{"id":844,"date":"2013-08-20T20:33:15","date_gmt":"2013-08-20T18:33:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=844"},"modified":"2015-01-18T14:07:38","modified_gmt":"2015-01-18T12:07:38","slug":"homoeopathisches-grippemittel-oscillococcinum-studie-von-papp-1998","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=844","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathisches Grippemittel Oscillococcinum: Studie von Papp (1998)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D844\" data-timestamp=\"1421590058\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D844\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 37<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D844&text=Hom%C3%B6opathisches%20Grippemittel%20Oscillococcinum%3A%20Studie%20von%20Papp%20%281998%29\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p><strong>(\u00dcberarbeitet 15.2.2014)<\/strong><\/p>\n<p>Mit dieser Arbeit legt Papp\u00a0eine zweite Studie zum hom\u00f6opathischen Medikament Oscillococcinum vor, das von der Firma Boiron in Frankreich hergestellt wird und in Deutschland \u00fcber das Internet und offenbar auch \u00fcber die (oder zumindest einige)Apotheken bezogen werden kann [1]. Ziel dieser Studie war es, die Ergebnisse der Studie von Ferley zu replizieren [2], die bereits in <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=72\">meinem Buch<\/a> Gegenstand der Betrachtung war. Dort wurde diese Studie als Beispiel daf\u00fcr beschrieben, mit welchen Tricks man aus einem eigentlich missgl\u00fcckten Versuch doch noch ein positives Ergebnis gewinnen kann.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Bedeutung der Studie<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Diese Studie ist in gleich zweifacher Hinsicht bedeutsam, wesentlich bedeutsamer als es dem eigentlichen Gegenstand der Untersuchung entspricht. Zum Einen ist die erfolgreiche Replikation eines Studienergebnisses in der an solchen Erfolgen nicht eben reichen Forschung zur Hom\u00f6opathie schon eine kleine Sensation. Letztendlich ist es ja eine Kernforderung f\u00fcr ein wissenschaftliches Ergebnis, dass es jederzeit an jedem Ort wiederholt werden kann. Sollte dies hier tats\u00e4chlich gelungen sein, w\u00e4re die Studie geeignet, die vorhergehende Arbeit entsprechend aufzuwerten &#8211; und damit die Forschung zur Hom\u00f6opathie insgesamt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><!--more-->Der zweite Aspekt ist die Tatsache, dass diese Studie in das Endergebnis der im Jahr 2005 von Shang [3] ver\u00f6ffentlichten Metastudie eingeflossen ist. Wie vielleicht erinnerlich, hatte Shang diese Studie im Auftrag der Schweizer Gesundheitsbeh\u00f6rde angefertigt und dabei von 110 Studien zur Hom\u00f6opathie nur acht, die den Anspr\u00fcchen an eine hohe Qualit\u00e4t und eine hohe Teilnehmerzahl gen\u00fcgten, in das Endergebnis mit einbezogen. Da Shang zu einem vernichtenden Urteil f\u00fcr die Hom\u00f6opathie kam, l\u00f6ste dieses Vorgehen eine erhebliche Kontroverse aus, die bis heute andauert. Die Kritik gipfelte darin, dass man zu einem f\u00fcr die Hom\u00f6opathie g\u00fcnstigeren Ergebnis gekommen w\u00e4re, wenn man die Kriterien nur etwas weiter gefasst und damit mehr Studien in das Endergebnis einbezogen h\u00e4tte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Von diesen acht Studien kamen f\u00fcnf zu einer positiven Bewertung der Wirksamkeit des betrachteten hom\u00f6opathischen Pr\u00e4parats. Eine solche Studie, die von Jacobs \u00fcber kindliche Durchfallerkrankungen in Nepal, hatten wir <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=404\">hier<\/a> schon untersucht und kamen zu dem Schluss, dass die positive Bewertung der Wirksamkeit nicht gerechtfertigt ist. Wie im Folgenden erkennbar wird, ist das auch f\u00fcr die Studie von Papp der Fall. Was dieses Ergebnis f\u00fcr die um Shangs Metaanalyse gef\u00fchrte Kontroverse bedeutet, braucht wohl nicht weiter dargestellt zu werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Oscillococcinum ist ein hom\u00f6opathisches Pr\u00e4parat aus dem Extrakt von Leber