{"id":404,"date":"2013-06-05T19:38:02","date_gmt":"2013-06-05T17:38:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=404"},"modified":"2017-08-13T13:46:34","modified_gmt":"2017-08-13T11:46:34","slug":"homoopathie-bei-akuten-durchfallerkrankungen-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=404","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathie bei akuten Durchfallerkrankungen bei Kindern"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D404\" data-timestamp=\"1502631994\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D404\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 1<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D404&text=Hom%C3%B6opathie%20bei%20akuten%20Durchfallerkrankungen%20bei%20Kindern\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p><strong>(\u00dcberarbeitet 14.2.2014)<\/strong><\/p>\n<p>Die Behandlung von akuten Durchfallerkrankungen bei Kindern geh\u00f6rt offensichtlich zum festen Repertoire hom\u00f6opathisch arbeitender Heilpraktiker und \u00c4rzte. Kaum eine Praxis-Webseite, die nicht auf die guten Behandlungsm\u00f6glichkeiten hinweist, auch kaum ein Forum oder Blog f\u00fcr ratsuchende Eltern im Internet, auf dem die hom\u00f6opathische Behandlung nicht ihre Bef\u00fcrworter findet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die einschl\u00e4gigen wissenschaftlich orientierten Webseiten zur Hom\u00f6opathie [1], [2], listen zum Thema Durchfallerkrankungen bei Kindern\u00a0(Stand 2011) insgesamt 4 klinische Studien auf, die alle vom gleichen Hauptautor, J. Jacobs, stammen [3, 4, 5, 6]. Da sie auch ziemlich gleich angelegt sind, k\u00f6nnen sie hier gemeinsam in einem Beitrag betrachtet werden. Hinzu kommt eine \u00dcbersichtsstudie, in der Jakobs die Arbeiten [3, 4, 5] zusammenfassend betrachtet [11]<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Studiendesign<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Jacobs beschreibt die erste Studie in Nicaragua [3] als eine Vorabstudie, die zwar keine signifikanten Daten lieferte, jedoch dazu diente, das Vorgehen zu testen. Da die Darstellung des\u00a0Ablaufs und der Ergebnisse in den folgenden Studien wesentlich aussagekr\u00e4ftiger sind, kann auf eine detaillierte Analyse dieser Studie verzichtet werden. Die folgenden Ausf\u00fchrungen beziehen sich also auf die zweite Ver\u00f6ffentlichung zu Untersuchungen, die in Nicaragua ausgef\u00fchrt wurden [4].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die zweite Nicaragua-Studie [4] ist \u00fcbrigens auch in die Metaanalyse von Linde (1997) [7] eingeflossen und als sehr hochwertig bewertet worden. In die Metaanalyse von Shang (2005) [8] wurde diese Studie zwar ebenfalls aufgenommen, wurde aber anscheinend wegen der relativ geringen Teilnehmerzahl nicht in die Bewertung zur Hom\u00f6opathie einbezogen. Shangs Metaanalyse werden wir hier zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ebenfalls n\u00e4her untersuchen, f\u00fcr Lindes Arbeit siehe <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=72 \">mein Buch<\/a>.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aus der Einf\u00fchrung in [4] geht hervor, dass die Forscher ein geeignetes Studienobjekt suchten, um die Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Medikamente zumindest beispielhaft nachzuweisen. Dass die Autoren die kindliche Durchfallerkrankung als Untersuchungsgegenstand ausgew\u00e4hlt haben, wird damit begr\u00fcndet, dass dieser Befund ideale Voraussetzungen f\u00fcr eine solche Studie biete. Erstens erm\u00f6glicht die kurze Zeitdauer der Erkrankung eine intensive Beobachtung, zweitens gibt es keinen Konflikt mit einer konventionellen Standardbehandlung, die w\u00e4hrend des Versuchs eingestellt werden m\u00fcsste, und drittens ist diese Krankheit wichtig f\u00fcr die Gesundheit in dem betrachteten Land. Wie wir sehen, liegt das Hauptaugenmerk der Autoren darin, einen Beweis f\u00fcr die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie zu finden. Dass dies anhand der kindlichen Durchfallerkrankungen passiert, ist mehr oder weniger Zufall. Warum dann die Forscher aus Seattle in den USA in entlegene Winkel der Erde ausr\u00fcckten, ist nicht erkl\u00e4rt. Dies w\u00e4re verst\u00e4ndlich, wenn man sich zur Aufgabe gemacht h\u00e4tte, eine kosteng\u00fcnstige Therapie f\u00fcr ein Gesundheitsproblem in \u00e4rmeren L\u00e4ndern mit unzureichender medizinischer Infrastruktur zu finden &#8211; aber dies ist nicht das Hauptziel. Hat man in Seattle keine Kinder mit Durchfall gefunden?