{"id":3338,"date":"2018-01-03T10:00:42","date_gmt":"2018-01-03T09:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3338"},"modified":"2018-02-22T17:17:56","modified_gmt":"2018-02-22T16:17:56","slug":"kritik-an-der-homoeopathiekritik-iii-homoeopathie-ist-unmoeglich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3338","title":{"rendered":"Kritik an der Hom\u00f6opathiekritik III &#8211; &#8222;Hom\u00f6opathie ist unm\u00f6glich&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3338\" data-timestamp=\"1519319876\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3338\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht, denn ein seri\u00f6ser Wissenschaftler k\u00f6nnte das nur vertreten, wenn es hierf\u00fcr einen Nachweis g\u00e4be, was aber nicht m\u00f6glich ist, da die Nichtexistenz eines Ph\u00e4nomens prinzipiell nicht beweisbar ist. Was Wissenschaftler tats\u00e4chlich sagen, ist Folgendes:<\/p>\n<ul>\n<li>[Wir schlie\u00dfen aus den Ergebnissen unserer Untersuchungen,] dass die Behauptungen zur Hom\u00f6opathie unplausibel sind und im Widerspruch zu den etablierten wissenschaftlichen Grundlagen stehen.<\/li>\n<li>Wir erkennen an, dass bei einzelnen Patienten ein Placebo-Effekt auftreten kann, aber wir stimmen fr\u00fcheren ausf\u00fchrlichen Untersuchungen zu und schlie\u00dfen daraus, dass keine Krankheiten bekannt sind, f\u00fcr die es robuste und replizierbare Nachweise g\u00e4be, dass die Hom\u00f6opathie \u00fcber diesen Placebo-Effekt hinaus wirksam sei. [1]<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Also nichts davon, dass Hom\u00f6opathie \u201eunm\u00f6glich\u201c w\u00e4re, sondern nur, dass sie allem widerspricht, was wir aus Wissenschaft, Technik und dem t\u00e4glichen Leben dar\u00fcber wissen, wie die Natur funktioniert. Das kann nat\u00fcrlich alles falsch sein, denn unser Wissen ist jederzeit nur eine Ann\u00e4herung an die Realit\u00e4t. Daher wird ein Wissenschaftler sich immer auf den gegenw\u00e4rtigen Stand der Erkenntnis beziehen &#8211; was nicht bedeutet, dass er es f\u00fcr wahrscheinlich h\u00e4lt, dass sich dieser als falsch erweisen wird.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Hintergrund: Warum ist die Hom\u00f6opathie unplausibel?<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Welt funktioniert ganz augenscheinlich, indem eine Vielzahl von Prozessen ablaufen und Ph\u00e4nomene auftreten. Die grundlegenden Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, nach denen diese Prozesse ablaufen und die man im Rahmen der Naturwissenschaft erforscht, m\u00fcssen also zueinander passen und d\u00fcrfen sich nicht widersprechen. Ein Naturgesetz kann nicht in einem Fall gelten und in einem anderen unter den gleichen Voraussetzungen nicht. Sollten solche Probleme erkannt werden, dann bedeutet das, dass wir diese Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit noch nicht richtig verstanden haben, etwa indem wir nicht alle Ursachen richtig erfasst haben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Treten also in unserem Wissen Widerspr\u00fcche auf, dann hei\u00dft dies, dass irgendwo ein Fehler vorliegt. Das wird \u00fcblicherweise zum Anlass genommen, die Ursache f\u00fcr diesen Widerspruch zu finden und den Irrtum auszur\u00e4umen &#8211; der auch durchaus zu einer Korrektur des bestehenden Wissens f\u00fchren kann. Wenn also eine Lehre wissenschaftlich plausibel sein soll, dann ist zu fordern, dass sie zun\u00e4chst in sich schl\u00fcssig ist und keine inneren Widerspr\u00fcche aufweist, sowie im Weiteren auch nicht anderen Naturwissenschaften widerspricht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Gedankengeb\u00e4ude der Hom\u00f6opathie erf\u00fcllt diese Voraussetzungen nicht, denn es ist voller innerer Widerspr\u00fcche und es gibt keine auch nur halbwegs plausible Erkl\u00e4rung f\u00fcr eine Wirksamkeit der angewandten