Warum Forschung an Ultraverdünnungen für die Homöopathie sinnlos ist

Vor ein paar Tagen hat ein Leser die folgende Anfrage an das Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) gestellt, warum wir uns nicht mit der Forschung an ultrahohen Verdünnungen befassen:

[…]

Ich bin weder gegen noch für Homöopathie sondern grundsätzlich offen für wissenschaftliche Thesen und deren Beweisführung. Die Lektüre der Informationen auf der Internetseite des INH hat mich veranlasst, mich selbst in die Thematik wissenschaftlich einzulesen (ich bin Ingenieur und Physiker).

Daraus hat sich folgende Frage ergeben: wie schaffen Sie es im INH, alle Literatur präzise zu sondieren und wissenschaftlich zu bewerten. In der Community wird derartig viel zur materialwissenschaftlichen Erklärung der Homöopathie geforscht, und ich konnte zumindest auf der INH Seite dazu keine wissenschaftliche Auseinandersetzung finden. Ein Review-Artikel, erschienen in „Nucleus“ (verlegt bei Springer) von 2014, den ich fand, zitiert allein 158 Quellen aus dem „high dilution research“ zur wissenschaftlichen Erklärung der Homöopathie, und das ist nur einer von vielen Artikeln. Ich meine auch, dass die Bewertung interdisziplinär erfolgen muss, denn die Thesen und Hypothesen beziehen sich im „high dilution research“ auf Wasser als Material sowie Epitaxy- und andere Effekte – Materialwissenschaftler sind hier m.E. wesentlich bei der Bewertung.

[…]

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Mit besten Grüßen

„High dilution research“ ist eine Forschungsrichtung, die sich mit Lösungen befasst, in denen das Ursprungsmittel bis jenseits der Avogadro-Grenze verdünnt ist, also rechnerich kein Molekül bzw. Atom aus der Ursprungssubstanz mehr darin enthalten ist. In homöopathischer Terminologie ist das je nach Ausgangsstoff spätestens bei C12 oder D23 der Fall. Hier versucht man mit verschiedenen Mitteln herauszufinden, ob solche Lösungen irgendeinen Unterschied zum reinen Lösungsmittel bzw. anderen ebenso verdünnten Lösungen aufweisen. Findet man solche, dann wird oftmals sofort darauf geschlossen, dass man jetzt DIE Erklärung für die Wirksamkeit homöopathischer Präparate gefunden habe, wissenschaftlich bescheiden mit einem „möglicherweise“ formuliert.

Unsinn, habe ich dem Fragesteller geantwortet:

Sehr geehrter Herr …

[…]

Wir versuchen auf unseren Webseiten sachgerechte und verständliche Informationen zur Homöopathie als Heilslehre bereitzustellen und dabei auch aufzuzeigen, wo die Widersprüche und Fehlschlüsse liegen. Diese sind in der Homöopathie mannigfach vorhanden. Es stellt sich die Frage, welche Phänomene geklärt werden müssten, damit für „die Homöopathie“ ein plausibles Modell für eine durch das Ausgangsmaterial determinierte, über Placebo hinausgehende Wirksamkeit der Präparate entwickelt werden könnte – bei der zudem die Wirkungen noch in den Symptomen bestehen, die in der Homöopathie den verschiedenen Mitteln zugeschrieben werden.

Wenn wir zunächst nur den Teil betrachten, wie aus dem Rohstoff die Präparate hergestellt werden, ergeben sich die folgenden Fragestellungen:

(1) Worin besteht die Heilkraft / das Agens, das beim Patienten wirksam werden soll? Ein identifizierbarer Wirkstoff ist es nicht, denn schon ab recht niedrigen Potenzen ist das Lösungsmittel von der Lösung nicht mehr unterscheidbar.

(2) Wie wird der richtige Grundstoff dafür aus dem Einsatzmittel selektiert? Beispiel: In der Homöopathie verwendet man die ganze Biene („Apis mellifica“), die aus tausenden verschiedenen Stoffen besteht. Wie wird der Richtige daraus selektiert?

(3) Warum werden die unvermeidlichen Verunreinigungen des Lösungsmittels nicht potenziert?

