{"id":2560,"date":"2015-07-18T15:27:01","date_gmt":"2015-07-18T13:27:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2560"},"modified":"2015-07-23T12:04:24","modified_gmt":"2015-07-23T10:04:24","slug":"prof-frass-nimmt-stellung-zu-meiner-studienkritik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2560","title":{"rendered":"Prof. Frass nimmt Stellung zu meiner Studienkritik"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2560\" data-timestamp=\"1437653064\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2560\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 23<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2560&text=Prof.%20Frass%20nimmt%20Stellung%20zu%20meiner%20Studienkritik\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Bereits in mehreren Beitr\u00e4gen wurde auf diesem Blog eine Forschungsarbeit besprochen, die bei Prof. Frass an der MedUni Wien entstanden ist, in der die Wirkung einer hom\u00f6opathischen Zusatzbehandlung auf die \u00dcberlebenszeit von Krebspatienten untersucht wurde. Inzwischen liegt mir die folgende umfangreiche Replik vor.<\/p>\n<p><!--more--><strong>In K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<p>Im Namen der Autoren der von mir kritisierten Studie von Gaertner et al. zur hom\u00f6opathischen Zusatzbehandlung von Krebspatienten habe ich von Prof. Frass vor ein paar Tagen eine Replik erhalten, worin er und die Hauptautorin im Namen aller Studienautoren zu meinen Kritikpunkten Stellung nehmen.<\/p>\n<p>Es soll einen Nachtrag zur urspr\u00fcnglichen Ver\u00f6ffentlichung geben, in dem nicht nur einige irref\u00fchrende Zahlenangaben korrigiert werden, sondern in dem auch einige meiner Kritikpunkte aufgegriffen werden sollen:<\/p>\n<ul>\n<li>In die Berechnung soll einflie\u00dfen, dass die meisten Patienten erst zu einem vergleichsweise sp\u00e4ten Zeitpunkt die hom\u00f6opathische Behandlung aufgenommen haben.<\/li>\n<li>Der Therapieerfolg soll auch nicht mehr nur durch einen Vergleich mit Literaturdaten ermittelt werden, sondern Daten aus der MedUni Wien beinhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Leider wird diese Erg\u00e4nzung fr\u00fchestens im September in dem Journal CTIM erscheinen, in dem auch die Originalarbeit ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p><strong>In L\u00e4nge<\/strong><br \/>\n<strong>Allgemeines<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeit von Gaertner et al.[1] befasst sich mit der hom\u00f6opathischen Zusatzbehandlung von Krebspatienten. Dabei wird die erzielte \u00dcberlebensdauer bei verschiedenen Krebsarten mit Daten aus der Literatur verglichen. Als Ergebnis wird angegeben, dass die zus\u00e4tzlich hom\u00f6opathisch behandelten Patienten eine zum Teil betr\u00e4chtlich erh\u00f6hte \u00dcberlebensdauer erreicht haben. Eine erste Betrachtung findet sich <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=2240\">hier<\/a>. Im Umfeld der Veranstaltung &#8218;Science meets homeopathy&#8216; kam es zum pers\u00f6nlichen Dialog zwischen Prof. Frass und mir, der schriftlich fortgef\u00fchrt wurde. (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=2445\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=2480\">hier<\/a>). Zu meiner letzten Ausarbeitung liegt jetzt eine Replik vor, die im Folgenden dargestellt und kommentiert werden soll.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich hatte ich einen Beitrag verfasst und bei dem Journal zur Ver\u00f6ffentlichung eingereicht, bei dem die Originalarbeit publiziert wurde. Diesen Text hatte ich den Autoren ebenfalls zur Verf\u00fcgung gestellt, gelegentlich nehmen sie hierauf Bezug.<\/p>\n<p>Der Originaltext meiner dritten Ausarbeitung zum Thema wurde den Studienautoren als editierf\u00e4hige Datei zur Verf\u00fcgung gestellt, in der die Anmerkungen eingetragen wurden.\u00a0 Der Text meiner Ausarbeitung wird so wie diese Zeilen hier dargestellt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>KG \/ MF:<\/strong> So werden die Inhalte der Replik wiedergegeben, die mir von Frau Dr. G\u00e4rtner und Professor Frass im Namen aller Studienautoren zugegenangen ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>NA:<\/strong> Dies w\u00e4re die Form, in der ich diese Anmerkung kommentiere.<\/p>\n<p><strong>Text und Replik<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Danke f\u00fcr Ihre ausf\u00fchrliche Antwort. Meine Stellungnahme dazu finden Sie im Anschluss, denn es gibt einen wesentlichen Punkt mit einiger Durchschlagskraft, in dem wir in sehr hohem Ma\u00dfe nicht \u00fcbereinstimmen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><span lang=\"de-AT\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Kurzvorstellung: Michael Frass ist Internist, internistischer Intensivmediziner und hat gemeinsam mit zwei Freunden einen Notfalltubus entwickelt. Er besch\u00e4ftigt sich seit ca. 40 Jahren mit klassischer Hom\u00f6opathie. Es mag zwar paradox klingen, aber er steht seit jeher der Hom\u00f6opathie skeptisch gegen\u00fcber und hat daher f\u00fcr Kritik an der Hom\u00f6opathie vollstes Verst\u00e4ndnis. Frau Dr. Katharina Gaertner ist \u00c4rztin und seit ihrer Studienzeit an klassischer Hom\u00f6opathie interessiert. An dieser Stelle m\u00f6chten wir Herrn Dr. Aust f\u00fcr seine sachliche Kritik sowie f\u00fcr die M\u00f6glichkeit einer Stellungnahme zur Studie danken.<\/span><\/em><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong><span lang=\"de-DE\">Allgemein<\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Zuvorderst, ja, Sie haben Recht, die Arbeit von Stupp [2] enth\u00e4lt Patienten, die sich einer Operation unterzogen hatten. Mein Fehler; als ich meine Ausarbeitung zusammenstellte, habe ich diese nur anhand der Zusammenfassung \u00fcberpr\u00fcft und dort werden nur Chemotherapie und Radiotherapie erw\u00e4hnt. Bitte entschuldigen Sie. <\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Danke f\u00fcr Ihre Bemerkung.