{"id":3616,"date":"2018-08-14T13:45:41","date_gmt":"2018-08-14T11:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3616"},"modified":"2020-01-13T13:57:35","modified_gmt":"2020-01-13T12:57:35","slug":"homoeopathie-in-der-leitlinie-zur-rhinosinusitis-nasennebenhoehlenentzuendung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3616","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathie in der Leitlinie zur Rhinosinusitis (Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3616\" data-timestamp=\"1578923855\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3616\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 80<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3616&text=Hom%C3%B6opathie%20in%20der%20Leitlinie%20zur%20Rhinosinusitis%20%28Nasennebenh%C3%B6hlenentz%C3%BCndung%29\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Leitlinien sind die grundlegenden Dokumente der evidenzbasierten Medizin, die das beste Wissen zur Therapie einer bestimmten Krankheit beinhalten. Umso erstaunlicher und widersinniger, dass die Hom\u00f6opathie in einer Leitlinie mit positiven Ergebnissen erw\u00e4hnt wird. Ich habe diesen Aufsatz den federf\u00fchrenden Autoren der fraglichen Leitlinie zugesandt.<\/p>\n<h2><!--more--><\/h2>\n<h2>Hom\u00f6opathie als Therapie der Rhinosinusitis<\/h2>\n<h3>Anlass<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/800px-Blausen_0800_Sinusitis_klein.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3621 alignleft\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/800px-Blausen_0800_Sinusitis_klein.png\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"278\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/800px-Blausen_0800_Sinusitis_klein.png 370w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/800px-Blausen_0800_Sinusitis_klein-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/a>Die derzeit g\u00fcltige S2k-Leitlinie zur Rhinosinusitis (Langfassung vom April 2017) enth\u00e4lt auch einige Angaben zur hom\u00f6opathischen Therapie dieser Beschwerden [1]. Es wird zwar darauf hingewiesen, dass aus den Arbeiten von Weiser (1994) und Wiesenauer (1989) kein Hinweis auf eine Wirksamkeit abzuleiten ist. Danach werden jedoch ohne weiteren Kommentar (vermeintlich) positive Ergebnisse aus zwei Arbeiten berichtet (Friese (2007) und Grimaldi-Bensouda (2014)). Dies erweckt den Anschein, dass mit einer hom\u00f6opathischen Behandlung vielleicht doch ein gezielter Therapieeffekt erreicht werden k\u00f6nne und ein probeweiser Einsatz gewisse Erfolgsaussichten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Da die Hom\u00f6opathie sehr um eine Anerkennung als Teil der evidenzbasierten wissenschaftlichen Medizin bem\u00fcht ist, eine klare Stellungnahme aus dem deutschen Gesundheitswesen zum reinen Placebocharakter der Hom\u00f6opathie jedoch fehlt, kommt dieser positiv interpretierbaren Erw\u00e4hnung eine weit \u00fcber die Leitlinie hinausgehende Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Eine etwas n\u00e4here Betrachtung der Studien von Friese und Grimaldi-Bensoud zeigt jedoch, dass diese Arbeiten aufgrund ihrer mangelnden Qualit\u00e4t und Aussagekraft ebenfalls ungeeignet sind, daraus positive Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit zu ziehen. Dies sollte in der Leitlinie zumindest aus einer Anmerkung erkennbar werden, besser w\u00e4re jedoch, diese Arbeiten in einer neuen Fassung der Leitlinie nicht mehr zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n<h3>Friese (2007)<\/h3>\n<p>Hinsichtlich der wesentlichen therapeutischen Daten der Studie [2] sei auf den Text der Leitlinie Kap. 11 \u201eNicht-medikament\u00f6se Therapien\u201c verwiesen.