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Untersuchung fand 1991 in zwei der \u00e4rmeren Vororte von Le\u00f3n statt, einer Gro\u00dfstadt mit 175.000 Einwohner im Westen Nicaraguas nahe der Pazifikk\u00fcste. Sie wurde an zwei \u00f6ffentlichen Kliniken durchgef\u00fchrt, die kostenlose Behandlung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung der Umgebung anbieten. Dabei scheint sich eine Klinik (&#8218;clinic&#8216;) von einem Krankenhaus (&#8218;hospital&#8216;) deutlich zu unterscheiden: Kinder mit zu schweren Symptomen konnten nicht in der Klinik behandelt und in die Studie aufgenommen werden, sondern wurden an das Krankenhaus \u00fcberwiesen, beispielsweise wenn Infusionen erforderlich wurden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es nahmen 81 Kinder an der Studie teil. Diese wurden ausgew\u00e4hlt, wenn sie mehr als drei ungeformte Stuhlg\u00e4nge innerhalb der letzten 24 Stunden hatten, wenn die Beschwerden noch nicht l\u00e4nger als eine Woche andauerten und wenn sie keine anderen Medikamente (Antibiotika, Antiparasitika, krampfl\u00f6sende Mittel) w\u00e4hrend der vorangehenden 48 Stunden erhalten hatten. Ausgeschlossen waren weiterhin Kinder, die bereits einen extremen Fl\u00fcssigkeitsmangel aufwiesen und ins Krankenhaus eingewiesen wurden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die hom\u00f6opathische Behandlung bestand aus einer Erstanamnese, bei der den Kindern individuelle Medikamente in C30-Potenz verordnet wurden. Diese sollten jeweils nach einem ungeformten Stuhlgang eingenommen werden. Die in den USA vorbereiteten Medikamentenr\u00f6hrchen enthielten jedoch nach einem Zufallszahlencode entweder das hom\u00f6opathische Medikament (&#8218;Verum&#8216;) oder eine gleich aussehende und gleich schmeckende Tablette ohne die hom\u00f6opathische Arznei (&#8218;Placebo&#8216;). Weder dem behandelnden Arzt noch den Patienten war bekannt, welches Kind Placebo beziehungsweise Verum erhielt. Parallel zu dieser Behandlung erhielten die Kinder zum Ausgleich des Fl\u00fcssigkeitsverlusts eine Trinkl\u00f6sung, wie sie von der WHO empfohlen wird, und sie sollten auch ihre normalen Ern\u00e4hrungsgewohnheiten beibehalten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Eltern der Kinder vermerkten auf einem Protokollblatt mit graphischen Symbolen die Anzahl und Konsistenz der Stuhlg\u00e4nge, was dann t\u00e4glich vom Betreuer der Studie abgefragt wurde. Die Wirkung von Verum oder Placebo sollte anhand der Zeit (in Tagen) gemessen werden, ab Beginn der Behandlung bis erstmals zwei Tage lang weniger als drei ungeformte Stuhlg\u00e4nge pro Tag auftraten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Ergebnisse in Nicaragua<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Betrachten wir zun\u00e4chst den Verlauf der Erkrankung und vergleichen die Ergebnisse der Gruppe, die Verum erhielt, mit den Ergebnissen der Gruppe, die nur Placebo einnahm. Der Vergleich im Krankheitsverlauf ist in der Arbeit in einer Grafik dargestellt, die aus Gr\u00fcnden des Copyrights nicht direkt hier eingef\u00fcgt werden kann. Daher habe ich sie nach den angegebenen Daten nachgezeichnet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Diarrhea.gif\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-439\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Diarrhea.gif\" alt=\"Diarrhea\" width=\"618\" height=\"635\" \/><\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: center;\">\u00a0Grafik: Verlauf der Durchfallerkrankung im Gruppenvergleich<br \/>\nMesswerte und Ausgleichsgeraden f\u00fcr die Tage 1 bis 5<br \/>\nrot: Placebo, gr\u00fcn: Verum<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Schon bei oberfl\u00e4chlicher Betrachtung f\u00e4llt der ungew\u00f6hnliche Krankheitsverlauf auf. Jacobs gibt an, dass im Durchschnitt die Behandlung in beiden Gruppen erst 2,6 Tage nach Beginn der Beschwerden einsetzte. In den letzten 24 Stunden vor Behandlungsbeginn hatten die Kinder durchschnittlich 7,9 (Verum) und 7,5 (Placebo) Stuhlg\u00e4nge. Nach Beginn der Behandlung kam es bereits am ersten Tag in beiden Gruppen zu einer drastischen Verbesserung der Situation und die Anzahl sank auf 3,4 (Verum) und 4,0 (Placebo).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Dass diese starke Verbesserung in beiden Gruppen am ersten Tag auftrat, ist zun\u00e4chst erstaunlich. Die Kinder erhielten nach den Angaben von Jacobs ja nur die f\u00fcr den Krankheitsverlauf vermeintlich nicht wirksame Trinkl\u00f6sung nach den WHO-Empfehlungen, sie sollten au\u00dferdem ihre normale Ern\u00e4hrung beibehalten. Woher kam dann die pl\u00f6tzliche erhebliche Verbesserung? Da beide Gruppen betroffen sind, kann es sich ja nicht um einen Effekt der hom\u00f6opathischen Medikamente handeln, sondern muss f\u00fcr beide Gruppen gleicherma\u00dfen am ersten Behandlungstag wirksam geworden sein. In der Studie wird dieser Frage nicht nachgegangen. Was kann f\u00fcr diese Erscheinung in Frage kommen?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Ein nat\u00fcrlicher Verlauf der Krankheit: Akute Durchfallerkrankungen sind normalerweise selbstlimitierend, das hei\u00dft, nach einer gewissen Weile gehen die Beschwerden von selbst wieder zur\u00fcck. Jacobs nennt hierf\u00fcr ein Zeitfenster von ca. sechs Tagen. Hat man zuf\u00e4llig nach 2,6 Tagen eine Phase besonders starken R\u00fcckganges erwischt?