{"id":2894,"date":"2016-07-07T14:24:21","date_gmt":"2016-07-07T12:24:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2894"},"modified":"2017-02-03T12:57:41","modified_gmt":"2017-02-03T11:57:41","slug":"wisshom-ii-falsche-darstellung-der-reviews-zur-homoeopathie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2894","title":{"rendered":"WissHom II: Falsche Darstellung der Reviews zur Hom\u00f6opathie"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2894\" data-timestamp=\"1486126661\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2894\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2894&text=WissHom%20II%3A%20Falsche%20Darstellung%20der%20Reviews%20zur%20Hom%C3%B6opathie\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Bekanntlich hat die Wissenschaftliche Gesellschaft Hom\u00f6opathie (WissHom) auf ihrer Tagung in Bremen im Mai 2016 eine Dokumentation zum Forschungsstand der Hom\u00f6opathie pr\u00e4sentiert [1]. In dieser zweiten Betrachtung der als &#8222;Reader&#8220; bezeichneten Dokumentation wird aufgezeigt, dass die Aussagen zum Stand der Ergebnisse der vorliegenden Meta-Analysen nicht den Tatsachen entsprechen. Daher ist das Bild der Hom\u00f6opathie als einer wirksamen Therapieform, das der \u00d6ffentlichkeit vermittelt wird, grundfalsch und geeignet, Patienten zu f\u00fcr sie nachteiligen Entscheidungen zu beeinflussen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong><\/p>\n<p>Zwischenzeitlich hat der Deutsche Zentralverein hom\u00f6opathischer \u00c4rzte (DZVh\u00c4) auf seiner Webseite zwei Schriften ver\u00f6ffentlicht. In der ersten werden die Aussagen der Dokumentation im Frage-Antwort-Stil (&#8222;FAQ&#8220;) erg\u00e4nzt [2], bei der zweiten handelt es sich um eine Erwiderung auf die Stellungnahme des Informationsnetzwerks Hom\u00f6opathie (INH) zur Dokumentation [3, 4].<\/p>\n<p>Dieser Blogartikel versteht sich nicht als Erwiderung auf die Replik des DZVh\u00c4, sondern soll als detaillierte Dokumentation dienen, wie das INH zu seinen Schlussfolgerungen gelangt ist. Dabei werden zwar zwangsl\u00e4ufig einige der Kritikpunkte des DZVh\u00c4 zur Sprache kommen, manche Punkte aber auch unbeantwortet bleiben.<\/p>\n<p>Die Antwort auf die Replik des DZVh\u00c4 gibt es hier [5].<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur der DZVh\u00c4, sondern auch viele andere Hom\u00f6opathen-Vereinigungen und Akteure auf dem Gesundheitsmarkt, sogar viele Krankenkassen [6] werben f\u00fcr die Hom\u00f6opathie als leistungsf\u00e4hige und sanfte Heilmethode. Auch in der an die \u00d6ffentlichkeit gerichteten Dokumentation zum Forschungsstand der Hom\u00f6opathie wird auf den Erfolg der Methode verwiesen und dass die Ergebnisse f\u00fcr eine spezifische Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Pr\u00e4parate spr\u00e4chen. Man m\u00f6chte damit offensichtlich zeigen, dass das in der \u00d6ffentlichkeit durch gelungenes Marketing und effiziente Lobbyarbeit erzeugte Bild einer effizienten und wirksamen Heilmethode wissenschaftlich untermauert sei, und dass dies ohne irgendeine Einschr\u00e4nkung zu den Krankheitsbildern gelte. <em>&#8222;Forschung: Die Studien zeigen: Hom\u00f6opathie ist wirksam&#8220;<\/em> ist die Schlagzeile auf der Webseite des DZVh\u00c4, unter der \u00fcber die Dokumentation berichtet wird.<\/p>\n<p>Es geht also nicht darum, den Hom\u00f6opathiekritikern anhand von Ergebnissen mit marginalen Effektst\u00e4rken nachzuweisen, dass die Hom\u00f6opathie entgegen ihrer Sichtweise doch irgendeine Wirksamkeit antfalten k\u00f6nnte. Es geht vielmehr darum, die \u00d6ffentlichkeit von der umfassenden Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>An diesem Anspruch werden sich die ganze Dokumentation und die darin enthaltenen einzelnen Arbeiten messen lassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Eine klinische Studie ist ein wesentlicher Bestandteil des Wirksamkeitsnachweises f\u00fcr Arzneimittel oder eine Therapie. Es ist also durchaus folgerichtig und zu begr\u00fc\u00dfen, im Rahmen der Dokumentation die gesamte aus solchen Studien vorliegende Evidenz zu betrachten, was sicher anhand der vorliegenden systematischen \u00dcbersichtsarbeiten am einfachsten m\u00f6glich ist.\u00a0 In solchen Arbeiten werden die in den Einzelstudien vorliegenden Nachweise gemeinsam betrachtet und ausgewertet [7].<\/p>\n<p><strong>Zum Autor<\/strong><\/p>\n<p>Die Ausarbeitung mit dem Thema &#8222;Meta-Analysen in der klinischen Forschung zur Hom\u00f6opathie&#8220; [7] wurde von Jens Behnke verfasst, der bei Harald Walach in Frankfurt an der Oder zum Thema des &#8222;Paradigmenstreits in der Hom\u00f6opathieforschung&#8220; promoviert hat [8] und als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Carstens-Stiftung das Thema &#8222;Hom\u00f6opathie in Forschung und Lehre&#8220; vertritt [9]. Wir k\u00f6nnen also davon ausgehen, dass dieser Artikel von einem Mann verfasst wurde, der sich sehr intensiv und kompetent mit der Forschung zur Hom\u00f6opathie auseinandergesetzt hat. Ihm Unkenntnis in der Evidenzlage oder in wissenschaftlicher Methodik vorzuhalten, w\u00e4re sicherlich v\u00f6llig fehl am Platz.<\/p>\n<p><strong>Eingeschlossene Arbeiten<\/strong><\/p>\n<p>In der Einleitung seiner Ausarbeitung schreibt Behnke:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Vor diesem Hintergrund soll im Folgenden versucht werden, einen <strong>\u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Meta-Analysen<\/strong> der klinischen Forschung zur Hom\u00f6opathie zu geben. <strong>Alle relevanten Arbeiten werden vorgestellt<\/strong> und einzeln diskutiert, um auf dieser Grundlage eine Gesamteinsch\u00e4tzung zum Stand der klinischen Forschung zur Hom\u00f6opathie, insoweit er im Rahmen dieser Publikationen erfasst wird, abzugeben.