(4) Was wird potenziert, wenn der Urstoff nicht mehr vorhanden ist?

(5) Wie wird die zu potenzierende Eigenschaft selektiert? Beispiel: Warum wird nicht die Giftwirkung von Arsen durch das Potenzieren verstärkt, sondern nur die heilende Wirkung?

(6) Wie wird die Wirkung der Heilkraft durch Schütteln auf die zehn- oder hundertfache Menge übertragen?

(7) Wie wird die Wirksamkeit dabei verstärkt? Warum merkt man im normalen Leben hingegen nichts von der verstärkenden Wirkung des Schüttelns? Was ist der Unterschied, ob ich ein homöopathisches Präparat schüttele oder meinen Kaffee?

(8) Wie wird diese verstärkte Heilkraft auf dem Zucker gespeichert, nachdem die Lösung verdunstet ist? Die dort gespeicherte Information müsste enthalten:
– Identität des Ausgangsmaterials
– Art der Potenzierung (nach homöopathischer Auffassung verhalten sich D-, C- und LM- Potenzen unterschiedlich, auch wenn sie zur gleichen Verdünnung geführt haben)
– Anzahl der Potenzierungsschritte, C30 ist ja schließlich anders als C200

Diese alleine auf die Herstellung der Präparate bezogenen ungeklärten Fragen lassen sich beliebig ergänzen:

(9) Wie wird die Heilkraft vom Zucker gelöst und im menschlichen Körper transportiert?

(10) Wie wird die Stelle identifiziert, an denen die Heilkraft ihre Wirkung entfalten soll, was nach homöopathischer Auffassung sehr spezifisch ist und von sehr vielen Faktoren außerhalb der Zelle bestimmt wird, etwa davon, was der Proband / Patient nachts träumt.

(11) Wie unterscheidet die Heilkraft, ob sie durch einen Gesunden oder durch einen Kranken eingenommen wurde? Im ersten Fall müsste sie Prüfsymptome erzeugen, im zweiten nicht, denn das wären dann unerwünschte Nebenwirkungen, die in der Homöopathie ja nicht auftreten.

(12) Wie unterscheidet die Heilkraft, ob sich die vorgefundene Zelle in der richtigen Region des Körpers befindet, also auf der rechten oder linken Seite zum Beispiel?

(13) Wie unterscheidet die Heilkraft gesunde von kranken Zellen? Wenn die Zelle gesund ist, muss die Heilkraft an dieser Stelle die spezifischen Symptome erzeugen, die sie heilen kann, wenn die Zelle krank ist. Dies aber auch nur dann, wenn der Patient gesund ist, und nicht anderweitig krank (s. oben). Eine kranke Zelle muss sie hingegen heilen.

(14) Wieso ist nach homöopathischer Auffassung weniger Wirkstoff in den Präparaten wirksamer, allerdings darf man von Hochpotenzen nicht zu viele nehmen, weil die Wirkung sonst zu stark wird? Welche Dosis-Wirkungs-Beziehung gilt denn nun?

Und so weiter und so weiter.

Welche dieser Fragen kann die bisherige „high-dilution research“ klären? Welchen Beitrag liefert sie denn zur wissenschaftlichen Erklärung der Homöopathie als komplettes Therapiegebäude? Das alleinige Aufzeigen der möglichen Existenz von irgendwelchen marginalen Unterschieden zum reinen Lösungsmittel ist, selbst wenn sie denn tatsächlich real wären, ziemlich bedeutungslos.

Konsequenz: Das Erforschen extremer Verdünnungen, also über den Punkt hinaus, an dem vom Ursprungsstoff noch etwas vorhanden ist, ist sehr weit weg vom behaupteten Phänomen und der angeblich erheblichen klinischen Wirksamkeit der Homöopathie. Es müsste erst die Brücke aufgebaut werden, dass die Differenzen, die da gefunden worden sind, Bestand haben und irgendeinen Bezug zur Wirkung der Homöopathie hätten.

Konkret: Welche Bedeutung hätte eine bei extrem tiefen Temperaturen in Deuteriumoxid vorgefundene geringfügig unterschiedliche Thermoluminiszenz einer Kochsalzlösung dafür, dass 0,1 g Zuckerkügelchen, auf denen 0,001 g reines geschütteltes Wasser verdunstet ist, das vor 200 Potenzierungsschritten 1 % Kochsalz enthielt, als Malariaprophylaxe wirken soll?

