Homöo-Akademie in Traunstein – erledigt?

„Hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass die Steinbeis-Hochschule uns am 28. März 2014 schriftlich mitteilte, dass die Planungen für den geplanten Studiengang Complementary Medicine and Management (B.Sc.) eingestellt wurden und somit im fraglichen Studiengang kein Studienbetrieb aufgenommen werden wird.“

Das steht in einem Brief der Berliner Senatsverwaltung, den Ute Parsch erhalten hat. Sie hatte Akteneinsicht beantragt, um Aufschluss darüber zu erlangen, wie die Genehmigung des Traunsteiner Homöopathie-Studiengangs denn zustande gekommen sei.

Bestätigt wird der Briefinhalt durch die Tatsache, dass das Verzeichnis der Bachelor-Studiengänge der Steinbeis Hochschule Berlin (SHB) am 28. 3. 2014 aktualisiert wurde und der Studiengang in Traunstein nicht mehr darin aufgeführt ist. Der schon seit Längerem angebotene Studiengang in Kitzingen ist auch nicht mehr verzeichnet.

Nachtrag:

Der Pressesprecher der Senatsverwaltung hat mir bestätigt, dass es sich um das Traunsteiner Institut handelt. Ich habe bei Steinbeis und bei der Homöo-Akademie niemanden erreicht.

Schöne Grüße,

Yvonne Maier

(Frau Maier ist die Autorin des Beitrages zur Homöo-Akademie, der am 27.1.2014 auf Bayern II in der Sendung IQ – Wissenschaft und Forschung gesendet wurde, Link)

Die Online-Zeitung Chiemgau_24, die vor noch nicht allzu langer Zeit recht euphorisch über die Akademie berichtet hatte,  hat sich das in Berlin bestätigen lassen (Link), Spiegel-online auch (Link).  Weitere Links und Kommentare kommen bestimmt noch im Bericht auf dem GWUP-Blog hinzu (Link).

Also freuen wir uns erst einmal:

Yappadappadoo

Gut, was jetzt? Wo stehen wir?

Zuerst ist das zwar ein wichtiger Schritt, aber wir sollten unseren eigenen Beitrag nicht überbewerten. So wenig wie sich eine DHU, ein Heel oder auch eine Carstens-Stiftung um uns kümmert, wenn es ans Geldverdienen geht, so wenig Aufhebens hätte die SHB über unsere Proteste auch gemacht, wenn sich das Studienangebot gerechnet hätte. Ich vermute, das hat es nicht (mehr). Zwei Einflüsse: Wir haben für eine schlechte Presse gesorgt, damit sind die Umsatzaussichten vielleicht nicht mehr ganz so toll wie noch vor einem halben Jahr. Aber viel heftiger dürfte der Einfluss der Akkreditierungsagentur sein, wenn in deren Bericht auch nur näherungsweise das drinstehen würde, was meiner Meinung nach drinstehen müsste. Festangestellte hauptberufliche Professoren kosten ein Heidengeld, von der restlichen Infrastruktur ganz zu schweigen.

Trotz dieser Wendung in Sachen Traunstein: Die Akteure sind noch da. Die SHB wird weiter nach profitablen und wachstumsträchtigen Ausbildungsangeboten Ausschau halten – und das ist in Deutschland nun mal die Alternativ- und Komplementärmedizin. Die EUH, die Partner der SHB für die Akademie in Traunstein, ist auch noch da und wird weiter danach streben, dass der Homöopath als weiterer akademischer Heilberuf anerkannt wird. Es wäre verkehrt zu glauben, dass diese beiden Organisationen nur wegen dieser einen Niederlage aufhören, ihre Ziele zu verfolgen. Möglicherweise ist die Zusammenarbeit der Beiden erst mal vom Tisch – aber vielleicht nicht für alle Zeit.

