{"id":2093,"date":"2014-09-17T20:04:00","date_gmt":"2014-09-17T18:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2093"},"modified":"2018-02-12T17:27:48","modified_gmt":"2018-02-12T16:27:48","slug":"endlers-homoeopathie-kaulquappen-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=2093","title":{"rendered":"Endlers Hom\u00f6opathie-Kaulquappen &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2093\" data-timestamp=\"1518456468\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2093\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 14<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D2093&text=Endlers%20Hom%C3%B6opathie-Kaulquappen%20%E2%80%93%20Teil%201\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Konnte die spezifische Wirksamkeit eines Hom\u00f6opathikums endlich in replizierbaren Versuchen mit Grasfr\u00f6schen nachgewiesen werden, wie Anfang 2013 berichtet wurde? Wobei nicht nur die Fr\u00f6sche eine Metamorphose durchliefen, sondern offenbar auch die Ergebnisse&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Vorab ein Hinweis auf die Online-Petition zur \u00dcberpr\u00fcfung des Status der Gemeinn\u00fctzigkeit des Vereins &#8218;Hom\u00f6opathen ohne Grenzen&#8216;, in dessen Namen Notleidende in der Dritten Welt mit Hom\u00f6opathie anstatt wirksamer Medizin behandelt werden. (<a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/gemeinntzigkeit-der-homopathen-ohne-grenzen-ist-unmglich\">Link<\/a>) (eingef\u00fcgt 18.9.)<\/p>\n<p>Als wissenschaftlich nachgewiesen k\u00f6nnen solche Aussagen gelten, die in mehreren unabh\u00e4ngigen Untersuchungen mit \u00e4hnlichen positiven Ergebnissen erfolgreich \u00fcberpr\u00fcft wurden und im Rahmen einer unabh\u00e4ngigen Metaanalyse einer Gesamtbetrachtung mit signifikantem positiven Ergebnis unterzogen wurden. Genau dies l\u00e4ge vor, behauptet eine Forschergruppe um P.C. Endler aus Graz in \u00d6sterreich auf ihrer Webseite (<a href=\"http:\/\/www.froghom.net\/\">Link<\/a>).<\/p>\n<p>Dies w\u00e4re eine Sensation &#8211; warum bleibt es dann aber in Kreisen der Hom\u00f6opathie so merkw\u00fcrdig ruhig? <strong>Ute Parsch<\/strong> hat sich des ganzen Komplexes einmal angenommen und die Arbeiten einem umfangreichen Review unterzogen. Hier, im ersten Teil, betrachtet sie die in der ersten der Arbeiten erkennbare Metamorphose &#8211; nicht der untersuchten Fr\u00f6sche, sondern der Ergebnisse.<\/p>\n<p>Der zweite Teil folgt in K\u00fcrze.<\/p>\n<p><strong>In K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Seit 1991 besch\u00e4ftigt sich eine Forschergruppe um den Biologen P.C. Endler mit Einfl\u00fcssen von \u00fcber das Avogadrolimit verd\u00fcnntem Thyroxin auf die Metamorphose von Kaulquappen. Dabei soll eine stabile und reproduzierbare Verlangsamung der Metamorphose durch Thyroxin D30 beobachtbar sein.<\/li>\n<li>Bereits die Aussage, dass Thyroxin D30 die gesamte Metamorphose verlangsamen w\u00fcrde, ist so nicht richtig. Die Kurven der beiden Gruppen zeigen in den zur Verf\u00fcgung stehenden Grafiken meist kein f\u00fcr diese Behauptung charakteristisches Auff\u00e4chern, sondern laufen mit vergleichbarer Steigung.<\/li>\n<li>Inwiefern auftretende Differenzen der zu einem bestimmten Zeitpunkt entwickelten Tiere auf geschicktes Pooling der Daten, auf die Zeitpunkte des Z\u00e4hlens oder auf einen eventuellen Bias zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, wird in keiner der gefundenen Arbeiten auch nur andiskutiert und kann deshalb auch vom Leser nicht beurteilt werden.<\/li>\n<li>Im Internet ver\u00f6ffentlichte \u201eRohdaten\u201c der Experimente sind ebenfalls bereits in diesem Sinne gepoolt und lassen keine Absch\u00e4tzung der Streuung der Werte f\u00fcr die Wassergruppe zu.<\/li>\n<li>Eine Verfolgung der Darstellung der Ergebnisse der ersten Versuchsreihen durch die verschiedenen Ver\u00f6ffentlichungen zeigt den Phantasiereichtum der Forscher, die Ergebnisse plakativ zu verst\u00e4rken und die urspr\u00fcnglichen Daten zu verschleiern.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Hom\u00f6opathische Wunderwirkungen bei Kaulquappen<\/strong><\/p>\n<p>Schon seit 1991 besch\u00e4ftigt sich eine Forschergruppe um P. C. Endler, damals an der Universit\u00e4t Graz, mit der Wirkung des Wachstumshormons Thyroxin in hom\u00f6opathischer Verd\u00fcnnung auf die Entwicklung von Fr\u00f6schen. Dazu werden Kaulquappen in Becken gesetzt, deren Wasser Thyroxin in einer D30-Potenz (&#8218;T30x&#8216; genannt) zugetropft wird. Die Kontrollgruppe erh\u00e4lt reines Wasser, das einen \u00e4hnlichen Versch\u00fcttelungsprozess durchlaufen hat (&#8218;W30x&#8216;). Betrachtet wird die Zeitdauer f\u00fcr die Entwicklung der Kaulquappen vom zweibeinigen zum vierbeinigen Stadium. Man will herausgefunden haben, dass dies bei den Tieren unter dem potenzierten Wachstumshormon langsamer erfolgte, wie es dem \u00c4hnlichkeitsgesetz der Hom\u00f6opathie entspricht.<\/p>\n<p>Im Jahr 2013 hat B. Harrer eine Arbeit ver\u00f6ffentlicht [2], die auf froghom.net (<a href=\"http:\/\/www.froghom.net\/\">link<\/a>) zu einer Metaanalyse hochstilisiert wird (s. Teil 2). Das liest sich dann so:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8218;Eine unabh\u00e4ngige Metaanalyse (Link) zeigt, dass die meisten der Unterversuche [was immer das auch ist] &#8211; wobei die einzige Ausnahme zwei vom urspr\u00fcnglichen Team selbst durchgef\u00fchrte Experimente waren &#8211; die T30x-Tiere trendm\u00e4\u00dfig langsamer waren (bis zu 6 h innerhalb 3 Tagen) als die W30x-Tiere. F\u00fcr das urspr\u00fcngliche Team [wer auch immer das ist] waren die gepoolten T30x-Werte 10,4 % kleiner als die W30x-Werte (100%) (&#8230;), f\u00fcr die f\u00fcnf unabh\u00e4ngigen ForscherInnen waren die gepoolten T30x-Werte 12,4 % kleiner (&#8230;) als die W30x-Werte, d.h. in beiden F\u00e4llen waren die Unterschiede zwischen den Gruppen statistisch hoch signifikant und die Effektst\u00e4rken gro\u00df.