Solange eine solche Verbindung auch nicht annähernd existiert, erlaube ich mir, diesen Forschungszweig für die Zwecke des INH zu ignorieren.

Viele Grüße
Norbert Aust
Informationsnetzwerk Homöopathie

Bild: Wikimedia, Autor: David Santaolalla

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11 Kommentare zu Warum Forschung an Ultraverdünnungen für die Homöopathie sinnlos ist

  1. Pingback: Neu in der Homöopedia: die Bönninghausen-Methode @ gwup | die skeptiker

  2. Tesladriver sagt:

    Und, was hat unser „Ingenieur und Physiker“ noch darauf zu sagen? Dass er die ganzen wissenschaftlichen Grundlagen und die Logik auf einmal vergessen hat?

    Unfassbar, wie man als Physiker ünerhaupt ernsthaft einem solchen Unfug anhängen kann…

  3. Sehr typisch auch hier der extrem verengte Blick der „Grundlagenforscher“ auf einen Einzelaspekt. Sozusagen das Arbeiten auf der Ebene der Quadrate von mikroverfilmtem Millimeterpapier, wobei das in Metergröße vorliegende Grundproblem überhaupt nicht mehr erkannt wird.
    Ich habe auf meinem Blog noch ein paar Gedanken angeknüpft:
    https://keineahnungvongarnix.de/?p=6236

  4. Christian sagt:

    Es stellen sich auch Fragen der experimentellen Praxis:
    – Wo erhalte ich hochreines Wasser (Verschmutzung << 1 ppq [1:1 Trillion])
    – In welchen absolut abriebfesten Gefässen wird geschüttelt? Glas gibt derart viel Na+ ab, dass jedes in Glasgefässen verdünnte Präparat Blutdruck senkend wirken müsste, wenn die Hahnemansche Hypothese stimmte.
    – Wie wird verhindert, dass sich während der Verdünnung Gase in Wasser lösen? Ich habe noch nie gehört, dass Honeopathen unter Argon-Atmosphäre arbeiten.

    Das sind Fragen, die ich mir als ITler mit chemischer Erziehung (lange her) stelle. Analytische Chemiker sehen bestimmt noch weiter völlige Ungereimtheiten.

  5. Pingback: TK-Verantwortliche schlafen weiter und träumen vom Allheilmittel Homöopathie @ gwup | die skeptiker

  6. Sarina sagt:

    Ich bin weder Mediziner noch Chemiker oder sonst irgendwie damit bewandert, aber es ist mir ganz egal was welche Forschung herausfindet, beziehungsweise nicht. Auch wenn die Homöopathie tatsächlich nur auf Placebo Effekt beruhen sollte (was eigentlich nicht sein kann, denn Tiere kennen keine Placebos) ist mir das ganz egal! Es hilft! Und das ist die Hauptsache! Ganz egal wie 😉 Man muss nur das passende Mittel herausfinden und innerhalb von ein paar Sekunden ist die Krankheit verschwunden. Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als so mancher sich vorstellen kann, man sollte nicht immer alles verteufeln nur weil es sich nicht erklären lässt! Ihr braucht mir jetzt nicht mit irgendwelchen „Beweisen“ daherkommen die ich eh nicht verstehe! 😀 Ich weiß es wirkt, weil ich es immer wieder erlebe! Gruß Rina

  7. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    @ Sarina

    > aber es ist mir ganz egal was welche Forschung herausfindet, beziehungsweise nicht

    Das ist Ihr gutes Recht. Allerdings lege ich – und vermutlich viele andere Menschen auch – einen gewissen Wert darauf, dass der Azt, der mich behandelt, weiß, welche Therapien wirksam sind und welche nicht. Genau dieses Wissen ist aber nur durch Forschung in wissenschaftlicher Vorgehensweise feststellbar.

