{"id":2343,"date":"2015-02-05T14:52:53","date_gmt":"2015-02-05T12:52:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2343"},"modified":"2015-05-01T09:53:15","modified_gmt":"2015-05-01T07:53:15","slug":"diese-studien-meinte-der-vkhd","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2343","title":{"rendered":"&#8230;diese Studien meinte der VKHD"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2343\" data-timestamp=\"1430473995\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2343\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 14<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2343&text=%E2%80%A6diese%20Studien%20meinte%20der%20VKHD\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands (VKHD) hatte behauptet, dass Hom\u00f6opathika bei bestimmten Erkrankungen mindestens ebenso wirkungsvoll sein k\u00f6nnten wie Antibiotika. Woher ist dies bekannt? Der VKHD hat auf meine diesbez\u00fcgliche Anfrage sehr rasch geantwortet und sechs Ver\u00f6ffentlichungen als Quellen genannt, die hier betrachtet werden sollen.<!--more--><strong>In K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt wurden sechs Studien benannt, die als Beleg f\u00fcr die Ausf\u00fchrungen anzusehen seien. Drei der Arbeiten sind Verlaufsstudien ohne Vergleichsgruppe. Bei zweien davon entspricht das Ergebnis dem, was man auch ohne eine wirksame Behandlung erwartet, bei der dritten f\u00fchren die Autoren selbst aus, dass aus der Studie nicht darauf geschlossen werden kann, in welchem Ausma\u00df die hom\u00f6opathische Therapie den Ausgang beeinflusst hat. Auch eine der beiden Verlaufsstudien mit Vergleichsgruppe zeigt die im nat\u00fcrlichen Verlauf zu erwartenden Ergebnisse.<\/p>\n<p>Bei der zweiten Verlaufsstudie mit Vergleichsgruppe muss bezweifelt werden, dass in beiden Gruppen die gleiche Ausgangslage vorlag, womit sich das Ergebnis zwangsl\u00e4ufig zugunsten der Hom\u00f6opathie ergab. Sollte dies hingegen nicht der Fall gewesen sein, dann w\u00e4re die konventionelle Therapie mit Antibiotika unwirksam gewesen. Die Unterschiede zwischen den Gruppen k\u00f6nnten dann auch durch unterschiedliche Intensit\u00e4t der Placeboeffekte verursacht worden sein.<\/p>\n<p>Die letzte Studie wird im Titel als placebokontrollierte und doppelblinde Studie bezeichnet, worauf sich dies aber gr\u00fcndet (Randomisierung, Verblindung, Placebo), ist nicht beschrieben. Das \u00fcberw\u00e4ltigend positive Ergebnis zu Gunsten der Hom\u00f6opathie erweist sich als statistischer Artefakt. Wenn tats\u00e4chlich eine medikament\u00f6se Wirkung des Hom\u00f6opathikums aufgetreten w\u00e4re, dann w\u00e4re dies eher ein Beweis gegen das \u00c4hnlichkeitsprinzip und damit gegen die Grundannahmen der Hom\u00f6opathie. Oder m\u00fcsste man dann anf\u00fchren, dass diese Studie angesichts des f\u00fcr hom\u00f6opathische Verh\u00e4ltnisse exorbitant hohen Wirkstoffanteils nichts mit der &#8217;normalen&#8216; Hom\u00f6opathie zu tun hatte?<\/p>\n<p>Letztendlich muss aufgrund der Studienlage der Behauptung des VKHD widersprochen werden, dass die Hom\u00f6opathie eine vergleichbare Wirksamkeit erreichen k\u00f6nnte wie Antibiotika &#8211; zumindest nicht in den F\u00e4llen, in denen Antibiotika sinnvoll eingesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>In L\u00e4nge<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im letzten Blogbeitrag (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=2315\">Link<\/a>) hatte ich mich mit der Aussage des VKHD besch\u00e4ftigt, die darauf abzielt, dass hom\u00f6opathische Medikamente zumindest bei bestimmten Beschwerden \u00e4hnlich wirkungsvoll sein k\u00f6nnten wie Antibiotika. Die dahingehende Pressemeldung vom November 2014 enthielt keine Literaturangaben, auf die sich die zum Teil recht detaillierten Aussagen beziehen. Meine Suche nach belastbaren Nachweisen, die eine solche Aussage gerechtfertigt erscheinen lassen k\u00f6nnten, brachte kein Ergebnis. Daher hatte ich beim VKHD nachgefragt und auch umgehend eine Liste mit sechs Studien erhalten. Diese Arbeiten sind der Gegenstand dieses Blogbeitrages, wobei sie nur so weit eingehend betrachtet werden sollen, um die Tragkraft der Aussagen zu erkennen.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung hier noch einmal die Aussage des VKHD, f\u00fcr die wir die Nachweise suchen (<a href=\"http:\/\/www.vkhd.de\/pressebereich\/pressemitteilungen\/aktuell\/doc_view\/538-pressemitteilung-europaeischer-antibiotikatag\" class=\"broken_link\">Link<\/a>):<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><span lang=\"de-DE\">&#8222;Studien belegen beispielsweise, dass eine hom\u00f6opath<\/span>ische Behandlung \u2013 vor allem bei Infektionen der oberen Atemwege und des Mittelohres \u2013 ebenso wirkungsvoll sein kann wie eine konventionelle Therapie mit Antibiotika. So konnte gezeigt werden, dass Kinder mit einer akuten Mittelohrentz\u00fcndung (Otitis media acuta) durch eine hom\u00f6opathische Behandlung \u00e4hnlich schnell und zuverl\u00e4ssig gesund wurden wie konventionell behandelte Kinder. Bei der Therapie mit hom\u00f6opathischen Arzneimitteln traten tendenziell weniger R\u00fcckf\u00e4lle auf als in der konventionell behandelten Vergleichsgruppe. <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Genauso erfolgreich wird Hom\u00f6opathie