{"id":1835,"date":"2014-04-07T23:06:57","date_gmt":"2014-04-07T21:06:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1835"},"modified":"2014-04-07T23:28:53","modified_gmt":"2014-04-07T21:28:53","slug":"warum-hat-wurde-die-traunsteiner-homoeo-akademie-aufgegeben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1835","title":{"rendered":"Warum hat \/ wurde die Traunsteiner Hom\u00f6o-Akademie aufgegeben?"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1835\" data-timestamp=\"1396913333\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1835\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 1<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1835&text=Warum%20hat%20%2F%20wurde%20die%20Traunsteiner%20Hom%C3%B6o-Akademie%20aufgegeben%3F\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Sowohl Professor L\u00f6hn von der Steinbeis Hochschule Berlin als auch Frau Wilhelm, die Akademieleiterin der Hom\u00f6o-Akademie in Traunstein, haben sich heute mit ihren Stellungnahmen an die \u00d6ffentlichkeit bzw. ihre Studenten gewandt. W\u00e4hrend dem Schreiben vom Pr\u00e4sidenten der SHB noch einige bedeutsame Informationen zu entnehmen sind, bietet das Schreiben von Frau Wilhelm einen gewissen Unterhaltungswert, weshalb ich dieses hier ebenfalls etwas n\u00e4her betrachten will.<\/p>\n<p><!--more-->Das Schreiben von Professor L\u00f6hn kann im vollen Wortlaut <a href=\"http:\/\/ratgebernewsblog2.files.wordpress.com\/2014\/04\/brief-prof-lc3b6hn-1.pdf\">hier<\/a> eingesehen werden. Es enth\u00e4lt au\u00dfer der Feststellung, dass man die Planung des Studiengangs eingestellt habe, den Hinweis, dass man auch die vorliegende Genehmigung aus dem Jahr 2012 zur\u00fcckgegeben habe.<\/p>\n<p>Letzteres klingt zun\u00e4chst recht erfreulich, es ist aber die Frage offen, ob die Genehmigung damit auch tats\u00e4chlich erloschen ist. Letztendlich m\u00fcsste es ein Verwaltungsakt sein, die Genehmigung wieder zu streichen. Aber selbst dies sagt noch nichts dar\u00fcber aus, wie reversibel die ganze Sache ist. Nach Lage der Dinge k\u00f6nnte man sie jederzeit wieder beantragen &#8211; wenn sich\u00a0bis dahin\u00a0an der Gesetzeslage nichts ge\u00e4ndert hat, dann kann eine solche Genehmigung auch f\u00fcr einen nicht- oder pseudowissenschaftlichen Studiengang jederzeit wieder erteilt werden. Wir sollten diesem Statement nicht allzu viel Bedeutung f\u00fcr die Zukunft beimessen.<\/p>\n<p>Letztendlich scheint auch die SHB keine weiteren Konsequenzen aus dem Debakel zu ziehen. Diese m\u00fcssten darauf hinauslaufen, wie man die Verfahren und Abl\u00e4ufe innerhalb der SHB ver\u00e4ndert, damit ein solcher Fehler nicht noch einmal passiert. Aber genau das tun sie nicht. <em>&#8218;Dann wird man weiter sehen<\/em>.&#8216; Also abwarten und Tee trinken, bis die akademische <em>&#8218;Community&#8216; <\/em>gekl\u00e4rt hat,<em> &#8218;ob ein Studiengang Hom\u00f6opathie in dem Katalog der inzwischen inflation\u00e4ren Anzahl von Studieng\u00e4ngen, die durchaus nicht immer den Eindruck von wissenschaftlichem Hintergrund vermitteln, ein Platz f\u00fcr Hom\u00f6opathie ist.<\/em>&#8218;<\/p>\n<p>Tut mir leid, hier gibt die SHB ihren Anspruch an eine wissenschaftliche, wenn auch private, Hochschule vollends auf. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Fachgebiet, das man lehren will,\u00a0sollen andere Leute machen? Die dann auch entscheiden, was als Arbeitsgebiet der SHB in Frage kommt? Hei\u00dft das, neben den wirtschaftlichen \u00dcberlegungen ist das einzige Kriterium, dass man keinen \u00c4rger damit bekommt?