{"id":1297,"date":"2013-12-02T20:22:56","date_gmt":"2013-12-02T18:22:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1297"},"modified":"2017-08-15T17:05:13","modified_gmt":"2017-08-15T15:05:13","slug":"homoeopathie-bei-adhs-nachfolgestudie-zur-studie-von-frei-et-al","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1297","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathie bei ADHS &#8211; Nachfolgestudie zur Studie von Frei et al."},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1297\" data-timestamp=\"1502816713\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1297\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 39<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1297&text=Hom%C3%B6opathie%20bei%20ADHS%20%E2%80%93%20Nachfolgestudie%20zur%20Studie%20von%20Frei%20et%20al.\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Meine allererste Analyse hier auf dem Blog betraf die Studie von Frei et al. aus dem Jahr 2005 zur hom\u00f6opathischen Behandlung von ADHS (<a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=110\">hier<\/a>). Wir kamen zu dem Schluss, dass man diese Studie eher als Nachweis einer Unwirksamkeit betrachten kann. Einer der damaligen Co-Autoren hat am 30.11.2013 auf einem\u00a0Symposium\u00a0\u00a0in der Universit\u00e4tsklinik\u00a0M\u00fcnchen eine Langzeitstudie vorgestellt, die sich an die Frei-Studie angeschlossen hat. <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCIQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.klinikum.uni-muenchen.de%2Fdownload%2Fde%2Fpressestelle%2Fpressemeldungen%2F2013_PM_37_ADHS_und_Homoeopathie.pdf&amp;ei=-BfjVIC3N9bXasS-gtgF&amp;usg=AFQjCNHDYqqNppq-k6Tc7uX48XQYdccsfg&amp;bvm=bv.85970519,d.d2s&amp;cad=rja\">Diese<\/a> Pressemitteilung dar\u00fcber ist Anlass, die ver\u00f6ffentlichte Zusammenfassung zu betrachten &#8211; was wiederum Anlass ist, den folgenden Brief an die Verantwortlichen zu senden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Dr. Kruse,<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">In einer Pressemitteilung, die am 29.11.2013 auf der Internetplattform &#8218;idw-Informationsdienst Wissenschaft&#8216; ver\u00f6ffentlicht wurde, sind Sie als Ansprechpartnerin benannt. In dieser Mitteilung wird \u00fcber den Vortrag zu einer Langzeitstudie\u00a0der hom\u00f6opathischen Behandlung von Kindern mit ADHS berichtet. Es werden dabei die folgenden Aussagen getroffen:<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p align=\"left\">74 Prozent der behandelten Patienten profitierten [von der hom\u00f6opathischen Behandlung] auch noch nach zehn Jahren.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\">Die 2005 von Frei et al. ver\u00f6ffentlichte Studie zum Thema weise nach, dass die hom\u00f6opathische Einzelmitteltherapie eine effektive (&#8230;) Alternative sei.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Beide Aussagen treffen nicht zu. Es erscheint angeraten, die entsprechenden nach au\u00dfen gegangenen Informationen zu berichtigen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die folgenden Ausf\u00fchrungen zur Begr\u00fcndung beziehen sich auf den Vortrag, wie er schon auf dem GIRI Symposium in Bern im September 2013 von den gleichen Autoren gehalten wurde [1]. Nach der Beschreibung dort handelt es sich um eine Langzeitstudie, die sich an die Untersuchungen von Frei et al. anschloss [2]. Als Ergebnis wird berichtet, dass nach einer zehnj\u00e4hrigen unverblindeten Therapie\u00a0 38 von 62 Kindern (62 %) nicht mehr medikament\u00f6s bzw. hom\u00f6opathisch behandelt w\u00fcrden. Des Weiteren seien bei insgesamt 18 Kindern Verbesserungen erzielt worden, wobei 6 ausschlie\u00dflich hom\u00f6opathisch behandelt worden seien, 9 mit Methylphenidat und 3 mit beiden Medikamenten gleichzeitig.\u00a0Sechs Kinder waren nich in der Langzeitstudie enthalten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><strong>Zu 1:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Zun\u00e4chst ist es prinzipiell fragw\u00fcrdig, aus einer Verlaufsstudie ohne Kontrollgruppe eine Aussage zur Wirksamkeit der eingesetzten Therapie abzuleiten. Es braucht wohl nicht weiter erl\u00e4utert zu werden, dass bei Unkenntnis des nat\u00fcrlichen Krankheitsverlaufs nicht darauf geschlossen werden kann, welchen Anteil die Therapie an den Geschehnissen hat.