bei akuten und chronischen Prozessen der Nasennebenh\u00f6hlen angewendet. Insgesamt verl\u00e4uft der Heilungsprozess unter der hom\u00f6opathischen Behandlung sogar schneller und es kommt seltener zu R\u00fcckf\u00e4llen oder zu einer Chronifizierung. Aber auch bei Erkrankungen der Harnwege haben sich hom\u00f6opathische Arzneimittel bew\u00e4hrt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><strong>Verlaufsstudien&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Verlaufsstudien stellen ein Studiendesign dar, bei dem eine Gruppe &#8211; oder auch mehrere &#8211; von Patienten (&#8218;Kohorte&#8216;) \u00fcber einen bestimmten Zeitraum betrachtet wird, um die weitere Entwicklung nach einer durchgef\u00fchrten Behandlung zu beobachten. Daher wird eine solche Studie auch als &#8218;Beobachtungsstudie&#8216;, &#8218;Kohortenstudie&#8216; oder nach dem englischen Begriff auch als &#8218;Outcomestudie&#8216; (&#8218;Ergebnisstudie&#8216;) bezeichnet. Kennzeichen ist, dass die jeweiligen Forscher nicht in das Geschehen eingreifen, indem sie etwa die Patienten nach einem Zufallsprinzip einer Kontrollgruppe zuweisen oder die Behandlung nach einem vorgegebenen Protokoll erfolgt. Prinzipiell beobachtet man den nat\u00fcrlichen Verlauf der Dinge.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Bef\u00fcrworter der Hom\u00f6opathie hat dieses Studiendesign den Vorteil, dass das reale Geschehen in einer hom\u00f6opathischen Behandlung und in der weiteren Entwicklung danach betrachtet wird. Eine als Wirkungsnachweis in der konventionellen Medizin \u00fcbliche kontrollierte Vergleichsstudie hingegen schaffe immer eine Art Laborsituation, die die echte Lebenssituation nicht wiedergebe, da sie immer nur Ergebnisse f\u00fcr eine sehr spezifische Fragestellung liefern k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Kein Wunder also, dass es sich bei f\u00fcnf der sechs vom VKHD genannten Arbeiten um Studien dieses Typs handelt.<\/p>\n<p><strong>&#8230; ohne Vergleichsgruppe<\/strong><\/p>\n<p>Die Beurteilung der Wirksamkeit einer Behandlung ist grunds\u00e4tzlich nur dann m\u00f6glich, wenn man nicht nur das Befinden der Patienten nach der Behandlung betrachtet, sondern dies anhand einer Kontrollgruppe auch damit vergleicht, was ohne diese Behandlung geschehen w\u00e4re. Genau dies aber kann man nicht, wenn man nur Patienten betrachtet, die sich der fraglichen Therapie unterzogen haben. Es sei denn nat\u00fcrlich, der Behandlungserfolg sei derartig au\u00dferordentlich, dass schon ein Vergleich zum Allgemeinwissen sehr deutlich ausf\u00e4llt. Gel\u00e4nge es beispielsweise, die hier betrachteten Erk\u00e4ltungskrankheiten von den \u00fcblichen ein bis zwei Wochen Dauer bei den meisten Patienten auf nur wenige Stunden abzuk\u00fcrzen, dann w\u00e4re die positive Wirkung zwar nicht unbedingt nachgewiesen, angesichts der durchgreifenden Abweichung vom &#8218;Normalen&#8216; l\u00e4ge die Vermutung aber sehr nahe, dass hier ein Effekt der Behandlung zum Tragen gekommen ist. Wobei der tats\u00e4chliche Nachweis in einer kontrollierten Studie mit unabh\u00e4ngiger Replizierung unter diesen Umst\u00e4nden auch kein wirkliches Problem darstellen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Zeigen die vom VKHD benannten Verlaufsstudien einen solchen \u00fcberzeugenden Effekt auf?<\/p>\n<p><strong>Adler (1999)<\/strong><\/p>\n<p>In der vom VKHD genannten Arbeit von Adler aus dem Jahr 1999 wird die Wirkung eines hom\u00f6opathischen Kombinationspr\u00e4parats bei der Behandlung einer akuten (also nicht chronischen) Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung (&#8218;Sinusitis&#8216;) untersucht [1]. Man fand, dass sich die typischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Husten oder Nasenlaufen nach durchschnittlich 4,1 Tagen verbessert hatten. Die Behandlung dauerte im Durchschnitt zwei Wochen, danach waren 81,5 % der Patienten entweder ganz ohne Symptome oder ihr Zustand hatte sich wesentlich gebessert.<\/p>\n<p>Das ist ziemlich genau das Ergebnis, was nach Angaben in der englischen Wikipedia bei einer akuten Sinusitis zu erwarten ist (<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sinusitis\">Link<\/a>): Eine durch eine Vireninfektion hervorgerufene Sinusitis dauert typischerweise sieben bis zehn Tage, w\u00e4hrend eine durch Bakterien hervorgerufene Sinusitis hartn\u00e4ckiger ist. Erst wenn die Beschwerden nach zehn Tagen nicht verschwinden, ist auf eine bakterielle Ursache zu schlie\u00dfen und ein Einsatz von Antibiotika ist gerechtfertigt. F\u00fcr die Vireninfektion gibt es keine urs\u00e4chliche die Erreger bek\u00e4mpfende Behandlung. Nach den Angaben in der deutschen Wikipedia (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sinusitis\">Link<\/a>) betr\u00e4gt der Anteil der auf eine bakterielle Infektion zur\u00fcckgehenden Befunde etwa 20 %.<\/p>\n<p>Genau einen solchen Verlauf hat Adler bei seinen Patienten ermittelt, da rund 80 Prozent der Patienten nach zwei Wochen ausgeheilt oder auf dem Weg der Besserung waren. Eine Wirkung der hom\u00f6opathischen Behandlung ist somit dem Bericht nicht zu entnehmen.