{"id":3312,"date":"2017-12-03T09:47:41","date_gmt":"2017-12-03T08:47:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3312"},"modified":"2019-09-24T17:44:08","modified_gmt":"2019-09-24T15:44:08","slug":"kritik-an-der-homoeopathiekritik-ii-positive-studien-fehlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3312","title":{"rendered":"Kritik an der Hom\u00f6opathiekritik II: &#8222;Positive Studien fehlen&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3312\" data-timestamp=\"1569347048\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3312\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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wird uns Hom\u00f6opathiekritikern seitens des englischen Homeopathic Research Institutes (HRI) im Rahmen seiner Artikelserie \u201eFAQ Hom\u00f6opathie\u201c in den Mund gelegt [1]. Diese Aussage ist tats\u00e4chlich v\u00f6llig korrekt, allerdings auch etwas trivial: Eine einzige Studie kann niemals \u201ebeweisen\u201c dass \u201edie Hom\u00f6opathie\u201c wirkt. Sie k\u00f6nnte bestenfalls einen Hinweis liefern, dass die Hom\u00f6opathie f\u00fcr eine bestimmte Indikation eine \u00fcber Placebo hinausgehende Wirksamkeit aufweisen k\u00f6nnte. Warum das so ist, k\u00f6nnen Sie unter der \u00dcberschrift \u201eHintergrund: Was sind wissenschaftliche Nachweise\u201c in <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3299\">diesem\u00a0 Blogbeitrag<\/a> nachlesen.<\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><b>Es gibt keine belastbare Evidenz daf\u00fcr, dass die Hom\u00f6opathie bei irgendeinem Krankheitsbild eine \u00fcber Placebo hinausgehende Wirksamkeit aufweist\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">&#8230; ist die richtige, nicht mehr triviale weil widerlegbare und damit \u00fcberpr\u00fcfbare Aussage der Hom\u00f6opathiekritiker. Auch wenn das HRI unsere Aussage nicht in dieser Form als Aufh\u00e4nger verwendet, ist klar, dass man etwas \u00c4hnliches meint und dagegen argumentiert. Dabei ist das Aufz\u00e4hlen von Beispielen in diesem Fall durchaus eine ernsthafte Argumentation, denn zu dieser allumfassenden Aussage (\u201eEs gibt keine&#8230;\u201c) gen\u00fcgt ein Gegenbeispiel, um sie zu widerlegen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Hintergrund: Was ist belastbare Evidenz?<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nach dem gegenw\u00e4rtigen Standard besteht Evidenz aus klinischen Studien, die als placebokontrollierte, randomisierte und doppelt verblindete Kontrollstudien gestaltet sind. Auch dies ist im <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3299\">ersten Teil<\/a> unserer Serie ausf\u00fchrlich dargelegt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Einzelne Studien k\u00f6nnen jedoch keine belastbare Evidenz darstellen. Evidenz setzt mindestens voraus, dass eine Studie unabh\u00e4ngig repliziert wurde, das hei\u00dft, von einem anderen Forscherteam an anderen Patienten wiederholt wurde und dabei \u00e4hnliche Ergebnisse erzielt wurden. Da es zumeist nicht einfach ist, unterschiedliche Studienergebnisse zu bewerten, ist f\u00fcr die Beurteilung ein systematisches Review erforderlich, in dem alle zum Thema vorliegenden Studien zusammenfassend bewertet werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ein wesentlicher Punkt der Bewertung von Einzelstudien ist deren Qualit\u00e4t, die sich dadurch ausdr\u00fcckt, wie zuverl\u00e4ssig sie den wahren Sachverhalt wiedergeben, wof\u00fcr einige Kriterien erf\u00fcllt sein m\u00fcssen. In neuerer Zeit wird dazu in einem von der Cochrane Collaboration empfohlenen Verfahren der \u201eRisk of Bias\u201c bewertet [2, Kap. 8], also ob ein hohes, unklares oder niedriges Risiko daf\u00fcr vorliegt, dass die Studie den wahren Sachverhalt verzerrt darstellt. Ein hohes Risiko w\u00e4re schlecht, ein niedriges w\u00e4re gut.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Um dieses Risiko einer Verzerrung zu ermitteln, wird im Wesentlichen anhand eines Kriterienkatalogs bewertet, ob die Verfahren f\u00fcr die Verblindung und die Randomisierung ausreichend waren, sowie ob die Ergebnisse vollst\u00e4ndig vorliegen, also f\u00fcr alle Patienten alle ermittelten Daten berichtet werden. Diese Angaben m\u00fcssen die Autoren im Text ihrer Studie liefern, damit dieses Risiko bewertet werden kann. Anderenfalls gilt es als \u201eunklar\u201c, was einer mittleren Bewertung gleichkommt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Selbstredend kann belastbare Evidenz nur aus Ergebnissen hochwertiger Studien bestehen, deren Ergebnisse mit einiger Wahrscheinlichkeit korrekt sind, das hei\u00dft, wahrscheinlich den wirklichen Sachverhalt abbilden. Wenn beispielsweise die Verblindung nicht zuverl\u00e4ssig funktioniert, dann werden Patienten der Placebogruppe, die dann sicher wissen, dass sie keine wirksame Arznei erhalten haben, irgendwelche