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">F\u00fcr den Fall der ADHS liegen allerdings Vergleichsdaten vor: Einer Ver\u00f6ffentlichung der Bundes\u00e4rztekammer aus dem Jahre 2005 [3] kann entnommen werden (Kapitel 6.1), dass bei 60 bis 70 % der F\u00e4lle eine Remission der Beschwerden bis zum Eintritt in das Erwachsenenalter so weit erfolgt, dass die diagnostischen Kriterien nicht mehr erf\u00fcllt werden. Diese Aussage st\u00fctzt sich auf insgesamt vier Studien aus den Jahren 2002 bis 2004 ab.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Nach den Angaben von [2] waren die Kinder bei Start der Studie durchschnittlich 10 Jahre alt (Bereich 7 bis 15 Jahre). Folglich waren die Studienteilnehmer zum Berichtszeitpunkt 20 Jahre alt, der allergr\u00f6\u00dfte Teil d\u00fcrfte die Pubert\u00e4t zumindest weitgehend \u00fcberwunden haben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Man kann sicherlich dar\u00fcber diskutieren, ob die Kriterien &#8218;es erfolgt keine Therapie mehr&#8216; und &#8218;die Diagnosekriterien liegen nicht mehr vor&#8216; gleichwertig sind. Im ersteren Fall k\u00f6nnte es durchaus sein, dass die Betreffenden gelernt haben, mit der Symptomatik umzugehen oder durch ein ge\u00e4ndertes Umfeld vielleicht der Leidensdruck nicht mehr in dem Ma\u00dfe besteht, dass eine Therapie erforderlich w\u00e4re. Wie immer man dies auch wertet &#8211; dass 62 % der fr\u00fcheren Teilnehmer in einem Durchschnittsalter von 20 Jahren als mehr oder weniger &#8218;problemfrei&#8216; betrachtet werden k\u00f6nnen, liegt durchaus in dem Rahmen, den man offenbar beim nat\u00fcrlichen Verlauf der Beschwerden erwarten w\u00fcrde. Selbst ein Anteil von insgesamt 74%, die eine Verbesserung erzielt h\u00e4tten, erscheint durchaus nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Dies w\u00e4re ein Widerspruch zur Annahme,\u00a0dass\u00a0mit dem Ergebnis eine\u00a0langfristige Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlung nachgewiesen w\u00e4re.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Wie von Frei et al. in [2] beschrieben, sollten mit Aufnahme der hom\u00f6opathischen Therapie alle weiteren parallelen Therapien unterbleiben. In der Folge wurden dann in unverblindeter Einnahme durchaus betr\u00e4chtliche Verbesserungen erzielt. In [1] erfahren wir jedoch, dass inzwischen mindestens 12 der Kinder wieder konventionell mit\u00a0Methylphenidat behandelt werden. Diese Angaben sind jedoch nicht vollst\u00e4ndig, beziehen sie sich doch ausschlie\u00dflich auf die Gruppe der 18 Kinder, die zwar noch therapiert werden, aber Verbesserungen erzielt h\u00e4tten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Man wird davon ausgehen k\u00f6nnen, dass es einen Ausdruck der Unzufriedenheit mit den Erfolgen der Therapie darstellt, wenn die Eltern zus\u00e4tzlich zur Hom\u00f6opahie auf die konventionelle Medikamentengabe zur\u00fcckgriffen oder gar ganz darauf umgestellt haben. Mithin haben also mindestens 12 Kinder nicht von der hom\u00f6opathischen Behandlung profitiert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Autoren berichten nicht, ob sich in der Gruppe der nicht mehr therapierten Testpersonen auch\u00a0solche befinden, die zuvor ebenfalls zus\u00e4tzlich oder komplett konventionell behandelt wurden. Da es jedoch keinen Anlass gibt, eine Remission bei konventioneller Behandlung auszuschlie\u00dfen, k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass sich auch hier solche Testpersonen finden, wenn auch vielleicht nicht in dem hohen Prozentsatz wie bei der Gruppe der Erfolgreichen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Mithin ist zu konstatieren, dass bei 12 + X Kindern die Hom\u00f6opathie langfristig keinen Erfolg brachte. Bezogen auf die 56 Kinder, die tats\u00e4chlich in der Langzeitstudie betrachtet wurden, ist das ein Anteil von (21 + X) %. Da es, wie oben bereits gesagt, keine Veranlassung gibt, eine Remission bei konventioneller Medikamentierung auszuschlie\u00dfen, wird X gr\u00f6\u00dfer als null sein, wenn auch in unbekanntem Ma\u00dfe.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Quintessenz:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Aussage, dass 74 % der Probanden von der Hom\u00f6opathiebehandlung profitiert h\u00e4tten, ist somit nicht haltbar, weil bei\u00a021 + X % kein Erfolg eingetreten ist und in hohem Ausma\u00df auch der nat\u00fcrliche Krankheitsverlauf das Ergebnis\u00a0ganz erheblich beeinflusst\u00a0haben d\u00fcrfte. Diese Aussage ist somit ganz sicher unzutreffend.