{"id":3693,"date":"2018-10-28T15:31:57","date_gmt":"2018-10-28T14:31:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3693"},"modified":"2020-01-14T11:45:36","modified_gmt":"2020-01-14T10:45:36","slug":"nanopartikel-und-homoeopathie-wie-soll-das-gehen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3693","title":{"rendered":"Nanopartikel und Hom\u00f6opathie &#8211; wie soll das gehen?"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3693\" data-timestamp=\"1579002336\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3693\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 30<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3693&text=Nanopartikel%20und%20Hom%C3%B6opathie%20%E2%80%93%20wie%20soll%20das%20gehen%3F\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Welche Bedeutung k\u00f6nnen Nanopartikel f\u00fcr die Hom\u00f6opathie haben? Wenn diese wirklich die Tr\u00e4ger der Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate w\u00e4ren &#8211; was w\u00e4re daraus zu folgern?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Titanium_dioxide_nanoparticles.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3696 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Titanium_dioxide_nanoparticles.png\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"218\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Titanium_dioxide_nanoparticles.png 434w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Titanium_dioxide_nanoparticles-300x183.png 300w\" sizes=\"(max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bild: Nanopartikel aus Titandioxid<\/p>\n<p>Hom\u00f6opathika enthalten schon ab vergleichsweise niedrigen Potenzen nicht genug Wirkstoff, um eine pharmakologische Wirkung zu erzielen. Das wissen auch die Verfechter der Hom\u00f6opathie und verwenden in wechselnder Reihenfolge und Intensit\u00e4t verschiedene Erkl\u00e4rungsmodelle, die allesamt an der Physik scheitern. Beispielsweise weisen Wassercluster oder -imprints eine viel zu kurze Lebensdauer auf, nur winzige Sekundenbruchteile, um die Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Biophotonen unterscheiden sich nicht von Photonen des Tageslichts und gehen in deren Menge einfach unter.<\/p>\n<p>In mehr oder weniger regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden erscheinen in den einschl\u00e4gigen Publikationen immer wieder Artikel, die eine herausragende Funktion von Nanopartikeln f\u00fcr die Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate beschreiben, zuletzt eine Arbeit von U. Koch in der Zeitschrift f\u00fcr klassische Hom\u00f6opathie [1]. In unserer Hom\u00f6opedia gibt es einen Artikel, der sich sehr detailliert mit solchen Theorien und Forschungsarbeiten auseinandersetzt (<a href=\"http:\/\/www.hom\u00f6opedia.eu\/index.php\/Artikel:Nanopartikel\">Link<\/a>).<\/p>\n<p>In diesem Artikel soll dargestellt werden, dass Nanopartikel schon aus ganz grundlegenden \u00dcberlegungen heraus v\u00f6llig ungeeignet sind, eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Hom\u00f6opathie zu liefern.<\/p>\n<p><b>Was sind Nanopartikel?<\/b><\/p>\n<p>Nanopartikel sind feste Partikel, deren Gr\u00f6\u00dfe im Bereich von etwa einem bis tausend Nanometern liegen. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter (das ist die neunte Stelle hinter dem Komma und daher sehr klein; n\u00e1nos = Zwerg) oder ein Millionstel Millimeter. Diese Teilchen bestehen aus vergleichsweise wenigen Atomen bzw. Molek\u00fclen, von ein paar Dutzend bis zu einigen Zehntausend. Im Vergleich zu Objekten, die wir ohne Hilfsmittel direkt wahrnehmen k\u00f6nnen, ist das extrem wenig, wie die Gr\u00f6\u00dfe der Teilchen eben auch. Ein Schnapsglas fasst bis zum Eichstrich die unfassbare Zahl von rund 7 gefolgt von 23 Nullen Wassermolek\u00fclen.