<\/p>\n<p>Die Studie wartet mit einigen qualitativen M\u00e4ngeln auf, die die Belastbarkeit erheblich einschr\u00e4nken: Es fehlen s\u00e4mtliche Angaben zur Randomisierung und den dabei angewandten Vorgehensweisen, ebenso zur Verblindung. Eine \u00dcbersicht der Ausgangsdaten in den Vergleichsgruppen wird genauso wenig angegeben wie ein CONSORT-Flussdiagramm zu Teilnehmerzahlen und den aufgetretenen Drop-outs. Die Arbeit wurde folglich im Review von Mathie (2017) als \u201chigh risk of bias\u201c, das hei\u00dft von schlechter Qualit\u00e4t, eingestuft [3].<\/p>\n<p>Dass bei der Arbeit nicht nur das Risiko eines Bias vorliegt, sondern die Ergebnisse tats\u00e4chlich die Realit\u00e4t nicht zutreffend abbilden, zeigt ein Blick auf die Krankheitsverl\u00e4ufe der Hom\u00f6opathie- und der Kontrollgruppen (siehe Grafik aus [2]). In der <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Friese.png\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3618 alignleft\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Friese.png\" alt=\"\" width=\"335\" height=\"234\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Friese.png 775w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Friese-300x210.png 300w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Friese-768x537.png 768w\" sizes=\"(max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><\/a>Hom\u00f6opathiegruppe ergab sich ein Verlauf, wie er nach den Angaben dieser Leitline als Spontanverlauf zu erwarten ist: Ausgehend von einem Gesamtscore von 12 Punkten werden nach sieben Tagen 6 Punkte erreicht (50%), nach vierzehn Tagen knapp drei Punkte (25 %), um schlie\u00dflich nach drei Wochen praktisch ausgeheilt zu sein. Demgegen\u00fcber zeigt der Verlauf in der Kontrollgruppe keine nennenswerten Fortschritte: ausgehend vom gleichen Summenscore werden nach sieben Tagen elf Punkte erreicht (&gt; 90%), und auch nach drei Wochen zeigte sich noch keine wesentliche Verbesserung.<\/p>\n<p>Die Ursache f\u00fcr den vermeintlichen Vorteil der Hom\u00f6opathie entpuppt sich somit weniger als therapeutische Wirkung des Hom\u00f6opathikums denn als ein atypisch schlechter Verlauf in der Kontrollgruppe. Als Ursache hierf\u00fcr kommt die im Text der Studie angesprochene hohe Ausfallrate in der Kontrollgruppe infrage, f\u00fcr die genauere Angaben jedoch fehlen. Von 54 Patienten (von urspr\u00fcnglich 72) wird erw\u00e4hnt, dass sie bereits nach sieben Tagen \u201ewegen Erfolglosigkeit\u201c die Therapie abgebrochen h\u00e4tten, es bleibt aber unklar, wie viele Patientendaten bereits an Tag sieben fehlen. Durch die im Text angedeutete Asymmetrie in den Ausfallraten und das angewandte Verfahren, den letzten beobachteten Wert bei Therapieabbrechern fortzuschreiben, ist der merkw\u00fcrdige Heilungsverlauf der Kontrollgruppe &#8211; und damit der vermeintliche Therapieerfolg der Hom\u00f6opathie &#8211; vollumf\u00e4nglich erkl\u00e4rbar. Dieses Verfahren des Fortschreibens der letzten Beobachtung ist durchaus \u00fcblich, setzt aber voraus, dass die Zahl der Drop-outs gering und vor allen Dingen in beiden Gruppen etwa gleich gro\u00df ist. Hier jedoch ergibt dies als statistischen Artefakt einen atypisch schlechten Verlauf der Spontanentwicklung in der Kontrollgruppe.