positiven Entwicklungen nat\u00fcrlich nicht mit der Therapie in Verbindung bringen. Bei Patienten, die die Arznei erhalten haben, verh\u00e4lt es sich umgekehrt: sie werden positive \u00c4nderungen erwarten und diese entsprechend feinf\u00fchlig registrieren. Da in den Studien zur Hom\u00f6opathie zumeist die Patienten selbst die Ver\u00e4nderungen bewerten, ergibt dies einen wesentlich st\u00e4rkeren Unterschied zwischen den Gruppen als er real vorliegt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass Probleme mit der Qualit\u00e4t dazu f\u00fchren, dass die auftretenden Effekte in eine positiven Richtung verzerren, \u00fcbrigens nicht nur die fehlende Verblindung, sondern auch die anderen Qualit\u00e4tsprobleme [2, Kap. 8.5].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Zusammengefasst: Zuverl\u00e4ssige Evidenz besteht aus einer Reihe von unabh\u00e4ngigen qualitativ guten Studien, die zusammengefasst einen Nutzen der Hom\u00f6opathie \u00fcber Placebo hinaus aufzeigen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das HRI weist durchaus darauf hin, dass noch mehr Forschung erforderlich sei, die vorliegenden vielversprechenden Studien zu replizieren, dies also noch nicht im eigentlich erforderlichen Umfang geschehen ist. Nun ist es aber ohne Zweifel so, dass eine unabh\u00e4ngige Replizierung, also die Wiederholung mit \u00e4hnlichen Ergebnissen, gelingen kann oder eben auch nicht. Hier sind wir in einer etwas unklaren Position: Einerseits k\u00f6nnen die Hom\u00f6opathen nicht unterstellen, dass die Replizierung in jedem Fall gelingt, andererseits k\u00f6nnen die Kritiker nicht belegen, dass es nicht m\u00f6glich ist, dass eine Replizierung gelingt. Demzufolge beschreibt die Aussage, dass es keine belastbare Evidenz gebe, die gegenw\u00e4rtige Situation wissenschaftlich korrekt, ohne auszuschlie\u00dfen, dass sich dies in Zukunft \u00e4ndern k\u00f6nnte. Dies ist damit auch der st\u00e4rkste Vorbehalt zur Evidenz, den man treffen kann. Alles, was dar\u00fcber hinausginge, m\u00fcsste auf Annahmen und Vermutungen beruhen. Insofern ist die obige Aussage, dass es (derzeit) keine belastbare Evidenz gebe, vollkommen korrekt formuliert und m\u00fcsste eigentlich auch unstrittig sein.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Welche Ergebnisse liegen vor?<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das HRI f\u00fchrt jedoch einige Indikationen und Studien an, um damit die obige Aussage der Kritiker zu widerlegen. Diese seien hier im \u00dcberblick vorgestellt:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>(1) Individualisierte hom\u00f6opathische Behandlung von Durchfall bei Kindern<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Angef\u00fchrt wird ein Review von Jacobs et al. in dem drei Arbeiten ihres eigenen Teams zusammengefasst werden [3], die alle nach dem gleichen Protokoll durchgef\u00fchrt worden waren. Dies ist also sicher keine zusammenfassende Betrachtung unabh\u00e4ngiger Wiederholungen. Auf diese Weise kann man n\u00e4mlich keine Fehler im Protokoll oder in der Durchf\u00fchrung erkennen, die auf Irrt\u00fcmer des Studienteams zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Im Review von Jacobs werden drei Arbeiten betrachtet:<\/p>\n<ul>\n<li lang=\"de-DE\">Jacobs (1993) mit einer geringen Zahl von Kindern in Nicaragua [4]<\/li>\n<li lang=\"de-DE\">Jacobs (1994) mit einer gr\u00f6\u00dferen Zahl von Kindern ebenfalls in Nicaragua [5]<\/li>\n<li lang=\"de-DE\">Jacobs (2000) mit Kindern in Nepal [6].<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Die CORE-Hom-Datenbank der Carstens-Stiftung [7] nennt f\u00fcr diese Indikation nur noch eine weitere Arbeit (Cadena (1991)), bei der aber keine statistische Auswertung vorl\u00e4ge. Die obigen Arbeiten geben also den auswertbaren Bestand vollst\u00e4ndig wieder.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Diese drei Arbeiten wurden bereits im systematischen Review von Mathie (2014) bewertet und deren Qualit\u00e4t beurteilt [8]: Alleine die Arbeit aus 1994 konnte mit einem mittleren Risiko einer Verzerrung bewertet werden, den anderen beiden wurde ein hohes Risiko attestiert, also eine schlechte Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schlussfolgerung: Aufgrund der mangelnden Qualit\u00e4t der vorliegenden Studien liegt f\u00fcr die hom\u00f6opathische Behandlung von kindlichem Durchfall keine belastbare Evidenz vor. Es sei darauf hingewiesen, dass auch f\u00fcr die Nicht-individualisierte Therapie von kindlichem Durchfall der Versuch gescheitert ist, einen Wirknachweis zu erbringen [6a]<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>(2) Individualisierte hom\u00f6opathische Behandlung von Ohrentz\u00fcndung (Otitis Media) bei Kindern<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das HRI f\u00fchrt hier zwei Arbeiten an,<\/p>\n<ul>\n<li lang=\"de-DE\">Jacobs (2001)[9]<br \/>\nIm Review von Mathie (2014) wird diese Arbeit nur als von mittlerer Qualit\u00e4t bewertet [8]. Es konnte in dieser Vorab-Studie kein statistisch signifikantes Ergebnis erzielt werden, die aufgetretenen geringen Vorteile der Hom\u00f6opathie gegen\u00fcber Placebo sind also wahrscheinlich als Zufallseffekte anzusehen. Um diese sicher nachzuweisen, schreiben die Autoren, w\u00e4re eine erheblich gr\u00f6\u00dfere Studie erforderlich (243 ausgewertete Testpersonen, nicht nur 72, wie in dieser Arbeit).