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">&#8230; oder &#8230;<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Probleme bei der Datenerfassung: Nach Beginn der Behandlung vermerkten die Eltern ihre Beobachtungen auf vorgefertigten Formbl\u00e4ttern, die t\u00e4glich abgefragt wurden. Die Anzahlen vor dem Behandlungsbeginn aber mussten wahrscheinlich aus dem Ged\u00e4chtnis\u00a0angegeben werden. Kann darin eine Problematik liegen, wenn die Eltern nicht auf die Frage vorbereitet waren und nicht gez\u00e4hlt hatten? Oder haben die Eltern die Schwere der Erkrankung bewusst \u00fcbertrieben, um in den Genuss der Behandlung durch die US-amerikanischen \u00c4rzte zu kommen, was in einem armen Stadtviertel in Mittelamerika\u00a0m\u00f6glicherweise als besonders vorteilhaft angesehen wurde? Oder gab es einfach Sprachprobleme zwischen den spanischsprechenden Eltern und den US-amerikanischen \u00c4rzten?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">&#8230; oder &#8230;<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">V\u00f6llig verfehlte bisherige Behandlung: Die Autoren geben keine Informationen dar\u00fcber, wie die Kinder vor Beginn der mit der Studie verbundenen Untersuchungen behandelt wurden. Hat man ihnen vielleicht viel zu wenig zu trinken gegeben, und der R\u00fcckgang ist eine Folge\u00a0der Umstellung im Wasserhaushalt, ausgel\u00f6st durch die mit Beginn der Behandlung\u00a0wesentlich verst\u00e4rkte\u00a0Fl\u00fcssigkeitszufuhr?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">&#8230; oder etwas ganz Anderes.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Wie dem auch sei, auf keinen Fall hat diese Verbesserung etwas mit der hom\u00f6opathischen Behandlung zu tun &#8211; sonst h\u00e4tte sie nicht auch in der Placebogruppe auftreten d\u00fcrfen. Nach diesem gro\u00dfen Schritt am ersten Tag ergaben sich deutliche Unterschiede zwischen den beiden Gruppen: 4,0 Ereignisse pro Tag\u00a0f\u00fcr Placebo und 3,4 f\u00fcr Verum. Immerhin. Nat\u00fcrlich kann man annehmen, dass das Hom\u00f6opathikum die Erstverbesserung in der Verumgruppe verst\u00e4rkt habe und daher jetzt dort eine niedrigere Anzahl zu verzeichnen ist. Ist diese Annahme aber gerechtfertigt?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Aus der Studie ist zu ersehen, dass die beiden Gruppen sich in ihren Charakteristika deutlich unterscheiden. Die Kinder in der Verumgruppe sind, so berichtet Jacobs, im Durchschnitt deutlich \u00e4lter (19,6 zu 17,8 Monate), allerdings geringf\u00fcgig kleiner (75,7 zu 76,4 cm) aber etwas schwerer (9,8 zu 9,5 kg). Zudem waren mehr Kinder zuvor konventionell behandelt worden (21 zu 11 %). Wie erkennbar, hat die Verteilung der Kinder auf die Gruppen nach dem Zufallsprinzip nicht dazu gef\u00fchrt, dass die verschiedenen Eigenschaften der Kinder gleichm\u00e4\u00dfig verteilt waren. Man wird also auch annehmen k\u00f6nnen, dass die St\u00e4rke der Erkrankung in den Gruppen ebenfalls nicht genau gleich verteilt war.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Ignoriert man einmal den unerkl\u00e4rlichen Heilungserfolg am ersten Tag und betrachtet man nur die nachfolgenden Verl\u00e4ufe, dann stellt man fest, dass die Placebogruppe sich sogar schneller erholt als die Verumgruppe. Legt man f\u00fcr beide Gruppen jeweils eine gerade Linie durch die Punkte, die bestm\u00f6glich den Verlauf ann\u00e4hern soll (&#8218;Ausgleichsgerade&#8216;), wie durch die helleren Linien im Diagramm angedeutet, und verl\u00e4ngert diese an den Beginn der Behandlung, dann erg\u00e4ben sich f\u00fcr Verum 3,7 und f\u00fcr Placebo 4,6 Stuhlg\u00e4nge pro Tag. Allerdings verbessert sich dieser Wert bei Placebo durchschnittlich um 0,51 pro Tag, bei Verum nur um 0,44. Wenn man also eine Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Arzneien unterstellen wollte, dann m\u00fcsste man aussagen, dass sie am ersten Tag st\u00e4rker gewirkt h\u00e4tten als Placebo, f\u00fcr die restlichen\u00a0vier Tage aber eine geringere Wirkung zeigte. Ist das plausibel? Oder gab es \u00fcberhaupt keine Wirkung von Verum und das Ergebnis ist Zufall? Ein Zufall darin, wie stark der durch den Behandlungsbeginn am ersten Tag beseitigte \u00e4u\u00dfere Einfluss war, beispielsweise wie stark die Fl\u00fcssigkeitszufuhr eingeschr\u00e4nkt war und ein Zufall auch darin, wie schwer die Kinder tats\u00e4chlich erkrankt waren?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Dass die hom\u00f6opathischen Arzneien hier eine st\u00e4rkere Wirkung als die Placebos entfaltet haben sollen, ist bei Betrachtung dieses durchschnittlichen Krankheitsverlaufs nicht nachvollziehbar.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Selbst wenn diese \u00dcberlegungen unzutreffend w\u00e4ren, was sagen die Daten aus? Die Autoren schreiben w\u00f6rtlich in der Zusammenfassung: &#8218;Es gab nach 72 Stunden Behandlung zwischen den Gruppen auch einen signifikanten Unterschied (p &lt; 0.05) in der Zahl der Stuhlg\u00e4nge pro Tag&#8216;. Eine hohe Signifikanz, angezeigt durch einen niedrigen p-Wert, bedeutet, dass das Ergebnis wahrscheinlich nicht durch Zufall entstanden ist, siehe <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=72 \">hier<\/a>. Allerdings besteht diese hohe Signifikanz nach Angaben der Autoren zum Diagramm <b>nur <\/b>am dritten Tag, f\u00fcr alle Tage davor und danach ist der Unterschied in der H\u00e4ufigkeit eben nicht signifikant &#8211; also mit einiger Wahrscheinlichkeit Zufall.