{"id":765,"date":"2013-08-04T17:53:18","date_gmt":"2013-08-04T15:53:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=765"},"modified":"2017-08-13T13:49:16","modified_gmt":"2017-08-13T11:49:16","slug":"homoopathische-behandlung-von-rheumatoider-arthritis-studie-von-gibson-1980","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=765","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathische Behandlung von rheumatoider Arthritis &#8211; Studie von Gibson (1980)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D765\" data-timestamp=\"1502632156\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D765\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 1<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D765&text=Hom%C3%B6opathische%20Behandlung%20von%20rheumatoider%20Arthritis%20%E2%80%93%20Studie%20von%20Gibson%20%281980%29\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Ich trage mich mit dem Gedanken an eine englische Version meines Buches und habe mich zur Einstimmung mit der englischsprachigen pro-hom\u00f6opathischen Literatur besch\u00e4ftigt, darunter auch\u00a0mit dem\u00a0Buch &#8218;Impossible Cure &#8211; the Promise of Homeopathy&#8216; von A. Lansky. Dieses gibt es auch in einer deutschen Ausgabe [1]. Auch hier wird wie in vielen anderen einschl\u00e4gigen B\u00fcchern darauf verwiesen, dass es f\u00fcr hom\u00f6opathische Behandlungen eine ganze Reihe wissenschaftlicher Nachweise zur Wirksamkeit g\u00e4be. Nach einer eingehenden Betrachtung der Studien von Jacobs zu kindlichen Durchfallerkrankungen &#8211; deren Aussagekraft wir bereits <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=404\">hier<\/a> mit negativem Ergebnis untersucht haben &#8211; wird eine Studie von Gibson et. al. aus dem Jahr 1980 angef\u00fchrt [2]. Lansky schreibt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8222;Gibson und Kollegen f\u00fchrten in Glasgow, Schottland, eine doppelt verblindete kontrollierte Untersuchung zur hom\u00f6opathischen Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis durch, wobei der Fortschritt\u00a0der Patienten sorgf\u00e4ltig beobachtet wurde.\u00a0Beide Gruppen enthielten jeweils nur 23 Patienten. In beiden Gruppen wurden die hom\u00f6opathischen Erstuntersuchungen durchgef\u00fchrt, die Kontrollgruppe erhielt jedoch nur Placebos anstelle der Arznei. 19 der behandelten Teilnehmer verzeichneten eine Verbesserung im Vergleich zu nur f\u00fcnf in der Placebogruppe.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">(Eigene \u00dcbersetzung aus dem englischen Original)<\/p>\n<p>Das h\u00f6rt sich doch einmal nach einem richtig signifikanten Ergebnis an. Wenn bei rund 80 % der Patienten unter hom\u00f6opathischer Behandlung Verbesserungen eingetreten sind, im Vergleich zu etwa 20 % bei Placebo &#8211; da ist die Wirksamkeit doch wohl eindeutig.<\/p>\n<p>Ist sie aber nicht. W\u00e4re sie gewesen, wenn beide Gruppen die gleiche Ausgangslage gehabt h\u00e4tten, was jedoch nicht der Fall war.<\/p>\n<p><!--more--><strong>Krankheitsbild<\/strong><\/p>\n<p>Das hier betrachtete Krankheitsbild ist eine der vielen Erscheinungsformen dessen, was man gemeinhin als &#8218;Rheuma&#8216; bezeichnet. Es geht um die rheumatoide Arthritis, eine Auto-immun-Reaktion, die vorzugsweise in einzelnen Gelenken in H\u00e4nden oder F\u00fc\u00dfen auftritt. F\u00fcr den Laien ist diese Krankheit beispielsweise an den verdickten Fingergelenken der Zeigefinger erkennbar, im sp\u00e4teren Stadium kommt es zur Fehlstellung der Finger bis hin zur v\u00f6lligen Deformation der Hand. F\u00fcr weitere Informationen sei auf den Artikel in der Wikipedia verwiesen [3].