Aus meiner Sicht besteht daher kein Grund dafür, in den Aktivitäten nachzulassen:

  • Im Berliner Senat und in der Senatsverwaltung müssen Strukturen und Abläufe etabliert werden, die sicherstellen, dass nicht beiläufig hochschulpolitisch bedenkliche Präzedenzfälle geschaffen werden. Dazu muss ausgeleuchtet werden, wie die Genehmigung des Homöopathie-Studiengangs zustande kam – und ob sie heute tatsächlich vom Tisch ist. Sollte sie prinzipiell noch Bestand haben, kann die SHB jederzeit mit einem anderen Partner an anderer Stelle und weniger laut das Experiment wiederholen.
  • Warum eine private Hochschule von der Größe der SHB, nach eigenen Angaben derzeit 5000 Studenten, sogar ausgestattet mit einem Promotionsrecht, ohne institutionelle Akkreditierung staatlich anerkannt sein kann, bedarf schon einer Klärung.
  • Die Gesetzeslücke, die bei der Genehmigung von Studiengängen offensichtlich besteht, muss geschlossen werden. Wann immer eine private Hochschule ohne funktionierende akademische Selbstverwaltung einen Studiengang anbietet, insbesondere wenn Studiengebühren erhoben werden, die auf ein wirtschaftliches Interesse schließen lassen, dann muss sichergestellt sein, dass der wissenschaftliche Gehalt des Studienfachs von Amts wegen überprüft wird. Hier wurde die Kultusministerkonferenz angesprochen (Link).

Ja, und dann gibt es noch den ganzen Rest der Homöopathie, der nach wie vor weiter auf dem Vormarsch zu sein scheint. Alles das, was vorging, bevor wir uns mit Traunstein beschäftigt haben, läuft weiter.

Als einen neuen Höhepunkt empfinde ich, dass Frass laut DZVhÄ am 1. April vor dem Europäischen Parlament zum Thema Homöopathie als Alternative zu Antibiotika referierte  (Link). Das Datum könnte Anlass sein, diese Meldung beiseite zu schieben. Aber, möglich wäre das schon, die angegebenen Literaturstellen gibt es jedenfalls tatsächlich.

Trotzdem: Ein Erfolg ist ein Erfolg ist ein Erfolg. daher:

Freibier für alle.

Prost, auf Peter Biebl.

Bier

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25 Antworten auf Homöo-Akademie in Traunstein – erledigt?

  1. Ulf Ulrich sagt:

    Chapo, darauf heben wir einen beim nächsten Stammtisch.

    • Michael Bauer sagt:

      War gerade in Traunstein noch mit meiner Frau auf ein Bier. Dann habe ich auf dem Heimweg an der Homöoakademie halt gemacht und das Schild dort angesehen, wo noch der Steinbeis und die EUH draufstehen.
      Danke an alle besonders an Herrn Aust u Herrn Biebl u an die GWUP

      Aber ich bin mir sicher, denen von der Akademie wird etwas anderes einfallen, vielleicht eine Heilpraktikerakademie, vielleicht eine Kooperation mit einer anderen Uni(Schweiz?).

      Die Bevölkerung muss über die Homöopathie aufgeklärt werden!
      Es gibt hier viel zu tun, auch wenn TS nun kein Thema mehr sein sollte

      Michael Bauer

  2. ratiogeraet sagt:

    Das ist ja endlich mal eine gute Nachricht. Danke an Norbert Aust für das beharrliche den-Finger-in-die-Wunde-legen!

  3. Johannes Güntert sagt:

    ….dringge ma einer 😉

  4. Pingback: Traunstein: Homöo-Akademie geht nicht an den Start @ gwup | die skeptiker

  5. Zitat: „Ja, und dann gibt es noch den ganzen Rest der Homöopathie, der nach wie vor weiter auf dem Vormarsch zu sein scheint.“
    Ihre Arbeit trägt dazu bei, dass Homöopathie gedrängt wird einen wissenschaftlichen Ansatz zu erarbeiten, der über Placebo hinaus geht. Insofern haben alle homöopathischen Ärzte Grund für Ihre Arbeit zu danken, auch wenn Sie das vielleicht selbst nicht so sehen sollten.

