{"id":724,"date":"2013-07-19T16:33:54","date_gmt":"2013-07-19T14:33:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=724"},"modified":"2015-02-24T09:58:59","modified_gmt":"2015-02-24T07:58:59","slug":"nachtrag-wasserlinsen-zum-nachweis-homoopathischer-wirkungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=724","title":{"rendered":"Nachtrag: Wasserlinsen zum Nachweis hom\u00f6opathischer Wirkungen"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D724\" data-timestamp=\"1424771939\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D724\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 20<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D724&text=Nachtrag%3A%20Wasserlinsen%20zum%20Nachweis%20hom%C3%B6opathischer%20Wirkungen\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<strong>EDIT 23.02.2015 WICHTIG!<\/strong><br \/>\nBitte beachten: Auf der Tagung &#8218;Science meets Homeopathy&#8216; in Berlin vom 12. bis zum 14. Februar 2015 hatte ich Gelegenheit, meine Vorbehalte mit Herrn Baumgartner zu besprechen (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=2362\">Link<\/a>). Mein Kritikpunkt bez\u00fcglich m\u00f6glicher Unterschiede in den Versuchszeiten konnte ausger\u00e4umt werden. Einige Fragen sind allerdings noch offen, nach deren Kl\u00e4rung wird der Arikel \u00fcberarbeitet. &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Wie vielleicht noch in Erinnerung, hatte ich <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=280\">hier<\/a> auf diesem Blog bereits \u00fcber den Versuch berichtet, mit Hilfe von Wasserlinsen nachzuweisen, dass hom\u00f6opathischen Arzneimitteln doch eine Wirksamkeit innewohnt. Nun, Ingenieure denken langsam, aber exakt. Manchmal sehr langsam, daf\u00fcr sehr exakt. Daher ist mir erst vor Kurzem ein weiterer Aspekt aufgefallen, der bei der Bewertung der erzielten Ergebnisse eine Rolle spielt, n\u00e4mlich die Zeit, genau genommen, die Versuchszeit. Daher also jetzt ein Nachtrag zu <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=280\">diesem Artikel<\/a>.<\/p>\n<p><!--more-->Kurz zusammengefasst bestand der Versuch darin, dass man erprobte, wie sich Wasserlinsen (Lemna Gibba L) erholen, die man vorher mit einer arsenhaltigen L\u00f6sung gesch\u00e4digt hatte. Dazu wurden die Wachstumsraten verglichen, die sich ergaben, wenn die Pflanzen entweder in normaler N\u00e4hrl\u00f6sung weiterwuchsen oder wenn der N\u00e4hrl\u00f6sung noch hom\u00f6opathische Arzneien zugesetzt wurden. Mit Arsenicum album als Hom\u00f6pathikum erzielte man die besten Ergebnisse, bei denen die Wachstumsraten im Durchschnitt um rund 1 %, im Maximum um 2 % h\u00f6her waren als in der Vergleichsgruppe ohne das Medikament.<\/p>\n<p>Mein haupts\u00e4chlicher Kritikpunkt lag (und liegt auch immer noch) darin, dass es einer unglaublich genauen Messtechnik bedurft h\u00e4tte, diese Unterschiede\u00a0zweifelsfrei festzustellen: Man h\u00e4tte den Durchmesser der Bl\u00e4tter der Pflanzen mit einer Aufl\u00f6sung von unter 0,01 mm erfassen m\u00fcssen. Da in den Ver\u00f6ffentlichungen nicht darauf eingegangen wurde, wie diese Pr\u00e4zision erreicht worden sein soll, hatte ich sowohl die Forscher als auch den Hersteller der photometrischen Messausr\u00fcstung Ende\u00a0Mai 2013 um Stellungnahmen hierzu gebeten. Bisher habe ich keine Antwort erhalten. Ich schlie\u00dfe daraus, dass meine \u00dcberlegungen zutreffen, mir ist kein anderer Grund ersichtlich, warum man mir nicht antwortet &#8211; und &#8218;Im Zweifel f\u00fcr den Angeklagten&#8216; gilt nur in der Juristerei.<\/p>\n<p>Aber selbst wenn meine \u00dcberlegungen zur Leistungsf\u00e4higkeit der Messanlage nicht zutreffend sein sollten, gibt es noch einen Aspekt, der angesichts der geringen Effektgr\u00f6\u00dfe durchaus einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis\u00a0h\u00e4tte, und der im Folgenden dargestellt werden soll.