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Zusammengefasst: Vergleicht man die t\u00e4glichen Anzahlen der Stuhlg\u00e4nge zwischen den beiden Gruppen, dann liefert nur Tag 3 einen signifikanten Unterschied, was dann allerdings auch in der Zusammenfassung und in der Folge von jedem, der die Studie zitiert gerne dargestellt wird. Man w\u00fcrde erwarten, dass wenn die Wirksmkeit einmal eingesetzt h\u00e4tte, die Vorteile von Tag zu Tag gr\u00f6\u00dfer werden m\u00fcssten &#8211; allein, das ist nicht der Fall. Bereits am n\u00e4chsten Tag ist der Vorteil der Verumgruppe kleiner denn je und d er werbewirksame Vorteil ist dahin.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Selbst wenn die bisherigen \u00dcberlegungen nicht stichhaltig sein sollten: Was wurde hier eigentlich als Hauptergebnis gemessen? Angegeben wird, dass die Verumgruppe eine statistisch signifikante Abk\u00fcrzung in der Zeitdauer der Erkrankung ab Beginn der Behandlung zu verzeichnen h\u00e4tte. Das Ende wurde als der Tag definiert, ab dem erstmals f\u00fcr mindestens zwei Tage weniger als drei\u00a0ungeformte Stuhlg\u00e4nge pro Tag aufgetreten sind.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Akuter Durchfall kann eine ganze Reihe von Ursachen haben, siehe den entsprechenden Eintrag in der Wikipedia [9]. Dort ist auch nachzulesen, dass als Durchfall gilt, wenn an einem Tag mehr als drei fl\u00fcssige Stuhlg\u00e4nge auftreten. Dazu kommt aber &#8211; und dieser Punkt fehlt in der ganzen Studie &#8211; dass eine bestimmte Menge dabei \u00fcberschritten wird, f\u00fcr Erwachsene werden in Summe mehr als 250 Gramm pro Tag angegeben. Kann daher alleine die Anzahl ein aussagekr\u00e4ftigem Ma\u00df sein, die vielleicht alleine vom Wasserhaushalt des Patienten beeinflusst ist? Wie w\u00e4re es zu werten, wenn zwar weniger Stuhlg\u00e4nge erfolgten,\u00a0die gesamte Menge jedoch\u00a0dabei aber gr\u00f6\u00dfer w\u00e4re als vorher, eben weil jetzt wieder mehr Wasser zur Verf\u00fcgung steht? Ich bin zwar kein Mediziner, der dies schlussendlich beurteilen zu k\u00f6nnte, aber es leuchtet ein, dass dieser Umstand eigentlich in der Studie h\u00e4tte ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Wurde wenigstens ein Kriterium f\u00fcr den Endpunkt der Betrachtung gew\u00e4hlt, der f\u00fcr den Patienten eine gewisse Bedeutung hat? F\u00fcr die Verumgruppe k\u00f6nnen die Werte f\u00fcr Tag 1 bis 4 entnommen werden zu 3,4 &#8211; 2,8 &#8211; 2,1 &#8211; 2,0. Das hei\u00dft, die Beschwerden sind auch wenn das Endkriterium eingetreten ist, noch lange nicht zu Ende. Es ist zu vermuten, dass ein Patient subjektiv sich erst dann als von einem akuten Durchfall genesen empfindet, wenn er wieder hinreichend &#8218;innerlich gefestigt&#8216; ist, also keine fl\u00fcssigen Stuhlg\u00e4nge mehr auftreten. In diesem Licht ist eine Verbesserung, die darin besteht,\u00a0dass die Anzahl unter drei pro Tag sinkt, f\u00fcr den Patienten selbst vielleicht zwar als eine gewisse Erleichterung zu sehen, aber Erleichterung ist relativ. Abh\u00e4ngig von der Vorgeschichte kann auch ein R\u00fcckgang auf f\u00fcnf schon eine Erleichterung sein. Der Zeitpunkt, wann weniger als drei Ereignisse pro Tag stattfinden, ist nur ein ziemlich beliebig festgesetzter Zwischenzustand, der sich f\u00fcr den Patienten nicht markant im Krankheitsgeschehen abhebt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Autoren geben an, dass die Zeit bis zum definierten Endpunkt bei der Hom\u00f6opathiegruppe um 0,8 Tage k\u00fcrzer war als bei Placebo. 3,0 anstelle 3,8 Tage. Dieser willk\u00fcrlich gew\u00e4hlte Endpunkt tritt also noch nicht einmal einen vollen Tag fr\u00fcher auf. In der Studie wird aber nicht genannt, wann denn die Beschwerden tats\u00e4chlich vollkommen verschwunden waren, eine Absch\u00e4tzung anhand der Ausgleichsgeraden in der Grafik w\u00e4re auch sehr vage. Man kann aber in der Grafik deutlich erkennen, dass auch am f\u00fcnften Tag die Sache noch nicht ausgestanden war. Schlicht und einfach: das gew\u00e4hlte Ma\u00df und die daran gemessenen Verbesserungen sind f\u00fcr die Patienten kaum als solche f\u00fchlbar, es handelt sich um eine rein akademische etwas lebensfremde Betrachtung, dass ein willk\u00fcrlich im Krankheitsverlauf definierter Punkt sich zeitlich verschiebt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Auf jeden Fall geht die von Jacobs dargestellte Bewertung des Ergebnisses v\u00f6llig daneben. Dort wird die Abk\u00fcrzung um 0,8 Tage f\u00fcr das Messkriterium als Abk\u00fcrzung der gesamten Krankheitsdauer &#8211; nach Jacobs Angaben f\u00fcnf bis sechs Tage &#8211; angesetzt, was angesichts des Verlaufs nicht gerechtfertigt ist. Da die Placebogruppe wie dargestellt schneller ausheilt als die Verumgruppe, wird der Vorteil zum Ende der Beschwerden deutlich geringer sein.