{"id":3096,"date":"2017-06-30T14:41:24","date_gmt":"2017-06-30T12:41:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3096"},"modified":"2017-07-02T20:00:57","modified_gmt":"2017-07-02T18:00:57","slug":"auch-uv-spektroskopie-liefert-nullergebnis-fuer-homoeopathika","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3096","title":{"rendered":"Auch UV-Spektroskopie liefert Nullergebnis f\u00fcr Hom\u00f6opathika"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3096\" data-timestamp=\"1499025657\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3096\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 46<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D3096&text=Auch%20UV-Spektroskopie%20liefert%20Nullergebnis%20f%C3%BCr%20Hom%C3%B6opathika\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Lieber Herr Behnke,<\/p>\n<p>in den letzten Tagen wird infolge der Kontroverse um Ihr Interview mit Utz Anhalt ein Artikel von Ihnen in den sozialen Medien geteilt, in dem Sie sich vor einiger Zeit mit einer Forschungsarbeit zur Hom\u00f6opathie befasst haben [1]. Sie vermuten in Ihrer Zusammenfassung und Wertung v\u00f6llig zu Recht, dass die Kritiker in den Ergebnissen lediglich die Auswertung und Dokumentation des Messrauschens erblicken werden, das sich bei jedem elektronischen Messger\u00e4t bei offenen Eing\u00e4ngen ergibt. Warum das so ist, werde ich gleich im Anschluss erl\u00e4utern, und was Messrauschen ist, wird im Anhang 1 dargestellt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich verstehe auch Ihre Aussage nicht ganz, dass aus einem Messrauschen alleine dadurch ein valides Messergebnis werden soll, dass man in einer fr\u00fcheren Arbeit in \u00e4hnlichem Setting ebenfalls ein Rauschen gemessen hat [3]. Das generelle Nicht-Vorhandensein eines erkennbaren Signals in der Hom\u00f6opathieforschung best\u00e4tigt nun mal eher nicht, dass in der Hom\u00f6opathie reproduzierbare messbare Effekte auftreten, sondern dass hier mit viel Aufwand etwas gesucht wird, was offenbar nicht zu finden ist.<\/p>\n<p>Auch m\u00fcssen Sie mir erkl\u00e4ren, Herr Behnke, wie man den Haken schlagen kann, dass Sie der Arbeit einerseits eine hohe methodische Qualit\u00e4t zubilligen, aber andererseits bem\u00e4ngeln, dass ein Messverfahren angewendet wurde, das in Ihren Augen f\u00fcr die Messaufgabe ungeeignet ist, denn es sei eigentlich f\u00fcr &#8222;stoffliche Proben gedacht&#8220; und daher bei der &#8222;Analyse von Imponderabilien&#8220; nur wenig sensibel. Vielleicht ist das f\u00fcr Sie neu, aber die Messmethodik geh\u00f6rt nun einmal zur Methodik, und wenn jene nicht geeignet ist, dann ist die Methodik insgesamt nicht geeignet.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zu der Arbeit von Klein et al. aus dem Jahr 2016, die Sie hier besprechen [2]. Dort werden sieben verschiedene hom\u00f6opathische Mittel in jeweils sechs Potenzen mittels UV-Spektroskopie untersucht. Die Potenzen waren D6, D12, C30, C200, C200F, C10.000F, also von eher niedrigen bis zu ultrahohen Verd\u00fcnnungen. Der Zusatz F bedeutet, dass dies in einem &#8222;Flotationsverfahren&#8220; geschah, einem Prozess also, der extrem stark an das \u00fcbliche Geschirrsp\u00fclen erinnert: In einem Glas wird L\u00f6sungsmittel gesch\u00fcttelt, dann weggesch\u00fcttet, neu aufgef\u00fcllt, wieder gesch\u00fcttelt, wieder weggesch\u00fcttet usw. Das, was beim Wegsch\u00fctten jeweils im Glas h\u00e4ngen bleibt ist &#8230; ja was eigentlich? Was soll es eigentlich sein, das daf\u00fcr sorgt, dass die h\u00f6heren Potenzen noch etwas mit dem Ausgangsstoff zu tun haben?<\/p>\n<p>Bei der UV-Spektroskopie wird eine durchsichtige Probe mit ultraviolettem Licht bestrahlt, also mit Licht, das kleinere Wellenl\u00e4ngen aufweist als in dem f\u00fcr uns optisch wahrnehmbaren Bereich. Dabei werden nacheinander verschiedene Wellenl\u00e4ngen (das w\u00e4ren unterschiedliche Farben, wenn wir sie sehen k\u00f6nnten) verwendet und es wird gemessen, wie stark dieses Licht von der Probe absorbiert (&#8222;verschluckt&#8220;) wird. Verschiedene Stoffe absorbieren das Licht der verschiedenen Wellenl\u00e4ngen auf ganz charakteristische Weise, was, wenn es im sichtbaren Bereich stattfindet, zu unterschiedlichen Farbeindr\u00fccken f\u00fchrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_3101\" style=\"width: 