und Herz einer bestimmten Entenart, das in der Potenz K200 angeboten wird. Dabei handelt es sich um eine Korsakoff-Potenz, die in Verd\u00fcnnungsschritten 1:100 in einem speziellen vereinfachten Verfahren hergestellt wird. Sie entspricht somit einer Verd\u00fcnnung von 1:10^400. Die letztere Zahl ist eine Eins mit 400 Nullen und mit keiner Anschauung der Welt plausibel zu machen. Die Anzahl der Atome im Universum betr\u00e4gt nur etwa 10^80. Wenn auch nur eine einzige Ente je auf Erden verschieden w\u00e4re und sich ihr Herz und ihre\u00a0Leber nach der Zersetzung im gesamten Wasservorrat der Erde verteilt h\u00e4tte, entspr\u00e4che das einer Verd\u00fcnnung von vielleicht D23. Folge: K200 entsprechend D400 ist nicht herstellbar, weil man kein Wasser zur Verf\u00fcgung haben kann, das hinreichend wenig (!) Entenleber enth\u00e4lt. Selbst wenn es im gesamten Universum nur ein einziges\u00a0&#8218;Entenleberwirkstoffmolek\u00fcl&#8216; g\u00e4be, w\u00e4re dies nur eine Potenz von etwa K39 oder K40, je nach Gr\u00f6\u00dfe dieses Molek\u00fcls.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Studienablauf<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Zwischen November 1990 und Fr\u00fchjahr 1991 wurden insgesamt 372 Patienten in mehreren deutschen Praxen von \u00c4rzten der Allgemeinmedizin oder der Inneren Medizin zur Teilnahme gewonnen. Die Patienten waren zwischen 12 und 60 Jahre alt. Als erkrankt galt, wer eine K\u00f6rpertemperatur von 38\u00b0C oder dar\u00fcber aufwies und dazu unter einer f\u00fcr eine Grippe typischen Beschwerde litt, etwa Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen etc.. Die Beschwerden durften noch keine 24 Stunden andauern (Man fragt sich: Wer geht eigentlich bei einer einfachen Erk\u00e4ltung schon nach 24 Stunden zum Arzt?). Durch eine ganze Reihe von Ausschlusskriterien sollte daf\u00fcr gesorgt werden, dass das Ergebnis nicht durch unerw\u00fcnschte Einfl\u00fcsse verf\u00e4lscht wird. So durften z. B. Patienten, die durch eine Schutzimpfung ganz oder teilweise immunisiert waren, nicht teilnehmen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Patienten erhielten entweder das zu pr\u00fcfende hom\u00f6opathische Medikament oder ein nicht unterscheidbares Placebo. Es war sichergestellt, dass weder Patienten noch \u00c4rzte wussten, welcher Patient zu welcher Gruppe geh\u00f6rte. Die Patienten nahmen ihre Arznei drei Tage lang dreimal t\u00e4glich ein, die erste Dosis noch w\u00e4hrend der ersten \u00e4rztlichen Konsultation.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Patienten f\u00fchrten w\u00e4hrend der f\u00fcnft\u00e4gigen Behandlungsphase ein Tagebuch, in dem sie zweimal t\u00e4glich das Ergebnis der Fiebermessung und eine Bewertung ihrer Symptome eintrugen. Es musste f\u00fcr insgesamt neun grippetypische Symptome (Kopfweh, Sch\u00fcttelfrost, Husten etc.) angegeben werden, wie heftig sie aufgetreten\u00a0waren (gar nicht \/ leicht \/ mittel \/ heftig). Bereits nach zwei Tagen fand eine erneute Untersuchung des Patienten statt, etwa 7 bis 10 Tage nach Beginn f\u00fchrte der Arzt dann eine Abschlussuntersuchung durch und Besonderheiten wurden aufgezeichnet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, (1) wie sich der Zustand innerhalb der ersten 48 Stunden gebessert hatte und (2) wie lange der Patient zur Genesung ben\u00f6tigte. Als geheilt galt ein Patient, wenn kein Fieber mehr vorlag, das hei\u00dft, die K\u00f6rpertemperatur weniger als 37,5\u00b0C betrug, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen abgeklungen waren. Wir werden uns hier auf diese Hauptergebnisse beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Erstes Ergebnis:\u00a0Anteil der Genesungen\u00a0nach zwei Tagen<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Von den urspr\u00fcnglich 372 Patienten schieden 38 aus, da sie die Vorgaben der Studie nicht befolgten, schlussendlich erfolgte die Auswertung anhand von jeweils 167 Patienten in den beiden Gruppen, zusammen also 334 Patienten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es sei zun\u00e4chst abgehandelt, warum