Erstes Strategietreffen der Homöopathiekritiker

Sind wir als Skeptiker und Homöopathiekritiker erfolgreich? Erreichen wir etwas mit unseren Aktivitäten? Diese Fragen hat Sebastian Bartoscheck vor Kurzem in einem Artikel bei den Ruhrbaronen aufgegriffen – und im Titel gleich beantwortet: ‚The war is over – homeopathy won‘ (Link). Auch wenn viele Kommentatoren das anders sahen – dass es sich bei der Auseinandersetzung mit den Homöopathen um einen Krieg handelt und dass dieser verloren sei – kann man nicht leugnen, dass diese Lehre offensichtlich auf dem Vormarsch ist. Immer mehr Deutsche – wenn man den Umfrageergebnissen glauben kann – bekennen sich dazu, der Homöopathie zu vertrauen. Die Zahl der im DZVhÄ organisierten Ärzte nimmt offenbar zu, Volkshochschulen und Landwirtschaftskammern verbreiten die Lehre bei ihrer Klientel und befürworten die Anwendung. Praktisch jede gesetzliche Krankenkasse erstattet inzwischen bestimmte Kosten einer homöopathischen Therapie. Da erscheinen die obigen Fragen schon berechtigt.

Die Zweifel aber, ob wir Kritiker wirklich die besten Methoden anwenden, um die Menschen zu überzeugen, ob wir überhaupt unsere Zielgruppe erreichen, diese Zweifel kamen mehr als einmal deutlich zum Ausdruck – und stehen unbeantwortet im Raum. Das heißt, so ganz unbeantwortet nicht, man ist sich eher sicher, dass da ein erhebliches Verbesserungspotenzial gegeben ist. Wenn man bedenkt, dass sich die Gegenseite in vielen verschiedenen Gruppierungen organisiert hat und auch in Summe über ein nicht unbeträchtliches Budget verfügen dürfte, Kontakte zu den Medien spielen lassen kann, und wohl auch die attraktivere weil einfachere Heilslehre anzubieten hat, dürfte klar sein, dass wir unsere im Vergleich dazu eher bescheidenen Kräfte optimal einsetzen müssten, um hier gegenhalten zu können.

Um einen möglichst effektiven Einsatz unserer Kräfte zu erreichen, schlage ich vor, dass wir uns zu einem ersten Strategiegespräch zusammensetzen.

Mein Vorschlag:
Ort: Freiburg im Breisgau
Datum: Freitag, 13.11.2015, gegen 19.00 Uhr bis Sonntag 15.11.2015 gegen 12.00Uhr
Kosten: Keine Veranstaltungskosten

Ablauf:
Freitag, 13.11.2015, ab 19.00 Uhr, Hausbrauerei Feierling (Link):

– Erstes Kennenlernen

Samstag 09.00 Uhr bis Sonntag 12.00 Uhr, Humboldtsaal

– Vorstellungsrunde

– Strategie

Ist-Analyse: Homöopathie in unserer Gesellschaft
Ziele: Was wollen wir erreichen? Was scheint erreichbar?
Vorgehensweise: In welchen Schritten gehen wir vor? Wer macht was?
Ideen für öffentlichkeitswirksame Aktionen

– Organisation

Wie vernetzen wir uns / Kommunikation?
Wie können wir Gleichgesinnte erreichen?
Wer könnte uns unterstützen?

Alles, was hier steht, ist ein erster Vorschlag. Zugegeben, noch nicht sehr ausgefeilt, aber genau deshalb halte ich ja ein solches Treffen für notwendig – das ich auch nicht durch eine vorgefasste Lösung in eine bestimmte Richtung drängen will. Zielrichtung ist eine ‚ergebnisoffene Diskussion‘, wie es neuerdings heißt.

Wem etwas Besseres einfällt, sei es Datum oder Veranstaltungsort, Vorgehensweise oder überhaupt, der möge bitte die Kommentarfunktion hier nutzen und seine Anmerkungen oder Vorschläge hier posten. Mir ist es wichtig, möglichst viele Leute zu erreichen. Insbesondere ist mir klar, dass Freiburg nicht gerade in der Mitte Deutschlands liegt, und sollten auch Kollegen aus Österreich Interesse haben, dann liegt es sogar ziemlich weitab. Daher sei extra betont, dass ich nicht unbedingt auf Freiburg festgelegt bin.

Ähnliches gilt auch für den Zeitraum. Ich denke, im November ist die Urlaubszeit abgeschlossen, Outdoor-Events dürfte es kaum mehr geben. Ich weiß allerdings nicht, ob der Termin mit wichtigen Rock-Konzerten, Kongressen, Fußballspielen oder ähnlichen epochalen Ereignissen kollidiert. Sollte dies der Fall sein, bitte um Ansage.