&#8220;<\/em> (Hervorhebungen nicht im Original [7])<\/p>\n<p>Es handelt sich hierbei um systematische Reviews, bei denen die Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Therapie, genau genommen der eingesetzten hom\u00f6opathischen Pr\u00e4parate, umfassend untersucht wird. Es werden mehr oder weniger unabh\u00e4ngig vom Krankheitsbild jeweils alle verf\u00fcgbaren Arbeiten betrachtet, um einen m\u00f6glichst umfassenden \u00dcberblick \u00fcber die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie als Therapieform zu erhalten. Aber selbst wenn Behnke diese Einschr\u00e4nkung getroffen h\u00e4tte, nur indikations\u00fcbergreifende \u00dcbersichtsarbeiten zu ber\u00fccksichtigen, hat er bei Weitem nicht alle Arbeiten erfasst und dargestellt. Die Liste der Arbeiten, die er nicht betrachtet hat, ist deutlich l\u00e4nger (s. unten).<\/p>\n<p>Behnke beschr\u00e4nkt sich auf folgende Arbeiten:<\/p>\n<p><strong>Kleijnen et al. (1991)<\/strong> finden, dass die Nachweise aus klinischen Studien zwar positiv seien, aber wegen zu geringer methodischer Qualit\u00e4t gen\u00fcgt das nicht, um eine end\u00fcltige Schlussfolgerung zu ziehen [10].<\/p>\n<p><strong>Linde et al. (1997)<\/strong> kommen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse ihrer Meta-Analyse darauf hindeuten, dass die Wirkung nicht g\u00e4nzlich auf Placeboeffekte zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, jedoch in keiner Indikation eine eindeutige Wirksamkeit erkennbar ist [11]. In einer Reanalyse zwei Jahre sp\u00e4ter finden die Autoren, dass mit h\u00f6herer Qualit\u00e4t die Ergebnisse tendenziell weniger positiv ausfallen [12]. Behnke &#8222;vergisst&#8220; aber zu erw\u00e4hnen, dass sich Linde 2005 selbst gegen die Interpretation verwahrt hat, mit seinen Ergebnissen sei die Wirksamkeit der Methode erwiesen [13].<\/p>\n<p><strong>Cucherat et al. (2000)<\/strong> schlussfolgern:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Es gibt etwas (&#8217;some&#8216;) Evidenz daf\u00fcr, dass eine hom\u00f6opathische Behandlung wirksamer ist als Placebo, jedoch ist die Aussagekraft dieser Evidenz wegen der niedrigen methodischen Qualit\u00e4t der Studien gering. Studien h\u00f6herer methodischer Qualit\u00e4t zeigten mehr negative Ergebnisse als Studien geringerer Qualit\u00e4t.&#8220;<\/em> [14]<\/p>\n<p>Nach Behnkes Ausf\u00fchrungen beruht diese Schlussfolgerung auf einer fragw\u00fcrdigen Einsch\u00e4tzung, was als &#8222;methodische Qualit\u00e4t&#8220; anzusehen sei. Sie beruhe bei Cucherat alleine darauf, dass die Ausfallrate, also der Anteil der Probanden, der die Studie vorzeitig verl\u00e4sst, unter 5 % l\u00e4ge. Dies w\u00e4re in der Tat eine etwas willk\u00fcrliche Grenze, die nicht nachvollziehbar w\u00e4re.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich haben die Autoren aber etwas ganz anderes im Blick, wenn sie ihre Schlussfolgerungen ziehen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Aufgrund der verf\u00fcgbaren Evidenz ist es [zwar] wahrscheinlich, dass unter den getesteten hom\u00f6opathischen Behandlungen mindestens eine gegen\u00fcber Placebo einen zus\u00e4tzlichen Effekt zeigte. Die Methode, die f\u00fcr die Meta-Analyse verwendet wurde, gestattet [aber] keine R\u00fcckschl\u00fcsse, welche hom\u00f6opathische Behandlung in welcher Diagnose oder bei welchem Symptom wirksam war. Der praktische Nutzen ist nicht gr\u00f6\u00dfer als die Frage &#8222;sind hom\u00f6opathische Behandlungen wirksam?&#8220; ohne Angaben zum Mittel, zur Dosierung und Einnahmeweise oder zur Krankheit zu bejahen.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Jedoch bleibt die Belastbarkeit der Evidenz im Hinblick auf diese Schlussfolgerung wegen der allgemein niedrigen Qualit\u00e4t des Studiendesigns und der Berichte sowie der Einschr\u00e4nkungen des angewandten Verfahrens der Metaanalyse nur gering. Wir k\u00f6nnen auch die M\u00f6glichkeit nicht ausschlie\u00dfen, dass die verf\u00fcgbaren Studien verzerrt sind (&#8218;biased&#8216;), was dazu f\u00fchren w\u00fcrde, dass die Meta-Analyse ebenfalls verzerrt ist, obwohl die Ergebnisse der Einflussanalyse dies scheinbar ausschlie\u00dfen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das Review von <\/span><strong><span lang=\"de-DE\">Shang et al. (2005)<\/span><\/strong><span lang=\"de-DE\"> ist die Arbeit, die die meiste Kritik der Hom\u00f6opathen auf sich zieht [15], da die Ver\u00f6ffentlichung doch einige gravierende Schw\u00e4chen aufweist und die Methodik durchaus nachvollziehbar kritisiert werden kann, wie Behnke ausf\u00fchrlich darstellt. Die Schlussfolgerung der Autoren, dass die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie nicht \u00fcber die eines Placebos hinausging, hatte das <em>Lancet<\/em>, eine der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, in der die Arbeit erschien, dazu veranlasst, das Ende der Hom\u00f6opathie vorherzusagen. Aber alle Kritik hat das Ergebnis der Arbeit nicht ins Gegenteil verkehren k\u00f6nnen, dass auf Basis der eingeschlossenen Studien eine Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie \u00fcber Placebo hinaus erwiesen w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p><strong>Mathie et al. (2014)<\/strong> [16] kommen, wie Behnke schreibt, tats\u00e4chlich zu dem Ergebnis, dass die betrachteten Studien zur individuellen Hom\u00f6opathie ein signifikant positives Resultat erbrachten, n\u00e4mlich ein &#8222;OR 1,53; Konfidenzintervall 95 % 1,22 &#8211; 1,99&#8220;. Das muss doch den Laien \u00fcberzeugen! Jedenfalls denjenigen, der in seiner Beurteilung nur danach gehen kann, dass das ganz doll wissenschaftlich