Neue Infos aus Traunstein zu Lehrkörper und Studium

Seit ein paar Tagen hat die Homöo-Akademie Traunstein einen professionelleren Internetauftritt (Link zwischenzeitlich erloschen – Admin – 02.01.2019). Neu sind Beschreibungen des Studiums zum Download hinzugekommen und der Lehrkörper hat sich stark verändert. Wesentliche Veränderung: Der einzige echte Wissenschaftler aus dem Lehrkörper, Professor Schwarz, ist nicht mehr an Bord. Stattdessen gibt es eine Reihe neuer Gesichter. Dies ist eine Gelegenheit, um über den Stand zu berichten.

Vorab…

Mitte Januar hatte ich einen Brief an den Vorsitzenden des Medizinischen Fakultätentages geschrieben (Link). Darin hatte ich meine Sicht der Dinge dargestellt und nachgefragt, ob man dort auch aktiv werden könnte. Zwischenzeitlich liegt mir eine Antwort vor. Leider fühlt man sich dort nur für Ausbildungsgänge zuständig, die zu einer Berufszulassung als Arzt führen sollen. Bei der Homöo-Akademie in Traunstein hingegen ist die Heilpraktikerprüfung vor dem Gesundheitsamt das Ziel, wofür im Grunde noch nicht einmal eine Ausbildung zwingend vorgeschrieben ist. Eine Heilpraktikerschule, die auf diese Prüfung vorbereitet, als Hochschule zu organisieren, stehe jedem frei, sofern Landesrecht eingehalten wird. Daher wird der Fakultätentag nicht aktiv.

Schade eigentlich…

Traunstein

Kehren wir zurück zu unserer Homöopathieausbildung auf Hochschulniveau. Nach den Informationen, die zuletzt in der Sendung des BR II am 27.1. 2014 (Link) gegeben wurden, läuft der Akkreditierungsprozess als Voraussetzung für die Anerkennung als Hochschule planmäßig. Das heißt, die Verantwortung liegt jetzt bei der Akkreditierungsagentur, die mit der Durchführung beauftragt ist – beeinflussen kann man dies von außen nicht. Wir können / müssen uns einfach in Geduld üben und darauf vertrauen, dass man sich dort seiner Verantwortung bewusst ist. Dennoch lohnt vielleicht ein neuer Blick nach Traunstein:

Im Downloadbereich der Webseite der Homöo-Akademie (Edit 02.01.2019: Link zwischenzeitlich erloschen – Admin) findet man insgesamt sechs Dokumente, in denen die Studienmodule beschrieben werden. Dies sind:

  • Medizinische Propädeutik, gelehrt durch zwei Professoren
  • Theorie und Praxis der Homöopathie, gelehrt durch zwei Professoren
  • General Mangement, gelehrt durch ein bis zwei Professoren
  • Forschung und Versuchsplanung, gelehrt durch zwei Professoren
  • Betriebliche Praxis, gelehrt durch ein bis zwei Professoren
  • Materia Medica, gelehrt durch zwei Professoren

Zusammen: Die Lehre soll durch zehn bis zwölf Professoren erfolgen.

Wie wird man Professor?

Der ‚Professor‘ ist eine Amtsbezeichnung, die man führen darf, wenn man an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule als Professor eingestellt worden ist. Das ist ähnlich wie in einem Wirtschaftsunternehmen auch. Man hat eine Ausbildung, beispielsweise als Ingenieur, und wird dadurch zum Entwicklungsleiter, dass man in einem Unternehmen als Entwicklungsleiter arbeitet. Genauso wird jemand zum Professor, indem er an einer Hochschule eingestellt wird (richtiger: berufen wird) und dort als Professor tätig wird. Unter bestimmten Voraussetzung kann man den Professorentitel auch ehrenhalber verliehen bekommen, zum Beispiel, wenn man lange und erfolgreich als Professor an einer Hochschule tätig war. Wer sich allerdings unbefugt so nennt, ohne dazu berechtigt zu sein, macht sich strafbar.

Ergo: Solange man noch keine Lehraufgaben an einer Hochschule wahrnimmt, ist man auch kein Professor. Dass in der Liste der Dozenten in Traunstein zum jetzigen Zeitpunkt kein Professor auftaucht, ist zunächst also nicht erstaunlich. Obwohl natürlich auffällt, dass der einzige wirkliche Professor, der bisher im Lehrkörper genannt wurde, offenbar nicht mehr an Bord ist.

Bevor man Professor ist, muss man jedoch dazu berufen werden. Da die Homöo-Akademie als Ableger der Steinbeis-Hochschule Berlin firmiert, unterliegt sie dem Berliner Hochschulgesetz, trotz des Standortes in Bayern. Im Berliner Hochschulgesetz (Link) wird klar gefordert (§100), dass Professoren und Professorinnen ein Hochschulstudium abgeschlossen haben müssen, promoviert und zusätzliche wissenschaftliche Leistungen erbracht haben müssen. Da es sich um ein deutsches Gesetz handelt, ist anzunehmen, dass es sich um eine in Deutschland anerkannte Promotion handeln muss.

Sogenannte Juniorprofessoren (§102a) müssen zwar auch über eine Promotion verfügen, brauchen aber noch nicht den Nachweis besonderer wissenschaftlicher Leistungen erbracht zu haben – dies zu tun ist letztendlich der Zweck der Tätigkeit als Juniorprofessor. Das ist die moderne Variante der Habilitation, die nur an einer Hochschule Sinn macht, die über ein Promotionsrecht verfügt. Soweit sind wir in Traunstein sicher noch (?) nicht.