<\/span><\/em><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Dann habe ich verstanden, dass bei MRCC und MSARC die angegebenen Daten f\u00fcr &#8218;Zeit zwischen Diagnose und hom\u00f6opathischer Behandlung&#8216; einerseits und &#8218;erreichte \u00dcberlebenszeit&#8216; bzw. &#8218;erwartete \u00dcberlebenszeit&#8216; andererseits nicht auf den gleichen Nullpunkt bezogen sind. Das macht die Analyse nat\u00fcrlich schwierig, wie weiter unten gezeigt wird. <\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><em><strong><span lang=\"de-DE\">KG \/ MF:<\/span><\/strong><span lang=\"de-DE\"> Hierf\u00fcr m\u00f6chten wir uns entschuldigen: die Zeitangaben in der Tabelle 3 (\u201eTime from diagnosis to homeopathic treatment\u201c) sind zwar richtig, beziehen sich bei MRCC und MSARC jedoch auf das Erstauftreten des Tumors VOR Metastasierung. Dieser Zeitpunkt kann sowohl vor hom\u00f6opathischer Behandlung als auch vor dem M\u00e4rz 2004 liegen. Der f\u00fcr die Berechnung jedoch herangezogene Wert sollte hei\u00dfen (\u201etime from metastases diagnosis to homeopathic treatment\u201c), also die Zeit zwischen dem Zeitpunkt der diagnostizierten Metastasierung bis zum Beginn der hom\u00f6opathischen Behandlung. Dies ist in der Tabelle, die wir in Antwort auf Ihren Brief ans Journal geschickt haben, dargestellt.<\/span><\/em><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">In der Tat muss ich feststellen, dass es weitere Unstimmigkeiten in Ihren Daten gibt, die eine korrekte Auswertung schwierig gestalten. Sehen Sie, in Tabelle 3 wird die erwartete \u00dcberlebenszeit &#8218;entsprechend der Bewertung durch Experten und Daten aus der Literatur&#8216; angegeben, f\u00fcr PC-Patienten werden entweder 8 oder 22 Monate aufgef\u00fchrt. In Tabelle 4 wird die erwartete \u00dcberlebenszeit im Median &#8218;entsprechend Angaben aus der Literatur&#8216; f\u00fcr die gleichen Patienten mit 6,6 Monaten angegeben, somit niedriger als alle Daten in Tabelle 3. Die P-Werte in Tabelle 4 beziehen sich wiederum auf andere Zahlen, die als &#8218;individuell gesch\u00e4tzte \u00dcberlebenszeiten entsprechend der Bewertung von Experten&#8216; definiert sind, ohne dass man diese Daten in der Arbeit f\u00e4nde. F\u00fcr meine Betrachtungen hier bleibe ich jedoch bei den statistischen Daten, denn diese sind es, die Gaertner et al. als Vergleich zu ihrem Ergebnis in Graphik (Fig. 2) und Tabelle (Tab. 4) anwenden.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Wir haben nunmehr bei den PankreaskarzinompatientInnen 13,3 Monate als die zu erwartende \u00dcberlebenszeit verwendet.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Dies entspricht der \u00dcberlebenszeit, wie ich sie f\u00fcr den Fall des Pankreaskarzinoms weiter unten in meiner Ausarbeitung ermittelt hatte.<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">Analysemethode<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Sie geben an, dass meine Berechnungen unzutreffend seien, ohne dies allzu sehr zu begr\u00fcnden. Man beachte: Ich stelle weder die Quelle Ihrer Vergleichsdaten in Frage, noch die Qualifikation der Wissenschaftler, die diese ermittelt haben. Ich stelle ebenfalls weder die Erfahrung noch die \u00dcberzeugungen der Autoren der hier betrachteten Arbeit in Frage. Vielmehr kritisiere ich die Art und Weise, in der Gaertner et al. die Literaturdaten als Kontrolle verwenden. So gut ich das eben kann, will ich im Folgenden darstellen, warum meine Betrachtungen zutreffend sind. Ich bitte Sie darum, mir anzugeben, an welcher Stelle meine \u00dcberlegungen fehlerhaft sein sollen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Gaertner et al. wollen feststellen, ob Patienten, die an Krebs leiden, von einer zus\u00e4tzlichen hom\u00f6opathischen Behandlung profitiert haben k\u00f6nnten, und benutzen die \u00dcberlebenszeit nach Erstdiagnose als festen Endpunkt zur Pr\u00fcfung. Als Kontrolldaten verwenden sie statistische Daten aus der Literatur. Die Autoren werden daher nachweisen m\u00fcssen, dass die Patienten nach Aufnahme der hom\u00f6opathischen Behandlung ihre Erstdiagnose l\u00e4nger \u00fcberlebt haben als diejenigen in der Kontrollgruppe.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Im Folgenden bleiben wir bei den Daten der Patienten mit Krebs an der Bauchspeicheldr\u00fcse (&#8218;pancreatic cancer&#8216; &#8211; PC), denn dies erscheint mir als das beste Beispiel, meine Punkte darzulegen. Die Kohorte der Patienten mit\u00a0lokoregionaler Erkrankung beinhaltet mehr als 7000 Patienten, daher k\u00f6nnen wir das Kaplan-Meier-Plot (KMP) aus Fig. 2 aus der Arbeit von Boyd et al. [3] als \u00dcberlebenskurve f\u00fcr PC ansehen (und ignorieren zun\u00e4chst, dass Boyds Patienten viel \u00e4lter waren, im Mittel 78,1 Jahre anstelle von im Median 62 Jahren der PC-Patienten bei Gaertner).<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Patienten der Kontrollgruppe wurden bei Boyd et al. ab dem Tag ihrer Erstdiagnose in die Studie eingeschlossen. Das bedeutet, dass dort die Todesf\u00e4lle ab Tag 1 in die Enddaten eingeflossen sind, was am Ende auf eine \u00dcberlebenszeit im Median von 6,6 Monaten hinausl\u00e4uft. Die PC-Patienten bei Gaertner et al. erscheinen im Median jedoch \u00fcberhaupt erst sechs Monate nach Erstdiagnose. Todesf\u00e4lle der Wiener Onkologie innerhalb dieser sechs Monate sind in Gaertners Daten nicht eingeschlossen, diese Patienten sind einfach nicht in die hom\u00f6opathischen Ambulanz gekommen und wurden daher bei den \u00dcberlebensraten nicht mitgez\u00e4hlt.