<\/p>\n<p>Durch ihre geringe Gr\u00f6\u00dfe haben Nanopartikel deutlich andere Eigenschaften als gr\u00f6\u00dfere K\u00f6rper aus dem gleichen Material:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie k\u00f6nnen aufgrund ihrer geringen Gr\u00f6\u00dfe ohne weiteres Membrane und K\u00f6rpergewebe durchdringen, beispielsweise die Blut-Hirn-Schranke. &#8222;Der Schutz des Gehirns vor hochreaktiven und vermutlich gewebesch\u00e4digenden Substanzen ist somit aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe der Nanopartikel nicht mehr gew\u00e4hrleistet.&#8220;<\/li>\n<li>Durch die im Vergleich zur Masse sehr gro\u00dfe Oberfl\u00e4che sind sie sehr reaktionsfreudig.<\/li>\n<li>Nanopartikel gelten aufgrund ihrer noch wenig erforschten Eigenschaften au\u00dferhalb jeden Erfahrungswissens als potenziell riskant f\u00fcr Umwelt und Gesundheit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Angaben nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nanoteilchen\">Wikipedia)<\/a><\/p>\n<p><b>Nanopartikel als Tr\u00e4ger einer Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate<\/b><\/p>\n<p>Was w\u00e4re, wenn die Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate tats\u00e4chlich von Nanopartikeln des Urstoffs abh\u00e4ngen w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst m\u00fcsste man davon ausgehen, dass die Wirksamkeit nur bei solchen Stoffen gegeben w\u00e4re, die beim Potenzieren in w\u00e4ssriger oder alkoholischer L\u00f6sung stabile Nanopartikel ausbilden k\u00f6nnen. Das ist beispielsweise bei l\u00f6slichen Salzen, z.B. Natrium chloratum (Speisesalz) oder Kalium carbonicum (Pottasche) oder Argentum nitricum (Silbernitrat) nicht der Fall. Ebenfalls bilden Mittel, die als Ausgangsstoff fl\u00fcssig sind, keine Nanopartikel.<\/p>\n<p>Ausgangsstoffe aus dem Tier- oder Pflanzenreich werden \u00fcblicherweise dadurch zu Hom\u00f6opathika verarbeitet, dass zun\u00e4chst ein alkoholischer Auszug angefertigt wird. Das hei\u00dft, die entsprechenden Pflanzen und Tiere bzw. deren Teile werden in Alkohol eingelegt und eine bestimmte Zeit, ggf. mehrere Wochen, ziehen gelassen. Die festen Bestandteile werden abgefiltert und das Filtrat bildet dann als Ausgangsstoff nach dem Versch\u00fctteln eine D1-Potenz. Wenn dies auch nur n\u00e4herungsweise zur Bildung von Nanopartikeln f\u00fchren soll, dann m\u00fcsste das L\u00f6semittel danach ausgesucht werden, dass es den gew\u00fcnschten Wirkstoff NICHT l\u00f6st, das hei\u00dft also genau gegenteilig zum heute praktizierten Ansatz. Allerdings: Die Herstellung von Nanopartikeln ist normalerweise recht aufw\u00e4ndig. Dass sie sich bei einem einfachen L\u00f6sungsvorgang spontan bilden, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Diese theoretischen \u00dcberlegungen werden von der hom\u00f6opathischen Forschung zu Nanopartikeln best\u00e4tigt. In den meisten F\u00e4llen sind Nanopartikel metallischer Ausgangsstoffe das Untersuchungsobjekt, z. B. bei Chakramane et al. [2] oder Rajendran [4]. In Hom\u00f6opathika pflanzlichen Ursprungs (Colchicum, Pulsatilla und Belladonna = Herbstzeitlose, K\u00fcchenschelle und Tollkirsche) fanden Upadhyay und Nayak zwar auch Nanopartikel, diese bestanden aber weitestgehend aus Silikat der Glasw\u00e4nde und unterschieden sich nicht zwischen den verschiedenen Ausgangsstoffen [3]. Rajendran hingegen fand in Potenzen von Lycopodium clavatum (Keulenb\u00e4rlapp) Nanopartikel, die Kohlenstoff und Sauerstoff enthielten [5], was etwa auch die Bestandteile von Kalk (Calciumcarbonat) sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dass in F\u00e4llen l\u00f6slicher oder organischer Ausgangsstoffe in h\u00f6heren Potenzen \u00fcberhaupt Nanopartikel festgestellt werden konnten, d\u00fcrfte