{"id":1883,"date":"2014-05-03T12:53:11","date_gmt":"2014-05-03T10:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1883"},"modified":"2017-02-19T11:47:58","modified_gmt":"2017-02-19T10:47:58","slug":"die-homoeopathie-hydra","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1883","title":{"rendered":"Die Hom\u00f6opathie-Hydra"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1883\" data-timestamp=\"1487504878\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1883\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 5<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1883&text=Die%20Hom%C3%B6opathie-Hydra\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p><em>&#8222;Daf\u00fcr zielte Herakles nach ihren H\u00e4lsen. Aber auch er konnte nicht gewinnen. Hatte er der Hydra ein Haupt abgeschlagen, so wuchsen deren zwei nach. Da rief er seinen Neffen zu Hilfe; Jalaos entz\u00fcndete eine Fackel und brannte jedes Mal die emporschie\u00dfenden K\u00f6pfe der Schlange aus.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>(Gustav Schwab, Die sch\u00f6nsten Sagen des klassischen Altertums, Gondrom Verlag, 1974)<\/p>\n<p>Wenn man sich mit der Hom\u00f6opathie besch\u00e4ftigt, dann wird man irgendwie an diese Sage erinnert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Was haben die letzten Wochen nicht wieder alles f\u00fcr neue K\u00f6pfe entstehen lassen! Es geht immer weiter:<\/p>\n<ul>\n<li>Immer mehr Krankenkassen zahlen f\u00fcr hom\u00f6opathische Behandlungen, weil jeder zweite Deutsche auf die sanften Heilkr\u00e4fte vertraut (Link Edit 19.02.2017: Der urspr\u00fcngliche Link ist erloschen, aber eine \u00fcbersicht \u00fcber den Stand der Kosten\u00fcbernahme durch gesetzliche Krankenkassen gibt es <a href=\"http:\/\/www.hom\u00f6opedia.eu\/index.php\/Artikel:Krankenkassen\">hier<\/a>).<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Die uns\u00e4gliche Sendung &#8218;Hart aber Fair&#8216; vom 31.3., in der Frau Schlingensiepen hemmungslos f\u00fcr die Hom\u00f6opathie und ihr Buch werben durfte (<a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/hartaberfair\/sendungen\/2014\/0331\/index.php5\">Link<\/a>).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Eine Pressekonferenz in Wien, in der behauptet wird, die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie sei anhand einer erfolgreichen Pr\u00fcfung von Traumeel jetzt nachgewiesen (<a href=\"http:\/\/www.pressetext.com\/news\/20140408029\">Link<\/a>).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Auf dem Wilseder Forum verw\u00f6hnt die Carstens-Stiftung Medizinstudenten, gerade so, wie man es der viel geschm\u00e4hten Pharmaindustrie immer wieder gerne vorwirft (Link, Edit 19.02.2017: Das Wilseder Forum wurde zwichenzeitlich durch das KVC-Forum f\u00fcr Studierende ersetzt. Die Vollversorgung f\u00e4llt offenbar nicht mehr ganz so \u00fcppig aus: <a href=\"https:\/\/www.carstens-stiftung.de\/kvc-forum-homoeopathie-fuer-studierende.html\" class=\"broken_link\">Link<\/a>).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Es gibt jetzt eine M\u00fcnchner Heilpraktikerschule, die ihrerseits nun die Hom\u00f6opathie auf einem universit\u00e4ren Niveau (Link erloschen) lehren will und die nach vier beziehungsweise sechs Semestern Abschlusszertifikate verteilt, die &#8218;Bsc&#8216; bzw. &#8218;M.A.&#8216; entsprechen (Link erloschen). Edit (24.02.2014: Die Webseite www. homoeopathie-akademie.com ist auch \u00fcber Google nicht mehr erreichbar. Hat diese Schule ihren Betrieb vielleicht eingestellt?)