<\/p>\n<p><strong>Vorgehensweise<\/strong><\/p>\n<p>Zur Teilnahme an der Studie wurden insgesamt 46 Patienten gewonnen, bei denen nach den Kriterien der American Rheumatism Association eindeutig eine rheumatoide Arthritis diagnostiziert wurde, allerdings noch nicht in einem fortgeschrittenen Stadium. Die Patienten waren im Schnitt \u00fcber 50 Jahre alt, zu rund zwei Dritteln Frauen. Die Untersuchungen wurden von zwei hom\u00f6opathischen \u00c4rzten des hom\u00f6opathischen Krankenhauses von Glasgow, Schottland, in der Ambulanz des dortigen Zentrums f\u00fcr Rheumatismus durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Alle Patienten befanden sich in konventioneller Behandlung mit verschiedenen \u00fcblichen Medikamenten zur Bek\u00e4mpfung der Entz\u00fcndung. Diese Behandlung dauerte bereits jeweils zwischen zwei und sechs Monaten, hatte anf\u00e4nglich Besserung gebracht, zum Zeitpunkt der Studie war aber bereits ein Stillstand oder gar eine gewisse Verschlechterung zu verzeichnen. Diese Therapien wurden w\u00e4hrend der Studiendauer von drei Monaten unver\u00e4ndert weitergef\u00fchrt, so jedenfalls die Vorgabe der Leiter der Studie.<\/p>\n<p>Mit allen Patienten wurde die hom\u00f6opathische Erstuntersuchung durchgef\u00fchrt und sie erhielten individuelle Einzelmittel verordnet. Die Mitglieder der Placebogruppe erhielten jedoch anstatt dieser verschriebenen Arzneien gleich aussehende und gleich verpackte Placebos. Den Patienten war zwar bekannt, dass sie an einer Untersuchung zur Wirksamkeit einer Therapie teilnahmen, allerdings nicht, dass es sich dabei um Hom\u00f6opathie handelte. Inwieweit sie dies jedoch durch das Vorgehen beim Erstgespr\u00e4ch erraten konnten, ist offen. Die Studie wurde bereits 1980 ver\u00f6ffentlicht, noch bevor die Hom\u00f6opathie ihren neuerlichen gro\u00dfen Boom erlebte. Vielleicht war den Patienten das Vorgehen daher tats\u00e4chlich nicht bekannt &#8211; und die Meinungen hierzu waren sicher auch noch nicht so polarisiert wie heute. Sowohl die behandelnden \u00c4rzte als auch die Patienten waren im Unklaren dar\u00fcber, wer zu welcher Gruppe geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Die Gruppeneinteilung erfolgte etwas merkw\u00fcrdig. Man wollte daf\u00fcr Sorge tragen, dass die beiden Gruppen etwa gleiche Voraussetzungen hatten. Ein wesentlicher Punkt war, dass man Teilnehmer, bei denen klare hom\u00f6opathisch bedeutsame Symptome zu erkennen waren, in beiden Gruppen gleichm\u00e4\u00dfig vertreten haben wollte. Die Aufteilung wurde durch einen ansonsten an der Studie nicht beteiligten Arzt durchgef\u00fchrt, anscheinend nicht nach dem Zufallsprinzip &#8211; und, wie sp\u00e4ter zu sehen sein wird, mit zweifelhaftem Erfolg.<\/p>\n<p>Zur Beurteilung des Zustandes der Patienten wurden in der Studie folgende Kriterien herangezogen, die zu Beginn und dann jeweils monatlich ermittelt wurden, wobei die gesamte Versuchsdauer drei Monate betrug:<\/p>\n<ul>\n<li>Index zur Schmerzempfindlichkeit der Gelenke<\/li>\n<li>Zeitdauer der morgendlichen Gelenkversteifung<\/li>\n<li>Griffst\u00e4rke der rechten und der linken Hand<\/li>\n<li>Subjektive Schmerzbewertung auf einer analogen Skala<\/li>\n<li>Funktionsindex<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Studienergebnisse<\/strong><\/p>\n<p>Das\u00a0Schlussergebnis wurde in einer Tabelle zusammengefasst, in der dargestellt wurde, wie stark die Verbesserungen in den Gruppen waren. Diese Tabelle, auf die sich auch Lansky bezieht, sieht so aus:<br \/>\n\n<table id=\"tablepress-5\" class=\"tablepress tablepress-id-5\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Bewertung<\/th><th class=\"column-2\">Hom\u00f6opathie<\/th><th class=\"column-3\">Placebo<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Abgebrochen<\/td><td