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Bei diesen Betrachtungen wurde davon ausgegangen, dass die berichteten Ergebnisse zusammen passen &#8211; tats\u00e4chlich sind sie aber nur sehr schwierig in Einklang zu bringen. Beschr\u00e4nken wir uns auf die Verumgruppe:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\" align=\"left\">nach weniger als zwei Tagen war f\u00fcr die H\u00e4lfte der Patienten die Behandlung beendet (Tabelle 6 der Ver\u00f6ffentlichung)<\/div>\n<\/li>\n<li>im Text wird beschrieben, dass das Endkriterium, weniger als drei Stuhlg\u00e4nge am Tag, erst am dritten Tag erreicht wurde<\/li>\n<li>bereits am zweiten Tag betr\u00e4gt nach der Grafik die Anzahl der ungeformten St\u00fchle im Mittel nur noch 2,8<\/li>\n<li>Die Zeit bis zum ersten geformten Stuhlgang betr\u00e4gt im Mittel 3,6 Tage (Tabelle 5)<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Vielleicht gibt es eine einsichtige L\u00f6sung f\u00fcr diesen Datensalat, aber mir ist es nicht gelungen, mir ein plausibles Bild zu machen, in dem alle diese Angaben einen Platz finden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><strong>Ergebnisse aus Nepal<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Der Ablauf in dieser Studie war weitgehend identisch zur beschriebenen Untersuchung in Nicaragua. Sie wurde 1994 in einem Vorort von Kathmandu an 126 Kindern\u00a0 durchgef\u00fchrt, die einer Bev\u00f6lkerungsgruppe von nepalesichen und tibetischen Fl\u00fcchtlingen entstammten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Diese Studie lag f\u00fcr Lindes Metastudie [7] noch nicht vor. Sie ist aber eine der Studien, die bei Shang [8] als gr\u00f6\u00dfere qualitativ gute Studie in die Gesamtbewertung eingeflossen ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">F\u00fcr die Nepal-Studie sind die Autoren nicht so freigiebig mit detaillierten Informationen zu ihren Messergebnissen. Die Gegen\u00fcberstellung der Eingangsdaten der beiden Gruppen zeigt allerdings \u00e4hnliche Daten wie f\u00fcr Nicaragua. Bemerkenswert ist, dass auch hier die Kinder in der Verumgruppe \u00e4lter sind als in der Placebogruppe (20,6 zu 16,6 Monaten), hier allerdings auch deutlich gr\u00f6\u00dfer (76,3 zu 72,9 cm) und schwerer (9,6 zu 8,7 kg).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Leider ist es nicht m\u00f6glich, die gleichen Betrachtungen zum Verlauf der Erkrankung wie oben anzustellen, da keine Informationen zur t\u00e4glichen\u00a0H\u00e4ufigkeit des Stuhlg\u00e4nge angegeben worden sind. Die Ergebnisse werden auf v\u00f6llig andere Weise: W\u00e4hrend f\u00fcr Nicaragua Durchschnittsh\u00e4ufigkeiten angegeben werden, werden f\u00fcr Nepal Genesungswahrscheinlichkeiten dargestellt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Diese beiden Zahlen lassen sich zumindest mit meinen Mitteln nicht ineindander \u00fcberf\u00fchren, denn es liegen keine weiteren Angaben etwa zu den Standardverteilungen der Nicaragua-Ergebnissen vor.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Als Ergebnis wird eine sogenannte Kaplan-Meier Grafik dargestellt. Ein solches Diagramm beschreibt die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr, dass\u00a0die Mitglieder der Gruppe\u00a0noch nicht genesen sind.\u00a0Wir k\u00f6nnen aus der Grafik n\u00e4herungsweise die Prozentzahlen der &#8218;genesenen&#8216; Patienten abmessen, was\u00a0allerdings nur mit begrenzter Genauigkeit m\u00f6glich ist. Das Ergebnis zeigt die folgende Tabelle:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">\n<table id=\"tablepress-1\" class=\"tablepress tablepress-id-1\" aria-describedby=\"tablepress-1-description\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Tag<\/th><th class=\"column-2\">Verum (%)<\/th><th class=\"column-3\">Placebo (%)<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">0<\/td><td class=\"column-2\">0<\/td><td class=\"column-3\">0<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">1<\/td><td class=\"column-2\">26<\/td><td class=\"column-3\">14<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">2<\/td><td class=\"column-2\">36<\/td><td class=\"column-3\">25<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">3<\/td><td class=\"column-2\">55<\/td><td class=\"column-3\">30<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">4<\/td><td class=\"column-2\">60<\/td><td class=\"column-3\">39<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<span id=\"tablepress-1-description\" class=\"tablepress-table-description tablepress-table-description-id-1\">Anteil der Gruppenmitgliedern, die das Endkriterium erf\u00fcllt haben (aus Grafik herausgemessen)<\/span>\n<!-- #tablepress-1 from cache --><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Nach zwei Tagen haben also 36 % der Teilnehmer der Verumgruppe das Kriterium erf\u00fcllt, das als Ma\u00df f\u00fcr die Wirksamkeit der Behandlung festgelegt wurde, bei der Placebogruppe waren es erst 25 %. Das Ergebnis sieht zwar deutlich aus, ist es aber auch signifikant, das hei\u00dft, wahrscheinlich nicht durch Zufall zu Stande gekommen?