&#8216;<\/em><\/p>\n<p>Handelt es sich also bei dieser Versuchsreihe tats\u00e4chlich um das seit 200 Jahren so h\u00e4nderingend von hom\u00f6opathischer Seite gesuchte Experiment, das eine signifikante und deutliche Wirkung der hom\u00f6opathischen Hochpotenzen zuverl\u00e4ssig reproduzierbar belegt?<\/p>\n<p><strong>Versuchsbeschreibung<\/strong><\/p>\n<p>Die erste und grundlegende Arbeit Endlers zu diesem Thema [1] stammt bereits aus dem Jahr 1991. Ver\u00f6ffentlicht wurde sie unter anderem im \u201eBerlin Journal on Research in Homeopathy\u201c, eine Zeitschrift, von der \u00fcberhaupt nur 5 Hefte insgesamt erschienen. Damit ist die Studie aber immer noch besser ver\u00f6ffentlicht als ein Teil der anderen Arbeiten dieser Versuchsreihe. Einige sind nur online ver\u00f6ffentlicht, \u00fcber manche Arbeiten erf\u00e4hrt man nur aus Endlers B\u00fcchern. Im Folgenden wird deshalb mehrmals auf sein Buch \u201eExpedition Hom\u00f6opathieforschung\u201c [4] Bezug genommen. Es erstaunt, dass reproduzierbare Ergebnisse, die dem Autor den Nobelpreis einbringen k\u00f6nnten, teilweise nur in wissenschaftlich \u00fcberhaupt nicht relevanter Buchform erschienen sind.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte diese Studie von 1991 benutzen, um die Versuche erst einmal genau vorzustellen. Wir konzentrieren uns dabei auf die schon oben angedeuteten Untersuchungen zur Entwicklungsgeschwindigkeit der Kaulquappen vom 2-beinigen bis zum 4-beinigen Stadium. Diese Arbeit (und auch die sp\u00e4teren) enthalten noch weitere Tests, wie zum Beispiel die Untersuchung der Kletteraktivit\u00e4t der fertigen Fr\u00f6schlein. Doch diese Tests sind weitgehend aus den heute auftauchenden Referenzen auf die Versuche verschwunden. Deshalb m\u00f6chte ich mich in diesem Artikel wirklich nur auf die \u201eParade-Testreihe\u201c, beginnend mit der \u00e4ltesten Arbeit [1], beschr\u00e4nken, es wird auch so ausf\u00fchrlich genug:<\/p>\n<p>Die Experimentreihen wurden zwischen August und Oktober 1990 in Graz von Peter Christian Endler selbst, seiner Kollegin Waltraud Pongratz (heute Scherer) und in Utrecht von Roel van Wijk durchgef\u00fchrt. F\u00fcr diese ersten Experimente beobachtete man (wie gesagt unter anderem) mehrmals im Laufe der Sommermonate bis in den Herbst hinein die Metamorphose von \u201eRana temporaria\u201c \u2013 das ist der gew\u00f6hnliche Grasfrosch &#8211; von der zweibeinigen Kaulquappe bis zum Jungfrosch.<\/p>\n<p>Die Entwicklungsstadien von Kaulquappen sind in der sogenannten Gosner-Tafel seit 1960 kategorisiert (<a href=\"http:\/\/www.dendrobase.de\/html\/D_GOSNER_Entwicklungsstadien.html\">Link<\/a>). Die Entwicklung ist dort in insgesamt 46 Einzelschritte unterteilt. Die charakteristischen Unterschiede sind teilweise nur unter dem Mikroskop erkennbar. P.C. Endler und seine Kollegen peilten als Ausgangspunkt das Entwicklungsstadium \u201e31\u201c an, in dem die Kaulquappe gerade schwach entwickelte Hinterbeine hat. Zielpunkt des hier betrachteten Teilexperimentes war der Zeitpunkt \u201eas they entered the 4-legged stage\u201d, also das Stadium, in dem die Vorderbeine der Kaulquappe durchbrachen. Dazu werden Kaulquappen in Becken gesetzt, deren Wasser Thyroxin in einer D30-Potenz (&#8218;T30x&#8216; genannt) zugetropft wird. Die Kontrollgruppe erh\u00e4lt reines Wasser, das einen \u00e4hnlichen Versch\u00fcttelungsprozess durchlaufen hat (&#8218;W30x&#8216;). Die Versuche drehen sich darum, wie lange es dauert, bis diese Stadien durchlaufen sind, je nachdem ob T30x oder W30x dem Wasser zugegeben wurde.<\/p>\n<p>Interessanterweise ist im Paper kaum beschrieben, wie die Versuche vorbereitet wurden. Eine weitaus genauere Beschreibung hierzu findet sich in Endlers Buch \u201eExpedition Hom\u00f6opathieforschung\u201c:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eDie Nacht vor dem Versuchsansatz forderte, wie so oft, Marathonarbeit. Hunderte Kaulquappen aus dem Teich wurden auf Gleichheit des Entwicklungsstadiums hin sortiert. Sodann wurde der Reihe nach in jedes der zimmertemperierten Aquarien ein Tier eingesetzt. Ist die Reihe durch, folgt ein zweites. Ein drittes. Lange nach Mitternacht ein zwanzigstes.\u201c (S.42)<\/em><\/p>\n<p>Nun kann man Herrn Endler und Kollegen zwar zutrauen, das richtige Stadium erkennen zu k\u00f6nnen, allein wird nirgends in der Arbeit gesagt, dass und ob man tats\u00e4chlich ein Mikroskop einsetzte, obwohl sich die meisten Gosner Stadien laut [5] nur so sauber voneinander unterscheiden lassen. Auch dass die Zugabe der Substanzen verblindet geschah, erf\u00e4hrt nur der Leser des Buches, nicht der der wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichung:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eWie \u00fcblich fanden alle Versuche blind statt, d.h. die Person im Labor wusste nicht, welchem Becken sie nun was (Potenz von Thyroxin oder von Wasser) zutropfte\u201c (S.43)<\/em><\/p>\n<p>Das ist \u00e4u\u00dferst ungew\u00f6hnlich. Normalerweise gilt in einer wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichung das, was nicht explizit gesagt wird, als nicht gemacht. Warum vergisst man in einem Paper eine so essentielle Information wie die Frage, ob die Versuchsdurchf\u00fchrung verblindet erfolgte? Wusste nur die die Potenz eintropfende Person nicht, was sie eintropfte, oder wusste es niemand im ganzen Labor? Warum vergisst man zu erw\u00e4hnen, ob die Einstufung der Stadien unter dem Mikroskop erfolgte? Warum macht man keine Angaben zu sonstigen Eigenschaften der Tiere? Waren die Tiere der beiden Gruppen zum Beispiel vergleichbar gro\u00df? Kaulquappen ein und desselben Entwicklungsstadiums k\u00f6nnen recht unterschiedliche Gr\u00f6\u00dfe haben. Hatten sie dasselbe Geschlecht? Alle diese zur Bewertung der Versuche essentiellen Angaben fehlen im Paper komplett. Wurden diese Daten \u00fcberhaupt jemals erhoben? Wie kann es sein, dass P.C. Endler hier in einem popul\u00e4ren Sachbuch mehr \u2013 wenn auch bei weitem nicht ausreichend \u2013 Informationen gibt als in dem Paper, in dem er die Messungen offiziell ver\u00f6ffentlicht?