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Das stimmt insofern nicht, als Pat. Nr. 41 nicht nur im ersten Monat gekommen, sondern auch gleich im ersten Monat verstorben ist, was auch in die Berechnung eingegangen ist (Tabelle 3). Die Auswertung umfasste also auch einige verstorbene PatientInnen, auch wenn sie wie im Fall Nr. 41 (PC) nicht drei Mal zur hom\u00f6opathischen Konsultation gekommen sind. Jene PatientInnen, die aus welchen Gr\u00fcnden immer (manche PatientInnen sind z.B. nach der ersten Konsultation nicht so begeistert von der Hom\u00f6opathie) kein zweites Mal aufgetaucht sind, sind nicht innerhalb dieser 6 Monate gestorben. Zudem wurde in einer neuen statistischen Berechnung ein versp\u00e4teter Eintritt (delayed entry) in die Studie ad\u00e4quat ber\u00fccksichtigt: die Unterschiede sind sehr gering <\/span><span lang=\"de-AT\">bei allen Tumortypen, das hei\u00dft, dass ein versp\u00e4teter Eintritt in die Studie die Ergebnisse offenbar nicht ma\u00dfgeblich beeinflusst hat. Dies ist in unserer Replik ans Journal (CTIM) dargestellt.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>NA:<\/strong> Das Problem ist nicht, dass es einen Patienten, eben Nr. 41 gibt, der sich gleich von Anfang an einer hom\u00f6opathischen Zusatzbehandlung unterzog, sondern die anderen sechs Patienten, bei denen bekannt ist, dass dies nicht der Fall war. Diese waren zum Teil sogar erst recht sp\u00e4t hinzugesto\u00dfen. \u00dcbrigens hat Patient Nr. 41 in der kurzen Zeit zwischen Beginn der hom\u00f6opathischen Behandlung und seinem Tod f\u00fcnf Sitzungen absolviert (Tab 3 der Originalarbeit). Eine Betrachtung der Zahlenwerte und deren \u00c4nderungen muss wohl bis zum Erscheinen der Replik im CTIM zur\u00fcckgestellt werden.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die \u00dcberlebenszeit im Median ist definiert als die Zeit, die 50 % der betrachteten Patienten \u00fcberleben. Die statistische \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit ist das Verh\u00e4ltnis der Anzahl der zum Betrachtungszeitpunkt noch lebenden Patienten zur Gesamtzahl der betrachteten Patienten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Betrachten wir die Patientin Nr. 39, die ihre hom\u00f6opathische Behandlung 10 Monate nach ihrer Erstdiagnose begonnen hat. Diese Patientin hatte bereits zu dem Zeitpunkt, als sie erstmals in die Ambulanz kam, die im Median zu erwartende \u00dcberlebenszeit \u00fcbertroffen. War dies ein Ergebnis ihrer hom\u00f6opathischen Behandlung? Ich hoffe, wir sind uns einig, dass dies nicht der Fall ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Das stimmt nicht: der Median ist ja nur ein Lagema\u00df, auch bei versp\u00e4tetem Eintritt ist nat\u00fcrlich eine Wirkung m\u00f6glich. Diesem Umstand haben wir in einer neuen Berechnung (siehe vorigen Absatz) Rechnung getragen.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Diese Aussage verstehe ich nicht. Ich habe nicht bezweifelt, dass eine Behandlung auch zu diesem Zeitpunkt noch wirksam werden k\u00f6nnte. Der Punkt ist, dass diese Wirkung fr\u00fchestens nach dem Beginn der Behandlung eintritt, nicht davor.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Hat sie von ihrer hom\u00f6opathischen Behandlung profitiert? Dies reduziert sich auf die Frage, ob sie mit dem hom\u00f6opathischen Mittel l\u00e4nger gelebt hat, als es ohne zu erwarten gewesen w\u00e4re. Oder noch besser, was war ihr statistisches Sterberisiko, als sie 19 Monate nach ihrer Erstdiagnose verstarb? Das KMP zeigt eine \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit von nur 16,2 % bezogen auf die gesamte Kohorte.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Boyd-Fig-2.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2484\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Boyd-Fig-2.png\" alt=\"Boyd Fig 2\" width=\"1369\" height=\"955\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Boyd-Fig-2.png 1369w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Boyd-Fig-2-300x209.png 300w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Boyd-Fig-2-1024x714.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 1369px) 100vw, 1369px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\"><strong>Bild 1:<\/strong> Kaplan-Meier-Plot (KMP): \u00dcberlebensdaten [3, Fig. 2], Rot: Daten der Patientin Nr. 39; Gr\u00fcn: Gesamtkohorte: Pkt 1: mittlere \u00dcberlebenszeit, Pkt 2: \u00dcberlebensrate nach einem Jahr, Pkt 3: \u00dcberlebensrate nach 2 Jahren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Anmerkung: Diese Grafik ist in meiner Antwort nicht enthalten, sie soll dem Leser hier das Verst\u00e4ndnis erleichtern.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Was allerdings wie ein gutes Ergebnis aussieht, wurde in weiten Teilen ohne die Hom\u00f6opathie erreicht. Ihre Chance, lange genug zu leben, um nach 10 Monaten die hom\u00f6opathische Behandlung zu beginnen, lag bei nur 34,6 %, wie aus dem KMP ersichtlich. Die Beurteilung, ob sie mit ihrer hom\u00f6opathischen Behandlung besser gefahren ist als die Patienten ohne, kann nur dadurch erfolgen, dass man betrachtet, was passiert ist, nachdem die Wirkung der Hom\u00f6opathie erfolgt sein kann. Daher m\u00fcssen wir den Verlauf betrachten, wie er sich bei ihr ergab, im Vergleich zu den Patienten, die keine hom\u00f6opathische Behandlung aufgenommen und ebenfalls bereits 10 Monate \u00fcberlebt hatten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der Median der \u00dcberlebenszeit f\u00fcr diese Untergruppe, die bereits 10 Monate \u00fcberlebt hat, kann dem KMP zu dem Zeitpunkt entnommen werden, wenn die H\u00e4lfte dieser Untergruppe verstorben ist, das ist die H\u00e4lfte der 34,6 % der Gesamtzahl der Patienten. Das ergibt eine Zeit von 18,3 Monaten. Die Patientin hat 19 Monate \u00fcberlebt, was wegen der Effekte der Rundung in etwa das Gleiche sein kann. Schlussfolgerung: Selbst wenn wir annehmen, dass ein Hom\u00f6opathieeffekt unmittelbar nach der ersten Konsultation eingesetzt h\u00e4tte, hat sie gerade eben so etwas l\u00e4nger gelebt als es der mittleren \u00dcberlebenszeit entspricht.