{"id":1513,"date":"2014-01-15T19:10:46","date_gmt":"2014-01-15T17:10:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1513"},"modified":"2014-10-22T17:36:39","modified_gmt":"2014-10-22T15:36:39","slug":"fehlende-scientabilitaet-der-homoeopathie-ein-eigentor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1513","title":{"rendered":"Fehlende Scientabilit\u00e4t der Hom\u00f6opathie &#8211; ein Eigentor?"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1513\" data-timestamp=\"1413999399\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1513\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 16<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1513&text=Fehlende%20Scientabilit%C3%A4t%20der%20Hom%C3%B6opathie%20%E2%80%93%20ein%20Eigentor%3F\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p lang=\"de-DE\">Dieser Artikel setzt sich einmal nicht mit der Hom\u00f6opathie selbst auseinander, sondern mit der Art und Wiese, wie aus\u00a0skeptischer Sicht damit umgegangen werden sollte. Nur um eventuellen Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen sei darauf hingewiesen, dass die kritische Betrachtung des Konzepts der Scientabilit\u00e4t nicht mit einem Standpunkt als Bef\u00fcrworter der Hom\u00f6opathie verwechselt werden sollte. Also, lieber Leser, sollten Sie ein Bef\u00fcrworter der Hom\u00f6opathie sein, dann w\u00fcrden Sie meine Intention gr\u00fcndlich missverstehen, wenn Sie diesen Artikel f\u00fcr eine Argumentation pro Hom\u00f6opathie hielten &#8211; seien Sie versichert, so ist er nicht gemeint.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Hom\u00f6opathie als Therapieform zeichnet sich dadurch aus, dass die angeblich am besten wirksamen Medikamente keine Bestandteile des angeblich wirksamen Wirkstoffes enthalten. Dadurch, dass die L\u00f6sung nach jeder Verd\u00fcnnung heftig gesch\u00fcttelt werde, sei jedoch gew\u00e4hrleistet, dass die Wirksamkeit nicht abnehme, sondern im Gegenteil sogar verst\u00e4rkt w\u00fcrde. Es gibt derzeit keine durchg\u00e4ngige Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, wie die urspr\u00fcngliche Substanz, die im fertigen Medikament nicht mehr vorhanden ist, eine Wirkung auf den Patienten aus\u00fcben k\u00f6nnte. Nach dem gegenw\u00e4rtigen Kenntnisstand in der Physik ist eine Wirksamkeit sogar ausgeschlossen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dennoch sind \u00fcber 160 klinische Studien zur Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Arzneimittel bekannt (<a href=\"http:\/\/www.facultyofhomeopathy.org\/research\/\" class=\"broken_link\">Link<\/a>). In knapp der H\u00e4lfte davon kommen die Autoren zu positiven Ergebnissen. Es ist zwar durchaus zu erwarten, dass es einige wenige Studien gibt, die ein falsch-positives Resultat liefern, aber \u00fcber 70 sind zu viele, um\u00a0sie durch eine Fehlerwahrscheinlichkeit von 5 % oder einem Publication bias (&#8218;Schubladenproblem&#8216;) erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Frage ist nun, wie geht man mit diesen Ergebnissen um, die entsprechend dem oben Gesagten eigentlich nicht m\u00f6glich sind. Dass die Bef\u00fcrworter der Hom\u00f6opathie diese Ergebnisse als erfolgreiche Wirkungsnachweise vermarkten, ist klar. Ebenso, dass dies als ein solides wissenschaftliches Fundament bewertet wird. Aber wie kann man als Kritiker diese Ergebnisse bewerten?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine M\u00f6glichkeit zeigt Christian Weymayr in einer vor Kurzem ver\u00f6ffentlichten Schrift auf [1], die auch ihren Widerhall in der Presse gefunden hat (<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/versagen-der-medizin-homoeopathie-ein-ritterschlag-fuer-quacksalber-12740075.html\">hier<\/a>) und (<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/homoeopathie-auf-der-suche-nach-dem-nichts-1.1860104\">hier<\/a>). Das Problem liegt demnach darin, dass die randomisierte Vergleichsstudie ein fehlerbehaftetes Instrument sei, das von daher ungeeignet ist, bei der Pr\u00fcfung gesicherter Erkenntnisse zuverl\u00e4ssige Resultate zu liefern. Man d\u00fcrfe daher nur solche medizinische Ma\u00dfnahmen in klinischen Studien untersuchen, deren Wirkungsweise den gesicherten Kenntnissen nicht widerspricht. Diese Therapieformen w\u00e4ren &#8217;scientabel&#8216;. Bereits vorliegende Studien zu nicht scientablen Therapien w\u00fcrden einfach als irrelevant erkl\u00e4rt, womit sich eine Diskussion \u00fcber die Ergebnisse er\u00fcbrige.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dieser Ansatzpunkt zum Umgang mit der Hom\u00f6opathie soll im Folgenden von verschiedenen Seiten betrachtet werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dabei ist zun\u00e4chst nicht erkennbar, wie diese Pr\u00fcfung oder der Nachweis der Scientabilit\u00e4t aussehen soll, und wer letztendlich auf welcher Grundlage \u00fcber den weiteren Fortgang entscheidet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Verst\u00e4ndlich und sicher auch erstrebenswert w\u00e4re, wenn man das Kriterium der Scientabilit\u00e4t bei Fragen der F\u00f6rder-\u00d6konomie anwenden w\u00fcrde. In Zeiten knapper werdender Forschungsgelder ist es erforderlich, die verf\u00fcgbaren Mittel auf solche Projekte zu verteilen, die am meisten erfolgversprechend sind. Schlie\u00dflich ist man verpflichtet, \u00f6ffentliche Gelder m\u00f6glichst nutzbringend