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Arsenicum_Growth-rate.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Arsenicum_Growth-rate-300x212.jpg\" alt=\"Arsenicum_Growth rate\" width=\"544\" height=\"373\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aus\u00a0diesem Diagramm der Arbeit ist ersichtlich, dass die Wachstumsrate bei den Pflanzen, die mit dem Hom\u00f6opathikum behandelt wurden,\u00a0 nur um rund 1 bis 2 % gr\u00f6\u00dfer war als bei der Kontrollgruppe in einfachem Wasser. Setzt man ein gleichm\u00e4\u00dfiges exponentielles Wachstum der Wasserlinsen voraus, dann kann man ermitteln, dass dies einem zeitlichen Vorsprung von nur\u00a0etwas mehr als einer Stunde (genauer 1,15 Stunden) entspricht. Sollte das Wachstum nicht gleichm\u00e4\u00dfig abgelaufen sein,\u00a0sondern in den Tagesstunden st\u00e4rker als in der Nacht, w\u00e4re der zeitliche Vorsprung noch geringer &#8211; dies w\u00e4re bei meinen eher rudiment\u00e4ren Kenntnissen in Pflanzenkunde naheliegend. Es erscheint daher gerechtfertigt, der Einfachheit halber von einer Stunde Vorsprung auszugehen, denn man liegt damit auf der sicheren Seite &#8211; bei insgesamt 4 Tagen Versuchsdauer. Das hei\u00dft, h\u00e4tte man die Pflanzen in der normalen N\u00e4hrl\u00f6sung nur eine Stunde l\u00e4nger wachsen lassen, dann h\u00e4tte sich die gleiche Wachstumsrate ergeben, bei zwei Stunden h\u00e4tte sich das Ergebnis sogar gerade umgekehrt.<\/p>\n<p>Frage: Ist das viel oder wenig?<\/p>\n<p>Die f\u00fcr das Ergebnis ma\u00dfgebliche Versuchsdauer ist der zeitliche Abstand zwischen der Ausgangsmessung, hier die Messung zwei Tage nach Versuchsbeginn, und der Messung am Ende. Da den Forschern nur ein Messsystem zur Verf\u00fcgung stand, zumindest ist in der Arbeit nichts anderes beschrieben, mussten alle hundert Becher eines Versuchslaufs nacheinander vermessen werden. Wie lange kann das dauern?<\/p>\n<p>Die Autoren schweigen sich \u00fcber diesen Punkt aus, dann sch\u00e4tzen wir eben einmal: Die Probebecher mussten vom Tisch oder Transportwagen genommen werden, der Code musste abgelesen und am PC eingegeben werden, danach musste der Becher unter die Kamera gestellt werden, wahrscheinlich in eine Aufnahmevorrichtung, um ein langwieriges Ausrichten zu vermeiden.\u00a0Danach musste die\u00a0Fotoaufnahme\u00a0erzeugt\u00a0und die Daten gespeichert werden. Der Becher musste aus dem Messtr\u00e4ger herausgenommen und weggestellt werden. Zeitdauer hierf\u00fcr? Wenn sorgf\u00e4ltig gearbeitet wurde, also darauf geachtet wurde, dass man nichts versch\u00fcttete, die Pflanzen gut sichtbar waren, man die Daten am Ende nochmals kontrollierte und pr\u00fcfte, ob eine Auswertung\u00a0m\u00f6glich ist,\u00a0und so weiter &#8211; dann sind drei Minuten pro Becherglas sicher nicht zu lange. Das hei\u00dft, bei hundert Bechern pro Versuchslauf ben\u00f6tigte die Messung etwa f\u00fcnf Stunden reine Arbeitszeit. Da die Labormitarbeiter sicher nicht im Akkord gearbeitet haben, wird diese Zeit\u00a0m\u00f6glicherweise noch durch die diversen Kaffee- und Mittagspausenzeiten in die L\u00e4nge gezogen worden sein, was wir hier der Einfachheit halber aber vernachl\u00e4ssigen wollen.<\/p>\n<p>Prinzipiell ist diese Messzeit am Anfang und am Ende des Versuchs angefallen. Die Forscher machen keine Angaben dazu, dass man irgendwie daf\u00fcr Sorge getragen h\u00e4tte, dass die Becher bei beiden Messungen in der gleichen Reihenfolge bearbeitet worden w\u00e4ren. Dann hei\u00dft das aber auch, dass die angegebene Versuchszeit von 4 Tagen, was exakt 96 Stunden w\u00e4ren, f\u00fcr die einzelne Probe durchaus f\u00fchlbar unterschiedlich gewesen sein k\u00f6nnte. Betrachtet man die denkbaren Extreme, dann k\u00f6nnte die eingangs zuerst vermessene Probe diejenige gewesen sein, die bei Versuchsende zuletzt bearbeitet wurde und umgekehrt. Dies erg\u00e4be einen maximalen Unterschied in der Versuchsdauer vom Doppelten der Messzeit, nach unseren Annahmen also volle 10 Stunden, bei Ber\u00fccksichtigung von St\u00f6rungen des Arbeitsablaufs und Pausenzeiten wahrscheinlich eher mehr als weniger.