<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf hatte man also eine Vielzahl flacher Becken mit je etwa 5 Litern Wasser und \u00fcberall derselben Anzahl Kaulquappen, wobei diese Anzahl von Einzelexperiment zu Einzelexperiment variierte. Die Position der Becken wurde w\u00e4hrend eines Versuchs \u201eregelm\u00e4\u00dfig ver\u00e4ndert\u201c, um Licht- und Temperaturunterschiede auszugleichen. Diesen Becken tropfte man nun in der betrachteten Versuchsreihe alle 48 Stunden entweder Thyroxin in der Potenz D30 oder vergleichbar versch\u00fctteltes Wasser zu.<\/p>\n<p>Als Ergebnis z\u00e4hlte man jeden zweiten Tag die Tiere, die das 4-Beinstadium erreicht hatten, und verglich sie mit der Anzahl der Tiere, die noch immer nur 2 oder erst 3 Beine hatten. <span lang=\"en-US\">(<em>\u201eThese cumulative frequencies were proved as a 4-field table in a chi-square test for each measuring point (every other day) in each single experiment.\u201d<\/em>). <\/span><\/p>\n<p><strong>Darstellung der Ergebnisse<\/strong><\/p>\n<p>Diese Einzeldaten sind in der Arbeit nicht enthalten. Pr\u00e4sentiert werden ausschlie\u00dflich gepoolte Daten. Das ist h\u00f6chst schade, weil man auf diese Weise niemals zu sehen bekommt, wie deutlich denn die einzelnen Daten schwanken. Interessant w\u00e4re zum Beispiel, wie stark denn die ausschlie\u00dflich mit Wasser behandelten Kaulquappen Entwicklungsunterschiede zeigen. Und ob die langsamsten Tiere \u00fcberhaupt nicht dann doch wieder aus einem \u201eWasserbecken\u201c kamen.<\/p>\n<p>Es werden also nur Ergebnisse gezeigt, die aus mehreren Einzelexperimenten zusammengesetzt wurden. Da die einzelnen Experimente deutlich unterschiedlich lang dauerten, hat man f\u00fcr die Zusammenfassung der Ergebnisse erst einmal die Zeitachse normiert. Wie das gemacht wurde, ist auf Seite 4 der Originalarbeit zu lesen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201etg ist definiert als der Startpunkt, ab dem eine sichtbare Ver\u00e4nderung der Tiere in den Wasserbecken erfolgt war und nicht gleich dem Zeitpunkt, an dem die Tiere in die Becken ausgesetzt wurden. tmax ist gleich dem Zeitpunkt, an dem 90% der Kontrolltiere das Zielstadium erreicht hatten. Die Zeit zwischen t0 und tmax wird in 4 Viertel unterteilt. t0 ist dann der Beginn des ersten Viertels und tmax der Zeitpunkt am Ende des vierten Viertels. Die Messdaten beziehen sich auf das Ende jedes Viertels.\u201c (Text aus [1], \u00dcbersetzung von mir = Ute Parsch)<\/em><\/p>\n<p>Einmal abgesehen davon, dass es sich bei \u201etg\u201c entweder um einen nie bereinigten Tippfehler handelt oder um einen weiteren, nicht n\u00e4her definierten Zeitpunkt, gilt: Das ist eine einigerma\u00dfen aufwendige Methode, bei der eigentlich klar sein muss, dass man ein wenig \u00c4pfel mit Birnen vergleicht, wenn bei den Versuchen, wie es hier der Fall ist, sehr gro\u00dfe Unterschiede in den Zeitdauern vorliegen (beispielsweise zwischen 11 und 27 Tagen, s. Tabelle unten).<\/p>\n<p>Warum definiert man mit t0 einen neuen Nullpunkt der Zeitskala? Erst betreibt man einigen Aufwand (wenn man einmal vom Mikroskopieren der Tiere ausgeht), um die Tiere in allen Becken vergleichbar zu haben. Und dann nimmt man als Nullpunkt der Zeitmessung einen m\u00f6glicherweise variierenden Zeitpunkt, an dem nicht n\u00e4her definierte, daher m\u00f6glicherweise auch unterschiedliche \u201esichtbare Ver\u00e4nderungen\u201c da waren? Und dann wird der Zustand der Gruppen zu diesem Beginn der Messung nirgends dokumentiert: Als Daten werden im Paper nur die Zahlenwerte am Ende der resultierenden 4 Viertel grafisch dargestellt.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wurden die entwickelten Tiere nur jeden zweiten Tag gez\u00e4hlt: Wie passen die Messwerte dann zu den Endpunkten der 4 Viertel, an denen die Ergebnisse pr\u00e4sentiert werden?<\/p>\n<p>Folgende Tabelle ist ein Teilauszug aus der Tabelle 1 des Papers. Erg\u00e4nzt habe ich sie um die Dauer bis zum Erreichen des 90%-Zeitpunktes in den 10 Einzelexperimenten. In der Originalarbeit ist dies nur aus den angegebenen Kalenderdaten zu sehen:<\/p>\n\n<table id=\"tablepress-16\" class=\"tablepress tablepress-id-16\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">Experiment<\/th><th class=\"column-2\">Start<br \/>\n(Datum)<\/th><th class=\"column-3\">50 % Dauer<br \/>\n(Tage)<\/th><th class=\"column-4\">90 % Dauer<br \/>\n(Tage)<\/th><th class=\"column-5\">Anzahl Tiere<\/th><th class=\"column-6\">Signifikanz<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Uid1<\/td><td class=\"column-2\">7.8.<\/td><td class=\"column-3\">2,5<\/td><td class=\"column-4\">5<\/td><td class=\"column-5\">180<\/td><td class=\"column-6\">> 0,05<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Uid2<\/td><td class=\"column-2\">7.8.<\/td><td class=\"column-3\">2,5<\/td><td class=\"column-4\">5<\/td><td class=\"column-5\">180<\/td><td class=\"column-6\">< 0,05<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Gid1<\/td><td class=\"column-2\">21.8.<\/td><td class=\"column-3\">5<\/td><td class=\"column-4\">7<\/td><td class=\"column-5\">160<\/td><td class=\"column-6\">> 0,05<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Gid2<\/td><td class=\"column-2\">21.8.<\/td><td class=\"column-3\">5,5<\/td><td class=\"column-4\">7<\/td><td class=\"column-5\">128<\/td><td class=\"column-6\">> 0,05<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Gid3<\/td><td class=\"column-2\">21.8.