anzulegen. Man wird sich auf solche Projekte konzentrieren, bei denen ein R\u00fcckfluss der eingesetzten Mittel am ehesten wahrscheinlich erscheint. In dieser Situation mag es hilfreich sein, wenn es ein plausibles Modell der Wirksamkeit gibt, quasi als Nachweis, dass es sich nicht um ein Hirngespinst handelt. Hier w\u00e4re ein solches Konzept der Scientabilit\u00e4t sicher sinnvoll &#8211; aber darum geht es Weymayr nicht. Ein m\u00f6glichst \u00f6konomischer Umgang mit knappen Mitteln wird in der Arbeit nicht erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es geht Weymayr vielmehr darum, zu verhindern, dass sich die Hom\u00f6opathie weiter mithilfe der Methoden der evidenzbasierten Medizin nach au\u00dfen als wissenschaftlich begr\u00fcndet darstellen k\u00f6nne. Es geht also um das Bild der Hom\u00f6opathie in der \u00d6ffentlichkeit. Dieses soll nicht dadurch aufgewertet werden, dass in anerkannten wissenschaftlichen Methoden Ergebnisse erzeugt werden, die zwar offenkundig falsch sein m\u00fcssen, was aber in der \u00d6ffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen wird.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">So verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar der Wunsch nach einer Methodik, die solches zu verhindern im Stande w\u00e4re, auch ist &#8211; praktisch eine Zensur wissenschaftlicher Forschungst\u00e4tigkeit einzuf\u00fchren kann jedoch nicht das Mittel der Wahl sein. Wie zu zeigen sein wird, w\u00fcrde man sich dadurch auf eben das gleiche unwissenschaftliche Niveau begeben, das wir der Hom\u00f6opathie zum Vorwurf machen. Hierzu haben auch schon andere Autoren ihre Sichtweise ver\u00f6ffentlicht (beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.sebastian-bartoschek.de\/cms\/topics\/scientabilitaet---eine-gegenrede.php\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.hoaxilla.com\/hoaxilla-129-scientabilitat\/\">hier<\/a>), dennoch m\u00f6chte ich im Folgenden meine Sichtweise darlegen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Kriterien der Scientabilit\u00e4t<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Zun\u00e4chst kann man die angef\u00fchrten Kriterien zur Beurteilung der Scientabilit\u00e4t durchaus als diffus bezeichnen. W\u00f6rtlich hei\u00dft es:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><i>&#8218;Medizinische Ma\u00dfnahmen sollen nur dann in klinischen Studien untersucht werden, wenn sie sicheren Erkenntnissen nicht widersprechen. Eine medizinische Ma\u00dfnahme ist demnach scientabel, wenn sie sicheren Erkenntnissen nicht widerspricht&#8216;<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">An anderer Stelle hei\u00dft es:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><i>&#8218;&#8230; das Konzept [der Scientabilit\u00e4t] fordert kein plausibles Wirkprinzip, sondern es verwahrt sich gegen Wirkprinzipien, die sicheren Erkenntnissen widersprechen.&#8216;<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was sind &#8217;sichere Erkenntnisse&#8216;?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aus dem\u00a0Text\u00a0geht hervor, dass &#8217;sichere Erkenntnisse&#8216; im Einklang mit etablierten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen stehen,\u00a0etwa, dass\u00a0eine geistartige immaterielle Wirkung nicht m\u00f6glich ist, die angeblich nach hom\u00f6opathischem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Wirkung ihrer Arzneien verantwortlich ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Verallgemeinern wir etwas und gehen davon aus, dass die &#8217;sicheren Erkenntnisse&#8216; den gegenw\u00e4rtigen Stand der naturwissenschaftlichen Erkenntnis darstellen, wonach es keine immateriellen Wirkungen gibt, eine geistartige immaterielle Wirkung hom\u00f6opathischer Arzneien somit ausgeschlossen ist. Dieses Weltbild ist zwar vielleicht nicht vollst\u00e4ndig, sollten aber in der Zukunft weitergehende Erkenntnisse gewonnen werden, dann kann ausgeschlossen werden, dass sie dem heutigen Stand widersprechen w\u00fcrden, denn diese m\u00fcssten schlussendlich auch den gegenw\u00e4rtigen Erkenntnisstand beinhalten. Schlie\u00dflich sei die Widerspruchsfreiheit des gegenw\u00e4rtigen Kenntnisstandes sowie die sich in unseren technischen Errungenschaften offenbarende Richtigkeit desselben quasi ein Beweis daf\u00fcr, dass ein Widerspruch nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dies ist der Tenor, der der Diskussion des Artikels der SZ zu entnehmen ist &#8211; zugegeben aber nicht von Weymayr selbst stammt. Wir m\u00fcssen aber davon ausgehen, dass dieser Zusammenhang gemeint ist, denn sonst w\u00e4re die Konzeption der Scientabilit\u00e4t doch zu trivial.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ein Blick in die Geschichte:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nachdem Isaac Newton 1687 sein Hauptwerk zur Mechanik ver\u00f6ffentlicht hatte, war Physik gleichbedeutend mit Mechanik. Alles konnte mechanisch erkl\u00e4rt werden, sei es der Fall des Apfels vom Baum oder die Bewegungen der Planeten um die Sonne. Dieses Weltbild war widerspruchsfrei und wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts immer weiter ausgearbeitet (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klassische_Mechanik\">Link<\/a>). Selbst das Licht galt als eine sich mechanisch ausbreitende Erscheinung. Wir k\u00f6nnen sicher davon ausgehen, dass in den folgenden Jahrhunderten kaum Zweifel an der allgemeinen G\u00fcltigkeit der Mechanik vorlagen. Ein Indiz daf\u00fcr ist sicher die Stellungnahme Henry Ellsworths, des ersten Leiters des US-Amerikanischen Patentamts, aus dem Jahre 1843, dass der Zeitpunkt nicht mehr fern sei, zu dem alle denkbaren Erfindungen get\u00e4tigt seien (<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Charles_Holland_Duell\">Link<\/a>).