. borstel sagt:

    Okay, ergänzend: Es war also ein Gastkommentar, dieser Rant, Sie haben ihn nicht selbst verfaßt. Aber hätten Sie ihn nicht wenigstens redaktionell glätten können? Oder fanden Sie ihn wirklich so grandios, wie Sie ihn veröffentlich haben?

    Und wer ist dieser Peplowski?

  29. borstel sagt:

    Das Wochenende ist gerettet – ein neuer Beitrag, jede Menge kontroverse Kommentare!

    Zunächst einmal zum Statement der Australian Homeopathic Association: Die Beschuldigungen sind ja lieb und nett gesammelt, aber keine einzige ist bequellt. Setzen, Sechs!

    Dann unsere Feunde jenseits des Kanals, die gerade darüber entscheiden, ob sie nun endgültig vom europäischen ins Weiße Haus wechseln wollen: Jede Menge ad hominem (Warum soll es nach Veröffentlichung des draft reports in einer public domain den Autoren desselben nicht möglich sein, an die Öffentlichkeit zu treten und sich zu rechtfertigen?) und dann noch der bemerkenswerte Satz:
    „The report has identified some positive evidence that suggests homeopathy could be beneficial for certain medical conditions. Evidence bases need to be built, one study at a time, until the amount of data is sufficient to be considered conclusive. More research is needed to build the evidence base for these (and other) specific medical conditions from ‘encouraging’ to ‘definitively positive’.“ – Also das Eingeständnis, daß selbst im draft report nicht alles so rosig aussieht, wie es von der HP-Lobby beschrieben worden ist. Klar, daß das HRI nach weiterer Forschung ruft – sonst würde ja seine Arbeitsgrundlage wegfallen. Im übrigen Abschreiben von den Kollegen der AHA. Wo war hier noch mal ein Interessenkonflikt?

    Kommen wir rasch zum Artikel der Carstens-Stiftung. Daß Herr Dr. Behnke, diese Allzweckwaffe der Stiftung, diesen verfaßt hat, war ja zu erwarten. Daß er sich in diesem Konglomerat selbst zitiert (Link 3), auch er von der AHA abschreibt (Link 4), auf die Website der Stiftung verweist, anstatt Primärquellen anzugeben (Link 7), gegen die GWUP schießt, ein paar zur Vernunft gekommene Politiker anpöbelt, war auch zu erwarten. Ein geistig eingeengter Mensch ist halt berechenbar. Dämlich ist es nur, wenn er sich nicht mehr an unbeweisbaren Gerüchten versucht: Ausdrücklich erwähnt er das Thema Fibromyalgie und schreibt hierzu: „In der deutschen medizinischen S3-Leitlinie zur Fibromyalgie wird daher die Homöopathie als Therapieoption genannt, wenn auch unter Vorbehalt.“ Nicht wirklich: auf Seite 138 f. der sehr aktuellen Leitlinie (https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/145-004l_S3_Fibromyalgiesyndrom_2019-07.pdf) steht geschrieben:
    „Kein Konsens – Homöopathie: EL2a (Abwertung um eine Stufe), Qualität der Evidenz gering. Mehrheitliche Zustimmung. Keine evidenzbasierte Empfehlung, da kein Konsens. Sondervotum: J. Langhorst, M. Settan und A. Winkelmann verweisen auf das Minderheitenvotum der 2012 Version dieser Leitlinie (10), das ein signifikantes Bild zugunsten der Homöopathie feststellte.“ Und in der Entscheidungsbegründung dann: „In den beiden nicht meta-analytisch auswertbaren Studien fanden sich bei der qualitativen Analyse keine konsistenten Ergebnisse, welche eine Wirksamkeit der Homöopathie belegen. “
    Die alte Version der Leitlinie war recht schwer zugänglich (diesbezüglich Rüffel an die AWMF, die kein Archiv mit Altleitlinien zu führen scheint): https://fibromyalgie-graz.com/wp-content/uploads/2015/09/04.-Leitlinien-Fibromyalgie-Langfassung.pdf – dort steht auf Seite 141 f. das Statement, welches sich jedoch nur eine einzige Studie bezieht, die von den Verfassern des Minderheitsvotums überdies recht eigenwillig interpretiert worden ist. – Eine Empfehlung zugunsten der Homöopathie sieht ganz anders aus…

    Dann Dr. Hümmer: Ich hätte Sie ja geflissentlich ignoriert, weil Ihre Behauptungen weder neu, noch überzeugend sind. Aber…

