{"id":3493,"date":"2018-03-23T13:20:35","date_gmt":"2018-03-23T12:20:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3493"},"modified":"2020-01-13T14:01:57","modified_gmt":"2020-01-13T13:01:57","slug":"vom-regentanz-zum-lawinenschuss","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3493","title":{"rendered":"Vom Regentanz zum Lawinenschuss"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3493\" data-timestamp=\"1578924117\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3493\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3493&text=Vom%20Regentanz%20zum%20Lawinenschuss\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Der (vermeintliche) Erfolg einer hom\u00f6opathischen Behandlung wird oftmals erst nach der dritten oder vierten Verordnung eines Mittels sichtbar. Prof. Walach sieht darin einen Beleg f\u00fcr die spezifische Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Mittel (<a href=\"http:\/\/www.hom\u00f6opathie-forschung.info\/spezifische_wirkung\/\">Link<\/a>), woraufhin ich in einer kleinen Glosse aufgezeigt hatte, dass sich auf diese Weise auch zeigen lie\u00dfe, dass man mit Tangotanzen Regen machen kann (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3387\">Link<\/a>). Nein, so ist das nicht, schreibt Curt K\u00f6sters, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (<a href=\"https:\/\/www.hom\u00f6opathie-forschung.info\/spezifische_wirkung_2\/\">Link<\/a>). Doch, so ist es, Herr K\u00f6sters: <!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tango.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3391 alignleft\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tango.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tango.jpg 409w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tango-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Tango-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><\/a>Sehr geehrter Herr K\u00f6sters,<\/p>\n<p>zun\u00e4chst w\u00e4re es f\u00fcr einen Austausch sicher f\u00f6rderlich, wenn Sie an mich gerichtete Texte, auch wenn es sich um Offene Briefe handelt, mir auch zusenden w\u00fcrden. Wenn Sie meine Mailadresse nicht schon haben, k\u00f6nnen Sie sie in meinem Blog in den Angaben zu meiner Person finden.<\/p>\n<p>Gut denn, wenn ich bei meiner kleinen Satire etwas falsch verstanden haben sollte, dann k\u00f6nnen wir das ja in einer sachlichen Diskussion kl\u00e4ren. Warum ist also meine Analogie des Regentanzes unzutreffend? Auch hier &#8211; \u00fcbrigens &#8222;altes Wissen&#8220; bei vielen V\u00f6lkern auf allen Kontinenten &#8211; wird versucht, durch rituelle Handlungen Ereignisse zu beeinflussen, die davon unabh\u00e4ngig sind. Zuf\u00e4llige, bzw. nach anderen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten ablaufende, Ver\u00e4nderungen werden dann im Rahmen eines Post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschlusses als Wirkung des Rituals erlebt.<\/p>\n<p>Nun zu Ihrem Text:<\/p>\n<p>Als Erstes ist festzuhalten, dass ich &#8211; wie viele meiner Skeptikerkollegen &#8211; die Heilungserfolge der Hom\u00f6opathie durchaus nicht als alleinige Folge eines Placeboeffekts sehe, wenn man darunter die positive Wirkung des Glaubens an die zu erwartende Besserung infolge der Therapie versteht. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Effekte, die (nicht nur) unter Placebo auftreten, etwa die Wirkung des Immunsystems, die Regression zur Mitte, ein nat\u00fcrlicher Krankheitsverlauf und vieles mehr, was als Heilungsursachen in Frage kommt. Was ich jedoch f\u00fcr ausgeschlossen halte, ist eine spezifische Wirkung des Hom\u00f6opathikums, die durch das Ausgangsmaterial der Herstellung des Hom\u00f6opathikums bestimmt wird. Die vermeintlichen Heilerfolge der Hom\u00f6opathie beruhen eher darauf, dass die tats\u00e4chlich erlebten positiven Verl\u00e4ufe f\u00e4lschlich der Wirkung des eingenommenen Mittels zugeschrieben werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Exponential-decay.