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">Jetzt ist ein Video auf YouTube hochgeladen worden, in dem ein Dr. Thomas Peinbauer , Pr\u00e4sident des &#8218;European Committee for Homeopathy (ECH)&#8216;, sich \u00fcber die Beliebtheit der Hom\u00f6opathie in Europa \u00e4u\u00dfern darf (Danke, Elke, f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2WOM25mtQkA\">Link<\/a>).<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles dies ist sch\u00f6n publikumswirksam aufgemacht &#8211; und geht ohne Weiteres durch. Dazu kommen noch B\u00fccher, die zum Teil seit Jahren auf dem Markt sind, oder auch immer wieder neu erscheinen. Kaum vorstellbar,\u00a0dass sich selbst ein unvoreingenommener Patient auf Dauer diesem vielfach gezeichneten Bild einer wirkungsvollen und dabei sanften Therapie verschlie\u00dfen k\u00f6nnte. Wie dann erst jemand, der aus seinem n\u00e4heren und weiteren Umfeld zuhauf mit Erfolgsgeschichten versorgt worden ist? Oder ist es nicht faszinierend, dass ein 60j\u00e4hriger Mann nach einem schweren Herzinfarkt, der ihn hat bewusstlos zusammenbrechen lassen, nur durch die Gabe von zwei Globuli Naja tripudans C30 vollst\u00e4ndig geheilt wurde (Rezensionskommentar von Utimaus auf Amazon, <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/review\/R2FEHS4PEW5MJQ\/ref=cm_cr_pr_cmt?ie=UTF8&amp;ASIN=3437572601#wasThisHelpful\">Link<\/a> )? Oder die zwar falsche aber eloquente Darstellung des Forschungsstandes in einem anderen Werk (Rezension ebenfalls von Utimaus, <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Hom%C3%B6opathie-f%C3%BCr-Skeptiker-wirkt-belegt-ebook\/product-reviews\/B00GJBJ3WK\/ref=sr_1_1_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1\">Link<\/a>)?<\/p>\n<p>Welche unzutreffenden Informationen\u00a0da zum Teil\u00a0verbreitet werden, sei anhand des genannten Videos dargestellt. Ich beziehe mich hierbei auf das Video, wie in YouTube hochgeladen (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2WOM25mtQkA\">Link<\/a>), das auf einer in Wien am 9. April 2014 abgehaltenen Pressekonferenz gedreht wurde, offenbar die gleiche, auf der auch \u00fcber den erfolgreichen Nachweis der Wirksamkeit von Traumeel berichtet wurde.<\/p>\n<p>Redner ist Herr Dr. Thomas Peinbauer, der als Pr\u00e4sident des European Committee for Homeopathy (ECH) fungiert. (Man fragt sich, wie viele Hom\u00f6opathie-Organisationen es auf europ\u00e4ischer Ebene noch gibt, neben EUH, ECCH, EFHPA, ECHAMP, ENHR &#8230;) Ausweislich einer Google-Suche ist Herr Dr. Peinbauer ein Allgemeinmediziner mit eigener Praxis in Linz \/ \u00d6sterreich. Er taucht auch au\u00dfer mit einer 2006 erschienenen Schrift \u00fcber einen historischen Abriss zur Geschichte der Hom\u00f6opathie-Ausbildung in \u00d6sterreich nicht in Google Scholar auf. Er ist also bisher noch nicht gro\u00df wissenschaftlich\u00a0in Erscheinung getreten.<\/p>\n<p>Lassen wir ihn jetzt zu Worte kommen. Zuerst nennt er ein paar Zahlen \u00fcber die Verbreitung der Hom\u00f6opathie unter den Patienten und den \u00c4rzten in \u00d6sterreich, danach dann:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ab 0:36:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Wir feiern 200 Jahre Hom\u00f6opathie in \u00d6sterreich. Damals f\u00fchrte Dr. Marenzeller, ein Milit\u00e4rarzt, \u00fcber das Invalidenspital in Prag die Hom\u00f6opathie in die \u00d6sterreichische Monarchie ein. Und Dr. Marenzeller war damals auch derjenige, der hier in Wien Leibarzt wurde von Metternich. Das war ganz interessant, weil der Metternich war auch derjenige, der die Hom\u00f6opathie zeitweise verboten hat, und gleichzeitig war der Dr. Marenzeller auch der Leibarzt seiner Familie, vor allem seiner Kinder. Und in dieser Ambivalenz stehen wir bis heute, Ambivalenz zwischen Politik und Patientenbed\u00fcrfnis.