class=\"column-2\">1<\/td><td class=\"column-3\">2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Verschlechtert<\/td><td class=\"column-2\">1<\/td><td class=\"column-3\">3<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Unver\u00e4ndert<\/td><td class=\"column-2\">2<\/td><td class=\"column-3\">13<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Etwas besser<\/td><td class=\"column-2\">15<\/td><td class=\"column-3\">5<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Viel besser<\/td><td class=\"column-2\">4<\/td><td class=\"column-3\">0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-5 from cache --><br \/>\nHiernach hatten in der Tat 19 Patienten der Hom\u00f6opathie eine geringf\u00fcgige oder deutliche Verbesserung erfahren, bei der Placebogruppe nur f\u00fcnf, ein nach allen Regeln hochsignifikantes Ergebnis.<\/p>\n<p>Die Bewertung ist allerdings etwas davon abh\u00e4ngig, was eigentlich das Ziel der Therapie ist.\u00a0Von den Studienautoren\u00a0wurde unterstellt, dass dies die Heilung und das Verschwinden der Beschwerden sei. Wenn es allerdings alleine darum ginge, eine Verschlechterung des Befundes zu vermeiden, dann muss man feststellen, dass dies bei 21 Patienten der Hom\u00f6opathiegruppe und 18 Patienten der Placebogruppe der Fall war, was\u00a0 mit p = 0,22 bei Weitem nicht mehr signifikant w\u00e4re (Pearson Homogenit\u00e4tstest).<\/p>\n<p>Diese Anmerkung lenkt aber vom haupts\u00e4chlichen Kritikpunkt ab.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der einzelnen Kriterien zeigt folgende Tabelle:<br \/>\n\n<table id=\"tablepress-6\" class=\"tablepress tablepress-id-6\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Kriterium<\/th><th class=\"column-2\">Hom\u00f6opathie<br \/>\nvorher<\/th><th class=\"column-3\">Hom\u00f6opathie<br \/>\nnachher<\/th><th class=\"column-4\">Placebo<br \/>\nvorher<\/th><th class=\"column-5\">Placebo nachher<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Empfindlichkeit<br \/>\n(Index)<\/td><td class=\"column-2\">17,3<\/td><td class=\"column-3\">10,9<\/td><td class=\"column-4\">15,7<\/td><td class=\"column-5\">15,2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Gelenksteifigkeit<br \/>\nmorgens (min)<\/td><td class=\"column-2\">114,6<\/td><td class=\"column-3\">73,8<\/td><td class=\"column-4\">80,2<\/td><td class=\"column-5\">72,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Griffkraft Rechts<br \/>\n(mmHg)<\/td><td class=\"column-2\">104,3<\/td><td class=\"column-3\">121,2<\/td><td class=\"column-4\">147,4<\/td><td class=\"column-5\">152,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Griffkraft Links<br \/>\n(mmHg)<\/td><td class=\"column-2\">96,7<\/td><td class=\"column-3\">112,7<\/td><td class=\"column-4\">140,5<\/td><td class=\"column-5\">151,4<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Schmerzskala<br \/>\n(mm)<\/td><td class=\"column-2\">45,6<\/td><td class=\"column-3\">31,1<\/td><td class=\"column-4\">42,3<\/td><td class=\"column-5\">41,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Funktion<br \/>\n(Index)<\/td><td class=\"column-2\">7,9<\/td><td class=\"column-3\">5,4<\/td><td class=\"column-4\">8,4<\/td><td class=\"column-5\">7,3<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-6 from cache --><br \/>\nEs wurden zus\u00e4tzlich noch Laborwerte ermittelt, die sich im Laufe der Studie jedoch nicht \u00e4nderten und von daher in der Studie nicht n\u00e4her aufgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><strong>Diskussion<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir zun\u00e4chst beispielhaft die Zeit, die morgens nach dem Erwachen ben\u00f6tigt wurde, bis die betroffenen Gelenke wieder ihre &#8211; wenn auch vielleicht eingeschr\u00e4nkte &#8211; Beweglichkeit erreicht hatten. Einsichtig ist, dass je k\u00fcrzer diese Zeitdauer ist, desto besser der Zustand des Patienten. Bei den Hom\u00f6opathiepatienten hatte sich diese Zeit von anf\u00e4nglich von 114,6 Minuten auf 73,8 Minuten reduziert, eine deutliche Verbesserung um immerhin rund 35 %. Bei der Placebogruppe hingegen reduzierte sich diese Zeit nur von anfangs 80,2 auf 72,3 Minuten, also nur um rund 10 %.