<\/p>\n<p>Nicht umsonst verweigert sich die SHB einer institutionellen Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. Um eine solche zu erreichen, m\u00fcsste man die f\u00fcr eine staatliche Hochschule in den Hochschulgesetzen der L\u00e4nder festgelegte akademische Selbstverwaltung in der eigenen Organisation abbilden. Deren Aufgabe ist es n\u00e4mlich, die Vorschl\u00e4ge zur Weiterentwicklung einer Hochschule auszuarbeiten. Da diese Gremien von den Professoren dominiert werden, deren Reputation auch vom Ruf der Hochschule abh\u00e4ngt, an der sie t\u00e4tig sind, kommt die Pr\u00fcfung der wissenschaftlichen Sinnhaftigkeit des Unterfangens praktisch von selbst zustande.<\/p>\n<p>Und in der SHB?<br \/>\nIst man da \u00fcberhaupt an wissenschaftlicher Arbeit interessiert?<\/p>\n<p>Machen Sie einen Test. Gehen Sie auf die Webseite irgendeiner Universit\u00e4t oder anderen Hochschule. Dort finden Sie dann sehr wahrscheinlich auch eine Liste der Fakult\u00e4ten oder Fachbereiche, Institute und Lehrst\u00fchle. Sie brauchen sicherlich nicht allzu lange zu suchen, um Informationen \u00fcber die in Bearbeitung befindlichen Forschungsthemen zu erhalten, und, noch wichtiger, um auf Listen der wissenschaftlichen Publikationen zu treffen, die an diesem Institut entstanden oder von jenem Professor ver\u00f6ffentlicht worden sind. Dort dokumentiert sich, welchen wissenschaftlichen Anspr\u00fcchen sich die Hochschule stellt, das ist der Stolz, das ist das Kapital einer wissenschaftlichen Hochschule.<\/p>\n<p>Bei der SHB hingegen, die immerhin \u00fcber ein Promotionsrecht verf\u00fcgt, sucht man ziemlich vergebens nach einer Publikationsliste. Auch bei den Transferinstituten ist da Fehlanzeige. Zugegeben, ich habe nicht alle Webseiten der Transferinstitute durchgesehen, sondern nur etwa ein Dutzend. Aber ich habe in keinem Fall auch nur einen einzigen Hinweis auf ein wissenschaftliches Paper gefunden.<\/p>\n<p>Daraus ist nur zu schlie\u00dfen, dass wissenschaftliche Arbeit in der SHB nicht die oberste Priorit\u00e4t hat, dem Ausma\u00df der Fehlanzeige nach zu urteilen, praktisch gar keine. Dem gegen\u00fcber findet man ziemlich h\u00e4ufig Hinweise darauf, welche Beratungsleistung man als mittelst\u00e4ndisches Unternehmen von der SHB erhalten oder welche Kompetenzen man als Student der SHB erwerben kann. Das ist es, worauf die SHB ausgerichtet ist, Weiterbildung und Unternehmensberatung. M\u00f6glicherweise macht man diesen Job noch nicht einmal schlecht &#8211; aber Wissenschaft, die sich in Ver\u00f6ffentlichungen \u00e4u\u00dfert, ist nicht dabei.<\/p>\n<p>Betrachtet man vor diesem Hintergrund den von Prof. L\u00f6hn beschriebenen Prozess bei der Installation eines neuen Studiengangs, dann kommt einem schon das kalte Grausen (verk\u00fcrzte Zusammenfassung):<\/p>\n<p>Nach dem im Falle der Hom\u00f6oakademie von au\u00dfen herangetragenen Vorschlag, den Studiengang einzurichten, gilt nach Prof. L\u00f6hns eigenen Worten folgender Ablauf:<\/p>\n<p>(1) Erstellung einer Pr\u00fcfungsordnung<\/p>\n<p>(2) Gr\u00fcndung eines Steinbeis-Tranferinstituts<\/p>\n<p>(3) Beschluss des Hochschulrats<\/p>\n<p>(4) Genehmigung durch die Berliner Senatsbeh\u00f6rde<\/p>\n<p>(5) Einleitung des Akkreditierungsverfahrens<\/p>\n<p>Es fehlt offenbar v\u00f6llig, dass sich Gremien einer akademischen Verwaltung erst einmal inhaltlich mit dem Vorschlag besch\u00e4ftigen. Es geht gleich los mit dem Erstellen einer Pr\u00fcfungsordnung und dem Gr\u00fcnden eines Transferinstituts. Erst dann, wenn viel Arbeit und auch Geld schon investiert ist, beschlie\u00dft der Hochschulrat. Was beschlie\u00dft er? Auf welcher Grundlage?