§123 sagt unter anderem aus, dass es eine Voraussetzung für die Anerkennung einer privaten Hochschule ist, dass mindestens die Hälfte der Lehrverpflichtungen von Personal erbracht werden muss, das diese Aufgabe hauptberuflich wahrnimmt.

Quintessenz des Ganzen:

  • Traunstein braucht mindestens fünf bis sechs hauptberufliche Professoren. Diese müssen folglich ihre Praxen bzw. ihre eventuellen Anstellungen in Krankenhäusern auf einen Nebenerwerb herunterfahren, wenn nicht gar ganz aufgeben.
  • Alle Professoren müssen eine Promotion vorweisen können, ohne Promotion läuft ‚in der Regel‘ gar nichts.
  • Alle regulären Professoren müssen darüber hinaus zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nachweisen können.

Insgesamt sind in Traunstein nunmehr 16 Personen als Dozenten benannt, also von der Anzahl her durchaus ausreichend, das genannte Programm abzuarbeiten. Betrachten wir aber jetzt die vorhandene Qualifikation des gegenwärtig benannten Lehrpersonals:

Wissenschaftliche Leistungen dokumentieren sich durch Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, die ein Peer Review unterhalten.

Ich habe es daher unternommen, für alle 16 als Dozenten benannten Personen des Lehrkörpers das Internet nach wissenschaftlichen Veröffentlichungen abzusuchen. Hierbei wurde die Suchmaschine für wissenschaftliche Arbeiten, Google Scholar, benutzt. Grundsätzlich wurden in der Suchmaske der Nachname und die Initialen des Vornamens eingegeben. Sofern möglich, wurden alle Suchergebnisse überprüft, ob sie zeitlich und thematisch mit der Person des Dozenten in Verbindung gebracht werden können. Sofern die Anzahl der Suchergebnisse nicht zu bearbeiten war (n > 1000), wurde die Suche weiter eingeschränkt, indem ‚Homöopathie‘ nacheinander in allen möglichen deutschen und englischen Schreibweisen als Suchkriterium hinzugefügt wurde. In zwei Fällen konnte dies nicht zum Erfolg führen (Herr Frank, Herr Dr. Schüller), da diese Herren nicht auf dem Gebiet der Homöopathie gearbeitet haben.

Zusätzlich wurde die Deutsche Nationalbibliothek nach den Namen abgesucht, dort müssten Dissertationen und Monografien zu finden sein, wenn sie in Deutschland veröffentlicht worden wären.

Als Letztes wurden die persönlichen Webseiten, soweit vorhanden, auf Hinweise zu Ausbildung, Forschungstätigkeiten und Veröffentlichungen abgesucht.

Grundsätzlich gibt es bei diesem Vorgehen natürlich Fehlermöglichkeiten, allen voran die Namensproblematik. Wenn jemand nach seiner Promotion etwa durch Heirat seinen Namen geändert hat, läuft die Suche ins Leere. Auch ist es prinzipiell denkbar, dass ich bei der Durchsicht Themen aus dem Gesundheitsbereich nicht als solche erkannt habe und demzufolge die Zuordnung nicht korrekt ist. Aber, ich denke, das Ausmaß der Fehlanzeige zu wissenschaftlichen Arbeiten ist nicht durch einen Suchfehler zu begründen.

Ergebnis:

Von den 16 als Dozenten ausgewiesenen Personen führen nur 11 einen Doktortitel.

Bei fünf Personen handelt es sich allerdings um ein mit dem Abschluss des Medizinstudiums in Österreich verliehenes Berufsdoktorat (Dres. Abermann, Kerbl-Seidelberger, Schipflinger, Zauner, Meisinger). In der offiziellen Datenbank zur Vergleichbarkeit der Hochschulabschlüsse ist das deutsche Staatsexamen als vergleichbarer Abschluss aufgeführt (Link). Dies ist nicht mit dem Anfertigen und Veröffentlichen einer Dissertation als einer wissenschaftlichen Abhandlung verbunden, so dass der österreichische Doktortitel (Dr. med. univ.) alleine nicht als erfüllte Voraussetzung für die Berufung als Professor angesehen werden kann. Diese kommen demnach als fest angestellte Professoren nicht in Betracht.

Bei den übrigen sechs Dozenten ist die Ausbeute recht überschaubar:

  • Dr. W. Lohmann (Akademische Leitung)
    Dissertation LMU München
  • Dr. G. Etter: (Materia Medica)
    Keine Dissertation gefunden (möglicherweise in der Schweiz veröffentlicht)
    Co-Autor eines möglicherweise wissenschaftlichen Artikels
  • Dr. U. Bullemer (Medizinische Propädeutik)
    (Dissertation nicht gefunden)
    zwei Aufsätze zur ärztlichen Fortbildung zur Homöopathie
  • Dr. J. Mayer Brix (Medizinische Propädeutik)
    Dissertation nicht gefunden, da möglicherweise nicht als Monographie veröffentlicht
    Autor und Co-Autor von ca. 20 Artikeln zur Hals-Nasen-Ohren Heilkunde in Fachzeitschriften mit Peer Review
  • Dr. P. Schüller (Medizinische Propädeutik)
    Dissertation TU München
    Fachaufsätze wegen der nicht einzuschränkenden Anzahl der Ergebnisse aus Google Scholar nicht lokalisierbar
  • Dr. O. Bosse, (Medizinische Propädeutik)
    inzwischen gefunden: Dissertation Universität München (1974)
    Co-Autor von einer Reihe Artikeln zu Themen der inneren Medizin in Fachzeitschriften mit Peer Review.