<\/p>\n<p>Wenn man die Arbeit das erste Mal liest und bis zu diesem Ergebnis gekommen ist, dann liest man besonders gr\u00fcndlich weiter, liest sie auch noch ein zweites und ein drittes Mal. Ist wirklich niemandem aufgefallen, dass, obwohl die Placebopatienten nur eine geringf\u00fcgige Verbesserung erzielt hatten, sie dennoch am Ende immer noch besser abschnitten als die Hom\u00f6opathiepatienten? Anders herum gesagt, die Patienten in der Placebogruppe hatten wahrscheinlich gar nicht das Potenzial zu einer derartigen Verbesserung, weil die Ausgangslage schon wesentlich besser war. Nirgendwo in der Arbeit wird auf diesen Umstand auch nur mit einem Sterbensw\u00f6rtchen eingegangen. Auch beim vierten Lesen findet man nichts.<\/p>\n<p>Sehr \u00e4hnlich sind die Befunde f\u00fcr die Griffkr\u00e4fte der linken und der rechten Hand, die offenbar durch Zusammenpressen eines Balles oder \u00e4hnlich gemessen wurde. Der aufgebaute Druck ist dann ein Ma\u00df f\u00fcr die Kraft des Griffes. Die Hom\u00f6opathiegruppe erzielte bei beiden H\u00e4nden jeweils eine Verbesserung um rund 16 %. In der Placebogruppe\u00a0zeigten sich bereits zu Anfang erheblich h\u00f6here Werte, die sogar die Endwerte in der Hom\u00f6opathiegruppe erheblich \u00fcbertrafen. Es ergaben sich zwar Verbesserungen nur um 3 bzw. 8 %, die Werte lagen jedoch immer um 25 bis \u00fcber 40 % \u00fcber der Hom\u00f6opathiegruppe.<\/p>\n<p>Parallel zu den weitgehend objektiv messbaren Daten bewerteten die Patienten ihr Schmerzempfinden auf einer Analogskala, das hei\u00dft auf einer 100 mm langen Linie, auf der sie ihr Empfinden durch eine Markierung darstellten. Das eine Ende entsprach dem Zustand &#8218;keine Schmerzen&#8216;, das andere &#8218;extrem starke Schmerzen&#8216;. Offenbar wurde dies so ausgewertet, dass ein kleinerer Zahlenwert einem geringeren Schmerz entspricht. Bei der Hom\u00f6opathiegruppe hat es bei dieser Messung ohne Zweifel eine Verbesserung gegeben und bei Placebo eher nicht\u00a0&#8211; sind aber die absoluten Werte vergleichbar?\u00a0Ist das Schmerzempfinden zweier Patienten, die den gleichen Zahlenwert angeben, auch wirklich gleich? Wenn nicht, dann kann aus den Zahlenwerten nur die Verbesserung an sich herausgelesen werden, nicht aber, dass die Hom\u00f6opathiepatienten zu Anfang mehr und am Ende weniger Schmerzen hatten als die Patienten unter Placebo.<\/p>\n<p>Ganz praktisch gefragt: Was macht man, wenn man am Anfang einer Studie seinen Zustand bewerten soll, aber nicht wei\u00df, ob er im weiteren Verlauf schlimmer oder besser wird? Man l\u00e4sst sich nach oben und unten Platz und legt sich etwa in die Mitte, was man hier durchaus wiederfindet.\u00a0Letztendlich ist auf der Skala nur der Anfangspunkt eindeutig, &#8218;keine Schmerzen&#8216;, das andere Ende h\u00e4ngt davon ab, was der Patient f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt. Da die Hom\u00f6opathiegruppe zu Anfang ganz offenbar schlechter zurecht gewesen war, k\u00f6nnte es dort auch in der Vergangenheit ein weitergehendes Schmerzerlebnis gegeben haben, das die individuelle Skalierung dieses Messinstruments beeinflusst haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind das Vermutungen, eine genauere Betrachtung scheitert schon daran, dass es kein Verfahren gibt, in dem man die absolute H\u00f6he des Schmerzes feststellen oder kommunizieren k\u00f6nnte. Es sollte lediglich herausgearbeitet werden, dass es nicht zwangsl\u00e4ufig so sein muss, dass die Hom\u00f6opathiepatienten am Ende absolut weniger Schmerzen hatten als die anderen, sondern dies lediglich in ihrer jeweils eigenen unterstellten Skala der Fall war.