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Jacobs nennt als Ergebnis eines Signifikanztests, der als sogenannter Logrank-Test f\u00fcr den gesamten Verlauf durchgef\u00fchrt wurde, einen Zahlenwert von p = 0,036, was durchaus als signifikant angesehen werden kann. Als kleine Kuriosit\u00e4t am Rande: Die Autoren ermittelten eine Signifikanz f\u00fcr den Heilungsverlauf p = 0,036. Wenn dies unzweifelhaft auf eine Wirkung der hom\u00f6opathischen Arznei hinweisen sollte, dann m\u00fcsste ebenso unzweifelhaft festgestellt werden, dass die Mittel auf die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe der Kinder gewirkt haben: Im statistischen Vergleich sind die Kinder in der Verumgruppe signifikant\u00a0gr\u00f6\u00dfer (p = 0,03) als in der Placebogruppe. Auch der Unterschied im Alter ist fast signifikant. Wie wir sehen, so unwahrscheinlich ist ein signifikantes Ergebnis garnicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Letztendlich ist die Nepal-Studie wegen der alleinigen Angabe der Wahrscheinlichkeiten nicht analysierbar. Dabei ist durchaus zu sehen, dass das Kriterium f\u00fcr das Eintreten der Gesundung das gleiche ist wie in der Nicaragua-Studie, n\u00e4mlich ein willk\u00fcrlich im Krankheitsverlauf festgelegter Zeitpunkt. Es ist zu konstatieren, dass die Verumgruppe durchaus im Vorteil gegen\u00fcber der Placebogruppe war, aber dieser kann genauso unsignifikant gewesen sein wie in der Nicaragua-Studie.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Es gibt allerdings ein paar Indizien, die darauf hindeuten, dass die Ergebnisse beider Studien \u00e4hnlich waren, insbesondere der Heilungsverlauf in zwei Phasen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Ausgangssituation, das hei\u00dft die Anzahl der Stuhlg\u00e4nge 24 Stunden vor der Behandlkung war sehr hoch, in Nicaragua im Schnitt \u00fcber sieben, in Nepal sogar \u00fcber acht.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\" align=\"left\">In beiden L\u00e4ndern war offenbar Dehydrierung\u00a0ein gro\u00dfes Problem, die Berwertungskriterien werden gleich beschrieben und in beiden F\u00e4llen wird die WHO-Trinkl\u00f6sung gleichzeitig zur hom\u00f6opathischen Behandlung gestartet.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\" align=\"left\">Beide Studienergebnisse zeigen in Anbetracht der Ausgangslage bereits nach dem ersten Behandlungstag dramatische Erfolge: In Nicaragua sinkt die H\u00e4ifigkeit von im Schnitt von 7,7 auf 3,7 Ereignisse, in Nepal erf\u00fcllen bereits\u00a030 % der Kinder das Heilungskriterium.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\" align=\"left\">Am zweiten Tag nach Behandlungsbeginn sind in beiden Studien zwischen 30 und 40 % der Kinder &#8218;geheilt&#8216;.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\" align=\"left\">Weder in dem als Zweiten verfassten Bericht \u00fcber die Untersuchungen in Nepal noch in einer sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten zusammenfassenden Betrachtung der vorliegenden Studien [11] berichten die Autoren \u00fcber Unterschiede im Krankheitsgeschehen.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Auch wenn diese Indizien darauf hindeuten, dass die Nicaragua-Studie und die Nepal-Studie die gleichen Probleme hinsichtlich der Aussagekraft aufweisen, ist es nur eine Vermutung, dass sich dei Argumente gegen die Nicaragua-Studie auch auf die NEpal-Studie \u00fcbertragen lassen. Letztendlich bleibt dies aber Vermutung. Sicher hingegen ist, dass Jacobs auf jeden Fall die Auswirkungen der parallelen Rehydrierungstherapie auf ihre Ergebnisse h\u00e4tte diskutieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><strong>Ergebnisse in Honduras<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Studie [6] wurde unter \u00e4hnlichen Randbedingungen ausgef\u00fchrt, jedoch wurde statt der individuell gew\u00e4hlten Arzneien ein Kombinationspr\u00e4parat eingesetzt, das aus den f\u00fcnf in den vorherigen Studien am h\u00e4ufigsten eingesetzten Arzneien zusammengestellt wurde. Diese Versuche ergaben keine signifikanten Wirkungen des Hom\u00f6opathikums im Vergleich zu Placebo. Daher er\u00fcbrigt sich hier eine detaillierte Analyse.