Wer Interesse an einer Teilnahme hat, sollte mir bitte eine Email zukommen lassen (drnorbertaust(at)t-online(Punkt)de). Ich bitte dazu um Angabe, ob ich den Namen hier in einer Namensliste nennen darf.

Bisher haben – inklusive meiner selbst – vier Personen ihre Teilnahme zugesagt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier vorankommen könnten.

Edit 17.07.2015:

Inzwischen haben inklusive mir selbst sechs Personen ihre Teilnahme zugesagt, darin Frau Dr. Natalie Grams, Autorin des Buchs ‚Homöopathie neu gedacht‘ und ‚2xhinschauen‘ (s. Kommentar unten).

Edit 25.07.2015:

Inzwischen stehen acht Personen auf der Liste.

Edit 27.07.2015

Inzwischen umfasst die Teilnehmerliste neun Personen, außer mir selbst sind dies:

Frau Dr. Natalie Grams, Heidelberg
Frau Susanne Aust, Schopfheim
Herr Dr. Michael Jachan, Freiburg
Herr Johannes Güntert, Laufen
Herr Dr. Rainer Rosenzweig, Nürnberg
Herr Dr. Gregor Simmer, Innsbruck
2xhinsehen (s. Kommentar unten)
N.N.

Edit: 02.08.2015

Inzwischen sind wir insgesamt 12 angemeldete Teilnehmer, dazu gibt es sechs weitere Interessenten.

Edit 04.08.2015
Gegenwärtig wird der Termin für das erste Strategietreffen in Freiburg abgestimmt, s. hier: http://doodle.com/rbbw697awzf42aev#table. Wer teilnehmen will, kann hier seine Terminauswahl treffen.
Bitte beachten: Interessenten, die keine Einladung bekommen haben, bitte ich, mir eine Mail zukommen zu lassen (drnorbertaust(at)t-online(punkt)de), damit ich ihn / sie zu der Mailingliste hinzufügen kann.

Edit 21.08.2015
Der Termin für das erste Strategietreffen der Homöopathiekritiker steht nun fest: Die Doodle-Umfrage hat einen leichten Vorteil zugunsten des 29. bis 31. Januar 2016 ergeben, der nunmehr als Termin feststeht. Insgesamt haben sich 32 Interessenten beteiligt. Die Teilnehmerliste ist hier einsehbar, wenn man das Passwort kennt, das per Email verteilt wurde.

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23 Kommentare zu Erstes Strategietreffen der Homöopathiekritiker

  1. Pingback: Es geht voran: Strategietreffen der Homöopathie-Kritiker geplant @ gwup | die skeptiker

  2. Ralf sagt:

    Hr Aust und die restlichen Antis führen, nach eingener Einschätzung, einen Krieg.

    Es geht also gar nicht um Austausch oder um Überzeugungsarbeit oder wissenschaftliche Arbeit, sondern darum Menschen die eine andere Meinung haben zu bekriegen.

    Eine Selbsteinschätzung, die den Schreibern wohl ersteinmal bewusst werden muss.

    Da bleibt mir nur zu wünschen: Friede sei mit dir !

    Ralf

    • Susanne A. sagt:

      Ralph: Picken Sie immer nur ein einziges Wort aus dem Zusammenhang heraus um sich dann in einem Schwall darüber auszulassen? Hätten Sie den Text weiter als nur den ersten Satz gelesen, hätten Sie verstanden, wie falsch Sie hier liegen.

  3. Ralf sagt:

    @Susanne A.: Der erste Satz lautet: Sind wir als Skeptiker und Homöopathiekritiker erfolgreich?
    Welches Wort aus diesem Satz meinen Sie, über dass ich geschwallt habe ?

    … natürlich habe ich alles gelesen, aber genau dieses Wort ist bezeichnend dafür, wie hier mit Menschen umgegangen wird , die anderer Meinung sind und wie die Diskussion von den Homöopathie- und Heilpraktiker- Gegner selbst eingeschätzt wird.

    Anzeichen von Umdenken ist nicht zu erkennen, sondern nur der verzweifelte Versuch einen „Marshallplan“ zu entwickeln. Dabei wird immerhin angezweifelt, ob das bisherige Vorgehen geschickt und zielführend war.

    Eine ergebnisoffene Diskussion würde mit der Fragestellung anfangen:

    Wenn sich soviel Ärzte, Heilpraktiker und Patienten aus ihrer Erfahrung für die Homöopathie und pro Heilpraktiker entscheiden, haben wir mit unserem Vorgehen zur Beurteilung dieser Therapien Fehler gemacht ?