aussieht, der aber keine Ahnung hat, was die Angaben bedeuten. Das Ergebnis so, ohne weitere Erkl\u00e4rung dem Laienpublikum zu pr\u00e4sentieren, zielt ganz offenbar nur auf einen \u00dcberrumpelungseffekt, nicht auf Information. Diese Zahl bedeutet n\u00e4mlich, wenn sie denn stimmen w\u00fcrde, dass nur etwa einer von 20 Patienten von der hom\u00f6opathischen Behandlung profitiert h\u00e4tte, die anderen 19 h\u00e4tten ihr Geld zum Fenster hinausgeworfen [17]. Wie gesagt, das ist eine optimistische Sch\u00e4tzung, die davon ausgeht, dass Mathies Ergebnis stimmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Schlussfolgerung der Autoren scheint Behnke ebenfalls \u00fcberlesen haben:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Die generell geringe oder unklare Qualit\u00e4t der Nachweise erfordert Vorsicht bei der Interpretation der Resultate. Neue Studien hoher Qualit\u00e4t sind notwendig, um entschiedenere Schlussfolgerungen zu ziehen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Dabei mussten Mathie et al. selbst f\u00fcr dieses k\u00fcmmerliche Ergebnis einige Tricks anwenden, die wenig mit solider wissenschaftlicher Arbeit zu tun haben und die Behnke seinem Text nach zu schlie\u00dfen ebenfalls entgangen sind. Diese \u00dcbersichtsarbeit wurde bereits <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2299\">hier<\/a> auf dem Blog ausf\u00fchrlich besprochen, daher seien an dieser Stelle nur kurz die Punkte erw\u00e4hnt, die Behnke in seiner Darstellung wegl\u00e4sst oder falsch zitiert<\/p>\n<ul>\n<li>Dass nur 22 der 32 Arbeiten gen\u00fcgend extrahierbare Daten boten, lag auch daran, dass Mathie nicht die Daten extrahierte, die die Autoren der Studien daf\u00fcr vorgesehen hatten, sondern nach einem Ordnungs- und Gliederungsschema der WHO andere Daten heraussuchte &#8211; und nicht bei den Autoren nachfragte, wenn diese nur unvollst\u00e4ndig enthalten waren. Das ist so \u00e4hnlich, als wollte man die Schwere einer Krankheit danach beurteilen, ob sie in der alphabetischen Gliederung eines Lexikons weiter vorne oder weiter hinten auftaucht. Mindestens zwei hochwertige aber f\u00fcr die Hom\u00f6opathie ung\u00fcnstige Arbeiten konnten so ausgesondert werden.<\/li>\n<li>Aus der Anwendung der Cochrane-Kriterien ergab es sich genau nicht, dass drei Arbeiten als zuverl\u00e4ssig eingestuft werden konnten. Das beste Bewertungsergebnis war B1, nicht A. Dies wurde erst im Nachgang und im Gegensatz zum ver\u00f6ffentlichten Studienprotokoll quasi per Definition get\u00e4tigt &#8211; und steht auch im Gegensatz zu den Kriterien von Cochrane.<\/li>\n<li>Ein hoher Anteil der Studien bestand aus sogenannten Pilotstudien, auch bei zwei der drei als zuverl\u00e4ssig eingestuften Arbeiten handelte es sich nur um Pilotstudien, die normalerweise mit eingeschr\u00e4nkter Probandenzahl zur Vorbereitung einer klinischen Studie durchgef\u00fchrt werden und keinerlei belastbare Evidenz ergeben k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Korrigiert man diese Unstimmigkeiten, dann l\u00e4sst sich absch\u00e4tzen, dass OR nur bei 1,23 liegt und trotz der hohen Zahl der insgesamt beteiligten Probanden nicht mehr statistisch signifikant ist.<\/p>\n<p>Diese \u00dcbersichtsarbeit best\u00e4tigt bei genauem Hinsehen den Standpunkt der Skeptiker: Es gibt keine hochwertigen Studien, in denen eine Wirksamkeit eines Hom\u00f6opathikums \u00fcber Placebo hinaus festgestellt worden w\u00e4re. Auch bei dem Flaggschiff der Hom\u00f6opathie, der Hom\u00f6opathie mit individuell verordneten Einzelmitteln, nicht.<\/p>\n<p><strong>Ausgeschlossene Arbeiten<\/strong><\/p>\n<p>Die Liste der Reviews, die Behnke nicht betrachtet hat, ist allerdings deutlich l\u00e4nger als die, die er eingeschlossen hat. Auch wenn es den Leser vielleicht eher langweilen mag, sei hier ein kurzer chronologischer Streifzug durch die indikations\u00fcbergreifenden systematischen \u00dcbersichtsarbeiten aufgef\u00fchrt, allerdings ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p><strong>Hill und Doyon (1990)<\/strong> betrachteten 40 Einzelstudien und kamen zu der Schlussfolgerung, dass die Ergebnisse keine annehmbare Evidenz daf\u00fcr darstellen, dass Hom\u00f6opathie wirksam sei [18].<\/p>\n<p><strong>Walach (1997)<\/strong> betrachtete 41 Vergleichsstudien und kam zum Schluss, dass kein \u00fcber Placebo hinausgehender Effekt statistisch signifikant abzusichern sei. [19]<\/p>\n<p><strong>Ernst et al. (1998)<\/strong> untersuchten die Studien zur klinischen Wirksamkeit von hom\u00f6opathischem Arnika [20], eines der am h\u00e4ufigsten angewendeten hom\u00f6opathischen Mittel. Sie fanden, dass die Behauptung, hom\u00f6opathisch aufbereitetes Arnika h\u00e4tte einen \u00fcber Placebo hinausgehenden Effekt, nicht auf methodisch zuverl\u00e4ssige Studien gegr\u00fcndet ist.<\/p>\n<p><strong>Linde et al. (1998)<\/strong> untersuchten \u00e4hnlich wie Mathie (2014) den Stand der Forschung zur klinischen Wirksamkeit der individuellen Hom\u00f6opathie [21]. Sie fanden zwar, dass die verf\u00fcgbaren randomisierten Studien vermuten lassen, die individuelle Hom\u00f6opathie zeige eine gewisse Wirksamkeit, dass die Nachweise aber aufgrund methodischer Schw\u00e4chen und innerer Widerspr\u00fcche nicht \u00fcberzeugend seien.<\/p>\n<p><strong>Ernst (2002)<\/strong> betrachtete keine Einzelstudien, sondern systematische Reviews [22]. Er kam zu dem Ergebnis, dass alle elf betrachtete Reviews keine \u00fcberzeugende positive Evidenz f\u00fcr die Hom\u00f6opathie finden konnten. Insbesondere gab es keine Indikation, bei der die Hom\u00f6opathie \u00fcberzeugend besser gewirkt h\u00e4tte als Placebo oder andere Vergleichstherapien.