<\/td><td class=\"column-3\">4<\/td><td class=\"column-4\">13<\/td><td class=\"column-5\">160<\/td><td class=\"column-6\">< 0,01<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Gid4<\/td><td class=\"column-2\">4.9.<\/td><td class=\"column-3\">4<\/td><td class=\"column-4\">17<\/td><td class=\"column-5\">54<\/td><td class=\"column-6\">< 0,01<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-8 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Gid5<\/td><td class=\"column-2\">19.10. <\/td><td class=\"column-3\">7,5<\/td><td class=\"column-4\">14<\/td><td class=\"column-5\">47<\/td><td class=\"column-6\">> 0,05<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-9 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Ggn1<\/td><td class=\"column-2\">21.8.<\/td><td class=\"column-3\">4<\/td><td class=\"column-4\">18<\/td><td class=\"column-5\">100<\/td><td class=\"column-6\">> 0,05<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-10 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Ggn2<\/td><td class=\"column-2\">29.8.<\/td><td class=\"column-3\">15<\/td><td class=\"column-4\">27<\/td><td class=\"column-5\">90<\/td><td class=\"column-6\">< 0,01<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-11 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Ggn3<\/td><td class=\"column-2\">12.9.<\/td><td class=\"column-3\">3,5<\/td><td class=\"column-4\">11<\/td><td class=\"column-5\">40<\/td><td class=\"column-6\">< 0,05<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-16 from cache -->\n<p>(Dargestellt sind 10 Einzelexperimente, die zu 3 Experimentreihen zusammengefasst warden: Uid = Utrecht; indoor, Gid= Graz, indoor; Ggn = Graz, Greenhouse)<\/p>\n<p>Endler begr\u00fcndet die Zeitunterschiede in der Dauer der Testreihen mit der unterschiedlichen Jahreszeit. Tats\u00e4chlich nimmt die Versuchsdauer in den Herbst hinein im Schnitt zu. Das Experiment mit der l\u00e4ngsten Dauer (Ggn2) endete jedoch am 24. September, w\u00e4hrend das letzte Experiment (Gid5), das am ersten November endete, wieder k\u00fcrzer ist. Waren es vielleicht eher die Temperaturunterschiede, denen der Froschlaich ausgesetzt war, bevor er hereingeholt wurde, die eine Rolle spielten? Wie k\u00f6nnen eigentlich so gro\u00dfe Zeitunterschiede zustande kommen, wenn man die Versuchsbedingungen gleich gehalten hat? Was kann es bedeuten, wenn die Varianz in der Zeitdauer von Versuch zu Versuch gr\u00f6\u00dfer ist als im Versuch zwischen den Gruppen? Eine Diskussion dieser Fragen fehlt.<\/p>\n<p>Und: Wenn man nur jeden zweiten Tag nachz\u00e4hlt, wie viele Tiere das 4-Beinstadium erreicht haben: Wie stellt man dann fest, dass es z.B. 2,5 Tage gedauert hat, bis es bei 50% der mit Wasser behandelten Tiere soweit war?<\/p>\n<p>Und offenbar erfolgt die Entwicklung nicht gleichm\u00e4\u00dfig, sondern mitunter recht schlagartig. Beim Experiment \u201eGid2\u201c (Graz, indoor, zweiter Versuch) dauerte es z.B. 5,5 Tage, bis 50% der Tiere das gesuchte Stadium erreicht hatten, die n\u00e4chsten 40% kamen innerhalb von eineinhalb Tagen nach. Wie will man denn so etwas sinnvoll interpolieren und normieren?<\/p>\n<p>Wenn man also nur f\u00fcr jeden zweiten Tag einen Messpunkt hat und die Zeitskala im Nachhinein neu kalibriert auf 4 \u00e4quidistante Messpunkte: Woher nimmt man bei so wenigen urspr\u00fcnglichen Werten die exakten Werte f\u00fcr die vier als Ergebnis pr\u00e4sentierten Viertelwerte? Hier muss irgendein Interpolationsverfahren angewendet worden sein, um die Zwischenwerte zu bestimmen. Doch welches? Und erfolgte die \u00c4nderung der Anzahl auch tats\u00e4chlich so wie interpoliert? Oder hat man doch \u00f6fter gez\u00e4hlt? Und wenn ja, warum sagt man es nicht? Hier fehlen also ganz essentielle Informationen, ohne deren Angabe man eigentlich nicht mehr nachvollziehen kann, wie sinnvoll das gew\u00e4hlte Verfahren des Datenpoolings eigentlich war.<\/p>\n<p>Aber auch die gepoolten Ergebniswerte selbst fehlen in der Ver\u00f6ffentlichung. Sie sind nur in einer recht groben Grafik gegeben (Fig. 1 der Arbeit). Aus urheberrechtlichen Gr\u00fcnden habe ich die Abbildung nicht einkopiert, sondern neu gezeichnet. Wer meiner Genauigkeit misstraut und das Original ansehen m\u00f6chte, kann das im unten angegebenen Link [1] tun.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-01.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2100 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-01.png\" alt=\"Froesche img 01\" width=\"323\" height=\"291\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-01.png 323w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-01-300x270.png 300w\" sizes=\"(max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-02.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2103 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-02.png\" alt=\"Froesche img 02\" width=\"329\" height=\"287\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-02.png 329w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-02-300x261.png 300w\" sizes=\"(max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-03.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2104 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-03.png\" alt=\"Froesche img 03\" width=\"452\" height=\"287\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-03.png 452w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-03-300x190.png 300w\" sizes=\"(max-width: 452px) 100vw, 452px\" \/><\/a><\/p>\n<p>(Von oben nach unten: Ergebnisse aus Utrecht; Graz \u201eindoor\u201c; Graz \u201eGreenhouse\u201c)<\/p>\n<p>Richtig ist, dass die so gepoolten Kurven f\u00fcr Thyroxin unterhalb der Wasserkurven liegen. Was allerdings vollkommen falsch ist, ist das, was P.C. Endler in den Daten sehen will: Im Abstract schreibt er \u201eeine hom\u00f6opathische L\u00f6sung von Thyroxin verlangsamt in kleiner aber signifikanter Weise die Metamorphose\u201c. Und das ist hier eben nicht der Fall, denn dann m\u00fcssten die Kurven ganz anders aussehen.