{"id":1099,"date":"2013-11-02T16:24:03","date_gmt":"2013-11-02T14:24:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1099"},"modified":"2019-09-08T16:24:06","modified_gmt":"2019-09-08T14:24:06","slug":"hilft-homoeopathie-frauen-die-an-pms-leiden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1099","title":{"rendered":"Hilft Hom\u00f6opathie Frauen, die an PMS leiden?"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1099\" data-timestamp=\"1567959846\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1099\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 2<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1099&text=Hilft%20Hom%C3%B6opathie%20Frauen%2C%20die%20an%20PMS%20leiden%3F\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Kaum eine Hom\u00f6opathie-Seite, auf der man nicht auch Hinweise zur hom\u00f6opathischen Behandlung des Pr\u00e4menstruellen Syndroms findet, kaum ein Frauen-Forum, in dem dies nicht angesprochen wird und in dem nicht zu einer hom\u00f6opathischen Behandlung geraten wird. Nat\u00fcrlich mangelt es auch nicht an Erfolgsgeschichten, wie man endlich nach langem vergeblichen M\u00fchen mit allen m\u00f6glichen Therapierichtungen, insbesondere der &#8218;unf\u00e4higen Schulmedizin&#8216;, nun endlich sein Leiden \u00fcberwunden hat.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Im Verzeichnis\u00a0der randomisierten klinischen Studien auf der <a href=\"http:\/\/facultyofhomeopathy.org\/research\/\" class=\"broken_link\">Webseite<\/a> der englischen Faculty of Homeopathy wird nur eine einzige Arbeit genannt, n\u00e4mlich die einer israelischen Forschergruppe um M. Yakir aus dem Jahr 2001 [1]. Die Forscher wollen zu einem f\u00fcr die Hom\u00f6opathie positiven Ergebnis gekommen sein. Zu den Autoren geh\u00f6rt immerhin G. Vithoulkas, ein sehr prominenter Hom\u00f6opath, der f\u00fcr seine Verdienste um die Hom\u00f6opathie 1996 mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet wurde, dem &#8218;Alternativen Nobelpreis&#8216;.<!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei der angesprochenen Studie\u00a0handelt es sich allerdings nur um eine Pilotstudie an einer recht kleinen Gruppe von insgesamt nur 19 Frauen, die daher nur geringe Aussagekraft hat. Die darauf folgende klinische Studie mit insgesamt 96 Frauen wurde auf einer Tagung vorgestellt und schriftlich im Tagungsband ver\u00f6ffentlicht, also nicht einem Peer-review unterzogen [2]. Offensichtlich ist dies auch der Grund, warum diese Studie nicht in dem genannten Verzeichnis erscheint.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Als kleine Realsatire\u00a0am Rande: Der Tagungsband ist in der Universit\u00e4tsbibliothek in Freiburg nicht in der Hauptsammlung vorhanden, sondern im &#8218;Institut f\u00fcr Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene&#8216;, frei \u00fcbersetzt ist das das Institut f\u00fcr Geister- und Gespensterkunde, so eine Art Hogwarts.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Was ist PMS?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Als &#8218;Pr\u00e4menstruelles Syndrom&#8216; (PMS) werden die Beschwerden bezeichnet, die viele Frauen einige Tage vor der Regelblutung regelm\u00e4\u00dfig erleben. Auch wenn eine gro\u00dfe Zahl von Frauen unter PMS leidet &#8211; 30 % der Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter werden genannt &#8211; sind die Ursachen daf\u00fcr letztendlich unklar. PMS \u00e4u\u00dfert sich durch eine recht vielf\u00e4ltige Symptomatik, die unterschiedlich heftig und unterschiedlich lange andauern kann. Die Beschwerden k\u00f6nnen von k\u00f6rperlichen Problemen (Schmerzen, Wassereinlagerung) bis zu eher psychologischen Erscheinungen (Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit) reichen und kann\u00a0in extremen F\u00e4llen zu mehrt\u00e4giger Arbeitsunf\u00e4higkeit f\u00fchren. PMS kann schlie\u00dflich auch f\u00fcr Beziehungen sehr belastend sein.