<\/p>\n<h3>Grimaldi-Bensouda (2014)<\/h3>\n<p>Die Verlaufsstudie von Grimaldi-Bensouda kommt, wie richtig berichtet wird, zu dem Ergebnis, dass die Patienten, die einen hom\u00f6opathisch arbeitenden Therapeuten aufsuchten, weniger mit Antibiotika behandelt wurden als die Patienten, die einen konventionellen Arzt aufsuchten [3]. Es erstaunt, dass dies ein per Forschungsarbeit zu ermittelnder Unterschied sein soll. Schlie\u00dflich ist es gerade das Merkmal hom\u00f6opathisch arbeitender \u00c4rzte, dass sie weniger konventionelle Medikamente verordnen und stattdessen Hom\u00f6opathika verabreichen. In dieser Arbeit wird folglich das Kern-Merkmal zur Gruppenunterscheidung als Ergebnis pr\u00e4sentiert. Dieser Zirkelschluss erlaubt sicher keine R\u00fcckschl\u00fcsse darauf, ob ein Einsatz von Hom\u00f6opathika einen Erfolg zeitigen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Zum Vergleich: Andere Reviews<\/h3>\n<p>F\u00fcr Beschwerden infolge von Infektionen der Atemwege findet sich bei Mathie (2017) [4] eine Meta-Analyse als Untergruppe des Reviews zur generell nicht-individualisierten Hom\u00f6opathie. Aus den vier ausgewerteten Arbeiten &#8211; die Arbeit von Friese (2007) wurde nicht eingeschlossen &#8211; konnte kein \u00fcberzeugender Hinweis auf eine Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie \u00fcber Placebo hinaus ermittelt werden.<\/p>\n<p>Die bereits 2015 ver\u00f6ffentlichte systematische \u00dcbersichtsarbeit zur Hom\u00f6opathie des australischen Gesundheitsministerium [5] erbrachte ebenfalls keinen solchen Nachweis.<\/p>\n<h3>Schlussfolgerung:<\/h3>\n<p>Die beiden Studien von Friese und Grimaldi-Bensouda werden derzeit in der S2k-Leitlinie zur Rhinusinusitis ohne eine kritische Anmerkung zur mangelnden Validit\u00e4t zitiert. Es wird lediglich dargestellt, die Wirksamkeit unter Anderem der Hom\u00f6opathie k\u00f6nne nicht abschlie\u00dfend beurteilt werden. Man fragt sich, was wird denn eigentlich angesichts der v\u00f6llig unplausiblen Wirkmechanismen und der fehlenden Nachweise einer Wirksamkeit noch ben\u00f6tigt, um feststellen zu k\u00f6nnen, dass es sich bei Hom\u00f6opathika ausschlie\u00dflich um Placebos handelt?<\/p>\n<p>Diese Darstellung, in der eine m\u00f6gliche Wirksamkeit nicht ausgeschlossen wird, scheint durchaus geeignet, \u00c4rzte dazu zu bringen, ihren Patienten hom\u00f6opathische Pr\u00e4parate zu empfehlen oder zu verordnen. In welchem Ausma\u00df dies dazu f\u00fchrt, dass \u00c4rzte generell die Option einer hom\u00f6opathischen Therapie als Behandlungsm\u00f6glichkeit in Erw\u00e4gung ziehen, muss hier offen bleiben.<\/p>\n<p>Allerdings sollte auch die Au\u00dfenwirkung nicht au\u00dfer Acht gelassen werden. Jede Erw\u00e4hnung denkbarer positiver Ergebnisse der Hom\u00f6opathie in einer Leitlinie, also in einem auf einem breiten Konsens in der evidenzbasierten Medizin aufbauenden Dokument, gilt in Kreisen der Hom\u00f6opathie als ein Beleg daf\u00fcr, dass diese Lehre doch eine vorteilhafte Alternative sei, und dies wird seitens der Vertreter in diesem Sinne auch stark vermarktet:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Vereinzelt wird auch die Hom\u00f6opathie in Leitlinien erw\u00e4hnt, wie in der S2k-Leitlinie Rhinosinusitis, die bei chronischer Rhinosinusitis zwei Studien auff\u00fchrt, bei denen nachweislich eine Besserung der Symptome nach Gabe von Komplexmitteln aufgetreten war.&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.vkhd.de\/news-arten-mobil\/news-archiv\/news-2017\/item\/325-naturheilverfahren-und-komplementaermedizin-in-medizinischen-leitlinien\">Link<\/a>)\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Aber erst durch die konsequente Ausweitung und Fortf\u00fchrung der begonnenen Arbeit wird eine R\u00fcckentwicklung (und R\u00fcckabwicklung) im Feld der Leitlinienarbeit unm\u00f6glich gemacht und damit die Anerkennung von Naturheilkunde und Komplement\u00e4rmedizin im F\u00e4cherkanon der Medizin weiter gest\u00e4rkt.