<\/p>\n<p>Letztendlich erscheinen die Mitglieder des Hochschulrates als Gehaltsempf\u00e4nger eines Wirtschaftsunternehmens, die f\u00fcr ihren wissenschaftlichen Ruf zumindest innerhalb der SHB und ihren Instituten nur eher m\u00e4\u00dfiges Engagement aufbringen. Wenn sie tats\u00e4chlich einen h\u00f6heren Freiheitsgrad in ihrer Entscheidung haben als ein Autofahrer, der auf eine rote Ampel zuf\u00e4hrt und frei entscheiden kann, ob er stehenbleibt oder nicht, dann kann es auch eine einfache prognostizierte Gewinn- und Verlustrechnung sein, die die Grundlage bildet. Es k\u00f6nnte sich auch \u00fcberhaupt nur um ein formales Abnicken handeln, wenn der Chef (Prof. L\u00f6hn) seinen Mitarbeitern (dem Hochschulrat) einen Vorschlag macht.<\/p>\n<p>Folge: Auch wenn die Hom\u00f6o-Akademie erst einmal vom Tisch zu sein scheint &#8211; die Strukturen in der SHB sind nicht dazu geeignet, solche Fehlhandlungen in der Zukunft auszuschlie\u00dfen. Das hei\u00dft aber, dass die Aufsichtsbeh\u00f6rde hier besondere\u00a0Vorkehrungen zu\u00a0treffen hat. Entweder muss die inhaltliche Pr\u00fcfung des Studiengangs von Amts wegen in der Senatsverwaltung erfolgen &#8211; oder der SHB ist eine institutionelle Akkreditierung vorzuschreiben. Anderenfalls kann jederzeit neuer Unsinn entstehen. Also ist weiterhin Wachsamkeit gefragt.<\/p>\n<p><strong>Das Schreiben der Frau Wilhelm<\/strong><\/p>\n<p>Wie gesagt, der Unterhaltungswert ist betr\u00e4chtlich (<a href=\"http:\/\/ratgebernewsblog2.wordpress.com\/2014\/04\/07\/homoo-akademie-traunstein-wurde-zum-opfer-der-skeptiker\/\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst sind solche Schreiben nicht sonderlich belastbar. Sie enthalten \u00fcblicherweise die Inhalte, von denen der Autor vermutet, dass sie f\u00fcr ihn g\u00fcnstig w\u00e4ren, wenn die Leser das glauben. \u00c4hnlich dem, was die Tochter erz\u00e4hlt, wenn sie abends drei Stunden sp\u00e4ter als vereinbart nach Hause kommt. Mehr nicht. Aber auch dies kann interessant sein.<\/p>\n<p>So hat die Akkreditierungsagentur der Akademie versichert, dass f\u00fcr die Akkreditierung alle Kriterien erf\u00fcllt gewesen w\u00e4ren. Ahh, ja. Wer sich schon\u00a0jemals mit Qualifizierungen, Akkreditierungen, Audits\u00a0und \u00c4hnlichem besch\u00e4ftigt hat, der wei\u00df ja, wie gerne die Auditoren\u00a0schon lange vor Abschluss der Pr\u00fcfungen zu Protokoll geben, dass eigentlich alle Kriterien erf\u00fcllt sind und man die n\u00e4chsten Wochen eigentlich nur noch so friedlich vor sich hin pr\u00fcft, weil man sonst nichts Besseres zu tun hat.<\/p>\n<p>Und dann muss ich sagen, ehrlich, wir sind schon Wahnsinnstypen. Echt. Okay, das mit den \u00c4rzteverb\u00e4nden, die sich uns angeschlossen haben, habe ich nicht so mitbekommen, und die Politik fand ich eher etwas tr\u00e4ge. Aber was wir bewegt haben! Der Senat in Berlin, der schluckt so ohne Weiteres so manchen Bankenskandal, auch der Flughafen Berlin Brandenburg ist nichts wirklich Ernstes, aber ein paar Blogger, die sich \u00fcber einen Studiengang in Bayern mokieren und &#8211; m\u00f6chte man es denn glauben &#8211; sogar ins Fernsehen kommen, im dritten Programm, die bringen den ganzen Laden in Aufruhr. So schlimm, dass man als Hochschule noch nicht mal warten m\u00f6chte, dass die Aufsichtsbeh\u00f6rde etwas entscheidet, nein, vorab gibt man schon alleine dem Druck nach.