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wenn wir aber annehmen, dass ein hom\u00f6opathischer Effekt erst sp\u00e4ter eingetreten w\u00e4re, erst nach der zweiten oder der dritten Konsultation, dann impliziert dies, dass sie bis dahin ohne Zuhilfenahme der Hom\u00f6opathie \u00fcberlebte. Also 12,5 oder 15 Monate, wenn, wie es der Arbeit von Gaertner zu entnehmen ist, die Zeit zwischen den Sitzungen 8 bis 12 Wochen betrug. Und wenn sie 15 Monate gelebt hat, ohne dass die Hom\u00f6opathie geholfen hat, dann w\u00e4re sie eine von nur 22,4 % der \u00dcberlebenden der Gesamtkohorte gewesen &#8211; und ihre zu erwartende \u00dcberlebenszeit h\u00e4tte mehr als 24 Monate betragen, wo jedoch das zur Verf\u00fcgung stehende KMP endet.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Betrachten wir die j\u00e4hrlichen \u00dcberlebensraten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Nach den Angaben des KMP betragen die \u00dcberlebensraten nach einem und zwei Jahren ab Erstdiagnose 28,6 beziehungsweise 12 %. Aber unsere Patientin ist eine der nur 34,6 %, die 10 Monate \u00fcberlebt hat. Die [statistische] Chance, 12 Monate zu \u00fcberleben, ist f\u00fcr sie jetzt, da sie bereits 10 geschafft hat, wesentlich h\u00f6her als am Anfang. 34,6 % der originalen Kohorte von 7027 Patienten mit einem lokoregionalen Befund ergibt 2431 \u00dcberlebende bisher, von denen 2010 auch 12 Monate \u00fcberlebten &#8211; was 82,7 % der Patienten entspricht, die zwei Monate zuvor noch am Leben waren. Auf die gleiche Weise ergibt sich ihre Chance, auch zwei Jahre zu \u00fcberleben zu 34,7 % &#8211; alles dies unter der Annahme, dass ihre Zusatzbehandlung unmittelbar nach der ersten Konsultation wirksam geworden w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">So, nun zeigen Sie mir bitte auf, wo und wie meine \u00dcberlegungen und Rechnungen in die Irre gehen. Eine Aussage zur Kompetenz der Autoren halte ich, verzeihen Sie, nicht f\u00fcr sehr \u00fcberzeugend. Ich w\u00fcrde gerne genau den Punkt wissen, an dem ich mich nach Ihrer Meinung irre.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Mit diesen \u00dcberlegungen treffen Sie einen wichtigen und richtigen Punkt, der \u201edelayed entry\u201c (s.o.) wurde bisher nicht ad\u00e4quat ber\u00fccksichtigt. Anders als in Ihrer vorgeschlagenen ad-hoc Korrektur haben wir mithilfe einer weiteren Berechnung, die diesen Umstand ad\u00e4quat ber\u00fccksichtigt, nachgewiesen, dass dieser Effekt das Ergebnis nicht ma\u00dfgeblich beeinflusst hat. Da diese Berechnung in der Antwort auf Ihr Schreiben ans Journal enthalten ist, kann sie hier aus Gr\u00fcnden des Copyrights nicht dargestellt werden.<\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Ich sehe Ihrer Publikation mit nicht unbetr\u00e4chtlicher Spannung entgegen.<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">Nachrechnung der PC-Daten<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">F\u00fcr Tabelle 1 habe ich die Methodik angewendet wie oben beschrieben, um die Daten f\u00fcr alle acht in der Gaertner-Arbeit enthaltenen PC-Patienten unter der Annahme nachzurechnen, dass die Hom\u00f6opathie nach der ersten Sitzung einen sofortigen Effekt gezeigt h\u00e4tte.<\/span><\/p>\n\n<table id=\"tablepress-20\" class=\"tablepress tablepress-id-20\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">&nbsp;<\/th><th class=\"column-2\">Original<\/th><th class=\"column-3\">Original<\/th><th class=\"column-4\">Korrigiert<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">\u00dcberleben nach<\/td><td class=\"column-2\">erwartet<\/td><td class=\"column-3\">erreicht<\/td><td class=\"column-4\">erwartet<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">1 Jahr<\/td><td class=\"column-2\">60 %<\/td><td class=\"column-3\">85,7 %<\/td><td class=\"column-4\">80 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">2 Jahre<\/td><td class=\"column-2\">27,2%<\/td><td class=\"column-3\">28,5 %<\/td><td class=\"column-4\">36,2 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">3 Jahre<\/td><td class=\"column-2\">16%<\/td><td class=\"column-3\">28,6 %<\/td><td class=\"column-4\">21,3 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">im Mittel<\/td><td class=\"column-2\">14,6 Mon.<\/td><td class=\"column-3\">19 Mon.<\/td><td class=\"column-4\">18,7 Mon.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-20 from cache -->\n<p><span lang=\"de-DE\">Tabelle 1: Nachrechnung der Daten der PC-Patienten<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Selbst wenn wir die 4 PC-Pat. (Nr. 38,39,40,43) herausnehmen, ist die Ver\u00e4nderung des Medians nur 0,5: nunmehr 17 anstelle von 17,5. in dieser Gruppe alleine genommen war auch keine Signifikanz angegeben.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>NA:<\/strong> Den Einwand verstehe ich nicht. Nat\u00fcrlich, das ist das Wesen des Medians bei einer halbwegs symmetrischen Verteilung, \u00e4ndert er sich nicht wesentlich, wenn man die mittleren Patienten aus der Betrachtung ausschlie\u00dft. Au\u00dfer dass diese Verteilung in etwa symmetrisch ist, sagt dies folglich nichts.<br \/>\nDas Thema Signifikanz habe ich nicht betrachten k\u00f6nnen, denn, wie oben gesagt, fehlen in der Arbeit Angaben zu den Vergleichswerten.