&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.karger.com\/Article\/FullText\/447314\" class=\"broken_link\">Link<\/a>)<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;In den Seminaren [zur Naturheilkunde und Hom\u00f6opathie] sollen insbesondere neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie beispielsweise durch Wirksamkeitsstudien und Leitlinien der Fachgesellschaften belegt sind, ber\u00fccksichtigt werden.&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.abda.de\/fileadmin\/assets\/Weiterbildung\/BAK_Empfehlungen\/DE_NHV_Homoeopathie_2011.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a>)<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Dass die Hom\u00f6opathie aber \u00fcberhaupt in die Fibromyalgie-Leitlinie aufgenommen wird, zeigt, dass sie ihren Platz in der medizinischen Versorgung dieser konventionell nur schwer zu behandelnden Erkrankung besitzt. Die pauschale Aussage von Kritikern, Hom\u00f6opathie sei mit wissenschaftlicher Medizin unvereinbar, ist damit widerlegt, wird dessen ungeachtet aber immer wieder ins Feld gef\u00fchrt. &#8220; (<a href=\"https:\/\/www.informationen-zur-homoeopathie.de\/?p=459\" class=\"broken_link\">Link<\/a>)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Da es bei der deutschen \u00c4rzteschaft und bei den Akteuren im deutschen Gesundheitssystem im Gegensatz zu vielen anderen L\u00e4ndern kein eindeutiges Positionspapier zur Hom\u00f6opathie gibt, kommt den Leitlinien die Rolle &#8222;offizieller&#8220; Dokumente zu. Dies kann sicher nicht im Sinne der Verbreitung der evidenzbasierten Medizin sein.<\/p>\n<h3><strong>Quellen:<\/strong><\/h3>\n<p>[1] Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Allgemeinmedizin und Familienmedizin und Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (Hrsg.): S2k-Leitlinie Rhinosinusitis 017\/049 (HNO) und 053-12 (DEGAM); Finale Version 07.04.2017<\/p>\n<p>[2] Friese KH, Zabalotnyi DI: &#8220;Hom\u00f6opathie bei akuter Rhinosinusitis&#8220;, HNO(2007);55(4):271-277<\/p>\n<p>[3] Grimaldi-Bensouda L, B\u00e9gaud B, Rossignol M et al.: Management of Upper Respiratory Tract Infections by Different Medical Practices, Including Homeopathy, and Consumption of Antibiotics in Primary Care: The EPI3 Cohort Study in France 2007-2008; PLoS One 9(3) e89990. doi:10.1371\/journal.pone.0089990<\/p>\n<p>[4] Mathie RT, Ramparsad N, Legg LA et al.: &#8220;Randomised, double-blind, placebo-controlled trials of non-individualised homeopathic treatment: Systematic review and meta-analysis&#8220;, Systematic Reviews 2017;6:663<\/p>\n<p>[5] National Health and Medical Research Council. 2015. &#8220;NHMRC Information Paper: Evidence on the effectiveness of homeopathy for treating health conditions &#8220;, Canberra: NHMRC;2015<\/p>\n<p>Bild 1:<br \/>\nQuelle: Wikimedia, Urheber: <cite>Blausen.com staff (2014). &#8222;<a class=\"external text\" href=\"https:\/\/en.wikiversity.org\/wiki\/WikiJournal_of_Medicine\/Medical_gallery_of_Blausen_Medical_2014\">Medical gallery of Blausen Medical 2014<\/a>&#8222;. <i>WikiJournal of Medicine<\/i> <b>1<\/b> (2). <a class=\"extiw\" title=\"w:Digital object identifier\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Digital_object_identifier\">DOI<\/a>:<a class=\"external text\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.15347\/wjm\/2014.010\" rel=\"nofollow\">10.15347\/wjm\/2014.010<\/a><\/cite><br \/>\n(Ausschnitt)<\/p>\n<p>Bild 2:<br \/>\nAbb. 2 aus [2]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leitlinien sind die grundlegenden Dokumente der evidenzbasierten Medizin, die das beste Wissen zur Therapie einer bestimmten Krankheit beinhalten. 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