<\/p>\n<p>Mein Ghhottttt, was sind wir wichtig!<\/p>\n<p>Und dieser arme Professor. So eingesch\u00fcchtert war der. Ein Mann mit internationalen Lehr- und Vortragsverpflichtungen. Den haben wir unter Druck gesetzt. Wahrscheinlich hat jemand dem international ausgewiesenen Professor f\u00fcr Neurologie erkl\u00e4rt, dass er unter einem Heilpraktiker als Fachbereichsleiter Studenten in ein paar wenigen Stunden die Grundz\u00fcge der Neurologie beibringen sollte. Und sich den D\u00fcnnsinn dann anh\u00f6ren, der\u00a0sp\u00e4ter bei\u00a0der Pr\u00fcfung herauskommt, und das dann nicht zu schlecht benoten darf, weil sonst die SHB die Kunden verliert. Dem Druck ist man nicht so leicht gewachsen, wenn man nur ein paar Hundert wissenschaftliche Papers ver\u00f6ffentlicht und auf Kongressen und Tagungen in der Diskussion verteidigt hat. Armer Mann, h\u00e4tte er doch so gerne mal was Gescheites gelehrt&#8230;.<\/p>\n<p>Dann ist es nat\u00fcrlich auch einseitig und schlimm von der Presse, dass sie in den letzten Berichten die Leitung der Hom\u00f6o-Akademie nicht mehr dazu bewegen konnte, sich der Diskussion zu stellen\u00a0oder zumindest ihre Statements abzugeben. Wirklich unfair, sowas. Mir war auch nicht aufgefallen, dass die angef\u00fchrten Punkte zur Hom\u00f6opathie-Hochschule widerlegt worden w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\"><em>&#8222;Bedauern aber auch f\u00fcr eine vertane Chance, sich der Diskussion \u00fcber die Hom\u00f6opathie wirklich wissenschaftlich fundiert zu n\u00e4hern.&#8220;<\/em><\/p>\n<p align=\"left\">Irgendetwas war mir da wohl entgangen. Ich habe nicht verstanden, wie sich das wissenschaftliche Niveau h\u00e4tte manifestieren sollen. Dann h\u00e4tte ich mich gerne der Diskussion gen\u00e4hert. Vielleicht sogar so weit, dass ich dran teilgenommen h\u00e4tte. Wirklich schade, dass diese Chance der Diskussion, die \u00fcber das letzte halbe Jahr nutzlos verstrichen ist, nun nicht mehr besteht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\"><em>&#8222;Bedauern in erster Linie f\u00fcr all diejenigen, die f\u00fcr diesen Studiengang bereits Ausbildungen, Studium oder berufliche Laufbahnen abgebrochen bzw. ver\u00e4ndert haben.&#8220;<\/em><\/p>\n<p align=\"left\">Es w\u00e4re interessant zu erfahren, welchen Anspruch auf Schadensersatz diesen Personen entstanden ist.<\/p>\n<p align=\"left\">Lassen wir es gut sein.<\/p>\n<p align=\"left\">Freuen wir uns, dass wir jetzt wohl auf ewig als die b\u00f6sen\u00a0Skeptiker und Spielverderber Einzug in die Geschichte der Hom\u00f6opathie gefunden haben, vielleicht als Begr\u00fcnder einer Verschw\u00f6rungstheorie gelten k\u00f6nnen. Eine kleine Gemeinheit f\u00fcr einen Studiengang, ein gro\u00dfer Stolperstein f\u00fcr den wissenschaftlichen Unfug, der sich Hom\u00f6opathie nennt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sowohl Professor L\u00f6hn von der Steinbeis Hochschule Berlin als auch Frau Wilhelm, die Akademieleiterin der Hom\u00f6o-Akademie in Traunstein, haben sich heute mit ihren Stellungnahmen an die \u00d6ffentlichkeit bzw. ihre Studenten gewandt. 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