{"id":1460,"date":"2013-12-20T20:32:55","date_gmt":"2013-12-20T18:32:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1460"},"modified":"2017-02-18T18:07:07","modified_gmt":"2017-02-18T17:07:07","slug":"kinderwunsch-homoeopathie-und-carstens-stiftung-die-zweite","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1460","title":{"rendered":"Kinderwunsch Hom\u00f6opathie und Carstens-Stiftung &#8211; die Zweite"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1460\" data-timestamp=\"1487441227\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1460\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1460&text=Kinderwunsch%20Hom%C3%B6opathie%20und%20Carstens-Stiftung%20%E2%80%93%20die%20Zweite\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p><span style=\"color: #000000;\">Au\u00dfer dem Thema der Hom\u00f6opathie-Hochschule in Traunstein hatten wir vor einiger Zeit noch eine andere Baustelle begonnen. In <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=1227\">diesem Artikel <\/a>hatten wir dargestellt, dass die Carstens-Stiftung bei unerf\u00fclltem Kinderwunsch nachdr\u00fccklich zu einer hom\u00f6opathischen Therapie r\u00e4t. Schlie\u00dflich seien die Erfolgsaussichten mit einer konventionellen Therapie vergleichbar &#8211; obwohl die Studienlage diesem Sachverhalt klar widerspricht. Wir hatten unsere Ergebnisse in einem offenen Brief der Carstens-Stiftung mitgeteilt &#8211; der vollkommen ohne Reaktion blieb.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ein Beitrag von Ute Parsch und Norbert Aust<\/span><\/p>\n<p>Es ist eigentlich unfassbar. Nicht nur, dass f\u00fcr hom\u00f6opathische Mittel kein Wirkungsnachweis gef\u00fchrt werden muss, man kann offenbar unbeschadet sogar mit falschen Aussagen werben. Der Staat versucht unabl\u00e4ssig seine B\u00fcrger vor allem m\u00f6glichen Unbill zu sch\u00fctzen, zum Beispiel vor zu krummen Gurken. Aber in einer Angelegenheit, die f\u00fcr die Betroffenen vermutlich in sehr hohem Ma\u00dfe \u00fcber das pers\u00f6nliche Lebensgl\u00fcck entscheidet &#8211; da besteht offenbar keine Notwendigkeit, auf sachliche Hinweise auf eine erheblich zu positive Darstellung der Studienlage zu reagieren<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Schutzfunktion des Staates greift sogar genau anders herum. Wenn wir in einem solchen Fall (also irgendeinem beliebigen \u00e4hnlich gelagerten Fall, liebe Juristen, nicht diesem hier) die Feststellung treffen w\u00fcrden (Konjunktiv, liebe Juristen &#8211; wir tun es nicht!), dass man ohne stichhaltige Grundlage Informationen verbreite, die geeignet w\u00e4ren, die Leser zu einer f\u00fcr sie nachteiligen Handlung zu veranlassen &#8211; dann k\u00f6nnte man uns wohl wegen \u00fcbler Nachrede, Gesch\u00e4ftssch\u00e4digung oder \u00e4hnlicher Tatbest\u00e4nde zur Verantwortung ziehen, ein Beispiel\u00a0findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/homepage.univie.ac.at\/Erich.Eder\/wasser\/skeptiker012008.pdf\">hier<\/a>.\u00a0<\/span>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber &#8211; das machen wir nicht, aus besagtem Grunde. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wir stellen vielmehr die zweite Studie vor, die von den gleichen Autoren ver\u00f6ffentlicht wurde und die ebenfalls im Volltext auf der Webseite der Carstens-Stiftung verf\u00fcgbar ist, dort also bekannt sein m\u00fcsste.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Diese Studie [1] erschien 1995 in \u201eErfahrungsheilkunde\u201c und steht im Volltext auf den Seiten der Karl und Veronica Carstens Stiftung zur Verf\u00fcgung. <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Durchf\u00fchrung und Ergebnisse der Studie:<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Studie berichtet \u00fcber die hom\u00f6opathische Behandlung von urspr\u00fcnglich 182 Frauen im Zeitraum von 1990 bis 1992. Behandlungsgrund war bei allen hormonelle oder idiopathische Unfruchtbarkeit. Bei der letzteren liegen minimale Ver\u00e4nderungen bei beiden Partnern vor, die f\u00fcr sich genommen den unerf\u00fcllten Kinderwunsch medizinisch nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, in ihrer Kombination scheinen sie aber zum Ausbleiben der Schwangerschaft zu f\u00fchren. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Kriterien f\u00fcr eine Teilnahme an der Studie waren exakt dieselben, wie aus der Studie 1993a:<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eF\u00fcr eine hom\u00f6opathische Behandlung kamen nur folgende Frauen in Frage: mindestens zweij\u00e4hriger Kinderwunsch, normales oder h\u00f6chstens leicht eingeschr\u00e4nktes Spermiogramm bei positivem Sims-Huhner- und\/oder Kremer-in-vitro-Spermienpenetrationstest, mindestens ein gut durchg\u00e4ngiger Eileiter. <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Folgende St\u00f6rungen mussten ausgeschlossen sein: Hypergonadotrope Ovarialinsuffizienz, Hypophysentumor, Hypophyseninsuffizienz, Hypo-, Hyperthyreose, Alkohol und\/oder Drogenabusus, schwere Allgemeinerkrankungen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auch hier war die Studienteilnahme freiwillig, alle Patientinnen wussten also, dass sie hom\u00f6opathisch behandelt wurden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Patientinnen wurden im Rahmen dieser Studie sowohl mit hom\u00f6opathischen Einzelmitteln behandelt, als auch mit Komplexmitteln. War nach 6 \u2013 12 Monaten keine Schwangerschaft erreicht, so wurde den Patientinnen empfohlen, sich konventionell behandeln zu lassen, eine l\u00e4ngere hom\u00f6opathische Behandlung war aber m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zwei Jahre nach Abschluss dieser hom\u00f6opathischen Behandlung wurden die Frauen noch einmal telefonisch kontaktiert. Von 168 Teilnehmerinnen liegen Informationen \u00fcber den weiteren Verlauf bis 1994 vor. Die Studie bezieht sich daher ausschlie\u00dflich auf diese 168 Patientinnen, zum gro\u00dfen Teil sogar nur auf die 150 Patientinnen, die entweder bereits w\u00e4hrend der hom\u00f6opathischen Behandlung schwanger geworden waren oder aber nach Ablauf des 4 Jahreszeitraumes noch immer kinderlos waren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bis zum Ende der hom\u00f6opathischen Behandlung 1992 waren insgesamt 47 Frauen schwanger geworden. Nach dem Ende der Behandlung 1992 noch einmal 18 Frauen (7 ohne weitere Therapie, 5 mit alternativer Therapie und 6 nach konventioneller Therapie). 1994 waren immer noch 103 Frauen kinderlos.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Autoren vergleichen nun eine ganze Menge erhobener Daten der kinderlos gebliebenen Frauen (n = 103) mit denen, die unter der hom\u00f6opathischen Behandlung schwanger wurden (n = 47). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Was bedeutet es eigentlich f\u00fcr die Daten, nur diese 150 Frauen zu betrachten? Es fehlen die 18 Frauen, die nachtr\u00e4glich schwanger wurden und die weiteren 14, die man offenbar nicht mehr erreichen konnte. Das hei\u00dft, die Menge der nicht erfolgreich behandelten Frauen ist um diese 32 Teilnehmerinnen reduziert worden: Diese hatten offenbar die hom\u00f6opathische Behandlung abgeschlossen (sonst w\u00e4ren sie sicher nicht angesprochen worden), waren aber dabei nicht schwanger geworden (sie w\u00e4ren sonst in den 47 mitgez\u00e4hlt worden). Ansonsten ist kein Langzeiteinfluss in die Betrachtung eingeflossen.\u00a0<\/span>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ohne nun auf die wahre F\u00fclle der vorgestellten Vergleiche einzugehen, erfahren wir zum Beispiel, dass die \u201eerfolgreich behandelten\u201c signifikant j\u00fcnger waren. Ebenso unterschied sich der Zeitraum, in dem sich die Patientinnen bereits intensiv um ein Kind bem\u00fcht hatten, signifikant: In der Gruppe der Schwangeren war dieses Bem\u00fchen signifikant k\u00fcrzer. (Wobei doch erstaunt, dass sich mit 33 von 150 Patientinnen ein ganz erheblicher Teil vorher noch nie um eine Therapie bem\u00fcht hatte.)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Auswertung der Postkoitaltests ergab, dass in der \u201eerfolglos behandelten Gruppe\u201c die Spermienfunktion schlechter war als in der \u201eerfolgreich behandelten Gruppe\u201c. In der immer noch kinderlosen Gruppe gab es zudem mehr diagnostizierte Endometriosen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auch die hormonellen St\u00f6rungen und ihre Entwicklung waren in beiden Gruppen unterschiedlich.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Diskussion<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Autoren folgern aus den von ihnen vorgestellten Zahlen<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eZum ersten Mal konnte am Beispiel einer gro\u00dfen Zahl von Frauen gezeigt werden, dass die hormonell und idiopathisch bedingte Unfruchtbarkeit erfolgreich mit Hom\u00f6opathie behandelt werden kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Doch kann man das so sagen? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Was muss man tun, um beim Schie\u00dfen mitten ins Schwarze zu treffen? Prinzipiell gibt es zwei M\u00f6glichkeiten: entweder man lernt schie\u00dfen, besorgt sich eine gute Waffe, \u00fcbt viel und regelm\u00e4\u00dfig. Dann ist es endlich soweit, man stellt sich im richtigen Abstand vor die Scheibe, sucht sich einen festen und sicheren Stand, kontrolliert sein Atmen, konzentriert sich, zielt sorgf\u00e4ltig auf diesen erstaunlich kleinen schwarzen Mittelpunkt &#8211; und dr\u00fcckt ab. M\u00f6glicherweise hat man dann sogar getroffen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die andere M\u00f6glichkeit ist, man schie\u00dft erst, einfach irgendwie irgendwohin auf ein Scheunentor und malt hinterher die Scheibe um die Stelle herum, die man getroffen hat. Das ist nicht nur eine einfachere und schnellere Methode, sie funktioniert auch todsicher. In Anlehnung an diese Karikatur hei\u00dft dieser Fehlschluss, bei dem man erst feststellt, welches Ergebnis man erzielt hat und danach das Ziel formuliert &#8218;Texas sharpshooter fallacy&#8216; oder Zielscheibenfehler.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wikipedia (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zielscheibenfehler\">Link<\/a>) beschreibt ihn etwas sachlicher als <\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eden Denkfehler, aus einer H\u00e4ufung von Ereignissen auf einen kausalen Zusammenhang r\u00fcckzuschlie\u00dfen. Kausalit\u00e4t kann jedoch prinzipiell nur gezeigt werden, wenn die Hypothesen vor dem Experiment formuliert und dann getestet werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Genau das ist hier geschehen. Wir haben eine Gesamtgruppe von Patientinnen mit unterschiedlichen Diagnosen und damit unterschiedlichen Chancen auf eine Schwangerschaft. Nach der Behandlung ist ein Teil der Patientinnen schwanger geworden. Dann vergleicht man die Eigenschaften der Gruppe der Schwangeren mit denen der Gruppe der immer noch kinderlosen Frauen und findet verschiedene Unterschiede. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Gruppen sind nicht durch Zufall zusammengestellt, sondern durch Erfolg \/ nicht Erfolg. Es ist eine Binsenweisheit, auf die man auch ohne Forschen h\u00e4tte kommen k\u00f6nnen, dass sich in der Gruppe der erfolgreichen Frauen eher diejenigen finden, bei denen g\u00fcnstigere Randbedingungen gegeben waren als in der anderen. Das ist \u00e4hnlich aufsehenerregend wie die Feststellung, dass bei einem Schwimmwettkampf nur Schwimmer ans Ziel gekommen sind. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nat\u00fcrlich werden in der Gruppe der Frauen, die schwanger wurden, diejenigen sein,\u00a0bei denen eine\u00a0normalere Spermienfunktion festgestellt wurde. Dort werden diejenigen sein, deren hormonelle Schwankungen sich besser normalisiert oder zumindest zeitweise normalisiert hatten. Diese v\u00f6llig logische Tatsache auf eine erfolgreiche Behandlung, also eine gezielte Wirkung der Hom\u00f6opathika zur\u00fcckzuf\u00fchren, ist ein logischer Fehlschluss und durch nichts gerechtfertigt. Mit demselben Gedankengang h\u00e4tte man auch herausfinden k\u00f6nnen, die erfolgreich behandelten Patientinnen seien durch die Gabe der Hom\u00f6opathika j\u00fcnger geworden, denn auch darin unterscheiden sich ja die beiden Gruppen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Ergebnis schwanger geworden\/nicht schwanger geworden teilt einfach die urspr\u00fcngliche gro\u00dfe, einheitlich behandelte Gruppe in 2 Untergruppen ein, die die Autoren suggestiv die \u201eerfolgreich behandelte Gruppe\u201c und die \u201eerfolglos behandelte Gruppe\u201c nennen. Sie stellen im Nachhinein fest, dass in der Gruppe der Patientinnen, die schwanger wurden, diejenigen sind, deren Daten wiederspiegeln, dass sie von den rein k\u00f6rperlichen Voraussetzungen her bessere Chancen auf eine Schwangerschaft hatten. Nichts ist weniger erstaunlich als das. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00dcber die eingesetzte Therapie sagt dies also gar nichts aus, die Autoren erzeugen vielmehr den Unterschied der Gruppen gerade durch das Auswahlkriterium \u201eschwanger geworden\/nicht schwanger geworden\u201c. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Im Diskussionsteil der Studie bezweifeln die Autoren selbst die spezifische Wirkung der Hom\u00f6opathika als Ursache f\u00fcr die eingetretenen Schwangerschaften:<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eOb der Erfolg dieser Behandlung tats\u00e4chlich \u00fcber einen Placeboeffekt hinausgeht, vergleichbar mit psychotherapeutischen Bem\u00fchungen ist oder sogar dar\u00fcber hinausgeht, l\u00e4sst sich anhand der vorliegenden Daten nicht kl\u00e4ren.