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was h\u00e4tte die Wissenschaft wohl 1800 gesagt, wenn jemand postuliert h\u00e4tte, dass es physikalisch m\u00f6glich w\u00e4re, von praktisch jedem bewohnten Ort der Welt mit Menschen an jedem anderen beliebigen Ort der Welt direkt zu sprechen, und dabei auch noch die Stimme zu h\u00f6ren und ein Bild zu sehen, das den Gespr\u00e4chspartner in genau der gleichen Sekunde zeigt? Es w\u00e4re sicherlich die richtige Einsch\u00e4tzung erfolgt, dass dies auf mechanischem Wege nicht m\u00f6glich ist und niemals m\u00f6glich sein wird, was sicherlich auch beweisbar ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dennoch ist es, wie wir alle wissen, heute keine sonderlich aufregende Aktion mehr, mit jemandem auf der anderen Seite der Erde zu skypen. M\u00f6glich wurde dies unter anderem durch die Elektrotechnik (und viele andere Technologien mehr), wor\u00fcber 1800 keine Kenntnisse vorlagen. Hier hat sich also ein neuer Bereich der Naturwissenschaft entwickelt, \u00fcber dessen Existenz bis ca. 1800 praktisch keine Kenntnis bestand.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Kann man die Elektrizit\u00e4tslehre als eine \u00fcbergreifende naturwissenschaftliche Disziplin sehen, die analog zur Quantenmechanik den bisherigen Kenntnisstand umschlie\u00dft? Ganz sicher nicht. Die Mechanik ist keine besondere Form der Elektrotechnik oder umgekehrt, es sind beides eigenst\u00e4ndige physikalische Bereiche, die m\u00f6glicherweise unter dem Dach der Quantenmechanik zu einem einheitlichen Gebilde werden. Das aber \u00e4ndert nichts daran, dass die &#8217;neue&#8216; Elektrizit\u00e4tslehre ab vielleicht 1820 zus\u00e4tzliche Wirkprinzipien beschrieb, die in der Mechanik unbekannt waren. Dinge, die mechanisch unm\u00f6glich waren, konnten eben doch realisiert werden, eine einfach zu bedienende Stra\u00dfenbeleuchtung etwa. Und sp\u00e4ter die Informationstechnik, f\u00fcr die wir Skype als Beispiel angef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dieser kleine Exkurs soll untermauern, dass es nicht seri\u00f6s m\u00f6glich ist, aus der erlebten Abgeschlossenheit einer Lehre oder deren Widerspruchsfreiheit abzuleiten, dass es\u00a0bestimmte Wirkmechanismen nicht geben kann, nur weil sie im Rahmen dieser Lehre als unm\u00f6glich anzusehen sind.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was wird hinsichtlich der Kenntnisse wissenschaftlicher Sachverhalte dadurch bewiesen, dass es zuverl\u00e4ssige technische Produkte gibt?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nichts.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Auch hier ein kleiner Blick in die Geschichte. Ein Pionier im Schiffbau ist der schwedische Schiffbaumeister Frederik Hendrik af Chapman (1721 &#8211; 1808). Er war der Erste, der eine geschlossene mathematische Theorie zur Stabilit\u00e4t der Schwimmlage von Schiffen erarbeitete und ver\u00f6ffentlichte (1768). Vorher gab es keine geschlossene Theorie, sondern nur empirisches Wissen \u00fcber gewisse Gestaltungsregeln, die einzuhalten sind, um zuverl\u00e4ssige Schiffe zu bauen. Dennoch gab es schon dreihundert Jahre vorher Schiffe, die den Atlantik \u00fcberqueren konnten. Die holl\u00e4ndischen Ostindienfahrer hundert Jahre vor Chapman waren riesige Segelschiffe mit bis zu 50 m hohen Masten, die ihre Schwimmlage sehr stabil beibehalten konnten, und so in der Lage waren, lange Seereisen zu unternehmen, und dabei auch heftigen St\u00fcrmen zu trotzen\u00a0\u00a0(<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Batavia_(Schiff,_1628) \">Link<\/a>). Nat\u00fcrlich erfolgte die Sammlung des Wissens nicht ohne Unf\u00e4lle (z. B. der\u00a0Untergang des schwedischen K\u00f6nigsschiffes Vasa auf der Jungfernreise 1628). Aber auch heute werden einige Kenntnisse und Regeln im Schiffbau erst nach schweren Unf\u00e4llen eingef\u00fchrt oder verfeinert (z. B. die Kenterung der Herald of free Enterprise in Zeebrugge, 1987).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Auch die aus der Antike und dem Mittelalter erhaltenen gelegentlich monumentalen Geb\u00e4ude (Collosseum, Akropolis, Hagia Sofia, Petersdom, etc., etc.) sind sicher v\u00f6llig ohne Kenntnis der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der modernen Baustatik entstanden &#8211; insbesondere \u00fcber die bei statisch unbestimmten Auflagerbedingungen auftretenden Kr\u00e4fte und der Tragf\u00e4higkeit von Platten und Schalen &#8211; und haben dennoch Jahrhunderte \u00fcberdauert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Man erkennt, in welch starkem Ausma\u00df Empirie geeignet ist, Wissen auch ohne solides wissenschaftliches Fundament zumindest soweit zu erwerben, dass es im Rahmen bestimmter Grenzen angewendet werden kann.