{"id":1434,"date":"2013-12-18T17:57:25","date_gmt":"2013-12-18T15:57:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1434"},"modified":"2019-01-01T14:06:49","modified_gmt":"2019-01-01T13:06:49","slug":"studium-complementary-medicine-nicht-nur-in-traunstein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1434","title":{"rendered":"Studium &#8218;Complementary Medicine&#8216; &#8211; nicht nur in Traunstein"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1434\" data-timestamp=\"1546351609\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1434\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 9<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1434&text=Studium%20%E2%80%9AComplementary%20Medicine%E2%80%98%20%E2%80%93%20nicht%20nur%20in%20Traunstein\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Die Diskussion um das &#8218;Studium der Hom\u00f6opathie auf Hochschulniveau&#8216; in Traunstein hat sich immer mehr weg von der Diskussion \u00fcber die Hom\u00f6opathie selbst hin zu Fragen \u00fcber Anerkennung und Akkreditierung von Hochschulen und Studieng\u00e4ngen entwickelt. Daher soll hier der Versuch unternommen werden, einen \u00dcberblick \u00fcber diesen Themenkomplex zu geben. Das ist zwar nicht unbedingt ein sehr spannendes Thema &#8211; es k\u00f6nnte jedoch eine erhebliche Brisanz entwickeln, nicht nur in Richtung der Traunsteiner Akademie, sondern auch f\u00fcr\u00a0andere bereits bestehende alternativmedizinische Studieng\u00e4nge, die von der Steinbeis-Hochschule-Berlin direkt oder in Zusammenarbeit mit anderen Instituten angeboten werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Die Steinbeis-Hochschule-Berlin (SHB)<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der Tr\u00e4ger der Steinbeis-Hochschule-Berlin ist die private Steinbeis-Stiftung, die sich dem Technologie- und Wissenstransfer widmet. Wie kann die Wirtschaft, insbesondere auch kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen, in den Stand versetzt werden, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden in eigene Produkte und Verfahren umzusetzen? Diesem Ziel dient auch die Steinbeis-Hochschule-Berlin, die stark anwendungsbezogene Studieng\u00e4nge anbietet, haupts\u00e4chlich in den wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, aber eben auch im Bereich der Medizin. Prinzipiell verfolgt man also durchaus sinnvolle und ehrenwerte Ziele, innerhalb derer das Engagement f\u00fcr die Alternativ- und Komplement\u00e4rmedizin vielleicht eine Sonderstellung einnimmt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Um ihren Kundenkreis zu erreichen, hat die SHB ihren Lehrbetrieb auf sehr viele einzelne &#8218;Schools&#8216; oder &#8218;Institutes&#8216; genannte Einheiten aufgeteilt, die \u00fcberregional in ganz Deutschland ihre Leistungen anbieten. Feuerw\u00e4chter hat in einem <a href=\"http:\/\/www.feuerwaechter.org\/2013\/12\/hogwarts-an-der-spree-steinbeis-hochschule-berlin\/\">aktuellen Blogbeitrag <\/a>das Engagement der SHB auf dem alternativmedizinischen Gebiet aufgearbeitet. Als Ergebnis findet sich auch eine ganze Reihe von Studienangeboten in F\u00e4chern, die in der konventionellen Medizin als umstritten gelten, die zum akademischen Grad des Bachelor of Science (BSc oder B.Sc.) oder auch zum Master (MSc oder M.Sc.) f\u00fchren sollen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Anforderungen an Hochschule und Studieng\u00e4nge<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nun kann nicht jeder einfach so Studieng\u00e4nge anbieten und den Absolventen irgendwelche mehr oder weniger phantasievollen akademische Grade eines Bachelor of Science of Irgendwas verleihen. Wie <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1329\">hier<\/a> bereits dargelegt, d\u00fcrfen dies nur staatliche oder staatlich anerkannte Hochschulen tun (staatliche Berufsakademien sind f\u00fcr diese Betrachtungen nicht relevant). Das war zwar noch nie anders, aber seit einiger Zeit d\u00fcrfen selbst die einzelnen europ\u00e4ischen Staaten auf diesem Gebiet nicht mehr machen, was sie wollen, sondern m\u00fcssen sich an europaweit g\u00fcltige Regeln halten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was Pisa f\u00fcr die Schulen ist, ist Bologna f\u00fcr die Hochschulen (s. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bologna-Prozess\">Artikel<\/a> in der Wikipedia). Dort, am Standort der \u00e4ltesten europ\u00e4ischen Universit\u00e4t, wurde 1999 eine Erkl\u00e4rung unterzeichnet, die das Ziel festschrieb, die Studienbedingungen und Studienabschl\u00fcsse auf europ\u00e4ischer Ebene zu vereinheitlichen und damit vergleichbar zu machen. F\u00fcr Deutschland wurde dies 2003 in eine &#8218;L\u00e4nder\u00fcbergreifende Vorgabe zur Akkreditierung&#8216; umgesetzt (<a href=\"http:\/\/www.akkreditierungsrat.de\/fileadmin\/Seiteninhalte\/KMK\/Vorgaben\/KMK_Laendergemeinsame_Strukturvorgaben_aktuell.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a>), die letztlich in die Hochschulgesetze der L\u00e4nder eingeflossen ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was folgt daraus nun?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Prinzipiell ist es an zwei Voraussetzungen gebunden, dass eine Hochschule in einem bestimmten Studienfach einen akademischen Grad vergeben kann:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Die Bildungseinrichtung muss als Hochschule staatlich anerkannt sein.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\">F\u00fcr den Studiengang muss sichergestellt sein, dass er auch europaweit g\u00fcltige Anforderungen erf\u00fcllt. Trifft dies f\u00fcr einen Studiengang zu, dann wird er f\u00fcr eine bestimmte Frist (erstmalig 5, dann 7 Jahre) akkreditiert.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Ein Studiengang, bei dem nicht beide Anforderungen erf\u00fcllt sind, darf nicht zu einem akademischen Grad f\u00fchren oder zu einem Titel, der mit einem akademischen Grad verwechselt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In meinen fr\u00fcheren Beitr\u00e4gen hatte ich mich sehr stark mit der staatlichen Anerkennung der Hochschule auseinandergesetzt, deren Bedingungen in den Hochschulgesetzen der L\u00e4nder festgeschrieben sind. Diese richten sich mehr nach der Ausstattung der Hochschule, darin allerdings auch die Qualifikation des Lehrpersonals. Die Akkreditierung betrachtet hingegen sehr stark den Inhalt des einzelnen Studiengangs selbst.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Akkreditierung<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aus der europ\u00e4ischen Gesetzgebung folgt, dass f\u00fcr jeden Studiengang, der zu einem akademischen Grad als Bachelor oder Master f\u00fchren soll,\u00a0eine Akkreditierung durchgef\u00fchrt werden muss. Einen guten Einstieg in diese Thematik findet man in dem entsprechenden Artikel der Wikipedia (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akkreditierung_(Hochschule)\">Link<\/a>).\u00a0Bei der Akkreditierung\u00a0wird formal und inhaltlich gepr\u00fcft, ob\u00a0der Studiengang\u00a0den europaweit g\u00fcltigen Vorgaben entspricht. F\u00fcr einen Bachelor-Studiengang w\u00e4ren dies unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Es m\u00fcssen wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermittelt werden.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Die Regelstudienzeit betr\u00e4gt sechs, sieben oder acht Semester.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Nachweis von nicht weniger als 180 ECTS-Punkten, wobei ein ECTS-Punkt einem Arbeitsaufwand von etwa 25 bis 30 Stunden entspricht, zusammen also etwa 5000 Stunden, also etwa 3 Jahre Vollzeit. Zum Vergleich: Die Jahresarbeitszeit betr\u00e4gt in der Metallindustrie etwa 1500 Stunden.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">In einer Abschlussarbeit ist die F\u00e4higkeit nachzuweisen, innerhalb einer bestimmten Frist ein Problem aus dem jeweiligen Fach selbstst\u00e4ndig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten, Arbeitsaufwand zwischen 150 und 360 Stunden (ein bis zwei Monate Vollzeit).