{"id":187,"date":"2013-05-12T18:35:51","date_gmt":"2013-05-12T16:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=187"},"modified":"2013-06-17T17:03:04","modified_gmt":"2013-06-17T15:03:04","slug":"interessenkonflikte-in-wissenschaftlichen-studien-zur-homoopathie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=187","title":{"rendered":"Interessenkonflikte in wissenschaftlichen Studien zur Hom\u00f6opathie"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D187\" data-timestamp=\"1371488584\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D187\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D187&text=Interessenkonflikte%20in%20wissenschaftlichen%20Studien%20zur%20Hom%C3%B6opathie\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>In den n\u00e4chsten Artikeln werden wir uns mit Studien von Autoren besch\u00e4ftigen, bei denen ein sogenannter Interessenkonflikt vorliegt. Da dies \u00f6fter der Fall sein wird, sollen hier die \u00dcberlegungen dargestellt werden, wie wir damit umgehen wollen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst: Was ist im Zusammenhang mit diesem Blog ein Interessenkonflikt?<\/p>\n<p>Ein Interessenkonflikt liegt immer dann vor, wenn ein Autor einer Studie ein Interesse an einem bestimmten Ergebnis hat. Zumeist wird dies auf den rein wirtschaftlichen Aspekt bezogen, etwa dass der Autor einer Studie einen wirtschaftlichen Vorteil erreichen kann oder einen Nachteil vermeiden kann, wenn das Ergebnis der Studie in die eine oder andere Richtung ausf\u00e4llt. Dabei kann es durchaus auch andere Aspekte geben, das wissenschaftliche Rennomee etwa.<\/p>\n<p>Klassisch ist der Interessenkonflikt beispielsweise, wenn \u00c4rzte an einem hom\u00f6opathischen Krankenhaus, wie in der in Bristol durchgef\u00fchrten <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=72\">Ergebnisstudie von Spence<\/a>, in einer Studie \u00fcber die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie mitwirken. W\u00fcrde man ein negatives Ergebnis ver\u00f6ffentlichen, dann k\u00f6nnte das Krankenhaus wohl dichtmachen und die \u00c4rzte st\u00fcnden auf der Stra\u00dfe. \u00c4hnliches trifft nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Forschungsinstitute zu, die im Auftrag von Unternehmen forschen. Es \u00fcberrascht wohl niemanden wirklich, dass die von der Tabakindustrie in Auftrag gegebenen Untersuchungen zur Sch\u00e4dlichkeit des Rauchens zu durchweg positiveren Bewertungen kommen als andere. K\u00e4me das beauftragte Institut zu einem anderen Ergebnis, w\u00e4re wohl der Nachfolgeauftrag deutlich gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p><!--more-->Im t\u00e4glichen Leben neigt man dazu, zumindest bei mir ist das so, Informationen, von denen man wei\u00df, dass sie\u00a0unter einem Interessenkonflikt zustande gekommen sind, einfach zu ignorieren. Rauchen ist nicht so sch\u00e4dlich, hat die Tabakindustrie herausgefunden? Vergessen. Kernkraftwerke sind vorteilhaft, sagen die Hersteller von Kraftwerksausr\u00fcstungen? Ebenfalls vergessen. Fleisch ist gesund, sagt der Verband der Fleischwirtschaft? Die Bauern haben Einkommensverluste, sagt der Bauernverband? Ich denke mehr Beispiele braucht es nicht.<\/p>\n<p>Bei unseren Betrachtungen hier, die sich in der Hauptsache auf wissenschaftliche Originalarbeiten beziehen, w\u00e4re diese Einstellung aber fatal: Wir h\u00e4tten kaum etwas zum untersuchen. Es ist nun einmal so, dass die Untersuchungen an den verschiedenen Arzneien und Therapien von irgendjemandem bezahlt werden m\u00fcssen. Dieser jemand wird ein Interesse an der Untersuchung haben, sonst w\u00fcrde er kein Geld geben, und damit zumeist auch an einem bestimmten Ergebnis. Selbst die Forschung an \u00f6ffentlichen Universit\u00e4ten orientiert sich meist an den Interessen eines Finanziers. Etwas Anderes zu erwarten w\u00e4re naiv. Man versuche sich auch einmal zu \u00fcberlegen, woher das Fachwissen eines gestandenen Wissenschaftler eigentlich anders herkommen soll, als aus einer fr\u00fcheren oder gegenw\u00e4rtigen T\u00e4tigkeit bei einem Unternehmen, das sich intensiv mit diesem Fachgebiet besch\u00e4ftigt, also dort sein Geld verdient.