Für das Gebiet der Homöopathie, das ja den Schwerpunkt der Hochschule bilden soll, ist die Ausbeute an wissenschaftlicher Qualifikation besonders niederschmetternd, was allerdings zu erwarten war, nämlich praktisch Null. Für die Medizinische Propädeutik gibt es immerhin sicher einen, möglicherweise mehr Dozenten, die, soweit erkennbar, die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen könnten. Aber ob Herr Dr. Mayer-Brix bereit sein wird, seine offenbar gut gehende Praxis in Erlangen aufzugeben, in der er immerhin acht Leute beschäftigt, um in Traunstein ohne Forschungsmöglichkeiten angehenden Homöopathen Grundkenntnisse (die Bedeutung des Worts Propädeutik) in Medizin zu vermitteln? Wir werden sehen…

Forschung

Wir können feststellen, dass man in Traunstein offenbar erhebliche Probleme damit hat, ausgewiesener Wissenschaftler auf dem Gebiet der Homöopathie habhaft zu werden. Ich würde behaupten, das liegt daran, dass es diese Wissenschaftler nicht gibt. Weil eben Homöopathie keine Wissenschaft ist und keine Forschung betreibt.

Jede Wissenschaft, egal ob z. B. Altertums-, Wirtschafts-, Natur- oder jede andere Wissenschaft strebt danach, die Gegebenheiten in ihrem eigenen Arbeitsgebiet zu verstehen. Alle haben ihre Forschungsaktivitäten darauf gerichtet, ein in sich geschlossenes und widerspruchsfreies Verständnis der Abläufe und Gesetzmäßigkeiten zu erreichen. Kennzeichen für eine Forschung, die auch Ergebnisse erzielt, ist der stete Wandel der Erkenntnisse. Neues Wissen ersetzt altes, wenn man damit die Zusammenhänge besser beschreiben und verstehen kann. Dazu gehören naturgemäß auch die Erkenntnisse aus benachbarten Fachgebieten, die den eigenen Arbeitsbereich tangieren.

Gerade in Gebieten, die stark auf die Anwendung orientiert sind – wie die medizinischen Fächer – ist diese Grundlagenforschung sehr wichtig. Die Kenntnis über die Sachzusammenhänge ist die Basis, gezielte Verbesserungen an den anzuwendenden Methoden und Verfahren zu erarbeiten. Ein Verzicht darauf führt dazu, dass Verbesserungen alleine durch Versuch und Irrtum entstehen, wenn überhaupt. Dazu fehlt es dann an Kriterien, gute von schlechten Vorgehensweisen zu unterscheiden – und man muss jede abstruse Abwandlung der Lehre mangels Möglichkeit des Gegenbeweises akzeptieren, wie z. B. die Neue Homöopathie nach Körbler und was es sonst für Methoden gibt, die selbst in den Augen klassischer Homöopathen abstrus erscheinen.

In Anlehnung an ein vor Kurzem in einem anderen Blog genanntes Beispiel: Man braucht nicht zu erproben, ob ein Schwein zum Mond fliegen kann. Wenn man weiß, welche Geschwindigkeit man erreichen muss, um zu dem Punkt im Weltall zu gelangen, ab dem die Anziehungskraft des Mondes überwiegt, braucht man nur zu prüfen, ob ein Schwein über die Möglichkeiten verfügt, diese Geschwindigkeit zu erreichen. Wenn nicht, ist die Fragestellung geklärt.

Würde die Homöopathie dem Anspruch gerecht, eine Wissenschaft zu sein oder zumindest auf wissenschaftlichen Grundlagen zu beruhen, dann müsste es also ein erkennbares Bestreben geben, die Wirkungsweise im Einklang mit den anderen Wissenschaften erklärbar zu machen. Dazu müsste sie etwa folgende Fragen beantworten, wobei unter dem Begriff  ‚Heilkraft‘ die Fähigkeit verstanden wird, eine spezifische Wirksamkeit zu entfalten:

  • Wieso werden beim Potenzieren nur die positiven Merkmale verstärkt und nicht auch die negativen, z.B. die Giftigkeit?
  • Warum nehmen die unvermeidlichen Verunreinigungen der Geräte und Lösungsmittel nicht an der Potenzierung teil?
  • Wodurch ergibt sich überhaupt beim Potenzieren die Verstärkung der Heilkraft?
  • Was ist der Träger der Heilkraft der Urtinktur, wenn diese nicht mehr im Prozess vorhanden ist?
  • Wie wird die Heilkraft vom Lösungsmittel auf den Zucker des Globulums übertragen und wie wird sie dort gespeichert?
  • Wie wird die Heilkraft nach der Einnahme aus dem Zucker herausgelöst und durch den Körper transportiert?
  • Wie findet die Heilkraft den Körperteil oder die Region, in der sie ihre Wirkung entfalten soll, insbesondere bei Gesunden?
  • Wie entfaltet die Heilkraft am Ort des Geschehens im Fall der Arzneimittelprüfung ihre Wirksamkeit, ein Symptom hervorzurufen?
  • Was ändert sich daran, wenn der Mensch krank ist und geheilt werden soll?
  • Wie kann die Heilkraft bei Gesunden alle möglichen Symptome hervorrufen, aber bei Kranken nebenwirkungsfrei sein?