    Ralf

    • Rolf Wagels sagt:

      Ralf: Diese Frage ist doch längst beantwortet.
      Und nur weil es viele Menschen gibt, die meinen, andere Erfahrungen gemacht zu haben, wird es ja nicht richtiger. (Das Bild von Den Fliegen und dem Haufen ist doch schon ausreichend bemüht).
      Das Ergebnis der ergebnissoffenen Untersuchungen liegt vor. Nun sollte auch eine Konsequenz aus diesem Ergebnis gezogen werden. Und da zeigt sich dann, dass die Befürworter der Homöopathie nicht offen sind, sondern trotz klarer Lage an ihren Dogmen festhalten. Wäre es umgekehrt verlaufen, und die Ergebnisse hätten eine Wirkung der Homöopathie über den Placeboeffekt hinaus klar bewiesen, wäre die Wissenschaft offen genug, um diese Ergebnisse anzuerkennen.
      Grüße
      der Rolf

  4. Rolf Wagels sagt:

    Hallo Norbert
    vielen Dank für die Einladung und den Vorschlag. Ich bin zeitlich durch die Musik deutlich eingeschränkt und an diesem (wie auch an vielen anderen Wochenenden) auf Tournee. Daher kann ich nur im Geiste bei Euch sein, bin aber gespannt auf die Resultate eines solchen Treffens.
    Grüße
    Der Rolf

  5. Esoterroropfer sagt:

    @Ralf:
    Dass Ärzte aus ihrer „Erfahrung“ die Homöopathie hochhalten, ist eine Hypothese, genausogut kann ich behaupten, dass es einfacher ist, einfach mitzuspielen anstatt sich auf Diskussionen einzulassen. Ist ja auch ein Vorteil, wenn keine Verantwortung im Spiel ist: Patient wird gesund – „Hurra Homöopathie“, Patient bleibt krank – nächstes Globuli, Patient wird kränker – „Erstverschlimmerung“, Patient wird ernsthaft krank – soll sich ein Spital drum kümmern.

    Ohne Kontrollen ist dies eine offene Tür für Betrüger (sofern die eh nicht schon den Großteil ausmachen). Das alles aus „persönlicher Erfahrung“ von gut 20 Jahren homöopathischer „Bemutterung“.

    Das, was Sie mühsam als ideologischen Kreuzzug interpretieren wollen, ist für mich der Versuch, den zahllosen haltlosen Behauptungen der Homöopathie entgegenzuwirken. Von der Seite der Homöopathie scheint jedes Mittel recht zu sein, von Desinformation bis hin zur Diffamierung. Wissenschaftliche Diskussion ist eben nicht möglich.

  6. AlteWeser sagt:

    Also: Bei den Ruhrbaronen steht, der Krieg sei vorbei, die Homöopathie habe gewonnen. Herr Aust weist im nächsten Satz darauf hin, viele Autoren sähen das anders, es handele sich nicht um einen Krieg und er sei nicht verloren.

    Ralf macht aus diesen Sätzen den Vorwurf, Herr Aust und andere führen nach eigener Einschätzung einen Krieg. Das halte ich einfach für böswillig.

    Für aggresiv halte ich die Homöopathie Lobby allerdings schon. Man denke nur an die ZDF Sendung mit Joachim Bublath und den Shitstorm der Homöopathen danach. Es kommen keine sachlichen Argumente, nein Kritiker werden verdammt, sind ja immer gleich Vertreter der Pharmafirmen, werden bezahlt usw usw. Nein, Krieg würde ich das nicht nennen, was die Homöpathen da abziehen, aber aggressiv, ja für aggressiv halte ich sie. Meine Vermutung ist, dass sie damit den Mangel an Argumenten kompensieren wollen.

  7. Matthias sagt:

    „Wenn sich soviel Ärzte, Heilpraktiker und Patienten aus ihrer Erfahrung für die Homöopathie und pro Heilpraktiker entscheiden, haben wir mit unserem Vorgehen zur Beurteilung dieser Therapien Fehler gemacht ?“

    Ja. Genau darum geht es.

  8. Ralf sagt:


    Wie sieht es angesichts dieser Tatsachen mit Ihrer persönlichen Selbsteinschätzung aus, Ralf?…

    Sie posten ein paar Links zu privaten Homepages, bei denen ich überhaupt nicht beteiligt bin und erwarten, dass ich mich aufgrund derer persönlich selbst einschätze und rehabilitiere ? Komische Erwartungshaltung.
    Trotzdem habe ich die Links kurz angeschaut und wie erwartet festgestellt, dass überwiegend vom „Krieg der Gegner“ die Rede ist.
    Falls sie mit ihrer Frage andeuten wollten, dass ich einen Krieg führe, kann ich sie beruhigen. So wichtig ist mir das hier nicht.
    Ich nehme Bezug auf das Geschiebene und decke Widersprüche und falsche Rückschlüsse auf, damit der Leser nicht geblendet wird.