<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Spalten bedeuten:<br \/>\nPatient Nr.:<\/span><span lang=\"de-DE\"> Referenz zu Tabelle 3 bei Gaertner [1]<br \/>\nStart<\/span><span lang=\"de-DE\">:<\/span><span lang=\"de-DE\"> Zeit zwischen Erstdiagnose und erster hom\u00f6opathischer Sitzung nach Tab. 3 in [1]<br \/>\nS-Ratio<\/span><span lang=\"de-DE\">.:<\/span><span lang=\"de-DE\"> \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit zu Beginn der hom\u00f6opathischen Therapie, nach Fig 2 in der Arbeit von Boyd [3]<br \/>\n1 a, 2a:<\/span><span lang=\"de-DE\"> \u00dcberlebenswahrscheinlichkeiten f\u00fcr den jeweiligen Patienten ein bzw. zwei Jahre nach Erstdiagnose, beruhend auf 28,8 bzw. 12,0 % f\u00fcr die gesamte Kohorte aus Fig 2 in [3]<br \/>\nE-med<\/span><span lang=\"de-DE\">:<\/span><span lang=\"de-DE\"> Mittlere erwartete \u00dcberlebenszeit (Median) f\u00fcr diesen Patienten aus Fig.2 in [3]<br \/>\nReached<\/span><span lang=\"de-DE\">:<\/span><span lang=\"de-DE\"> \u00dcberlebenszeit des Patienten nach Erstdiagnose nach Tab. 3 in [1]<br \/>\nDelta<\/span><span lang=\"de-DE\">:<\/span><span lang=\"de-DE\"> Unterschied in Monaten, + zeigt, dass der Patient l\u00e4nger lebte als im Mittel zu erwarten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Aus dieser Tabelle kann man ablesen, dass die zu erwartende \u00dcberlebenszeit im Median bei 13,3 Monaten liegt (Patient Nr. 43) und diese im Median nur um magere 0,7 Monate \u00fcberlebt wurde (Patient Nr. 43).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> 0,7 Monate Lebensverl\u00e4ngerung erscheint f\u00fcr den Laien l\u00e4cherlich, die Literatur belehrt eines Besseren: Betrachten wir die Studie von Pirker R et al. (Lancet 2009;373:1525-31): hier \u00fcberleben die PatientInnen mit Lungentumoren mittels Cetuximab, einem monoklonalen Antik\u00f6rper, 1,2 Monate l\u00e4nger. Der Medikamenten-Kostenpunkt, konservativ gerechnet, betr\u00e4gt \u20ac 10.000. Zum Vergleich: mit der Hom\u00f6opathie w\u00fcrden im gleichen Zeitraum etwa \u20ac 200 anfallen. Ein Monat mehr oder weniger ist in der Onkologie jedenfalls bereits von Bedeutung.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\"><strong>NA:<\/strong> Meine Aussage, dass 0,7 Monate mager seien, sollte nicht als der Wertma\u00dfstab verstanden werden, den man als individuell Betroffener an jeden einzelnen Tag einer m\u00f6glichen Verl\u00e4ngerung des Lebens anlegt und der sich ggf. in einer Bereitschaft zur Ausgabe gr\u00f6\u00dferer Geldsummen niederschl\u00e4gt. Eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit dieser Schritte will ich hier ganz bewusst nicht beginnen.<br \/>\nDie 0,7 Monate erscheinen mager im Vergleich zu den 10,9 Monaten (17,5 &#8211; 6,6 Monate), die in der Originalarbeit aufgef\u00fchrt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Man beachte, dass diese Daten wesentlich weniger vorteilhaft auss\u00e4hen, wenn wir ein sp\u00e4teres Wirksamwerden der Hom\u00f6opathie unterstellten. F\u00fcnf Monate sp\u00e4ter, nach zwei weiteren hom\u00f6opathischen Sitzungen, wie es die Einschlusskriterien von Gaertner et al. nahelegen, l\u00e4ge die als Median zu erwartende \u00dcberlebenszeit bei 18,3 Monaten (Mittel aus Patienten Nr. 37 und 43, da Patient Nr. 40 keine Rolle spielt), was die Patienten mit einem Abstand von im Median 4,3 Monaten nicht erreichten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Jetzt k\u00f6nnen wir diskutieren, welche Auswirkungen das wesentlich h\u00f6here Alter der Patienten in der Kontrollgruppe (im Mittel 78,1 Jahre) im Vergleich zum Alter von im Median 62 Jahren in der Hom\u00f6opathiegruppe haben k\u00f6nnte. Aber, da ich \u00fcber keinerlei tiefergehende medizinische Sachkenntnis verf\u00fcge, sind Sie in der besseren Position, dies zu tun, als ich.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Hier vermisse ich den Input von Prof. Frass. Die obigen 0,7 Monate verl\u00e4ngerte \u00dcberlebenszeit k\u00f6nnten aus meiner Sicht sehr wohl aus diesem Umstand herr\u00fchren, dass die Vergleichsgruppe um mehr als 15 Jahre \u00e4lter war. Genau genommen halte ich das f\u00fcr ziemlich sicher. Vielleicht s\u00e4he die erreichte \u00dcberlebensrate der Hom\u00f6opathie-Patienten sogar recht niedrig aus, wenn man diesen Altersunterschied ber\u00fccksichtigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Nach der eingehenden Betrachtung von Gaertners PC-Patienten muss ich einfach noch einen Kommentar loswerden. Die Patienten Nr. 38, 39 und 40 haben mit der Hom\u00f6opathie 9, 10 und 24 Monate nach ihrer jeweiligen Erstdiagnose begonnen und erhielten eine erwartete \u00dcberlebenszeit von 8, 8 und 22 Monaten zugeordnet. Das ist ein bis zwei Monate k\u00fcrzer, als sie bereits \u00fcberlebt hatten. Tut mir leid, aber das ist l\u00e4cherlich. Der Patient erscheint in der hom\u00f6opathischen Ambulanz und erh\u00e4lt die Prognose, dass er seit vier bis acht Wochen verstorben sein m\u00fcsste. (Okay, ich sehe den Fortschritt. Es geht nicht mehr um Patienten, die bereits ein paar Jahre tot sind, sondern nur noch um solche, die es eigentlich seit ein paar Wochen sein sollten :-))<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Diese sich wiederholende Bemerkung verstehen wir nicht: Die PatientInnen waren nat\u00fcrlich nicht verstorben, denn das Auftreten des Tumors bzw. der Metastasierung kann ja auch vor dem M\u00e4rz 2004 liegen. Dieses Datum muss als Ausgangspunkt gerechnet werden.