Das sind Themen zur homöopathischen Grundlagenforschung, darin Einzelfragen ohne Ende. Mir ist es bisher nicht gelungen, Arbeiten zu finden, die sich einigermaßen systematisch daran machen, auch nur für einen dieser Punkte nach einer Erklärung zu suchen. Man würde hierbei vielleicht wie folgt vorgehen:

  • Suche nach einer Methode, um experimentell den Nachweis zu führen, dass sich eine auf die Urtinktur zurückgehende Wirksamkeit beim Potenzieren verstärkt
  • Suche nach Einflussfaktoren dafür, dass sich eine bestimmte (positive) Wirkung auf diese Weise verstärkt, eine andere (negative) hingegen nicht.
  • Aufstellen einer Hypothese für die zugrundeliegende Gesetzmäßigkeit
  • Überprüfen derselben, etwa durch Experimente an verschiedenen in den vorherigen Untersuchungen nicht betrachteten Wirkstoffen
  • Überprüfen der bestehenden Kenntnisse über die Wirksamkeit homöopathischer Mittel anhand dieser gefundenen Gesetzmäßigkeit und ggf. Bereinigung der Wissensbasis.

Wer sich so mit der Homöopathie beschäftigt und dabei irgendwo zu einer Klärung des Sachverhalts käme, der wäre ein anerkannter Wissenschaftler in diesem Fachgebiet. Alleine, es finden keine Aktivitäten statt, diese Dinge zu untersuchen, zumindest zeigt sich nichts davon in den Fachzeitschriften. Man wartet offenbar darauf, dass die ’noch‘ unbekannte Erkenntnis, wie die Homöopathie funktioniert, irgendwie geistartig auf der Suppe dahergeschwommen kommt, und verkennt, dass ein Erkenntniszuwachs zumeist mit recht harter und langwieriger Arbeit verbunden ist.

Man stürzt sich lieber auf unheimlich wissenschaftlich klingende Imponiervokabeln, von denen nur recht wenige Menschen wissen, was wirklich dahintersteckt, versieht diese mit diffusen Begriffen, und schon hat man eine Theorie, die man zwar ’noch‘ nicht verstehen oder gar beweisen kann, aber es doch nicht unmöglich erscheinen lässt, dass der ganz große Durchbruch nicht mehr allzu fern ist. Immer wieder gerne genommen werden einzelne Ergebnisse, die so aussehen, als könnten sie für eine der oben genannten Fragen irgendwie relevant sein, und schon wird daraus eine mögliche Erklärung für die Wirksamkeit der Homöopathie, der sicher nur ’noch‘ ein paar Kleinigkeiten fehlen. Ich bin echt gespannt, wann die Higgs-Teilchen ihre Premiere in der Homöopathie haben – oder bin ich da gar schon zu spät dran?

Gespiegelt an der Forderung, dass eine Wissenschaft zuallererst Grundlagenforschung zu betreiben habe, sieht es in der Homöopathie ganz schlecht aus. Sicher gibt es derzeit große Namen – Walach, Witt, Frass, Endler etc.  – aber alle diese Forscher haben sich nicht über ein eventuelles Zusammenfabulieren von irgendwelchen verschrobenen Gedankengebäuden hinaus mit den Grundlagen beschäftigt. Man hat eine Art Bestätigungsforschung betrieben, bei der man über klinische Studien versucht hat, überhaupt positive Ergebnisse zur Wirksamkeit zu erzeugen. Ist dies gelungen, erfolgt ein Jubelschrei (Berner ADHS-Studie), man habe jetzt den Beweis dafür, dass die Homöopathie wirkt. Wenn nicht (Münchner Kopfschmerzstudie), ignoriert man das einfach.

Zeigt sich die Homöopathie an einem Erkenntnisgewinn überhaupt interessiert? Das kann man gut an einem Interview verfolgen, das Dr. Henning Albrecht, Geschäftsführer der Carstens-Stiftung 2012 seinem Pressesprecher gab (Link). Immerhin ist die Carstens-Stiftung in Deutschland der bedeutendste Förderer homöopathischer Forschung:

F: ‚…Wie sieht die Stiftung die Strategie, wie sollte die Homöopathie in Zukunft erforscht werden?‘

A: In Zukunft sicher im Wesentlichen durch sogenannte Versorgungsforschung. Das heißt, das ist Forschung, die prüft, inwieweit die Homöopathie, so, wie sie in der Praxis betrieben wird, wie weit sie da erfolgreich ist. Dabei wird nicht die Frage gestellt nach dem Wirksamkeitsnachweis, nicht die Frage gestellt nach den Wirkfaktoren, sondern es wird geprüft, ob die homöopathische Therapie als Ganzes erfolgreich ist oder nicht. Das ist sicher die Forschungsstrategie für die Zukunft.

Sagen wir es doch kürzer und weniger verschwurbelt:

‚Wir wollen Erfolgsstatistiken produzieren. Der Rest ist egal.‘
(Übersetzung durch den Verfasser)

Und dann? Lassen wir nochmal Dr. Albrecht zu Wort kommen:

A: ‚Wünschenswert wäre natürlich eine Institution [der Homöopathie], die eingebettet ist in die universitären Strukturen – wegen der Anerkennung der Ergebnisse.‘

Ah ja.