<\/li>\n<li lang=\"de-DE\">Sinha (2012)[10]<br \/>\nDies ist nach den Angaben der Autoren nur eine Pilotstudie, die unverblindet durchgef\u00fchrt wurde und schon aus diesem Grunde keine belastbare Evidenz bilden kann. F\u00fcr diese Arbeit liegt noch kein Ergebnis eines Reviews vor. Es erscheint aber etwas fragw\u00fcrdig, bei einer Krankheit, die nach der entsprechenden Leitlinie zu 78 % innerhalb von zwei bis sieben Tagen spontan ausheilt [10a], den Therapieerfolg anhand von Beobachtungszeitpunkten 3, 7, 14 und 21 Tagen zu beurteilen, und das sogar im Vergleich zur Therapie mit Antibiotika, die in der Kontrollgruppe in \u00fcber 95 % der F\u00e4lle angewandt wurde. Wobei anzumerken ist, dass nach drei Tagen in jedem Fall Antibiotika gegeben wurden, ohne dass eine bakterielle Ursache f\u00fcr die Entz\u00fcndung verifiziert wurde.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">(Anmerkung: Die Studie wurde 2009 \/ 2010 in Indien durchgef\u00fchrt, ein R\u00fcckschluss auf den Einsatz von Antibiotika bei hiesigen \u00c4rzten ist daher nicht m\u00f6glich.)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Im Review des australischen Gesundheitsministeriums findet sich noch die Arbeit von Harrison (1999), die als von schlechter Qualit\u00e4t bewertet wurde [19].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die CORE-Hom Datenbank listet noch eine verblindete und randomisierte Kontrollstudie auf [7]. In dieser Arbeit von M\u00f6ssinger (1985) wurden die Daten von nur 38 Kindern analysiert. Nach den Angaben in der Datenbank wurde kein signifikanter Vorteil gegen\u00fcber Placebo erzielt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schlussfolgerung: Hier gibt es keine einzige Studie, die ein belastbar positives Ergebnis erbracht h\u00e4tte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>(3) Einsatz des Hom\u00f6opathischen Mittels Galphimia glauca gegen Heuschnupfen<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Hier verweist das HRI auf eine Arbeit von Wiesenauer (1996), die ein systematisches Review im Wesentlichen seiner eigenen Arbeiten zu diesem Thema darstellt [11]. Er kommt zwar zu einem positiven Ergebnis, allerdings sehen andere Autoren das anders:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In der Arbeit Linde (1997) werden vier Arbeiten von Wiesenauer untersucht [12], die in Summe einen positiven Effekt ergeben (Quotenverh\u00e4ltnis 2,03 zu Gunsten der Hom\u00f6opathie), dennoch kommt Linde zu dem Schluss, dass er keine Indikation gefunden habe, f\u00fcr die es hinreichende Belege gebe, dass die Hom\u00f6opathie \u00fcber Placebo hinaus wirksam sei. Ganz offensichtlich beruht diese Einsch\u00e4tzung auf der fragw\u00fcrdigen Qualit\u00e4t der eingeflossenen Studien.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Mathie (2017) kommt bei den Arbeiten von Wiesenauer zu einer ungen\u00fcgenden Qualit\u00e4tsbewertung (1 x mittel, 2 x schlecht) und hat noch zwei andere Arbeiten in seine Meta-Analyse zum Heuschnupfen (\u201eAllergische Rhinitis\u201c) eingeschlossen [13]. Auch er kommt zu dem Ergebnis, dass belastbare Evidenz f\u00fcr die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie in irgendeinem Krankheitsbild fehle.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Review des australischen Gesundheitsministeriums kommt zu dem gleichen Ergebnis.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schlussfolgerung: Au\u00dfer dem Autor der wesentlichen Studien zu diesem Thema sind sich alle Reviews darin einig, dass es keine belastbare Evidenz gebe. Da der Hauptautor selbst wahrscheinlich eher zugunsten seiner Ergebnisse voreingenommen sein d\u00fcrfte, \u00fcberwiegt die negative Einsch\u00e4tzung aus den drei anderen Reviews.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>(4) Einsatz von Pollen C30 als isopathisches Mittel gegen Heuschnupfen<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Hier wird eine Studie von Reilly (1986) angef\u00fchrt [14], die in der Tat von den meisten Reviewern als qualitativ hochwertig angesehen wird &#8211; au\u00dfer Mathie (2017), hier wird diese Arbeit infolge unklarer Darstellung der Verblindung und wegen mangelnder Vollst\u00e4ndigkeit der dargestellten Ergebnisse als qualitativ schlecht eingestuft [13].