<\/p>\n<p>Was schlie\u00dfen wir aus einem vorliegenden Interessenkonflikt also? Die Antwort erstaunt Sie bestimmt: Gar nichts. Allenfalls k\u00f6nnen wir zu dem Schluss kommen, dass dieses Unternehmen oder jener Wissenschaftler wahrscheinlich keine Studien ver\u00f6ffentlichen wird, die seiner Interessenlage widersprechen. Wir k\u00f6nnen sicher sein, dass ein Hersteller hom\u00f6opathischer Medikamente keine Studien publizieren wird, die gegen die Wirksamkeit seiner Arzneien sprechen. Das ist schon alles.<\/p>\n<p>Denn in der Arbeit selber, da muss der Autor den wissenschaftlichen Standards gen\u00fcgen, seine Vorgehensweise, seine Ergebnisse und Schlussfolgerungen daraus pr\u00e4sentieren. Diese k\u00f6nnen wir untersuchen. Ist die Studie so angelegt, dass der Einfluss des Autors auf das Ergebnis m\u00f6glichst ausgeschlossen war? Das denkbar schlechteste Gegenbeispiel liefert die oben schon angesprochene <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=72\">Studie von Spence<\/a>. Hier hatten die hom\u00f6opathischen \u00c4rzte mit den Patienten gemeinsam die Behandlungserfolge bewertet. Sind die Untersuchungen sinnvoll, die Ergebnisse logisch davon abgeleitet? Wenn sich der Autor hierbei hat von seinem Interessenkonflikt leiten lassen, dann werden wir das merken. Dann kann man merken, ob die Daten sinnvoll und vollst\u00e4ndig erhoben wurden, geeignete Analyse- und Auswerteverfahren angewandt worden sind, die Schlussfolgerungen logisch sind oder ob die Deutung einseitig in eine Richtung geschoben wurde.<\/p>\n<p>Au\u00dfer nat\u00fcrlich, jemand l\u00e4sst sich dazu hinrei\u00dfen, Versuchsergebnisse einfach zu f\u00e4lschen. Auch das gibt es. Wenn das nicht extrem dilettantisch gemacht wurde, werden wir das hier allerdings nicht merken, mit diesem Restrisiko m\u00fcssen wir leben. Erst die Fachkollegen werden es dann \u00fcber kurz oder lang aufdecken, wenn sich Ergebnisse beim besten Willen nicht so einstellen lassen, wie es der Autor beschrieben hat. Ob\u00a0es dann Irrtum oder b\u00f6ser Wille war, wird sich dann\u00a0vielleicht nicht zweifelsfrei kl\u00e4ren lassen. Aber auf jeden Fall ben\u00f6tigt man zum Aufdecken einer F\u00e4lschung eine andere Qualifikation, als sie mir zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Zum Abschluss:<br \/>\nOben hatte ich postuliert, dass das Fachwissen eines Wissenschaftlers eigentlich nur von der Arbeit in einem entsprechenden Umfeld stammen kann. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, woher denn mein angebliches Fachwissen zur Hom\u00f6opathie stammt. Wenn Sie die Angaben zu <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=63 \">meiner Person<\/a> betrachten, gibt es da ja nicht viele Anhaltspunkte. Eigentlich gar keine. Meine Antwort wird Sie vielleicht erstaunen:<\/p>\n<p>Genau deshalb, weil ich noch nie als Mediziner oder Heilpraktiker, schon gar nicht als Hom\u00f6opath gearbeitet habe, w\u00fcrde ich Ihnen antworten, bin ich kein Fachmann f\u00fcr Hom\u00f6opathie. Ich habe keine Ahnung davon, wie man eine Anamnese f\u00fchrt, das passende Medikament bestimmt, den Erfolg kontrolliert. Nicht die Bohne. Daher schreibe ich auch gar nicht \u00fcber Hom\u00f6opathie.<\/p>\n<p>Ich sehe mich als Fachmann f\u00fcr Physik, Datenanalyse, Versuchsauswertungen, wissenschaftliche Logik. Wie jedem richtigen Fachmann ist mir bewusst, dass mein Wissen auch Grenzen hat, dass ich mich selbst auf meinen Fachgebieten nur jeweils in Teilgebieten auskenne. Mit den genannten Gebieten habe ich mich lange Jahre in der Industrie in Forschung und Entwicklung und Qualit\u00e4tsmanagement befasst. Dar\u00fcber schreibe ich. Nicht \u00fcber Hom\u00f6opathie. Daher habe ich auch keinen Interessenkonflikt bez\u00fcglich der Hom\u00f6opathie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den n\u00e4chsten Artikeln werden wir uns mit Studien von Autoren besch\u00e4ftigen, bei denen ein sogenannter Interessenkonflikt vorliegt. 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