<\/p>\n<p><strong>Altunc et al. (2007)<\/strong> untersuchten die Nachweise f\u00fcr jede Art von hom\u00f6opathischen Eingriffen zur Therapie oder Prophylaxe bei Kindern und Heranwachsenden [23]. Sie fanden diese nicht hinreichend \u00fcberzeugend, die Hom\u00f6opathie f\u00fcr irgendeine Indikation zu empfehlen.<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">Bellavite et al. (2011) <\/span><\/strong><span lang=\"de-DE\">untersuchten Studien zur Behandlung von Allergien und gew\u00f6hnlichen Infektionen der oberen Atemwege sowie Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren Bereich und rheumatische Erkrankungen [24]. Man kam zum Ergebnis, dass es ein paar vielversprechende Studien \u00fcber hom\u00f6opathische Mittel bei entz\u00fcndlichen und infekti\u00f6sen Beschwerden g\u00e4be, jedoch sei der Bestand an qualitativ hochwertiger hom\u00f6opathischer Forschung auf den verschiedenen Gebieten nur gering, und &#8218;harte&#8216; Nachweise der Wirksamkeit, besonders im Bereich der Hochpotenzen, seien bruchst\u00fcckhaft<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">Davidson et al. (2011) <\/span><\/strong><span lang=\"de-DE\">untersuchten Studien zur Hom\u00f6opathie bei psychischen Problemen mit dem Ergebnis, dass die Teilnehmerzahlen nur niedrig waren und man wenig Vertrauen in die Studienergebnisse setzen k\u00f6nne [25]. Die Ergebnisse schl\u00f6ssen die M\u00f6glichkeit eines gewissen Nutzens der Hom\u00f6opathie nicht aus. In der Gruppe der funktionellen somatischen Beschwerden (Fibromyalgie, chronische Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde) zeigte sich eine Wirksamkeit, jedoch nicht bei \u00c4ngstlichkeit oder Stress. Bei anderen Problemen zeigte die Hom\u00f6opathie gemischte Effekte.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">Simonart et al. (2011) <\/span><\/strong><span lang=\"de-DE\">untersuchten die Wirkung der Hom\u00f6opathie bei Beschwerden der Haut [26]. Ergebnis: &#8222;Insgesamt zeigten von den 12 Stduien mit interpretierbaren Ergebnissen neun keinen positiven Effekt der Hom\u00f6opathie. Die drei Studien, die einen positiven Effekt ergaben waren von niederer methodicschen Qualit\u00e4t. [&#8230;] Wir fanden in den [untersuchten] Studien keine ausreichende Evidenz daf\u00fcr, dass Hom\u00f6opathie in irgendeiner dermatologischen Indikation wirksam w\u00e4re.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><strong>NHMRC -Studie (2014)<\/strong><br \/>\n<\/span>Bei den bisher hier aufgef\u00fchrten Arbeiten ist der DZVh\u00c4 eine Begr\u00fcndung daf\u00fcr schuldig geblieben, warum sie nicht in die Betrachtungen eingeflossen sind. Das ist bei der Analyse des NHMRC anders [27]. Warum diese umfangreichste und gr\u00fcndlichste Untersuchung zur Betrachtung der Evidenz zur Hom\u00f6opathie nicht betrachtet wurde, wird wie folgt begr\u00fcndet [2]:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Hierbei handelt es sich nicht um eine Metaanalyse, sondern nur um eine systematische Literaturrecherche, die nicht in einem peer-reviewed Journal publiziert worden ist. In unserem Bericht wurden nur Metaanalysen ausgew\u00e4hlt, da diese die h\u00f6chste Evidenz haben. Da in dem australischen Report Hom\u00f6opathie-Studien mit weniger als 150 Teilnehmern ausgeschlossen wurden, wurde ein gro\u00dfer Teil der Daten zur Hom\u00f6opathie gar nicht ausgewertet. Bis heute ist keine rationale Begr\u00fcndung bekannt, warum die Autoren den Cut-Off bei 150 Teilnehmern gesetzt haben. <\/em><\/p>\n<p>Diese Begr\u00fcndung ist in so hohem Ma\u00dfe falsch und irref\u00fchrend, dass es schwerf\u00e4llt, dies der Unkenntnis des Autors zuzuschreiben, der hier \u00fcber die wichtigste Ver\u00f6ffentlichung in seinem ureigensten Arbeitsgebiet schreibt.<\/p>\n<p>Dies ist selbstverst\u00e4ndlich keine Meta-Analyse im Sinne der korrekten Definition als ein statistisches Verfahren, mehrere Studien gemeinsam numerisch auszuwerten, um zu einem Gesamtergebnis zu kommen. Das ist ein systematisches Review, und zwar das gr\u00fcndlichste, das es derzeit gibt, mit vielen Hundert Seiten. Die anderen Arbeiten, die Behnke zitiert hat, sind nichts anderes, wenn auch bedeutend geringe im Umfang. Sie beinhalten eine Meta-Analyse der extrahierten Studienergebnisse, was hier nicht der Fall ist. Aber das hat Behnke nicht davon abgehalten, die Arbeit von Kleijnen et al., die auch keine Meta-Analyse enth\u00e4lt, in seine Betrachtung aufzunehmen.<\/p>\n<p>Es stimmt, dass diese Arbeit nicht in einem Journal erschienen ist, das ein Peer-review unterh\u00e4lt. Ein Peer-review ist ein Verfahren, bei dem wissenschaftliche Arbeiten vor ihrer Ver\u00f6ffentlichung von Fachleuten des betrachteten Gebiets dahingehend beurteilt werden, ob sie zur Ver\u00f6ffentlichung geeignet sind. Neben formalen Kriterien wird dabei auch beurteilt, ob der Beitrag hinreichend neu ist, ob die Darstellung vollst\u00e4ndig und nachvollziehbar ist. Die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen ist nicht Gegenstand eines Peer-reviews, dies ist der Diskussion der wissenschaftlichen \u00d6ffentlichkeit vorbehalten.<\/p>\n<p>Die Studie des NHMRC w\u00e4re f\u00fcr jedes Journal viel zu gro\u00df gewesen. Allein die zusammenfassende \u00dcbersicht umfasst 40 Seiten, ein Vielfaches dessen, was sonst ein systematisches Review umfasst. Statt eines Peer-reviews von zwei, vielleicht drei Personen ist man in diesem Fall zur Sicherung der Qualit\u00e4t wesentlich weiter gegangen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Vorgehensweise hat man vom australischen Cochrane-Zentrum \u00fcberpr\u00fcfen lassen, sowohl die Planung als auch die strikte Einhaltung der geplanten Vorgehensweise.