<\/p>\n<p><strong>Nayak 2012<\/strong><\/p>\n<p>Mit der hom\u00f6opathischen Behandlung von chronischer Nebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung befasst sich eine Verlaufsstudie ohne Kontrollgruppe aus Indien, die von Nayak et al. 2012 ver\u00f6ffentlicht wurde [2]. Diese Studie umfasste urspr\u00fcnglich \u00fcber 600 Patienten, von denen 550 ausgewertet werden konnten. Bei den Messungen drei und sechs Monate nach dem Beginn der hom\u00f6opathischen Behandlung zeigte sich ein statistisch signifikanter R\u00fcckgang der Beschwerden.<\/p>\n<p>Wie will man aber wissen, dass es die Hom\u00f6opathie war, die da gewirkt hat, wenn man keine Vergleichsgruppe hat? Welcher Anteil entspricht etwa einem nat\u00fcrlichen Verlauf? Als chronisch gilt eine Nebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung bereits dann, wenn sie l\u00e4nger als zwei bis drei Monate andauert, stellt also nicht unbedingt die jahre- oder lebenslange Komplikation dar, die man als Laie sonst mit dem Begriff einer chronischen Krankheit verbindet. Kann es da nicht auch zu Spontanremissionen (&#8218;Selbstheilung&#8216;) auch nach drei Monaten kommen? Eine randomisierte Vergleichsgruppe k\u00f6nnte hier Aufschluss geben.<\/p>\n<p>Bei l\u00e4nger andauernden chronischen Beschwerden k\u00f6nnte es sich auch um einen Effekt handeln, den man &#8218;Regression zur Mitte&#8216; nennt: Chronische Erkrankungen sind auch durch ein Auf-und Ab der Intensit\u00e4t der Beschwerden gekennzeichnet. Wann geht man zum Arzt, insbesondere in Indien, wo man lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss und auch der finanzielle Aspekt von Bedeutung ist? Eben, wenn es besonders schlimm ist und es nicht mehr anders geht. Der zu erwartende Effekt, dass die Intensit\u00e4t irgendwann wieder zur\u00fcckgeht, und zwar als ganz nat\u00fcrlicher Prozess, w\u00fcrde dann einen Erfolg der Therapie vorgaukeln &#8211; was man bei Verwendung einer randomisierten Kontrollgruppe jedoch erkennen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Auch dies ist also kein tragf\u00e4higer Nachweis f\u00fcr eine Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlung..<\/p>\n<p><strong>Witt 2009<\/strong><\/p>\n<p>Dann wird noch eine Studie von Witt et al. aus dem Jahr 2009 zitiert [3], bei der es sich offenbar um eine Auswertung einer Untergruppe aus der gro\u00dfen Charit\u00e9-Verlaufsstudie aus dem Jahr 2005 handelt. In jener Studie war die langfristige Wirkung der hom\u00f6opathischen Behandlung an \u00fcber 3500 Patienten untersucht worden. Auch dies ist eine Verlaufsstudie, die ohne eine Kontrollgruppe durchgef\u00fchrt wurde. Die Arbeit hier bezieht sich offenbar auf die Untergruppe der Patienten mit chronischer Stirnh\u00f6hlenentz\u00fcndung mit insgesamt 134 Personen. Wir k\u00f6nnen die Betrachtung kurz halten, denn die Studienautoren sagen selbst:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Das Ausma\u00df, in dem die beobachteten Verbesserungen auf \u00c4nderungen der Lebensf\u00fchrung zur\u00fcckzuf\u00fchren sind oder auf mit der Behandlung verbundene Placebo- oder Kontexteffekte, bedarf der Kl\u00e4rung durch weitere Untersuchungen<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p>Mithin auch kein belastbarer Nachweis.<\/p>\n<p><strong>&#8230; mit Vergleichsgruppe<\/strong><\/p>\n<p><strong>Haidvogl (2007)<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeit von Haidvogl et al. aus dem Jahr 2007 ist ebenfalls eine Verlaufsstudie [4]. Bei dieser wurde aber eine Vergleichsgruppe betrachtet, die sich einer konventionellen Behandlung unterzog. Untersucht wurde die Wirkung der hom\u00f6opathischen Behandlung bei akuten Atemwegs- und Ohrbeschwerden [2]. Mithin alles selbstlimitierende Beschwerden, die zwar recht unangenehm werden k\u00f6nnen, aber normalerweise nach ein bis zwei Wochen wieder abgeklungen sind. Eine \u00e4rztliche Behandlung kann vielleicht Erleichterung bei den Begleitsymptomen verschaffen, auf die Zeitdauer der Beschwerden hat dies normalerweise wenig Einfluss. (Stichwort &#8218;Therapie&#8216; im Wikipedia-Artikel zu Erk\u00e4ltungskrankheiten, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erk%C3%A4ltung\">Link<\/a>). Selbst Antibiotika helfen bei den in den meisten F\u00e4llen auf eine Vireninfektion zur\u00fcckgehenden Beschwerden nicht. Ohne Arzt vierzehn Tage, mit Arzt zwei Wochen, sagt der Volksmund.<\/p>\n<p>Und das Ergebnis der Studie: Nach 14 Tagen waren in beiden Gruppen jeweils bereits 86 % der Teilnehmer geheilt oder ihr Befinden hatte sich wesentlich verbessert. Zu keinem der Betrachtungszeitpunkte nach 7, 14 und 21 Tagen konnten Unterschiede zwischen den Gruppen beobachtet werden.<\/p>\n<p>Folge: Die hom\u00f6opathische Behandlung hat den zeitlichen Ablauf der Krankheit genauso wenig beeinflussen k\u00f6nnen wie die konventionelle Therapie.<\/p>\n<p><strong>Kruse 1998<\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">In der Dissertation von S. Kruse aus dem Jahr 1998 wird die hom\u00f6opathische und die konventionelle Therapie der Mittelohrentz\u00fcndung verglichen [5]. Eine Inhaltsangabe findet sich auf der Seite der Carstens-Stiftung (<a href=\"http:\/\/www.carstens-stiftung.de\/artikel\/homoeopathie-bei-mittelohrentzuendung.html\">Link<\/a>). Bei der Autorin handelt es sich \u00fcbrigens um die gleiche Frau Dr. Kruse, die heute im von Haunerschen Kinderspital der LMU M\u00fcnchen als Hom\u00f6opathin t\u00e4tig ist und die hier im Blog schon \u00f6fters genannt wurde (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1910\">Link<\/a><\/span> <span lang=\"de-DE\">, <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1297\">Link<\/a>). <\/span><\/p>\n<p>Inhaltlich wird die Untersuchung in einer Ver\u00f6ffentlichung von Friese et al. aus dem Jahr 1997 wiedergegeben, bei der Kruse als Co-Autorin genannt wird [6]. Da diese Ver\u00f6ffentlichung offenbar die Quelle f\u00fcr den ersten Teil der Angaben des VKHD darstellt, in dem \u00fcber die erfolgreiche Behandlung von Mittelohrentz\u00fcndungen gesprochen wird, sei sie etwas n\u00e4her betrachtet.