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Zusammengefasst gibt es keinen schl\u00fcssigen Beweis daf\u00fcr, dass es nicht doch eine Erweiterung des Wissens geben k\u00f6nnte, die zu Kenntnissen \u00fcber heute unbekannte und nicht vorstellbare Wirkprinzipien f\u00fchren w\u00fcrde, und es kann nicht bewiesen werden, dass Hahnemann durch Empirie nicht auf eben solche Dinge gesto\u00dfen sein kann, auch ohne eine in das gegenw\u00e4rtige Bild passende Erkl\u00e4rung daf\u00fcr zu haben. Aber, lieber Hom\u00f6opath, wenn Sie das lesen: daraus folgt nicht, dass dies auch so kommen muss beziehungsweise tats\u00e4chlich auch so ist. Es handelt sich um eine nicht sehr wahrscheinliche, aber auch nicht g\u00e4nzlich auszuschlie\u00dfende M\u00f6glichkeit, mehr nicht. Wenn Sie mich hier zitieren, lege ich Wert darauf, dass diese letzten S\u00e4tze auch in dem Zitat enthalten sind.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ich selbst glaube in der Tat, dass die angeblich wirksamen weil hochpotenzierten hom\u00f6opathischen Arzneimittel keine spezifische Wirksamkeit entfalten, eben weil sie den Stoff, der da wirken soll, nicht enthalten. Ich halte es f\u00fcr praktisch ausgeschlossen, dass Hahnemann per Zufall &#8211; eine andere Erkl\u00e4rung w\u00fcrde es f\u00fcr diesen Umstand nicht geben &#8211; auf die empirischen Erkenntnisse gesto\u00dfen ist, die es ihm erm\u00f6glicht h\u00e4tten, die unbekannten Wirkprinzipien zu nutzen. Wissenschaftliches Arbeiten setzt allerdings voraus, dass der Glaube oder die Meinung des Forschers keinen Einfluss auf das Ergebnis haben soll. Eine pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung darf von daher schon gar kein Bewertungskriterium sein. So plausibel und einsichtig unser heutiger Wissensstand eine Wirkung der Hom\u00f6opathie ausschlie\u00dft &#8211; so wenig ist es gerechtfertigt, diesen Status in alle Zukunft zu extrapolieren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Kennzeichen einer Wissenschaft ist es also, dass sie stets im Wandel ist, dass bestehende Erkenntnisse laufend \u00fcberpr\u00fcft werden und gegebenenfalls erg\u00e4nzt oder ausgetauscht werden. Kann man da einfach einen bestimmten Stand der Wissenschaft als Kriterium festschreiben, den man nicht als richtig beweisen, sondern allenfalls nur glauben kann? Auf diesem Wege w\u00fcrde man sich auf die gleiche Stufe mit den eher dogmatischen Heilslehren stellen, die einen gro\u00dfen Teil ihrer Erkenntnisse eben nicht der laufenden \u00dcberpr\u00fcfung unterziehen und somit nicht auf nachweisbaren Grundlagen beruhen.\u00a0Gerade der Hom\u00f6opathie wird zu Recht vorgeworfen, dass die Lehren Hahnemanns einer wissenschaftlichen \u00dcberpr\u00fcfung nicht standhalten, und die Verfechter der Hom\u00f6opathie dennoch dogmatisch an \u00c4hnlichkeitsprinzip, Lebenskraft und Potenzierung festhalten. Wenn wir von einer Lehre verlangen, dass sie mit den Erkenntnissen konform gehen soll, bevor sie eben diese in Frage stellen kann &#8211; dann sind wir auf genau dem gleichen Niveau wie die dogmatische Glaubenslehre der Hom\u00f6opathie.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es sei darauf hingewiesen, dass die &#8218;geistartige immaterielle Wirkung&#8216; auf Formulierungen Hahnemanns zur\u00fcckgehen &#8211; der zu seiner Zeit vor zweihundert Jahren keine bessere Wortwahl hatte, eine Wirkung verst\u00e4ndlich zu machen, die \u00e4hnlich Gravitation oder Magnetismus nicht auf die direkte Wirkung eines mechanischen Kontaktes beruht. Es gibt heute durchaus auch andere Erkl\u00e4rungsversuche der Hom\u00f6opathie &#8211; Imprinttheorie, Nanobl\u00e4schen, Informationstheorie, Quantenwirkung &#8211; die zumindest nicht so einfach als &#8218;den sicheren Erkenntnissen widersprechend&#8216; zu identifizieren sind wie eine w\u00f6rtlich verstandene &#8218;geistartige Wirkung&#8216;. Zumindest nicht in den Augen der \u00d6ffentlichkeit, die ja Adressat der Ma\u00dfnahme ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nat\u00fcrlich ist es extrem unwahrscheinlich, dass irgendeine der Theorien sich am Ende bewahrheiten wird und die Dutzende von Nobelpreisen, die damit verbunden w\u00e4ren, auch f\u00e4llig werden &#8211; daher ist dieser k\u00fcnstliche Schutzwall um die Wissenschaft, der nur mit dem Passierschein der Widerspruchsfreiheit zu \u00fcberwinden w\u00e4re, v\u00f6llig unn\u00f6tig.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Warum soll also verhindert werden, dass nicht scientable medizinische Ma\u00dfnahmen in klinischen Studien untersucht werden? Weil diese falsche Ergebnisse liefern k\u00f6nnten, die nicht in unser Weltbild passen?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wenn das Konzept der klinischen Studie als randomisierte Vergleichsstudie unzul\u00e4nglich ist und zu fehlerhaften Resultaten f\u00fchren kann &#8211; dann ist dieses Risiko immer gegeben und nicht nur, wenn man sie auf Therapien anwendet, deren Wirkprinzip im Rahmen der heute als gesichert geltenden Erkenntnisse nicht erkl\u00e4rbar ist. Der Vorteil dieser Form der Studien ist es ja gerade, unabh\u00e4ngig von einem Wirkprinzip Aufschluss dar\u00fcber zu liefern, ob eine Therapie wirksam ist oder nicht. Die Plausibilit\u00e4t der Wirkungsweise ist kein Parameter, der an irgendeiner Stelle einflie\u00dft und das Ergebnis beeinflusst. Im Gegenteil, man kann aus der H\u00e4ufung sicher falsch-positiver Ergebnisse sogar den R\u00fcckschluss ziehen, dass es generell bei der Anwendung zu Problemen kommt, folglich auch bei Untersuchungen in der evidenzbasierten Medizin. Das Konzept der randomisierten Vergleichsstudie ist entweder immer zu bezweifeln oder nie. Ein Weg dazwischen ist nicht vorstellbar.