eine Frage der Messtechnik sein. \u00dcblicherweise wird bei den Untersuchungen mit den verschiedenen elektronenmikroskopischen Verfahren ein Tropfen eines fl\u00fcssigen Pr\u00e4parates verdunstet und der verbliebene Verdunstungsr\u00fcckstand (s. unten) betrachtet. Diese R\u00fcckst\u00e4nde bilden beim Verdunsten des L\u00f6sungsmittels selbstverst\u00e4ndlich kleine Partikel, die durchaus die Kleinheit von Nanopartikeln haben k\u00f6nnen &#8211; ein Nachweis, dass diese dann auch in der fl\u00fcssigen L\u00f6sung als solche Teilchen vorliegen, ist das aber keineswegs. Wenn also Rajendran dar\u00fcber berichtet, in fl\u00fcssigen Pr\u00e4paraten Nanopartikel von Natriumchlorid (Speisesalz) gefunden zu haben, dann ist dies nicht notwendigerweise auf die Fl\u00fcssigkeit \u00fcbertragbar [6].<\/p>\n<p>Folge: Sehr viele von den heute \u00fcblichen hom\u00f6opathischen Pr\u00e4paraten m\u00fcssten auch von Hom\u00f6opathen als unwirksam ausgesondert werden, wenn die Bildung von Nanopartikeln in der L\u00f6sung eine Voraussetzung f\u00fcr eine Wirkung w\u00e4re. Es k\u00e4men \u00fcberhaupt nur noch im jeweiligen L\u00f6sungsmittel unl\u00f6sliche Feststoffe als hom\u00f6opathische Pr\u00e4parate in Frage. Die Majorit\u00e4t der heute \u00fcblichen Produkte w\u00e4re obsolet.<\/p>\n<p><b>Nanopartikel und Massenerhaltung<\/b><\/p>\n<p>Der wesentliche Herstellungsprozess hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate ist das Potenzieren, bei dem die L\u00f6sung stufenweise verd\u00fcnnt und anschlie\u00dfend heftig gesch\u00fcttelt wird, woraufhin der n\u00e4chste Potenzierungsschritt aus Verd\u00fcnnen und Sch\u00fctteln ausgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Sch\u00fctteln ist in der Technik und im t\u00e4glichen Leben ein Prozess, um die Konzentrationen eines fl\u00fcssigen oder auch pulverf\u00f6rmigen Mediums zu vergleichm\u00e4\u00dfigen. Wenn man aus einer solcherma\u00dfen behandelten L\u00f6sung kurze Zeit sp\u00e4ter eine gewisse Menge entnimmt, wird sie im Wesentlichen die gleiche Zusammensetzung haben wie die urspr\u00fcngliche L\u00f6sung als Ganzes. Daraus folgt zwingend, dass sich die Konzentration des Ausgangsmaterials im Ma\u00dfe der Verd\u00fcnnung beim Potenzieren verringert. Es mag Nebeneffekte geben, die verhindern, dass sich die Unterschiede in der Konzentration vollkommen ausgleichen, etwa wenn sich Material am Rand ablagert, aber dies \u00e4ndert nichts am prinzipiellen Zusammenhang. Dies wird erst dann anders, wenn nur noch so wenige Molek\u00fcle des Ausgangsstoffes in der L\u00f6sung vorhanden sind, dass eine gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung nicht mehr sichergestellt werden kann. Bildlich: Ein einziges Molek\u00fcl kann man nicht mehr gleichm\u00e4\u00dfig in der L\u00f6sungsmenge verteilen. Wir k\u00f6nnen also davon ausgehen, dass wenn Nanopartikel \u00fcberhaupt vorliegen, nach jedem Potenzierungsschritt etwa 90 % (bei D-Potenzen) oder 99 % (bei C-Potenzen) im n\u00e4chsten Schritt nicht mehr vorhanden sind und wahrscheinlich im Ausguss landen.<\/p>\n<p>Wenn man dies anders haben will, also eine Fl\u00fcssigkeit entnehmen will, in der die Konzentration einzelner Bestandteile deutlich vom Durchschnitt verschieden ist, dann muss man daf\u00fcr sorgen, dass sich die Partikel separieren, also irgendwo absetzen bzw. an die Oberfl\u00e4che aufsteigen. Die Fl\u00fcssigkeit f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt muss man nat\u00fcrlich aus dem Bereich entnehmen, an dem sich die Partikel befinden.