Nicht die verbesserten Forschungsmöglichkeiten, die Möglichkeit, interdisziplinär mit anderen Fachrichtungen zusammenzuarbeiten, oder die apparative und personelle Ausstattung sind die Gründe, nein, die Anerkennung der Ergebnisse ist das Ziel. Es muss Uni draufstehen, damit man glaubt, es wäre Uni drin und so die Ergebnisse anerkannt werden. Dieser Ettikettenschwindel kann ja nur auf den außeruniversitären Patienten zielen, der nicht hinter den schönen Schein schaut – ein Wissenschaftler würde als Bedingung für die Anerkennung der Ergebnisse ihre Validität sehen – wenn es denn so ein Prädikat ‚Anerkanntes Ergebnis‘ gäbe.

Das war also die Idee für die Zukunft. Was ist in der Vergangenheit zum Thema Forschung geschehen? Dass auch heute noch die 200 Jahre alten Lehren Hahnemanns aktuell sind, sollte schon zu denken geben. Wir können in der Beschreibung des neu einzurichtenden Studiengangs lesen (Link):

Das intensive Studium der grundlegenden Werke Hahnemanns („Organon“ und „Chronische Krankheiten“) bildet die Basis für alle Studieninhalte. Dieses Quellenstudium beinhaltet auch, die Texte mit den Erkenntnissen der heutigen Medizin und neueren Forschungsergebnissen in Beziehung zu setzen.

Klingt das danach, dass sich hier viel weiterentwickelt hätte? Dass dies nur den grundlegenden Gedanken des Pioniers gilt, die im Großen und Ganzen auch trotz allen Fortschritts heute noch als Basis angesehen werden können, etwa als einfaches Modell das Verständnis erleichtern? Ganz und gar nicht: diese Werke Hahnemanns sind von Anfang bis Ende heute noch aktuelles Wissen, das die Studenten aus den genannten Quellen ziehen sollen. Was soll ‚in Beziehung setzen‘ heißen? Sicherlich nicht, dass ein Großteil der Texte überholt sei.

Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie hier (Link zwischenzeitlich erloschen – Admin 02.01.2019):

Die Studenten und Studentinnen

  • erlangen die Fähigkeit, ihre erworbenen Kenntnisse des Organon auf Behandlungssituationen zu übertragen
  • erlangen die Fähigkeit, ihre Kenntnisse aus ‚Chronische Krankheiten Band I‘ auf Behandlungssituationen zu übertragen
  • erlangen die Fähigkeit, die Theorie der chronischen Krankheiten und der Miasmen auf Patientenfälle zu übertragen

Ergo: Anerkannte Wissenschaftler auf dem Gebiet der Homöopathie kann es mangels entsprechender Forschungsaktivitäten nicht geben – und wird es aus dem gleichen Grund auch in der Zukunft nicht geben.

Ergänzung 11.2.2014: Der folgende Abschnitt musste in die Vergangenheitsform umgeschrieben werden, denn den Link gibt es wohl nicht mehr, das angesprochene Papier gibt es aber noch hier:

Auch die Traunsteiner Akademie hatte ‚Forschung‘ auf ihrem Programm. Öffnete man früher diesen Link , dann erhielt man ein Bild von netten Damen, die vor einer Regalwand mit medizinischen Büchern stehen – und einen kümmerlichen Link auf ein etwa eine DINA4-Seite langes Pamphlet über die Arbeit von Prof. Hahn, die bereits hier im Blog untersucht wurde. Gut, nehmen wir an, das sei noch im Aufbau. Fragen wir auch nicht, welche Fachbibliothek ihre Pforten für dieses Foto geöffnet hat.

Wozu braucht man Forschung an einer Hochschule?

Dazu muss man die Frage klären, was man von einem in ‚wissenschaftlicher Methodik kompetenten‘ Menschen erwartet. Was wird mit einem akademischen Grad des Bachelor of Science bescheinigt? Dies ist der niedrigste akademische Grad, das heißt, es kann sich nur um Basiskompetenzen handeln. Aber wozu braucht man das? Sicherlich kommt ein praktizierender Mediziner gleichgültig welcher Disziplin kaum in die Verlegenheit, selbstständig Forschungsarbeiten durchführen zu müssen.

Eine Suche nach einer Definition oder angemessenen Beschreibung dessen, was man als wissenschaftliche Kompetenz von einem Bachelor of Science erwarten kann, führt nicht unbedingt zum Erfolg. Es scheint sich um einen typischen Begriff zu handeln, der oft gebraucht wird, von dem mangels einer allgemein akzeptierten Definition allerdings jeder ein anderes Bild hat. Auf der Webseite des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft (Edit 12.04.2016: Link erloschen) findet man etwa folgende Aussage, Besseres war mit vertretbarem Aufwand nicht zu finden:

[Die Fähigkeit] Wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt aufzufinden, kritisch zu bewerten und danach zu handeln, ist eine zentrale Schlüsselkompetenz ärztlicher Tätigkeit und „evidenzbasierter Praxis“ überhaupt.