Mittel, die nicht im Widerspruch zu bew\u00e4hrtem Wissen st\u00fcnde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dies hier ersch\u00f6pfend zu behandeln, w\u00fcrde den Rahmen f\u00fcr einen Artikel v\u00f6llig sprengen, stattdessen sei auf die einschl\u00e4gigen Webseiten beim INH (<a href=\"https:\/\/www.netzwerk-homoeopathie.eu\/widersprueche\" class=\"broken_link\">Link<\/a>) verwiesen, so dass hier einige Beispiele gen\u00fcgen:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; Innere Widerspr\u00fcche<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nach dem hom\u00f6opathischen \u00c4hnlichkeitsprinzip soll ein Mittel in der Lage sein, bei einem Kranken die Beschwerden zu heilen, die es bei einem Gesunden ausl\u00f6sen kann. Dies ist eine der tragenden S\u00e4ulen der Hom\u00f6opathie, nach der diese Heilslehre benannt ist (\u201eHom\u00f6opathie\u201c = \u201e\u00e4hnlich dem Leiden\u201c). Offenbar muss dies auch in der Umkehrung gelten, dass ein Mittel bei einem Gesunden die Beschwerden auszul\u00f6sen vermag, die es bei einem Kranken heilen kann. Zumindest beruhen hom\u00f6opathische Arzneimittelpr\u00fcfungen und damit die Grundlagen f\u00fcr die Verordnung der Mittel genau darauf, dass gesunde Probanden ein Mittel einnehmen und die in der Folge auftretenden Symptome aufzeichnen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Abgesehen davon, dass Hom\u00f6opathika dann brandgef\u00e4hrlich sein m\u00fcssten &#8211; schlie\u00dflich kann man, so die Hom\u00f6opathen, alle m\u00f6glichen akuten und chronischen Erkrankungen damit erfolgreich therapieren &#8211; steht dies im Widerspruch zur Sanftheit und Sicherheit der Anwendung. Entweder kann ein hom\u00f6opathisches Mittel unerw\u00fcnschte Effekte hervorrufen (\u201eNebenwirkungen\u201c) oder die Arzneimittelpr\u00fcfung funktioniert nicht und die Arbeitsgrundlagen der Materia Medica sind Makulatur.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In beiden F\u00e4llen w\u00e4re eine gezielte Therapie eines Patienten unm\u00f6glich. Im ersten Fall, weil die Lehre falsch ist und die Mittel unwirksam, im zweiten Fall, weil die Eigenschaften der Mittel unbekannt sind und die Wirkungen daher unvorhersehbar.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die von Hom\u00f6opathen durchaus zugestandene Problematik, nicht auf Anhieb das richtige Mittel zu finden, dass es also h\u00e4ufig zu Fehlverordnungen kommt, w\u00fcrde die Hom\u00f6opathie zu einer sehr riskanten Therapie machen, schlie\u00dflich w\u00fcrde das f\u00e4lschlich verordnete Mittel den Patienten im Rahmen seiner Symptome als \u201egesund\u201c identifizieren und die Arzneimittelsymptome hervorrufen. Oder wei\u00df das Mittel, auch wenn es falsch verordnet wurde, dass der Patient dennoch krank ist, dies allerdings nicht in seinen Zust\u00e4ndigkeitsbereich f\u00e4llt, und ruft dann keine Symptome hervor?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ein freier Verkauf von Hom\u00f6opathika ohne Rezept m\u00fcsste verboten werden, denn der Laie wird noch viel weniger in der Lage sein, das richtige Mittel f\u00fcr sich zu identifizieren. Auch hier: Entweder ist eine ausf\u00fchrliche Anamnese f\u00fcr die richtige Mittelwahl erforderlich &#8211; dann ist der freie Verkauf der Mittel eine Art Betrug &#8211; oder die Mittel k\u00f6nnen nach Diagnose verordnet werden, dann ist die langwierige Anamnese Humbug.