<\/p>\n<p>Wenn ein Wachstum verlangsamt ist, also eine geringere Geschwindigkeit der Entwicklung vorliegt, dann entwickeln sich die Gruppen auseinander: Die Unterschiede werden im Lauf der Zeit gr\u00f6\u00dfer. Die Kurven m\u00fcssten also V-f\u00f6rmig auff\u00e4chern. Das tun sie aber nicht. Die Wasserkurven k\u00f6nnen die Thyroxinkurven nicht absch\u00fctteln, die groben Verl\u00e4ufe, Steigungen etc. sind gleich. Die Kurven sprechen also gegen ein verlangsamtes Wachstum. Bestenfalls \u2013 wenn wir der Zusammenfassung der Daten einmal trauen wollen \u2013 gibt es irgendeinen <span style=\"color: #000000;\">einmalig am Anfang eingefahrenen <\/span>R\u00fcckstand \u2013 wodurch auch immer hervorgerufen \u2013 und ansonsten eine recht identische Entwicklung.<\/p>\n<p>Diesen Umstand diskutiert man in der Arbeit aber \u00fcberhaupt nicht an. In keiner der zahlreichen Arbeiten zum Thema findet sich eine Diskussion hierzu. Damit bleibt auch notgedrungen offen, warum das nun mehrmals \u00fcber den Beobachtungszeitraum eingebrachte Thyroxin f\u00fcr den beobachteten R\u00fcckstand verantwortlich sein soll. Wenn man wirklich argumentieren m\u00f6chte, der einmal eingestellte Unterschied der Gruppen sei durch das Thyroxin bedingt, dann haben die Experimente aber gleichzeitig auch belegt, dass weitere Gaben des Hom\u00f6opathikums v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig weil ohne Effekt sind: In der obersten Grafik (der Utrechter Experimente) k\u00f6nnen die Thyroxin-Fr\u00f6sche zum vierten Wert den R\u00fcckstand sogar nahezu komplett aufholen, sie entwickeln sich im vierten Viertel also offensichtlich vermehrt und schneller zum 4-Bein-Stadium. Und das in einer Phase, in der sie sicher schon mehrfach Thyroxin D30 erhalten haben. In den anderen beiden Darstellungen (f\u00fcr die Experimente \u201eGraz, indoor\u201c und \u201eGraz, greenhouse\u201c) verlaufen die Kurven parallel, die relative Entwicklung also v\u00f6llig gleich.<\/p>\n<p>Man kann also als erstes Ergebnis der Betrachtungen festhalten, dass bereits die grundlegende Aussage, dass in Endlers Versuchsreihe die Entwicklung der Kaulquappen durch Thyroxin D30 verlangsamt wird, so \u00fcberhaupt nicht stimmt.<\/p>\n<p>Es gibt einen gewissen Unterschied, der teilweise schon am ersten Messpunkt (der ja nicht der Start des Experimentes ist) vorhanden ist. Interessant ist auch, dass die Datenpunkte der Wasserkurven am Ende des letzten Punktes keineswegs alle bei 90% liegen \u2013 obwohl doch laut dem Text die Grafik genau darauf geeicht worden ist. Ob die Daten also genau so aufbereitet wurden, wie beschrieben, erscheint zweifelhaft.<\/p>\n<p>Es stellt sich also die Frage, inwiefern diese Darstellung dazu beitr\u00e4gt, zu verschleiern, wie sehr und in welcher Weise die urspr\u00fcnglichen Daten streuten, wie stark interpoliert wurde und wie deutlich die Originaldaten beider Gruppen tats\u00e4chlich voneinander abweichen.<\/p>\n<p><strong>Vergleich zwischen Original und sp\u00e4teren Darstellungen der Ergebnisse <\/strong><\/p>\n<p>Diese Frage wird vor allem wichtig, weil P.C. Endler dieselben Daten sp\u00e4ter noch \u00f6fter und immer wieder ver\u00e4ndert pr\u00e4sentiert. Und wenn man die verschiedenen Darstellungen vergleicht, dann ist es erstaunlich zu beobachten, wie die Unterschiede zwischen den Gruppen mit der Zeit gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer werden.<\/p>\n<p>Betrachten wir einmal gezielt, wie sich die zusammenfassende Darstellung f\u00fcr die beiden Utrechter Experimente im Laufe der Jahre ver\u00e4ndert (wieder von mir aus urheberrechtlichen Gr\u00fcnden selbst gezeichnet):<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-04.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2105 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-04.png\" alt=\"Froesche img 04\" width=\"323\" height=\"291\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-04.png 323w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-04-300x270.png 300w\" sizes=\"(max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-05.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2106 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-05.png\" alt=\"Froesche img 05\" width=\"411\" height=\"281\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-05.png 411w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-05-300x205.png 300w\" sizes=\"(max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-06.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2107 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-06.png\" alt=\"Froesche img 06\" width=\"380\" height=\"283\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-06.png 380w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-06-300x223.png 300w\" sizes=\"(max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das sollen tats\u00e4chlich alles dieselben Ergebnisse sein, n\u00e4mlich die Zusammenfassung der beiden Utrechter Experimente Uid1 und Uid2 vom August 1990:<\/p>\n<ul>\n<li>Oben: die (abgezeichnete) Ergebnisgrafik wie sie 1991 in [1] erschien (siehe auch oben)<\/li>\n<li>Mitte: Die Grafik, wie Endler sie in seinem Buch \u201eExpedition Hom\u00f6opathieforschung\u201c von 1998 zeigt (die Grafik ist beschriftet mit \u201eVer\u00e4ndert aus\u201c der Arbeit aus dem \u201eBerlin Journal\u201c von 1991. Es besteht also kein Zweifel, dass es sich um dieselben Daten handeln soll, denn diese Zeitschrift erschien ja nur 5-mal.)