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die randomisierte Vergleichsstudie ist ein Werkzeug, das zutreffende Erkenntnisse liefern soll. Da wir uns bei der Auswertung im Bereich der Wahrscheinlichkeit bewegen, ist es unumg\u00e4nglich, dass es eine gewisse Unsicherheit in den Ergebnissen gibt. Das ist prinzipiell bei jedem Messwerkzeug der Fall, auch wenn man mit einem Zollstock misst, wie breit der eigene Schreibtisch ist. Wenn Sie 1,60 m messen, dann ist es dennoch nicht sehr wahrscheinlich, dass der Schreibtisch auch 1,6000 m breit ist. Hier ist es die Grenze der Messaufl\u00f6sung, die der Aufgabenstellung angemessen sein muss, dort ist es die Restunsicherheit des Alpha-Fehlers, also die Wahrscheinlichkeit eines falsch-positiven Resultats.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ohne Zweifel spricht alleine die Anzahl der vermeintlich erzielten positiven Nachweise f\u00fcr die Hom\u00f6opathie daf\u00fcr, dass hier eine weitergehende Problematik gegeben sein muss. Was aber ist zu tun, wenn ein Messwerkzeug offenbar unzutreffende Ergebnisse liefert? Die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Fehler generell zu ignorieren und nur die Messungen zu verbieten, bei denen Ergebnisse herauskommen k\u00f6nnten, die uns Schwierigkeiten machen? Und wenn es solche Ergebnisse schon gibt, diese dann einfach pauschal als fehlerbehaftet und demnach als irrelevant abzutun?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das kann nicht der richtige Weg sein. Vielmehr w\u00e4re zu untersuchen, worin die Ursache f\u00fcr die Anf\u00e4lligkeit liegt. Danach muss man entscheiden, ob man das Verfahren verbessern kann, oder ob es vielleicht generell ungeeignet ist. Im zweiten Fall w\u00e4re das Messverfahren zu verwerfen &#8211; und alle (!) mit ihm erzeugten Ergebnisse ebenfalls. Will man mit dem Verfahren erzeugte Ergebnisse retten, dann muss herausgefunden werden, unter welchen Bedingungen falsche Ergebnisse zu erwarten sind. Im n\u00e4chsten Schritt w\u00e4ren die bisherigen Untersuchungen zu bewerten und entsprechend zu verwerfen oder als g\u00fcltig anzuerkennen. Ich m\u00f6chte darauf wetten, dass diese Kriterien den Punkt, ob der Wirkmechanismus der Theorie plausibel ist, nicht enthalten w\u00fcrden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">So weit brauchen wir aber nicht zu gehen. Das Untersuchungsprinzip der placebokontrollierten Vergleichsstudie ist per se nicht fehleranf\u00e4llig, zumindest nicht mehr als andere Methoden auch. Es gilt lediglich das Prinzip, das man auch aus der Informationsverarbeitung kennt und mit GIGO bezeichnet. Dieses Prinzip besagt, dass, wenn man ein System mit (Daten-)M\u00fcll f\u00fcttert, dann zu erwarten ist, dass auch nur (Ergebnis-)M\u00fcll dabei herauskommt. Das ist aber kein Fehler der Methode der randomisierten Vergleichsstudie an sich, sondern ein Problem in der Anwendung.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bislang habe ich mehr als zwei Dutzend der oben genannten \u00fcber siebzig angeblich erfolgreichen klinischen Studien zur Hom\u00f6opathie analysiert. Bisher konnten alle positiven Ergebnisse &#8211; mit einer m\u00f6glichen Ausnahme &#8211; auf Fehler in der Versuchsf\u00fchrung, der Datenermittlung und -verarbeitung sowie der Interpretation der Ergebnisse zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Bisherige Hauptkritikpunkte:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Mehrere Ma\u00dfnahmen werden parallel eingef\u00fchrt, die Ergebnisse aber nur der Einnahme des hom\u00f6opathischen Mittels zugeschrieben.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Die beschr\u00e4nkte Aufl\u00f6sung der Messverfahren f\u00fchrt infolge Fehlerfortpflanzung zu einer erheblichen Unsicherheit im Ergebnis, die zus\u00e4tzlich zum statistischen Vertrauensbereich betrachtet werden m\u00fcsste, aber ignoriert wird.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Die erzielten Effekte sind sehr klein, kleiner als die Streuung in den Eingangsdaten.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Zwischen den Vergleichsgruppen herrschen gro\u00dfe Differenzen, die einen Vergleich der Gruppenergebnisse nachhaltig beeinflussen.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Pilotstudien mit zu kleiner Teilnehmerzahl und multiplen Effekten werden als aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse betrachtet.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\">Isolierte zuf\u00e4llig signifikante Einzelresultate werden als repr\u00e4sentativ f\u00fcr das gesamte Studienergebnis gewertet (Rosinenklauberei).<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Dies sind, im Vorgriff auf meinen Vortrag bei der n\u00e4chsten Skepkon, Fehler, die bei den klinischen Studien h\u00e4ufig aufgetreten sind, die in der Schang-Studie als qualitativ gut bewertet wurden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schlicht und einfach: Die klinische Studie funktioniert &#8211; vermutlich &#8211; ohne jeden Makel im Rahmen der zu erwartenden Genauigkeit, die sich in dem Risiko eines Alpha-Fehlers ausdr\u00fcckt. Die Daten werden lediglich &#8211; ob unbewusst oder gewollt sei dahingestellt &#8211; falsch ermittelt und aufbereitet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ist es sinnvoll, nicht-scientable Therapien von klinischen Studien auszuschlie\u00dfen?