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Auch wenn man zugestehen muss, dass hier eine von den meisten Reviewern als gut bewertete Studie zu einem positiven Ergebnis kommt, so fehlt doch &#8211; seit nunmehr \u00fcber 30 Jahren &#8211; eine unabh\u00e4ngige Replizierung dieser doch f\u00fcr die Hom\u00f6opathie vielversprechenden Arbeit. Warum das so ist, muss offen bleiben: ob der Versuch einer Replizierung misslungen oder nicht erfolgt ist, kann nicht beurteilt werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>(5) Einsatz des hom\u00f6opathischen Mittels Oscillococcinum zur Behandlung von Grippe<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das HRI nennt eine Arbeit, in der nachgewiesen worden sei, dass Oscillococcinum bei Grippe wirksam sein soll. Diese Arbeit von Mathie (2012) ist ein Cochrane-Review, also ein nach strengen Regeln ausgef\u00fchrtes systematisches Review [15] und w\u00e4re, wenn die Aussage des HRI zutreffen w\u00fcrde, tats\u00e4chlich eine belastbare Evidenz.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Zun\u00e4chst ist festzustellen, dass es nicht um die Grippe (Influenza) geht, sondern um grippale Infekte, also normale Erk\u00e4ltungen. Dann kommt Mathie, der f\u00fcr das Homeopathy Research Institute arbeitet, also kein Hom\u00f6opathie-Gegner ist, zu dem Schluss:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201e<span lang=\"de-DE\">Es gibt nicht gen\u00fcgend gute Nachweise, um solide Schlussfolgerungen \u00fcber Oscillococcinum zur Verh\u00fctung oder Behandlung von Grippe oder grippalen Infekten zu ziehen. Unsere Ergebnisse schlie\u00dfen die M\u00f6glichkeit nicht aus, dass Oscillococcinum einen n\u00fctzlichen klinischen Effekt haben k\u00f6nnnte, wegen der niedrigen Qualit\u00e4t der in Betracht kommenden Studien sind die Nachweise nicht \u00fcberzeugend.\u201c<\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nun, ein belastbarer Nachweis f\u00fcr durchgreifende positive Effekte sieht anders aus.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>(6) Einsatz des hom\u00f6opathischen Komplexmittels Vertigoheel gegen Schwindel<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei der angef\u00fchrten Arbeit von Schneider et al. aus dem Jahr 2005 handelt es sich um ein Review von vier Arbeiten, die das Mittel Vertigoheel zur Therapie von Schwindel im Vergleich zu anderen Therapien untersuchten [16]. Nur zwei der Arbeiten (Weiser 1998 [17] und Issing 2004 [18]) waren randomisierte Vergleichsstudien. Leider sind diese Arbeiten in den Reviews von Mathie nicht enthalten. Im Review des NHMRC wird der Arbeit von Issing ein mittleres bis hohes Risiko eines Bias zugeordnet, der Arbeit von Weiser ein mittleres Risiko [19].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In allen vier Arbeiten wurde festgestellt, dass sich die Ergebnisse unter Vertigoheel nicht von den Vergleichstherapien unterschieden &#8211; was allerdings nur dann etwas aussagt, wenn bekannt ist, dass diese Vergleichsbehandlungen prinzipiell \u00fcber Placebo hinaus wirksam sind und im Rahmen der Studien auch richtig angewendet wurden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bemerkenswert ist hier, dass, wenn Vertigoheel tats\u00e4chlich wirksam gewesen sein sollte, dies eher gegen die Lehre der Hom\u00f6opathie spricht. Die Verschreibung erfolgte ja nicht durch eine in einer ausf\u00fchrlichen Anamnese festgestellten individuellen \u00c4hnlichkeit zwischen Symptom- und Arzneimittelbild, sondern aufgrund der oberfl\u00e4chlichen Diagnose \u201eSchwindel\u201c, die \u00fcbrigens in der Universit\u00e4tsmedizin ganz verschiedene Ursachen haben kann. Zweitens handelt es sich um ein Komplexmittel aus verschiedenen Hom\u00f6opathika, was ebenfalls nach hom\u00f6opathischer Lehre einen Heilerfolg zumindest sehr erschwert. Es sei am Rande vermerkt, dass die Komplexmittel der Fa. Heel nach deren Selbstverst\u00e4ndnis auch keine Hom\u00f6opathika sind, sondern entsprechend der Homotoxikologie wirken sollen, eine Heilslehre, die auf dem Entgiften des K\u00f6rpers beruht und nicht auf der Beeinflussung der Lebenskraft wie in der Hom\u00f6opathie [20].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schlussfolgerung: Es gibt auch hier keine belastbare Evidenz, dass die Hom\u00f6opathie eine wirksame Behandlung f\u00fcr diese Beschwerden darstellt. Die Qualit\u00e4t der betrachteten Studien spricht eher dagegen, dass es sich um valide Ergebnisse handelt, wenn man dies aber dennoch unterstellen will, dann spr\u00e4che dies gegen die postulierten Prinzipien der Hom\u00f6opathie.