288px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/UV-Spektrum.gif\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3101\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3101\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/UV-Spektrum.gif\" alt=\"\" width=\"278\" height=\"330\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3101\" class=\"wp-caption-text\">Bild1: Beispiel eines Absorptionsspektrums<\/p><\/div>\n<p>So wie man anhand der Farbe Rotwein von Wei\u00dfwein unterscheiden kann, kann man anhand des Absorptionsspektrums im UV-Bereich herausfinden, woraus die Probe besteht. Die UV-Spektroskopie ist somit ein Standardverfahren zur Analyse von Fl\u00fcssigkeiten und anderen lichtdurchl\u00e4ssigen Materialien.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dieses sehr leistungsf\u00e4hige Messwerkzeug wird aber in der Arbeit von Klein et al. auf<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">etwas merkw\u00fcrdige Weise angewendet: Man setzt eine Probe nacheinander UV-Licht von Wellenl\u00e4ngen von 200 nm (Nanometer, 200 nm = 0,000 200 mm) bis 340 nm, jeweils in Schritten von 1 nm, und misst die Absorption. Das ergibt 140 Messwerte, die dann einfach gemittelt werden. Der so gebildete Durchschnittswert der Absorption ist bei Klein der Messwert f\u00fcr eine Probe. <\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dieses Vorgehen vergewaltigt das Prinzip der UV-Spektroskopie gleich in zweifacher Weise: <\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Erstens ist bei diesem Verfahren ein Einzelwert gar nicht so interessant. Es kommt vielmehr auf die Gesamtheit der Werte an, die zusammen grafisch aufgetragen ein Spektrum ergeben, das mit bekannten Spektren von Stoffen verglichen werden kann (s. Bild 1). Genau genommen ist es viel wichtiger, bei welchen Wellenl\u00e4ngen die Extremwerte auftreten, und weniger, wie hoch diese sind. Jedes UV-Spektroskop, auch das von Klein et al. verwendete, ist standardm\u00e4\u00dfig darauf eingerichtet, solche Diagramme <\/span><span lang=\"de-DE\">&#8222;auf Tastendruck&#8220; zu<\/span><span lang=\"de-DE\"> liefern.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Zweitens f\u00fchrt die Durchschnittsbildung der Absorption der einzelnen Wellenl\u00e4ngen zu einem v\u00f6llig sinnlosen Zahlenwert, der nirgendwo tats\u00e4chlich festgestellt werden kann. Dies liegt daran, dass die Absorption in einer logarithmischen Einheit gemessen und angegeben wird. Damit ich den vielleicht in der Mathematik weniger kundigen Leser nicht vollends \u00fcberfordere, habe ich den Grund daf\u00fcr, dass dieses Vorgehen Unsinn ist, in Anhang 2 dargestellt. <\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Schlicht und einfach: Das, was die Autoren hier tun, ist nicht nur vom Ansatz her v\u00f6llig ohne Sinn, sondern wird zudem auch noch mathematisch falsch ausgef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">F\u00fcr jedes der sieben Mittel in den jeweils sechs Potenzen wurden f\u00fcnf Proben verwendet, f\u00fcr die 140 Einzelwerte angefallen sind. Jeder einzelne in der Arbeit angegebene Messwert ist daher ein aus 700 Einzelwerten gebildetes Resultat. Und &#8211; heureka<\/span><span lang=\"grc-GR\">! &#8211; es zeigen sich unterschiedliche Ergebnisse sowohl f\u00fcr die Mittel untereinander als auch f\u00fcr die verschiedenen Potenzstufen. Wer sagt denn, dass hom\u00f6opathische Mittel ununterscheidbar w\u00e4ren? Unterschied ist Unterschied, auch wenn man auf abenteuerlichen Wegen dazu gekommen ist.<\/span><\/p>\n<p>Wer etwas dagegen sagen kann, ist der Hersteller des Messger\u00e4ts, die Firma Shimadzu Deutschland GmbH. Auf ihrer Webseite findet man die Spezifikation des Ger\u00e4tes (<a href=\"https:\/\/www.shimadzu.de\/spezifikationen\">Link<\/a>) und erf\u00e4hrt dort, dass die &#8222;photometrische Reproduzierbarkeit&#8220; bei +- 0,001 Abs liegt. Das hei\u00dft, wenn man mehrfach die gleiche Probe misst, wird das Messergebnis um +- 0,001 Abs streuen. F\u00fcr den Fachmann: Das w\u00e4re die Amplitude des Messrauschens, das das Ger\u00e4t erzeugt.<\/p>\n<p>Die in der Arbeit ver\u00f6ffentlichten Messwerte liegen jedoch allesamt unterhalb von 0,000 5 Abs, und das zum Teil sehr deutlich. Sie sind also weit weniger als halb so gro\u00df wie die Streuung des Messger\u00e4ts. Bildlich kann man sich das so vorstellen, als w\u00fcrde man mit einem Zollstock untersuchen wollen, ob die Zahnstocher in einer Packung alle den gleichen Durchmesser aufweisen: 1,9 mm? 2,0 mm? 2,1 mm? (s. Bild 2).