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Da die Ursachen nicht bekannt sind, gibt es naturgem\u00e4\u00df auch keine urs\u00e4chliche Therapie. Es ist also eigentlich nicht verwunderlich, dass die betroffenen Frauen auch alternative Therapien probieren, vorzugsweise nat\u00fcrlich auch die Hom\u00f6opathie. N\u00e4heres zum PMS siehe diesen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pr%C3%A4menstruelles_Syndrom\">Artikel<\/a> in der Wikipedia.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Vorgehensweise der Untersuchung<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die folgende Darstellung beschr\u00e4nkt sich im Wesentlichen auf die gr\u00f6\u00dfere Studie, die in manchen Details etwas anders gehandhabt wurde als die Pilotstudie, wegen ihres gr\u00f6\u00dferen Umfangs jedoch die Gesamtsituation wahrscheinlich besser abbildet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Teilnehmerinnen wurden f\u00fcr diese Studie durch Anzeigen in den Medien gewonnen sowie durch \u00dcberweisung aus der Ambulanz. Insgesamt schlossen 96 Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren die Studie ab, 43 wurden mit hom\u00f6opathischen Medikamenten behandelt, 53 erhielten nicht unterscheidbare Placebos. Weder Patientinnen noch das beteiligte Forscherteam wussten, wer zu welcher Gruppe geh\u00f6rte, da die Randomisierung extern erfolgte und die Medikamente nur durch einen Nummerncode gekennzeichnet waren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es wurden 14 verschiedene Medikamente verwendet, die viele der mit PMS verbundenen Symptome abdecken. F\u00fcr jedes Medikament wurde, wie in der Vorstudie, eine Sammlung von Symptomen zusammengestellt, die im Rahmen des PMS \u00fcblicherweise auftreten. Die Frauen wurden jeweils mit dem Medikament behandelt, dessen gesammelte Symptome am ehesten auf sie zutrafen. In der Vorstudie wurden die Patientinnen, die nicht recht zu einem der Medikamente passten, nicht in die Studie aufgenommen. Wahrscheinlich war das auch hier so. Auf jeden Fall sind die Forscher davon \u00fcberzeugt, dass die Frauen das f\u00fcr sie nach hom\u00f6opathischen Gesichtspunkten richtige Medikament individuell verordnet bekamen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die ersten zwei Monate der Studie, genauer die ersten zwei Monatszyklen nach Studienbeginn, wurden zur Messung der Ausgangsdaten verwendet, danach erfolgte eine einmalige (!) Gabe des Medikaments beziehungsweise Placebos. Im Anschluss wurden w\u00e4hrend weiterer drei Monatszyklen die Daten gesammelt und schlie\u00dflich ausgewertet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Messverfahren<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wir werden uns in den folgenden Betrachtungen auf das Hauptergebnis der Autoren beschr\u00e4nken, wie sich das PMS bei den Frauen durch die hom\u00f6opathische Behandlung ver\u00e4ndert hat. Es werden noch einige sekund\u00e4re Bewertungen\u00a0berichtet (Medikamenteneinnahme, Krankheitstage etc.), f\u00fcr die jedoch nicht gen\u00fcgend Angaben gemacht werden, so dass eine Analyse hier nicht sinnvoll durchf\u00fchrbar ist. Zum Teil stimmen die\u00a0Daten im Text auch nicht mit den in einer Grafik\u00a0dargestellten\u00a0Werten \u00fcberein.