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches scheint f\u00fcr den Index zur Empfindlichkeit zu gelten. Die Originalarbeit zur Beschreibung des Messverfahrens, auf die sich die Autoren der Studie beziehen, ist mir nicht zug\u00e4nglich. In einer sp\u00e4teren Arbeit [8] wird das Bewertungsverfahren ebenfalls kurz beschrieben. Hiernach dr\u00fcckt der behandelnde Arzt in einer gewissen Weise auf das untersuchte Gelenk und bewertet die Reaktion des Patienten nach folgendem Katalog:<br \/>\n\n<table id=\"tablepress-7\" class=\"tablepress tablepress-id-7\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Punkte<\/th><th class=\"column-2\">Kriterien<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">0<\/td><td class=\"column-2\">Keine Schmerzempfindlichkeit<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">1<\/td><td class=\"column-2\">Patient klagt \u00fcber Schmerz<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">2<\/td><td class=\"column-2\">Patient klagt \u00fcber Schmerz<br \/>\nund zuckt zusammen<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">3<\/td><td class=\"column-2\">Patient klagt \u00fcber Schmerz<br \/>\nund zuckt zusammen<br \/>\nund zieht Gelenk zur\u00fcck<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-7 from cache --><br \/>\nWie man sieht, ist die Bewertung klar davon abh\u00e4ngig, ob der Patient beispielsweise damit rechnet, dass ihm der Arzt jetzt Schmerzen zuf\u00fcgt (\u00dcberraschungsmoment) und was er gewohnt ist, auszuhalten. Also auch hier handelt es sich um ein sehr subjektives Instrument, das sicher geeignet ist, die Ver\u00e4nderungen\u00a0bei einem Patienten zu verfolgen, ein Vergleich der absoluten Werte zwischen\u00a0verschiedenen Patienten ist aber kaum aussagekr\u00e4ftig. Es ist also auch hier nicht gesichert, dass die aus den Zahlen ablesbaren Verh\u00e4ltnisse &#8211; am Anfang war die Hom\u00f6opathiegruppe schlechter als die Placebogruppe, am Ende war sie besser &#8211; tats\u00e4chlich real\u00a0gegeben waren.<\/p>\n<p>Die Beschreibung des verwandten Funktionsindex war mir ebenfalls nicht zug\u00e4nglich, ich konnte allerdings auch keine Angaben von anderen Autoren hierzu finden. Daher kann dieser Punkt hier nicht weiter betrachtet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die\u00a0letzten beiden betrachteten Punkte ist es wegen ihrer Subjektivit\u00e4t durchaus richtig, dass die Autoren nur die Ver\u00e4nderungen in den jeweiligen Gruppen als Ergebnis bewertet und nicht die Absolutwerte miteinander verglichen haben. Bei den objektiv messbaren Daten &#8211; Dauer der Gelenksteifheit am Morgen, Greifkraft der H\u00e4nde &#8211; ist dieses Vorgehen aber falsch. Genaugenommen h\u00e4tte man erwartet, dass die Autoren die ganz offensichtlich unterschiedlichen Ausgangslagen der Patienten in den einzelnen Gruppen, wie sie aus den messbaren Gr\u00f6\u00dfen erkennbar sind, bei der Bewertung der subjektiven Gr\u00f6\u00dfen ber\u00fccksichtigen. Dies ist aber nicht geschehen &#8211; und das ist aus meiner Sicht eine erhebliche Schw\u00e4che der Arbeit.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu den Studienergebnissen. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ausgangslage in den beiden Gruppen ist es unm\u00f6glich, das Ergebnis, das hei\u00dft die Verbesserung in der Hom\u00f6opathiegruppe, zu bewerten. Wenn die Placebogruppe \u00e4hnlich schlecht aufgestellt gewesen w\u00e4re, was w\u00e4re dann da herausgekommen? Eben, genau das kann man nicht beantworten, womit der Zweck einer verblindeten Vergleichsstudie verfehlt ist.<\/p>\n<p>Bleibt die Tatsache, dass unter der hom\u00f6opathischen Behandlung tats\u00e4chlich Verbesserungen erzielt worden sind. In Ermangelung der Vergleichbarkeit der Placebogruppe ist zu fragen, ob es richtig und zwingend ist, diese positiven \u00c4nderungen auf die Wirkung der hom\u00f6opathischen Arzneien zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist festzustellen, dass nur der Status am Anfang und am Ende der Studie dargestellt werden, die in monatlichem Abstand festgestellten Zwischenwerte werden nicht genannt. Warum nicht? Kann es sein, dass der Verlauf doch nicht so war, wie man ihn bei einer Wirksamkeit zu erwarten h\u00e4tte? Dann h\u00e4tte sich eine kontinuierliche Entwicklung vom Anfangspunkt zum Endpunkt ergeben m\u00fcssen. War das der Fall? Es wird jedenfalls nicht gezeigt.<\/p>\n<p>Es wird beschrieben, dass die Patienten aufgefordert wurden, ihre vor der hom\u00f6opathischen Behandlung angefangene konventionelle Therapie unver\u00e4ndert weiterzuf\u00fchren. Es wird allerdings nicht berichtet, dass im Verlauf und nach der Studie auch \u00fcberpr\u00fcft worden sei, ob diese Vorgabe auch eingehalten wurde. Wenn nicht, k\u00f6nnte ja auch eine Ver\u00e4nderung in dieser Therapie bei einem unerwarteten Erfolg die gezeigten Verbesserungen verursacht haben.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche \u00dcberlegungen gelten f\u00fcr die Verblindung.\u00a0\u00a0Dort wurde\u00a0auch nicht \u00fcberpr\u00fcft, ob sie bei allen Patienten w\u00e4hrend der gesamten Studiendauer aufrechterhalten wurde oder ob, durch welchen dummen Zufall auch immer, die Patienten wussten oder erraten konnten, zu welcher Gruppe sie geh\u00f6rten. Dies h\u00e4tte\u00a0einen unkontrollierten Placeboeffekt in den Versuch einbringen k\u00f6nnen. Die \u00c4rzte wurden zwar befragt, ob sie erraten konnten, welcher Patient zu welcher Gruppe geh\u00f6rte, aber das Ergebnis wird nicht mitgeteilt.<\/p>\n<p>Nach den Darstellungen in der Wikipedia ist die rheumatoide Arthritis auch dadurch gekennzeichnet, dass sie schubweise auftritt, wobei ein einzelner Schub typischerweise zwischen einigen Wochen und einigen Monaten dauert, zwischen den Sch\u00fcben lassen die Beschwerden nach. Die Behandlung sei dadurch erschwert, dass eine Besserung des Gesundheitszustandes nicht zwingend auf die Therapie zur\u00fcckzuf\u00fchren sei.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang soll der Umstand n\u00e4her betrachtet werden, dass nur bei vier der Hom\u00f6opathiepatienten die erzielte Verbesserung als stark (&#8218;much better&#8216;) bezeichnet wird, die einzelnen Beurteilungskriterien sich aber \u00fcber die ganze Gruppe gemittelt erheblich ver\u00e4nderten.\u00a0Dabei ist es problematisch, dass die Gruppen mit jeweils 23 Patienten recht klein waren &#8211; und die Ergebnisse nur als Durchschnittswerte angegeben werden. Durchschnittswerte haben die Eigenschaft, dass sie &#8211; im Gegensatz zu Medianwerten &#8211; von extremen Minimal- und Maximalwerten am Rande der Verteilung stark beeinflusst werden und zwar umso mehr, je weiter einzelne Werte nach oben oder unten herausragen. W\u00e4re auch nur bei zwei Patienten, die nach den Angaben eine &#8217;starke Verbesserung&#8216; zu verzeichnen hatten, w\u00e4hrend der Studie gerade zuf\u00e4llig ein solcher Schub zu Ende gegangen, dann kann das sehr wohl die zum Teil starke prozentuale \u00c4nderung der Daten erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind das Vermutungen, keine Frage. Vermutungen, die wir nicht beweisen k\u00f6nnen. Bei solchen Studien, die durchgef\u00fchrt werden, um die Wirksamkeit einer Therapie nachzuweisen, ist die Beweislast aber gerade anders herum. Nicht die Leser m\u00fcssen beweisen, dass die Messdaten nicht so waren, dass sie die Aussage st\u00fctzen. Vielmehr m\u00fcssen die Autoren zeigen, dass ihre Schlussfolgerungen gerechtfertigt sind und die Messdaten keine andere sinnvolle Interpretation zulassen.