<\/p>\n<div id=\"attachment_3106\" style=\"width: 820px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Zollstock.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3106\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3106\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Zollstock.jpg\" alt=\"\" width=\"810\" height=\"482\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Zollstock.jpg 810w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Zollstock-300x179.jpg 300w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Zollstock-768x457.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3106\" class=\"wp-caption-text\">Bild 2: 1,9 mm? 2,0 mm? 2,1 mm?<\/p><\/div>\n<p>Man hat also alle Werte f\u00fcr eine Probe zu einem Mittelwert zusammengefasst und freut sich, dass sich unterschiedliche Werte ergeben haben. Dies ist allerdings genau das Ergebnis, das man misst, wenn man nichts misst, denn die unregelm\u00e4\u00dfige zuf\u00e4llige Streuung der gemessenen Einzelwerte wird immer mehr oder weniger stark von Null abweichende Resultate liefern.<\/p>\n<p>Nun mag die Hom\u00f6opathengemeinde schon h\u00f6chst zufrieden sein, wenn es (vermeintlich) \u00fcberhaupt Unterschiede in den Eigenschaften der Hochpotenzen gibt, was wir Kritiker ja verneinen. Allerdings: G\u00e4be es tats\u00e4chlich einen realen Effekt, dann m\u00fcsste sich dies in einer gewissen Systematik innerhalb des Spektrums, also der grafisch aufgetragenen Messwerte f\u00fcr die einzelnen Wellenl\u00e4ngen, zeigen. Etwa, dass sich mehr oder weniger deutlich ausgepr\u00e4gte Kurvenverl\u00e4ufe ergeben, wie im Bild 1 beispielhaft zu sehen. Man erkennt dort Maxima und Minima, und dazwischen einen gleichf\u00f6rmigen Verlauf.<\/p>\n<p>Das Wesen der UV-Spektroskopie liegt, wie schon gesagt, gerade darin, solche Spektren zu erzeugen. Das von Klein verwendete Messger\u00e4t ist auch daf\u00fcr eingerichtet, dies auf einfache Weise zu tun und das Resultat anzuzeigen. Schlie\u00dflich beruht die UV-Analytik, wof\u00fcr das Messger\u00e4t ja gebaut ist, darauf, solche Spektren zu identifizieren und anhand von bekannten Mustern bestimmten Stoffen zuzuordnen.<\/p>\n<p>Klein hingegen verzichtet darauf, solche Spektren zu zeigen, die auf systematische Effekte hindeuten w\u00fcrden. Warum das? Der Kritiker unterstellt, wenn man so etwas gefunden h\u00e4tte, dann h\u00e4tte man es sicher hier auch publiziert, und zwar mit gro\u00dfem Get\u00f6se. Irgendetwas Systematisches, was auf einen regelhaften Unterschied zwischen einzelnen Mitteln und deren Potenzen hindeuten k\u00f6nnte &#8211; genau das ist es, wonach die Hom\u00f6opathen h\u00e4nderingend zum Teil seit Jahrzehnten suchen. Man hat aber offenbar nichts gefunden, das vielleicht wie in Bild 4 (siehe unten) aussehen k\u00f6nnte. Daher vermutet der Kritiker, dass das Spektrum vielleicht wie in Bild 3 aussieht.<\/p>\n<p>Der Fachausdruck f\u00fcr das, was man hier gemessen hat, tut mir leid, ist nun mal &#8222;Messrauschen&#8220;.<\/p>\n<p>Tja, Herr Behnke: War nix.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Ihr Norbert Aust<\/p>\n<h2>Anhang 1: Messrauschen<\/h2>\n<p>Unter Messrauschen ist der Effekt zu verstehen, dass Messger\u00e4te, insbesondere elektronische, selbst dann, wenn nichts zu messen da ist, nicht genau Null anzeigen. Selbst wenn nichts zu messen da ist, gibt es kleine Schwankungen um den Nullpunkt, die man bei hinreichend gro\u00dfer Verst\u00e4rkung auch sichtbar machen kann (Bild 3). Einen \u00e4hnlichen Effekt erzielt man, wenn man eine Stereoanlage voll aufdreht, ohne dass ein Tontr\u00e4ger eingelegt ist. W\u00fcrde man ein solches Signal aufzeichnen, erg\u00e4be sich ein Verlauf wie in diesem Bild:<\/p>\n<div id=\"attachment_3100\" style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rauschen.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3100\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3100\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rauschen.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"540\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rauschen.jpg 960w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rauschen-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Rauschen-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3100\" class=\"wp-caption-text\">Bild 3: Messrauschen<\/p><\/div>\n<p>Erkennbare Messwerte m\u00fcssten sich von diesem Rauschen abheben, wie in Bild 4:<\/p>\n<div id=\"attachment_3102\" style=\"width: 356px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/verrauschtes-Signal.