    ..zum Thema Anonymität: Ich verstehe ja, daß Sie sich nicht mit Argumenten, sondern lieber mit den Personen dahinter auseinandersetzen, insbesondere, wenn Sie den Argumenten nichts inhaltlich überzeugendes entgegensetzen können. Ich kann sogar nachvollziehen, wenn es Ihnen in einer Welt, in der von Urlaubsphotos bis Amateurpornographie so ziemlich alles unter Klarnamen im weltweiten Netz dauerhaft gespeichert ist, harmlos erscheinen mag, unter Klarnamen zu posten. Ich mag das für mich trotzdem nicht. Aber ich muß ja auch nicht den dadurch nebenbei auftretenden Werbeeffekt für meine Arztpraxis nutzen.

    … zu Ihrem neuen Blog: Ich begrüße es, daß Sie Ihre hier verstreuten Kommentare zusammenfassen – das macht es einfacher und unterhaltsamer, sich über Ihre Ansichten zu informieren. Wenn Sie allerdings nur Zweitquellen (wie zur Kausa NHMRC) wiedergeben, dann ist das noch ausbaufähig. Ihr hier verlinkter Rant jedoch hat es mir angetan:
    Zitat: „Aber auch eine Frau Grams, ehemals stramme und erfolgreiche Hahnemann-Schülerin und als Konvertitin jubelnd ins Lager der Skeptiker aufgenommen, versucht nun als Monstranz der Skeptiker die Homöopathen am Strassenrand zu blenden. Schluss mit Lustig!“ Frau Grams ist also ein liturgischer Gegenstand mit einer Lichtquelle, die Homöopathiekritiker zelebrieren eine Frohnleichnahmsprozession? Und Peter Lustig ist leider schon lange tot…
    Zitat: „Braucht der rational-materialistisch orientierte Technokrat in seiner auch ihm eigenen Unsicherheit und Angst vor Krankheit (gerade angesichts der immer meschenverachtender werdenden Techno-Medizin) noch dringender die vermeintliche Allmacht der Hochschulmedizin und therapeutische Machbarkeit bei etwaiger Erkrankung und ist ihm die Homöopathie, die er mit Unwägbarkeit, Placebo-Wirkung, Voodoo und Schamanismus assoziiert einfach nur unheimlich und zu unsicher?“ Ich schreibe ja auch gerne Bandwurmsätze, aber hier haben Sie sich selbst übertroffen, Dr. Hümmer. Techno kannte ich bislang als eine ziemlich nervtötende Musikrichtung, nicht als medizinische Schule.
    Zitat: „Warum kann ein Herr Lübbers den albernen Fall vom Globulum im Ohr gebetsmühlenartig als herausragendes Beispiel für eine gravierende Fehlbehandlung im Gefolge der Homöopathie geißeln, wenn die Nebenwirkungen der allopathischen Medikamente und Behandlungen geradezu gigantisch sind im Vergleich zur Homöopathie?“ Wir reden jetzt von der Homöopathie, Dr. Hümmer. Wenn Sie der Meinung sind, daß in der Hochschulmedizin Verbesserungen notwendig sind (und darin stimme ich Ihnen vollkommen zu), dann engagieren Sie sich bitte diesbezüglich. Aber verkaufen Sie uns Homöopathie doch nicht als geeignete Alternative.
    Zitat: „Warum stürzen sich die Skeptiker nur auf die Kosten-Verursachung durch die Homöopathie, obgleich Antidepressiva eine wesentlich schlechtere Evidenz als die Homöopathie aufweisen, dafür aber ein wesentlich höheres Kosten-Einsparpotential besäßen?“ Beleg?! https://de.wikipedia.org/wiki/Antidepressivum#Wirksamkeit – offenbar ist das doch nicht ganz so einfach, wie Sie es darstellen, und wenn Sie sich damit beschäftigt hätten, dann wüßten Sie es.

    Wer ist eigentlich Peplowski?

  30. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Nein. Ein „Nicht“ ist ja drin. Einzweites würde den Satz wieder zum Positiven machen. Wenn zwei „Nicht“ drin wären könnte man die einfach probeweise streichen.

    „Ich weiß, welche meiner Aussagen zum Entwurf auch auf den offiziellen Report zu treffen.“

    Das trifft den Sachverhalt sicher nicht.

  31. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    „Herr Hümmer,
    ich wüsste nicht, welche meiner Aussagen zum Entwurf auf den offiziellen, vom NHMRC freigegebenen Bericht [nicht??] zutreffen sollten. “

    Müsste da nicht das „nicht“ rein, sonst teilen Sie ja meine Meinung????