    • Norbert Aust Norbert Aust sagt:

      Wenn es den Homöopathen tatsächlich gelingen sollte, einen wissenschaftlichen Ansatz zu erarbeiten und den Nachweis dafür zu erbringen, dass die Wirkung tatsächlich über Placebo hinausgeht, wenn vielleicht auch nur unter bestimmten Beduingungen und / oder bei bestimmten Indikationen, dann wäre das doch eine gute Sache, wenn man über noch mehr wirksame Therapiemöglichkeiten verfügt. Das wäre doch nicht nur für die Homöopathen gut, sondern auch für deren Patienten. Finden Sie nicht? Ich wäre, glaube ich, ziemlich stolz darauf, wenn ich dazu beitragen würde, dass mehr Menschen eine wirksame Therapie erfahren könnten.

      Allerdings gehört der Nachweis auch dazu, nicht nur das Aufstellen des ‚wissenschaftlichen Ansatzes‘.

  6. Die Homöopathie ist inzwischen tief gespalten, zwischen“ Geistheilern“ und Anhängern einer „wissenschaftlichen Medizin“, was immer das auch sein soll.
    Mit einer Etablierung von Homöopathie außerhalb der medizinischen Ausbildung an den Hochschulen wird das Tor für Scharlatanerie in der Homöopathie weit geöffnet.
    Die entscheidende Frage, was ist gut für die Patienten: Natürlich wenn sie gesund gemacht werden. Das erfolgt heute jedoch selten durch Schulmedizin in ebenfalls selten durch Homöopathie.
    Akupunktur hat nach meiner Erfahrung bessere Heilerfolge, auch auf Gebieten, wo sie bisher nicht als Heilmethode von den gesetzlichen Kassen bezahlt wird. Sie hat sich bei mir in 14 Jahren ärztlicher Bereitschaftsdienst als viel sicherer als Homöopathie erwiesen in der Zusatzanwendung neben Schulmedizin.
    Daraus kann ich nur die Schlussfolgerung ziehen, dass Homöopathie einen erheblichen Forschungsbedarf hat, um eine zuverlässige Methode zu werden.
    Wenn Sie persönlich schlechte Erfahrungen mit Homöopathie gesammelt haben, kann ich das aus meiner vor homöopathischen Zeit bestätigen. Auch ich war mit der Behandlung der ärztlichen Homöopathen nicht zufrieden, habe um mich herum zahlreiche Misserfolge mit der Methode miterlebt und die Methode nachher selbst erlernt um es besser zu können.
    Die Ausbildung Homöopathie außerhalb einer Hochschule ist aus meiner Sicht nicht vertretbar.
    Niemand hat etwas dagegen, wenn ein älterer Mitbürger ab 50. Lebensjahr eine Heilpraktikerausbildung absoviert, weil er das dringende Bedürfnis hat anderen zu helfen. Dabei sollte es dann auch bleiben.
    Heute hat sich eine richtige Ausbildungsabzocke für Heilpraktiker herausgebildet. Da werden oft arbeitslose und mittellose Mitbürger mit Versprechen in eine Heilpraktierausbildung gelockt, an deren Ende Mittellosigkeit und Einkommenslosigkeit stehen.
    Die Einzigen, die mit Alternativmedizin Geld verdienen, sind die Anbieter von übersinnlicher Scharlatanerie, wie zum Beispiel Bioresonanztherapie und Wünschelrute. Mir sind mit dieser Methode jedenfalls noch nie Behandlungserfolge berichtet worden. Dennoch wird damit viele Geld gemacht. Die Mitbürger, die zum Wahrsager laufen, um sich das erzählen zu lassen, was sie über ihre Zukunft am liebsten hören, aber nie stimmt, gehen auch zum medizinischen Scharlatan und bezahlen dort viel Geld. Mit wirklicher Zukunftsvorhersage hat das alles nichts zu tun.
    Was die Experimente angeht, bin ich seit Jahren dabei Versuche vorzubereiten. Es scheitert in Deutschland bereits an der Zulässigkeit von homöopathischen Versuchen. Ich warte inzwischen Monate auf eine rechtliche Bewertung durch die zuständige Stelle über geplante AMP beim Menschen. Beim Tier reiche ich sie demnächst ein.
    Dann müssen die Versuche von den Geldgebern genehmigt werden und können vielleicht durchgeführt werden.
    Von den Skeptikern hat sich bis heute niemand zu meinem Entwurf einer wissenschaftlichen AMP geäußert. Im Nachhinein Meckern ist offenbar wesentlich einfacher. Nur dann sind die Versuche bereits gelaufen.