<\/p>\n<p>Dass wir mit unseren Betrachtungen nicht so ganz falsch liegen, zeigen die Ergebnisse weiterer sp\u00e4terer Studien zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie bei rheumatoider Arthritis:<\/p>\n<p>Bereits 1991 wurde von Andrade et. al. eine Arbeit ver\u00f6ffentlicht [4]. Innerhalb von sechs Monaten fand man in einer doppelt verblindeten Studie an 44 Patienten keine signifikanten Unterschiede zwischen Placebo und Hom\u00f6opathie.<\/p>\n<p>Wiesenauer et. al. f\u00fchrten ebenfalls in 1991 eine Studie [5] durch, bei der insgesamt 111 Patienten in sechs verschiedenen Arztpraxen betrachtet wurden. Im Endergebnis wurde eine Kombination aus der Verringerung des Bedarfs an Antirheumatika und Analgetika sowie der subjektiven Schmerzbeurteilung bewertet. Man stellte eine signifikante Wirkung des Hom\u00f6opathikums fest. Diese Arbeit wird noch in diesem Blog zu untersuchen sein.<\/p>\n<p>In 2001 ver\u00f6ffentlichten Fisher et.al. eine Studie [6] zum gleichen Thema an insgesamt 112 Patienten. Man fand keine Hinweise darauf, dass die Hom\u00f6opathie auf die betrachteten Patienten einen positiven Effekt ausge\u00fcbt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Brien et. al. haben 2011 die Ergebnisse einer Studie [7] an insgesamt 56 Patienten ver\u00f6ffentlicht, wonach allenfalls der Hom\u00f6opath selber durch seine Behandlung einen positiven Effekt erzielt, nicht jedoch das Medikament.<\/p>\n<p>Somit steht auch das Bild in der Fachliteratur eher gegen die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie bei rheumatoider Arthritis.<\/p>\n<p>Es sei am Rande vermerkt, dass nach den Vorstellungen der klassischen Hom\u00f6opathie diese Studie eigentlich kein positives Ergebnis liefern kann. Eine allopathische und eine hom\u00f6opathische Behandlung schlie\u00dfen sich bekanntlich gegenseitig aus. Die Medikamente, die die Patienten eingenommen hatten, hatten ja die Symptome, nach denen der Hom\u00f6opath das Medikament ausw\u00e4hlen muss, verdeckt oder zumindest erheblich ver\u00e4ndert. Somit w\u00e4re ein Erfolg der Studie gleichzeitig ein Nachweis daf\u00fcr, dass die hom\u00f6opathische Lehre nicht stimmt. Aber das st\u00f6rt wahrscheinlich nur die Logik, nicht den Glauben.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p>Die bereits in 1980 ver\u00f6ffentlichte Studie von Gibson zur hom\u00f6opathischen Behandlung von rheumatoider Arthritis kommt zwar zu einem positiven Ergebnis, das allerdings einer n\u00e4heren Betrachtung nicht standh\u00e4lt. Der Grund liegt darin, dass die Autoren alleine die eingetretene Verbesserung der untersuchten Kennzeichen in die Bewertung einbeziehen, dabei aber au\u00dfer acht lassen, dass die Ausgangsbedingungen beider Gruppen h\u00f6chst unterschiedlich waren. In drei von sechs untersuchten Parametern waren die Ergebnisse nach drei Monaten trotz erheblicher Verbesserungen in der Hom\u00f6opathiegruppe immer noch erheblich schlechter als in der Placebogruppe, teilweise sogar immer noch schlechter als deren Anfangswert. Die Autoren lassen diesen Aspekt v\u00f6llig unkommentiert und beziehen ihn auch nicht in die Bewertung der subjektiven Kriterien ein. Die Kontrollgruppe hat damit ihre Funktion als Vergleichsbasis verloren.