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; \u00c4u\u00dfere Widerspr\u00fcche<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine Erkl\u00e4rung, das hei\u00dft ein Wirkmodell der Hom\u00f6opathie, m\u00fcsste beispielsweise beschreiben k\u00f6nnen, wie die Wirksamkeit eines Ausgangsstoffes durch Verd\u00fcnnen und Sch\u00fctteln verst\u00e4rkt wird. Und wie sich diese auf den Patienten \u00fcbertr\u00e4gt, wenn das Ausgangsmaterial aus der L\u00f6sung herausverd\u00fcnnt wurde, und wie dabei auch noch unterschieden wird, ob der Konsument krank ist oder nicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schon f\u00fcr diesen grundlegenden Vorgang gibt es keine Erkl\u00e4rung, die nicht in der einen oder anderen Form dem derzeitigen Kenntnisstand von Physik, Chemie und Physiologie fundamental widersprechen w\u00fcrde. Wobei diese Erkl\u00e4rung nat\u00fcrlich auch beinhalten m\u00fcsste, warum au\u00dferhalb der Hom\u00f6opathie unter den gleichen Bedingungen bei \u00e4hnlichen Prozessen diese Effekte nicht auftreten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">So kennt die Technik und das praktische Leben viele Abl\u00e4ufe, bei denen die \u201eWirksamkeit\u201c eines Stoffes dadurch gesteuert wird, dass man eine bestimmte Konzentration der jeweiligen Wirkstoffe einh\u00e4lt. Trinkwasser wird aufbereitet, indem Begleitstoffe des nat\u00fcrlichen Oberfl\u00e4chenwassers soweit entfernt werden, dass die in der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen maximalen Konzentrationen von Schadstoffen eingehalten werden. \u00c4hnlich bei der Aufbereitung von Wasser f\u00fcr medizinische Zwecke, bei der Herstellung von entkoffeiniertem Kaffee, alkoholfreiem Bier, entrahmter Milch etc. Bei keinem dieser Stoffe ist es bisher aufgefallen, dass durch Sch\u00fctteln &#8211; etwa durch hartes Abstellen der Kaffeetasse auf dem Tisch &#8211; der Effekt der Verd\u00fcnnung ganz oder teilweise aufgehoben werden k\u00f6nnte. Sch\u00fctteln oder R\u00fchren wird oft angewendet, um Substanzen zu mischen und die Konzentrationen zu homogenisieren. Wenn die hom\u00f6opathische Lehre zutreffen w\u00fcrde, m\u00fcsste schon ab dem ersten harten Aufsetzen der Kaffeetasse deutlich f\u00fchlbar sein, wie der Kaffee st\u00e4rker wird, denn schlie\u00dflich schafft man es angeblich beim Potenzieren mit nur zehn Sch\u00fcttelschl\u00e4gen, die Wirksamkeit auf die 99-fache Menge L\u00f6sungsmittel zu \u00fcbertragen &#8211; und dabei auch noch weiter zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Unerkl\u00e4rt ist auch, warum diese immense Verst\u00e4rkung nur dann stattfindet, wenn man die L\u00f6sung vorher verd\u00fcnnt, und nicht etwa, wenn man die Fl\u00fcssigkeit sch\u00fcttelt, ohne sie vorher zu verd\u00fcnnen. Auch hierf\u00fcr muss eine Erkl\u00e4rung gefunden werden. Anderenfalls d\u00fcrfte man zumindest fl\u00fcssige Hom\u00f6opathika nicht in Verkehr bringen, denn durch die zuf\u00e4lligen Sch\u00fcttelbewegungen beim Transport zur Apotheke und sp\u00e4ter in der Einkaufs- oder Jackentasche erg\u00e4ben sich zuf\u00e4llige Verst\u00e4rkungen der Wirkung, was wiederum zu einem unvorhersagbaren Resultat bei der Einnahme f\u00fchren m\u00fcsste.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Weiterhin m\u00fcsste das Modell eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr liefern, dass die Verst\u00e4rkung nur das als Urtinktur eingesetzte Mittel betrifft &#8211; und auch da nur die erw\u00fcnschten Eigenschaften, nicht etwa eine Giftwirkung &#8211; und nicht die unvermeidlichen Begleitstoffe des als L\u00f6sungsmittel verwendeten Alkohols oder Wassers.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; Schlussfolgerung<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es ist vielleicht nicht exakt richtig, eine \u201eUnm\u00f6glichkeit\u201c eines solchen Erkl\u00e4rungsmodells zu postulieren, denn diese kann man nicht nachweisen. Man kann allerdings \u00fcberlegen, wie stark die heutige Naturwissenschaft umgeschrieben werden m\u00fcsste, um die behauptete Wirkungsweise der Hom\u00f6opathie ebenso zu erkl\u00e4ren wie das Nichteintreten dieser Effekte au\u00dferhalb der hom\u00f6opathischen Umfeldes.