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3102\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-3102\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/verrauschtes-Signal.jpg\" alt=\"\" width=\"346\" height=\"227\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3102\" class=\"wp-caption-text\">Bild 4: Ein deutliches Messignal<\/p><\/div>\n<p>Es sollte deutlich werden, dass sich ein Messwert umso besser erkennen l\u00e4sst, je gr\u00f6\u00dfer er im Vergleich zur Streuung ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Anhang 2: Mittelwert der Absorption<\/h2>\n<p>Die &#8222;absorbance&#8220; (deutsch: Extinktion) ist das Verh\u00e4ltnis zwischen der Energie des Lichts beim Eingang in die Probe E1 und der Energie des wieder austretenden Lichts E2. Dies wird aber als Logarithmus ausgedr\u00fcckt, \u00e4hnlich wie beispielsweise bei der Angabe von Schallpegeln oder bei der Richterskala zur Beschreibung der St\u00e4rke von Erdbeben (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Absorbance\">Link<\/a>).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Abs = log (E1 \/ E2)<\/p>\n<p>Wenn also das einstrahlende Licht eine Leistung von E1 = 1W aufweist, dann bedeutet<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Abs = 1,0<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">E1 \/ E2 = 10^1 = 10<\/p>\n<p>Die abgestrahlte Leistung E2 betr\u00e4gt dann<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">E2 = E1 \/ 10 = 1 \/ 10 = 0,1 W<\/p>\n<p>Die Lichtleistung, die von der Probe absorbiert wurde, liegt somit bei<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Eabs = E1 &#8211; E2 = 1 &#8211; 0,1 = 0,9 W<\/p>\n<p>Die gleiche Rechnung f\u00fcr Abs = 0,1 liefert f\u00fcr Eabs einen Wert von 0,206 W. Als Mittelwert beider F\u00e4lle wurden also<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">(0,9 + 0,206) \/ 2 = 0,553 W<\/p>\n<p>absorbiert. Dies analog dem obigen Vorgehen wieder auf eine mittlere &#8222;absorbance&#8220; umgerechnet ergibt<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">AbsMittel = 0,35<\/p>\n<p>und nicht 0,55, was der Mittelwert von Abs = 1,0 und Abs = 0,1 w\u00e4re. Folge: Die arithmetische Mittelung ergibt eine v\u00f6llig sinnlose Zahl ohne jede Aussage f\u00fcr den betrachteten Fall.<\/p>\n<p><strong>Literatur und Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Behnke J: Hom\u00f6opathische Arzneimittel im UV-Spektroskop, Artikel unter der Rubrik\u00a0 &#8222;Studien kurz und knapp&#8220; auf der Webseite der Carstens-Stiftung, abgerufen 30.06.2017, <a href=\"https:\/\/www.carstens-stiftung.de\/artikel\/homoeopathische-arzneimittel-im-uv-spektroskop.html\">Link<\/a><\/p>\n<p>[2] Klein SD, Wolf U: Comparison of homeopathic globules prepared from high and ultra-high dilutions of various starting materials by ultravilot light spectroscopy, Complement Ther in Med (2016) 24: 111-117 (<a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0965229915300388?via%3Dihub\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Volltext)<\/p>\n<p>[3] Klein SD, Sandig A, Baumgartner S, Wolf U: Differences in median ultraviolet light transmission of serial homeopathic dilutions of copper sulfate, Hypericum perforatum and Sulfur, eCAM2013; 307609; (1-11) (<a href=\"https:\/\/www.hindawi.com\/journals\/ecam\/2013\/370609\/\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Volltext)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieber Herr Behnke, in den letzten Tagen wird infolge der Kontroverse um Ihr Interview mit Utz Anhalt ein Artikel von Ihnen in den sozialen Medien geteilt, in dem Sie sich vor einiger Zeit mit einer Forschungsarbeit zur Hom\u00f6opathie befasst haben &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=3096\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3096"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3096"}],"version-history":[{"count":20,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3096\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5146,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3096\/revisions\/5146"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}