<\/li>\n<li>Der Bericht wurde zun\u00e4chst als Entwurf ver\u00f6ffentlicht und drei australischen und internationalen Gutachtern mit Kenntnissen der Komplement\u00e4rmedizin vorgelegt, um sicherzustellen, dass die Nachweislage zutreffend interpretiert wurde. Die Kommentare dieser Gutachter wurden in den Bericht eingearbeitet, die Kommentare selbst sind ebenfalls ver\u00f6ffentlicht.<\/li>\n<li>Der Entwurf wurde der \u00d6ffentlichkeit, also auch den australischen Hom\u00f6opathen, vorgestellt, die weitere Forschungsarbeiten benennen und zu dem Bericht Stellung nehmen konnten. Auch die Ergebnisse dieses Schrittes sind ver\u00f6ffentlicht worden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Summe hat diese Arbeit eine wesentlich strengere Pr\u00fcfungsprozedur hinter sich gebracht als es je in einem Peer-review m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Die St\u00e4rke der Evidenz d\u00fcrfte von daher au\u00dfer Zweifel stehen.<\/p>\n<p>Die dreisteste Fehlbehauptung Behnkes ist jedoch die Aussage, es seien nur Studien mit mehr als 150 Teilnehmern in die Betrachtung eingeflossen. Man braucht die Studie noch nicht einmal zu lesen, um die Unwahrheit dieser Behauptung zu erkennen: Man braucht sich nur zu fragen, womit die Autoren denn die rund 600 Seiten des Berichts gef\u00fcllt haben sollen, wenn sie Studien mit weniger als 150 Teilnehmern weggelassen h\u00e4tten?<\/p>\n<p>Insgesamt wurden 176 Einzelstudien ausgewertet, die 61 verschiedene Krankheitsbilder betrafen. Vergleicht man dies beispielsweise mit den Zahlenangaben der <a href=\"http:\/\/facultyofhomeopathy.org\/research\/\" class=\"broken_link\">British Homeopathic Association<\/a>, wonach es insgesamt 189 auswertbare randomisierte Vergleichsstudien gibt, dann fehlen nicht allzu viele. Die kleine Differenz liegt darin begr\u00fcndet, dass nur Einzelstudien betrachtet wurden, die ihrerseits in systematischen Reviews untersucht worden waren und nur Arbeiten in englischer Sprache betrachtet wurden. In Summe sind wesentlich mehr Arbeiten betrachtet worden als in irgendeinem anderen von Behnke zitierten Review. Und nat\u00fcrlich sind darin auch Arbeiten mit wesentlich weniger als 150 Teilnehmern enthalten, wovon man sich im Overview-Report schnell selbst \u00fcberzeugen kann.<\/p>\n<p>Wenn Behnkes Ausschlussargumente also nicht zutreffend sind, weswegen hat er dann diese Arbeit nicht betrachtet? Das kann von hier nur vermutet werden, aber vielleicht liegt der Grund ja in dem einen Satz, zu dem die Studie zusammengefasst wurde:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Homeopathy should not be used to treat health conditions that are chronic, serious, or could become serious. People who choose homeopathy may put their health at risk if they reject or delay treatments for which there is good evidence for safety and effectiveness.&#8220; [28]<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Die Hom\u00f6opathie sollte nicht f\u00fcr Beschwerden eingesetzt werden, die chronisch oder gef\u00e4hrlicher Natur sind oder gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen. Menschen, die sich f\u00fcr die Hom\u00f6opathie entscheiden, k\u00f6nnten ihre Gesundheit riskieren, falls sie Behandlungen zur\u00fcckweisen oder aufschieben, f\u00fcr deren Wirksamkeit und Sicherheit belastbare Evidenz existiert.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Gesamtbetrachtung<\/strong><\/p>\n<p>Den f\u00fcnf systematischen Reviews, die Behnke in seiner Ausarbeitung betrachtet hat, stehen (mindestens) zehn \u00e4hnliche Arbeiten gegen\u00fcber, die ausgeschlossen worden sind. Warum wurden diese ausgeschlossen? Es sollten ja die &#8218;wichtigsten&#8216; Arbeiten betrachtet werden. Was war Behnkes Kriterium f\u00fcr diese Wichtigkeit? Im Gegensatz zu den Forderungen, die er an andere Autoren stellt, gibt Behnke die Ein- und Ausschlusskriterien f\u00fcr seine Studienauswahl nicht an.<\/p>\n<p>Sicher, er hat die bekannteren Arbeiten ausgew\u00e4hlt, die sich prinzipiell mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt vorliegenden Gesamtbestand an klinischen Studien besch\u00e4ftigen. Das tun einige der ausgeschlossenen Studien nicht. Aber diese besch\u00e4ftigen sich mit wichtigen Anwendungsgebieten der Hom\u00f6opathie, n\u00e4mlich mit Beschwerden der oberen Atemwege und mit Anwendung bei Kindern und Jugendlichen. Diese Themen werden sehr h\u00e4ufig beispielsweise in \u00f6ffentlichen Vortr\u00e4gen thematisiert. F\u00fcr eine solide Information der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie w\u00e4ren gerade diese Informationen \u00fcber die Hauptanwendungsgebiete sicher sehr aufschlussreich.<\/p>\n<p>Aber auch einige Studien, die die Hom\u00f6opathie gesamthaft betrachten, werden nicht eingeschlossen, wie die obige Betrachtung zeigt. Eine Arbeit zur individuellen Hom\u00f6opathie mit vermeintlich positivem Ergebnis wird betrachtet (Mathie 2014), eine andere zum gleichen Thema mit weniger vorteilhaftem Ergebnis nicht (Linde 1998).<\/p>\n<p>Es dr\u00e4ngt sich die Vermutung auf, Behnke habe als wichtige \u00dcbersichtsarbeiten die empfunden, aus denen sich mit einigem guten Willen etwas Positives zur Hom\u00f6opathie herauspressen lie\u00df. Die, bei denen das nicht ging, waren ihm offenbar weniger wichtig. Der Fachausdruck daf\u00fcr ist &#8222;Cherrypicking&#8220;, zu Deutsch etwa &#8222;Rosinenklauberei&#8220;. Es werden nur die Daten betrachtet, mit denen man den eigenen Standpunkt untermauern kann, wenn auch mit Schwierigkeiten, die anderen nicht. Dies ist ein h\u00f6chst fragw\u00fcrdiges wissenschaftliches Vorgehen, als irref\u00fchrende Information einem Laienpublikum gegen\u00fcber jedoch h\u00f6chst problematisch.