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Umw\u00e4lzende Erkenntnisse werden normalerweise mit einem Nobelpreis gew\u00fcrdigt. Um das Ausma\u00df der Widerspr\u00fcchlichkeit der Hom\u00f6opathie zu den Naturwissenschaften zu verdeutlichen, hat der Physiker Martin Lambeck einmal aufgezeigt, wieviele Nobelpreise vergeben werden m\u00fcssten, wenn die Aussagen der Hom\u00f6opathie tats\u00e4chlich wissenschaftlich nachgewiesen w\u00fcrden [2]. Er ist dabei inzwischen bei \u00fcber 90 angelangt. Die Einf\u00fchrung von Relativit\u00e4tstheorie und Quantenphysik waren Lappalien im Vergleich dazu.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Was Wissenschaftler wirklich sagen<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Seitens der Hom\u00f6opathie werden gerne Wissenschaftler als Kronzeugen f\u00fcr eine Wirksamkeit herangezogen. Dabei werden deren Arbeiten und Ergebnisse gerne sehr sinnentstellend zitiert, so auch in dem Fall von Luc Montagnier, den das HRI als Beispiel anf\u00fchrt.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Montagnier ist ein Virologe, der f\u00fcr seine Arbeiten zum Aids-Virus 2008 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. In 2010 gab er der Zeitschrift <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Science<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> ein Interview, in dem er Fragen zu einer von ihm &#8211; im \u00dcbrigen hoch umstrittenen &#8211; Arbeit beantwortete [3]. In dieser Arbeit hatte er festgestellt, dass manche Bakterien elektromagnetische Wellen abstrahlen &#8211; und diese in der L\u00f6sung auch noch feststellbar sind, wenn man die Bakterien abfiltriert und die L\u00f6sung weiter verd\u00fcnnt [4]. Das HRI zitiert aus dem Interview eine Passage, allerdings nur in einem sinnentstellenden Auszug, in der es klingt, als w\u00fcrde Montagnier die Hom\u00f6opathie tats\u00e4chlich best\u00e4tigen. Vollst\u00e4ndig lautet dieses Zitat, der vom HRI zitierte Auszug ist hervorgehoben:<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>F:<\/b><\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> Denken Sie auch, dass etwas f\u00fcr die Hom\u00f6opathie spricht?<br \/>\n<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i><b>L.M.:<\/b><\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> Ich kann nicht sagen, dass die Hom\u00f6opathie in allem Recht h\u00e4tte. <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i><b>Was ich jetzt sagen kann, ist, dass die starken Verd\u00fcnnungen richtig sind. Starke Verd\u00fcnnungen von etwas sind nicht Nichts. Sie sind Wasserstrukturen, die die originalen Molek\u00fcle nachahmen<\/b><\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>. Wir haben herausgefunden, dass wir mit DNA nicht mit den extrem starken Verd\u00fcnnungen arbeiten k\u00f6nnen wie in der Hom\u00f6opathie gebr\u00e4uchlich. Wir kommen nicht weiter als bis zu einer Verd\u00fcnnung von 1\u00a0: 10<\/i><\/span><sup><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>18<\/i><\/span><\/span><\/sup><span lang=\"de-DE\"><i>, oder wir verlieren das Signal. Aber sogar bei 1\u00a0: 10<\/i><\/span><sup><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>18<\/i><\/span><\/span><\/sup><span lang=\"de-DE\"><i> kann man ausrechnen, dass kein einziges DNA-Molek\u00fcl mehr \u00fcbrig ist, und doch erhalten wir ein Signal. <\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr Cherrypicking und sinnenstellendes Zitieren: Den zitierten Satz hat er zwar tats\u00e4chlich gesagt, aber er hat im gleichen Atemzug auch einigen Grundannahmen der Hom\u00f6opathie glatt widersprochen. H\u00e4tte das HRI die Absicht, seine Leser \u00fcber den wahren Hintergrund von Montagniers Arbeit zu informieren, dann h\u00e4tte man erkl\u00e4ren m\u00fcssen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es ist die DNA, die den Effekt hervorruft. Die Wirksamkeit anorganischer Substanzen bzw. einfacher organischer Verbindungen k\u00f6nnte also nicht erkl\u00e4rt werden.