\u201c<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der folgenden Tabelle ist dargestellt, welche Mittel verabreicht wurden. Es sind die Medikamente aufgef\u00fchrt, die von den erfolgreich behandelten Frauen eingenommen wurden. Man erkennt, dass die Anteile der Frauen, die das jeweilige Mittel eingenommen hatten und schwanger wurden, weitestgehend dem der Frauen glich, die nicht schwanger wurden. Wenn es gr\u00f6\u00dfere Unterschiede gab, dann war der Anteil bei den kinderlos gebliebenen Frauen sogar meist h\u00f6her.<\/span><\/p>\n<table width=\"643\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"205\" \/>\n<col width=\"206\" \/>\n<col width=\"206\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mittel<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schwangerschaft <\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">keine Schwangerschaft<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sepia<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">34 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">32 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Pulsatilla<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">28 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">27 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sulfur<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">21 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">22 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Natrium muriaticum<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">21 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">40 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nux Vomica<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">17 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">16 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lycopodium<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">17 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">18 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Calcium carbonatum<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">15 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">12 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Thuja<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">13 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">&lt; 11 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Phosphor<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">11 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">20 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"205\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ignatia<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">11 %<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"206\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">24 %<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ist denn wirklich niemandem aufgefallen, was diese Tabelle aussagt, nach der Umstellung schon auf den ersten Blick? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Stellen Sie sich vor, am Ende einer ausgiebigen Party ziehen Sie Bilanz, welche G\u00e4ste einen Rausch hatten und welche nicht. Wenn der Genuss von Alkohol die Ursache f\u00fcr dieses Ergebnis war &#8211; wir vermeiden den Begriff &#8218;Erfolg&#8216; &#8211; dann ist der Anteil derjenigen, die dem Alkohol heftig zugesprochen haben, sicher in der Gruppe der Berauschten h\u00f6her als in der Gruppe der N\u00fcchternen. W\u00e4re jedoch der Anteil der Alkoholtrinker bei den N\u00fcchternen gr\u00f6\u00dfer &#8211; dann sollten Sie mal \u00fcber die anderen konsumierten &#8218;Genussmittel&#8216; nachdenken, die vielleicht zum Einsatz gekommen waren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Etwas wissenschaftlicher: wenn man am Beispiel Sepia die Daten einmal so aufbereitet, wie man es f\u00fcr einen Signifikanztest normalerweise tut, dann entsteht folgende Tabelle:<\/span><\/p>\n<table width=\"605\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"142\" \/>\n<col width=\"143\" \/>\n<col width=\"143\" \/>\n<col width=\"142\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>Sepia<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>keine Sepia<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">Summe<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>Erfolg<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>16<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>33<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">49<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>kein Erfolg<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>31<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><b>70<\/b><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">101<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">Summe<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">47<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"143\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">103<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"142\">\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\">150<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wie