<\/p>\n<p>Die obige Frage k\u00f6nnen wir jetzt pr\u00e4zisieren: Ist es denkbar, dass die durchschnittliche Zeit zwischen den Messungen zu Anfang und am Ende des Versuchs bei der Hom\u00f6opathiegruppe um etwa eine Stunde l\u00e4nger war als bei der Kontrollgruppe, wenn die Zeiten um bis zu zehn Stunden h\u00e4tten streuen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>In den Ver\u00f6ffentlichungen wird nicht dar\u00fcber berichtet, dass man f\u00fcr jede Probe die Zeiten zwischen den beiden Messungen erfasst h\u00e4tte, um die Unterschiede dann in der Auswertung rechnerisch zu kompensieren. Man kann entgegnen, dass bei den beiden Messungen ja die Voraussetzungen die gleichen waren, also die Becher in den Tr\u00e4gern gleich angeordnet waren und daher die Zeitunterschiede wesentlich geringer ausgefallen sein m\u00fcssten, als oben abgesch\u00e4tzt. Dies w\u00e4re aber ebenfalls ein reines Zufallsprodukt gewesen, nat\u00fcrlich m\u00f6glich, aber nicht sichergestellt. Wenn in der Arbeit nicht \u00fcber Zeiten und Reihenfolgen der Messungen berichtet wurde, dann hat es keine Regel gegeben, dann war das den Mitarbeitern auch nicht allzu wichtig. Dann k\u00f6nnte man einmal oben links und ein anderes Mal\u00a0unten rechts angefangen haben, die Becher zur Messung zu entnehmen, je nach dem, was dem mit der Aufgabe betrauten Mitarbeiter gerade g\u00fcnstig erschien. Oder wie der Versuchstr\u00e4ger gerade auf dem Tisch stand. Selbst bei einer vorgegebenen Reihenfolge w\u00e4re immer noch nicht auszuschlie\u00dfen, dass es zu Unterschieden in den zeitlichen Abl\u00e4ufen gekommen w\u00e4re. Hat der Mitarbeiter einmal um 9 Uhr, das andere Mal um 11 Uhr mit der Arbeit begonnen, dann ergaben sich schon deutliche Unterschiede im Ablauf.\u00a0Die Unterbrechung durch die Mittagspause w\u00e4re einmal nach 60 Proben erfolgt, das andere Mal nach nur 20. Mithin h\u00e4tten 40 Proben eine\u00a0um die Dauer der Mittagspause\u00a0verl\u00e4ngerte Zeit zum Wachstum\u00a0zur Verf\u00fcgung gehabt. Die starken Schwankungen der Wachstumsraten von Versuchslauf zu Versuchslauf (s. Bild) k\u00f6nnten auf eine solche Problematik bei der Einhaltung der Versuchszeit zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, denn die Wachstumsraten wurden auf die Zahl der Versuchstage bezogen, nicht auf die Zeitdauer in Stunden. Unterschiede zwischen den Versuchsreihen von einigen Stunden\u00a0h\u00e4tten sich voll in den errechneten Wachstumsraten niegergeschlagen.<\/p>\n<p>M\u00fcssten sich die Unterschiede nicht durch den Zufall aufgehoben haben? Aus den Ergebnissen anderer Studien ist ersichtlich, dass der Zufall nicht unbedingt daf\u00fcr sorgt, dass die Eigenschaften von verschiedenen Gruppen gleichm\u00e4\u00dfig verteilt sind (siehe zum Beispiel die Gruppenzusammensetzung bei den <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=404 \">Untersuchungen von Jacobs<\/a>). Insbesondere m\u00fcssen wir hier sehen, dass eine Gruppe nur neun Becher innerhalb der Gesamtmenge von einhundert Bechern umfasst. Es erscheint eigentlich recht unwahrscheinlich, dass die Becher der Hom\u00f6opathie- und der zugeh\u00f6rigen Kontrollgruppe jeweils gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber die hundert Becher eines Versuchslaufs\u00a0verteilt gewesen sein sollen, wenn es auch schwierig ist, eine Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr auszurechnen.