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>\u00dcbertragbarkeit<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schon auf den ersten Blick f\u00e4llt eine Merkw\u00fcrdigkeit auf: Obwohl die Forschergruppe in Seattle \/ Washington State \/ USA ans\u00e4ssig ist, wurden die Versuche in Nicaragua, Nepal und Honduras durchgef\u00fchrt, sowohl von USA als auch von Mitteleuropa aus gesehen etwas exotische L\u00e4nder. Warum dies erfolgte, ist in der Studie nicht erkl\u00e4rt. Es ist wohl kaum zu glauben, dass es in USA keine Kinder mit Durchfall gegeben haben sollte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">F\u00fcr alle drei L\u00e4nder hat das Ausw\u00e4rtige Amt der Bundesrepublik Deutschland Reise- und Sicherheitshinweise herausgegeben [10]. F\u00fcr alle L\u00e4nder wird unter der \u00dcberschrift &#8218;Durchfallerkrankungen&#8216; vor dem Genuss von Leitungswasser sowie frischem Obst und Gem\u00fcse gewarnt. Nat\u00fcrlich sind Touristen, f\u00fcr die diese Warnungen gelten, besonders anf\u00e4llig, da das Verdauungssystem durch die ungewohnte Nahrung, die Zeitumstellung und \u00e4hnliche Stressfaktoren ohnehin schon gereizt ist. Aber auch bei der einheimischen Wohnbev\u00f6lkerung treten &#8211; zumindest in Nepal &#8211; gelegentlich Durchfallerkrankungen auf, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Es ist nicht so, dass sich in der einheimischen Bev\u00f6lkerung eine gewisse Resistenz herausbildet, die sp\u00e4testens im Erwachsenenalter einen zuverl\u00e4ssigen Schutz darstellt. Man trinkt m\u00f6glichst Wasser nur aus industriell abgef\u00fcllten Flaschen und Plastikbeh\u00e4ltern, nicht aus der \u00f6ffentlichen Wasserversorgung. Trotzdem hat jeder regelm\u00e4\u00dfig das Problem.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Sind die Ergebnisse, die in solchen L\u00e4ndern, noch dazu in den \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerungsschichten an kleinen Kindern erzielt wurden, tats\u00e4chlich auf die Verh\u00e4ltnisse in einer westlichen Industrienation \u00fcbertragbar, in der sauberes Wasser und einwandfreie Nahrungsmittel kein Problem darstellen? Es ist doch wohl eher nicht anzunehmen, dass ein Kind in Nepal durch Verzehr von zu viel Eiscreme, Trinken von zu kalten Getr\u00e4nken oder zu vielen fetten Pommes sich den Magen verdirbt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nirgendwo in den betrachteten Studien wird dies untersucht, dennoch wird die verallgemeinernde Schlussfolgerung gezogen, dass nachgewiesen sei &#8218;dass Hom\u00f6opathie bei akuten Durchfallerkrankungen bei Kindern wirksam hilft&#8216;. Selbst wenn die Studien tats\u00e4chlich eine Wirksamkeit belegen w\u00fcrden, w\u00e4re diese Verallgemeinerung sicher nicht so ohne Weiteres zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><strong>Zusammenfassung.<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Damit haben wir alle bekannten klinischen Studien zur Hom\u00f6opathie bei akuten Durchfallerkrankungen von Kindern betrachtet. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die erste Studie [3] stellte eine Probeuntersuchung dar, die Autoren stellen selbst fest, dass sie keine signifikanten Ergebnisse erzielt haben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die zweite Studie [4] in Nicaragua zeigt einen nicht erkl\u00e4rten Verlauf der Beschwerden, der vermuten l\u00e4sst, dass der Anfangspunkt nicht sicher ist. Eine Betrachtung der Verl\u00e4ufe nach dem ersten Tag deutet jedoch in keiner Weise auf eine Wirksamkeit der Hom\u00f6opathika hin.\u00a0Ein signifikanter Unterschied im Krankheitsgeschehen beider Gruppen tritt nur zu einem singul\u00e4ren Punkt im Zeitverlauf auf, einen Tag sp\u00e4ter ist der Vorteil der Verum-Gruppe aufeinen Minimalwert geschrumpft.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Das von den Autoren gew\u00e4hlte Kriterium zum Ende der Erkrankung ist wahrscheinlich medizinisch eher schwammig und entbehrt wahrscheinlich der Relevanz im Erleben der Betroffenen, da es einen willk\u00fcrlichen Punkt im Krankheitsverlauf darstellt, zu dem man sich f\u00fcr gemeinhin noch nicht als &#8218;gesund&#8216; betrachtet. Ob die sich daraus ermittelte Abk\u00fcrzung um 0,8 Tage eine f\u00fchlbare Verbesserung f\u00fcr den Patienten darstellt, kann man zumindest diskutieren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">F\u00fcr die Untersuchung in Nepal [5] werden andere Daten als Ergebnis angegeben, die nur in wenigen Kriterien einen Vergleich mit der vorherigen Studie erlauben. Die Vermutung, dass der gesamte Verlauf dieser Studie der vorherigen \u00e4hnelt, mit den gleichen Aussagen zum mangelnden Nachweis der Wirksamkeit, kann daher nicht \u00fcberpr\u00fcft werden. Dennoch gibt es Indizien, dass der Krankheitsverlauf dem zuvor in Nicaragua erlebeten durchaus entspricht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Untersuchung in Honduras [6] schlie\u00dflich liefert schon nach Aussagen der Autoren selbst keine signifikanten Nachweise zur Wirksamkeit des hom\u00f6opathischen Komplexmittels.