    • Norbert Aust Norbert Aust sagt:

      Herr Bruhnke,
      über diesen gequirlten Unsinn aus gefühlten Überzeugungen lohnt es sich für mich nicht zu diskutieren. Sie stellen unbewiesene, eher sogar nicht beweisbare Behauptungen auf. Heilung durch Schulmedizin sei selten? Unsinn. Homöopathische Versuche in Deutschland nicht zulässig? Quatsch. Niemand hat was dagegen, wenn Menschen über 50 Heilpraktiker werden. Ah ja, interessant, woher wissen Sie das?

      Vergeuden Sie nicht weiter Ihre und meine Zeit mit solchem Gefasel. Sie haben dazu ihren eigenen Blog.

      • Dann zeigen Sie mir bitte die Placebo kontrollierte Doppelblindstudie, aus der hervor geht, dass mit schulmedizinischen Medikamenten irgendein Diabetes egal ob Typ 1 oder 2 jemals geheilt wurde. Das was Sie von der Homöopathie anfordern, kann die Schulmedizin nicht liefern. Damit meine ich nicht irgend eine zeitweilige Stabilisierung des Blutzuckers, sondern rede von einer Heilung, also Herstellung der natürlichen Regulation des Blutzuckes durch den Organismus.
        Ansonsten darf ich darauf aufmerksam machen, dass Ihre Wortwahl den sachlichen Bereich verlassen hat. Offenbar wollen Sie doch keine wirkliche Diskussion mit einer Gegenmeinung.

        • Norbert Aust Norbert Aust sagt:

          Herr Brunke,

          wie oft und wie lange hat man Ihnen versucht zu erklären, wie Wissenschaft geht, was Nachweise sind etc. Ute Parsch hat alleine ganze Bibeln geschrieben und ich nehme an, viele andere noch dazu. Und dann kommen Sie wieder mit dem gleichen Kram daher, bestenfalls mit gefühlten Überzeugungen, die schon auf den ersten Anblick keinen Bestand haben können. Finden Sie nicht, dass Sie die Geduld Ihrer Mitmenschen arg strapazieren? Wo war denn Ihr Diskussionsbeitrag sachlich, das heisst, irgendwie Punkte enthaltend, die man auch diskutieren kann?

          Natürlich wenn sie gesund gemacht werden. Das erfolgt heute jedoch selten durch Schulmedizin

          Das war Ihre Aussage. Dies bezog sich auf die Schulmedizin als Ganzes. Quasi als Beleg für diese Behauptung weichen Sie jetzt auf Diabetes aus. Es gibt rund 150.000 niedergelassene Ärzte in Deutschland, die verzeichenen pro Quartal im Schnitt schätzungsweise 1000 Konsultationen, mach knapp eine Milliarde Arztbesuche im Jahr. Als Beleg dafür, dass die in den meisten Fällen angebllich nicht zu einer Heilung führen, fragen Sie nach Nachweisen für eine einzige Indikation. Selbst wenn es bei Diabetes keine Heilung geben sollte – was ich nicht weiß – dann ist das doch wohl für die Wirksamkeit der Gesamtheit ‚der Schulmedizin‘ nicht sonderlich aussagekräftig. Und selbst wenn es so wäre: Was ändert das an der Nachweislage für die Homöopathie? Nebenbei: gibt es solche Nachweise zur Wirksamkeit bei Diabetes, egal welcher Typ, für die Homöopathie überhaupt? Mir sind keine bekannt.

          Also: Netter Versuch, vom Thema abzulenken. Aber gescheitert.