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3496 alignleft\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Exponential-decay-1024x837.png\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"198\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Exponential-decay.png 1024w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Exponential-decay-300x245.png 300w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Exponential-decay-768x628.png 768w\" sizes=\"(max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><\/a>Demnach ist die zunehmende Erfolgsrate bei mehrfacher Verordnung kein Ergebnis einer mehr oder weniger gro\u00dfen \u201eEntt\u00e4uschung\u201c seitens des Patienten, sondern ein weitgehend zeitabh\u00e4ngiges Ph\u00e4nomen, was Sie \u00fcbrigens durch Ihre Angaben best\u00e4tigen: Viele nat\u00fcrliche Verl\u00e4ufe folgen einer Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit, die darin besteht, dass in gleichen Zeitintervallen die gleichen \u00c4nderungen zu erwarten sind. Die Abk\u00fchlung Ihres Kaffees erfolgt so, oder auch der radioaktive Zerfall. Die wohl allgemein bekannte Halbwertszeit aus der Kernphysik ist so definiert, dass in dieser Zeitspanne immer die H\u00e4lfte der Menge zerf\u00e4llt, die zum Anfang des Zeitintervalls noch vorhanden war. Beim Kaffee ist es die Temperaturdifferenz zur Umgebung, die sich so verh\u00e4lt. Genau das beschreiben Sie auch als Resultat Ihrer Bem\u00fchungen. Wobei Sie nat\u00fcrlich eine gewisse Zunahme der Erfolgsrate feststellen m\u00fcssen, denn schlie\u00dflich sind nach einer endlichen Zeit alle Patienten wieder gesund, w\u00e4hrend die Abk\u00fchl- bzw. Zerfallskurve sich auch auf lange Sicht nur asymptotisch der Null n\u00e4hert.<\/p>\n<p>Ob Ihre Heilungserfolge mit der Schwere der Erkrankung korrelieren oder mit der Pr\u00e4zision der Anamnese, kann ich nicht beurteilen, aber die obige Betrachtung deutet eher darauf hin, dass der Genesungsverlauf vornehmlich mit der Zeit korreliert.<\/p>\n<p>Was mich etwas wundert, ist die Art und Weise, wie Sie die Kausalit\u00e4t bewerten, n\u00e4mlich alleine aufgrund der vergangenen Zeit zwischen Einnahme und Besserung. Das wesentliche Kriterium einer Kausalit\u00e4t ist aber nicht der zeitliche Zusammenhang, sondern das Ausbleiben einer Wirkung, wenn das ausl\u00f6sende Ereignis nicht stattfindet. Ich bezweifle, dass Sie dies in einem Praxissetting feststellen k\u00f6nnen, da Ihnen die Vergleichsgruppe fehlt. Und der Behandlungserfolg kann, wie schon gesagt, auf vielen Effekten beruhen, bis hin dazu, dass der Patient es nicht \u00fcbers Herz bringt, dem netten Doktor, der sich so intensiv bem\u00fcht hat, zu sagen, dass das alles nichts genutzt hat. Bitte beachten Sie: Ich bestreite nicht, dass es den Patienten nach einer Therapiesitzung tats\u00e4chlich subjektiv besser gehen kann, lediglich dass es sich dabei um eine Folge der spezifischen Wirkung des verordneten Mittels handelt. Wenn wir uns darauf verst\u00e4ndigen &#8211; und dies eine allgemein akzeptierte Sichtweise wird &#8211; dann w\u00e4re unser Dissens erledigt.<\/p>\n<p>Das alles w\u00e4re kein gro\u00dfes Problem, wenn die Hom\u00f6opathie nur bei den \u00fcblichen Bagatellerkrankungen zur subjektiven Verk\u00fcrzung der Wartezeit genutzt w\u00fcrde. Sie wissen aber selbst, bei welchen auch ernsten Krankheitsbildern die Hom\u00f6opathie eingesetzt wird, wie zumindest daf\u00fcr geworben wird. Da wirkt sich dann ein \u00fcber die vermeintlichen Erfolge der Hom\u00f6opathie bei Allerweltsbeschwerden aufgebautes Vertrauen eventuell fatal aus.<\/p>\n<p>Die von Ihnen angegebenen Heilungsdauern kann ich naturgem\u00e4\u00df mangels weiterer Angaben nicht beurteilen. Ich wundere mich allerdings, woher Sie wissen, wann die Genesung erfolgt ist (die ja nach Ihrer Definition nicht kausal von der Einnahme des Hom\u00f6opathikums abh\u00e4ngen kann, da die Zeit mehr als 2 Stunden betr\u00e4gt)? Sei es wie es ist: Warum zeigen sich dann diese Erfolge nicht in klinischen Studien? Warum muss man diese auf so abenteuerliche Weise durchf\u00fchren wie zm Beispiel Haidvogl (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2927\">Link<\/a>) oder Friese (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2343\">Link<\/a>), um irgendwelche Erfolge herauszumessen?<\/p>\n<p>Dann kommt in ihrem Text ein Kapitel, das mich doch noch mehr wundert. Um die urspr\u00fcngliche Argumentation von Herrn Walach zu entkr\u00e4ften, hatte ich eine Analogie konstruiert, von der ich annahm, es w\u00fcrde sich jedermann erschlie\u00dfen, dass dies etwas satirisch angehaucht sein sollte. Wenn ich Ihren Text bez\u00fcglich meiner Erfolgsrate als Regent\u00e4nzer weiterlese, dann frage ich mich allerdings, ob ich diesen Umstand vielleicht doch h\u00e4tte st\u00e4rker betonen sollen.<\/p>\n<p>Wo ich Ihnen meinerseits nicht ganz zu folgen vermag, ist die Sache mit den Lawinen. Nicht die Physik, sondern was Sie damit sagen wollen, bleibt mir unerfindlich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/1024px-Avalanche_Zinal.