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Ich wundere mich hier, wie man Patienten eine erwartete \u00dcberlebenszeit zuordnen kann, die sie bei Beginn der ersten Behandlung bereits \u00fcberschritten hatten. Die Bemerkung in der Klammer bezieht sich auf die zwischenzeitlich bereits gekl\u00e4rte Unstimmigkeit in den Ergebnissen, die\u00a0 den Eindruck vermitteln konnte, als h\u00e4tten die Patienten zum Teil mehrere Jahre nach ihrem Ableben die hom\u00f6opathische Behandlung begonnen. Die Zahlenangaben sollen ja in der zu ver\u00f6ffentlichenden Replik korrigiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Und selbst wenn das richtig w\u00e4re, dann war es wohl kaum die Hom\u00f6opathie, die diesen Menschen das \u00dcberleben erm\u00f6glicht hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">F\u00fcr die anderen Krankheitsbilder ist das Vorgehen gleich, sofern die Daten verf\u00fcgbar sind. Dies bedingt eine gewisse Konsistenz in den Angaben zum Zeitpunkt des Beginns der Therapie und der \u00dcberlebenszeiten sowie \u00dcberlebensdaten als Kaplan-Meier-Plot. Ich denke, es kann nicht meine Aufgabe sein, dies vollumf\u00e4nglich auszuf\u00fchren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><strong><span lang=\"de-DE\">Darstellung der Ergebnisse<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Ja, im w\u00f6rtlichen Sinne sind die Daten, die in Tab. 4 und Fig. 2 des Gaertner-Papers dargestellt werden, nicht falsch. Bleiben wir wieder bei den PC-Daten, dann betr\u00e4gt die in der Literatur im Median angegebene \u00dcberlebenszeit tats\u00e4chlich 6,6 Monate und die Patienten haben im Median tats\u00e4chlich 17,5 Monate \u00fcberlebt. Beide Zahlenangaben sind so korrekt wie sie nur immer sein k\u00f6nnen, dar\u00fcber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber die Art und Weise, wie Sie sie darstellen, impliziert, dass dem Vergleich dieser beiden Zahlen irgendeine Bedeutung zukommt. In Fig. 2 sind sie als S\u00e4ulen nebeneinander dargestellt. Aber diese Implikation ist falsch, solange Sie nicht aufzeigen k\u00f6nnen, worin meine \u00dcberlegungen fehlgehen. Das ist etwa so, als w\u00fcrde ich das Alter von Emil von Behring, als er den ersten Nobelpreis erhielt (48), und Ihr eigenes (wissen Sie selbst am besten) nebeneinander darstellen. Beide Zahlen sind absolut korrekt und unabh\u00e4ngig voneinander, aber zusammen transportieren sie vielleicht eine Bedeutung. V\u00f6llig ungerechtfertigt, nat\u00fcrlich. Aber vielleicht doch &#8230;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Sie haben die Daten pers\u00f6nlich in Berlin vorgetragen. Ich kann wirklich nicht mehr sagen, ob Sie dargestellt haben, DASS die Hom\u00f6opathie hilft, oder nicht. Es gibt keinen Tagungsband &#8211; und ich f\u00fcrchte, es wird nie in Druckform verf\u00fcgbar sein, was auf dieser Tagung gesagt wurde und was nicht. Aber dies war kein Treffen von Wissenschaftlern, sondern eine Weiterbildungsveranstaltung f\u00fcr hom\u00f6opathische \u00c4rzte und Heilpraktiker &#8211; und worauf es dabei ankam ist, welchen Geist diese mitgenommen haben. Da gab es ein beeindruckendes Diagramm mit blauen und roten Balken, das aufzeigte, dass Patienten, die eine zus\u00e4tzliche hom\u00f6opathische Behandlung begonnen hatten, bis zu dreimal l\u00e4nger lebten als die anderen. Glauben Sie wirklich, dass irgendeiner Ihrer Zuh\u00f6rer &#8211; au\u00dfer dem einen Skeptiker nat\u00fcrlich &#8211; verstanden hat oder sich \u00fcberhaupt darum k\u00fcmmert, was die Ursache f\u00fcr diese Ergebnisse in Wirklichkeit sein k\u00f6nnte? Die haben alle den Eindruck mitgenommen, dass Hom\u00f6opathie ein sehr effektives Verfahren sei, und Ihre Pr\u00e4sentation hat noch den Halbsatz &#8218;&#8230; und man kann damit sogar Krebs f\u00fcr eine ganz betr\u00e4chtliche Zeit beherrschen!&#8216; hinzugef\u00fcgt.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> In der Ihnen von mir zugesandten Berliner Pr\u00e4sentation k\u00f6nnen Sie ersehen, dass ich als \u00dcberschrift in Gro\u00dfbuchstaben mehrmals \u201ePilotstudie\u201c verwendet habe. Zudem beflei\u00dfige ich mich, als Skeptiker seit 40 Jahren (ich meine das ernst; ich selbst zweifle wahrscheinlich mehr als andere an der Hom\u00f6opathie und bin jedes Mal verwundert, wenn au\u00dfergew\u00f6hnliche Reaktionen eintreten) fast st\u00e4ndig des Konjunktivs respektive des Wortes \u201evermuten\u201c. Aber in einer akademischen Welt mit oftmalig automatisierten negativen Bemerkungen zur Hom\u00f6opathie (ihre sachliche und gerechtfertigte Kritik hebt sich wohltuend davon ab) ist es manchmal notwendig, anderen KollegInnen auch etwas Mut zu machen. Falls das zu Fehlinterpretationen f\u00fchren sollte, tut es mir leid. Ohne hier eine vergleichende Wertung anf\u00fchren zu wollen, so erscheint mir das unreflektierte Wiederholen der negativen Ergebnisse der Shang Studie (z.B. erst vor Kurzem in der \u00f6sterreichischen Hochsch\u00fclerschaftszeitung \u201eFieberkurve\u201c) viel gef\u00e4hrlicher. Denn das Ergebnis der Shang Studie ist ja, wie wir von unseren seit 10 Jahren vollkommen unwidersprochenen Kommentaren wissen, genau gegenteilig. Grunds\u00e4tzlich w\u00fcrde ich aber die Wirkung eines Vortragenden auch nicht \u00fcbersch\u00e4tzen. &#8211; Jedenfalls haben auf einem ganz anderen Gebiet meine Bem\u00fchungen, alternative Atemwegsger\u00e4te (z.B. Combitube, Larynxmaske, etc.) in Europa zur Erhaltung neurologischer Funktionen bei Herzkreislaufstillstand einzuf\u00fchren mehr als 30 Jahre gebraucht, um bei der letztendlichen Akzeptanz mitzuhelfen. Wenn heute PatientInnen in einem Ausma\u00df von 50% und mehr (qualit\u00e4tsm\u00e4\u00dfig sehr unterschiedliche) Hom\u00f6opathie anwenden, so tun sie das nicht, weil sie einem Professor glauben, sondern aus eigener Erfahrung und zumeist nach einem Austausch von Erfahrungen mit anderen PatientInnen respektive Angeh\u00f6rigen.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Diese Anmerkungen bieten sehr viele Ans\u00e4tze f\u00fcr eine weitergehende Diskussion, die mich aber zu weit vom Thema dieser Diskussion entfernen w\u00fcrden. Insbesondere gilt das f\u00fcr den letzten Satz.Wir k\u00f6nnen dies gerne in einem anderen Rahmen vertiefen.<br \/>\nIch glaube auch nicht, dass ein einzelner Vortrag bei den Zuh\u00f6rern haften geblieben ist. Eher nur der Satz &#8218;&#8230; und bei Krebs hilft&#8217;s auch, hat ein Professor gesagt.