<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass es umso l\u00e4nger dauert, bis Partikel zu Boden sinken (oder an die Oberfl\u00e4che aufsteigen), je kleiner sie sind. Die Reibungskr\u00e4fte infolge der Viskosit\u00e4t des L\u00f6sungsmittels werden relativ zum Gewicht der Partikel immer gr\u00f6\u00dfer und hemmen die Geschwindigkeit, mit der ein Teilchen absinkt. Man vergleiche Wassertropfen: gr\u00f6\u00dfere fallen rasch als Regen zu Boden, hinreichend kleine Tropfen bleiben jedoch als Nebel sehr lange in der Schwebe, obwohl die Dichte wesentlich gr\u00f6\u00dfer ist als die der umgebenden Luft. Das Gewicht ist einfach zu gering, um sich gegen die in diesen Ma\u00dfst\u00e4ben betr\u00e4chtliche Luftreibung schnell zu bewegen.<\/p>\n<p>Demzufolge ist damit zu rechnen, dass sich Nanoteilchen in einer w\u00e4ssrigen oder alkoholischen L\u00f6sung nur sehr langsam am Boden (oder an der Oberfl\u00e4che) einfinden. \u00dcberschl\u00e4gig gerechnet (Stokes-Gleichung) ben\u00f6tigen Nanopartikel Zeitr\u00e4ume in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von Stunden, um im Wasser auch nur einen einzigen Millimeter zu sinken. Will man also nach dem Sch\u00fctteln gezielt Fl\u00fcssigkeit ohne gro\u00dfen Verlust an Nanopartikeln entnehmen, muss man sehr lange warten, einen Tag vielleicht oder zwei, bis diese sich abgesetzt haben. Alternativ kann man dies ger\u00e4tetechnisch beschleunigen, etwa durch eine Zentrifuge. Allerdings: Keiner der Hersteller von Hom\u00f6opathika erw\u00e4hnt dergleichen Vorgehensweisen in der Beschreibung seines Produktionsverfahrens bzw. zeigt dies im Video.<\/p>\n<p>Folgerung: Die gegenw\u00e4rtige Herstellung hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate nimmt \u00fcberhaupt keine R\u00fccksicht darauf, dass es ganz bestimmte abgesicherte Prozesse braucht, Nanopartikel in der L\u00f6sung von einem Potenzierungsschritt zum n\u00e4chsten m\u00f6glichst vollkommen zu \u00fcbertragen. Wenn heutige hom\u00f6opathische Pr\u00e4parate wirksam sein sollen, dann scheiden Nanopartikel als aktiv beteiligte Gebilde aus.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re auch offensichtlich ein v\u00f6llig sinnloses Vorgehen, m\u00f6glichst alle Nanopartikel einer Potenzstufe einzufangen, sie in frischer L\u00f6sung durch Sch\u00fctteln gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen, dann wieder einzufangen, um sie erneut in frischem L\u00f6sungsmittel zu verteilen etc.. Auch wenn die Verkleinerung der Nanopartikel das Ziel der Ma\u00dfnahme sein soll, wie einige Forschungsarbeiten nahelegen wollen [8], warum kann man nicht einfach immer die gleiche L\u00f6sung entsprechend oft sch\u00fctteln?<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen folglich davon ausgehen, dass die bei der Herstellung angewandten Prozesse nicht geeignet sind, gezielt Nanopartikel von einem Potenzierungsschritt zum n\u00e4chsten zu transportieren. Folge: Schon bevor bei der Potenzierung die Avogadrogrenze (D23 \/ C12) erreicht ist, bei der das letzte Atom\/Molek\u00fcl der Urtinktur mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Prozess verschwunden ist, reicht die Menge an Urstoff nicht mehr aus, auch nur noch ein einziges Nanopartikel zu bilden.<\/p>\n<p>Folge: Auch bei Urtinkturen aus unl\u00f6slichen Feststoffen k\u00f6nnen Nanopartikel keinen Beitrag zur behaupteten Wirksamkeit potenzierter Pr\u00e4parate liefern, da sie in der L\u00f6sung nicht mehr vorhanden sind. Ob so viel gewonnen ist, dass man die Wirksamkeit wegen des fehlenden Wirkstoffes nicht erkl\u00e4ren kann oder wegen der fehlenden Nanopartikel, darf man bezweifeln.<\/p>\n<p><b>Woher kommen Nanopartikel in hochpotenzierten Hom\u00f6opathika?<\/b><\/p>\n<p>In einigen Arbeiten wurden Nanopartikel aus dem Material der Urtinktur in einer hoch potenzierten L\u00f6sung gefunden. Entziehen sie sich also doch den obigen \u00dcberlegungen? Schlie\u00dflich mache die Avogadrozahl keine Angaben, wie sich die Konzentrationen beim Verd\u00fcnnen \u00e4ndern, schreibt Koch allen Ernstes in seinem Artikel.