vielleicht erinnerlich, kann man die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr errechnen, dass ein solches Ergebnis durch Zufall auftritt, auch wenn die beiden Gruppen gleich sind, also das Medikament nicht gewirkt hat. Erst wenn ein solches Ergebnis unwahrscheinlich w\u00e4re, die Wahrscheinlichkeit also klein w\u00e4re, kann man aus diesem Ergebnis schlie\u00dfen, dass es einen Unterschied zwischen den Gruppen gegeben h\u00e4tte &#8211; auch wenn daraus noch nicht zwingend folgen w\u00fcrde, dass es das Medikament war, das den Unterschied herbeigef\u00fchrt hat. Mit einem Pearson-Test ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von \u00fcber 80% &#8211; was bestimmt kein kleiner Wert ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Schlussfolgerung: F\u00fcr Sepia ist aus diesem Versuchsergebnis keine Wirksamkeit nachweisbar. Genau so ergibt sich das f\u00fcr die anderen Wirkstoffe. Bei Ignatia, Phosphor und Natrium muriaticum l\u00e4sst sich sogar eher nachweisen, dass sie Schwangerschaften verhindern. W\u00fcrde man diese n\u00e4mlich hinsichtlich der Eigenschaften bewerten, Schwangerschaften zu verhindern, erg\u00e4ben sich signifikante Ergebnisse.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Quintessenz:<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Diese Daten zeigen zweifelsfrei, dass bei allen eingesetzten Medikamenten keine spezifische Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte, dass sie eine Schwangerschaft beg\u00fcnstigen. Sicher wird man einwenden k\u00f6nnen, dass man dies nicht verallgemeinern kann, dass es unter bestimmten Voraussetzungen, die die Studie nicht hinreichend betrachtet, vielleicht doch&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mag alles sein. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber bei den Frauen, die sich in der fraglichen Zeit in Heidelberg haben hom\u00f6opathisch behandeln lassen, haben die eingesetzten Mittel keine positive Wirkung gezeigt. Dies steht allerdings im Gegensatz zu der Einsch\u00e4tzung der Autorin der Studie. Sie sieht in ihren Ergebnissen durchaus einen Erfolg der hom\u00f6opathischen Behandlung, wenn sie auch darauf hinweist, dass die Ergebnisse keine Beurteilung zulassen, ob es sich um einen Placeboeffekt handelt. Sie hatte sich allerdings auch nicht die M\u00fche gemacht, die Daten zur Einnahme der Medikamente eingehender miteinander zu vergleichen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Vergleicht man die Ergebnisse dieser Studie mit den Ergebnissen aus 1993, die der Therapieaussage der Carstens-Stiftung zugrunde liegen, dann ergibt sich folgender Vergleich:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In jener Studie waren bei 21 hom\u00f6opathisch behandelten Frauen 6 Schwangerschaften aufgetreten, die alle zur Geburt eines gesunden Kindes gef\u00fchrt haben, was einer &#8218;Baby-Take-Home-Rate&#8216; von 29 % entspricht. Die jetzigen Ergebnisse sind deutlich ung\u00fcnstiger: Es wurden zwar in etwa vergleichbar viele Frauen schwanger (47 von 182 Teilnehmerinnen, entsprechend 26%), es traten aber eine Reihe von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen auf (12), so dass die Baby-Take-Home-Rate nur noch 19 % betrug, also rund ein Drittel niedriger.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich habe einmal nach einer Arbeit gesucht, die untersuchte, ob denn Paare mit idiopathischer Sterilit\u00e4t (bei denen also keine k\u00f6rperliche, funktionale Ursache bestimmbar ist) spontan doch noch Kinder bekommen k\u00f6nnen, und stie\u00df auf folgende im Vergleich sehr gro\u00dfe Studie von Bhattacharya S et al[2]:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">580 Paare mit einer solchen \u201cidiopathischen Sterilit\u00e4t\u201d wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhielt keine Behandlung, eine weitere 50mg <\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/www.wunschkinder.net\/theorie\/behandlungen-methoden\/hormone\/clomifen\/\" class=\"broken_link\"><span style=\"color: #000000;\">Clomifen<\/span><\/a>,<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> und bei einer dritten wurden Inseminationen ohne hormonelle Vorbehandlungen durchgef\u00fchrt. Ohne Behandlung wurden \u00fcber den Beobachtungszeitraum von 6 Monaten 17 % der Frauen\u00a0schwanger und trugen ein Kind aus, nach der <\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/www.wunschkinder.net\/theorie\/behandlungen-methoden\/hormone\/clomifen\/\" class=\"broken_link\"><span style=\"color: #000000;\">Clomifen<\/span><\/a><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">-Behandlung waren es 14% und 23 % nach der Inseminationsbehandlung. Statistisch gesehen ist der Anstieg der Erfolgsraten gegen\u00fcber den Patienten ohne eine Therapie nicht signifikant [3].