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aus meiner Sicht ganz und gar nicht. Letztendlich sind die Kriterien\u00a0f\u00fcr die Scientabilit\u00e4t alles andere als klar und eindeutig. Es dr\u00e4ngt sich vielmehr der Eindruck auf, dass hier mit M\u00fche ein Kriterium gesucht wurde, das ausschlie\u00dflich auf die Hom\u00f6opathie und verwandte Therapieformen zutrifft, um weitere Forschung dort zu verhindern. Zumindest wird es schwierig, gegen den Vorwurf der willk\u00fcrlichen Zensur von bestehenden Ergebnissen und weiteren Forschungsaktivit\u00e4ten anzudiskutieren. Schon alleine aus diesem Aspekt heraus erscheint das Konzept der Scientabilit\u00e4t als argumentatives Eigentor, das zudem \u00fcberfl\u00fcssig ist. Wenn die Gegenseite Studienergebnisse dazu nutzt, das wissenschaftliche Fundament hervorzuheben, dann ist es doch wesentlich effektiver, wenn man aufzeigen kann, wie wenig tragf\u00e4hig dieses ist, weil die Ergebnisse eben nicht solide nach Ma\u00dfst\u00e4ben der evidenzbasierten Medizin erarbeitet wurden, als mit dem eher abstrakten Begriff der Scientabilit\u00e4t zu operieren. Zugegeben, dabei besteht das Problem, diese Information in angemessener Form \u00e4hnlich effektiv zu verbreiten wie es die Interessenvertreter der Hom\u00f6opathie tun. Aber das Problem einer Vermittlung der Information besteht\u00a0auch bei\u00a0der Scientabilit\u00e4t, wenn man erreichen will, dass es in weiten Kreisen bekannt sein und als relevant akzeptiert werden soll.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Nicht scientable Therapien<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ma\u00dfnahmen, die nicht scientabel sind, schreibt Weymayr, sollen nicht generell von der Forschung ausgeschlossen werden, vielmehr sollten sie in Grundlagenexperimenten mit gr\u00f6\u00dferer Fehlerrobustheit untersucht werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dieser Ansatz f\u00fchrt vieles der bisherigen Diskussion mit Verfechtern der Hom\u00f6opathie ad absurdum. Implizit ist hier die Forderung enthalten, dass zun\u00e4chst in Grundlagenexperimenten die Frage zu beantworten sei, wie die Wirkung sich entfaltet, bevor man weitere klinische Untersuchungen ausf\u00fchrt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei jeder Diskussion zur Wirkung der Hom\u00f6opathie f\u00fchrt fr\u00fcher oder sp\u00e4ter ein Diskussionsteilnehmer anekdotenhafte Fallberichte von sich selbst oder von Personen in seinem n\u00e4heren oder weiteren Umfeld an, die mittels hom\u00f6opathischer Therapie unglaubliche Heilerfolge erzielt haben wollen, wom\u00f6glich noch nachdem die \u00c4rzte der evidenzbasierten Medizin sie als hoffnungslos aufgegeben hatten. Mit einiger Berechtigung ist darauf zu entgegnen, dass einzelne Fallbeispiele keine Aussagekraft haben, einerseits, weil sie keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf eine generelle Effektivit\u00e4t zulassen, andererseits weil sie durch Wahrnehmungsverzerrungen verf\u00e4lscht sein k\u00f6nnen. Nur Untersuchungen an einer Vielzahl von Patienten, die in zwei oder mehrere Gruppen eingeteilt sind, und deren Behandlung sich nur in der Anwendung des Medikaments unterscheidet, lassen belastbare Aussagen zu, ob es tats\u00e4chlich das Medikament war, das geholfen hat, und ob die Erfolgsrate das \u00fcbertrifft, was an normalen Heilungsprozessen zu erwarten ist. Kurz und gut: Die klinische randomisierte Vergleichsstudie ist das einzig akzeptable Werkzeug, mit dem nachgewiesen werden kann, ob ein spezifischer Effekt der Behandlung \u00fcberhaupt vorhanden ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In den Naturwissenschaften ist es \u00fcblich, dass man zuerst nachweist, ob ein Effekt \u00fcberhaupt existiert, unter welchen Bedingungen er auftritt &#8211; und erst danach werden Grundlagenforschungen zu Ursache und Wirkung ausgef\u00fchrt. In den physikalischen Disziplinen, die sich mit Effekten besch\u00e4ftigen, die normalerweise nicht ohne hohen Aufwand zu beobachten sind, mag das heute in Einzelf\u00e4llen anders sein, indem man auf theoretischem Wege Effekte vorhersagt und in einem nachgeschalteten Experiment nachweist. Dies widerspricht aber nicht grundlegend der in den allermeisten Bereichen der Wissenschaft angewandten Vorgehensweise.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei der Scientabilit\u00e4t wird aber jetzt ein anderes Vorgehen gefordert, n\u00e4mlich dass man erst die Grundlagen erfolgreich erforscht haben sollte, um dann klinische Studien auszuf\u00fchren, die nachweisen, dass es den Effekt auch gibt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">W\u00fcrde man das tats\u00e4chlich so umsetzen, dann h\u00e4tte das zur Folge, dass sich ganz andere Fakult\u00e4ten als bisher mit den Grundlagen der Hom\u00f6opathie besch\u00e4ftigen w\u00fcrden. Letztendlich w\u00fcrde Hom\u00f6opathieforschung in wesentlich h\u00f6herem Umfang, gef\u00f6rdert durch \u00f6ffentliche Mittel, an naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4ten ehrw\u00fcrdiger Universit\u00e4ten stattfinden.