<\/p>\n<p>Insgesamt wurden 131 Kinder in die Studie \u00fcber die hom\u00f6opathische Behandlung einer Mittelohrentz\u00fcndung einbezogen. Man hat in der Praxis von Friese insgesamt 103 Kinder rekrutiert, die hom\u00f6opathisch behandelt wurden, weil sich die Eltern f\u00fcr diese Therapieform entschieden hatten. Die Gruppeneinteilung erfolgte also nach Wahl der Patienten, nicht aufgrund irgendeines Zufallsprinzips. Die konventionell behandelte Vergleichsgruppe wurde in der gleichen Zeit in vier konventionellen Fachpraxen der Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) zusammengestellt, was nur 28 Teilnehmer ergab.<\/p>\n<p>Das ist zun\u00e4chst sehr erstaunlich: In insgesamt f\u00fcnf HNO-Praxen, nach Angaben in der Arbeit mit jeweils 1600 Patienten pro Quartal durchaus vergleichbar frequentiert und alle im Umkreis einer Gro\u00dfstadt, erscheinen bei den vier konventionellen Praxen durchschnittlich nur sieben Kinder, bei der einen hom\u00f6opathischen Praxis im gleichen Zeitraum hingegen mit 103 Kindern fast die 15-fache Anzahl? Auch wenn die Hom\u00f6opathie derzeit sehr beliebt ist &#8211; die Arbeit stammt von 1997, da war das bei Weitem noch nicht so ausgepr\u00e4gt der Fall. Eine derartige Pr\u00e4ferenz in der Bev\u00f6lkerung ist wohl kaum als Ursache f\u00fcr das zahlenm\u00e4\u00dfige Ungleichgewicht anzusehen. Frage: Was dann?<\/p>\n<p>Die Autoren sprechen das selbst an und kommen zu dem Schluss, dass offensichtlich die konventionelle Behandlung einer Mittelohrentz\u00fcndung beim konventionellen Kinderarzt erfolgt und nicht beim HNO-Spezialisten. Der Kinderarzt wird sicher nur die schwereren F\u00e4lle an den Spezialisten \u00fcberweisen. Eltern hingegen, die sich gezielt f\u00fcr eine hom\u00f6opathische Behandlung entschieden h\u00e4tten, h\u00e4tten dann vielleicht im h\u00f6heren Ma\u00dfe gleich von Anfang an einen entsprechenden Facharzt konsultiert. Zumindest w\u00fcrde eine solche Annahme das krasse Missverh\u00e4ltnis der Fallzahlen erkl\u00e4ren. Von den konventionellen Kinder\u00e4rzten konnte niemand gefunden werden, der im Rahmen dieser Studie zu einer Zusammenarbeit bereit gewesen w\u00e4re, daher musste man sich auf die HNO-Fach\u00e4rzte beschr\u00e4nken. Die Studienautoren machen leider keine Angaben dazu, in wie vielen F\u00e4llen es sich um \u00dcberweisungen bzw. um Erstbehandlungen handelte, die hier in die Studie eingeflossen sind.<\/p>\n<p>Waren dann die Gruppen beim Beginn der betrachteten Behandlung wirklich gleich? Wenn die obige Annahme zutr\u00e4fe, dann k\u00f6nnte es sich bei den konventionell behandelten Kindern um eine Auswahl der &#8217;schwereren F\u00e4lle&#8216; gehandelt haben. Wenn die Annahme nicht zutrifft, dann h\u00e4tte eventuell gr\u00f6\u00dfere Heftigkeit der Beschwerden die Eltern dazu veranlassen k\u00f6nnen, direkt den Facharzt aufzusuchen und nicht erst den Kinderarzt, was das gleiche Ungleichgewicht der Ausgangslage bewirkt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Es gibt keine Angaben, ob Viren oder Bakterien als Ursache der Entz\u00fcndung in Frage kamen, wobei letzteres der schwerwiegendere Befund gewesen w\u00e4re. Die zur Vorgeschichte angegebenen Daten (Zeitdauer von Fieber und Schmerzen, Ein- oder Beidseitigkeit) lassen keine Unterschiede zwischen den Gruppen erkennen. Dennoch werden 23 der 28 Kinder in der konventionell behandelten Gruppe mit Antibiotika behandelt.<\/p>\n<p>Prinzipiell sind zwei M\u00f6glichkeiten denkbar. Die eine ist, dass die \u00c4rzte die Antibiotika verordnet haben und dies in den meisten F\u00e4llen nicht angezeigt war. Dies ist nicht ganz auszuschlie\u00dfen, denn es hat den Anschein, dass auch virale Infektionen in gro\u00dfem Ma\u00dfe mit Antibiotika behandelt werden, und sei es nur, um einer nachfolgenden Infektion vorzubeugen. Gerade diese Praxis f\u00fchrt ja dazu, dass es diesen Antibiotikatag gibt, der der Anlass f\u00fcr die Pressemeldung des VKHD war.<\/p>\n<p>Andererseits k\u00f6nnte die Therapie mit Antibiotika aber auch weitestgehend angemessen gewesen sein. Dies w\u00fcrde bedeuten, dass die Kinder als an einer bakteriellen Infektion leidend diagnostiziert worden waren und damit letztendlich an einer langwierigeren Auspr\u00e4gung der Krankheit litten. Immerhin haben vier verschiedene HNO-\u00c4rzte die Verordnungen getroffen. Ist es wahrscheinlich, dass alle vier aus Unkenntnis oder aus niederen Motiven heraus &#8211; so wie es die Anh\u00e4nger der Alternativmedizin ja gerne sehen &#8211; diese Fehlverordnung get\u00e4tigt haben?