<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\">Die Schl\u00fcssigkeit des Studienkonzepts und die Studierbarkeit des Lehrangebots sind von den Hochschulen sicherzustellen und in der Akkreditierung zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Dar\u00fcber hinaus gibt es Vorgaben, wie die Studieneinheiten (&#8218;Module&#8216;) aufzubauen, zu beschreiben und zu bewerten sind.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Vorgabe ist, dass die Akkreditierung eines Studiengangs durch unabh\u00e4ngige Experten erfolgt, also Lehrende und Studierende anderer Hochschulen, sowie durch Vertreter der Berufspraxis. Durchgef\u00fchrt wird dies von Akkreditierungsagenturen, die entsprechende Teams zusammenstellen, die dann den betreffenden Studiengang detailliert durchleuchten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Diese Agenturen sind ihrerseits wieder durch einen \u00fcbergeordneten Akkreditierungsrat selbst akkreditiert und damit berechtigt, diese \u00dcberpr\u00fcfungen auch vorzunehmen und den Erfolg mit einem G\u00fctesiegel zu best\u00e4tigen. Die Ergebnisse, zumindest wenn die Akkreditierung erfolgt, ggf. auch mit Auflagen, werden in einer Datenbank ver\u00f6ffentlicht (<a href=\"http:\/\/www.hs-kompass2.de\/kompass\/xml\/akkr\/maske.html\">Link<\/a>).<\/p>\n<p>Das klingt jetzt nach einem ganz furchtbaren Verwaltungsakt, trotzdem ist das Vorgehen nicht ohne Raffinesse. Zun\u00e4chst stehen die Agenturen selbst unter der Kontrolle seitens des Akkreditierungsrats, der ihnen auch die Berechtigung zur Akkreditierung entziehen kann. Damit ist eine gewisse Sicherheit geboten, dass sich die Agentur an ihre Vorgaben h\u00e4lt. Die Agenturen selbst werden zwar zumeist von Stiftungen betrieben, die nicht gewinnorientiert arbeiten &#8211; aber die Folgen einer entzogenen Akkreditierung w\u00e4ren f\u00fcr die Beteiligten doch\u00a0mit einem betr\u00e4chtlichen Verlust an Reputation verbunden und von daher\u00a0\u00e4u\u00dferst blamabel.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dar\u00fcber hinaus beinhalten die ver\u00f6ffentlichten Akkreditierungen auch die Namen derer, die die Akkreditierung vorgeschlagen haben, wovon man sich beim Surfen\u00a0in der Datenbank des Akkreditierungsrates \u00fcberzeugen kann,\u00a0z. B. <a href=\"http:\/\/www.hs-kompass2.de\/kompass\/servlet\/SuperXmlTabelle\">hier<\/a>\u00a0durch Klick auf den Schriftzug &#8218;mehr&#8230;&#8216;. Auch dies sorgt daf\u00fcr, dass man sicher nur solche Entscheidungen trifft, die man auch \u00f6ffentlich vertreten kann.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Noch detailliertere Informationen zur durchgef\u00fchrten Akkreditierung eines Studiengangs findet man \u00fcblicherweise auf der Webseite der der Akkreditierungsagentur selbst. Beispiel: Der Bachelor-Studiengang der SHB &#8218;Business Administration&#8216; wurde von der FIBAA akkreditiert. Auf deren Webseite &#8211; die Links kann man sich googeln oder \u00fcber die Wikipedia (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akkreditierung_(Hochschule)\">hier<\/a>) finden &#8211; sind die ausf\u00fchrlichen Berichte aller durchgef\u00fchrten Akkreditierungen zu finden. Darunter auch der f\u00fcr den genannten Bachelor Studiengang (<a href=\"http:\/\/www.fibaa.de\/fileadmin\/dokumente\/progakkred_k2h\/B_Berlin_Steinbeis_1528_GB.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a>). Okay, etwas umst\u00e4ndlich das Ganze, aber es geht &#8211; irgendwie.