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Um das Hauptergebnis der Studie zu ermitteln, war es erforderlich, dass man die Beschwerden der Teilnehmerinnen zahlenm\u00e4\u00dfig erfasst. Bei dem recht komplexen und vielschichtigen Erscheinungsbild des PMS ist das kein einfaches Unterfangen. In der Studie wurde ein Fragebogen verwendet, dessen Grundz\u00fcge bereits im Jahr 1968 von Moos entwickelt wurden, der aber im Laufe der Zeit einige Anpassungen und Weiterentwicklungen erlebte (Moos Menstrual Distress Questionnaire &#8211; MMDQ oder nur MDQ). F\u00fcr uns ist das ein kleines Problem, denn man findet zwar eine Beschreibung des origin\u00e4ren Fragebogens von 1968 [3], f\u00fcr den in der Studie genau verwendeten Fragebogen konnte ich allerdings keine Informationen finden. Dies ist aber durchaus ausreichend, um das Prinzip zu erkennen, wie die Datenerfassung funktioniert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In der Version von 1968 werden im Fragebogen insgesamt 47 Symptome aufgef\u00fchrt, deren Vorhandensein bzw. Intensit\u00e4t die Teilnehmerinnen t\u00e4glich zu bewerten hatten. Symptome waren beispielsweise Kopfschmerzen, kalte Schwei\u00dfausbr\u00fcche, Niedergeschlagenheit. Die Patientinnen hatten diese auf einer Skala von null bis f\u00fcnf Punkten zu bewerten. Null entsprach dabei &#8217;nicht vorhanden&#8216;, f\u00fcnf Punkte waren zu vergeben, wenn das entsprechende Symptom akut vorhanden war oder so heftig, dass die betroffene Patientin dadurch deutlich beeintr\u00e4chtigt war. Die einzelnen Symptome waren zu Kategorien zusammengefasst, die aufsummierten Punktzahlen in den einzelnen Kategorien ergaben den Messwert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der in der betrachteten Studie verwendete Fragebogen funktioniert \u00e4hnlich, umfasst allerdings nur 38 Symptome, die in sechs Kategorien zusammengefasst sind:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Schmerzen (Kopfschmerzen, Kr\u00e4mpfe, Ersch\u00f6pfung etc.)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Funktion (Kontaktscheu, schlechtere Leistungen in Schule oder Beruf etc.)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Appetit (Appetitlosigkeit, Hei\u00dfhunger)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Automatische Reaktionen (Schwindelgef\u00fchl, \u00dcbelkeit etc.)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Wassereinlagerung (Gewichtszunahme, Schmerzen in den Br\u00fcsten etc.)<\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div lang=\"de-DE\">Mentale Symptome (Weinen, Niedergeschlagenheit etc.)<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\">Inhaltlich scheinen erhebliche Unterschiede zu dem originalen Fragebogen zu bestehen, die als Beispiele genannten Symptome dienen hier nur der Illustration, was unter den Kategorien zu verstehen ist. Nat\u00fcrlich sind diese Symptome nicht unabh\u00e4ngig voneinander, schwere Kr\u00e4mpfe sind z.B. sicher auch mit Schmerzen verbunden und haben auf die Dauer auch Auswirkungen auf die Psyche.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dieser Fragebogen wurde in der Vergangenheit durchaus auch kritisiert, scheint aber dennoch das geeignetste Mittel f\u00fcr diesen Zweck zu sein. Eine Validierung, also eine \u00dcberpr\u00fcfung der Zuverl\u00e4ssigkeit und Genauigkeit des Fragebogens, konnte ich nicht finden. Um die Problematik einmal zu umrei\u00dfen, sei hier ein Leitartikel einer Fachzeitschrift zitiert. Dieser setzt\u00a0sich zwar generell mit Hilfsmitteln zur Diagnose PMS auseinander,\u00a0nicht mit der\u00a0Erfassung der Intensit\u00e4t, die Vorbehalte gelten aber f\u00fcr unsere Zwecke analog:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>In einem solchen Fragebogen wird eine Frau aufgefordert, 47 Symptome auf einer Sechs-Punkte-Skala zu bewerten. Der Erfolg einer solchen Selbsteinsch\u00e4tzung h\u00e4ngt von dem Eifer der Frau ab, die ihn mindestens drei Monate lang jeden Abend ausf\u00fcllen muss, auch an Feiertagen\u00a0und im Urlaub. Die Ergebnisse sind nur f\u00fcr hochmotivierte oder sehr entschlossene Frauen aussagekr\u00e4ftig, denn es besteht immer das Risiko, dass sie es eines Abends vergisst und dies dann in den n\u00e4chsten Tagen mit fehlerhaften Angaben nachholt. (&#8230;) Es fehlen Fragen dazu,\u00a0ob die Symptome nach der Regel wieder verschwinden und zu deren\u00a0Wiederauftreten in aufeinanderfolgenden Zyklen. Solche Kriterien k\u00f6nnen nicht die notwendigen Nachweise liefern, die f\u00fcr die Diagnose PMS so wichtig sind [4].