<\/p>\n<p>Gegen die angenommenen Unterschiede in der Ausgangslage spricht aber, dass in beiden Gruppen Schmerzen erst einen Tag vor Beginn der Behandlung aufgetreten sind, Fieber gar nicht. Oder k\u00f6nnte die Dauer &#8218;vor dem ersten Arztbesuch&#8216; gemeint sein? In diesem Falle w\u00e4re das dann in der konventionell behandelten Gruppe der Kinderarzt gewesen, der in der Folge die \u00dcberweisung veranlasste.<\/p>\n<p>Wenn die Behandlung der konventionellen Mediziner mit Antibiotika gerechtfertigt war, dann hatten die betreffenden Kinder mit einer l\u00e4ngerfristigen und hartn\u00e4ckigeren Erkrankung zu tun gehabt als die in der Hom\u00f6opathiegruppe. Unter diesen Umst\u00e4nden w\u00e4re es zwangsl\u00e4ufig zu erwarten, dass die Genesung weniger glatt verl\u00e4uft und, wie es sich hier ergeben hat, die konventionell behandelten Kinder in allen Kennwerten des Behandlungserfolges schlechter abschnitten. Sowohl was die Dauer der Behandlung betraf &#8211; Antibiotika m\u00fcssen \u00fcber l\u00e4ngere Zeit angewendet werden &#8211; als auch die Anzahl der R\u00fcckf\u00e4lle innerhalb des folgenden Jahres.<\/p>\n<p>War aber der Einsatz von Antibiotika nicht angezeigt, weil eine Vireninfektion vorlag, dann wurden die Hom\u00f6opathika mit einer unwirksamen oder nur auf eine Verbesserung der Begleitsymptome gerichteten Behandlung verglichen. Es k\u00f6nnte also quasi Placeboeffekt gegen Placeboeffekt betrachtet worden sein. Die Autoren der Studie weisen der konventionellen Behandlung den gr\u00f6\u00dferen Placeboeffekt zu, hervorgerufen durch die gr\u00f6\u00dfere Zahl der verordneten Medikamente und deren &#8218;medizinischeren&#8216; Aussehens. K\u00f6nnten aber anders herum, die Kinder viel eher auf den vielleicht einf\u00fchlsameren Hom\u00f6opathen angesprochen haben?<\/p>\n<p>Daf\u00fcr spricht die Angabe, dass in der Hom\u00f6opathischen Praxis bereits bei 30 % der Kinder innerhalb der ersten drei Stunden nach der Behandlung eine deutliche Verbesserung des Befindens ergeben hatte, bei den konventionellen \u00c4rzten nur bei 11,5 % der Kinder. Aus eigenem Erleben mit meinem damals dreij\u00e4hrigen Sohn wei\u00df ich, dass die zuvor offensichtlich heftigen Schmerzen im Ohr im Behandlungszimmer mit all den interessanten Dingen darin pl\u00f6tzlich &#8218;wie weggeblasen&#8216; vergehen k\u00f6nnen, also auch ohne den Einfluss eines Medikaments, starke Placeboeffekte m\u00f6glich sind &#8211; oder auch Fehleinsch\u00e4tzungen der Eltern zum Befinden der Kinder.<\/p>\n<p>Quintessenz<\/p>\n<p>Bei dieser Studie ist zumindest ein Zweifel angebracht, ob die hom\u00f6opathisch und die konventionell behandelten Kinder die gleichen Ausgangsbedingungen aufwiesen. War dies der Fall, dann ist das unterschiedliche Abschneiden nicht verwunderlich. Im anderen Fall w\u00e4re die Behandlung mit Antibiotika sinnlos und f\u00fcr den Fortgang der Krankheit bedeutungslos gewesen, und der Erfolg der Hom\u00f6opathiegruppe k\u00f6nnte auf einem st\u00e4rkeren Placeboeffekt beruhen. Damit kann die Arbeit auf keinen Fall als Evidenz daf\u00fcr betrachtet werden, dass Hom\u00f6opathika und Antibiotika gleichwertig seien, was ja so verstanden werden soll, dass es um F\u00e4lle geht, in denen Antibiotika zutreffend verordnet werden. Anderenfalls w\u00e4re die Aussage trivial.<\/p>\n<p><strong>&#8230; und eine PCT: Friese 2007<\/strong><\/p>\n<p>Eine Arbeit von Friese et al. aus dem Jahr 2007 schlie\u00dflich stellt eine doppelt verblindete und randomisierte Vergleichsstudie dar, also das als &#8218;Goldstandard&#8216; bezeichnete Studiendesign &#8211; jedenfalls wird dies im Titel so angegeben. Diese Studie hat, so steht es jedenfalls im Abstract, wirklich aufsehenerregende Ergebnisse gezeigt. Bei akuter Rhinosinusitis, Friese verwendet diesen Begriff Synonym zur Sinusitis, zeigte sich, dass unter der hom\u00f6opathischen Behandlung nach drei Wochen eine Heilung oder wesentliche Verbesserung des Befindens bei sage und schreibe 98,6 % der Patienten zu verzeichnen war, wohingegen bei fast 90 % der Placebogruppe die Beschwerden unver\u00e4ndert blieben oder sich gar verschlimmerten.<\/p>\n<p>Wow! Also endlich Schluss mit der Diskussion um mickrige Effektst\u00e4rken oder gar Zweifel an der Signifikanz. Hier ist ein Ergebnis, dass doch ohne Wenn und Aber nicht nur die Gleichwertigkeit, nein sogar die geradezu \u00fcberw\u00e4ltigende \u00dcberlegenheit der Hom\u00f6opathie zeigt. Nur bei weniger als 2 % der Patienten versagt sie &#8211; wohingegen fast 90 % der konventionell behandelten Patienten mit ihren Beschwerden weiterleben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>James Randi, halten Sie einen Platz frei, ich will Herrn Friese \u00fcberzeugen, dass wir uns um die Million Dollar bewerben!<\/p>\n<p>Doch halt: Unter Placebo, also unbehandelt, blieben die Beschwerden bei 90 % der Patienten unver\u00e4ndert? Kann das sein? Typische Dauer der Beschwerden sieben bis 14 Tage, sagt die Wikipedia, siehe oben, und hier tat sich nach drei Wochen praktisch nichts?<\/p>\n<p>Da ist doch etwas faul!<\/p>\n<p>Gegenstand der Studie ist die Untersuchung der Wirksamkeit eines Komplexmittels aus vier nur niedrig potenzierten Einzelstoffen bei der Behandlung von akuten Entz\u00fcndungen der Nebenh\u00f6hlen und der Nasenschleimh\u00e4ute. Da diese Beschwerden praktisch immer gleichzeitig vorliegen, verwendet Friese den Begriff Rhinosinusitis anstelle von Sinusitis, was nur die Entz\u00fcndung der Nasennebenh\u00f6hlen bezeichnet.