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3495 alignleft\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/1024px-Avalanche_Zinal-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"236\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/1024px-Avalanche_Zinal.jpg 1024w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/1024px-Avalanche_Zinal-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/1024px-Avalanche_Zinal-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/a>Eine Lawine entsteht, vereinfacht ausgedr\u00fcckt, wenn f\u00fcr eine Schicht Schnee die Haftungskr\u00e4fte nicht mehr ausreichen, der Hangabtriebskraft zu widerstehen. Dieser Prozess ist nun von recht vielen Parametern abh\u00e4ngig, einer davon ist, wieviel Schnee abrutschen k\u00f6nnte und wie instabil die Schichtung ist. Was liegt n\u00e4her, als bei Lawinengefahr die Schneemassen in kleineren Portionen abgehen zu lassen, anstatt zu warten, bis ein unkontrollierbarer Zustand eintritt? Das ist auch in der Technik nichts Ungew\u00f6hnliches. Man hat vielfach Einrichtungen geschaffen, eine \u00c4nderung langsam und kontrolliert auszuf\u00fchren anstelle eines abrupten Vorgangs, bei dem unerw\u00fcnschte Folgen eintreten. Denken Sie mal an die Bremsen Ihres Autos. An die \u00dcberlaufleitung Ihrer Heizung. An die Sicherheitsventile bei einem Dampfkessel.<\/p>\n<p>Dass es zum vorzeitigen kontrollierten Ausl\u00f6sen einer Lawine zweckm\u00e4\u00dfig ist, an dem Hang zu \u201ewackeln\u201c, um den (noch) stabilen Zustand zu st\u00f6ren, d\u00fcrfte ebenso einsichtig sein. Und dass man mit Kanonen mechanische Ersch\u00fctterungen erzeugen kann, d\u00fcrfte auch weitestgehend bekannt sein. Das ist alles ganz normale, mit den \u00fcblichen Modellen erkl\u00e4rbare Physik. Es erscheint mir auch ein Gebot der Vernunft, wenn man sich anhand von Karten und Fotografien fr\u00fcherer Abg\u00e4nge klarzumachen versucht, was man damit ausl\u00f6st, wo der Schnee am Ende landen wird, welche Bereiche man absperrt etc. etc.. K\u00f6nnen Sie mir klarmachen, welches Mysterium vergleichbar mit der Hom\u00f6opathie in der Vorbeugung von Lawinenkatastrophen verborgen sein soll?<\/p>\n<p>Was Frau Grams angeht, f\u00fchle ich mich wenig berufen, hierzu Stellung zu nehmen. Vielleicht sprechen Sie sie ja mal an, Sie wird Ihnen sicher \u00fcber Ihr Verst\u00e4ndnisproblem hinweghelfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ach ja, die Reproduzierbarkeit. Wenn es denn so w\u00e4re, wie Sie sagen, wenn Ihre Heilungserfolge reproduzierbar w\u00e4ren (und durch eine geeignete Versuchsf\u00fchrung auch der Einnahme der hom\u00f6opathischen Pr\u00e4parate als Grund zuzuordnen w\u00e4ren) &#8211; warum zeigen Sie dies dann nicht in klinischen Studien auf?<\/p>\n<p>Es gibt doch nur zwei Sorten von Gr\u00fcnden, warum es keine belastbare Evidenz f\u00fcr eine Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie \u00fcber Placebo hinaus gibt (Nochmal: das ist nicht nur der Placebo-Effekt, siehe oben): Entweder man kann nicht oder man will nicht. Dass die Hom\u00f6opathen nicht wollen, dass ihre Lehre als evidenzbasiert gelten kann, davon ist doch nun wirklich nicht auszugehen. All die Studien, Reviews und Forschungsreader, die da vorgelegt werden, deuten doch genau auf dieses Bestreben hin. Innerhalb der Hom\u00f6opathie braucht man solche Studien nicht, da gen\u00fcgt die hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfung ja vollauf, um die n\u00f6tigen Kenntnisse zur Therapie zu erlangen. Diese Forschungsaktivit\u00e4ten sind alleine auf die Wirkung nach au\u00dfen gerichtet.<\/p>\n<p>Das l\u00e4sst kaum darauf schlie\u00dfen, dass man nicht will. Daher wird wohl die erste Option zutreffen.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Norbert Aust<\/p>\n<p><strong>Bildnachweis:<\/strong><br \/>\nT\u00e4nzer: Wikimedia, Autor DatBot, (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:Vettriano,_Singing_Butler.jpg\">Link<\/a>)<br \/>\nZerfallskurve: Wikimedia, Autor Svjo, (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Exponential-decay.png\">Link<\/a>)<br \/>\nLawine: Wikimedia, Autor dahu1 (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Avalanche_Zinal.jpg?uselang=de\">Link<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der (vermeintliche) Erfolg einer hom\u00f6opathischen Behandlung wird oftmals erst nach der dritten oder vierten Verordnung eines Mittels sichtbar. 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