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Bewertung<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Man k\u00f6nnte allenfalls bei einem der vom HRI angegebenen Beispiele unterstellen, dass es eine einzige gute Studie gibt, die positive Effekte aufgezeigt hat. Je nach Sichtweise gibt es unterschiedlich viele verschiedene Indikationen, f\u00fcr die Studien zur Hom\u00f6opathie vorliegen: Die Faculty of Homeopathy nennt auf ihrer Webseite 61, im NHMRC-Review wurden 85 verschiedene Krankheitsbilder untersucht, in der CORE-Hom Datenbank sind hunderte Indikationen aufgef\u00fchrt, allein unter dem Buchstaben \u201eA\u201c sind es \u00fcber 50. Da ist es v\u00f6llig zu erwarten, dass bei einem Risiko eines Alpha-Fehlers von 5 % ein paar wenige Studien auftauchen, die bei guter Qualit\u00e4t zu einem positiven Ergebnis gef\u00fchrt haben. Insofern ist die eine Arbeit von Reilly eher die Ausnahme, die die Regel best\u00e4tigt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Klinische Relevanz<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bekanntlich stellt die Hom\u00f6opathie einen recht hohen Anspruch bez\u00fcglich ihrer Wirksamkeit auf:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eEin sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hltes hom\u00f6opathisches Arzneimittel kann schnell, sanft, sicher, nebenwirkungsfrei und dauerhaft die Symptome auch schwerer, akuter und chronischer Erkrankungen, wie Migr\u00e4ne, Neurodermitis, Asthma bronchiale, Colitis, Rheumatismus u.v.a. deutlich lindern \u2013 bis hin zur Beschwerdefreiheit. Dies gilt auch f\u00fcr akute Krankheiten bakterieller oder viraler Natur.\u201c<span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> [21]<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p>Dies schreibt immerhin die Vorsitzende des Zentralvereins hom\u00f6opathischer \u00c4rzte, quasi die oberste deutsche Hom\u00f6opathin, auf ihrer Praxishomepage. Hiernach darf der Patient, der sich f\u00fcr eine hom\u00f6opathische Therapie entscheidet, erwarten, dass sich sein Befinden durchgreifend verbessert, und zwar entscheidend st\u00e4rker bessert als wenn er gar nichts unternommen h\u00e4tte. Es m\u00fcsste sich also in den Studien nicht nur eine statistische signifikante Verbesserung gegen\u00fcber Placebo ergeben &#8211; also dass man die Wirkung von einer Nicht-Behandlung \u00fcberhaupt unterscheiden kann &#8211; sondern diese m\u00fcsste auch klinisch relevant sein, das hei\u00dft f\u00fcr den Patienten einen deutlich bemerkbaren Vorteil ergeben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die klinische Relevanz in einer Studie ergibt sich aus zwei Aspekten: Zum einen die Frage, ob die Studienautoren ein Merkmal als Bewertungskriterium ausgew\u00e4hlt haben, das auch in den Augen der Patienten so sehr von Bedeutung ist, dass sich daran Erfolg von Misserfolg unterscheiden l\u00e4sst. Zum anderen muss allerdings auch der aufgetretene Unterschied f\u00fchlbar sein. Unabh\u00e4ngig von der Qualit\u00e4t der vom HRI benannten Studien &#8211; also deren Glaubw\u00fcrdigkeit &#8211; sei kurz beleuchtet, was die Studien, die die Hom\u00f6opathie mit Placebo vergleichen, eigentlich aussagen:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Kindlicher Durchfall:<br \/>\n<\/strong>Jacobs w\u00e4hlt beim kindlichen Durchfall die Zahl der Durchf\u00e4lle am dritten Tag nach Behandlungsbeginn. Zu diesem Zeitpunkt sind in beiden Gruppen die H\u00e4ufigkeiten deutlich gesunken, von durchschnittlich 7,7 Ereignissen auf 3,1 in der Kontrollgruppe und 2,1 unter der hom\u00f6opathischen Behandlung, ein Unterschied von nur einem Ereignis pro Tag, der an Tag 4 dann verschwunden ist. Am vierten Tag gibt es in der Hom\u00f6opathiegruppe nur noch 2,0 Ereignisse, in der Kontrollgruppe sind es 2,1, also kaum unterscheidbar. Der dritte Tag ist \u00fcbrigens der einzige, an dem die Daten ein signifikantes Ergebnis bedeuten. Der Unterschied von einem Ereignis am dritten Tag ist f\u00fcr die Familie sicher eine gewisse Entlastung &#8211; aber eine durchgreifende Verbesserung gegen\u00fcber Placebo?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Ohrenentz\u00fcndung:<br \/>\n<\/strong>Die placebokontrollierte Studie von Jacobs ergab noch nicht einmal einen signifikanten Vorteil, weshalb man sich \u00fcber klinische Relevanz keine Gedanken machen muss.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Galphimia glauca bei Heuschnupfen:<br \/>\n<\/strong>Zwei Wochen nach Behandlungsbeginn waren in der Hom\u00f6opathiegruppe 34 (von 41) Patienten beschwerdefrei oder erfuhren eine deutliche Linderung, in der Kontrollgruppe 21 (von 45) Patienten. Nach vier Wochen waren in der Hom\u00f6opathiegruppe 30 (von nur noch 37) Patienten beschwerdefrei bzw. hatten eine deutliche Besserung, bei der Kontrollgruppe waren es 20 (von nur noch 35) Patienten [22]. Aus anderen Arbeiten liegen, soweit zug\u00e4nglich, nur relative Zahlen vor, die keine Beurteilung der Relevanz zulassen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ob dies ein f\u00fchlbarer Effekt ist, sei hier offen gelassen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Pollen C30 gegen Heuschnupfen:<\/strong><br \/>\nIn der Arbeit von Reilly wurde die Schwere der Heuschnupfen-Symptome ermittelt, indem die Patienten diese selbst t\u00e4glich auf einer Skala von 0 