          • „wie lange hat man Ihnen versucht zu erklären, wie Wissenschaft geht“ Ich habe mehrere Studiengänge absolviert, mir muss niemand angebliche Wissenschaft erklären. Wer es ganz wissenschaftlich mag, kann die Beiträge von Herrn Walach studieren und er vertritt auch Homöopathie.
            Medizin ist zuerst Erfahrungsheilkunde, egal in welcher Richtung, dann kommt eine Weile nichts und dann erst die Wissenschaft. Offenbar ist hier die Kritik an der gängigen Medizin verloren gegangen. Dafür kann ich jedoch unendliche Beiträge liefern, was alles nichts mit Wissenschaft zu tun hat. Scobel hatte in seiner letzten Sendung gerade die Hirnforscher mit ihren albernen Theorien eingeladen. Er hat im Gegensatz zu den Skeptikern jedoch auch einen Kritiker eingeladen und angehört. Das Ergebnis für die 2005 getroffenen Prognosen der Hirnforscher war vernichtend. Es wurde bisher keine Hirn-Krankheit soweit erkannt, dass sie geheilt werden könnte. Da können wir vor dem Hintergrund lange über Wirksamkeitsnachweise der Homöopathie diskutieren. Das trifft für fast alle chronischen Krankheiten zu und ist den Ärzten auch bekannt.

          • Norbert Aust Norbert Aust sagt:

            Herr Brunke, ich will nicht auf die Diskussion über persönliche Qualifikation zurück, das hatten wir in einem anderen Thread. Aber ein wissenschaftlicher Disput ist das nicht, was Sie da abliefern.
            Und ich wiederhole mich: Dass es in anderen Disziplinen auch Probleme gibt, sagt nichts über die Homöopathie aus.

        • Argus7 sagt:

          @ Lothar Brunke

          Es bleibt mir ein Rätsel, wie man sachlich über die Homöopathie diskutieren sollte, wenn doch unwiderlegbar fest steht, dass es sich dabei um eine total unwissenschaftliche Irrlehre handelt. Die HP hat sich immerhin schon bei ihrem Start vor gut 200 Jahren in einer Sachgasse festgefahren, was der gute Lothar Brunke offenbar immer noch nicht mitbekommen hat. Aufwachen, lieber Lothar ! Wir befinden uns längst im aufgeklärten 21. Jahrhundert ! Zwar hat auch die sog. Schulmedizin die Pille für ein ewiges Leben bisher noch nicht erfunden, aber zumindest ist allgemein bekannt, dass man mit homöopathischen Globuli nicht mal einen Schnupfen erfolgreich kurieren kann. Das besorgt nämlich das menschliche Immunsystem bei rund 80 % aller Erkrankungen selbsttätig. Alles Heilerfolge, die von den Homöopathen zu Unrecht auf ihrem Konto verbucht werden !

          Was den Diabetes Typ 1 und 2 anbetrifft. Eine totale Heilung ist bei dieser chronischen Krankheit bisher leider nicht möglich. Schon gar nicht mit homöopathischen Globuli. Aber mit Insulin und Metformin hat die viel gescholtene Schulmedizin doch äußerst wirksame und regulierende Therapien anzubieten, die sich lebensverlängernd auswirken.

  7. Pingback: Homöopathie: Ein Theologe kritisiert die Skeptiker @ gwup | die skeptiker

  8. peter biebl sagt:

    Danke Norbert, es waren dann sogar 2 dieser Bierchen 😉
    Wir waren einfach alle ein gutes Team 🙂
    Ohne Deine Arbeit hätten wir´s nicht geschafft, darfst Dir auch ein Bier aufmachen!!
    LG.

  9. Pingback: Traunstein – die Begründung @ gwup | die skeptiker

  10. AlteWeser sagt:

    @ Lothar Brunke

    Ich habe ein besonderes Problem, wenn ich zwei Behauptungen der Homöopathen miteinander kombiniere:

    1. Homöopathie heilt.
    2. Homöopathie ist besonders hilfreich bei chronischen Krankheiten.

    Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn die Homöopathie chronische Krankheiten heilte, gäbe es diese Krankheiten nicht als „chronisch“, sie wären ja geheilt. Statt dessen werden in diesem Falle positive Befindlichkeitsschwankungen als Erfolge verbucht.