<\/p>\n<p>Aber sei es wie es sei: Selbst die Nachweise aus Behnkes Positivauswahl klingen eher verhalten, indem sie stets auf die mangelnde Qualit\u00e4t der Studien hinweisen, die eine sichere Bewertung unm\u00f6glich mache. Nirgendwo ist zu lesen, dass die Hom\u00f6opathie uneingeschr\u00e4nkt f\u00fcr irgendeine Indikation zu empfehlen sei. Ganz im Gegenteil, gerade der Umstand, dass das nicht m\u00f6glich sei, wird h\u00e4ufig betont. Aus den von Behnke der \u00d6ffentlichkeit vorenthaltenen Arbeiten geht ein durchwegs noch d\u00fcstereres Bild hervor.<\/p>\n<p>Man fragt sich: Schon Kleijnen forderte 1991 mehr Studien hoher Qualit\u00e4t und Mathie fand rund 25 Jahre sp\u00e4ter die Situation nicht besser vor. Wof\u00fcr soll die Forschung in der Hom\u00f6opathie eigentlich dienen?<\/p>\n<p>Auf keinen Fall taugt die Evidenz aus den systematischen \u00dcbersichtsarbeiten dazu, Aussagen wie diese hier zu untermauern:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Ein sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hltes hom\u00f6opathisches Arzneimittel heilt schnell, sanft, sicher, nebenwirkungsfrei und dauerhaft auch schwere, akute und chronische Erkrankungen, wie Migr\u00e4ne, Neurodermitis, Asthma bronchiale, Colitis, Rheumatismus u.v.a., f\u00fcr die sonst nur Linderung, aber keine Heilung m\u00f6glich ist. Dies gilt auch f\u00fcr akute Krankheiten bakterieller oder viraler Natur. Solange der Organismus zu einer Reaktion auf die Arznei f\u00e4hig ist, kann ein hom\u00f6opathisches Mittel heilen. <\/em>http:\/\/www.arztpraxis-bajic.de\/leistungen\/homoeopathie\/ (edit 3.2.2017: Link aktualisiert)<\/p>\n<p>Die Zusammenfassung der Dokumentation zum Stand der Forschung soll offenbar der in forschungsmethodischen Fragen unkundigen \u00d6ffentlichkeit suggerieren, die vorliegenden Forschungsergebnisse st\u00fctzten solche Behauptungen. Dies kann kein seri\u00f6ses wissenschaftliches Verhalten darstellen. Im Umkehrschluss erscheinen solche und \u00e4hnliche Werbeaussagen der Hom\u00f6opathen ohne irgendeine Absicherung durch Forschungsergebnisse h\u00f6chstgradig irref\u00fchrend und k\u00f6nnen Patienten zu f\u00fcr sie nachteiligen Entscheidungen veranlassen.<\/p>\n<p>Wir vom INH wenden uns mit aller Entschiedenheit gegen solche Praktiken der Irref\u00fchrung der Patienten. Welche Motivationslage bei den Verfechtern der Hom\u00f6opathie dahinter stehen mag, kann sich der Leser vielleicht selbst \u00fcberlegen.<\/p>\n<p><strong>Quellen und Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>[1] WissHom (Hrsg.): Der aktuelle Stand der Forschung zur Hom\u00f6opathie, K\u00f6then (Anhalt), 2016, <a href=\"http:\/\/www.homoeopathie-online.info\/wp-content\/uploads\/Der-aktuelle-Stand-der-Forschung-zur-Hom%C3%B6opathie-2016-WissHom.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p>[2] NN: FAQ zur Forschung in der Hom\u00f6opathie; Erl\u00e4uterung des Pr\u00e4sidiums der Wissenschaftlichen Gesellschaft f\u00fcr Hom\u00f6opathie, Juni 2016. Link<\/p>\n<p>[3] Aust N, Ernst E, Grams N, Sarma A, Schmacke N: Offizielle Erkl\u00e4rung des INH zur Ver\u00f6ffentlichung der WissHom: &#8222;Der aktuelle Stand zur Forschung der Hom\u00f6opathie&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-homoeopathie.eu\/standpunkte\/118-gemeinsame-erklaerung-des-informationsnetzwerks-homoeopathie-zur-veroeffentlichung-der-wissenschaftlichen-gesellschaft-fuer-homoeopathie-der-aktuelle-stand-der-forschung-zur-homoeopathie\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p>[4] NN: Zur Glaubw\u00fcrdigkeit in der Hom\u00f6opathieforschung, Stellungnahme des Vortsandes des Deutschen Zentralvereins hom\u00f6opathischer \u00c4rzte zu\u00a0 [3], <a href=\"http:\/\/www.homoeopathie-online.info\/zur-glaubwuerdigkeit-in-der-homoeopathie-forschung\/\">Link<\/a><\/p>\n<p>[5]\u00a0 Aust N, Ernst E, Grams N, Sarma A, Schmacke N: &#8218;D\u00fcnne Luft&#8216;, Reaktion auf die Replik des DZVh\u00c4 <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-homoeopathie.eu\/standpunkte\/136-reaktion-auf-die-replik-des-dzvhae\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p>[6] Stellvertretend f\u00fcr viele: Securvita (<a href=\"http:\/\/www.securvita.de\/securvita-aktuell\/homoeopathie.html\">Link<\/a>)<\/p>\n<p>[7] Behnke J: Meta-Analysen in der klinischen Forschung zur Hom\u00f6opathie. enthalten in [1].<\/p>\n<p>[8] Behnke J: Wissenschaft und Weltanschauung &#8211; Eine epistemologische Analyse des Paradigmenstreits in der Hom\u00f6opathieforschung, Dissertation an der kulturwissenschaftlichen fakult\u00e4t der Europa-Universit\u00e4t Viadrina in Frankfurt an der Oder, 2015. <a href=\"https:\/\/opus4.kobv.de\/opus4-euv\/files\/201\/Behnke_Jens.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p>[9] Webseite der Carstens Stiftung, <a href=\"https:\/\/www.carstens-stiftung.de\/homoeopathie.html\" class=\"broken_link\">Link<\/a>\u00a0 (edit 03.02.2017: Link aktualisiert)<\/p>\n<p>[10] Kleijnen J, Knipschild P, ter Riet G: Clinical trials of homeopathy, BMJ 1991; 302:302-316, <a href=\"http:\/\/www.bmj.com\/content\/302\/6772\/316.short\" class=\"broken_link\">Link, <\/a>Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;At the moment the evidence of clinical trials is positive but not sufficient to draw definitive conclusions because most trials are of low methodological quality and because of the unknown role of publication bias.