bis 100 (0 = gar nicht, 100 = extrem schlecht) bewerteten. Der Mittelwert betrug zu Anfang in beiden Gruppen jeweils etwa 45 Punkte, allerdings mit einer starken Streuung. Diese Streuung zeigte sich auch in den Ver\u00e4nderungen: In der Hom\u00f6opathiegruppe ergaben sich Werte von einer Verbesserung um 80 Punkte bis zu einer Verschlechterung um 50 Punkte. In der Kontrollgruppe passierte praktisch das Gleiche: Die Spanne reichte von einer Verbesserung um 80 Punkte bis zu einer Verschlechterung um 60 Punkte. H\u00e4tten die Patienten ihre Ergebnisse verglichen, sie w\u00e4ren nicht in der Lage gewesen, einzelne Patienten zu identifizieren, deren Ergebnisse so gut oder schlecht waren, sie eindeutig der Hom\u00f6opathie- oder der Kontrollgruppe zuzuordnen. Der in der Hom\u00f6opathie aufgetretene h\u00f6here Mittelwert der Verbesserung um 17,1 Punkte im Vergleich zu nur 2,1 Punkten in der Kontrollgruppe t\u00e4uscht da einen Unterschied vor, den kein Patient tats\u00e4chlich wahrnehmen kann.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Oscillococcinum bei Grippe:<br \/>\n<\/strong><span lang=\"de-DE\">In den beiden Arbeiten von Ferley [23] und Papp [24] wird der Erfolg der Therapie anhand der Genesungsrate am zweiten Tag nach Behandlungsbeginn beurteilt. Hierbei ergibt sich in der Tat ein statistisch signifikanter Vorteil der Hom\u00f6opathiegruppe &#8211; der allerdings <\/span><span lang=\"de-DE\">nur<\/span><span lang=\"de-DE\"> an diesem Tag vorliegt, weder am Tag davor noch am Tag danach. Dies sei in der Grafik verdeutlicht, der man auch entnehmen kann, wie \u201edurchgreifend\u201c die Hom\u00f6opathie gewirkt hat. <\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Ferley-normierter-Verlauf.png\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Ferley-normierter-Verlauf.png\" alt=\"\" width=\"337\" height=\"297\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Grafik stellt die Ergebnisse der Arbeit von Ferley dar [23], die auf gleiche Patientenzahlen in den Gruppen umgerechnet wurden. Von Tag 1 zu Tag 2 hat die Hom\u00f6opathiegruppe tats\u00e4chlich einen kleinen Vorteil erreicht, die parallel verlaufenden Kurven danach zeigen jedoch, dass sonst die Genesungsraten praktisch gleich gro\u00df sind. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die durchschnittliche Abk\u00fcrzung der Krankheitsdauer lag bei nur etwa 6 Stunden, was bedeutungslos sein d\u00fcrfte, besonders wenn sich diese nachts zeigen. Das ist mit Sicherheit nicht der Therapieerfolg, den die Patienten erreichen wollen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Vertigoheel gegen Schwindel:<\/strong><br \/>\nKein Vergleich zu Placebo m\u00f6glich, da das Mittel nicht mit Placebo, sondern mit anderen Therapien verglichen wurde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Bewertung<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Selbst wenn man die mangelnde Belastbarkeit der Studien ignoriert und alleine die Ergebnisse betrachtet, dann ist die Behauptung, dass die Hom\u00f6opathie hier schnell eine durchgreifende Verbesserung der Situation erzielen k\u00f6nne, in den vom HRI benannten Studien nicht generell nachvollziehbar. Lediglich bei einer, Galphimia glauca bei Heuschnupfen, k\u00f6nnte dies der Fall sein, m\u00fcsste aber anhand unabh\u00e4ngiger Studienergebnisse noch verifiziert werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Quintessenz<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die vom HRI als \u201egute Studien\u201c pr\u00e4sentierten Arbeiten erf\u00fcllen diesen Anspruch bei Weitem nicht. Es dominieren Studien, die in bereits vorliegenden Reviews zur Hom\u00f6opathie als von unzureichender Qualit\u00e4t beurteilt wurden. Es k\u00f6nnte allenfalls eine Indikation geben, bei der sich in einer guten Studie ein positives Ergebnis zeigt. Diese vielversprechende Arbeit zur Isopathie bei Heuschnupfen wurde seit nunmehr drei\u00dfig Jahren nicht repliziert. Au\u00dferdem ist es aus statistischen Gr\u00fcnden zu erwarten, dass selbst gute Studien infolge des Risikos eines Alpha-Fehlers (Wahrscheinlichkeit f\u00fcr falsch-positive Resultate) gelegentlich zu positiven Ergebnissen kommen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die aufgetretenen Effekte hingegen sind weitestgehend recht gering und untermauern den Anspruch der Hom\u00f6opathie, eine durchgreifend wirksame Therapie zu sein und dem Patienten einen f\u00fchlbaren Vorteil zu verschaffen, in keiner Weise.