    Bei den Ruhrbaronen steht, der Krieg sei vorbei, die Homöopathie habe gewonnen. Herr Aust weist im nächsten Satz darauf hin, viele Autoren sähen das anders, es handele sich nicht um einen Krieg und er sei nicht verloren.
    Ralf macht aus diesen Sätzen den Vorwurf, Herr Aust und andere führen nach eigener Einschätzung einen Krieg. Das halte ich einfach für böswillig.

    Ich habe die Kommentare der verlinkten Seite angeschaut. Es gehen lediglich 4 Kommentare darauf ein, dass es sich nicht um ein Krieg handelt. Überwiegend wird dieser „Krieg“ geschürt. Einfach nur falsch ist daraus zu schließen, dass viele Autoren dies anders sehen/sähen würden.

    Zudem Hrn Austs‘ Vorschläge nicht gerade den Willen friedlicher Überzeugungsarbeit zeigen. Ein Kriegsdementi ist in seinen Kommentaren nicht enthalten.
    Hier ein Ausschnitt:
    – aggressiveres Vorgehen – negative Seiten der Homöopathie benennen
    – Diskreditierung von ‚inkompetenten Hobbyheilern‘
    – Abschaffung der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen
    – Über Vorgehensweisen und Mauscheleien der Alternativmedizin informieren
    – Erkenntnistheorie als Pflicht für alle Studenten
    – In Kindergärten, Schulen und Akademien / Universitäten aktiv werden
    Nicht nur, dass er gleich noch die unnötige Verallgemeinerung auf Alternativmedizin mit einbringt, er kritisiert nun auch noch die medizinische Ausbildung an den Hochschulen und möchte Kinder in Kindergärten mit seiner persönlichen Meinungen belästigen.

    Die Ansicht von Hrn Aust, dass sich die kleine Anzahl der Antis nicht organisieren und ungeschickt vorgehen teile ich auch.
    Bezeugt wird dies durch die gescheiterten Versuche Petitionen gegen die Kostenbeteiligung der Krankenkasse durchzusetzen, bei denen nicht einmal 3% der benötigten Stimmen zustande kamen.
    Das scheinen die Homöopathen wesentlich besser und intelligenter zu machen.
    An einer vermeintlich stärkeren Lobby kann es nicht liegen, da die Pharmaindustrie in der klassischen Medizin wesentlich stärker vertreten ist.
    Immerhin blitzt ein wenig Selbstkritik durch und es wurde erkannt, dass Fehler gemacht wurden. Die Einschätzung worin die Fehler gemacht wurden ist jedoch trügerisch. Angesichts der Vorschläge von Hrn Aust sehe ich keine Besserung.
    Ich stelle die Qualität des medizinischen und psychologischen Niveau hier in Frage, da sehr wenig vom Reaktionsverhalten des Menschen verstanden wird und schwerwiegende Fehler diesbezüglich gemacht werden.
    Daraufhin Vorschläge zu machen wie auf einer Hochschule studiert werden soll, ist schon mehr als dreist.

    ..Das Ergebnis der ergebnisoffenen Untersuchungen liegt vor…

    Das sehe ich anders.
    Es herrscht hier der Anspruch von den Antis zu wissenschaftlicher und ergebnisoffener Arbeit und zu solchen Argumentationen.
    In diesem Zusammenhang ist interessant, dass gerade die Medizin hier nicht als Wissenschaft angesehen wird, wie ich in einen der Threads erfahren durfte.
    Doch genau diesem Anspruch wird gerade Hr Aust nicht gerecht.
    Dabei begeht er (wie z.B. bei der Beurteilung und argumentativer Auswertung einer Krebsart in einem der letzten Threads) grundsätzliche Fehleinschätzungen.
    Es liegen Studien vor, die aufgrund Verfahrensmängel oder statistische Mängel hier nicht akzeptiert werden. Dies interpretiert Hr Aust dahingehend, dass die Therapie nicht funktionieren würde.
    Von ergebnisoffenem Vorgehen weit entfernt.
    Ein Beispiel wie richtig (wenn das Ergebnis auch nicht in seinem Sinne war) vorgegangen werden kann zeigt Hr A. Lerchl, der als harter Befürworter der Mobilfunkindustrie selbst eine Studie durchgeführt hat. Er musste dann zwar seine vorherrschende Meinung korrigieren, aber sein Vorgehen war beispielhaft.