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Der Herr Dr. Marenzeller (1765 &#8211; 1854) war wohl tats\u00e4chlich die treibende Kraft f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Hom\u00f6opathie in \u00d6sterreich. \u00dcber ihn findet man zwei Biografien im Internet (<a href=\"http:\/\/www.homoeopathieinstitut.at\/homoeopathie_oesterreich.html%20\">hier<\/a>\u00a0 und <a href=\"http:\/\/www.deutsche-biographie.de\/sfz58154.html\">hier<\/a>) &#8211; und in beiden kommt der F\u00fcrst Metternich, der \u00f6sterreichische Au\u00dfenminister und Gestalter Europas nach der Niederlage Napoleons, praktisch nicht vor.<\/p>\n<p>Bringen wir einmal die historischen Gegebenheiten\u00a0in die richtige Reihenfolge, wir folgen dabei weitgehend der Darstellung auf der \u00f6sterreichischen Hom\u00f6opathieseite:<\/p>\n<p>F\u00fcrst Metternich war zwar seit 1809 Au\u00dfenminister \u00d6sterreichs, damals noch Gro\u00dfmacht\u00a0&#8211; aber f\u00fcr das Sanit\u00e4tswesen war ein Freiherr von Stift verantwortlich. Dieser, nicht der Au\u00dfenminister, erreichte 1819 bei Kaiser Franz I ein Verbot der Hom\u00f6opathie in \u00d6sterreich. Marenzeller hatte in dieser Zeit nichts mit Metternich zu tun, sondern geh\u00f6rte offenbar zum \u00c4rztekollegium des F\u00fcrsten Schwarzenberg, der Napoleon 1813 in der V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig besiegt hatte und 1814 als Sieger in Paris einzog. Bekanntlich reiste dieser F\u00fcrst 1820 nach Leipzig (und starb dort im Oktober des gleichen Jahres), um sich durch Hahnemann hom\u00f6opathisch behandeln zu lassen, was auch dazu f\u00fchrte, dass Marenzeller Hahnemann pers\u00f6nlich kennenlernte. Marenzeller kehrte nach Prag zur\u00fcck und \u00fcbersiedelte offenbar erst 1828 nach Wien und er\u00f6ffnete dort seine hom\u00f6opathische Praxis. Zu den Patienten geh\u00f6rte dann auch die Gattin des F\u00fcrsten Metternich, obwohl das Verbot der Hom\u00f6opathie erst 1836 wieder aufgehoben wurde. Irgendwie hat das ja etwas Anr\u00fchrendes: Metternich mag gesteuert und bestimmt haben, was\u00a0in ganz Europa geschieht &#8211; aber was seine Frau tat &#8211; da endete offenbar\u00a0seine Macht.<\/p>\n<p>W\u00e4re es glaubhaft, dass die Biographen Marenzellers auf einer pro-hom\u00f6opathischen Seite dessen Rolle als Leibarzt einer der bedeutendsten Pers\u00f6nlichkeiten seiner Zeit oder seiner Familie verschwiegen h\u00e4tten? Wohl kaum. Facit: Herrn Dr. Peinbauers Aussagen treffen offenbar nicht zu.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ab 1:18:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;In den Vereinigten Staaten gibt es seit zwanzig Jahren bereits ein j\u00e4hrliches Forschungsbudget von etwa hundert Millionen Euro. Hier hinkt Europa ganz eindeutig nach. Und eine ganz starke Forderung des Cambrella Reports ist auch, hier in die Forschung zu investieren, eine zentrale Stelle zu schaffen, wo Komplement\u00e4rmedizin beforscht wird, und ein entsprechendes Forschungsbudget auch zur Verf\u00fcgung zu stellen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Glauben wir einmal, auch ohne eine Quellenangabe zu haben, dass man in den USA tats\u00e4chlich rund 125 Millionen Dollar f\u00fcr die Forschung der Hom\u00f6opathie ausgibt &#8211; was bei einem Gesch\u00e4ftsvolumen f\u00fcr Hom\u00f6opathie (<a href=\"http:\/\/www.ibisworld.com\/industry\/homeopaths.html%20\" class=\"broken_link\">Link<\/a>) von 363 Millionen Dollar etwa einem Drittel des Umsatzes entspr\u00e4che und von daher eigentlich kaum zu glauben ist. Fragen wir uns einmal, was kommt dabei heraus?