    • Lothar Brunke sagt:

      Die erste Behauptung ist nur teilweise richtig, weil Homöopathie nicht unbedingt heilt, sondern auch krank machen kann, also auch chronische Krankheiten erzeugen kann, die vorher nicht bestanden haben und im Extremfall sogar zum vorzeitigen Tod führen kann. Homöopathie sei ungefährlich ist also als Märchen anzusehen, obwohl dieses Märchen auch von Ärzten für Homöopathie verbreitet wird.
      Chronische Krankheiten sind sehr schwer zu heilen, gelegentlich sind sie auch unheilbar. Das würde voraussetzen, dass der chronisch Kranke einen ärztlichen Homöopathen findet, der in der Lage ist chronische Krankheiten zu heilen. Dafür reicht die standartisierte Homöopathieausbildung in vielen Fällen nicht aus.
      Was „unwiderlegbar fest steht“ sollte erst einmal diskutiert werden. Da haben die Ärzte für Homöopathie offenbar völlig andere Vorstellungen, als die Skeptiker. Genauso, was die angebliche Wissenschaft in der Medizin angeht. Entscheidend ist wer einen Kranken gesund machen kann und nicht, wer die angeblich bessere Wissenschaft für sich reklamiert. Aus Sicht der Kranken ist diese Diskussion unsinnig.

      • AlteWeser sagt:

        „…Entscheidend ist wer einen Kranken gesund machen kann …“

        Da stimme ich ihnen zu. Problem ist nur der Nachweis, wer behauptet es nur und wer kann es tatsächlich. Diesen Nachweis kann nur die Wissenschaft mit ihren Methoden bringen.

        Schließlich möchte ich VOR(!) der Behandlung wissen, welche Therapie die größtmöglichen Heilungschancen bietet.

        • Lothar Brunke sagt:

          „Schließlich möchte ich VOR(!) der Behandlung wissen, welche Therapie die größtmöglichen Heilungschancen bietet.“ Das was in der Medizin als Wissenschaft verkauft wird, dürfte in wenigen Jahrzehnten als Scharlatanerie angesehen werden. Gesundheit ist mit angeblicher Wissenschaft nicht zu klassifizieren. Die randomisierten Doppelblindstudien sind zwar als Fortschritt in der Medizin anzusehen. In der Medizin sollte das jedoch heißten, dass die Gesundheit das Behandlungsziel sein muss, nicht die Pharmaabhängigkeit des Patienten. Beides zusammen geht nicht. In der Schulmedizin gibt es nur eine Pharmaabhängigkeit. Wenn ein Wunderheiler die Beschwerden des Patienten verschwinden lässt, darf er von Heilung reden. Wenn ein Schulmediziner pharmakologisch Beschwerden lindert, ist das keine Heilung, sondern die Herstellung einer Pharmaabhängigkeit, die das Gegenteil von Gesundheit darstellt. Wenn ich Heilungschancen erwarte, jedoch Pharmaabhängigkeit geliefert bekomme, dann hat das nichts mit Wissenschaft zu tun, egal ob ich eine randomisierte Doppelblindstudie an die Pharmaabhängigkeit dranhänge und den medizinischen Laien das als Gesundheit verkaufe. Das dürfte das Zentrum der Auseinandersetzung zwischen den Skeptikern und den Ärzten für Homöopathie, sowie den Naturheilkundlern darstellen.
          Daraus lässt sich bereits ein Kriterium für heilende Medizin ableiten: Jeder dauerhafte Medikamenteneinnahme kann nur als dauerhafte Erkrankung angesehen werden. Wenn ein Medikament heilt, muss der Organismus nach einer angemessenen Zeit in der Lage sein das Gleichgewicht selbst herzustellen. Andernfalls wird er durch das Medikament kränker gemacht und nicht gesünder.

          • Norbert Aust Norbert Aust sagt:

            ‚In der Schulmedizin gibt es nur eine Pharmaabhängigkeit‘

            Meine Frau und ich, wir sind die lebendigen Gegenbeweise. Wir hatten im Leben diverse Problematiken deren konventionelle medizinische Behandlungen nicht in eine ‚Pharmaabhängigkeit‘ geführt haben. Da Sie eine 100% – Behauptung aufstellen (’nur‘), ist diese damit entkräftet.

            ‚Wenn ein Wunderheiler die Beschwerden des Patienten verschwinden lässt, darf er von Heilung reden‘

            Herr Brunke, ich glaube, sie verspielen gerade den letzten Rest der Wertschätzung als ernsthafter Diskussionspartner.

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