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der Akkreditierungsrat selbst setzt sich aus Personen zusammen, die von der Kultusministerkonferenz und der Rektorenkonferenz jeweils f\u00fcr vier Jahre bestimmt werden. Sie setzen sich aus Hochschullehrern, Vertretern der Kultusministerien, der Wirtschaft, der Studenten und &#8211; was wichtig ist &#8211; auch von Mitarbeitern von Hochschulen au\u00dferhalb Deutschlands zusammen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nat\u00fcrlich klingt das alles nach viel Verwaltung, langen Entscheidungswegen, vielleicht auch Tr\u00e4gheit &#8211; aber unter den gegebenen Bedingungen halte ich das Vorgehen doch f\u00fcr gelungen, irgendwelche G\u00fcnstlingswirtschaft weitestgehend auszuschlie\u00dfen. Will hei\u00dfen: Ein Studiengang, der diese Pr\u00fcfung \u00fcbersteht und seine Akkreditierung erh\u00e4lt, d\u00fcrfte in der Tat sicher den europaweit g\u00fcltigen Anforderungen entsprechen. Jedenfalls erscheint es mir, als sei mit den Mitteln, die dem Staat zur Verf\u00fcgung stehen, kaum etwas Besseres erreichbar.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nat\u00fcrlich sind die \u00dcberpr\u00fcfungen zun\u00e4chst eher\u00a0formaler Natur und es wird beispielsweise nicht gepr\u00fcft, ob Hom\u00f6opathie an sich \u00fcberhaupt die Voraussetzungen f\u00fcr eine Wissenschaft erf\u00fcllt. Dies kommt\u00a0allerdings \u00fcber gewisse Umwege ins Spiel, wenn man sich betrachtet, wie denn die einzelnen Lehrabschnitte (&#8218;Module&#8216;) in der Darstellung zu beschreiben sind, hier nur der Punkt &#8218;Inhalte und Qualifikationsziele des Moduls&#8216;:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>Welche fachlichen, methodischen, fachpraktischen und f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Inhalte sollen vermittelt werden, welche Lernziele sollen erreicht werden? Welche Kompetenzen (fachbezogene, methodische, fach\u00fcbergreifende Kompetenzen, Schl\u00fcsselqualifikationen) sollen erworben werden? Die Lern- und Qualifikationsziele sind an einer zu definierenden Gesamtqualifikation (angestrebter Abschluss) auszurichten.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wir d\u00fcrfen sicher gespannt sein, wie sich das im Falle Traunstein f\u00fcr ein Fach lesen wird, bei dem als Hauptziel f\u00fcr die Qualifikation\u00a0die F\u00e4higkeit genannt wird, die\u00a0Pr\u00fcfung vor dem Gesundheitsamt zu \u00fcberstehen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Genau dieser Prozess der Akkreditierung l\u00e4uft nach den Angaben der Akademieleitung\u00a0in der lokalen Presse (<a href=\"http:\/\/www.chiemgau24.de\/chiemgau\/traunstein\/traunstein\/traunstein-gwup-wirft-homoeo-akademie-illegal-akademische-titel-verleihen-3270655.html\">hier<\/a>)\u00a0derzeit f\u00fcr die Hom\u00f6o-Akademie in Traunstein.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Steinbeis-Studienangebote der Alternativmedizin<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Hom\u00f6o-Akademie in Traunstein hat zwar einiges Interesse der \u00d6ffentlichkeit erregt, dies ist aber offenbar ausschlie\u00dflich eine Folge der Begeisterung der lokalen Politiker, Traunstein zu einem Hochschulstandort zu machen. Wie Feuerw\u00e4chter aufgezeigt hat, ist dies aber bereits in anderen F\u00e4llen mehr oder weniger ger\u00e4uschlos \u00fcber die B\u00fchne gegangen. Wenn diese Studieng\u00e4nge tats\u00e4chlich durchgef\u00fchrt werden, dann m\u00fcssten sie akkreditiert sein &#8211;\u00a0und man m\u00fcsste Informationen dar\u00fcber in der Datenbank des Akkreditierungsrates finden. Die Hochschulrektorenkonferenz unterh\u00e4lt ebenfalls eine Datenbank, den Hochschulkompass, in der die staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen gelistet sind (<a href=\"http:\/\/www.hochschulkompass.de\/hochschulen\/hochschulen-in-deutschland-die-hochschulsuche.html\">hier<\/a>), ebenso wie die akkreditierten Studieng\u00e4nge (<a href=\"http:\/\/www.hs-kompass2.de\/kompass\/xml\/akkr\/maske.html\">hier<\/a>). Wenn eine Bildungseinrichtung Studieng\u00e4nge anbietet und zum Abschluss einen akademischen Grad verleiht, dann m\u00fcsste diese Bildungseinrichtung und der Studiengang in diesen Datenbanken verzeichnet sein.