  9. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    > Trotzdem habe ich die Links kurz angeschaut und wie erwartet festgestellt, dass überwiegend vom „Krieg der Gegner“ die Rede ist.

    Krieg ist normalerweise eine bilaterale Angelegenheit. Es gibt zwei Parteien, die sich gegenseitig den Krieg erklärt haben. Das ist hier sicher nicht der Fall. Wenn eine Seite, wie das in den Links von Paula der Fall ist, eine sachliche Auseinandersetzung als Krieg empfindet und dies auch so artikuliert, dann lässt das allenfalls Rückschlüsse auf die Sichtweise dieser Partei zu, nicht auf die Intention der anderen.

    > Ich nehme Bezug auf das Geschiebene und decke Widersprüche und falsche Rückschlüsse auf, damit der Leser nicht geblendet wird.

    … und zeigen sich dabei einer Argumentation völlig unzugänglich, wie die zuletzt geführte Diskussion zur Arbeit von Gaertner et al. zeigt, die Sie ungerührt in Ihrem Kommentar weiter unten wieder aufgreifen. Wobei mir nicht klar ist, ob Sie sich mit den Argumenten anderer Leute nicht auseinandersetzen können oder wollen.

    > Ich habe die Kommentare der verlinkten Seite angeschaut. Es gehen lediglich 4 Kommentare darauf ein, dass es sich nicht um ein Krieg handelt…

    Sehen Sie, das ist das was ich meine. Dies ist Ihre Erwiderung auf die Feststellung, dass Ihre Unterstellung, ich sähe in der Auseinandersetzung einen Krieg, unzutreffend ist. Wir können uns zwar darüber unterhalten, ob vier ‚viele‘ sind, aber Sie schließen ungeniert von einem, nämlich der einen Aussage von S. Bartoscheck bezüglich des Krieges darauf, dass dies für alle, insbesondere für mich, gelten müsste. Aber auf den Einwand, dass dies ein Fehlschluss ist, gehen Sie nicht ein.

    > Zudem Hrn Austs‘ Vorschläge nicht gerade den Willen friedlicher Überzeugungsarbeit zeigen.

    Warum, meinen Sie, betreibe ich diesen Blog?

    Außerdem sollten Sie auch hier mal wieder etwas besser lesen: Die von mir in Kommentar #62 aufgelisteten Punkte sind die sich aus der Summe der Kommentare ergebenden Ansatzpunkte – nicht unbedingt meine Vorschläge. Ralf, wenn Sie als ein ernsthafter Kommentator gelten wollen, sollten Sie die geschriebenen Inhalte korrekt wiedergeben und nicht verfälschen.

    Ihrer Glaubwürdigkeit käme es auch entgegen, wenn Sie bei Ihren Kommentaren immer die gleiche Emailadresse angeben würden und nicht (bis jetzt) sechs verschiedene. Wobei ich davon ausging, dass ‚Ralf‘ immer Sie sind – und Sie keinen weiteren Nick verwendet haben, ‚Harald‘ beispielsweise. Was würde passieren, wenn ich ausprobieren würde, ob es all diese Adressen tatsächlich gibt? Müsste ich dann Ihre Beiträge sperren, da bewusst falsche Angaben gemacht wurden?

    > er kritisiert nun auch noch die medizinische Ausbildung an den Hochschulen und möchte Kinder in Kindergärten mit seiner persönlichen Meinungen belästigen.

    Wie unverzeihlich! Kritik an der medizinischen Ausbildung! Das geht ja gar nicht. Ich finde es übrigens immer wieder erstaunlich, was Sie als meine Intentionen erkannt haben wollen.

    > Daraufhin Vorschläge zu machen wie auf einer Hochschule studiert werden soll, ist schon mehr als dreist.

    Klar, für jemanden wie Sie, der nur ‚Widersprüche und falsche Rückschlüsse kritisieren‘ will, ist das Entwickeln von Vorschlägen natürlich Teufelswerk.

    > Bezeugt wird dies durch die gescheiterten Versuche Petitionen gegen die Kostenbeteiligung der Krankenkasse durchzusetzen, bei denen nicht einmal 3% der benötigten Stimmen zustande kamen.

    Diese Aussage ist falsch. Eine Petition ist dann gescheitert, wenn sie vom Petitionsausschuss abschlägig beschieden worden ist. Das ist bei der Petition zur Kostenübernahme bislang nicht der Fall, wie Sie sich hier überzeugen können: (https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_03/_26/Petition_58168.nc.html). Die Petition hat lediglich die für das Quorum nötige Anzahl Stimmen verfehlt. Die Folge ist nur, dass die Beratung des Petitionsausschusses nicht in öffentlicher Sitzung erfolgt (https://epetitionen.bundestag.de/epet/hilfeseite.$$$.rubrikId.quorum.html).