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Argument II des HRI, es gebe &#8222;gute Studien, die eine Wirksamkeit \u00fcber Placebo hinaus zeigen&#8220;,\u00a0 ist somit entkr\u00e4ftet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Quellenangaben:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[1] NN.: \u201eEs gibt keine einzige gute Studie, die beweist, dass Hom\u00f6opathie wirkt\u201c, Webseite des Homeopathy Research Institutes, abgerufen 01.12.2017, <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/homeopathy-faqs\/there-isnt-a-single-good-quality-rct-showing-homeopathy-works\/\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[2] Higgins JPT, Green S.: Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions; The Cochrane Library, 2008. <a href=\"https:\/\/dhosth.files.wordpress.com\/2011\/12\/cochrane-handbook-for-systematic-reviews-of-interventions.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a>\u00a0 Kapitel 8: Asessing Risk of Bias<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[3] Jacobs J, Jonas WB, Jiminez-Perez M et al.: &#8220;Homeopathy for childhood diarrhea: combined results and metaanalysis from three randomized, controlled clinical trials&#8220;, Pediatr Infect Dis J (2000);22:228-234 <a href=\"http:\/\/thaicamdb.info\/Downloads\/PDF\/homeo3.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[4] Jacobs J, Jiminez LM, Gloyd S et al.:&#8220;Homoeopathic treatment of acute childhood diarrhea &#8211; a randomized clinical trial in Nicarague&#8220;, British Homeopathic Journal(1993);82:83-86<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[5] Jacobs J, Jiminez LM, Gloyd SS et al.: &#8220;Treatment of Acute Childhood Diarrhea with Homeopathic Medicine: A Randimized Trial in Nicaragua&#8220;, Pediatrics(1994);93(5):719-725 <a href=\"http:\/\/pediatrics.aappublications.org\/content\/pediatrics\/93\/5\/719.full.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[6] Jacobs J, Jiminez M, Mathouse S et al.: &#8220;Homeopathic Treatment of Acute Childhood Diarrhea: Results from a Clinical Trial in Nepal&#8220;, Journal of Alternative and Complementary Medicine(2000);6(2):131-139 <a href=\"http:\/\/thaicamdb.info\/Downloads\/PDF\/homeo3.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[6a] Jacobs J, Guthrie BL, Montes GA et al.: &#8220;Homeopathic Combination Remedy in the Treatment of Acute Childhood Diarrhea in Honduras&#8220;, Journal of Alternative and Complementary Medicine (2006);12(8):723-732, <a href=\"http:\/\/online.liebertpub.com\/doi\/abs\/10.1089\/acm.2006.12.723?journalCode=acm\">Link<\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[7] NN: &#8220;CORE-Hom database, A database on Clinical Outcome Research in Homeopathy&#8220;, Datenbank der Carstens-Stiftung, zug\u00e4nglich nach kostenfreier Registirerung, <a href=\"http:\/\/archiv.carstens-stiftung.de\/core-hom\/login.php\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[8] Mathie RT, Lloyd SM, Legg LA et al.: &#8220;Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis&#8220;, Systematic Reviews 2014;3:142, <a href=\"https:\/\/systematicreviewsjournal.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/2046-4053-3-142\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[9] Jacobs J, Springer DA, Crothers D: &#8220;Homeopathic treatment of acute otitis media in children: a preliminary randomized placebo-controlled trial&#8220;, Pediatr Infect Dis J (2001);20(2):177-83 <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/11224838\">Link<\/a><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">[10] Sinha MN, Siddiqui VA, Nayak C et al.: &#8220;Randomized controlled pilot study to cpmpare Homeopathy and Conventional therapy in Acute Otitis Media&#8220;, Homeopathy (2012);101:5-12, <a href=\"https:\/\/s3.amazonaws.com\/academia.edu.documents\/45032837\/Randomized_controlled_pilot_study_to_com20160423-16616-lhw24.pdf?AWSAccessKeyId=AKIAIWOWYYGZ2Y53UL3A&amp;Expires=1512299312&amp;Signature=3hu1LD9X3sBBzNkpCYHwgH8nnQk%3D&amp;response-content-disposition=inline%3B%20filename%3DRandomized_controlled_pilot_study_to_com.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[10a] NN: DEGAM-Leitlinie Nr. 7: Leitlinie \u201eOhrenschmerzen\u201c, aktualisierte Fassung 2014, Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Allgemeinmedizin und Familienmedizin, AWMF-Registernummer 053\/009 <a href=\"http:\/\/www.awmf.org\/uploads\/tx_szleitlinien\/053-009l_S2k_Ohrenschmerzen_2014-12.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[11] Wiesenauer M, L\u00fcdtke R:&#8220;A Meta-Analysis of the Homeopathic treatment of Pollinosis with Galphimia Glauca&#8220;, Forschende Komplement\u00e4rmedizin (1996);3:230-234, <a href=\"https:\/\/www.karger.com\/Article\/Abstract\/210233\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[12] Linde K, Clausius N, Ramirez G et al.: &#8220;Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials&#8220;, The Lancet (1997);350:834-843 <a href=\"https:\/\/wellspringofhealth.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Homeopathy-Meta-analysis.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[13] Mathie RT, Ramparsad N, Legg LA et al.: &#8220;Randomised, double-blind, placebo-controlled trials of non-individualised homeopathic treatment: Systematic review and meta-analysis&#8220;, Systematic Reviews 2017;6:663 <a href=\"https:\/\/systematicreviewsjournal.