hier ausgerechnet nach zwei Tagen gemessen wird, was in keiner Weise einen auch nur im mindesten besonderen Punkt im Krankheitsverlauf einer Erk\u00e4ltung darstellt. In Summe sind mit 17 % auch nur weniger als ein F\u00fcnftel aller Patienten zu diesem Zeitpunkt genesen. Dieses Ergebnis ist auf keine erkennbare Art und Weise als repr\u00e4sentativ f\u00fcr den Krankheitsverlauf aller Patienten anzusehen. Vollends unverst\u00e4ndlich ist diese Wahl vor allem auch deshalb, weil die Hom\u00f6opathie ja gerade eine Therapie sein soll, deren Erfolg eher langfristig zu sehen ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der Erhebungszeitpunkt nach 48 Stunden ist deshalb gew\u00e4hlt worden, weil auch Ferley in der vorausgehenden Untersuchung sein Hauptergebnis zu diesem Zeitpunkt ermittelt hatte. Warum hat er den Zeitpunkt nach zwei Tagen gew\u00e4hlt? Ganz einfach, genau zu diesem Zeitpunkt lagen in seiner Studie bei weitem die besten Kennzahlen vor, zu jedem anderen Zeitpunkt w\u00e4re sein Hauptergebnis (67 % bessere Heilung mit dem Hom\u00f6opathikum als mit dem Placebo) nur noch weniger als halb so hoch gewesen, w\u00e4re im weiteren Verlauf der Studie auf nur noch wenige Prozent zusammengeschrumpft. Wir hatten damals schon sein geradezu unglaubliches Gl\u00fcck bewundert, vorab, bevor er die Ergebnisse kannte, in seiner Festlegung des Hauptergebnisses genau diesen Punkt getroffen zu haben. Jedenfalls hat er das so in seiner Ver\u00f6ffentlichung angegeben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nach zwei Tagen waren bei Papp bereits 19,2 % der Patienten in der Hom\u00f6opathiegruppe geheilt und weitere 43,7 % hatten eine erhebliche Verbesserung des Zustandes zu verzeichnen. In der Placebogruppe waren nur 15,0 % der Patienten geheilt und nur weitere 33,5 % verzeichneten eine deutliche Verbesserung. F\u00fcr die Heilung f\u00fchren die Autoren eine Signifikanz von p = 0,0028 an, das Ergebnis sei also hoch signifikant (p &lt;&lt; 0,03). Dazu wurde ein Krauth-Test angewendet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das muss man jetzt erst einmal verkraften. Hoch signifikant bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr, dass man bei einem Versuch ein solches Ergebnis zuf\u00e4llig erh\u00e4lt, \u00e4u\u00dferst gering ist. Der p-Wert dr\u00fcckt diese Wahrscheinlichkeit aus, je niedriger desto unwahrscheinlicher das Ergebnis. Ein Wert von p unter 0,05 oder 0,03 wird als signifikant betrachtet. Dies unterschreitet der von den Autoren angegebene Zahlenwert von p = 0,0028 sehr deutlich. Soweit so gut.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aber: Es ist nicht vorstellbar, dass jemand, der sich auch nur im Mindesten mit statistischen Auswertungen besch\u00e4ftigt und ein gwisses Gesp\u00fcr f\u00fcr Zahlen hat, nicht merkt, dass der Unterschied zwischen 19,2 % und 15,0 % &#8211;\u00a0das waren 32 bzw. 25 Patienten bei jeweils 167 Gruppenmitgliedern &#8211; kein so extrem signifikanter Unterschied sein kann, wie hier dargestellt. Mal gerade eben 7 Patienten betr\u00e4gt der Unterschied. Und in der Tat, wenn man die Signifikanz nachrechnet, kommt man auf ein ganz anderes Ergebnis als die Autoren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Im Detail:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wenn man unvoreingenommen an das Studienergebnis herangeht, dann l\u00e4sst sich dieses durch eine einfache\u00a0Kreuztabelle darstellen, da es sich um eine einfache Gut-\/Schlechtbewertung handelt:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<table id=\"tablepress-8\" class=\"tablepress tablepress-id-8\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">&nbsp;<\/th><th class=\"column-2\">Hom\u00f6opathie<\/th><th class=\"column-3\">Placebo<\/th><th class=\"column-4\">Summe<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">geheilt<\/td><td class=\"column-2\">32<\/td><td class=\"column-3\">25<\/td><td class=\"column-4\">57<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">nicht geheilt<\/td><td class=\"column-2\">135<\/td><td class=\"column-3\">142<\/td><td