&#8216; Daher halte ich es f\u00fcr zweitrangig, ob im Konjunktiv gesprochen wurde oder nicht. Das geht ohnehin verloren. Da dies aber nun nicht mehr zu \u00e4ndern ist, erscheint mir eine weitere Diskussion dieses Punktes m\u00fc\u00dfig.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Nun, das ist nicht mehr zu \u00e4ndern, aber diese Schlussfolgerung ist in Tab. 4 und Fig. 2 der Gaertner-Arbeit enthalten und bietet sich jedem an, der sie als wissenschaftlichen Nachweis f\u00fcr seine Zuh\u00f6rer verwenden will &#8211; wie ich es selbst in Freiburg bei einem hom\u00f6opathischen Arzt erlebt habe, der sich auf die Behandlung von Krebs spezialisiert hat, und diese seinen Zuh\u00f6rern bzw. zuk\u00fcnftigen Patienten als wissenschaftlichen Beweis (!) f\u00fcr seine Aussagen vorlegte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Diese Ausarbeitung ist inzwischen lang genug, daher m\u00f6chte ich davon absehen, Ihre Aussagen zu diskutieren, wonach Skeptiker dazu neigen, sich einer in ihren Augen als Quacksalberei geltenden Heilmethode anzuvertrauen. Auch nicht zu den Betrachtungen, warum in der Hom\u00f6opathie so viele Arbeiten nur als Pilot-Studien existieren. Das Fehlen einer Finanzierung mag die Ursache f\u00fcr diese Situation sein &#8211; aber ich spreche \u00fcber die Folgen, dass die Ergebnisse einer Pilotstudie keine belastbare Evidenz darstellen. Dies ist wohl einigerma\u00dfen unabh\u00e4ngig davon, ob die beklagenswerte Situation nun durch fehlendes Geld oder Publication bias oder sonst etwas verursacht sein k\u00f6nnte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Ein Punkt f\u00e4llt mir noch ein. Ich wei\u00df nicht, wie ich Ihre Aussage bewerten soll, dass einige der Krebspatienten sogar heute noch am Leben sein k\u00f6nnten, zumindest aber die Beobachtungszeit \u00fcberlebt haben k\u00f6nnten. Mich \u00fcberrascht es, dass eine Arbeit, die sich mit der \u00dcberlebenszeit von Patienten besch\u00e4ftigt, eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Patienten beinhaltet, die noch am Leben sind. Die vielleicht sogar noch sieben Jahre nach Ende der Beobachtung am Leben sind. Wie soll man das verstehen? Komplette Remission, nachdem schon Metastasen aufgetreten sind? Vergleich zu vollen Remissionen bei Patienten, die nicht hom\u00f6opathisch behandelt worden sind? Qualit\u00e4t der Einstufung als &#8218;t\u00f6dlich&#8216;? Nun, wir werden ja sehen, wie das dargestellt wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-DE\"><strong>KG \/ MF:<\/strong> Das erscheint im ersten Augenblick \u00fcberraschend, ist es jedoch nicht. Die Daten wurden retrospektiv zu einem bestimmten Zeitpunkt erhoben, zu dem eben manche PatientInnen noch am Leben waren (das ist die \u00fcbliche Vorgangsweise bei retrospektiven Studien zur \u00dcberlebenszeit). Dies betrifft 2 CCC-Pat., 2 MRCC-Pat. und 10 MSARC-Pat. Angeregt durch Ihre Anfrage haben wir den \u00dcberlebensstatus der damals noch lebenden PatientInnen nochmals zum jetzigen Zeitpunkt \u00fcberpr\u00fcft und haben dabei festgestellt, dass einige von ihnen den damaligen Abfragezeitpunkt sogar noch um einige Monate \u00fcberlebt hatten. Zuallererst steht aber vor jeder statistischen \u00dcberlegung bei den \u00c4rztInnen die Freude, dass PatientInnen l\u00e4nger \u00fcberlebt haben. Ich denke, vor weiteren statistischen \u00dcberlegungen sollten wir uns auch \u00fcber die eigentlichen Ziele der Medizin unterhalten. Medizin spielt sich ja nicht am Papier, sondern in der Realit\u00e4t ab.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Die Freude \u00fcber jeden einzelnen Behandlungserfolg und \u00fcber jeden einzelnen gewonnen Tag geht nat\u00fcrlich bei einer Betrachtung der statistischen Zahlen verloren. Das ist der Unterschied zwischen den Angaben in den Nachrichten, diese oder jene Katastrophe h\u00e4tte soundsoviele Opfer gefordert &#8211; die sich auch noch mit immer h\u00f6heren Zahlenwerten zu \u00fcberbieten trachten &#8211; und dem Schicksal eines Menschen aus dem eigenen Umfeld, der Gesicht, Namen und Geschichte hat.<br \/>\nWir werden sicher sehen, ob die Betrachtung der weiteren \u00dcberlebenszeiten nach Ende der Beobachtungszeit die Ergebnisse beeinflussen. Eine Eigenschaft des Medians ist es ja, von den Extremwerten am Rande der Verteilung nicht sehr beeinflusst zu werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Und vielleicht gibt es noch ein paar Paragraphen, die ich nicht angesprochen habe, aber ich hielt es f\u00fcr wichtiger, mich \u00fcber die korrekte Vorgehensweise beim Vergleich zu verbreiten &#8211; ganz und gar nicht davon \u00fcberzeugt, dass ich im Irrtum bin.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">5. Mai 2015<br \/>\nNorbert Aust<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\">Doktor des Maschinenbauwesens, Spezialist f\u00fcr Str\u00f6mungslehre und Thermodynamik, Leiter Forschung und Entwicklung, Leiter Qualit\u00e4tswesen, Patenthalter, Hom\u00f6opathiekritiker, Hobby-Statistiker, Hobby-Mathematiker, Skeptiker &#8211; und gar nichts in Richtung Medizin.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><strong>KG \/ MF:<\/strong> Zusammenfassend kann man also sagen: <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>1. Danke f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, die Studie durch die \u00dcberarbeitung best\u00e4tigen zu k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em><span lang=\"de-AT\">2. Alle PatientInnen waren zum Zeitpunkt des Beginns der Studie am Leben. <\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em><span lang=\"de-AT\">3. PatientInnen, die zum damaligen Zeitpunkt der Erhebung noch am Leben waren, wurden entsprechend eingearbeitet. Die Ergebnisse haben sich dadurch weiter verbessert.