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/s13643-017-0445-3\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[14] Reilly TR, Taylor MA, McSharry C et al.: &#8220;Is homeopathy a placebo response? Controlled trial of homoeopathic potency, with pollen in hayfever as model&#8220;, The Lancet (1986) 328:8512:811-816 <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0140673686904101\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[15] Mathie RT, Frye J, Fisher P:&#8220;Homeopathic Oscillococcinum (R) for preventing an treating influenza and influenzy-like illness (Review)&#8220;,Cochrane Database of Systematic Reviews 2012 Issue 12 Art.No.: CD001957 <a href=\"https:\/\/renevanmaarsseveen.nl\/wp-content\/uploads\/overig\/Homeopathic%20Oscillococcinum%20-%20onderzoek%20.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[16] Schneider B, Klein P, Weiser M: &#8220;Treatment of Vertigo with a Homeopathic Complex Remedy Compared with Usual treatments&#8220;, Arnzneim.-Forsch.\/Drug Res.(2005);55(1):23-29 <a href=\"http:\/\/www.biopathica.co.uk\/Articles\/Dizziness\/19%20-%20Vertigo%20Treatment%20with%20a%20Homeopathic%20Complex%20Remedy.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[17] Weiser M, Str\u00f6sser W, Klein P: &#8220;Homeopathic vs. Conventional Treatment of Vertigo: A Randomized Double-blind Controlled Clinical Study&#8220;, Arch Otolaryngol Head Neck Surg. (1998);124(8):879-995 <a href=\"https:\/\/jamanetwork.com\/journals\/jamaotolaryngology\/fullarticle\/220470\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[18] Issing W, Klein P, Weiser M: &#8220;The Homeopathic Preparation Vertigoheel(R) Versus Gingko biloba in the Treatment of Vertigo in an Elderly Population: A Double-Blinded, Randomized, Controlled Trial&#8220;, J. Altern. Complement. Med. (2005);11(1):155-160 <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/profile\/Peter_Klein11\/publication\/7984591_The_Homeopathic_Preparation_Vertigoheel_R_Versus_Ginkgo_biloba_in_the_Treatment_of_Vertigo_in_an_Elderly_Population_A_Double-Blinded_Randomized_Controlled_Clinical_Trial\/links\/55bcbc8408aec0e5f443efe0\/The-Homeopathic-Preparation-Vertigoheel-R-Versus-Ginkgo-biloba-in-the-Treatment-of-Vertigo-in-an-Elderly-Population-A-Double-Blinded-Randomized-Controlled-Clinical-Trial.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">[19] <\/span><span lang=\"de-DE\">National Health and Medical Research Council. 2015. &#8220;<\/span><span lang=\"de-DE\">NHMRC Information Paper: Evidence on the effectiveness of homeopathy for treating health conditions<\/span> <span lang=\"de-DE\">&#8220;, Canberra: NHMRC;2015 <a href=\"https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/_files_nhmrc\/publications\/attachments\/cam02a_information_paper.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[20] NN: Homotoxicologie, Eintrag in der Hom\u00f6opedia.eu <a href=\"http:\/\/www.hom\u00f6opedia.eu\/index.php\/Artikel:Homotoxikologie\">Link<\/a><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">[21] Eintrag \u201eHom\u00f6opathie\u201c auf der Praxiswebseite C. Bajic <a href=\"http:\/\/www.arztpraxis-bajic.de\/leistungen\/homoeopathie\/\">Link<\/a>\u00a0 &#8211; abgerufen 25.11.2017<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[22] Wiesenauer M, H\u00e4ussler S, Gaus W: &#8220;Pollinosis-Therapie mit Galphimia Glauca, Fortschr. Med (1983);101(17): 811-814&#8220; <a href=\"http:\/\/europepmc.org\/abstract\/med\/6345308\">Link<\/a><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">[23] Ferley JP, Tmirou D, D&#8217;Adhemar D et al.: &#8220;Evaluation of a Homeopathic Preparation in the Treatment of Influenza-Like Syndromes&#8220;, Br. J. clin Pharmac. (1989);27:329-335&#8220; <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s00106-006-1480-x\">Link<\/a><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[24] Papp R, Schuback G, Beck E, et al.: &#8220;Oscillococcinum(R) in patients with influenzy-like syndromes: A placebo-controlled double-blind evaluation&#8220;, British Homeopathic Journal (1998);87(2):69-76 <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1475491699902084\" class=\"broken_link\">Link<\/a><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zweiten Teil unserer kleinen Serie setzen wir uns weiter damit auseinander, wie die Hom\u00f6opathiekritiker zu ihrer Aussage kommen, dass es keine belastbare Evidenz daf\u00fcr gebe, dass die Hom\u00f6opathie \u00fcber Placebo hinaus wirksam sei.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3312"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3312"}],"version-history":[{"count":12,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5329,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3312\/revisions\/5329"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}