<\/li>\n<li>Unten: Grafische Darstellung der Utrechter Ergebnisse nach Tabelle 3 aus einer zusammenfassenden Arbeit von Endler und Lingg von 2011 [3]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bereits zur mittleren Darstellung hin ist der Unterschied deutlich: Die Zeitachse ist nun in 7 \u201eMesspunkte\u201c unterteilt. Die Unterschiede zwischen den Kurven wirken aber auf alle F\u00e4lle erheblich gr\u00f6\u00dfer als im Original. Es ist auch geschickter abgeschnitten, so dass man beispielsweise nicht mehr sieht, wie die Thyroxin-Tiere zum urspr\u00fcnglich letzten Viertel wieder aufholen. Dadurch scheinen die Kurven jetzt tats\u00e4chlich etwas aufzuf\u00e4chern.<\/p>\n<p>Aber wirklich beeindruckend ist erst der Vergleich mit der unteren Darstellung: Wow! H\u00e4tten Sie die Ergebnisse wieder erkannt? Ich nicht. Die sukzessive optische Verdeutlichung der gemessenen Unterschiede erinnert mich sehr an den Witz vom Angler, dessen gefangener Fisch mit jedem Erz\u00e4hlen gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer wird.<\/p>\n<p>Weil diese dritte Darstellung so beeindruckende Unterschiede zwischen den Wassertieren und den Thyroxintieren zeigt, m\u00fcssen wir genauer ansehen, wie sie zustande kommt. Das ist besonders deshalb so interessant, weil es sich dabei angeblich um die \u201eRohdaten\u201c der Experimente von 1990 handelt: Man findet den Text von Endler und Lingg [3] von 2011, aus dessen Tabelle 3 die Zahlen stammen, die ich in der rechten Grafik dargestellt habe, auf der Webseite <a href=\"http:\/\/www.froghom.net\/\">www.froghom.net<\/a> unter \u201eRohdaten.zip\u201c (EDIT 15.08.17: Link inzwischen erloschen; Edit 12.02.2018: Daten aus Webarchiv: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20130816070802\/http:\/\/www.froghom.net\/sites\/froghom.net\/files\/downloads\/raw-data.zip\">Link<\/a>). Au\u00dferdem findet sich dort eine Excel-Datei, die tats\u00e4chlich das enth\u00e4lt, was Licht auf die oben aufgeworfenen Fragen wirft: Die einzelnen Messdaten dieser (und sp\u00e4terer) Experimente.<\/p>\n<p>Schauen wir aber zuerst, wie Tabelle 3 und damit die untere Grafik zustande kommt:<\/p>\n<p>In der zusammenfassenden Arbeit von Endler und Lingg [3] ist die Zeitachse nun in insgesamt 10 Referenzpunkte unterteilt. Die neuen \u201eMesspunkte\u201c werden recht kompliziert ermittelt: Die Punkte der Zeitachse stehen jetzt daf\u00fcr, wie viel Prozent der Versuchstiere bei einer bestimmten Z\u00e4hlung das 4-Beinstadium erreicht haben. Die Entwicklung von 0% aller Versuchstiere bis 100% soll in gleichm\u00e4\u00dfigen Schritten von jeweils 10% beschrieben werden. Hierf\u00fcr wird bei jeder erfolgten Z\u00e4hlung aus der Summe der bisher entwickelten Tiere der Mittelwert aus Thyroxin- und Wassergruppe gebildet. Dieser Mittelwert der bisher durchschnittlich entwickelten Tiere stellt eine bestimmte Prozentzahl der Versuchstiere pro Gruppe dar. Die Z\u00e4hlung wird dann demjenigen \u201e10%-Schritt\u201c zugeordnet, dem diese Prozentzahl am n\u00e4chsten liegt.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: In einem Experiment seien 100 Tiere pro Gruppe. Wenn Endler bei einer Z\u00e4hlung in der einen Gruppe 46 entwickelte Tiere z\u00e4hlt, in der anderen 53, so sind das im Durchschnitt 49,5 Tiere und Endler w\u00fcrde diese Z\u00e4hlung als Referenzpunkt \u201eRP50\u201c bezeichnen, weil etwa 50% der Tiere die Entwicklung vollendet haben.<\/p>\n<p>Existiert f\u00fcr einen der gesuchten Referenzpunkte keine Z\u00e4hlung (weil die Entwicklung zu schnell erfolgte), so wird f\u00fcr diesen Referenzpunkt aus den benachbarten Z\u00e4hlungen gemittelt.<\/p>\n<p>Puh. Das genannte Verfahren erm\u00f6glicht sicherlich das Addieren der Daten aus mehreren Experimenten unterschiedlicher Dauer. Es hat aber \u201eNebenwirkungen\u201c: Die Zeitachse erscheint zwar durch die Referenzpunkte 0\u202690 linear, sie ist in Wahrheit aber abschnittsweise gestaucht oder gestreckt. Und zwar wird sie genau dann gestreckt, wenn die Entwicklung schnell verl\u00e4uft, denn dann werden einzelne Referenzpunkte zwischen die urspr\u00fcnglichen Z\u00e4hlungen hineininterpretiert. Das bedeutet aber automatisch, dass die Darstellung diejenigen Phasen, in denen sich sehr viele Fr\u00f6sche innerhalb k\u00fcrzester Zeit entwickeln, optisch \u00fcberbetont. Genau in diesen Phasen schnellster Entwicklung stellt sich aber die Frage nach der Relevanz der auftretenden Unterschiede: L\u00e4uft eine Entwicklung sehr rasch ab, treten leicht rasch vor\u00fcbergehende, rein vom Zahlenwert her statistisch signifikante Unterschiede auf, die dann aber genauso schnell wieder verschwinden. Genau solche Phasen werden optisch hervorgehoben, was das gew\u00e4hlte Verfahren also h\u00f6chst fraglich erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Problematisch ist weiterhin, dass an jedem so gefundenen Referenzpunkt die prozentualen Unterschiede in den einzelnen Gruppen als Ergebnis gegeben werden \u2013 also nicht der Unterschied in der Anzahl der entwickelten Fr\u00f6sche. Das l\u00e4sst die Unterschiede aber leicht gr\u00f6\u00dfer erscheinen, als sie tats\u00e4chlich sind. Au\u00dferdem werden die Werte der Wassergruppe fest auf null normiert. Dadurch kann man in der Grafik dann \u00fcberhaupt nicht mehr erkennen, ob sich die beiden Gruppen im Prinzip parallel entwickeln oder nicht.<\/p>\n<p>In der Arbeit von Endler und Lingg aus [3] sehen wir also keineswegs die Rohdaten, sondern eine v\u00f6llig neu aufbereitete Darstellung der Daten von 1991, die darauf optimiert ist, die Unterschiede zwischen den Gruppen zu betonen.<\/p>\n<p>Jetzt werden auf froghom.net aber auch die Originaldaten aus Utrecht (und Graz) in Form von Excel-Tabellen geliefert. Was hindert uns also daran, die Daten einmal so aufzuzeichnen, wie sie pro Experiment wirklich gemessen wurden, n\u00e4mlich die Anzahl der entwickelten Fr\u00f6sche pro Tag?