<\/p>\n<p>Das American Institute for Homeopathy (AIH) gibt auf einer Webseite einen zusammengefassten \u00dcberblick \u00fcber den Stand der Forschung zur Hom\u00f6opathie (<a href=\"http:\/\/homeopathyusa.org\/guide-to-research.html%20\">Link<\/a>). Man sollte nun vermuten, dass die immensen Forschungsgelder hier sichtbar w\u00fcrden. Doch weit gefehlt: Es werden insgesamt als \u00dcberblick 23 Forschungsarbeiten \u00fcber die Hom\u00f6opathie und ihr ganzes Umfeld angesprochen &#8211; aber nur sieben davon stammen von Autoren, die in den USA arbeiten, und zwar aus dem Zeitraum von 1999 bis 2012. Wenn die Angabe von Herrn Peinbauer stimmen w\u00fcrde, dann w\u00e4ren in diesen dreizehn Jahren rund 1,6 Milliarden Dollar in die Hom\u00f6opathieforschung geflossen &#8211; dann sollte man doch erwarten k\u00f6nnen, dass die amerikanische Forschung die Speerspitze darstellt, dass sie in der Hom\u00f6opathie eine \u00e4hnliche Spitzenstellung einnimmt wie zum Beispiel bei Halbleitern und Informationstechnologie. Aber da scheint etwas schiefgegangen zu sein, irgendetwas stimmt mit der Forschung da offensichtlich nicht. Etwa Herrn Peinbauers Zahlen? Er spricht ja offenbar \u00fcber die Hom\u00f6opathie &#8211; nicht\u00a0\u00fcber\u00a0Komplement\u00e4rmedizin im Allgemeinen! Wenn man seine Angaben w\u00f6rtlich nimmt, dann sind innerhalb der letzten zwanzig Jahre in den USA 2 Milliarden Euro in der Hom\u00f6opathie-Forschung\u00a0ausgegeben worden &#8211; und man wei\u00df immer noch nicht im Mindesten, wie sie funktioniert. Wie viel Geld soll man denn noch versenken?<\/p>\n<p>Der angesprochene Cambrella-Report (<a href=\"http:\/\/www.cambrella.eu\/aduploads\/cambrellaroadmap.pdf%20\">Link<\/a>): ist ein 64 Seiten starkes Papier, das sich mit der Forschung zur Komplement\u00e4rmedizin auseinandersetzt. Man fordert hinsichtlich der Forschung tats\u00e4chlich eine strategische zentrale europ\u00e4ische Stelle, offensichtlich steht da die Berliner Charit\u00e9 im Raum. Allerdings, die Forschungsinhalte sind wie gehabt. Es geht darum, wieviel CAM verlangt wird, wie man sie bieten kann, wie kosteneffektiv das Ganze ist und welche Therapien bei welchen Beschwerden am sinnvollsten vorzuschlagen w\u00e4ren. Also Versorgungs- und Best\u00e4tigungsforschung wie gehabt. Grundlagenforschung, wie die Therapien funktionieren und ob \u00fcberhaupt irgendwelche Wirkmechanismen darstellbar sind &#8211; dies sucht man vergebens in diesem Papier.<\/p>\n<p>Wenn es um die Vergabe knapper Forschungsmittel geht, dann stehe ich voll und ganz hinter dem Konzept der Scientabilit\u00e4t, wie es Christian Weymayr konzipiert hat (<a href=\"http:\/\/blog.gwup.net\/2014\/01\/08\/daruber-lachen-und-vergessen-homoopathie-und-scientabilitat\/\">Link<\/a>). Hier w\u00e4re der Nachweis einer gewissen Plausibilit\u00e4t der Wirkmechanismen die Voraussetzung daf\u00fcr, absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ob die zu erforschende Therapiemethode mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einer Verbesserung des Gesundheitswesens beitragen kann &#8211; und nur f\u00fcr solche sollte man \u00f6ffentliche Mittel aufwenden, die an anderer Stelle fehlen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ab 1:47<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Die letzte Meta-Analyse, die ja entscheidend ist, \u00fcber die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie von Professor Hahn, der gar nichts mit Hom\u00f6opathie zu tun hat, wie er auch schreibt, noch nie Hom\u00f6opathika