class=\"column-4\">277<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Summe<\/td><td class=\"column-2\">167<\/td><td class=\"column-3\">167<\/td><td class=\"column-4\">334<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei solchen Daten liegt nichts n\u00e4her, als f\u00fcr einen einfachen Signifikanztest den Chi-Quadrat-Test (&#8218;Pearson-Test&#8216;) zu verwenden, der trotz seines komplizierten Namens recht einfach anzuwenden ist und den man in wenigen Minuten mit einem Taschenrechner durchf\u00fchren kann (Details siehe <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chi-Quadrat-Test\">hier<\/a>). Der von den Autoren verwendete Krauth-Test ist eigentlich auch nichts anderes, nur dass das Ausz\u00e4hlen der Patienten nach einem formalen Schema erfolgt. Dies ist aber in der obigen Tabelle bereits geschehen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Rechnet man die Signifikanz mit dem Pearson-Test nach, dann ergibt dies einen Wert von p = 0,31. Das hei\u00dft, die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr, dass ein solches Ergebnis auftritt, liegt bei fast einem Drittel. W\u00fcrde man mehrere Versuche machen, m\u00fcsste man damit rechnen, dass jeder Dritte eine solche oder eine ungleichm\u00e4\u00dfigere Verteilung zeigt<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Da ist gar nichts signifikant, bei Weitem nicht. Um diese zu erreichen, h\u00e4tten mindestens\u00a039 der 167 Patienten in der Hom\u00f6opathiegruppe nach zwei Tagen geheilt sein m\u00fcssen, Der Unterschied in den Patientenzahlen h\u00e4tte immerhin doppelt so gro\u00df sein m\u00fcssen wie er tats\u00e4chlich war.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Kann man das noch als mangelnde wissenschaftliche Sorgfalt werten, oder steckt Schlimmeres dahinter? Wie auch immer, auf jeden Fall ist das Ergebnis des Signifikanztests falsch, die hier ermittelten Daten sind noch um einiges weniger signifikant als die in der fr\u00fcheren Studie von Ferley genannten Werte. In diesem Punkt ist die Replikation gr\u00fcndlich misslungen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Zweites Ergebnis: Genesungsdauer<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Papp hat eindeutig die Dauer der Krankheit als das zweite zu betrachtende Ergebnis benannt. Ebenso eindeutig wurde als &#8218;genesen oder beschwerdefrei&#8216; definiert, dass die K\u00f6rpertemperatur unter 37,5\u00b0C liegt und Kopf- und Muskelschmerzen abgeklungen sind.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Im weiteren Verlauf der Arbeit findet man eine Grafik, dort Fig. 2, die den zeitlichen Verlauf angibt, wie die Patienten &#8218;beschwerdefrei&#8216; wurden. Erstaunlich ist, dass die Grafik und auch der beschreibende Text f\u00fcr den Zeitpunkt &#8217;nach zwei Tagen&#8216; ganz andere Werte enth\u00e4lt als die oben diskutierten Genesungszahlen &#8217;nach 48 Stunden&#8216;, die aus Tabelle 2 entnommen wurden. W\u00e4hrend nach zwei Tagen 19,2 % der Patienten der Hom\u00f6opathiegruppe &#8218;beschwerdefrei&#8216; waren, sind es am Abend des zweiten Tages nur 17,4 %. Bei der Placebogruppe sind es statt 15,0 % gar nur 6,6 %. Verstehe das, wer will. Offensichtlich haben die Autoren zwei verschiedene Definitionen von &#8218;beschwerdefrei&#8216; verwendet. Die oben genannte (weniger als 37,5\u00b0C, keine Kopf- oder Muskelschmerzen) und als zweite die Abwesenheit aller Symptome, die sonst noch ermittelt wurden, n\u00e4mlich Husten, Sch\u00fcttelfrost, rauer Hals etc.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aus der Grafik Fig. 2, die hier aus Gr\u00fcnden des Copyrights nicht wiedergegeben werden kann, wurden die in der Tabelle zusammengestellten Daten herausgemessen, die den zeitlichen Verlauf der Genesung darstellen, wahrscheinlich allerdings mit durchaus eingeschr\u00e4nkter Genauigkeit.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<table id=\"tablepress-9\" class=\"tablepress tablepress-id-9\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Zeit<\/th><th class=\"column-2\">Hom.<\/th><th class=\"column-3\">Plac.<\/th><th class=\"column-4\">Se.