    > Es liegen Studien vor, die aufgrund Verfahrensmängel oder statistische Mängel hier nicht akzeptiert werden. Dies interpretiert Hr Aust dahingehend, dass die Therapie nicht funktionieren würde.

    Ich nannte ja schon den Ihrerseits bestehenden Mangel an Auseinandersetzung mit Argumenten, was auf eine entsprechende Unfähigkeit oder auf einen Unwillen dazu zurückzuführen ist. Ich habe Ihnen schon mehrmals dargelegt, dass der Schluss, dass die Wirkung homöopathischer Präparate nicht über die eines Placebos hinausgeht, auf dem Mangel an Wirkstoff begründet ist. Die in meinem Blog untersuchten Studien werden als Evidenz für eine solche Wirkung widerlegt – was erkenntnistheoretisch nicht als Beweis der Unwirksamkeit anzusehen ist.

    Kapieren Sie das doch mal.

    > Von ergebnisoffenem Vorgehen weit entfernt.

    Wie diskutiert man ergebnisoffen, ob die Aussage 2 + 2 = 4 stimmt? Genauso offensichtlich ist das Fehlen einer medikamentösen Wirkung infolge der Abwesenheit einer die Wirksamkeit vom Urstoff zum Patienten transportierenden Agens.

    > Ein Beispiel wie richtig (wenn das Ergebnis auch nicht in seinem Sinne war) vorgegangen werden kann zeigt Hr A. Lerchl, der als harter Befürworter der Mobilfunkindustrie selbst eine Studie durchgeführt hat. Er musste dann zwar seine vorherrschende Meinung korrigieren…

    Auch hier sollten Sie vielleicht einmal genauer nachlesen. Vielleicht in diesem einfach zu verstehenden Interview: http://www.taz.de/!5017357/ Lesen Sie dabei den ganzen Text und versuchen ihn zu verstehen und picken sich nicht nur den Satz heraus, der Ihrer Weltsicht entspricht.

  10. AlteWeser sagt:

    @Ralf:
    „….Ich habe die Kommentare der verlinkten Seite angeschaut. Es gehen lediglich 4 Kommentare darauf ein, dass es sich nicht um ein Krieg handelt. Überwiegend wird dieser „Krieg“ geschürt. Einfach nur falsch ist daraus zu schließen, dass viele Autoren dies anders sehen/sähen würden…..“

    Noch falscher ist es daraus zu schließen, die Kommentatoren machten sich den Begriff „Krieg“ zu eigen, nur weil sie ihm nicht widersprechen. Sie rauben Menschen gern die Deutungshoheit über deren eigene Worte, das habe ich in diesem Blog schon einmal mit Ihnen erlebt.

  11. 2xhinschauen sagt:

    Wenn nicht noch was ernstes dazwischenkommt, werde ich in Freiburg dabeisein.

    Im übrigen sollten wir „Ralf“ dankbar sein … in einem relativ doch eher kurzen Kommentar begeht er viele von den Argumentationsfehlern, mit denen wir es zu tun haben. Das trainiert. Plus Verwendung einiger der üblichen publikumswirksamen (oh §$%& schon wieder Kriegsrhetorik) Killerphrasen. Auch mit denen müssen wir umgehen. „Antis“ statt „Schulmediziner“ war mir allerdings neu, auch dafür danke.

    Ich selbst bin nicht gegen Homöopathie. Ziemlicher Quatsch, aber soll doch jeder usw., da bin ich Hedonist. Ich bin aber gegen Betrug, Quacksalberei, Dogmatismus, Beutelschneiderei und noch ein paar Sachen, die in den Kontext des verantwortungsvollen oder -losen Umgangs mit Schutzbefohlenen gehören. Wer es höher hängen möchte: Verrat an den Idealen der Aufklärung.

    Ralf, macht mich das auch zu einem „Anti“? Nur so’ne Frage.

  12. Ralf sagt:

    Krieg ist normalerweise eine bilaterale Angelegenheit. Es gibt zwei Parteien, die sich gegenseitig den Krieg erklärt haben. Das ist hier sicher nicht der Fall.

    Was ist denn das für ein Blödsinn ? Eine Kriegserklärung, die üblicherweise durch den Start eines Angriffs gekennzeichnet sein kann, ist ja wohl üblicherweise einseitig.