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em><span lang=\"de-AT\">4. Bei den MRCC und MSARC PatientInnen wird die Zeit zwischen Auftreten des Tumors und der ersten hom. Behandlung ersetzt durch die Zeit zwischen Metastasierung und der ersten hom. Behandlung. Wir bitten diese Fehlangabe, die bei der Auswertung keine entscheidenden Ver\u00e4nderungen erbracht hat, zu entschuldigen. <\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em><span lang=\"de-AT\">5. Die PC-PatientInnen zeigten in unserer Berechnung keine statistische Signifikanz, haben also das Ergebnis nicht verzerrt. <\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em><span lang=\"de-AT\">6. Die Ergebnisse haben sich durch die Neuberechnung kaum ver\u00e4ndert. Mit allen Limitationen: ein Effekt der Hom\u00f6opathie kann nicht ausgeschlossen werden (mit einer Pilotstudie dieser Gr\u00f6\u00dfe nat\u00fcrlich auch nicht best\u00e4tigt werden).<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em><span lang=\"de-AT\">7. Die erg\u00e4nzenden statistischen Berechnungen sind an das Journal als Replik auf Ihren Brief geschickt worden und k\u00f6nnen daher aus Copyright &#8211; Gr\u00fcnden hier nicht gezeigt werden.<\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"de-AT\" style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-AT\">Michael Frass und Katharina Gaertner im Namen aller Koautoren<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"de-AT\">PS: Wir werden Ihre Anregungen aufgreifend, die daraus sich ergebenden Berechnungen in Erg\u00e4nzung der publizierten Studie verfassen und publizieren. Dazu kommt dann auch der Vergleich mit Daten der Med. Univ. Wien aus dem Vergleichszeitraum. Wir sind gerade dabei die Daten der KollegInnen zu sammeln. Danke f\u00fcr Ihre Geduld.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>NA:<\/strong> Auch ich bedanke mich f\u00fcr die vorgelegte umfangreiche Stellungnahme. Wie bereits gesagt: Ich erwarte mit einiger Spannung die Ver\u00f6ffentlichung der Daten. Und ich freue mich sehr, dass meine Kritikpunkte aufgegriffen worden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Text und Replik Ende<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Positiv zu vermerken ist, dass die Autoren der Studie sich offensichtlich recht eingehend mit meinen Kritikpunkten auseinandergesetzt haben und dass dies so weit geht, dass ein Nachtrag zu der Originalarbeit ver\u00f6ffentlicht werden soll. Auch dass die Argumentation sehr sachbezogen erfolgt, verbuche ich in diese Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Die Autoren haben ihre Berechnungen dahingehend \u00fcberarbeitet, dass darin entsprechend meinem Vorschlag ber\u00fccksichtigt wird, dass die meisten Patienten erst sehr sp\u00e4t mit der Behandlung begannen. Ich kann zwar kaum glauben, dass der Einfluss hier nur gering sein soll, das kann aber auch daran liegen, dass m\u00f6glicherweise unterschiedliche Auffassungen dar\u00fcber bestehen, was &#8218;geringf\u00fcgig&#8216; ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Interessant d\u00fcrfte auch der Vergleich der \u00dcberlebensdaten ausfallen, wenn dazu nicht mehr Literaturdaten sondern Daten aus der MedUni Wien herangezogen werden. Man kann dann wenigstens davon ausgehen, dass die konventionelle Behandlung beider Gruppen vergleichbar war.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Leider werden wir auf diesen Teil noch warten m\u00fcssen, bis die Erg\u00e4nzung im CTIM erscheint, was fr\u00fchestens in der Septemberausgabe der Fall sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Bis dahin m\u00fcssen wir uns wohl oder \u00fcbel gedulden. Es sei am Rande erw\u00e4hnt, dass Geduld \u00fcblicherweise nicht zu meinen Kerntugenden z\u00e4hlt.<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">[1] <\/span>Gaertner K, M\u00fcllner M, Friehs H, Schuster E, Marosi C, Muchitsch I, Frass M, Kaye AD: Additive homeopathy in cancer patients: Retrospective survival data from a homeopathic outpatient unit at the Medical University of Vienna, Complementary Therapies in Medicine (2014) 22, 320-332 <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0965229913002124\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Abstract<\/p>\n<p>[2] Stupp R, Hegi ME, Mason WP et al.: Effects of radiotherapy with concomitant and adjuvant temozolomide versus radiotherapy alone on survival in glioblastoma in a randomised phase III study: 5-year analysis of the EORTC-NCIC trial, Lancet Oncology (2009) 10: 459-466 <a href=\"http:\/\/wings.buffalo.edu\/smbs\/acb\/neuro\/lectures\/Lancet-Temozolomide.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p>[3] Boyd CA, Benarroch-Gampel J, Sheffield KM et al.: The effect of depression on stage at diagnosis, treatment, and survival in pancreatic adenocarcinoma, Surgery (2012) 152(3):403-413. doi: 10.1016\/j.surg.2012.06.010 Link zum Volltext<\/p>\n<p>RightsLink Licence 3623591048399 zur Wiedergabe von Fig. 2 aus [3], hier Bild 1.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits in mehreren Beitr\u00e4gen wurde auf diesem Blog eine Forschungsarbeit besprochen, die bei Prof. Frass an der MedUni Wien entstanden ist, in der die Wirkung einer hom\u00f6opathischen Zusatzbehandlung auf die \u00dcberlebenszeit von Krebspatienten untersucht wurde. Inzwischen liegt mir die folgende &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2560\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2560"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2560"}],"version-history":[{"count":23,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2560\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2584,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2560\/revisions\/2584"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2560"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2560"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2560"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}