<\/th><th class=\"column-5\">Sign.<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-hover\">\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">2m<\/td><td class=\"column-2\">17<\/td><td class=\"column-3\">3<\/td><td class=\"column-4\">20<\/td><td class=\"column-5\">0,001<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">2a<\/td><td class=\"column-2\">28<\/td><td class=\"column-3\">12<\/td><td class=\"column-4\">40<\/td><td class=\"column-5\">0,007<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">3m<\/td><td class=\"column-2\">43<\/td><td class=\"column-3\">29<\/td><td class=\"column-4\">72<\/td><td class=\"column-5\">0,063<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">3a<\/td><td class=\"column-2\">50<\/td><td class=\"column-3\">40<\/td><td class=\"column-4\">90<\/td><td class=\"column-5\">0,218<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">4m<\/td><td class=\"column-2\">80<\/td><td class=\"column-3\">63<\/td><td class=\"column-4\">143<\/td><td class=\"column-5\">0,060<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">4a<\/td><td class=\"column-2\">98<\/td><td class=\"column-3\">86<\/td><td class=\"column-4\">184<\/td><td class=\"column-5\">0,187<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-8 even\">\n\t<td class=\"column-1\">5m<\/td><td class=\"column-2\">121<\/td><td class=\"column-3\">110<\/td><td class=\"column-4\">231<\/td><td class=\"column-5\">0,193<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-9 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">5a<\/td><td class=\"column-2\">123<\/td><td class=\"column-3\">120<\/td><td class=\"column-4\">244<\/td><td class=\"column-5\">0,712<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-10 even\">\n\t<td class=\"column-1\">>5<\/td><td class=\"column-2\">133<\/td><td class=\"column-3\">128<\/td><td class=\"column-4\">261<\/td><td class=\"column-5\">0,508<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Erkl\u00e4rungen:<br \/>\n2m, 3m &#8230;: am jeweiligen Tag morgens<br \/>\n2a, 3a &#8230;: am jeweiligen Tag abends<br \/>\nHom., Plac.: Anzahl der geheilten Patienten in Placebo- und Hom\u00f6opathiegruppe<br \/>\nSe.: Summe aus beiden<br \/>\nSign.:\u00a0Whrscheinlichkeit nach Pearson-Homogenit\u00e4tstest<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Anmerkung:<br \/>\nDie in der Arbeit ver\u00f6ffentlichte Grafik stellt f\u00fcr den Zeitpunkt der Nachuntersuchung (&#8218;&gt;5&#8216;) eine Genesung in der Hom\u00f6opathiegruppe von 100 % dar. Im Text hingegen werden 80,1 % genannt. Da sich die Autoren im weiteren Verlauf auf diese Zahl beziehen, wird sie auch hier verwendet &#8211; und die Schlussfolgerungen zur Sorgfalt, mit der die Ver\u00f6ffentlichung angefertigt wurde, darf jeder selber ziehen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Man erkennt deutlich, dass die Placebogruppe sich tats\u00e4chlich langsamer erholt hat als die Patienten, die das hom\u00f6opathische Mittel erhalten hatten. Papp gibt an, dass der Unterschied im Verlauf mit p = 0,023 im Krauth-Test ebenfalls signifikant sei. Nun, das ist schwierig nachzuvollziehen, da Papp sich mit der Darstellung des Rechengangs sehr zur\u00fcckh\u00e4lt. Eigentlich ist v\u00f6llig unklar, wie dieser Test \u00fcberhaupt auf diese Daten angewendet werden kann. Ich bin jedenfalls nicht dahintergekommen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ersatzweise habe ich f\u00fcr jedes einzelne Ergebnis, das hei\u00dft die Anzahl der beschwerdefreien Patienten zu jedem gemessenen Zeitpunkt, einen\u00a0Pearson Homogenit\u00e4tstest ausgef\u00fchrt.\u00a0Die ermittelten Werte der Signifikanz k\u00f6nnen ebenfalls der Tabelle entnommen werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie man sieht, sind allenfalls die ersten beiden Ergebnisse als signifikant anzusehen. Das bedeutet: dass der Verlauf in der Gesamtbetrachtung\u00a0als signifikant zu bewerten ist, trifft\u00a0sehr wahrscheinlich nicht zu.