<\/p>\n<p>Das untersuchte Pr\u00e4parat Cinnabaris Pentarkan H besteht aus Cinnabaris D3 (Zinnober), Echinacea D1 (Sonnenhut), Hydrastis D3 (Kanadische Gelbwurz) und Kalium bichromicum D3 (Kaliumbichromat), nach Angaben des Herstellers DHU jeweils 25 mg pro Tablette (<a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=2&amp;ved=0CCoQFjAB&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.docmorris.de%2Fmedias%2Fsys_master%2F8452192362368960%2F0621452.pdf%3Fattachment%3Dtrue&amp;ei=9tfQVIaWHcjqaJKZgdgM&amp;usg=AFQjCNFhW9QdOuoONds35bBwMdsOD78dDA&amp;bvm=bv.85076809,d.d2s&amp;cad=rja\">Link<\/a>).<\/p>\n<p>Dieses Mittel wurde in der Verumgruppe bis zum Eintritt einer Besserung st\u00fcndlich eingenommen, maximal 12 Tabletten pro Tag, danach nur noch 3-mal t\u00e4glich 2 Tabletten. Ebenso waren Inhalationen mit Kochsalzl\u00f6sung erlaubt und bei Fieber die Einnahme von Paracetamol, einem schmerzstillenden und fiebersenkenden Medikament.<\/p>\n<p>Die Studie wurde in den Jahren 2001 und 2002 an mehreren HNO-Zentren in Kiew \/ Ukraine durchgef\u00fchrt. Insgesamt wurden 144 Patienten zwischen 18 und 65 Jahren einbezogen, also keine Kinder. Bei den Patienten wurde der Befund durch umfangreiche konventionelle diagnostische Verfahren verifiziert. Die Hom\u00f6opathie- und die Placebogruppe waren zu Anfang jeweils gleich gro\u00df (je 72 Teilnehmer).<\/p>\n<p>Der Zustand der Patienten wurde w\u00e4hrend der Studie anhand einer aus der Intensit\u00e4t der verschiedenen mit solchen Beschwerden einhergehenden Symptomen gebildeten Bewertungszahl (&#8218;Score&#8216;) ermittelt. Diese wurde jeweils 7, 14 und 21 Tage nach Behandlungsbeginn bestimmt und konnte zwischen 0 (sehr gut) und 20 Punkten (sehr schlecht) liegen. Daneben wurde der Therapieerfolg bewertet, wobei \u00c4rzte und Patienten den erreichten Zustand als &#8218;beschwerdefrei&#8216;, &#8218;deutlich gebessert&#8216;, &#8218;gebessert&#8216;, &#8218;unver\u00e4ndert&#8216; und &#8218;verschlechtert&#8216; einordneten. Zus\u00e4tzlich wurden noch eine ganze Reihe anderer Merkmale ermittelt, die hier aber weniger von Interesse sind.<\/p>\n<p>Das Ergebnis sah nun so aus:<\/p>\n<p>In der Hom\u00f6opathiegruppe betrug der Score zu Beginn durchschnittlich 12,2 Punkte, war nach sieben Tagen bereits auf 5,9 Punkte gesunken und lag am Ende nach 21 Tagen bei nur noch 0,3 Punkten. Bei der Placebogruppe hingegen kam es nur zu einer \u00c4nderung von urspr\u00fcnglich 11,7 \u00fcber 11,0 auf am Ende 10,6 Punkte. Von der Hom\u00f6opathiegruppe schied nur ein Patient wegen mangelnden Therapieerfolgs aus der Studie aus, bei der Placebogruppe hingegen 54 Patienten nach 7 Tagen, also \u00fcber 70 % der Gruppenmitglieder, weitere 9 nach 14 Tagen. Insgesamt beendeten also 87,5 % der Patienten in der Placebogruppe die Studie nicht.<\/p>\n<p>Und genau da liegt die Erkl\u00e4rung f\u00fcr das exorbitante Ergebnis der Studie. Was geschah mit den Ergebnissen dieser Patienten? Man hat sie eingefroren, festgehalten und bis zum Ende der Studie unver\u00e4ndert fortgeschrieben. Ein Patient, der nach sieben Tagen mit einem Score von vielleicht 15 Punkten ausscheidet, steht auch nach 21 Tagen unver\u00e4ndert mit 15 Punkten in der Auswertung, v\u00f6llig unabh\u00e4ngig davon, wie er sich in den folgenden zwei Wochen entwickelt hat, oder besser, entwickelt h\u00e4tte. Dies f\u00fchrt zu einem statistischen Artefakt, einem Effekt, der sich allein aus dem Auswerteverfahren ergibt und nichts mit dem realen Geschehen zu tun hat. Selbst unbehandelt geht eine virale Rhinosinusitis im Laufe von zwei, drei Wochen zur\u00fcck, aber wenn dies geschieht ist, floss dies in die Studie f\u00fcr ausgeschiedene Patienten nicht mehr ein. Nach Lage der Dinge sind in der Auswertung nach 21 Tagen in der Placebogruppe fast 90 % der Teilnehmer mit einer hohen Bewertungszahl enthalten, die sie irgendwann im Laufe der Studie einmal hatten, aber damit ausgeschieden sind, und deren zu erwartende Verbesserung in der Folge nicht mehr registriert wurde.<\/p>\n<p>Dieses Vorgehen, ausgeschiedene Patienten mit ihrem letzten Ergebnis einfach konstant weiterzuf\u00fchren, ist durchaus \u00fcblich. Es verhindert, dass in einer Studie die Behandlungserfolge zu optimistisch dargestellt werden. Dies ist auch normalerweise kein gro\u00dfes Problem, wenn die Ausfallrate nur gering oder zumindest bei beiden Gruppen in etwa gleich gro\u00df ist. Aber hier, wenn fast 9 von 10 Patienten einer Gruppe mit einem schlechten Ergebnis festgehalten werden, f\u00fchrt das zu dem Problem, dass eine auch nur halbwegs zutreffende Bewertung der Situation unm\u00f6glich ist. Eine in der Arbeit enthaltene Grafik zeigt, dass die Scores der wenigen in der Studie verbliebenen Mitglieder in der Placebogruppe durchaus \u00e4hnlich abschnitten wie die Patienten, die das Mittel eingenommen hatten. Es waren allerdings nur noch 7 Patienten anstatt der 61, die in der Hom\u00f6opathiegruppe bis zum Ende durchgehalten hatten &#8211; und denen 63 ausgeschieden Patienten mit hohem Score gegen\u00fcberstanden. Das Ergebnis, dass die Placebogruppe praktisch keine positive Ver\u00e4nderung erlebt hat, ist nicht real.