<\/p>\n<p>Nanopartikel unl\u00f6slicher Feststoffe finden sich hingegen sicher im L\u00f6sungsmittel, das ja in keinem Fall ein vollkommen reiner Stoff ist. Wasser f\u00fcr medizinische Zwecke (Aqua purificata) darf nach Spezifikation (<a href=\"https:\/\/prozesstechnik.industrie.de\/pharma\/lexikon-pharmatechnologie\/wasser\/\">Link<\/a>) maximal 1 g Verdunstungsr\u00fcckstand pro 100 l enthalten, was als gesamte Verunreinigung der Verd\u00fcnnung einer D5-Potenz entspricht. Deren Zusammensetzung ist allerdings rein zuf\u00e4llig. Unl\u00f6sliche Feststoffe k\u00f6nnen durchaus als Nanopartikel vorliegen und k\u00f6nnen ebenso wie l\u00f6sliche Verunreinigungen aus den verschiedensten Quellen stammen, etwa aus dem zur Herstellung verwendeten Rohwasser, oder aus den Apparaten und Ger\u00e4ten, die bei der Herstellung verwendet wurden, oder aus der Umgebung, selbst bei hygienisch einwandfreien Bedingungen. Man sollte nicht vergessen, dass es hier um \u00e4u\u00dferst minimale Mengen geht.<\/p>\n<p>Was bedeutet es, wenn die Forscher, etwa Chikramane [2], Nanopartikel gefunden haben, die aus dem gleichen Material bestehen wie die Ursubstanz und deren Konzentration sich ab einer gewissen Potenz\u00a0 nicht mehr \u00e4ndert?<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wenn die Partikel nicht gezielt von einer L\u00f6sung in die n\u00e4chste \u00fcberf\u00fchrt wurden, und auch nicht aus dem Nichts entstanden sind, dann liegt die Erkl\u00e4rung, die augenscheinlich mit den wenigsten Annahmen auskommt, darin, dass es Verunreinigungen der L\u00f6sungsmittel sind, die bei jedem neuen Potenzierungsschritt dem Prozess zugef\u00fchrt werden. Wenn dies bei der Herstellung eines bestimmten Pr\u00e4parats immer aus der gleichen Quelle stammt, dann wird man die Verunreinigungen immer in der gleichen Konzentration vorfinden. Dass man in der L\u00f6sung Nanopartikel vorfindet, die aus dem gleichen Material bestehen wie der Ausgangsstoff, ist somit kein Nachweis daf\u00fcr, dass sie auch aus dieser Quelle stammen. Ein solcher k\u00f6nnte dadurch erbracht werden, dass die Anzahl der Partikel des betreffenden Stoffes im Hom\u00f6opathikum h\u00f6her ist als in der Kontrollprobe aus dem bei der Potenzierung verwendeten L\u00f6sungsmittel.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Solche Nachweise stehen aber aus. Bell findet in drei verschiedenen Potenzen von Argentum metallicum (Silber) im Vergleich zur Kontrolle erh\u00f6hte Partikelanzahlen einmal im Verum (bei Potenz C200), ein anders Mal bei der Kontrolle (bei Potenz C30) [7], best\u00e4tigt also nicht unbedingt eine Regelhaftigkeit.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Folgerung: Die in Hochpotenzen vorgefundenen Nanopartikel stammen sicher nicht aus der Urtinktur, folglich ist deren Zusammensetzung rein zuf\u00e4llig, wie es eben den zuf\u00e4lligen Verunreinigungen und R\u00fcckstanden in der Produktion und Lagerung entspricht.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><b>Zusammenfassung<\/b><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Logische \u00dcberlegungen zeigen, dass auch durch Nanopartikel die angebliche Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Pr\u00e4parate nicht erkl\u00e4rt werden kann. Aufgrund physikalischer Gegebenheiten w\u00fcrden die meisten Mittel entfallen, da die Ausgangsstoffe in einer L\u00f6sung keine Nanopartikel bilden. Desweiteren w\u00fcrde es das Problem versch\u00e4rfen, dass ab einer bestimmten Potenz nicht mehr ausreichend Material zur Verf\u00fcgung steht, Nanopartikel zu bilden &#8211; was sie schon ab Potenzen deutlich unterhalb D22 \/ C11 zur Erkl\u00e4rung einer Wirksamkeit ungeeignet macht.