    Diese Aussage ist falsch. Eine Petition ist dann gescheitert, wenn sie vom Petitionsausschuss abschlägig beschieden worden ist. Das ist bei der Petition zur Kostenübernahme bislang nicht der Fall,
    wie Sie sich hier überzeugen können: (https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_03/_26/Petition_58168.nc.html). Die Petition hat lediglich die für das Quorum nötige Anzahl Stimmen verfehlt. Die Folge ist nur, dass die Beratung des Petitionsausschusses nicht in öffentlicher Sitzung erfolgt (https://epetitionen.bundestag.de/epet/hilfeseite.$$$.rubrikId.quorum.html).

    Ach sie sehen die Petition nicht als gescheitert ? Formal im Sinne der Vorgaben der Bundesregierung zu einer Petition haben sie natürlich noch recht, ist aber wohl eher eine Frage der Zeit.
    Tatsächlich direkt einmal überraschend ist allerdings ihre geringe Erwartungshaltung, diese Petition mit nicht einmal 3% der nötigen Stimmen nicht als gescheitert anzusehen.

    Warum, meinen Sie, betreibe ich diesen Blog?

    Das sollten sie doch eigentlich selbst wisse. Vielleicht, weil sie nach ihrer Pensionierung nichts besseres zu tun wissen. Vielleicht brauchen sie die Selbstbeweihräucherung in diesem Blog und bilden sich immer weitere Feindbilder von Homöopathie über Alternativmedizin im allgemeinen, Heilpraktiker nun auch noch die Ausbildung an den Hochschulen.

    Ralf, wenn Sie als ein ernsthafter Kommentator gelten wollen, sollten Sie die geschriebenen Inhalte korrekt wiedergeben und nicht verfälschen.

    Oje, wieder dieser plumpe Versuch, aber auf ihr Urteil diesbezüglich gebe ich rein gar nichts.
    Verfälschen tue ich keineswegs.
    Es obliegt dem Leser darüber zu urteilen. Hierbei möchte ich explizit nicht die ansprechen, die ihnen auch die größten Fehleinschätzungen und Widersprüche ungeprüft glauben.
    Falls es die überhaupt gibt. Den Kommentaren nach, habe ich da meine Zweifel.

    Klar, für jemanden wie Sie, der nur ‚Widersprüche und falsche Rückschlüsse kritisieren‘ will, ist das Entwickeln von Vorschlägen natürlich Teufelswerk.

    Für jemand wie mich, bleibt ja gar nichts anderes übrig als Widersprüche und falsche Rückschlüsse aufzudecken.
    Für eine fachliche medizinische Diskussion sind sie ja, nach eigenen Angaben, nicht qualifiziert.
    Mit ihrer eigenen Einschätzung zur Berufsqualifikation im Anti Heilpraktiker Thread, stellen sie selbst außerdem in Frage, ob sie als selbsternannter Hobby-Statistiker und Hobby-Mathematiker, für diese Diskussion überhaupt in Frage kommen.
    Als Teufelswerk würde ich ihre Kommentare und ihr Vorgehen allerdings nicht bezeichnen, dafür sind sie nicht geschickt genug.
    Immerhin haben sie das ja selbst schon erkannt und wollen mit der oben angekündigten Veranstaltung ihr bisher unfruchtbares Vorgehen ändern.

    Ich nannte ja schon den Ihrerseits bestehenden Mangel an Auseinandersetzung mit Argumenten, was auf eine entsprechende Unfähigkeit oder auf einen Unwillen dazu zurückzuführen ist.
    ….

    Kapieren Sie das doch mal.

    Ein weiterer netter Versuch von Denunzierung.
    Sie meinen sicher Argumente hier in diesem Blog, die voll von Widersprüchen und falschen Rückschlüssen sind.
    Paradox, dass sie mir das vorwerfen, da ich mich doch gerade damit auseinandersetze. Sie sollten dies eher ihren Mit-Antis vorwerfen.

    Noch falscher ist es daraus zu schließen, die Kommentatoren machten sich den Begriff „Krieg“ zu eigen, nur weil sie ihm nicht widersprechen. Sie rauben Menschen gern die Deutungshoheit über deren eigene Worte, das habe ich in diesem Blog schon einmal mit Ihnen erlebt.