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[11] Linde K, Clausius N, Ramirez G, Melchart D, Eitel F, Hedges LV, Jonas WB: Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials, The Lancet (1997); 350, 9081, Originalzitzat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;The results of our meta-analysis are not compatible with the hypothesis that the clinical effects of homeopathy are completely due to placebo. However, we found insufficient evidence from these studies that homeopathy is clearly efficacious for any single clinical condition&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[12] Linde K, Scholz M, Ramirez G, Clausius N, Meclchart D, Jonas WB: Impact of study quality on outcome in placebo-controlled trials of homeopathy, Journal of Clinical Epidemiology (1999), 52(7); 631-636, <a href=\"http:\/\/www.jclinepi.com\/article\/S0895-4356(99)00048-7\/abstract\" class=\"broken_link\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;We conclude that in the study set investigated, there was clear evidence that studies with better methodological quality tended to yield less positive results.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[13] Linde K, Jonas W: Letter to the editor &#8218;Are the clinical effects of homeopathy placebo effects?&#8216;, The Lancet (2005), 366: 2011-2082, <a href=\"http:\/\/www.thelancet.com\/pdfs\/journals\/lancet\/PIIS0140-6736(05)67878-6.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" data-canvas-width=\"230.82149999999993\"><em>&#8222;Our 1997 meta-analysis has unfortunately been misused by homoeopaths as evidence that their therapy is proven.&#8220;<\/em><\/p>\n<p data-canvas-width=\"230.82149999999993\">[14] Cucherat M, Haugh MC, Gooch M, Boissel JP: Evidence of clinical efficacy of homeopathy, European journal of Clinical Pharmacology (2000); 56(1):27-33 <a href=\"http:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s002280050716\">Link<\/a>, Originalzitate:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" data-canvas-width=\"230.82149999999993\"><em>&#8222;There is some evidence that homeopathic treatments are more effective than placebo; however, the strength of this evidence is low because of the low methodological quality of the trials. Studies of high methodological quality were more likely to be negative than the lower quality studies&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" data-canvas-width=\"230.82149999999993\"><em>&#8222;From the available evidence, it is likely that among the tested homeopathic treatments tested at least one shows an added e\u0080ect relative to placebo. The meta-analysis method used does not allow any conclusion on what homeopathic treatment is e\u0080ective in which diagnosis or against which symptoms. It is of no more practical value than to answer yes to the question &#8222;are homeopathic treatments e\u0080ective?&#8220; without specifying which drug?, which dose or regimen? and against which disease?<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>However, the strength of the evidence for this conclusion remains low because of the overall low quality of the trial designs and reporting and the limitations of the meta-analysis approach used. We cannot eliminate the possibility that the available trials were biased resulting in a meta-analysis which is also biased, although the results from the sensitivity analyses would seem to exclude this possibility. It is clear that the strength&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[15] Shang A, Huwiler-M\u00fcntener K, Nartey L, J\u00fcni P, D\u00f6rig S et al: Are the clinical effects of homeopathy placebo-effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homeopathy and allopathy, The Lancet (2005);366:9487:726-732 <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0140673605671772\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p>[16] Mathie RT, Lloyd SM, Legg LA, Clausen J, Moss S, Davidson JRT, Ford I: Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis, Systematic Reviews (2014) 3:142, <a href=\"http:\/\/systematicreviewsjournal.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/2046-4053-3-142\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;The low or unclear overall quality of the evidence prompts caution in interpreting the findings. New high-quality RCT research is necessary to enable more decisive interpretation.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[17] Aust N: Neue Meta-Analyse zur Hom\u00f6opathie best\u00e4tigt Skeptiker, Blogbeitrag Jan. 2015, <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2299\">Link<\/a><\/p>\n<p>[18] <span lang=\"de-DE\">Hill C, Doyon F: Review of randomized trials of homoeopathy, <\/span>Rev Epidemiol Sante Publique 38:139\u2013148, <a href=\"http:\/\/europepmc.org\/abstract\/med\/2197682\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;In our opinion, the results do not provide acceptable evidence that homoeopathic treatments are effective.&#8220;<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[19] Walach H: Unspezifische Therapie-Effekte &#8211; Das Beispiel Hom\u00f6opathie. Habilitationsschrift Psychologisches Institut, Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Greiburg, zitiert nach Linde K: Systematische \u00dcbersichtsarbeiten und Meta-Analysen, Habilitationsschrift Medizinische Fakult\u00e4t Humboldt-Universit\u00e4t Berlin<\/p>\n<p>[20] Ernst E, Pittler MH: Efficacy of homeopathic Arnica, a systematic review of placebo controlled clinical trials, Arch Surg (1998)\u00a0<span id=\"scm6MainContent_lblClientName\">133(11):1187-1190<\/span>, <a href=\"http:\/\/archsurg.jamanetwork.com\/article.aspx?articleid=211818\" class=\"broken_link\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><span lang=\"de-DE\">\u201c<\/span><span lang=\"de-DE\"><span id=\"scm6MainContent_ucArticleContent_rptSections_lblSection_0\" class=\"Abstract 0\">The claim that homeopathic arnica is efficacious beyond a placebo effect is not supported by rigorous clinical trials.