  32. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Nein, da fehlt nichts im ersten Absatz. Auch wenn Ihre Replik durchaus elegant wirkt (meine Anerkennung!) – es wäre zielführender, wenn Sie darstellen könnten, worauf Sie sich beziehen.

    Und Ihre Hausaufgaben bestanden nur darin, das, was andere Leute sagen, zu wiederholen, ohne einen eigenen Faktencheck zu machen? War also nur eine Übung im richtigen Abschreiben? Toll gemacht. Wirklich.

  33. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    Lieber Herr Dr. Aust,
    zunächst möchte ich Sie auf ein ( sicherlich nicht absichtlich!) fehlendes „nicht“ im ersten Absatz der Replik an mich hinweisen.
    Dann:
    Ich habe jetzt ebenfalls meine „Hausaufgaben“ gemacht mit der Darstellung der Sichtweise der Homöopathie auf den sog. „Hidden First Report“.
    Unter anderem steht da:
    „Der erste Bericht – eine Evidenzüberprüfung für das NHMRC durch die Expertin Prof. Karen Grimmer von der University of South Australia (UniSA) – ergab, dass „für fünf Erkrankungen, einschließlich Mittelohrentzündungen (Ohrenentzündungen) ermutigende Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie vorliegen“ ), Infektion der oberen Atemwege bei Erwachsenen und einige Nebenwirkungen der Krebsbehandlung.“

    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/19/geschichte-und-hintergrunde-des-sog-hidden-first-report-der-australischen-gesundheitsbehorde-nhmrc-zur-evidenz-der-homoopathie/

  34. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Herr Hümmer,

    ich wüsste nicht, welche meiner Aussagen zum Entwurf auf den offiziellen, vom NHMRC freigegebenen Bericht zutreffen sollten.

    Zu Ihren Statements:

    Hätten Sie zu dem ersten Statement eine Quelle? Ich habe nichts in dieser Richtung gefunden. Außer dem Zitat bei nhmrchomeopathy.com natürlich, einer von der Australian Homeopathic Association betriebenen Webseite. Es erhebt sich nämlich die Frage, ob diese eine eher abstrakte Betrachtung zur Bewertung der Studiengröße war oder auf einen bestimmten Sachverhalt abzielte.

    Frage an Sie: Bei welchem Krankheitsbild gab es denn „kleine aber hochwertige Studien, die einen signifikanten Effekt“ zeigten? Bei welchem Krankheitsbild wäre das Ergebnis anders, wenn man die Studiengröße nicht in die Bewertung eingeschlossen hätte?

    Zu 2: Ich wiederhole meine Frage, woher Sie wissen, wer den ersten Bericht abgefasst hat?

    Zu 3: Sie zitieren ein Mitglied, das zu diesem Schluss gekommen sein soll, wobei mir auch hier die Quelle fehlt um den Gesamtzusammenhang nachvollziehen zu können. Schließlich ist es immer ein Problem, dass Zitate außerhalb des Zusammenhangs, in dem sie getätigt wurden, missverständlich sein können.

    Aber: Warum ist diese Einzelmeinung für Sie vertrauenswürdiger als die Mehrheit, die diese Ansicht offenbar nicht geteilt hat? Weil Ihnen das Ergebnis besser gefällt?

  35. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    @RPGNo1
    18. Oktober 2019 um 19:03
    Diesen Blog sehe ich als einen fairen und offenen Diskurs a la Dr. Aust an, sodass ich Sie bitte zu verstehen, dass ich nicht auf Anonymisten antworte, zumal dann, wenn sie ohne wirkliche Argumente versuchen, nur ad hominem zu gehen.
    Nur so viel:
    In meinem Blog gebe ich – wie auch in diesem Blog – immer die Links zu den gemachten Aussagen und Zitaten an, es sei denn es ist ein selbst verfaßter Kommentar oder eine persönliche Meinung wie diese
    https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/14/homoopathie-unethisch-oder-einfach-nur-unheimlich/

  36. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    Sehr geehrter Herr Aust
    ( zu meinem vorherigen Kommentar:
    „Derweil werde ich schon mal die MERKWÜRDIGEN VORGÄNGE UND STATEMENTS zwischen 2012 und 2015 zusammentragen, die bisher schon bekannt geworden sind….“)

    Im KONTRAST zu den Schlüssen, die Sie aus dem „Pamphlet“-Berichtsentwurf ziehen (betreffen die kritischen Anmwerkungen, die Sie zu dem „wertloses Stück Papier“ machen nicht eher alle den NHMRC selbst?) , stehen vorab schon mal folgende