<\/p>\n<p>Alleine aus diesen Betrachtungen erscheint es durchaus als m\u00f6glich, dass sich Unterschiede in den Versuchszeiten zwischen den Gruppen von einer Stunde, also 10 % der f\u00fcr die beiden Messungen ben\u00f6tigten Arbeitszeit, ergeben haben k\u00f6nnen.\u00a0Diese eine Stunde zu Gunsten oder zu Ungunsten der einen oder anderen Gruppe ist ein Zufall, nichts weiter. Entsprechend sind die Ergebnisse dem Zufall zuzuschreiben. Nichts weiter.<\/p>\n<p>Die Forscher hatten zur gleichen Zeit einen sehr \u00e4hnlich aufgebauten Versuch\u00a0mit Hefe durchgef\u00fchrt [5] und konnten das hier an den Wasserlinsen erzeugte Ergebnis nicht nachvollziehen, was sie auf spezielle Eigenschaften des Versuchsaufbaus zur\u00fcckf\u00fchrten, die letztendlich aber nicht gekl\u00e4rt sind. Vielleicht hatten sie nur einfach etwas mehr Pech mit der Streuung der Versuchszeiten &#8211; oder der Messanlage.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><\/p>\n<p>Im Licht\u00a0der <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=245\">Beurteilungskriterien<\/a> ergibt sich damit das folgende Gesamtbild:<\/p>\n<p>Die ermittelten Unterschiede in den Wachstumsraten sind sehr gering, so gering, dass man sie ohne aufw\u00e4ndige Auswerteverfahren nicht\u00a0feststellen kann &#8211; wenn \u00fcberhaupt, siehe unten.\u00a0Dabei hat man ja auch noch das \u00c4hnlichkeitsprinzip angewendet und hat die mit einer Arsenverbindung gesch\u00e4digten Pflanzen mit einer anderen Arsenverbindung &#8218;behandelt&#8216;. Und dennoch\u00a0ist der\u00a0Vorteil nicht ohne Analysetechnik feststellbar, das Ergebnis damit irrelevant.<\/p>\n<p>Ganz nebenbei wurde in der Studie auch gezeigt (siehe Bild 3 im <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=280\">Hauptartikel<\/a>), dass die Verst\u00e4rkung der Wirkung des Arzneimittels durch Potenzieren, zumindest bis\u00a0D33, schlicht Humbug ist. Nach 17 Potenzierungen ist die Wirksamkeit kaum gr\u00f6\u00dfer als\u00a0bei einfachem Wasser, bis D33 zeigt sich kein\u00a0positiver Trend.<\/p>\n<p>Keines der zahlenm\u00e4\u00dfig angegebenen Ergebnisse war auf einem Niveau von 5 %signifikant, siehe ebenfalls im <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=280\">Hauptartikel<\/a>.<\/p>\n<p>Hinzu kommt jetzt, dass durch das Vorgehen nicht ausgeschlossen wurde, dass das Ergebnis generell nur ein Zufall ist: Die zuf\u00e4llig streuende Zeit, die den einzelnen Proben zwischen den Messungen zur Verf\u00fcgung steht, kann das Ergebnis schon bei vergleichsweise kleinen \u00c4nderungen in das Gegenteil verkehren. Dennoch wurde dies nicht imVersuchsablauf erfasst und gegebenenfalls korrigiert.<\/p>\n<p>Die Eignung der Messanlage, die Gr\u00f6\u00dfe der Bl\u00e4tter hinreichend genau zu ermitteln, dass die winzigen Unterschiede in den Wachstumsraten tats\u00e4chlich gegeben\u00a0sind, ist zumindest sehr zweifelhaft.<\/p>\n<p>Quintessenz: Von der Studie bleibt eigentlich nichts \u00fcbrig, was auf eine Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Mittel schlie\u00dfen lassen k\u00f6nnte. Wenn man den Daten aber glauben will, dann liefern sie allenfalls den Nachweis, dass das Potenzieren\u00a0keine Wirkung\u00a0hat und daher\u00a0sinnlos ist.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>[1] bis [4] siehe <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=280\">Hauptartikel<\/a><\/p>\n<p>[5] J\u00e4ger T, Scherr C, Wolf U, Simon M, Heusser P, Baumgartner S. &#8218;Investigation of Arsenic-Stressed Yeast (Saccharomyces cerevisiae) as a Bioassay in Homeopathic Basic Research&#8216; in: The Scientific World Journal (2011) 11, 568 &#8211; 563, TSW Holistic Health &amp; Medicine, DOI: 10.1100\/tsw.2011.45, <a href=\"http:\/\/downloads.hindawi.com\/journals\/tswj\/2011\/432505.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; EDIT 23.02.2015 WICHTIG! 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