eingenommen hat, aus einem Land kommt, wo die Hom\u00f6opathie eigentlich nicht stark verankert ist, muss man sagen, und er sagt auch, es m\u00fcssten 90% der klinischen Studien au\u00dfer Acht gelassen werden, um zu einem negativen Schluss \u00fcber die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie zu kommen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Professor Hahn ist ein ernstzunehmender Wissenschaftler. Nach der Liste auf seiner Homepage (<a href=\"http:\/\/www.roberthahn.se\/RobertHahnEngl.htm\" class=\"broken_link\">Link<\/a>) hat er \u00fcber 450 wissenschaftliche Artikel als Hauptautor verfasst oder war als Koautor beteiligt, soweit ich das sehen kann, \u00fcber Urologie und An\u00e4sthesie. Ich verf\u00fcge sicher nicht \u00fcber die Qualifikation, auch nicht ansatzweise, um hieran Kritik zu \u00fcben.<\/p>\n<p>Aber so ganz weit weg von der weniger rationalen Seite ist Hahn auch nicht, denn er hat auch mehrere B\u00fccher \u00fcber Spiritualit\u00e4t mitverfasst, mit Titeln wie zum Beispiel &#8218;Clear answers from the world of spirits&#8216; (&#8218;Deutliche Antworten aus der spirituellen Welt&#8216;) oder &#8218;Kinship of souls&#8216; (&#8218;Seelenverwandtschaft&#8216;). Gut, wir wissen nicht, welche Position er in diesen Werken vertreten hat &#8211; aber so ganz weit weg, wie Peinbauer das haben will, ist er m\u00f6glicherweise nicht.<\/p>\n<p>Aber, jetzt meine ganz massive Kritik: Peinbauer l\u00e4sst anklingen, Hahn h\u00e4tte eine Metaanalyse verfasst &#8211; und das ist ganz gewiss nicht der Fall. Mit dieser Arbeit hatten wir uns <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=1576\">hier<\/a> auf diesem Blog schon auseinandergesetzt. Zusammengefasst: Hahn kritisiert zwar die vorliegenden Metaanalysen zur Hom\u00f6opathie von Shang, Cucherat und Ernst, dies soweit erkennbar auch mit einer gewissen Berechtigung, aber er f\u00fchrt keine eigene solche Studie durch. Er hat auch keine Neubewertung der Metaanalysen vorgenommen, sondern nur auf Fehlerm\u00f6glichkeiten und die aus seiner Sicht nur wenig nachvollziehbaren Bewertungskriterien hingewiesen. Er hat noch nicht einmal abgesch\u00e4tzt, wie gro\u00df der Einfluss der erkannten M\u00e4ngel auf die erzielten Ergebnisse gewesen sein k\u00f6nnte &#8211; nichts, aber auch gar nichts ist neu entstanden, was den Eindruck rechtfertigen w\u00fcrde, den Peinbauer da lanciert, dass irgendwelche Erkenntnisse revidiert oder neu erreicht worden seien.<\/p>\n<p>Peinbauers Zitat bez\u00fcglich der 90 % der wegzulassenden Studien ist in dem Aufsatz Hahns tats\u00e4chlich enthalten. Peinbauer vergisst aber zu sagen, dass die qualitativ minderwertigen Studien, die auch Hahn nicht in die Bewertung einflie\u00dfen lassen w\u00fcrde, in diesen 90% enthalten sind. Dadurch entsteht beim Zuh\u00f6rer ein v\u00f6llig falscher Eindruck. Zur Illustration: Shang sortiert von 110 Studien 87 wegen mangelnder Qualit\u00e4t aus, also 79 %, was Hahn nicht in Zweifel zieht! Das hei\u00dft, die fragliche Menge sind nur 10 % der vorliegenden Studien. Die Frage der Prozente ist, wenn man die Zahlen im einzelnen betrachtet, sicher eine Diskussion um Lappalien &#8211; aber hier geht es um einen Auftritt in der \u00d6ffentlichkeit, die\u00a0zum gro\u00dfen Teil nur\u00a0\u00fcber gef\u00fchlte Kenntnisse zur Hom\u00f6opathie verf\u00fcgt- und da ist es schon von Bedeutung, ob man einfach nur sagt, man m\u00fcsse 90% der Studien weglassen, um zu einem negativen Ergebnis zur Hom\u00f6opathie zu kommen &#8211; und dabei unerw\u00e4hnt l\u00e4sst, dass dies bei 80% der Studien auch gerechtfertigt war.