\u00a0Schlie\u00dflich kann man die in der \u00d6ffentlichkeit weit verbreitete gef\u00fchlte Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Behandlungen nicht entkr\u00e4ften &#8211; man\u00a0fordert ja keinen klinischen Wirksamkeitsnachweis &#8211; und muss daher allen m\u00f6glichen Vorschl\u00e4gen f\u00fcr Forschungsvorhaben zustimmen. Die Erfahrung lehrt, dass auch diese an nicht-medizinischen Fakult\u00e4ten durchgef\u00fchrten Untersuchungen unabh\u00e4ngig vom Ergebnis als Beleg daf\u00fcr genutzt werden k\u00f6nnen, dass die Hom\u00f6opathie in den Naturwissenschaften fest verankert sei. Der Schuss ginge nach hinten los.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dabei ist noch nicht betrachtet worden, dass das nachgewiesene Vorhandensein eines spezifischen Effekts eine Grundvoraussetzung daf\u00fcr ist, Grundlagenforschung zu betreiben. Wie will man sonst eine Hypothesenpr\u00fcfung gestalten, welche Voraussetzung f\u00fcr den Effekt gegeben sein muss, wenn man nicht wei\u00df, wie man ihn sicher hervorrufen und identifizieren kann? Damit kommt es praktisch einem Forschungsverbot gleich, wenn man Untersuchungen zum Nachweis der Wirksamkeit nicht zul\u00e4sst.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">F\u00fcr die Hom\u00f6opathie werden beispielhaft Kriterien angegeben, anhand derer die Scientabilit\u00e4t gepr\u00fcft werden k\u00f6nnte. Sollen dies auch die Themen der Grundlagenuntersuchungen sein, die man f\u00fcr die nicht-scientable Hom\u00f6opathie durchf\u00fchren sollte? Diese sind:<\/p>\n<ol>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\"><i>Ist eine spezifische Existenz des Wirkprinzips nachgewiesen? Im Falle der Hom\u00f6opathie k\u00f6nnte dies auf die einfache Forderung nach einer Analysem\u00f6glichkeit der potenzierten Arzneien hinauslaufen<\/i><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\"><i>Ist eine Wirkung nachgewiesen? Das Verfahren oder die Substanz m\u00fcssten einen reproduzierbaren Effekt auf Zellkulturen haben<\/i><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\"><i>Ist eine physiologische bzw. physiologisch relevante Wirkung plausibel? F\u00fcr das Verfahren oder die Substanz m\u00fcsste plausibel dargelegt werden, dass sie im menschlichen Organismus irgendeine bzw. eine relevante Wirkung erzielen k\u00f6nnen.<\/i><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p lang=\"de-DE\">Kurz gefasst und auf die Spitze getrieben: Wir werden uns mit den Behauptungen des Fisches, er k\u00f6nnte unter Wasser quasi atmen,\u00a0erst dann auseinandersetzen, wenn er uns\u00a0nachgewiesen hat, dass er auf einen Baum klettern kann. Will hei\u00dfen: Diese Kriterien \u00fcbertragen die Anforderungen der evidenzbasierten Medizin auf die Hom\u00f6opathie, wobei nicht ber\u00fccksichtigt wird, dass die Hom\u00f6opathie ja gerade postuliert, dass sie auf andere Weise wirkt. K\u00f6nnten diese drei Kriterien eingehalten werden, dann w\u00e4re plausibel dargestellt, dass ein hom\u00f6opathisches Medikament genauso wirkt wie eines der evidenzbasierten Medizin. Das ist aber nicht die behauptete Tatsache, demzufolge w\u00e4ren solche Betrachtungen irrelevant, denn sie k\u00f6nnen keine Erkenntnisse dazu liefern, ob die in der Hom\u00f6opathie behaupteten Wirkmechanismen real sind oder nicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es sei am Rande darauf verwiesen, dass es durchaus Berichte dar\u00fcber gibt, dass Hom\u00f6opathika auf Zellkulturen und Pflanzenkeimlinge, ja sogar auf Amphibien eine Wirkung aus\u00fcben k\u00f6nnen &#8211; und dass dies auch reproduzierbar geschehe. Damit w\u00e4re die Scientabilit\u00e4t zumindest f\u00fcr diese Substanzen ausgehebelt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie erkennbar, gibt es in der Hom\u00f6opathie durchaus zahlreiche M\u00f6glichkeiten, das Konzept der Scientabilit\u00e4t zu unterlaufen. Da sind die vielen verschiedenen Wirkmechanismen, die sich einer physikalisch klingenden Wortwahl bedienen (Quantenheilung, Nanobl\u00e4schen, Informationstechnologie &#8230;. ), bei denen es schwerfallen d\u00fcrfte, der naturwissenschaftlich wenig vorgebildeten \u00d6ffentlichkeit klarzumachen, dass es sich um inhaltsleere Worth\u00fclsen handelt. Da gibt es Studien, die die Wirksamkeit auf Zellkulturen und sogar Tiere belegen. Alles dies muss zur Beurteilung der Scientabilit\u00e4t widerlegt werden. Man treibt den Teufel des Erkl\u00e4rungsnotstandes f\u00fcr die positiven klinischen Studien durch den Beelzebub aus, die angef\u00fchrten Erkl\u00e4rungen der Hom\u00f6opathie auf einem wesentlich weniger einsichtigen Niveau entkr\u00e4ften zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Position, dass erst einmal ein aussagekr\u00e4ftiger Nachweis f\u00fcr die G\u00fcltigkeit von \u00c4hnlichkeitsgesetz und Potenzierung vorgelegt werden muss, also erfolgreiche und zuverl\u00e4ssige klinische Studien vorliegen m\u00fcssen, bevor man diese Heilslehre als ein wirksame Therapie akzeptiert, ist wesentlich leichter aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wir haben bisher das Konzept der Scientabilit\u00e4t als Lex Homoeopathica behandelt, das den wesentlichen Inhalt hat, die Hom\u00f6opathie von den Verfahren der evidenzbasierten Medizin fernzuhalten, um zu verhindern, dass man sich in der \u00d6ffentlichkeit eine bessere Reputation erwirbt. Allerdings schreibt Weymayr generell von medizinischen Ma\u00dfnahmen. Daher m\u00fcsste die Frage untersucht werden, welche Auswirkungen die Forderung nach Scientabilit\u00e4t generell auf die medizinische Forschung h\u00e4tte. Leider bin ich mangels tiefergehender medizinischer Kenntnisse nicht der Richtige, das zu tun.