<\/span>\u201d<\/span><\/em><\/p>\n<p>[21] Linde K, Melchart D: Randomized controlled trials of individualised homeopathy: a state-of-the-art review, Journal of Alternative and Complementary Medicine (2007), 4(4):371-388, <a href=\"http:\/\/online.liebertpub.com\/doi\/abs\/10.1089\/acm.1998.4.371\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;The results of the available randomized trials suggest that individualized homeopathy has an effect over placebo. The evidence, however, is not convincing because of methodological shortcomings and inconsistencies.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">[22] Ernst E: A systematic review of systematic reviews of homeopathy, Br J Clin Pharmacol (2002) 54 (6):577-582, <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1046\/j.1365-2125.2002.01699.x\/full\" class=\"broken_link\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Eleven independent systematic reviews were located. Collectively they failed to provide strong evidence in favour of homeopathy. In particular, there was no condition which responds convincingly better to homeopathic treatment than to placebo or other control interventions.&#8220;<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[23] Altunc U, Pittler MH, Ernst E: Homeopathy for childhood and adolescence ailments: systematic review of randomized clinical trials, Mayo Clinic Proceedings (2007); 82: 69-75, <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0025619611609695\" class=\"broken_link\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;The evidence from rigorous clinical trials of any type of therapeutic or preventive intervention testing homeopathy for childhood and adolescence ailments is not convincing enough for recommendations in any condition.&#8220;<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[24] Bellavite P, Marzatto M, Chirumbolo S, Conforti A: Advances in homeopathy: a review in clinical research, Frontiers in Bioscience (2011) S3, 1363-1389, <a href=\"http:\/\/www.paolobellavite.it\/files\/248_2011_FrontiersBiosci.pdf\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><span lang=\"de-DE\">&#8222;There are several promising studies tending to <\/span>support a clinically demonstrable activity of homeopathic remedies in inflammatory and infectious disorders, however the body of high-quality homeopathic research within the various fields is small, and \u201chard\u201d proofs of efficacy, particularly in the high-dilution realm, remains <span lang=\"de-DE\">fragmentary.&#8220;<\/span><\/em><\/p>\n<p>[25] Davidson JRT, Crawford C, Ives JA, Jonas WB: Homeopathic treatment in psychiatry: a systematic review of randomized placebo-controlled studies, J Clin Psychiatry (2011);72(6):795-805, <a href=\"http:\/\/www.psychiatrist.com\/JCP\/article\/Pages\/2011\/v72n06\/v72n0610.aspx\">Link<\/a>, Originalzitat:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201c<\/em><span lang=\"de-DE\"><em>sample sizes were generally small, and overall confidence in the results was graded as moderate or low, suggesting that further research could well change the estimate of effect\u201d <\/em><br \/>\n<em>\u201cThe database on studies of homeopathy and placebo in psychiatry is very limited, but results do not preclude the possibility of some benefit \u2013 efficacy was found for the functional somatic syndromes group (fibromyalgia and chronic fatigue syndrome), but not for anxiety or stress. For other disorders, homeopathy produced mixed effects\u201d<\/em> <\/span><\/p>\n<p>[26] Simonart T, Kabagabo C, De Maertelaer V: Homeopathic remedies in dermatology: a systematic review of controlled clinical trials, British Journal of Dermatology (2011);\u00a0 165:897-905, <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/j.1365-2133.2011.10457.x\/abstract;jsessionid=5EC4851E315550CABD78FC6D001B9D97.f04t01?userIsAuthenticated=false&amp;deniedAccessCustomisedMessage=\" class=\"broken_link\">Link<\/a>, Originalzitate:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Overall, of the 12 trials with interpretable results, nine trials indicated no positive effects of homoeopathy. The three trials showing a positive effect were of low methodological quality.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;We did not find sufficient evidence from these studies that homoeopathy is clearly efficacious for any single dermatological condition.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[27] NN: Homeopathy Review, Bericht des National Health and Medical Research Council, 2014. Dieser Report besteht aus mehreren einzelnen Berichten, die hier zug\u00e4nglich sind: <a href=\"https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/guidelines-publications\/cam02\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p>[28] NHMRC Statement: Statement on Homeopathy. <a href=\"https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/_files_nhmrc\/publications\/attachments\/cam02_nhmrc_statement_homeopathy.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bekanntlich hat die Wissenschaftliche Gesellschaft Hom\u00f6opathie (WissHom) auf ihrer Tagung in Bremen im Mai 2016 eine Dokumentation zum Forschungsstand der Hom\u00f6opathie pr\u00e4sentiert [1]. In dieser zweiten Betrachtung der als &#8222;Reader&#8220; bezeichneten Dokumentation wird aufgezeigt, dass die Aussagen zum Stand der &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2894\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,10,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2894"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2894"}],"version-history":[{"count":35,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5561,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2894\/revisions\/5561"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}