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-07.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2108\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-07.png\" alt=\"Froesche img 07\" width=\"289\" height=\"206\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-08.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2109\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-08.png\" alt=\"Froesche img 08\" width=\"318\" height=\"188\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-08.png 468w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-08-300x177.png 300w\" sizes=\"(max-width: 318px) 100vw, 318px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und diese beiden wirklich die Rohdaten darstellenden Kurven zeigen eigentlich deutlich, wie parallel die Entwicklung in den Gruppen tats\u00e4chlich verlief. Ein deutlicher Unterschied ergab sich vor allem f\u00fcr die Z\u00e4hlung am dritten Tag. In Uid1 betrug der Unterschied bei dieser Z\u00e4hlung 7 Kaulquappen, bei Uid2 11 Tiere. Da pro Tag und Experiment rund 20 Tiere das 4-Beinstadium erreichten, ist der Unterschied am dritten Tag also in beiden Experimenten deutlich geringer als die Zahl der Tiere, die pro Tag das Ziel der Entwicklung erreichte. Und in beiden Experimenten ist es ein einmal eingefahrener R\u00fcckstand, keine allm\u00e4hliche Auseinanderentwicklung.<\/p>\n<p>Aus diesem recht punktuellen Unterschied macht Endler in [3] einen gewaltigen Unterschied (Darstellung der Unterschiede in den erreichten Prozentzahlen), der \u00fcber 6 von 10 Referenzpunkte anh\u00e4lt (Verzerrung der Zeitachse). Warum sollte sich der Leser von derart zurechtgezauberten Darstellungen \u00fcberzeugen lassen?<\/p>\n<p>Entzaubern wir der Vollst\u00e4ndigkeit halber noch die anderen 8 Experimente von 1990 aus Graz:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-09.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2110\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-09.png\" alt=\"Froesche img 09\" width=\"299\" height=\"213\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-09.png 391w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-09-300x214.png 300w\" sizes=\"(max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-10.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2111\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-10.png\" alt=\"Froesche img 10\" width=\"302\" height=\"215\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-10.png 390w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-10-300x213.png 300w\" sizes=\"(max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-11.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2112\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-11.png\" alt=\"Froesche img 11\" width=\"305\" height=\"216\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-11.png 389w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-11-300x212.png 300w\" sizes=\"(max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-12.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2113\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-12.png\" alt=\"Froesche img 12\" width=\"293\" height=\"209\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-12.png 392w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-12-300x214.png 300w\" sizes=\"(max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-13.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2114\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-13.png\" alt=\"Froesche img 13\" width=\"309\" height=\"220\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-13.png 393w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-13-300x213.png 300w\" sizes=\"(max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-14.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2115\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-14.png\" alt=\"Froesche img 14\" width=\"324\" height=\"229\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-14.png 393w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-14-300x212.png 300w\" sizes=\"(max-width: 324px) 100vw, 324px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-15.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2116\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-15.png\" alt=\"Froesche img 15\" width=\"308\" height=\"220\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-15.png 389w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-15-300x214.png 300w\" sizes=\"(max-width: 308px) 100vw, 308px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-16.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-2117\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-16.png\" alt=\"Froesche img 16\" width=\"304\" height=\"215\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-16.png 392w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Froesche-img-16-300x211.png 300w\" sizes=\"(max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In Graz wurde 1990 also tats\u00e4chlich nur jeden zweiten Tag gez\u00e4hlt, wie viele Kaulquappen das Zielstadium erreicht hatten. Alle Werte zwischen diesen Z\u00e4hlungen sind Interpolationen.<\/p>\n<p>Am deutlichsten sind die Unterschiede in Gid4 und Ggn2 ausgefallen.<\/p>\n<p>Gid4 ist eines der Experimente mit einer sehr kleinen Anzahl von Versuchstieren. Die Schlussfolgerung, die Entwicklung der Thyroxintiere sei verlangsamt, k\u00f6nnen die Daten aber keineswegs st\u00fctzen: Bei genauer Betrachtung sieht man, dass in dieser Gruppe lediglich die ersten Kaulquappen einen Tag sp\u00e4ter dran sind, die Unterschiede am Ende aber nahezu verschwunden sind: Die 24 Tiere dieser Gruppe haben also sogar in 3 Tagen das 4-Bein-Stadium erreicht, w\u00e4hrend in der Wassergruppe nach 4 Tagen 25 Tiere entwickelt waren. In der Thyroxingruppe setzte die Entwicklung also einen Tag sp\u00e4ter ein, verlief dann aber steiler.