    Genau das habe ich nicht getan. Hr Aust sprach von vielen Kommentatoren die dem widersprochen haben. In Wahrheit waren es (andeutungsweise und großzügig gezählt) gerade mal 4 Kommentare.
    Sehr viel mehr Kommentare im verlinkten Blog haben geschürt.Darauf habe ich hingewiesen !
    Und, dass Hr Aust selbst auch nicht widersprochen hat, sondern mit seinen Vorschlägen selbst auch weiter geschürt haben, indem er aggressiver Vorgehen und andere denunzieren möchten.
    Da bringt es auch nicht, wenn er immer wieder zurückrudern und dies dann ja gar nicht als seine Meinung darstellen möchte.
    Er spricht von Kämpfern und Armeen und behaupten gleichzeitig, dass ich ihm seine Deutungshoheit raube und er nicht von Krieg sprechen.
    Wenn ich das immer so falsch deute, wie er und sie es hier darstellen, sollten sie vielleicht einmal anfangen dies auch entsprechend auszudrücken.
    Recht haben sie natürlich damit, dass ich ihre Aussagen auch schon widerlegen konnte. Wie auch immer sie persönlich das deuten wollen.

    Auch hier sollten Sie vielleicht einmal genauer nachlesen.
    Das ist wiedermal in diesem, wie in so vielen anderen Zusammenhängen eine ihnen typische Unterstellung.
    Sie stellt sich allerdings, wenn man sich tatsächlich die Mühe macht sich damit zu befassen, als Bumerang heraus.

    Im übrigen sollten wir „Ralf“ dankbar sein …..

    Bitte schön gerne immer wieder.

    Ich finde es übrigens immer wieder erstaunlich, was Sie als meine Intentionen erkannt haben wollen.

    Freut mich, dass ich sie erstaune.
    Ich kann das Kompliment leider nicht zurückgeben, aber zumindest belustigen sie mich mit ihren Widersprüchen und den voraussehbaren Reaktionen.


    Müsste ich dann Ihre Beiträge sperren …

    Es steht ihnen selbstverständlich frei das zu tun

  13. Norbert Aust Norbert Aust sagt:

    Wie man sieht: Es führt zu nichts, einen Troll zu füttern.

  14. Viliam Masaryk sagt:

    Ich danke für diese Idee und finde dieses Treffen als sehr wichtig. Nur solche Engagierte bewegen das Internet und die Welt manchmal…

    Ich wohne in der Nähe von Hof. Bin jedoch bereit, in alle Richtungen zu fahren.

  15. AlteWeser sagt:

    Ich werde nicht teilnehmen, wünsche aber dem kleinen Pflänzchen ein gutes Gedeihen, dass es sich weit ausbreiten mag.

  16. Michael sagt:

    Hallo zusammen,
    finde ich cool, wie viel Wind hier gemacht wird: ob Sie es glauben oder nicht, das wird der Homöopathie nützen. Noch nie wurde über vermehrte Hinwendung und Aufmerksamkeit (sei sie negativ oder positiv, sei sie niveaulos oder niveauvoll) etwas aus der Welt geschafft. Haben Sie denn ALLE wirklich nichts BESSERES ZU TUN ? Die Homöopathie hat längst gewonnen ;-))
    Schauen Sie sich die letzte Metaanalyse mal an: Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis
    Robert T Mathie et al., rmathie@britishhomeopathic.org , Published: 6 December 2014. Es grüßt Michael (kein Homöopath)

  17. 2xhinschauen sagt:

    @Michael, haben wir schon Wind gemacht? Echt?! Danke!! 🙂

    Aber im Ernst, die Sache mit dem Streisand-Effekt ist ja schon etwas subtiler, als Du es darstellst. Es geht hier ja nicht um die Unterdrückung oder Vertuschung von Meinungen oder Fakten, die uns unangenehm sind oder die wir beleidigend finden. Es geht um Leute, die Schutzbefohlenen eine notwendige medizinische Behandlung vorenthalten. Um Leute und Firmen, die beträchtliche Mittel aus dem öffentlich finanzierten Gesundheitssystem für wirkungsloses Zeug abzweigen.

    Mit derselben Logik könnte man ja auch illegalen Waffenbesitz oder Spielsucht usw. totzuschweigen versuchen: Bloß keine Aufmerksamkeit, kannste machen nix, die gefährden sich ja nur selber… oder?

    Es geht im übrigen auch nicht um „die“ Homöopathie oder darum, sie „aus der Welt zu schaffen“. Das ist unrealistisch.

    >> Die Homöopathie hat längst gewonnen
    Nein. Noch werden die meisten Leute bei entsprechender Indikation korrekt operiert, intubiert, re-animiert, geimpft, mit wirksamen Medikamenten behandelt, bekommen Insulin, Herzschrittmacher, Chemo usw usw.

    Und der Verweis auf die Studie (á la „Lesen Sie erstmal…“), verzeih mir die Spitze, ist ein Argument des Typs „Berufung auf Autoritäten“ – nicht selten ein Hinweis darauf, dass sich der Argumentierende noch nicht so viele eigene Gedanken zum Thema gemacht hat.

    Nichts für ungut 🙂

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