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Dass, wie von vielen Forschern behauptet, beim Verd\u00fcnnen die Zahl der Partikel in der L\u00f6sung konstant bleibt, w\u00e4re ein Ph\u00e4nomen, das au\u00dferhalb der Hom\u00f6opathie nicht auftritt. Und selbst wenn alle diese \u00dcberlegungen hier falsch w\u00e4ren und Nanopartikel tats\u00e4chlich die merkw\u00fcrdigen Eigenschaften aufwiesen, wie sie gerne propagiert werden &#8211; dann m\u00fcsste immer noch aufgezeigt werden, wie mit deren Hilfe Natrium chloratum Hautausschl\u00e4ge und depressive Verstimmungen erfolgreich behandeln k\u00f6nnte (<a href=\"https:\/\/www.netdoktor.de\/homoeopathie\/natrium-muriaticum\/\">Link<\/a>), aber nur dann, wenn der Patient auch die richtigen Tr\u00e4ume hat.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Bild: Wikimedia, gemeinfrei (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Titanium_dioxide_nanoparticles.png?uselang=de\">Link<\/a>)<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>[1] Koch U.: Hom\u00f6opathie aus nanomedizinischer Perspektive; ZKH 2018; 62(03): 121-126<\/p>\n<p>[2] Chikramane PS et al.: Extreme homeopathic dilutions retain starting materials: A nanoparticulate perspewctive; Homeopathy (2010) 99:231-242<\/p>\n<p>[3] Upadhyay RP, Nayak C: Homeopathy emerging as nanomedicine; Int J High Dilution Res. 2011; 10(37):299-310<\/p>\n<p>[4] Rajendran ES: An evaluation of Avogadro&#8217;s number in the light of HRTEM and EDS studies of high dilutions of Ferrum metallicum 6, 30, 200, 1M, 10M and 50Mc; Int J High Dilution Res. 2015; 14(3):3-9<\/p>\n<p>[5] Rajendran ES: Field Emission Scanning Electron Microscopic (FESEM) and Energy Dispersive Spectroscopic (EDS) Studies oc Centesimal Scale Potencies of the Homeopathic Drug Lycopodium clavatum, American Journal of Homeopathic Medicine 2015; 108(1):9-18<\/p>\n<p>[6] Rajendran ES: Nano Pharmacologicla Aspect of Homeopathic Drugs &#8211; A Comparative Study of Different Scales of Ultra-High Dilutions Based on HRTEM Analysis and NP Characterization of Homeopathic Drug Natrium Mutiaticum 6C &#8211; CM and LM1 &#8211; LM 30, Saudi Journal of Medical and Pharmaceutical Sciences 2017: 3(2):89-106 http:\/\/scholarsmepub.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/SJMPS-3289-106.pdf<\/p>\n<p>[7] Bell IR, Marulidharan S, Schwartz GE: Nanoparticle Characterization of Traditional Homeopathically-Manufactured Silver (Argentum Metallicum) Medicines and Placebo Controls; J Nanomed Nanotechnol 2015: 6.4.<\/p>\n<p>[8] <span style=\"color: #231f20;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nandy P<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #231f20;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #231f20;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">A review of Basic Research on Homoeopathy from a physicist&#8217;s point of view. Indian J Res Homoeopathy 2015; 9:141<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #231f20;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u2013<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #231f20;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">51<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Bedeutung k\u00f6nnen Nanopartikel f\u00fcr die Hom\u00f6opathie haben? Wenn diese wirklich die Tr\u00e4ger der Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate w\u00e4ren &#8211; was w\u00e4re daraus zu folgern?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3693"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3693"}],"version-history":[{"count":11,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3693\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5443,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3693\/revisions\/5443"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}