<\/li>\n<li>Es scheinen noch nicht einmal alle Organismen den Effekt zu erzeugen, sondern nur bestimmte Bakterien.<\/li>\n<li>Die Verd\u00fcnnungen waren nur in einem vergleichsweise engen Bereich aktiv, je nach Spezies der Bakterien in hom\u00f6opathischer Nomenklatur zwischen D8 und D12, also nicht in den absurd hohen Verd\u00fcnnungen, wie in der Hom\u00f6opathie gebr\u00e4uchlich (C200 und noch h\u00f6her).<\/li>\n<li>Der Effekt h\u00e4lt sich nur f\u00fcr eine vergleichsweise kurze Zeit von weniger als 48 Stunden und auf keinen Fall \u00fcber so lange Zeitr\u00e4ume, in denen Hom\u00f6opathika haltbar sein sollen.<\/li>\n<li>Der Effekt wird mit zunehmender Verd\u00fcnnung schw\u00e4cher und verschwindet oberhalb D18 v\u00f6llig, wohingegen in der Hom\u00f6opathie wesentlich h\u00f6here Potenzen mit entsprechend st\u00e4rkeren Verd\u00fcnnungen im Gebrauch sind und als besonders wirksam angesehen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da ist nichts, was die Hom\u00f6opathie tragen k\u00f6nnte. Details zur Auseinandersetzung um Montagnier und die Hom\u00f6opathie finden sich <a href=\"http:\/\/www.hom\u00f6opedia.eu\/index.php\/Artikel:Luc_Montagnier\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2165\">hier<\/a><\/p>\n<p><b>Der wissenschaftliche Wandel<\/b><\/p>\n<p>Immer wieder gerne, so auch vom HRI, wird ausgef\u00fchrt, dass die Wissenschaft einem best\u00e4ndigen Wandel unterworfen sei, woraus offenbar zu schlie\u00dfen sein soll, dass das bisherige vorliegende Wissen wahrscheinlich falsch ist:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eWas das wissenschaftliche Establishment zu einem Zeitpunkt f\u00fcr unm\u00f6glich h\u00e4lt, ist zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt eine bewiesene Tatsache\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Diese Aussage ist kompletter Unsinn und basiert auf einem v\u00f6llig falschen Verst\u00e4ndnis von Wissenschaft.<\/p>\n<p>Tatsache ist, dass sich die Wissenschaft immer weiter entwickelt und ein immer besseres und umfassenderes Verst\u00e4ndnis von den Vorg\u00e4ngen in der Natur erarbeitet. Dabei werden nat\u00fcrlich auch \u201eFehler\u201c gemacht, die darin bestehen, dass man Hypothesen aufstellt und zun\u00e4chst f\u00fcr best\u00e4tigt h\u00e4lt, sich diese aber sp\u00e4ter doch als unzutreffend erweisen. Das Finden von Fehlern und Unzul\u00e4nglichkeiten des jeweiligen aktuellen Kenntnisstandes, das allm\u00e4hliche und m\u00fchselige Hinausschieben der Grenzen des Wissens, das Verbessern des Unzureichenden, das Ersetzen von Falschem durch (vermutlich) Richtigeres ist der Kern des wissenschaftlichen Tuns. \u00dcblicherweise werden Wissenschaftler, die besonders sicher geglaubte Hypothesen widerlegt haben, mit einem Nobelpreis ausgezeichnet. So auch Barry Marshall und Robin Warren, die 2005 den Nobelpreis in Medizin f\u00fcr den Nachweis erhielten, dass Magengeschw\u00fcre auf bakterielle Infektionen zur\u00fcckgehen k\u00f6nnen, was zuvor als unm\u00f6glich angesehen wurde, da man nicht glaubte, dass Bakterien die Magens\u00e4ure \u00fcberstehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Dieses ebenfalls vom HRI angef\u00fchrte Beispiel ist kein Beleg daf\u00fcr, dass unser Kenntnisstand falsch w\u00e4re, sondern daf\u00fcr, dass echte Wissenschaft Fehler erkennen und beseitigen kann und sich somit eine immer bessere Kenntnis von den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten verschafft. Es gibt durchaus Schlussfolgerungen und Hypothesen, die sich sp\u00e4ter als unrichtig erweisen, diese k\u00f6nnen auch recht lange Bestand haben, aber mit der wissenschaftlichen Methodik ist es m\u00f6glich, unzutreffende Sichtweisen auszusondern.