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">ab 2:16:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Im J\u00e4nner diesen Jahres wurde hier in Wien ein sogenannter CEN-Prozess, das ist ein Standardisierungsprozess, begonnen, der dazu f\u00fchren soll, die Ausbildung europaweit auf einen einheitlichen Standard zu bringen. Das ist ganz im Sinne des neuen Strategiepapiers der WHO, das auch im letzten Herbst, im November publiziert worden ist, das hei\u00dft &#8218;WHO Strategy in Traditional Medicine&#8216;, ein Strategiepapier, das von 2014 bis 2023 geht, wo ganz explizit die Mitgliedsl\u00e4nder aufgefordert werden, im Bereich der Komplement\u00e4rmedizin daf\u00fcr zu sorgen, dass die Ausbildung, die Aus\u00fcbung und auch die Arzneimittelprodukte gesetzlich geregelt werden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Hier endet die Videoaufzeichnung.<\/p>\n<p>CEN ist die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde, die die europ\u00e4ischen Normen herausgibt, vergleichbar mit dem Deutschen Institut f\u00fcr Normung, dessen Normen bekanntlich als DIN xxx bezeichnet werden (z.B. &#8218;DIN 1943: W\u00e4rmetechnische Abnahmeversuche an Dampfturbinen&#8216;). Auf Europ\u00e4ischer Ebene hei\u00dfen die Normen dann EN xxx. Sofern sie auch in die nationalen Normen \u00fcbernommen wurden,\u00a0zus\u00e4tzlich auch \u00fcber Europa hinaus international g\u00fcltig sind, werden die entsprechenden Bezeichner dazugeschrieben, also zum Beispiel &#8218;DIN EN ISO 9001 Qualit\u00e4tsmanagementsysteme, Grundlagen und Begriffe&#8216;.<\/p>\n<p>In diese Welt nun m\u00f6chte man seitens der Hom\u00f6opathie eintauchen,\u00a0vermutlich angeregt von den Osteopathen, bei denen es diese Bestrebung offenbar schon seit 2011 gibt, und die zwischenzeitlich einen Entwurf einer Norm erarbeitet haben (E DIN EN 16686:2014-01 Osteopathische Gesundheitsversorgung, <a href=\"http:\/\/www.nadl.din.de\/cmd?level=tpl-art-detailansicht&amp;committeeid=117152656&amp;artid=192317577&amp;languageid=de&amp;bcrumblevel=3%20\">Link<\/a>).<\/p>\n<p>Man wundert sich &#8211; warum wollen die Hom\u00f6opathen das? F\u00fcr die konventionelle Medizin findet sich in den Normen durchaus auch einiges &#8211; hier handelt es sich aber ausschlie\u00dflich um Festlegungen f\u00fcr Materialien und Ger\u00e4te sowie deren Pr\u00fcfung. Sonst nichts. Die Vorgaben f\u00fcr die Ausbildung in den akademischen Heilberufen wird vom Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit als Rechtsverordnung erlassen. Ich nehme an, in \u00d6sterreich gibt es \u00e4hnliche Regelungen f\u00fcr die Ausbildung und Berufszulassung der \u00c4rzte.<\/p>\n<p>Meine Vermutung: Man m\u00f6chte sich wohl auf diesem Wege den in der Hom\u00f6opathie \u00fcblichen Binnenkonsens praktisch an Gesetzgebung und \u00c4rzteschaft vorbei in einem \u00fcbergreifenden und anerkannten Regelwerk festschreiben. Allerdings scheint man hier nicht sonderlich gut voranzukommen, denn die \u00d6sterreichische \u00c4rztekammer lehnt das Projekt der Normung strikt ab, was auch dieses Vorhaben der Normung von &#8218;Berufsaus\u00fcbung und Ausbildung von \u00c4rzten, wenn sie Hom\u00f6opathie anbieten&#8216; betrifft. (<a href=\"http:\/\/www.ordinemedici.bz.it\/cmscontent\/upload\/Eventi%202013\/Convegni%20Ordine%202013\/KT%2059%20Berichte\/CEN_Normierung_Holzgruber.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a>). Unter anderem wird dies damit begr\u00fcndet, dass jeder Interessierte sich\u00a0 unabh\u00e4ngig von seiner Fachkompetenz an Normenvorhaben beteiligen kann. Es w\u00e4re\u00a0somit den\u00a0hom\u00f6opathischen \u00c4rzten (in \u00d6sterreich gibt es keine Heilpraktiker) m\u00f6glich, die \u00e4rztliche Selbstverwaltung (\u00c4rztekammern) und die Autorit\u00e4t wissenschaftlicher Fachgesellschaften zu unterlaufen.