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Verzeichnis der an der SHB angebotenen Studieng\u00e4nge (Link erloschen) beinhaltet verschiedene alternativ- und komplement\u00e4rmedizinische Studieng\u00e4nge, die zu einem Bachelor oder Master of Science f\u00fchren sollen. Die Fachrichtung wird einheitlich als &#8218;Complementary Medicine and Management&#8216; bezeichnet, zu der in den verschiedenen Instituten unterschiedliche Vertiefungsrichtungen angeboten werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; Hom\u00f6opathie<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Am &#8218;Steinbeis-Transfer-Institut Akademie f\u00fcr komplement\u00e4re Medizin und Medizinp\u00e4dagogik&#8216; mit Standort in Kitzingen (Bayern) wird die Vertiefungsrichtung Hom\u00f6opathie angeboten. Auf der Webseite selbst findet man noch das Studienangebot zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) (Link, Edit 18.02.2017:Link zwischenzeitlich erloschen). Es wird angegeben, man habe nach der Immatrikulation den Status eines Studenten der SHB. Das dreij\u00e4hrige Studium zum Bachelor soll berufsbegleitend stattfinden. Man stelle sich vor: 5000 Stunden in drei Jahren neben der Berufst\u00e4tigkeit. Zum Vergleich: ein Schichtarbeiter leistet in Deutschland rund 1500 Arbeitsstunden pro Jahr.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; Traditionelle Chinesische Medizin<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">An gleicher Adresse wie oben aber mit anderem Namen bietet das Steinbeis-Transfer-Institut Institute of Comlementary Medicine (INCOM) ein berufsbegleitendes Studium der Traditionellen Chinesischen Medizin an, das berufsbegleitend in drei Jahren zum Bachelor of Science f\u00fchren soll. (<a href=\"http:\/\/www.shb-incom.de\/\" class=\"broken_link\">Link<\/a>). Auch hier wird die SHB als die eigentliche Hochschule bezeichnet (&#8218;Unser Studiengang an der SHB &#8230;&#8216;)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; Manual Medicine &amp; Osteopathy<br \/>\n<\/b><b>&#8211; Podologie<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Diese Vertiefungsrichtungen werden am Standort M\u00fcnchen vom Steinbeis-Transfer-Institut Institut f\u00fcr k\u00f6rperbezogene Therapien angeboten. Man bezeichnet sich als selbstst\u00e4ndiges Institut der SHB, das eigenst\u00e4ndig duale Studieng\u00e4nge entwickle (<a href=\"http:\/\/www.ikt-studium.de\/\" class=\"broken_link\">Link<\/a>). Das Institut bietet Bachelor-Studieng\u00e4nge in Osteopathie, Podologie, Komplement\u00e4rtherapie und Physiotherapie an, dar\u00fcber hinaus sogar Master Studieng\u00e4nge in Osteopathie und Podologie. Bei der Komplement\u00e4rtherapie handelt es sich offenbar um eine Zusammenfassung aus Atemtherapie, Kinesiologie, Shiatsu und TouchLife\u00ae Massage. Das Studium erfolgt offenbar berufsbegleitend.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; Osteopathische Manuelle Medizin<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Diese Vertiefungsrichtung wird von dem Steinbeis-Transfer-Institut Klinische Anatomie am Standort Nagold (Baden W\u00fcrttemberg) angeboten, Abschl\u00fcsse als Bachelor und Master sollen m\u00f6glich sein. Die Webseite ist nicht sehr informativ und scheint auch ein wenig veraltet zu sein. Das Studium erfolgt berufsbegleitend. [Edit 01.01.2019: Webseite wurde \u00fcberarbeitet: <a href=\"https:\/\/www.avt-osteopathie.de\/studium-am-college\/die-osteopathieausbildung\/\">Link]<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>&#8211; Asian Medicine<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Am Standort Bad Homburg (Hessen) wird vom Steinbeis-Transfer-Institut Institut f\u00fcr Integrative und Transkulturelle Asiatische Medizin ein Masterstudiengang f\u00fcr \u00c4rzte angeboten. Allerdings scheint dieses Angebot nicht mehr aktuell zu sein: Auf der Webseite (Link) wird als n\u00e4chster Studienbeginn der M\u00e4rz 2011 genannt, f\u00fcr den der Anmeldeschluss offenbar im Dezember 2010 erfolgt ist. Als Studienorte werden die SHB, die Universit\u00e4t Mainz, sowie Ausbildungsst\u00e4tten in Bad Nauheim und Stuttgart