    STATEMENTS:

    1)„Wenn die Absicht besteht, allgemeine Aussagen über die Wirksamkeit der Homöopathie zu machen, dann scheint es so, als ob„ keine verlässlichen Beweise “die Untersuchung nicht angemessen widerspiegelt. Wenn zum Beispiel ein erheblicher Anteil kleiner (aber qualitativ hochwertiger) Studien signifikante Unterschiede zeigt, […] scheint „keine verlässlichen Beweise“ keine genaue Widerspiegelung der Gesamtheit der Beweise zu sein. “
    – Nicht bekannt gegebenes methodologisches Peer-Review-Feedback eines Experten an NHMRC, 30. August 2013

    2)
    Das NHMRC behauptet, es habe den ersten Bericht abgelehnt, weil er eine „schlechte Qualität“ gehabt habe, obwohl er von einer angesehenen Wissenschaftlerin – und Autorin der vom NHMRC anerkannten Richtlinien zur Überprüfung von Gesundheitsnachweisen – erstellt worden ist.
    3)
    Anfragen von „Freedom of Information“ haben ergeben, dass ein Mitglied des NHMRC-Fachausschusses, das den Überprüfungsprozess überwachte, bestätigt hat, dass die erste Überprüfung von hoher Qualität ist und lautet:

    „Ich bin beeindruckt von der Genauigkeit, Gründlichkeit und dem systematischen Ansatz dieser Bewertung der veröffentlichten Übersichten zur Wirksamkeit und zu den Nebenwirkungen der Homöopathie […]
    Insgesamt wurde viel hervorragende Arbeit in diese Überprüfung gesteckt und die Ergebnisse werden systematisch, unvoreingenommen und überzeugend präsentiert. “
    http://www.nhmrchomeopathy.com/key-facts-summary.html

  37. RPGNo1 sagt:

    @Herr Hümmer

    1) „merkwürdige Vorgänge und Statements“
    Sie wissen schon, dass Ihr ominöses Geraune wie das eines Verschwörungstheoretiker klingt?

    2) „Die werden dann auf: https://wordpress.com/view/homoeopathiewirkt.wordpress.com
    erscheinen.HR““

    Ein Blog ist geduldig. Sie können dort reinschreiben, was Sie wollen. Der wissenschaftliche Wert tendiert, ganz genau, gegen Null.

  38. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Herr Hümmer,

    danke fürs Verschieben. Hier gehört Ihr Kommentar thematisch hin. Die Zitate aus meinem ursprünglichen Kommentar finden sich im obigen Text in ähnlicher Form wieder, hier mit mehr Begründung.

    Meine Anmerkungen und Fragen zu Ihrem Kommentar:

    Nein, einen Betrug sehe ich nicht. Oder ist jeder ein Betrüger, der einen missratenen Entwurf in den Papierkorb wirft und daher der Öffentlichkeit vorenthält?

    Woher wissen Sie, wer das Papier, das Sie „Erster Report“ nennen, verfasst hat? Nein, Anne Kelso ist das nicht, diese hat sich als CEO des NHMRC in einer späteren Textpassage davon distanziert („It must be emphasised that this is an incomplete piece of work that is not a NHMRC-endorsed report … „).

    Außerdem sollten Sie meine Äußerungen und die des INH noch einmal genauer lesen: Unsere Aussage ist, dass es keine belastbare / zuverlässige / überzeugende Evidenz für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus gibt. Also nicht „keine“ sondern „keine aussagekräftige“, was in der absoluten Anzahl ja einen Unterschied macht. So wie „kein Bier“ etwas anderes ist als „kein gutes Bier“.

  39. Dr. Heinrich Hümmer sagt:

    Sehr geehrter Herr Aust,
    Sie hatten freundlicherweise angeboten, meinen Kommentar vom anderen Blogthema hierher zu tranferieren, was ich hiermit wieder mit Bezug auf die Aussagen „….“ in Ihrem vorherigen Kommentar mache.
    Eine Replik auf Ihr aktuelles Thema hier „Release the First Report“ kommt nach der Lektüre obigen Textes.

    Das ist ja jetzt geradezu erheiternd:
    Der zweite „zurechtgebogene“ Report der australischen Gesundheitsbehörde NHMRC 2015 war für Sie und die anderen Skeptiker der „letzendliche“ und „definitive“ Beweis für die fehlende Evidenz der Homöopathie….