Die wesentliche Qualifikation, so würde ich danach den Versuch einer Definition wagen, besteht darin, sich bei Bedarf Lösungen für in der Praxis auftretende unbekannte oder neue Fragestellungen erarbeiten zu können. Man muss neues Wissen aufspüren, prüfen, bewerten und einordnen können, nicht unbedingt eigene Forschungsarbeiten durchführen. Dazu muss man über genügend Skepsis verfügen, um zunächst naheliegende Schlussfolgerungen kritisch zu hinterfragen und Fehlschlüsse zu erkennen. ‚Warum ist das so?‘ ‚ Könnte ich mich auch getäuscht haben?‘

Normalerweise lernt man dies an Hochschulen auf Basis eines umfangreichen Grundlagenwissens durch selbstständiges Arbeiten in Form von Seminar-, Projekt- und Studienarbeiten und stellt diese Fähigkeit letztendlich in einer Abschlussarbeit unter Beweis. Je nach Fachgebiet sind diese Dinge unterschiedlich gewichtet, aber dies ist das Prinzip. Dabei arbeitet man an Themen, von denen man den Lösungsweg und die Lösung selbst zunächst nicht weiß und sich daher erarbeiten muss. Dass dies mittels Aufgabenstellungen nicht geht, die immer wieder nach dem gleichen Schema abzuarbeiten sind, dürfte einleuchten. Die dazu notwendigen abwechslungsreichen Themen und immer wieder neuen Themen können demgemäß weniger aus Fallstudien oder Arzneimittelprüfungen bestehen, die nur in vergleichsweise geringem Umfang variieren. Letztendlich sind dies bekanntlich Dinge, die auch Heilpraktiker ohne Weiteres beherrschen (Link, Link, Link). Ohne angemessene Forschungsaktivitäten, die wie oben beschrieben eine unermessliche Fülle von immer neuen Aufgabenstellungen kreieren, gehen einem irgendwann die Themen für solche Arbeiten aus. Bei bis zu 56 Studenten pro Jahrgang ist der Bedarf dafür in Traunstein schon ganz schön groß. Man wird nach relativ kurzer Zeit in einer Situation landen, in der die Studenten ihre selbstständigen Arbeiten weitgehend mit den Funktionen des Kopierens und Einfügens erledigen können.

Wie sagte Herr Rentsch, Leiter des Steinbeis-Transfer-Instituts Traunstein, also der Trägergesellschaft der Akademie in der Radiosendung im BR vom 27.1.2014 (Link)

‚Forschung können wir nicht machen. Wir können Teilforschung machen. Wir hoffen (sic !, N. Aust), dass mit der Zeit auch gewisse Dinge passieren können, aber es gibt Studienarbeiten wo entsprechende Arbeiten gemacht werden können, auch bei uns, aber wir haben auch keine entsprechenden Ressourcen‘

Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Was müssen die Studenten in Traunstein leisten?

Die hier verfügbaren Beschreibungen der Studienmodule geben unter Anderem Aufschluss darüber, welche Leistungen ein Student erbringen muss. Insgesamt werden außer den mündlichen und schriftlichen Prüfungen

  • 6 Transferarbeiten
  • 2 Studien oder Projektstudienarbeiten
  • 3 Referate im Zusammenhang mit obigen Arbeiten

gefordert.

Im akademischen Betrieb ist der Begriff Transferarbeit vielleicht etwas ungewöhnlich. Dies steht im Zusammenhang mit dem Konzept der Steinbeis-Hochschule, das Studium praxisnah zu gestalten, indem die Studenten viel Zeit vor Ort (‚Transferzeit‘) verbringen, in diesem Fall wohl in Krankenhäusern, Arzt- oder Heilpraktikerpraxen. Transferarbeiten sind nichts anderes als strukturierte Arbeitsberichte, wie man die theoretisch erlernten Fähigkeiten in die Praxis umgesetzt hat (Link). Entsprechend liegt der Schwerpunkt auch nicht auf dem selbstständigen Erwerb neuen Wissens, sondern auf dem Durchführen einer bekannten Vorgehensweise, gegebenenfalls auch unter schwierigen Umständen.

Die Studien- oder Projektstudienarbeiten sind in den Fächern ‚Theorie und Praxis der Homöopathie‘ und ‚Materia Medica‘ zu erstellen. Der Unterschied beider Arbeitstypen liegt darin, ob ein Student diese alleine erstellt oder ob sie in einer Gruppe angefertigt werden. Wollen wir wetten, ob da je etwas anders stattfinden wird als das Erstellen von Fallstudien (Theorie und Praxis der Homöopathie) und Arzneimittelprüfungen (Materia Medica)? Für mehr und anspruchsvollere Themen fehlt die Basis. Wir hatten oben schon gesagt, dass dies Leistungen sind, die durchaus auch von Heilpraktikern erbracht werden können.

Das war’s. Das ist die Sache mit dem Hochschulniveau und der wissenschaftlichen Kompetenz. Wie die Studenten diese erhalten sollen, ist mir nach dem Gesagten durchaus schleierhaft.

In den anderen Fächern scheint nämlich der sture auf das Einstudieren vorgegebener Abläufe und Vermittlung lexikalischen Wissens ausgerichtete Unterricht im Vordergrund zu stehen, angereichert mit ein paar praktischen Übungen, um das Erlernte sicher abspulen zu können. Das Studium biete ‚Praxisreife. Wissen und Fertigkeiten, um kranke Menschen zu behandeln und zu begleiten‘ (Link). Wie sich dem Studenten das ‚wissenschaftliche Arbeiten, Grundlagen der Forschung und Einbeziehung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse‘ erschließen soll, ist an den Beschreibungen der Studieninhalte nicht zu erkennen. Oder heißt das nur, dass man die Ergebnisse der letzten Arzneimittelprüfung auch noch auswendig lernen muss?