<\/p>\n<p>Nach etwas Suche im Internet findet man ein 76 Seiten starkes Strategiepapier der WHO, das auf die Beschreibung von Peinbauer passt (<a href=\"http:\/\/apps.who.int\/iris\/bitstream\/10665\/92455\/1\/9789241506090_eng.pdf\">Link<\/a>, Achtung, das Laden kann etwas dauern!) Dies scheint, soweit man das beim ersten \u00dcberfliegen feststellen kann, ein rechtes Giftpapier zu sein. Es befasst sich mit T&amp;CM, was als Traditional and Compelementary Medicine zu verstehen ist. Die \u00c4hnlichkeit zu TCM, der Traditional Chinese Medicine ist unverkennbar &#8211; und wird auch dadurch gef\u00f6rdert, dass das Projekt von der Chinesischen Regierung und der Regierung der Sonderwirtschaftszone Hong Kong finanziert wurde und in Zusammenarbeit mit dem WHO Collaboration Center for Traditional Medicine in Hong Kong entstanden ist.<\/p>\n<p>Hiernach sollen die Mitgliedstaaten der WHO dazu verpflichtet werden, festzustellen, welche Rolle diese Medizinrichtungen in ihrem Land spielen und sie dann durch entsprechende Gesetzgebungsaktivit\u00e4ten hinsichtlich der Produkte, der Aus\u00fcbung und der Aus- und Weiterbildung verbindlich zu regeln. Insbesondere sollen diese Methoden in das \u00f6ffentliche Gesundheitswesen integriert sowie die Anwendung in der pers\u00f6nlichen Gesundheitsvorsorge gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Was da alles gef\u00f6rdert werden soll, ergibt sich aus den Definitionen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Traditionelle Medizin:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Traditionelle Medizin hat eine lange Geschichte. Sie ist die Gesamtheit des Wissens, des K\u00f6nnens und der Praktiken, die sich auf Theorien, Glaubensvorstellungen und Erfahrungen abst\u00fctzen, wie sie verschiedenen Kulturen eigent\u00fcmlich sind, ob erkl\u00e4rbar oder nicht, wie sie in der Gesundheitspflege, sowie zur Vorbeugung, zur Diagnose, Linderung und Behandlung von k\u00f6rperlichen oder mentalen Beschwerden angewendet werden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Da das offenbar noch nicht ausreicht, alles M\u00f6gliche, vorausgesetzt, es ist alt, in das Gesundheitssystem zu integrieren, wird noch erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Komplement\u00e4rmedizin:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die Begriffe &#8218;Komplement\u00e4rmedizin&#8216; oder &#8218;Alternativmedizin&#8216; beziehen sich auf ein breites Spektrum von Heilpraktiken, die nicht Bestandteil der dem Land eigenen traditionellen oder der konventionellen Medizin sind und in das vorherrschende Gesundheitssystem nicht integriert sind.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Also, Adepten von Klang- und Farbtherapien, Osteopathie, Chakren, Ayurweda und alle m\u00f6glichen Zauber- und Hexereimethoden, kommet zuhauf, ihr alle sollt Euch im \u00f6ffentlichen Gesundheitssystem ein gem\u00fctliches Pl\u00e4tzchen sichern!<\/p>\n<p>Hier er\u00fcbrigt sich der Kommentar.<\/p>\n<p><strong>Was bleibt also von der Rede?<\/strong><\/p>\n<p>Da blickt ein freundlicher und\u00a0durchaus sympathisch wirkender Dr. Peinbauer in die Kamera, erz\u00e4hlt in wohlgesetzter Rede \u00fcber die verschiedenen Aspekte, die geeignet sind, dass ein unvoreingenommener Zuh\u00f6rer &#8211;\u00a0oder Journalist &#8211; ein durchaus seri\u00f6ses Bild von der Hom\u00f6opathie und von deren Vertretern bekommt. Wie fadenscheinig dieses Geb\u00e4ude aber ist, kann man erst erkennen, wenn man sich deutlich tiefer in die Hintergr\u00fcnde eingearbeitet hat, was sicher erheblich mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als f\u00fcr die Rede selbst erforderlich war.