    Jetzt soll der erste plötzlich ein „PAMPHLET“ sein? Von selbiger NHMRC beauftragt, von renomierten Wissenschaftlern erstellt, von renomierten Reviewern begutachtet?
    Seltsam, seltsam.
    Ich glaube, dass auch Sie inzwischen wissen, dass der vergebliche Versuch, diesen ersten Bericht, der nicht die „erhofften Ergebnisse“ erbracht hatte, unter Verschluß zu halten, möglicherweise einer der GRANDIOSESTEN VERSUCHE EINES WISSENSCHAFTSBETRUGES darstellt!

    „….Da noch nicht einmal der Name eines Autors draufsteht, der sich zu den Ergebnissen bekennt, ist dieses Papier wissenschaftlich gesehen völlig wertlos….“

    BEGLEITSCHREIBEN von:
    „Australian Government
    CEO Statement
    Release of an annotated version of the 2012 draft report The Effectiveness of Homeopathy: an overview review of secondary evidence
    I am aware that there has been considerable interest in an unfinished draft report on an overview of reviews of the effectiveness of homeopathy (frequently referred to as the 2012 draft report), and why it was not released. I am also aware and concerned that a significant amount of misinformation has built up about the content of this 2012 draft report. I am releasing the report now in an annotated form to address this misinformation…….
    Professor Anne Kelso AO Chief Executive Officer 20 August 2019“

    https://www.dropbox.com/s/pfkn20591vnivuu/Draft%20annotated%202012%20homeopathy%20report.pdf?dl=0

    Ihr obiges Urteil kommt also ziemlich unbegründet und unwirsch daher, warum?

    „………Auch sollten Sie bedenken, dass selbst dieses Pamphlet für viele Indikationen, für die ja die Homöopathie als sehr wirksam beworben wird, auch keine Evidenz gefunden hat…….“
    Aber dies hier ist doch schon mal ein ermutigender Anfang:
    „Es gibt ermutigende Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie bei:
    • Fibromyalgie (Grad C)
    • Mittelohrentzündung (Grad C)
    • postoperativer Ileus (Zeit bis zum ersten Flatus) (Grad C)
    • Infektion der oberen Atemwege (URTI) bei Erwachsenen (Grad C)
    • Nebenwirkungen der Krebsbehandlung (Grad C)“

    Bis dato hieß es von Ihnen/INH/gwup/Grams/u.s.w., es gebe KEINERLEI EVIDENZ für eine homöopathische Wirkung über Placebo.

    Jetzt scheinen Sie sich auf obige Aussage zurückzuziehen. Darf ich dann also davon ausgehen, dass Sie die KATEGORISCHE AUSSAGE, die HOMÖOPATHIE besitze KEINERLEI EVIDENZ über den Placebo-Effekt hinaus, ZURÜCKZIEHEN?
    […]
    Derweil werde ich schon mal die merkwürdigen Vorgänge und Statements zwischen 2012 und 2015 zusammentragen, die bisher schon bekannt geworden sind…..
    Die werden dann auf:
    https://wordpress.com/view/homoeopathiewirkt.wordpress.com
    erscheinen.HR

  40. Pingback: „Wertloses Stück Papier“: der First Report vom NHMRC | gwup | die skeptiker

  41. Danke mal wieder. Man muss neben manchem anderen mit Resignation konstatieren, dass insbesondere der DZVhÄ einen Bezug zu wissenschaftlich korrekten Terminologien vermissen lässt. Warum auch immer. Wer die selbstverständliche Äußerung von Prof. Kelso, der NHMRC habe niemals festgestellt, Homöopathie sei unwirksam, so auffasst und interpretiert wie der DZVhÄ, ist entweder wissenschaftlicher Laie oder aber tut dies bewusst, um dem geeigneten Publikum Glanz und Gloria zu präsentieren.
    Um sich mit der richtigen Verwendung wissenschaftlicher Terminologien und den Grundregeln der Epistemologie vertraut zu machen, genügt doch ein Blick in diesen Blog oder auch auf die Artikel auf der Webseite des Informationsnetzwerks Homöopathie unter dem Schlagwort „Forschung und Studien“. Jedoch, alles in allem ist das, was die Homöopathen zum „First Draft“ derzeit veranstalten, auch nichts anderes als deren business as usual.
    Nur ist der Boden, bei dem derartiges üblicherweise Früchte trägt, bei weitem nicht mehr so gut bestellt wie in früheren Jahren. Die Saat wird nicht mehr so aufgehen wie ehemals gewohnt.

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