<\/p>\n<p>Es bleibt allerdings die Frage, wieso haben denn fast 90 % der Patienten in der Placebogruppe die Studie wegen mangelnden Therapieerfolges abgebrochen, was in der Hom\u00f6opathiegruppe praktisch nicht vorkam? Das spricht doch f\u00fcr eine zu irgendeinem Zeitpunkt sp\u00fcrbar st\u00e4rkere Wirkung der hom\u00f6opathischen Behandlung, zwar nicht am Ende der Untersuchung, aber zu irgendeinem Zeitpunkt mitten drin.<\/p>\n<p>Betrachten wir hierzu das eingesetzte Mittel, das tats\u00e4chlich eine Zulassungsnummer tr\u00e4gt, also offenbar ein zugelassenes Arzneimittel ist, ganz im Gegensatz zu den sonst \u00fcblichen Hom\u00f6opathika, die nur registriert werden und f\u00fcr die kein Wirksamkeitsnachweis erbracht werden muss. Aber auch im Gegensatz zu den \u00fcblichen Hom\u00f6opathika enth\u00e4lt das Mittel Cinnabaris Pentarkan H recht substanzielle Mengen der Urtinktur eines der vier Grundstoffe.<\/p>\n<p>Bei der t\u00e4glichen Einnahme von 12 Tabletten, wie es hier in der Studie bis zur Besserung der Symptome erfolgte, nimmt der Patient immerhin 30 mg Echinacea als wesentlichen Wirkstoff zu sich, das in D1-Verd\u00fcnnung zu 25 mg pro Tablette enthalten ist. Zum Vergleich: Das ist die 100-fache Menge der Tagesdosis, wenn man Echinacea D1 als Globuli (30 St\u00fcck) einnehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Kann diese f\u00fcr hom\u00f6opathische Verh\u00e4ltnisse au\u00dferordentlich hohe Wirkstoffmenge einen deutlichen Heileffekt hervorgerufen haben?<\/p>\n<p>Echinacea wird aus dem in Nordamerika heimischen Sonnenhut gewonnen (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonnenh%C3%BCte_%28Echinacea%29\">Link<\/a>), der zu der Familie der Korbbl\u00fctler geh\u00f6rt, wie auch unsere heimische Ringelblume oder die echte Kamille. Sie wurde von den nordamerikanischen Ureinwohnern bei Verbrennungen, Schlangenbissen, Schmerzen, Husten und bei rauem Hals benutzt. Als Mittel der Phytotherapie, der Pflanzenheilkunde, wird es heute bei allen Arten von Infektionen der oberen Atemwege &#8211; also Erk\u00e4ltungen &#8211; benutzt [8]. Es liegen wohl eine ganze Zahl von Studien zur Wirkung von Echinacea-Produkten vor, in denen sich ein Vorteil gegen\u00fcber Placebo zeigte, aber die Gr\u00f6\u00dfe des Effekts reichte f\u00fcr eine Empfehlung zur Vorbeugung oder Behandlung gew\u00f6hnlicher Erk\u00e4ltungskrankheiten nicht aus [9].<\/p>\n<p>Dabei ist allerdings festzustellen, dass die Einnahme im Rahmen der Phytotherapie in erheblich gr\u00f6\u00dferen Dosierungen erfolgt als hier in der Studie, n\u00e4mlich bis \u00fcber 1 g t\u00e4glich.<\/p>\n<p>Eine spezifische Wirksamkeit des Echinacea in der Studie liegt also im Rahmen des M\u00f6glichen, wenn dies auch nicht unbedingt sicher ist. Kann es andere Gr\u00fcnde gegeben haben?<\/p>\n<p>Selbst wenn man in der Studie genau pr\u00fcft, findet man keine Angaben dazu, wie die Randomisierung und die Verblindung erfolgte. Eine Beschreibung der Placebos fehlt ebenso. Wenn man die Ma\u00dfst\u00e4be wissenschaftlicher Arbeiten hier anlegt, dann gelten diese nicht beschriebenen Dinge als nicht ausgef\u00fchrt. Damit ist nicht sichergestellt, dass die Gruppen gleich waren, die Teilnehmer und das Studienpersonal in Unkenntnis dar\u00fcber waren, zu welcher Gruppe sie geh\u00f6rten. Wurde \u00fcberhaupt ein materielles Placebo gegeben, oder erhielten diese Patienten einfach nichts? Man stelle sich vor, ein Patient der Kontrollgruppe wei\u00df, dass er keinen Wirkstoff erh\u00e4lt. Wird er nicht besonders sensibel auf nicht eingetretene Ver\u00e4nderungen oder gar Verschlechterungen reagieren? Und zu der Schlussfolgerung gelangen &#8218;Ihr k\u00f6nnt mich mal, mit eurer Studie, mir tut der Kopf weh und das will ich nicht l\u00e4nger hinnehmen.&#8216; Schlie\u00dflich waren in der Studie keine Schmerzmittel zugelassen, wenn kein Fieber vorlag. K\u00f6nnte hierin die hohe Ausfallquote der Placebogruppe begr\u00fcndet sein?<\/p>\n<p>Schwer zu sagen, woran es letztendlich lag, dass die Hom\u00f6opathiegruppe ohne Zweifel besser abgeschnitten hat als die Placebogruppe. Selbst wenn dies auf die Wirkung des eigentlich deutlich zu niedrig dosierten Echinaceas zur\u00fcckzuf\u00fchren sein sollte, dann spricht dies eher gegen als f\u00fcr die Richtigkeit der wichtigsten Grundannahme der Hom\u00f6opathie, n\u00e4mlich des \u00c4hnlichkeitsprinzips. In Studien an Tieren wurde herausgefunden, dass Echinacea das Immunsystem dahingehend beeinflusst, dass die Anzahl der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen steigt, und einige andere Merkmale des Immunsystems verbessert oder aktiviert werden [8]. Diese Folgen der Einnahme gr\u00f6\u00dferer Mengen von Echinacea h\u00e4tten sich als Hom\u00f6opathikum umkehren m\u00fcssen, die Patienten h\u00e4tten also kr\u00e4nker werden m\u00fcssen, wenn das \u00c4hnlichkeitsgesetz g\u00fcltig w\u00e4re. Allein, dies ist nicht eingetreten, die Patienten der Hom\u00f6opathiegruppe sind ja schneller gesund geworden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man jetzt anf\u00fchren, dass das Mittel wegen seines hohen Wirkstoffgehalts eigentlich kein richtiges Hom\u00f6opathikum ist &#8211; dann ist aber dies Studie v\u00f6llig irrelevant, irgendwelche Aussagen zur Hom\u00f6opathie zu belegen.