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Indes liege ich sicher nicht ganz falsch, wenn ich davon ausgehe, dass neue Therapien zun\u00e4chst unbekannt sind und erste Mutma\u00dfungen \u00fcber die involvierten Wirkmechanismen nicht unbedingt v\u00f6llig widerspruchsfrei zu den Erkenntnissen der Physiologie und Pharmakologie passen. Es w\u00fcrde darauf hinauslaufen, wie stark denn diese Divergenzen sein d\u00fcrfen, bevor eine Therapieform als nicht scientabel eingestuft wird. Oder geh\u00f6ren Pharmakologie und Physiologie nicht zu den &#8218;gesicherten Erkenntnissen&#8216;? Wenn nein, warum nicht? Wo sind dann die Grenzen zwischen den gesicherten Erkenntnissen und den anderen, offenbar nicht so gut gesicherten Erkenntnissen? Sollte sich hierf\u00fcr keine vern\u00fcnftige und eing\u00e4ngige Definition finden lassen, dann setzt man sich wieder dem Vorwurf der willk\u00fcrlichen Auswahl aus, was die Diskussion um die Hom\u00f6opathie nicht gerade vereinfachen d\u00fcrfte. Aber, wie gesagt, hier sto\u00dfe ich an meine Grenzen, dies weiter auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie man es auch dreht und wendet &#8211; aus jeder Perspektive wird deutlich, dass das Konzept der Scientabilit\u00e4t wenig geeignet ist, zu verhindern, dass sich die Hom\u00f6opathie weiter mit den Weihen der Wissenschaftlichkeit versieht und dies \u00f6ffentlichkeitswirksam zelebriert &#8211; genau besehen, dieses Vorhaben sogar eher beschwerlicher macht als erleichtert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Zusammenfassung:<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das vorgeschlagene Konzept der Scientabilit\u00e4t sieht vor, dass nur f\u00fcr solche medizinische Ma\u00dfnahmen ein Wirksamkeitsnachweis mittels klinischer Studien gef\u00fchrt werden soll, wenn sie den gesicherten Erkenntnissen nicht widersprechen. Ein Blick in die Technik- und Wissenschaftsgeschichte zeigt jedoch, dass es gesicherte Erkenntnisse nicht als beweisbare Tatsachen gibt. Vielmehr handelt es sich bestenfalls um eine nicht beweisbare Vermutung, dass es auch in Zukunft keine Erkenntnisse zu Wirkmechanismen geben k\u00f6nnte, die nach dem heutigen Stand der Wissenschaft unm\u00f6glich w\u00e4ren.\u00a0Das Ansinnen, dies\u00a0als Grundlage eines Bewertungskonzeptes zur Wissenschaftlichkeit heranzuziehen, ist somit selbst aus wissenschaftlicher Sicht \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dar\u00fcber hinaus l\u00f6st die Scientabilit\u00e4t das Problem nicht, sondern verlagert die f\u00e4llige Diskussion in Felder, die der \u00d6ffentlichkeit wohl noch weniger verst\u00e4ndlich nahezubringen sind, als die Forderung nach g\u00fcltigen Wirksamkeitsnachweisen durch klinische Studien und die Auseinandersetzung mit vorgelegten Ergebnissen. Zumal dabei in die Betrachtung einbezogen werden muss, dass die Hom\u00f6opathie durchaus bewiesen hat, eine ganze Reihe von m\u00f6glichen Erkl\u00e4rungsmodellen zu kreieren, die beeindruckend wissenschaftlich klingen, die aber wegen ihres nebul\u00f6sen Charakters nur sehr schwer \u00f6ffentlichkeitswirksam zu widerlegen sein d\u00fcrften.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ein Verzicht auf die Forderung nach Wirkungsnachweisen zugunsten einer Forderung nach Grundlagenforschung d\u00fcrfte sogar vollends das Gegenteil des angestrebten Ziels bewirken, da sich dann verst\u00e4rkt nicht-medizinische Fakult\u00e4ten mit den Grundlagen der Hom\u00f6opathie besch\u00e4ftigen werden, was\u00a0endg\u00fcltig als Beleg f\u00fcr deren wissenschaftliches Niveau gewertet werden d\u00fcrfte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Scientabilit\u00e4t w\u00fcrde die Diskussion um die Hom\u00f6opathie in schwieriger zu vermittelnde Bereiche verlagern &#8211; ohne aber das Hauptproblem der skeptischen Szene auch nur ansatzweise zu l\u00f6sen. Dies ist aus meiner Sicht n\u00e4mlich die unzureichende Verbreitung unserer aufkl\u00e4rerischen Bem\u00fchungen \u00fcber das Wesen der Hom\u00f6opathie. Letztendlich erscheint alleine die Apothekenumschau alle 14 Tage in einer Auflage, die die Gesamtauflage aller in den letzten Jahren ver\u00f6ffentlichten kritischen B\u00fccher zur Hom\u00f6opathie um ein Vielfaches \u00fcbertreffen d\u00fcrfte &#8211; und die in wenig sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit \u00fcber die vermeintlichen Vorz\u00fcge der Hom\u00f6opathie in professionell gestalteten publikumswirksamen Artikeln fehlinformiert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Insofern komme ich zu dem Schluss, dass das Konzept der Scientabilit\u00e4t f\u00fcr den Kampf um eine objektive Bewertung der Hom\u00f6opathie keinen Nutzen bringt, sondern eher das Gegenteil der Fall ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[1] Weymayr C: &#8218;Scientabilit\u00e4t &#8211; ein Konzept zum Umgang der EbM mit hom\u00f6opathischen Arzneimitteln&#8216;, in: Zeitschrift f\u00fcr Evidenz, Fortbildung und Qualit\u00e4t im Gesundheitswesen, (2013) 107, 606-610<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel setzt sich einmal nicht mit der Hom\u00f6opathie selbst auseinander, sondern mit der Art und Wiese, wie aus\u00a0skeptischer Sicht damit umgegangen werden sollte. 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