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Vergegenw\u00e4rtigen wir uns: Nach der g\u00e4ngigen hom\u00f6opathischen Lehrmeinung ist die Hom\u00f6opathie ein eher langfristig angelegtes Therapieverfahren, das im allgemeinen erst nach einiger Zeit wirkt. Hier wird aber gerade das umgekehrte Ergebnis vorgestellt: Kurz nach Beginn der Therapie scheint die Wirksamkeit des Mittels gr\u00f6\u00dfer, wenn diesen Vorteil auch gerade nur 14 Patienten realisieren k\u00f6nnen, gerade mal etwas mehr als 8 % der Hom\u00f6opathiegruppe. Aber am Ende, dann wenn sich eigentlich die Wirkung entfalten sollte, hat die Placebogruppe so weit aufgeholt, dass nur noch 5 Patienten einen Nutzen verzeichnen konnten (3 % der Hom\u00f6opathiegruppe). Im Durchschnitt, \u00fcber alle Messpunkte hinweg, haben nur 6,7 % der Hom\u00f6opathiepatienten einen Nutzen erfahren. Rund 15 von 16 Patienten haben ihr Geld zum Fenster hinausgeworfen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Selbst wenn man der Argumentation, es handle sich um ein reines Zufallsergebnis, nicht folgen will: Was erwartet man, wenn man ein Medikament kauft und anwendet? Ganz sicher doch, dass man eine faire Chance hat, eine bedeutsame Verbesserung seiner Situation zu erreichen. Sicher ist das, was man eine &#8218;faire Chance&#8216; nennt, nicht unbedingt ein fester Zahlenwert. Wenn es um eine h\u00e4ufig t\u00f6dliche Krankheit ginge, w\u00e4ren Heilungsaussichten von 5 % sicher schon eine tolle Sache. Aber hier geht es im Wesentlichen um eine vergleichsweise geringe St\u00f6rung der Befindlichkeit und nicht mehr. Da ist es sicher etwas wenig, dass \u00fcber 90% der Patienten keinen Vorteil aus dem Medikament ziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Und wie gro\u00df w\u00e4re denn der Vorteil \u00fcberhaupt? Dazu k\u00f6nnen aus dem in der Tabelle angegebenen Heilungsverlauf die Durchschnittswerte der Krankheitsdauer f\u00fcr beide Gruppen gebildet werden. Dabei wurden die Patienten, die im Verlauf der Studie gar nicht genesen sind, nicht einbezogen, da f\u00fcr sie keine Daten vorliegen und diese auch nicht seri\u00f6s\u00a0gesch\u00e4tzt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die Patienten, die zum Zeitpunkt &#8218;&gt;5&#8216; erst genesen waren, wird ein Mittelwert von 8,5 Tagen angenommen, den mittleren Wert des Untersuchungszeitpunkts von 7 bis 10 Tagen nach Therapiebeginn. F\u00fcr die Hom\u00f6opathiegruppe ergibt die Rechnung einen Wert von 4,08 Tagen, f\u00fcr die Placebogruppe von 4,33 Tagen. Der Vorteil bestand also aus einer um durchschnittlich nur 0,25 Tage entsprechend 6 Stunden fr\u00fcher eingetretenen Beschwerdefreiheit. Hoffentlich ist das nicht in der Nacht gewesen, denn dann h\u00e4tten die Patienten ihren Vorteil glatt verschlafen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\u00dcberhaupt darf man sich getrost fragen, ob die 6 Stunden tats\u00e4chlich real sind. Bei den Patienten durften die Symptome h\u00f6chstens 24 Stunden vor Beginn der Behandlung mit Oscillococcinum aufgetreten sein. Eigentlich m\u00fcsste ja zur Bewertung die Krankheitsdauer ab deren Beginn angegeben werden &#8211; aber der liegt mit einer Unsch\u00e4rfe von 24 Stunden nur ungef\u00e4hr fest. Im Vergleich dazu erscheint ein rechnerischer Vorteil von sechs Stunden nicht sehr aussagekr\u00e4ftig.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In diesem Teil scheint die fr\u00fchere Studie von Ferley gut repliziert: auch dort war der Anteil der Patienten, die von der Einnahme des Mittels profitierten, recht gering &#8211; tats\u00e4chlich noch etwas geringer als hier &#8211; auch dort bestand der erreichte Vorteil im Schnitt aus einer um wenige Stunden verk\u00fcrzten Krankheitsdauer. Insgesamt darf aber nicht \u00fcbersehen werden, dass Papps Ergebnis wie das von Ferley h\u00f6chstwahrscheinlich ein Zufallstreffer ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Interessanterweise tr\u00e4gt Boiron auf seiner <a href=\"http:\/\/www.boiron-swiss.ch\/de\/produkte\/oscillococcinum.html\" class=\"broken_link\">Website<\/a> dem Umstand Rechnung, dass man von der Einnahme von Oscillococcinum kaum einen Vorteil hat:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8218;Gem\u00e4\u00df hom\u00f6opathischem Arzneimittelbild kann Oscillococcinum<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u00ae<\/span> zur Vorbeugung der Grippe, bei beginnendem grippalen Zustand sowie bei ausgebrochenem grippalen Zustand angewendet werden.