genannt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine Sichtung der oben genannten Datenbanken (Abruf: 17.12.2013) f\u00fchrt zu dem Ergebnis, dass an den Standorten<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Bad Homburg<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Kitzingen<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">M\u00fcnchen<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\">Nagold<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">entweder keine privaten staatlich anerkannten Hochschulen verzeichnet sind, bzw., im Falle M\u00fcnchen, die verzeichneten Hochschulen keinen Bezug zur Medizin haben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Da keine der genannten Hochschulen \u00fcber eine Systemakkreditierung verf\u00fcgt, m\u00fcssen die Angaben der Datenbank zur Programmakkreditierung gesichtet werden. Bei verzweigten und umfangreichen Datenbanken kann das Ergebnis davon abh\u00e4ngen, wie man sucht, welche Suchstrategie angewendet wird. Daher wird\u00a0mein Vorgehen bei der\u00a0Suche hier eingehend beschrieben. Zun\u00e4chst erfolgte eine Sichtung entsprechend den Angaben zu den Studienangeboten:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Liegt f\u00fcr den fraglichen Standort ein passender Eintrag eines Studiengangs vor?<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Ist in dem Bundesland des Hochschulstandorts ein Studiengang &#8218;Complementary Medicine and Management&#8216; oder &#8218;Komplement\u00e4rmedizin&#8230;&#8216; gelistet?<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Liegt in dem Bundesland des Hochschulstandorts ein zur Vertiefungsrichtung passender Eintrag vor, ggf. in deutscher oder englischer Bezeichnung?<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Betrachtet wurden jeweils die Optionen &#8218;grundst\u00e4ndiges Studium&#8216; (Hochschulreife gen\u00fcgt) und &#8218;weiterf\u00fchrendes Studium&#8216;.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Untersucht wurden<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Hessen (Bad Homburg) &#8211; Fehlanzeige<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Bayern (Kitzingen und M\u00fcnchen) &#8211; Fehlanzeige<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Baden W\u00fcrttemberg (Nagold) &#8211; Fehlanzeige<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Mit der gleichen Suchstrategie wurden dann die Eintr\u00e4ge f\u00fcr Berlin als dem Standort der SHB gesichtet. Ergebnis:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">F\u00fcr die Steinbeis-Hochschule-Berlin sind als grundst\u00e4ndige Studienrichtungen nur die Fachrichtungen &#8218;Allied Health&#8216;, &#8218;Business Administration&#8216;, &#8218;Cardiovascular Perfusion&#8216; und &#8218;Betriebswirtschaft &#8211; Business Administration&#8216; gelistet.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">F\u00fcr die Steinbeis-Hochschule-Berlin sind als weiterf\u00fchrendes Studium nur Studieng\u00e4nge aus den Bereichen &#8218;Business Administration&#8216; und &#8218;Management&#8216; gelistet.<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\">Keines der gelisteten Studienf\u00e4cher, weder im grundst\u00e4ndigen noch im weiterf\u00fchrenden Bereich, kommt auch nur in die N\u00e4he der angebotenen Studieng\u00e4nge zur Komplement\u00e4rmedizin.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Abschlie\u00dfend wurden die im Hochschulkompass verzeichneten Studieng\u00e4nge nach den Schlagw\u00f6rtern &#8218;Complementary&#8216;, &#8218;Komplement\u00e4r&#8216;, &#8218;Hom\u00f6opathie&#8216;, &#8218;Homeopathy&#8216;, &#8218;TCM&#8216;, &#8218;Traditional&#8216;, &#8218;Traditionell&#8216;, &#8218;Chinese&#8216;, &#8218;Chinesisch&#8216;, &#8218;Manual&#8216;, &#8218;Manuell&#8216;, &#8218;Osteopathie&#8216;, &#8218;Osteopathy&#8216;, &#8218;Podologie&#8216;, &#8218;Podiatry&#8216; abgesucht und keine zu den obigen Studienangeboten passenden Eintr\u00e4ge gefunden. Dass die Suche