\u00a0<\/span>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Autoren dieser Studie folgern haupts\u00e4chlich begr\u00fcndete Zweifel am Einsatz von Clomifen, mir geht es hier aber darum, dass innerhalb von 6 Monaten \u2013 einem k\u00fcrzeren Behandlungszeitraum als in der vorliegenden Studie von Gerhard \u2013 immerhin 17 % der Patientinnen mit idiopathischer Unfruchtbarkeit komplett ohne Behandlung erfolgreich schwanger wurden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der vorliegenden Studie von Gerhard haben wir keine exakte Zahlenangabe, wie viele Schwangerschaften nach 6 Monaten bereits vorlagen. Wir wissen nur aus Tabelle 15, dass 10 Schwangerschaften erst nach \u00fcber 9 Monaten Behandlung eintraten, 19 zwischen dem vierten und dem neunten Behandlungsmonat. Wenn wir den letzten Wert sch\u00e4tzungsweise halbieren, so traten etwa 19 \u2013 20 Schwangerschaften erst nach dem sechsten Monat ein, so dass in der Gerhard-Studie in einem Beobachtungszeitraum von 6 Monaten etwa 27 \u2013 28 Schwangerschaften eintraten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wobei dies alle Schwangerschaften sind, auch die nicht erfolgreichen, die zu einer Fehlgeburt f\u00fchrten (laut Autoren erlitten 12 der 47 schwangeren Patientinnen eine Fehlgeburt). Mit 28 Schwangerschaften vergleichen wir also sicher eine zu gro\u00dfe Zahl mit den 17 % spontaner und erfolgreicher Schwangerschaften ohne Behandlung aus der anderen Studie (mit etwa 25 % Abortrate d\u00fcrften eher 22 erfolgreiche Schwangerschaften aus den ersten 6 Monaten vorliegen). 17 % von 168 Patientinnen sind 28, von 150 Patientinnen etwa 26. Wir landen also in derselben Gr\u00f6\u00dfenordnung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nun betrachtet Gerhard nat\u00fcrlich nicht nur Patientinnen mit idiopathischer Unfruchtbarkeit, sondern auch solche mit hormonellen St\u00f6rungen. Doch trotz zahlreicher Datenerhebungen in der Studie erfahren wir nicht, wie die urspr\u00fcngliche Patientengruppe diesbez\u00fcglich denn zusammengesetzt war oder welche Patientinnen denn nun schwanger geworden sind. Wir k\u00f6nnen hier also nur grob sch\u00e4tzen. Und diese Sch\u00e4tzung ergibt jedenfalls keinen \u00fcberraschenden Unterschied zu den Zahlen der Bhattacharya-Studie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Einen Beleg f\u00fcr irgendeine Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlung kann man also in den in der Studie gegebenen Daten wirklich nicht erkennen, eher das Gegenteil.<\/span><\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Gerhard I, Keller C, Monga B: &#8218;Hom\u00f6opathische Behandlung bei weiblicher Unfruchtbarkeit&#8216;, in: Erfahrungsheilkunde 9 (1995), S. 545-555, <a href=\"http:\/\/www.moenchspfeffer.info\/docs\/gelbkoerperschwaeche.pdf\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p>[2] Bhattacharya S et al.: Clomifene citrate or unstimulated intrauterine insemination compared with expectant management for unexplained infertility: pragmatic randomised controlled trial, BMJ 2008;337:a716).<\/p>\n<p>[3]\u00a0\u00a0NN: Kinderlos ohne Erkennbare Ursache: Was tun?, Webseite &#8218;wunschkinder.net&#8216; <a href=\"http:\/\/www.wunschkinder.net\/aktuell\/wissenschaft\/kinderlos-ohne-erkennbare-ursache-was-tun-551\/\" class=\"broken_link\">Link<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Au\u00dfer dem Thema der Hom\u00f6opathie-Hochschule in Traunstein hatten wir vor einiger Zeit noch eine andere Baustelle begonnen. In diesem Artikel hatten wir dargestellt, dass die Carstens-Stiftung bei unerf\u00fclltem Kinderwunsch nachdr\u00fccklich zu einer hom\u00f6opathischen Therapie r\u00e4t. Schlie\u00dflich seien die Erfolgsaussichten mit &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1460\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,11,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1460"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1460"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1460\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3044,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1460\/revisions\/3044"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}