Ach ja, habe ich’s doch fast übersehen, da gibt es ja ein ganzes Modul mit der Bezeichnung ‚Forschung und Versuchsplanung‘ (Link zwischenzeitlich erloschen – Admin – 02.01.2019). Innerhalb von 80 Stunden Unterricht und 144 Stunden Selbstlernzeit und nochmals 80 Stunden Transferzeit (wo sollen die denn erbracht werden?) lernen die Studenten alles über die klinische Vergleichsstudie. Studiendesign und Statistische Auswertung, Erhebungsmethoden und Auswerteverfahren, Evidenzbasierung von Studienergebnissen und die Besonderen Problemstellungen der Forschung in der Homöopathie (Verblindung, Standardisierung der Daten) und noch einiges mehr. Insgesamt 14 verschiedene Inhaltspunkte und 18 verschiedene Lernergebnisse, Kompetenzen und Schlüsselkompetenzen. Es geht wohl darum, Studien, die für die Homöopathie positiv ausgegangen sind, als solche zu erkennen und für die anderen Argumente zu finden, warum dies nicht der Fall war. Jedenfalls ist kaum glaubhaft, dass die Studenten darauf vorbereitet werden sollen, selbstständig eine klinische Vergleichsstudie durchführen zu können.

Grundsätzlich ist ja nichts dagegen zu sagen, wenn jemand theoretisch lernt, wie Schwimmbewegungen auszuführen sind und worauf es ankommt, wenn man im Wasser ist. Es ist sicher auch kein großer Schaden, wenn jemand, der dies ohne je im Wasser gewesen zu sein, hinter sich gebracht hat, glaubt, er könnte schwimmen. Problematisch ist nur, wenn man einem solchen Kandidaten bescheinigt, er könnte ‚auf Hochschulniveau‘ schwimmen – und der Rest der Welt verlässt sich darauf und stellt den Absolventen als Rettungsschwimmer ein.

Steinbeis-Konzept

Zum Abschluss möchte ich allerdings darauf hinweisen, dass das Ausbildungskonzept der Steinbeis-Stiftung prinzipiell durchaus erfolgreich sein kann, in Traunstein aber offenbar karikiert wird. Gerade bei uns in Baden Württemberg gibt es die nach den gleichen Ideen aufgebauten Dualen Hochschulen, bei denen die Studenten bei einem Arbeitgeber angestellt sind und alle drei Monate zwischen Hochschule und Einsatz beim Arbeitgeber wechseln. Praktika, Studien- und Abschlussarbeiten werden in dem Ausbildungsbetrieb durchgeführt, das theoretische Wissen wird an der Hochschule vermittelt.

Die Absolventen sind recht beliebt, denn sie sind nach dem Abschluss gleich in der täglichen Betriebspraxis als Ingenieure einsetzbar. Im Gegensatz zu manchen Ingenieuren mit Universitätsabschluss, vollgepackt mit einem Haufen theoretischem Wissen – aber nicht in der Lage, ihr Anliegen an Kunden oder Lieferanten in einem Geschäftsbrief klar auszudrücken.

Zusammenfassung

Trotz eines erkennbaren Ausbaus des Lehrkörpers gibt es von außen betrachtet immer noch Probleme hinsichtlich der Qualifikation der Dozenten als Hochschullehrer. Gerade in den homöopathischen Kernfächern ist der Mangel an wissenschaftlich ausgewiesenem Personal eklatant. Es liegt die Vermutung nahe, dass dies daran liegt, dass es auf dem Gebiet der Homöopathie keine ausgewiesenen Wissenschaftler geben kann – weil trotz der erheblichen Anzahl offener Fragestellungen zur Wirkungsweise der Homöopathie keine Grundlagenforschung betrieben wurde und wird.

Ebenfalls mangels Forschung ist absehbar, dass man in Traunstein auch nicht in der Lage sein wird, eine hinreichende Vielfalt an Themen für selbstständige Arbeiten zu bieten, die die Studenten auch entsprechend fordern, um ihnen eine grundlegende wissenschaftliche Qualifikation zu vermitteln. Diese müsste daraus bestehen, sich selbst neues Wissen erschließen zu können und dabei Fehlschlüsse weitgehend zu vermeiden. Das Instrumentarium der Homöopathie, Fallstudien und Arzneimittelprüfungen, ist schließlich auch in der Ausbildung und der praktischen Tätigkeit von Heilpraktikern nichts Außergewöhnliches und von daher nicht als akademisches Niveau einzustufen.

Es bleibt folglich immer noch die Frage offen, wo denn die Qualifikation, die man mit dem Bachelor of Science als vorhanden bescheinigen will, eigentlich herkommen soll. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Akkreditierungsagentur, die den Studiengang evaluiert, das genauso sieht.

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17 Antworten zu Neue Infos aus Traunstein zu Lehrkörper und Studium

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  4. Susanne A. sagt:

    Das scheint sogar den BR überzeugt zu haben… Gratulation zum heutigen Beitrag in der Sendung Kontrovers! Weiter so!