tats\u00e4chlich geeignet war, entsprechende Ergebnisse zu liefern, konnte anhand von einzelnen Eintr\u00e4gen, z. B. der Universit\u00e4t Frankfurt (Oder) oder der Fresenius-Hochschule in Idstein, verifiziert werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Also: Fehlanzeige auf der ganzen Linie. Eine staatliche Anerkennung der Standorte au\u00dferhalb der SHB selbst sowie eine Akkreditierung irgendeines der Studieng\u00e4nge kann in den Datenbanken der Hochschulrektorenkonferenz und des Akkreditierungsrates nicht verifiziert werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bevor man daraus die Schlussfolgerung zieht, bei diesen Studieng\u00e4ngen liege die erforderliche Akkreditierung nicht vor, ist zu fragen, ob es nicht andere Erkl\u00e4rungen f\u00fcr das Fehlen der Eintr\u00e4ge geben k\u00f6nnte. Denkbar sind:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Fehler in den Datenbanken, etwa weil diese die Konstellation Sitz der Hochschule in einem Bundesland, Studienort in einem anderen, nicht abbilden k\u00f6nnen<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">die Eintr\u00e4ge in den Datenbanken sind nicht aktuell<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">meine Suchstrategie\u00a0war trotz allen Aufwandes nicht geeignet<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">die Studieng\u00e4nge werden aktuell nicht mehr angeboten<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\">es greifen Ausnahme- und \u00dcbergangsregelungen, die mir nicht bekannt sind<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daher habe ich die SHB zeitgleich mit diesem Artikel um eine Stellungnahme und Kl\u00e4rung des Sachverhalts gebeten, Text <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Brieftext-Steinbeis-Hochschule.pdf\">hier<\/a>. Diese wird dann in geeigneter Form in diese Darstellung eingepflegt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wenn sich allerdings tats\u00e4chlich bewahrheiten sollte, dass die SHB und die angeschlossenen Institute nicht berechtigt sein sollten, die akademischen Grade zu verleihen, k\u00f6nnte das sehr weitreichende Konsequenzen haben. Die Landeshochschulgesetze sehen da ja durchaus f\u00fchlbare Sanktionen vor, nicht nur f\u00fcr die Anbieter, sondern auch f\u00fcr die Absolventen, die den ihnen dann m\u00f6glicherweise zu Unrecht verliehenen Titel f\u00fchren. Inwieweit diese Anspruch auf Schadensersatz geltend machen k\u00f6nnten, sei dahingestellt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Neues zur Situation in Traunstein<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Traunstein ist im Aufbau begriffen, daher ist noch nicht zu erwarten, dass die entsprechenden Eintr\u00e4ge in den Datenbanken vorliegen. Wenn man sich auch hier, \u00e4hnlich wie in Kitzingen, als ein ausgelagertes Institut der SHB sieht, dann w\u00fcrde deren staatliche Anerkennung auch f\u00fcr Traunstein gelten.\u00a0In diesem Punkt\u00a0k\u00f6nnten die Aussagen von Herrn Rentsch zutreffen, dass die staatliche Anerkennung kein gr\u00f6\u00dferes Problem sei. Es bleibt allerdings die Frage, ob eine Anerkennung f\u00fcr die Einrichtung in Berlin auch automatisch f\u00fcr ein eigenst\u00e4ndig arbeitendes Institut in Bayern gilt, man denke beispielsweise an die Anforderungen an das Lehrpersonal. Wenn man in Berlin oder an anderer Stelle \u00fcber eine gro\u00dfe Zahl von hauptberuflichen Lehrkr\u00e4ften verf\u00fcgt, sagt das nichts zu der Situation in Traunstein aus. Welches weitere Ergebnis der Akkreditierungsprozess allerdings bringt, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Auf der Webseite hatten sich ein paar \u00c4nderungen ergeben:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Leiterin der Akademie hatte\u00a0in der Tagespresse angek\u00fcndigt, dass man das Lehrpersonal noch weiter aufstocken w\u00fcrde, man allerdings die Namen noch nicht nennen k\u00f6nnte, da die Vertr\u00e4ge noch nicht unterschrieben seien. Dies scheint inzwischen erfolgt, der Lehrk\u00f6rper hat sich zahlenm\u00e4\u00dfig wie angek\u00fcndigt erweitert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Qualifikation des Lehrpersonals stellt sich jetzt so dar:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">&#8211; Akademische Leitung des Bachelor-Studiengangs: Dr. med.