<\/p>\n<p>Auch Ggn2 geh\u00f6rt mit nur 45 Tieren pro Gruppe eher zu den kleineren Experimenten und wurde nach 26 Tagen noch vor Erreichen des 90%-Punktes abgebrochen. (In [3] wiederholt Endler einfach den sch\u00f6nen Unterschied, den er bei RP70 gez\u00e4hlt hat, f\u00fcr die letzten beiden Referenzpunkte, obwohl nie gemessen wurde, ob die Thyroxin-Tiere in dieser Phase nicht vielleicht wieder aufgeholt h\u00e4tten.) Auch hier zeigen die Daten jedoch kein echtes Auseinanderentwickeln der Gruppen: Bereits an Tag 8 hat die Wassergruppe einen Vorsprung von 8 Tieren eingefahren, der sich bis zum Abbruch des Experimentes am 26. Tag kaum noch vergr\u00f6\u00dfert (auf 10 Tiere).<\/p>\n<p>Kurz: Es f\u00e4llt schwer, in diesen wirklichen Rohdaten eine wiederholt gemessene Verlangsamung der Entwicklung zu erkennen. Die meisten Kurven verlaufen sehr \u00e4hnlich. Mitunter macht eine Gruppe einmal einen gr\u00f6\u00dferen Sprung, den die andere kurz danach wieder aufholt. Es gibt sehr wohl auch Messpunkte, in denen mehr Thyroxin-Tiere das 4-Beinstadium erreicht haben.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die beschreibende Information der Vorgehensweise und Darstellung der Ergebnisse ist in Endlers Originalarbeit bei genauer Betrachtung doch recht d\u00fcrftig. Man sieht nur gepoolte Daten, keinerlei Einzelergebnisse, keine Fehlerrechnung, keine Aussagen \u00fcber die Streuung oder Relevanz der Daten. In jedem Falle sehen die Kurven der Thyroxin D30-Gruppen f\u00fcr die Entwicklung vom 2-beinigen zum 4-beinigen Stadium nicht nach der gefolgerten Verlangsamung eines Wachstums aus, da sich die Gruppenunterschiede nicht systematisch vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Auch ein Blick in die mittlerweile verf\u00fcgbaren Rohdaten best\u00e4tigt diesen Eindruck.<\/p>\n<p>In sp\u00e4teren Zitaten der Ergebnisse suggeriert Endler durch anderes Zusammenfassen der Daten optisch geschickt gr\u00f6\u00dfere Unterschiede: Die Zeitachse ist in Phasen schneller Entwicklung aufgebl\u00e4ht \u2013 also genau dann, wenn Zweifel an der Relevanz der Ergebnisse berechtigt sind. Die \u00c4hnlichkeiten der Entwicklung sind durch die Normierung der Werte f\u00fcr die Wassergruppe auf null nicht mehr erkennbar. Warum sollte Endler das Bed\u00fcrfnis haben, seine Ergebnisse optisch immer wieder neu aufzubereiten, wenn die Rohdaten selbst aussagekr\u00e4ftig w\u00e4ren?<\/p>\n<p>Bleibt eigentlich nur noch eines zu kl\u00e4ren: Tendenziell liegen die Messpunkte der Thyroxintiere in den Experimenten von 1990 tats\u00e4chlich eher unter denen der Kaulquappen der Wassertiere; es gab kein Experiment, in dem die Kurve der Thyroxingruppe deutlich \u00fcber der der Wassergruppe lag. Wenn das ein Zufall war, dann h\u00e4tte genau das in sp\u00e4teren Experimenten immer wieder einmal passieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>War das so? Weil der Artikel jetzt schon recht lang ist, wird die spannende Frage nach der Reproduzierbarkeit im zweiten Teil beleuchtet, der in K\u00fcrze erscheinen wird.<\/p>\n<p><strong>Referenzen:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Endler PC, Pongratz W, Van Wijk R, Kastberger G, Haidvogl M: Effects of Highly Diluted Succussed Thyroxine on Metamorphosis of <span lang=\"en-US\">Highland Frogs, Berlin Journal for Research in Homeopathy (<\/span>1991); 1(3): 151-160 (<a href=\"http:\/\/inter-uni.com\/static\/download\/publication\/komplementaer\/p_Endler_et_al_+Berlin_J_1991+_highland_errcorr.pdf\">Link<\/a> zum Volltext)<\/p>\n<p><span lang=\"en-US\">[2] Harrer B: <\/span><span lang=\"en-US\">Replication of an experiment on extremely diluted thyroxine and highland amphibians, <\/span><span lang=\"en-US\">Homeopathy (2013) 102: 25-30 (<a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1475491612000859\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Abstract)<\/span><\/p>\n<p lang=\"en-US\">[3] Lingg G, Endler PC: Highland amphibians \u2013 Recalculation of data from 1990 to 2010 on the effects of extremely diluted thyroxine, Int J High Dilution Res (2011); 10 (37): 311-324 (<a href=\"http:\/\/www.feg.unesp.br\/~ojs\/index.php\/ijhdr\/article\/view\/429\/541\">Link<\/a> zum Volltext) (<a href=\"http:\/\/www.feg.unesp.br\/~ojs\/index.php\/ijhdr\/article\/view\/429\/540\">Link<\/a> zu den Rohdaten)<\/p>\n<p>[4] Endler PC:\u00a0 Expedition Hom\u00f6opathieforschung, 1. Auflage, Maudrich Verlag, Wien. (<a href=\"http:\/\/www.narayana-verlag.de\/homoeopathie\/pdf\/Expedition-Homoeopathieforschung-Peter-C-Endler.03244_2Hilfe_sich_selbst_zu_heilen.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zu einem Textauszug der 2. Auflage)<\/p>\n<p>[5] <a href=\"http:\/\/www.dendrobase.de\/html\/D_GOSNER_Entwicklungsstadien.html\">Link<\/a> zu einer groben Darstellung der Gosner- Entwicklungsstadien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konnte die spezifische Wirksamkeit eines Hom\u00f6opathikums endlich in replizierbaren Versuchen mit Grasfr\u00f6schen nachgewiesen werden, wie Anfang 2013 berichtet wurde? Wobei nicht nur die Fr\u00f6sche eine Metamorphose durchliefen, sondern offenbar auch die Ergebnisse&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2093"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2093"}],"version-history":[{"count":22,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2093\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3411,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2093\/revisions\/3411"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2093"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2093"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2093"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}