  5. Pingback: Die Homöo-Akademie im Fokus der Medien @ gwup | die skeptiker

  6. Vermutlich wurde das schließende Anführungszeichen zu früh gesetzt: „Therapiefreiheit zugunsten von Wirksamkeit“

  7. Dr. E. Berndt sagt:

    Von Seiten der Kammern wird eine zweifelhafte “Therapiefreiheit” zugunsten von Wirksamkeit priorisiert. Patienten werden mit Unterstützung einer Körperschaft öffentlichen Rechts in die Esoterik getrieben

    ……Den ersten Satz verstehe ich nicht ganz.
    Sollte es nicht zuungunsten heißen?

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  10. Das menschliche Kausalitätsbedürfnis wird benutzt, um aus der Selbstheilung Kapital zu schlagen. (siehe: http://www.dr-bertelsen.de/documents/Homoeopathie-Journal-8-11_2.pdf) Krankenkassen nutzen diesen billigen Seiltrick zu Marketing-Zwecken ebenso wie Selbsttäuscher im weißen Kittel. Das beim derzeitigen Stand der Erkenntnis noch immer von Ärztekammern und Zahnärztekammern Kurse angeboten werden, ist der eigentliche Skandal. Von Seiten der Kammern wird eine zweifelhafte “Therapiefreiheit” zugunsten von Wirksamkeit priorisiert. Patienten werden mit Unterstützung einer Körperschaft öffentlichen Rechts in die Esoterik getrieben. Wo bleiben die mutigen Juristen, die hier endlich für Klarheit sorgen?

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  12. Elke sagt:

    Unter Studium -> Daten und Downloads steht:

    „Modul Forschung und Versuchsplanung (FV)“ Download

    Und unter Studium -> Bachelor Studiengang:

    Forschung und Versuchsplanung (Modul FV)

    Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, war ein strikter Vertreter einer empirischen, auf Erfahrung und genauer Beobachtung basierender Therapie. Er richtete sich vehement gegen alles Spekulative in der Medizin. Er war der erste, der mögliche Arzneisubstanzen empirisch prüfte, indem gesunde Menschen diese Substanzen einnahmen und die aufgetretenen Symptome akribisch notierten.
    In diesem Teil der Ausbildung soll die Fähigkeit geschult werden, spekulative Ansätze in der Medizin und in der Homöopathie als solche zu erkennen und das Wissen um evidenzbasierte Methoden zu vermitteln. Dem Grundlagenwissen in medizinischer Forschungsmethodik wird ein angemessener Rahmen in unserem Studium gegeben.

    Im Verlauf des Bachelorstudiums erwarten die Studenten folgende Themen:
    • Einführung in wissenschaftliches Arbeiten
    • Kriterien zur Beurteilung von medizinischen Studien
    • Angewandte Forschungstechniken
    • Methoden der Statistik in der theoretischen und praktischen Anwendung
    • Methodenlehre und Versuchsplanung
    • Einführung in die qualitativen und quantitativen Methoden/ Datenanalyse und Techniken

    In dem auf den Bachelorstudiengang folgenden Masterstudium wird dieser Bereich weiter ausgebaut, u.a. mit der Durchführung und Bewertung fachbereichsübergreifender Studien.

    Kontaktzeit: 80 Stunden
    Selbstlernen: 144 Stunden
    Transferzeit: 80 Stunden
    Workload: 304 Stunden
    Credit-Points: 10 CP

  13. Norbert Aust sagt:

    Stimmt, der Link ist weg. Zeigt meine Arbeit also doch Wirkung? 😉

  14. AlteWeser sagt:

    Sorry, hatte übersehen, dass das schon erwähnt wurde. Bitte den Beitrag nicht freischalten.

    Vielen Dank für die umfangreiche Analyse. (DAS bitte freischalten 😉 )

  15. treberT ottO sagt:

    Guten Tag,

    Auch die Traunsteiner Akademie hat ‘Forschung’ auf ihrem Programm. Öffnet man diesen Link , dann erhält man ein Bild von netten Damen, die vor einer Regalwand mit medizinischen Büchern stehen

    Die Seite habe ich auch gesehen, aber jetzt ist sie weg. Unter dem Link „Master Studiengang“ erfährt man noch:

    Im Masterstudium tritt auch die Forschung stärker in den Fokus der Ausbildungsinhalte.

  16. Norbert Aust sagt:

    Der DZVhÄ hatte auf ein Faltblatt der GWUP geantwortet. Wenn nichts Anderes dazwischen kommt, behandelt mein nächster Beitrag dieses Thema.

  17. Dominik sagt:

    Hallo Hr. Dr. Aust,

    Vielen Dank für diesen Blogbeitrag und diesen Blog im Allgemeinen. Ich gehe leider davon aus, dass diese von Ihnen genannten Hindernisse in der Akkreditierung nicht entsprechend gewürdigt werden und zwar nicht weil diese wahrscheinlich unbekannt sind, sondern weil sie mehr Weitblick erfordern würden als es meiner Einschätzung nach für eine Anerkennung erforderlich ist. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen und wünsche mir somit, dass ich mit meiner Vermutung/Befürchtung daneben liege. Gab es nicht im Übrigen eine Antwort des DZVhÄ zu einem anderen Topic die Sie bis Ende Januar erwartet haben oder straft mich mein Gedächtnis Lügen?

    Beste Grüße

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