<\/p>\n<p>Wenn man die Situation in einem Satz beschreiben will, kann man auf ein Zitat des Schweizer Internisten Wilhelm L\u00f6ffler zur\u00fcckgreifen (<a href=\"https:\/\/www.gwup.org\/infos\/themen-nach-gebiet\/77-cam\/333-homeopathie-erfolge-nur-placeboeffekt\" class=\"broken_link\">Link<\/a>):<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eFast alle Irrt\u00fcmer der Medizin, die im Volksglauben weiterleben, waren einst wissenschaftlich akzeptierte Theorien.\u201c<\/p>\n<p>Zudem gibt es Naturgesetze, die weder beeinflussbar sind noch durch etwas anderes ersetzt werden k\u00f6nnen. Diese Naturgesetze sind die <i>absolute<\/i> Barriere f\u00fcr Spekulationen auf \u201ealles ist m\u00f6glich\u201c und \u201edie Wissenschaft kann noch nicht\u2026\u201c Es ist keineswegs so, dass alles, was heute f\u00fcr unm\u00f6glich gehalten wird, geradezu zwangsl\u00e4ufig einmal gesichertes Wissen darstellen wird. Perpetua mobilia sind unm\u00f6glich und werden es bleiben, ebenfalls Geschwindigkeiten oberhalb der Lichtgeschwindigkeit. Und: wo nichts ist, wirkt nichts.<\/p>\n<p><strong>Zusammengefasst:<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn unser Wissen \u00fcber die naturwissenschaftlichen Zusammenh\u00e4nge der Welt bei Weitem noch nicht vollst\u00e4ndig ist, ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass eines Tages die arzneiliche Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Pr\u00e4parate erkl\u00e4rbar wird, zumal mit den Effekten, die in den verschiedenen Repertorien beschrieben sind. Der Widerspruch der hom\u00f6opathischen Lehre zu gesichertem und im allt\u00e4glichen Leben, in Wissenschaft und Technik bew\u00e4hrtem Wissen ist zu gro\u00df. Es m\u00fcssten schlie\u00dflich nicht nur Modelle gefunden werden, die die Wirksamkeit erkl\u00e4ren, sondern sie m\u00fcssten auch erkennen lassen, warum diese Effekte bei \u00e4hnlichen Vorg\u00e4ngen au\u00dferhalb der Hom\u00f6opathie nicht auftreten.<\/p>\n<p>Das ist so unwahrscheinlich, dass es als unm\u00f6glich angesehen werden kann, etwa vergleichbar mit der Wahrscheinlichkeit, in einem Fl\u00e4schchen einer C200-Potenz ein Atom\/Molek\u00fcl der Urtinktur wiederzufinden. 1:10^380 ist nicht identisch Null &#8211; ist aber f\u00fcr alle Belange des praktischen Lebens klein genug, um es mit Null gleichzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>[1] European Academies Science Advisory Council: &#8220;Homeopathic products and practices: assessing the evidence and ensuring consistency in regulating medical claims in the EU\u201c, EASAC:September 2017, <a href=\"http:\/\/www.easac.eu\/fileadmin\/PDF_s\/reports_statements\/EASAC_Homepathy_statement_web_final.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p>[2] Lambeck M.: Irrt die Physik? \u00dcber alternative Medizin und Esoterik, 3. erweiterte Auflage, Verlag C.H.Beck 2015, ISBN 3406670962<\/p>\n<p>[3] Newsmaker Interview &#8218;French Nobelist Escapes &#8218;intellectual Terror&#8216; to Persue Radical Ideas in China&#8216;, Science 330 (2010) p. 1732<\/p>\n<p>[4] Montagnier L, Aissa J, Ferris S, Montagner JL, Lavalle C: Electromagnetic Signals are Produced by Aqueous Nanostructures Derived from Bacterial DNA Sequences&#8216;, Intersiscip Sci Comput Life Sci (2009) 1: 81-90, Link zum <a href=\"http:\/\/gnusha.org\/~nmz787\/biological%20radio%20research\/LucMontaigner2009.pdf\">Volltext<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im dritten Teil unserer drei Serien bei Susannchen braucht keine Globuli (Link), auf der Netzwerkseite des INH (Link) und auf diesem Blog zur Auseinandersetzung mit der Kritik des Homeopathy Research Institute (HRI) an der Hom\u00f6opathiekritik geht es um die Aussage, &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3338\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3338"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3338"}],"version-history":[{"count":11,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3443,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3338\/revisions\/3443"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}