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">In keiner der Studien wird untersucht bzw. diskutiert, welche Auswirkungen die parallel durchgef\u00fchrte Rehydrierung der Kinder mittels der WHO-Trinkl\u00f6sung die MEsswerte beeinflustt haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Selbst wenn alle diese Betrachtungen nicht zutreffend w\u00e4ren, dann bleibt immer noch die Frage der \u00dcbertragbarkeit der Ergebnisse. Man hat in drei exotischen L\u00e4ndern, in denen schon vor dem Genuss unbehandelten Wassers aus der Trinkwasserversorgung und dem Verzehr ungekochten Gem\u00fcses gewarnt wird, kleine Kinder untersucht, die sich aus den \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerungsschichten rekrutieren. Ob denn die Ursachen und Erscheinungsformen der Durchfallerkrankungen \u00e4hnlich sind wie in Mitteleuropa darf bezweifelt werden. Damit ist auch nicht gesichert, ob Therapien, die dort wirkungsvoll sein m\u00f6gen, sich auch im t\u00e4glichen Geschehen in den westlichen Industriestaaten bew\u00e4hren w\u00fcrden, dies h\u00e4tten die Autoren vor der Verallgemeinerung diskutieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Aussagen, Hom\u00f6opathie w\u00e4re eine bew\u00e4hrte Therapie bei der Behandlung von akuten kindlichen Durchfallerkrankungen, entbehren somit\u00a0jeder wissenschaftlichen Grundlage.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Ich danke Frau Ines O\u00dfwald (<a href=\"http:\/\/nepalmeromaya.wordpress.com\/\">http:\/\/nepalmeromaya.wordpress.com\/<\/a>) f\u00fcr ihre Informationen \u00fcber das t\u00e4gliche Leben in Nepal.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[1] <a href=\"https:\/\/www.carstens-stiftung.de\/fileadmin\/user_upload\/pdf\/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Homoeopathie-2016-WissHom.pdf\">https:\/\/www.carstens-stiftung.de\/fileadmin\/user_upload\/pdf\/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Homoeopathie-2016-WissHom.pdf<\/a>\u00a0 (Edit 03.02.2017: Link aktualisiert auf den neuen Forschungsreader)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[2]\u00a0<a href=\"http:\/\/facultyofhomeopathy.org\/research\/\" class=\"broken_link\"> http:\/\/facultyofhomeopathy.org\/randomised-controlled-trials\/ <\/a>(edit 18.02.2017: Link aktualisiert)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[3] Jacobs J, Jimenez LM, Gloyd S, Careres FE, Gaitan MP, Crothers D: &#8218;Homeopathic treatment of acute childhood diarrhea&#8216;, in: Br. Homeopath Journal (1993) 82: pp83-86<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[4] Jacobs J, Jimenez M, Gloyd SS, Gale JL, Crothers D: &#8218;Treatment of Acute Childhood Diarrhea With Homeopathic Medicine: A Randomized Clinical Trial in Nicaragua&#8216;, in: pediatrics (1994); 93: 719 &#8211; 725<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[5] Jacobs J, Jimenez M, Malthouse S, Chapman E, Crothers D, Masuk M, Jonas WB: &#8218;Homeopathic Treatment of Acute Childhood Diarrhea: Results from a Clinical Trial in Nepal&#8216;, in: J Altern Complem Med (2000) : 6(2): pp 131-139<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[6] Jacobs J, Guthrie BL, Montes GA, Jacobs LE, Mickey-Colman N, Wilson R, DiGiacomo R: &#8218;Homeopathic Combination Remedy in the TReatment of Acute Childhood Diarrhea in Honduras&#8216;, in: J Altern Complem Med (2006) : 12(8): pp 723-732<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[7] Linde K, Clausius N, Ramirez G, Melchart D, Eitel F, Hedges LV, Jonas WB: &#8218;Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled-trials&#8216;, in: The Lancet (1997) 350, pp 834 &#8211; 843<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[8] Shang A, Huwiler-M\u00fcntener K, Martey L, J\u00fcni P, D\u00f6rig S, Sterne JA, Pewsner D, Egger M: &#8218;Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? Comparative study of placebo- controlled trials of homeopathy and allopathy&#8216;, in: The Lancet (2005) 366, pp 726 &#8211; 732<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[9] <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Durchfall\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Durchfall<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[10] Portal f\u00fcr Reise- und Sicherheitshinweise des Ausw\u00e4rtigen Amtes: http:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/DE\/Laenderinformationen\/LaenderReiseinformationen_node.html<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\u00a0[11] Jacobs J, Jonas WB, Jiminez-Perez M, Crothers D: &#8218;Homeopathy for childhood diarrhea: combined results and metaanalysis from three randomized, controlled clinical trials&#8216;, Pediatr Infect Dis J, 2003; 22:229-34, <a href=\"http:\/\/www.wellandtrulyhealthy.co.uk\/files\/Jacobs_meta_analysis.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(\u00dcberarbeitet 14.2.2014) Die Behandlung von akuten Durchfallerkrankungen bei Kindern geh\u00f6rt offensichtlich zum festen Repertoire hom\u00f6opathisch arbeitender Heilpraktiker und \u00c4rzte. Kaum eine Praxis-Webseite, die nicht auf die guten Behandlungsm\u00f6glichkeiten hinweist, auch kaum ein Forum oder Blog f\u00fcr ratsuchende Eltern im Internet, &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=404\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,9,8],"tags":[24,23],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/404"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=404"}],"version-history":[{"count":34,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3154,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/404\/revisions\/3154"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}