Tangohydration – löst Dürre und Trockenheit von Grund auf

Sehr geehrter Herr Professor Walach,

in Ihrem Artikel „Ist Homöopathie nur ein Placebo? Pros, Cons und einige Fälle zum Nachdenken“ auf dem Blog www.homöopathie-forschung.info (Link) haben Sie die Argumentation der Homöopathiekritiker recht prägnant zusammengefasst. Ihre Pro-Argumente hingegen, ehrlich, sind enttäuschend.

Sie wissen ja sicherlich selbst, dass es keine sonderlich solide Argumentationsbasis ist, mit der Popularität zu argumentieren. Der Aderlass hatte sich ja bekanntlich viel länger als die Homöopathie als Allheilmittel gehalten – mehrere tausend Jahre lang, soweit ich weiß – und müsste demnach ja noch wirksamer und heilsbringender sein als die Homöopathie.

Wo es mich aber endgültig genommen hat, war Ihr Pro-Argument Nummer vier, wonach es auf die Wirksamkeit der Homöopathie hindeute, dass oftmals erst die dritte oder vierte Verschreibung sich als erfolgreich erweist. Zugegeben, das spricht gegen Placebo – aber für eine Wirksamkeit?

Mit genau der gleichen Methode kann ich Ihnen zeigen, dass ich mit Tangotanzen Regen machen kann („Tangohydration“). Man muss nur alles richtig machen, also die richtige Musik auswählen, die richtige Choreografie finden, dieses zum richtigen Zeipunkt dann perfekt ausführen – und schon wird es am nächsten Tag regnen. Auch im heißesten und trockensten Sommer wird das funktionieren. Zugegeben, es ist etwas schwierig, die richtige Ausführung zu finden – aber wenn es gelingt, dann wird es schon in der Nacht anfangen zu regnen, spätestens im Lauf des nächsten Tages.

Hier ist auch klar ersichtlich, dass es von den Maßnahmen der auf Schulniveau denkenden Menschen nur ein Kurieren an den Symptomen ist, wenn sie die Blumen in ihrem Garten gießen oder die Bauern ihre Felder bewässern. Die Tangohydration hingegen bekämpft die Ursachen der Trockenheit, nämlich den ausbleibenden Regen. Nur wenn es gelingt, es wieder regnen zu lassen, kann ein langanhaltender und durchgreifender Erfolg in Gartenbau und Landwirtschaft erreicht werden.

Natürlich, je länger eine chronische Trockenheit schon andauert, desto schwieriger wird es sein, die richtige Ausführung zu finden. Man wird zwar versuchen, mit einer eingehenden Bestandsaufnahme ein vollständiges Symptomenbild der Dürre zu erhalten und die ähnlichsten Figuren in die Choreografie einbauen, dennoch kann es in hartnäckigen Fällen sein, dass sich der Erfolg erst nach einer gewissen Anzahl von Versuchen einstellt. Aber dass es schwierig ist, die richtige Art und Weise zu finden, spricht doch sicher nicht gegen eine Wirksamkeit, oder?

Auch muss ja völlig klar sein, dass man, wenn sich ein Tanz einmal als wirksam erwiesen hat, diese Ausführung nicht unbedingt wieder Erfolg haben wird. Schließlich hat sich durch den vorher hervorgerufenen Regen das System verändert, Änderungen, die dem oberflächlichen Beobachter vielleicht entgehen, die aber nichtsdestotrotz absolut real sind. Denken Sie an die veränderten Luft- und Bodenfeuchtigkeiten und an das Fortschreiten der Zeit, das schon für unterschiedliche Zeitdauern von Helligkeit und Dunkelheit sorgt. Auch wird man schwerlich wieder eine Situation antreffen, in der die kosmischen Konstellationen und die Sonnenflecken absolut die gleichen Randbedingungen ergeben wie zuvor. Damit ist natürlich klar, dass man bei einer erneuten Trockenheit wieder von vorne beginnen und erneut die verschiedenen Möglichkeiten ausprobieren muss. Aber auch dann: Wenn man die für die neuen Gegebenheiten richtige Ausführung gefunden hat, wird sich wieder der gleiche Erfolg zeigen: noch in der Nacht wird es zu regnen beginnen, spätestens im Laufe des nächsten Tages.

Aber auch wenn sich der Erfolg nicht gleich einstellt: Sie werden sehen, schon wenige Veranstaltungen genügen, um die Dauer der Trockenheit merklich abzukürzen.

Sollten Sie also das nächste Mal das Problem haben, dass Ihr Garten vertrocknet (Sie haben doch einen Garten, oder? Wenn nicht, empfehlen Sie mich doch Ihrem Nachbarn weiter.), bin ich gerne bereit, gegen einen angemessenen Energieausgleich nebst Reisespesen bei Ihnen vor Ort dafür zu sorgen, dass Ihr Garten wieder von Grund auf gewässert wird. Email genügt und ich teile Ihnen gerne meine Tagessätze mit.

Oder glauben Sie mir etwa nicht?

Viele Grüße

Norbert Aust

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8 Kommentare zu Tangohydration – löst Dürre und Trockenheit von Grund auf

  1. Regina Kehrer sagt:

    Ähnlich hat es in meiner Kindheit mit dem Schnee funktioniert. Wir wohnten damals im Sauerland und am Heiligen Abend haben meine kleine Schwester mit gefalteten Händen so lange „Schneeflöckchen Weißröckchen“ gesungen bis es anfing zu schneien. Es hat funktioniert ! Immer! Zumindest immer dann, wenn das Christkind uns gehört hat.

  2. gnaddrig sagt:

    Man sollte noch erwähnen, dass man mit der Tangohydration nicht zu lange warten sollte. Wenn das Grünzeug sowieso schon sehr ausgedörrt ist, überlebt es die nicht selten auftretende Erstverschlimmerung möglicherweise nicht. Also lieber beizeiten tanzen lassen!

  3. Andy Fischer sagt:

    100 Punkte.

    Herrlich.

    (Bedeutet zwar auch, dass ich den geplanten Post „Regentanz und Globuli“, der sich mit einer ähnlichen Argumentation befasst, jetzt getrost weglassen kann, macht aber gar nichts. )

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  7. Ich sagt:

    Sehr schön gemacht!

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