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">&#8211; Akademieleitung: Heilpraktiker<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">&#8211; Fachbereich &#8218;Theorie und Praxis der Hom\u00f6opathie&#8216;<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\">Leiter: Heilpraktiker<br \/>\nDozenten:<br \/>\n&#8211; Facharzt &#8218;Grundlagen der Hom\u00f6opathie&#8216;<br \/>\n&#8211; Dr. med.&#8217;Theorie und Praxis der Hom\u00f6opathie&#8216; und &#8218;Materia Medica&#8216;<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">&#8211; Fachbereich &#8218;Materia Medica&#8216;<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\">Leiter: Dr. med.<br \/>\nDozenten:<br \/>\n&#8211; Dr. med.&#8217;Theorie und Praxis der Hom\u00f6opathie&#8216; und &#8218;Materia Medica&#8216; (wie oben)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">&#8211; Fachbereich &#8218;Medizinische Prop\u00e4deutik&#8216;<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\">1. Leiter: Heilpraktiker<br \/>\n2. Leiter: Heilpraktiker<br \/>\nDozenten: drei Dr. med, ein Prof. Dr. med.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Zug\u00e4nge des Lehrpersonals betreffen ausschlie\u00dflich die Ebene der &#8218;Dozenten&#8216;. Nach wie vor herrscht jedoch auf der Ebene der Fachbereichsleiter ein f\u00fcr eine Bildungseinrichtung mit Hochschulanspruch bemerkenswerter Mangel an Qualifikation.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Ein Gedanke am Rande:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Warum soll eigentlich der Lehrbetrieb schon im M\u00e4rz aufgenommen werden, wie seitens der Akademieleitung angek\u00fcndigt? Das macht doch eigentlich \u00fcberhaupt keinen Sinn. Man wolle mit einem Einf\u00fchrungskurs f\u00fcr Abiturienten beginnen. Das sind dann notwendigerweise diejenigen Abiturienten, die zum Sommer 2013 ihr Abitur abgelegt haben und nun schon lange auf den Beginn des Studiums warten, der eigentlich zu diesem Wintersemester im Oktober h\u00e4tte stattfinden sollen. Welchen Vorteil\u00a0haben diese Studenten davon, im M\u00e4rz zu beginnen? Eigentlich keinen, denn sie sollen sp\u00e4ter in den Jahrgang eingeschleust werden, der in 2014 Abitur machen wird und sein Studium im Wintersemester 2014 beginnen soll. Diese kommen auch nur mit der Abiturienten-Qualifikation an die Akademie. Das hei\u00dft, das Studium ab WS 2014 muss so aufgebaut sein, dass ein Abiturient ohne weitere Vorkenntnisse dieses erfolgreich absolvieren kann. Wozu braucht man dann einen Vorkurs? Wird langsam die Kapitaldecke d\u00fcnner und man braucht die ersten Zahlungseing\u00e4nge? Oder ist das der alte Trick der Gastst\u00e4tten: Bringe dem Gast schnell etwas zu trinken, dann l\u00e4uft er auch nicht weg, wenn er noch so lange auf sein Essen warten muss&#8230;<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Was bleibt?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Warten wir auf die Reaktion der Steinbeis-Hochschule-Berlin.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Nachtrag (19.12.):<\/strong> Die Methodik, wie man einen ausf\u00fchrlichen Akkreditierungsbericht im Internet findet, wurde besser beschrieben, da der urspr\u00fcngliche einfache\u00a0Link nicht funktioniert (Danke an Feuerwaechter f\u00fcr den Hinweis).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Diskussion um das &#8218;Studium der Hom\u00f6opathie auf Hochschulniveau&#8216; in Traunstein hat sich immer mehr weg von der Diskussion \u00fcber die Hom\u00f6opathie selbst hin zu Fragen \u00fcber Anerkennung und Akkreditierung von Hochschulen und Studieng\u00e4ngen entwickelt. 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