    > … was eigentlich nicht sein kann, denn Tiere kennen keine Placebos

    Da sind Sie im Irrtum. Ganz im Gegenteil, der Effekt, den wir heute als Placeboeffekt bezeichnen wurde an Tieren entdeckt und erforscht. Der „Pawlowsche Hund“ sagt Ihnen doch bestimmt etwas. Einen guten Artikel hierüber finden Sie hier: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/22-aber-bei-kindern-und-tieren-hilfts-doch-auch-die-koennen-sich-die-wirkung-doch-nicht-einbilden

    > Auch wenn die Homöopathie tatsächlich nur auf Placebo Effekt beruhen sollte, ist mir das ganz egal!

    Auch das ist Ihr gutes Recht, Sie können mit Ihrer Gesundheit machen, was Sie wollen. Ob allerdings die Menschen, die sich im Vertrauen auf die allerseits behauptete hohe Wirksamkeit der Homöopathie bei ernsthaften Beschwerden dafür entscheiden, auch so sehen, möchte ich bezweifeln. Der Placeboeffekt ist ein psychologischer Effekt, der eine wirksame Behandlung unterstützen kann, aber sicher nicht ersetzen. Hier ein passender Artikel zum Thema: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/16-placebo-effekt-bedeutet-doch-einbildung-oder

    > Es hilft!

    Woher wissen Sie das? Lesen Sie vielleicht hier: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/40-mir-hat-die-homoeopathie-aber-geholfen

    > Man muss nur das passende Mittel herausfinden und innerhalb von ein paar Sekunden ist die Krankheit verschwunden.

    Genau so kann ich zum Beispiel Regen machen. Ja ganz bestimmt. Man muss nur den richtigen Tanz tanzen. Wenn man den eines Abends endlich gefunden hat, wird es am nächsten Tag regnen. Was beweist, dass man durch Tanzen Regen machen kann. So auch hier: Sie müssen nur lange genug irgendwelche Mittel probieren, irgendwann sind Ihre Beschwerden von alleine verschwunden – und das letzte Mittel war dann das Wirksame.

    > Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als so mancher sich vorstellen kann

    Stimmt, allerdings hat schon Hamlet diese Leere nicht durch Phantasterei gefüllt, sondern seine Freunde damit beruhigt, die nicht verstanden hatten, was sie tatsächlich sahen. Der unbestimmte allgemeine Vorwurf der Unkenntnis ominöser frei im Raum schwebender Dinge entsteht nur, wenn man dieses Shakespeare-Zitat aus dem Zusammenhang reißt. (Wenn Sie nachschauen wollen: Hamlet, Erster Akt, fünfte Szene, ziemlich am Ende).

    > man sollte nicht immer alles verteufeln nur weil es sich nicht erklären lässt!

    Wer verteufelt hier? Ich verwundert mich immer wieder, dass es seitens der Homöopathie als ein „Verteufeln“, „Verächlichmachen“ oder sonst ewtas empfunden wird, wenn man den ungerechtfertigten Behauptungen dieser Lehre mit sachlich belegbaren Informationen entgegentritt.

    > Ihr braucht mir jetzt nicht mit irgendwelchen „Beweisen“ daherkommen die ich eh nicht verstehe!

    Jetzt darf ich auch mal einen Spruch verwenden: Wer nichts versteht muss vieles glauben. Wenn Sie auf unseren Seiten ein wenig Blättern, werden Sie sicher mehr verstehen und müssen nicht so viel glauben: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/.

    • Sarina sagt:

      Noch eines 🙂

      Wenn ich etwas lächerlich finde und nicht daran glaube, weshalb muss ich dann so vehement dagegen angehen und will mit allen Mitteln beweisen dass es nicht funktionieren kann? 😉 Wenn dies bei mir der Fall ist, dann ignoriere ich es ganz einfach! Nur wenn mir irgend etwas wirklich wichtig ist, weil es mir in irgendeiner Weise (oder meinen Wünschen) in die Quere kommt kämpfe ich dagegen. Wenn diese „Mittelchen“ doch nicht wirken, passiert doch auch logischerweise nichts wenn ich sie nehme?! 😉 Weshalb dann der ganze Aufwand?
      “ Wer nichts versteht muss vieles glauben. “
      Ich muss nichts glauben! 😉 Ich weiß es! Aber manche Menschen lehnen etwas ab, das sie nicht einmal versucht haben. ich brauche dank der Homöopathie seit 20 Jahren keinen Arzt mehr ( eventuell liegt da ihr Hund begraben?) 🙂 Ich kann es mir selbst nicht erklären, aber ich habe ein Händchen dafür das richtige Mittel zu finden. Ich war zwar noch nie bei einem beruflichen Homöopathen, aber ich will nicht bestreiten dass es auch da mit Sicherheit Quacksalber gibt, wie überall eben.
      Manches lässt sich einfach mit dem normalen Menschenverstand nicht erklären. Eines meiner Tiere zb hat Krebs, der Tierarzt wollte operieren, ich verneinte und gebe Globuli. Beim letzten Röntgenbild war der Tierarzt total verunsichert, der Tumor schrumpft! Zufall? Mag sein, kommt aber relativ selten vor.
      Ich fände es nur eine Frechheit sollte die Homöopathie tatsächlich eines Tages verboten werden. In diesem Falle wäre das Wort Demokratie in Deutschland fehl am Platze! Jeder sollte das tun dürfen was er für richtig hält! Auch wenn andere das zum Teil nicht nachvollziehen können. In diesem Sinne noch einen schönen Abend 🙂 Gruß Rina

      • Norbert Aust Norbert Aust sagt:

        Sie finden also nichts dabei, wenn Menschen mit ernsthaften Krankheiten sich einer wirkungslosen Therapie anvertrauen würden? Wenn Zeit vergeht, das Problem schlimmer wird, vielleicht sogar irreversibel? Was passiert mit denjenigen, die sich einer vielbeworbenen homöopathischen Malariaprophylaxe unterzogen haben, wenn sich diese als wirkungslos erweist – auch nicht schlimm? Oder lächerlich?

        Wissen Sie, ich habe selbst auch jahrzehntelang – außer bei den Folgen eines Unfalls – keinen Arzt gebraucht, ganz ohne Globuli. Freuen Sie sich über Ihre gute Konstitution. Aber nennen Sie Ihre Überzeugung nicht Wissen, denn dieses ist bei der Wirksamkeit von Therapien bzw. Arzneimitteln für den Einzelnen nicht durch Erfahrung feststellbar. Weil es zu viele Fehlerquellen gibt, die eine Wirksamkeit vortäuschen, die nicht gegeben ist. Der natürliche Verlauf der KRankheit etwa oder auch Ihr Immunsystem – das ohne Homöopathika funktioniert, sonst wären wir als Spezies schon lange ausgestorben.

        Was die Krebsbehandlung bei Ihrem Tier angeht, können Sie vielleicht hier nachlesen: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/245-studie-deckt-auf-mit-alternativmedizin-sterben-viele-krebspatienten-frueher-als-noetig . Es geht zwar um Menschen, aber das dürfte auf Tiere übertragbar sein.

        Übrigens will von uns niemand die Homöopathie verbieten – wir wollen erreichen, dass die Homöopathie als das allgemein bekannt ist, was sie ist: Eine längst überholte Lehre, wie Astrologie oder Wahrsagen. Wenn die Menschen in diesem Wissen sich für die Homöopathie entscheiden wollen, sollen sie das ruhig tun – allerdings auf eigene Kosten, vertseht sich.

  8. Joseph Kuhn sagt:

    Passend dazu: Die „Grundlagenforschung“ wird gerade auch wieder vom Zentralverein bemüht: http://www.homoeopathie-online.info/stand-der-grundlagenforschung-in-der-homoeopathie/. Man scheint sich gegen die anhaltenden Vorwürfe fehlender naturwissenschaftlicher Plausibilität der Homöopathie etwas besser wappnen zu wollen.

    Die oben aufgelisteten 14 Fragen spielen dabei jedoch keine oder nur am Rande eine Rolle, insofern bleibt auch in der Zusammenstellung des Zentralvereins die Relevanz der angeführten „Grundlagenforschung“ für das Gedankengebäude der Homöopathie vielfach offen (ganz ungeachtet dessen, ob die zitierten Befunde im Einzelnen überhaupt belastbar sind).

  9. Pingback: Fragen an die „Grundlagenforschung“ zur Homöopathie – Gesundheits-Check

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