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><strong>Zu 2:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die Studie von Frei et al. wurde an anderer Stelle ausf\u00fchrlich analysiert [4], so dass hier eine Zusammenfassung gen\u00fcgt:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Die ohne Zweifel vorliegenden Verbesserungen nach der Aufnahme der hom\u00f6opathischen Behandlung k\u00f6nnen verursacht worden sein durch:<br \/>\n&#8211; Wechsel der statistischen Vergleichsbasis<br \/>\n&#8211; Placeboeffekt<br \/>\n&#8211; nat\u00fcrlicher Verlauf nach der Erstdiagnose<br \/>\n&#8211; parallele nichtmedikament\u00f6se Behandlungen<br \/>\nDass der Erfolg bei einem gro\u00dfen Teil der Probanden offenbar nicht von langfristiger Natur war, spricht f\u00fcr einen starken Einfluss des Placeboeffekts.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Der reklamierte Vorteil der Hom\u00f6opathie-Therapie von weniger als zwei CGI-Punkten liegt weit unterhalb der Aufl\u00f6sung des Messverfahrens.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Drei der vier Arme der Crossover-Phase zeigen Ergebnisse, die der Annahme wirksamer hom\u00f6opathischer Medikamente zuwiderlaufen. Die Autoren f\u00fchren zur Erkl\u00e4rung zwei sich gegenseitig widersprechende Effekte ein &#8211; einen Carry-Over-Effekt des Medikaments und die Auswirkungen\u00a0der Erwartung einer Placebogabe bei den Eltern. Diese Effekte sollen\u00a0aber gruppen- und zeitspezifisch immer in die Richtung gewirkt haben, dass die Auswirkungen von Gabe oder Wegnahme der Medikamente zu kleineren Werten verf\u00e4lscht worden w\u00e4ren. Der vierte Arm erreichte (wahrscheinlich zuf\u00e4llig) das erwartete Ergebnis, so dass hier die in allen drei anderen Armen zur Erkl\u00e4rung herangezogenen Effekte nicht in Betracht gezogen wurden. Eine Begr\u00fcndung f\u00fcr das Vorhandensein dieser Effekte, oder gar ein plausibler Nachweis daf\u00fcr, sind in der Studie nicht gegeben. Ohne diese Effekte\u00a0spricht das Ergebnis der Crossover-Phase deutlich gegen eine Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlung.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Bei einer unvoreingenommenen Bewertung der Studie lassen sich somit eher Belege f\u00fcr eine Unwirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlung ermitteln als f\u00fcr eine Wirksamkeit. Damit ist eine entsprechende Aussage, die Studie weise eine Wirksamkeit nach, nicht gerechtfertigt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\"><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">[1] v. Ammon K, Sauter U, Kretschmar S, Frei H, Thurneyson A, Frei-Erb M: &#8218;Long-term effects of homeopathic treatment in children suffering from attention deficit disorder with and without hyperactivity&#8216;, in: Int J High Dilution Res 2013; 12 [44]: 119-120, <a href=\"http:\/\/www.feg.unesp.br\/~ojs\/index.php\/ijhdr\/article\/view \/681\/660\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">[2] Frei, H., Everts, R., v. Ammon, K., Kaufmann, F. Walther, D. et al..:<br \/>\n&#8218;Homeopathic treatment of children with attention-deficit hyperactivity disorder: A randomised, double blind, placebo controlled crossover trial&#8216;, in: European Journal of Pediatrics (2005) 164: 758-767 <a href=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/520f6c38e4b01b013b22f419\/t\/52bf228be4b0410823c26e36\/1388257931775\/ADHDRCT+EurJPaed.pdf\">Link<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"left\">[3] Bundes\u00e4rztekammer &#8218;Sellungnahme zur Aufmerksamkeitsdefizit- \/ Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung (ADHS) &#8211; Langfassung -&#8218; , 2005, Kapitel 6.1., <a href=\"http:\/\/www.bundesaerztekammer.de\/downloads\/ADHSLang.pdf\" class=\"broken_link\">Link <\/a><\/p>\n<p align=\"left\">[4] Aust, N: &#8218;Anwendung individueller hom\u00f6opathischer Medikamente bei ADHS &#8211; Studie von H. Frei et al., Universit\u00e4t Bern (2005 \/ 2006)&#8216;, Blog &#8218;Beweisaufnahme in Sachen Hom\u00f6opathie&#8216;, <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=110\">Link<\/a>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine allererste Analyse hier auf dem Blog betraf die Studie von Frei et al. aus dem Jahr 2005 zur hom\u00f6opathischen Behandlung von ADHS (hier). 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