<\/p>\n<p>Quintessenz:<br \/>\nAus dieser Arbeit auf eine gleichwertige Wirkung eines Hom\u00f6opathikums zu Antibiotika zu schlie\u00dfen, ist nicht gerechtfertigt. Zum Einen fehlen wichtige Angaben, die f\u00fcr eine Beurteilung der Zuverl\u00e4ssigkeit der Studienergebnisse unabdingbar sind (Randomisierung, Verblindung, Placebo). Angesichts der Tagesdosis des Hauptbestandteils von 30 mg pro Tag hat diese Therapie auch nicht viel mit einer normalen hom\u00f6opathischen Behandlung gemein. Das Endergebnis ist in der Gr\u00f6\u00dfenordnung ein statistischer Artefakt, der mit dem tats\u00e4chlichen Geschehen nichts zu tun hat &#8211; und selbst, wenn eine Wirkung im Verlauf der Studie zu beobachten war, spricht das eher gegen die Grundprinzipien der Hom\u00f6opathie als daf\u00fcr. F\u00fcr einen Vergleich zur Wirkung mit Antibiotika fehlt jede Basis, denn diese kommen in der Studie nicht vor.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><\/p>\n<p>Der VKHD hat insgesamt sechs Studien benannt, aus denen eine mit Antibiotika vergleichbare Wirkung von hom\u00f6opathischen Pr\u00e4paraten hervorgehen soll. Aus keiner dieser Quellen geht zweifelsfrei hervor, dass hom\u00f6opathischen Mittel eine Wirksamkeit entfalten k\u00f6nnen, die diese Aussage rechtfertigen w\u00fcrden. Bez\u00fcglich der angesprochenen Wirkung bei Harnwegsinfektionen wurde keine Studie genannt.<\/p>\n<p>Nur dort, wo Antibiotika eher nicht angezeigt sind, bei viralen Infektionen, bei denen sie auf das Krankengeschehen keinen Einfluss haben, ist der Effekt der hom\u00f6opathischen Mittel vergleichbar. In F\u00e4llen aber, in denen der Einsatz von Antibiotika erforderlich ist, sind Hom\u00f6opathika fehl am Platze. Zumindest geben die vom VKHD genannten Ver\u00f6ffentlichungen keinen Anlass, diese Ansicht zu revidieren.<\/p>\n<p><strong>Danksagung:<\/strong><\/p>\n<p>Ich danke Herrn Dr. W. Vahle und Herrn Dr. St\u00fcmpel f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung bei der Beschaffung der Literatur und ihre fachlichen Hinweise.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Adler M: Efficacy and saafety of a fixed-combination homeopathic therapy for sinusitis, Adv Ther (1999) 16(2): 103-11, <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/10539378\">Link<\/a> zum Abstract<\/p>\n<p>[2] Nayak C, Singh V, Singh VP, Oberai P et al.: Homeopathy in chronic sinusitis: a prospective multi-centric observational study, Homeopathy (2012); 101: 84-91, <a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1475491612000033\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Abstract<\/p>\n<p>[3] Witt CM, L\u00fcdtke R, Willich SN: Homeopathic treatment of patients with chronic sinusitis: A prospective observational study with 8 years follow-up, BMC Ear Nose Throat Disord (2009) Jul 27;9:7, doi 10.1186\/1472-6815-9-7, <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC2724430\/\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p>[4] Haidvogl M, Riley DS, Heger M, Brien S, Jong M, Fischer M, Lewith GT, Jansen G, Thurneysen AE: Homeopathic and conventional treatment for acute respiratory and ear complaints: a comparative study on outcome in the primary care setting, BMC Complement Altern Med (2007); 7:7, <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC1831487\/\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p>[5] Kruse S: Otitis Media bei Kindern. Hom\u00f6opathische Therapie versus konventionelle Therapie, Universit\u00e4t T\u00fcbingen, Dissertation 1997, erschienen 1998 im Verlag Hippokrates, Stuttgart.<\/p>\n<p>[6] Friese KH, Kruse S, L\u00fcdtke R, Moeller H: The homeopathic treatment of otitis media in children &#8211; comparisons with conventional therapy, International Journal of Clinical Pharmacology and Therapeutics (1997) 35;(7):296-301, <a href=\"http:\/\/www.sandiegohomeopathy.com\/downloads\/Otitis.pdf\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p>[7] Friese KH, Zabaloznyi DI: Hom\u00f6opathie bei akuter Rhinosinusitis &#8211; Eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie belegt die Wirksamkeit und Vertr\u00e4glichkeit eines hom\u00f6opathischen Kombinationspr\u00e4parats, HNO (2007); 55:271-277, <a href=\"http:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s00106-006-1480-x\">Link<\/a> zum Abstract<\/p>\n<p>[8] Saper RB: Clinical Use of Echinacea in UpToDate.com \/ Wolters Kluwer Health, <a href=\"http:\/\/www.uptodate.com\/contents\/clinical-use-of-echinacea?topicKe\">Link<\/a> zum Volltext\u00a0 (Registrierung erforderlich)<\/p>\n<p>[9] DEGAM-Leitlinie Nr. 10 Rhinosinusitis, Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Allgemeinmedizin und Familienmedizin, 2008.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands (VKHD) hatte behauptet, dass Hom\u00f6opathika bei bestimmten Erkrankungen mindestens ebenso wirkungsvoll sein k\u00f6nnten wie Antibiotika. Woher ist dies bekannt? Der VKHD hat auf meine diesbez\u00fcgliche Anfrage sehr rasch geantwortet und sechs Ver\u00f6ffentlichungen als Quellen genannt, &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2343\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,9,11,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2343"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2343"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2476,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2343\/revisions\/2476"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}