<\/p>\n<p>Die Autoren haben indes vers\u00e4umt darzustellen und Daten zu liefern, warum es gerechtfertigt w\u00e4re, die bei der Hom\u00f6opathiegruppe ohne Zweifel eingetretenen Verbesserungen zwangsl\u00e4ufig auf die Wirkung der Arznei zur\u00fcckzuf\u00fchren. Gerade bei dem schubweisen Verlauf der Krankheit erweist es sich angesichts der kleinen Gruppengr\u00f6\u00dfen als wenig zweckdienlich, nur den Durchschnitt als Bewertungskriterium heranzuziehen, der sehr empfindlich auf einzelne Ausrei\u00dfer reagiert. In diesem Zusammenhang bleibt offen, warum die w\u00e4hrend des Studienverlaufs ermittelten Zwischenwerte nicht ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n<p>Insgesamt bietet diese Studie &#8211; trotz anderslautender Schlussfolgerung der Autoren &#8211; keine Anhaltspunkte als Nachweis f\u00fcr eine Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Therapie bei rheumatoider Arthritis, wobei die Studienlage ebenfalls in diese Richtung weist.<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>[1] Lansky AL. Unheilbar? &#8211; Das faszinierende Heilpotenzial der Hom\u00f6opathie.<br \/>\n2. Auflage, Narayana-Verlag, Kandern, 2012<\/p>\n<p>[2] Gibson RM, Gibson SLM, MacNeill AD, Buchanan WW. Homoeopathic Therapy in Rheumatoid Arthritis: Evaluation by double-blind Clinical Therapeutical Trial. in: Br. J. clin. Pharmac (1980), 9, 453-459, Link zum <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/j.1365-2125.1980.tb05840.x\/pdf\" class=\"broken_link\">Volltext<\/a><\/p>\n<p>[3] Wikipedia, Artikel <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rheumatoide_Arthritis\">Rheumatoide Arthritis<\/a><\/p>\n<p>[4] Andrade LEC, Ferraz MB, Atra E, Silva MSM. A Randomized Controlled Trial to Evaluate the Effectiveness of Homeopathy in Rheumatoid Arthritis in: Scandinavian Journal of Rheumatology, 20 (1991), 3: p 204-208 Link zum <a href=\"http:\/\/informahealthcare.com\/doi\/abs\/10.3109\/03009749109103022\" class=\"broken_link\">Abstract<\/a><\/p>\n<p>[5] Wiesenauer M, Gaus W: Wirksamkeitsnachweis eines Hom\u00f6opathikums bei chronischer Polyarthritis &#8211; Eine randomisierte Doppelblindstudie bei niedergelassenen \u00c4rzten, in: Aktuelle Rheumatologie 1991; 16 (1): 1-9 Link zum <a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/products\/ejournals\/abstract\/10.1055\/s-2008-1047372\">Abstract<\/a><\/p>\n<p>[6] Fisher P, Scott DL: A randomized controlled trial of homeopathy in rheumatoid arthritis. In: Rheumatology 2001 (40): 1052 &#8211; 1055, Link zum <a href=\"http:\/\/rheumatology.oxfordjournals.org\/content\/40\/9\/1052.long\">Volltext <\/a><\/p>\n<p>[7] Brien S, Lachance L, Prescott P, McDermott C, Lewith G: Homeopathy has clinical benefits in rheumatoid arthritis patients that are attributable to the consultation process but not the homeopathic remedy: a randomized controlled clinical trial. In: Rheumatology 2011 (50): 1070-1082 Link zum <a href=\"http:\/\/rheumatology.oxfordjournals.org\/content\/50\/6\/1070.full.pdf\">Volltext<\/a><\/p>\n<p>[8] Doyle DV, Dieppe, PA, Scott J, Huskisson EC: An articular index for the assessment of osteoarthritis. In: Annals of the Rheumatic Diseases, 1981, 40, 75 &#8211; 78, Link zum <a href=\"http:\/\/ard.bmj.com\/content\/40\/1\/75.full.pdf+html\" class=\"broken_link\">Volltext<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich trage mich mit dem Gedanken an eine englische Version meines Buches und habe mich zur Einstimmung mit der englischsprachigen pro-hom\u00f6opathischen Literatur besch\u00e4ftigt, darunter auch\u00a0mit dem\u00a0Buch &#8218;Impossible Cure &#8211; the Promise of Homeopathy&#8216; von A. Lansky. 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