&#8216;<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was man mit der Anwendung erreichen kann, was einen dazu veranlassen sollte, wozu das alles gut sein soll &#8211; das wird nicht beschreiben. Der Hersteller wei\u00df wohl, warum.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nach der bereits an anderer Stelle betrachteten Studie von Ferley legt Papp hiermit eine zweite Untersuchung zur Wirksamkeit von Oscillococcinum bei der Behandlung von grippalen Infekten vor. Das Ergebnis ist noch um einiges schlechter als in der fr\u00fcheren Studie:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Darstellung der Ergebnisse ist etwas verwirrend und widerspr\u00fcchlich.<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Das Ergebnis zum Heilungserfolg nach zwei Tagen ist noch weniger signifikant, also mit noch gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit rein zuf\u00e4llig<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Selbst wenn man die mangelnde Signifikanz ignoriert, haben mehr als 90 % der Anwender keinen Nutzen davon<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\">Der Nutzen selbst, eine durchschnittliche Verk\u00fcrzung der Krankheit um etwa sechs Stunden, ist f\u00fcr den Einzelnen wohl kaum f\u00fchlbar.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Die positive Bewertung der Studie in der Metaanalyse von Schang beruht auf den Angaben von Papp zur Signifikanz, die aber rechnerisch nicht nachvollziehbar sind. Daher kann diese Studie nicht als Beleg f\u00fcr die Wirksamkeit von Oscillococcinum dienen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[1] Papp R, Schuback G, Beck E, Burkard G, Bengel J, Lehrl S, Belon P: Oscillococcinum\u00ae in patients with influenzy-like syndromes: A placebo-controlled double-blind evaluation&#8216; in: British Homeopathic Journal, 1998 Vol. 87, pp. 69-76. Link zum <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1475491699902084\" class=\"broken_link\">Abstract<\/a><br \/>\n(18.1.2015: Der fr\u00fchere Link zum Volltext ist leider nicht mehr verf\u00fcgbar.)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[2] Ferley JP, Tmirou D, D&#8217;Adhemar D, Balducci F: A Controlled Evaluation of a Homeopathic Preparation in the Treatment of Influenza-Like Syndromes&#8216; in: British Journal of Clinical Pharmacology 1989; 27: 329 &#8211; 335, Link zum <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/j.1365-2125.1989.tb05373.x\/pdf\" class=\"broken_link\">Volltext<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[3] Shang A, Huwiler-M\u00fcntener K, Nartey M, J\u00fcni O, D\u00f6rig S, Sterne JA, Pewsner D, Egger M. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. Lancet 2005: 336: 726\u00ad32. Link zum <a href=\"http:\/\/www.homeopathonline.net\/library\/Are%20the%20clinical%20effects%20of%20homoeopathy%20placebo%20effects.pdf\">Volltext<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(\u00dcberarbeitet 15.2.2014) Mit dieser Arbeit legt Papp\u00a0eine zweite Studie zum hom\u00f6opathischen Medikament Oscillococcinum vor, das von der Firma Boiron in Frankreich hergestellt wird und in Deutschland \u00fcber das Internet und offenbar auch \u00fcber die (oder zumindest einige)Apotheken bezogen werden kann &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=844\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,9,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/844"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=844"}],"version-history":[{"count":16,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/844\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2331,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/844\/revisions\/2331"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=844"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=844"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}