<\/p>\n<p>Dies ist alles PR mit wohlklingenden und \u00fcberzeugend dargebrachten, aber irref\u00fchrenden Inhalten.<\/p>\n<p>Wo bleiben die Stimmen, die dagegenhalten?<\/p>\n<p>Klar, da gab es als Lichtblick das ausf\u00fchrliche Review zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie aus Australien (<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/studie-aus-australien-homoeopathie-nicht-besser-als-placebo-12887980.html\">Link<\/a>) &#8211; aber, wer bringt das unter die Leute, \u00e4hnlich werbewirksam wie die obigen Beispiele? Wir schreiben uns die Finger wund in Rezensionen, Internetforen und Blogbeitr\u00e4gen &#8211; aber man braucht etwa zwei Tage intensiver Recherche, um eine dreimin\u00fctige Rede zu hinterfragen. Dabei vergeht kaum ein Tag, in dem man im Google nicht eine neue Ank\u00fcndigung f\u00fcr einen ganzen Vortrag \u00fcber die Segnungen der Hom\u00f6opathie findet.<\/p>\n<p>Nochmal,\u00a0wo bleiben die Stimmen, die dagegenhalten? In Fernsehbeitr\u00e4gen und Fernsehdiskussionen entscheiden nicht die Argumente, sondern der Zuschauer beurteilt die Stichhaltigkeit der Argumente eher danach, wie sympathisch und kompetent der jeweilige Vertreter r\u00fcberkommt &#8211; was schon an den emotionalen Mitteln scheitern kann, die die Gegenseite einsetzt &#8211;\u00a0und\u00a0an der Parteilichkeit von Moderatoren &#8211; was sicher auch wieder auf der emotionalen Schiene ausgel\u00f6st wird.<\/p>\n<p>Wie bei der Hydra erreichen wir nicht viel, wenn wir uns nur mit den K\u00f6pfen befassen, die sich aus immer wieder neuen H\u00e4lsen emporrecken. So geht es nicht weiter, es m\u00fcssen eigene hoffentlich wirksamere Methoden angewandt werden, Zuh\u00f6rer zu gewinnen und zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Ich halte es daher f\u00fcr sinnvoll, \u00f6ffentlich Vortr\u00e4ge zu halten und \u00fcber die Grundlagen der Hom\u00f6opathie zu informieren. Der erste Vortrag wird, organisiert von der Freiburger Ortsgruppe der GWUP,\u00a0voraussichtlich am 26. Juni 2014 in einem H\u00f6rsaal der Universit\u00e4t Freiburg stattfinden. Dabei soll es um die folgenden Aspekte gehen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm;\">Herstellung hom\u00f6opathischer Arzneimittel (Vorf\u00fchrung am Objekt)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm;\">Wirkungsweise hom\u00f6opathischer Arzneien im Spiegel der Wissenschaft<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm;\">Gr\u00fcnde f\u00fcr positive Erfahrungen mit der Hom\u00f6opathie<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, danach\u00a0auch andernorts in dieser Richtung t\u00e4tig zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Daf\u00fcr zielte Herakles nach ihren H\u00e4lsen. Aber auch er konnte nicht gewinnen. Hatte er der Hydra ein Haupt abgeschlagen, so wuchsen deren zwei nach. Da rief er seinen Neffen zu Hilfe; Jalaos entz\u00fcndete eine Fackel und brannte jedes Mal die &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1883\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1883"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1883"}],"version-history":[{"count":28,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1883\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3054,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1883\/revisions\/3054"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}