<br \/>\n(\u00dcbersetzung des Verfassers)<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Man m\u00f6chte erg\u00e4nzen, dass der Fragebogen selbst wahrscheinlich ein \u00dcbriges dazu beitr\u00e4gt, die Patientin in eine negative Stimmung zu bringen, wird sie doch dauernd daran erinnert, was sie alles erlitten hat &#8211; und beim n\u00e4chsten Zyklus sehr wahrscheinlich auch wieder erleiden wird.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dies mag gen\u00fcgen, um zu zeigen, dass auch diesem Fragebogen eine gewisse Unsch\u00e4rfe innewohnt, dass auch hier mit gewissen Streuungen zu rechnen ist, die nicht notwendigerweise auch eine \u00c4nderung des Befindens bedeuten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie wertet Yakir nun diesen Fragebogen aus?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Sehr genau wird das\u00a0in der Arbeit nicht beschrieben. Wir erfahren, dass jeweils aus den Bewertungen der letzten 12 Tage vor der Regel ein Durchschnitt gebildet wird. Die Ausgangsbasis liefert der Durchschnitt der letzten zwei Monate vor der Behandlung. Das Ergebnis ist der Durchschnitt aus den drei Monaten, die auf die Einnahme der Medikamente folgten, wie gesagt, jeweils immer die letzten 12 Tage vor der Regelblutung.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Ergebnis:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">In der Hom\u00f6opathiegruppe reduzierte sich der ermittelte Kennwert von im Durchschnitt 0,44 auf 0,28 Punkte, also eine Verbesserung um 0,16 Punkte. In der Placebogruppe ergab sich hingegen eine Verbesserung von 0,42 auf 0,34 Punkte, also um nur 0,08 Punkte. Das Ganze sei auch statistisch signifikant, also: Wirksamkeit nachgewiesen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Kennen Sie den Witz \u00fcber das Grillen von Tiefk\u00fchlh\u00e4hnchen? Au\u00dfen v\u00f6llig verbrannt, innen noch gefroren, aber, wenn man\u00a0dies im\u00a0Durchschnitt betrachtet, doch ganz gut gelungen?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Genau so ist das hier auch zu sehen. Die exzessive Bildung von Durchschnittswerten b\u00fcgelt alles weg und macht aus der ganzen Datenerhebung einen praktisch nicht mehr zu unterscheidenden Einheitsbrei. Die folgenden \u00dcberlegungen sollen das verdeutlichen:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Jeden Tag fallen 38 Zahlenwerte an, die pro Monat an 12 Tagen erhoben werden. Das sind 456 Zahlenwerte. In den zwei Monaten vor der Behandlung werden also 912 Einzelwerte zu einer Kennzahl offenbar als Durchschnittswert verdichtet. Ein anderer Weg ist nicht vorstellbar, um bei einem solchen Fragebogen auf Zahlenwerte unterhalb des Minimalwertes einer Einzelbewertung zu kommen. F\u00fcr den Zeitraum nach der Behandlung sind es sogar 1368 Einzelwerte, die da eingedampft werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schon aus den Zahlenwerten, die die Autoren angeben, ist zu schlie\u00dfen, dass sie kaum einen Bezug zum realen Erleben der Patientinnen haben. Letztendlich liegt dieser Durchschnittswert bei weit unter 1,0 &#8211; auf einer Skala von 0,0 (&#8218;Symptom nicht gegeben&#8216;) bis 5,0 (&#8217;sehr starke Beschwerden&#8216;). Also haben die Patientinnen im Mittel nur sehr leichte bis gar keine Beschwerden. Sind das alles also Hypochonderinnen, die sich ihr Leiden nur einbilden und denen tats\u00e4chlich nur das fehlt, was die m\u00e4nnliche &#8218;Sachkenntnis&#8216; in solchen F\u00e4llen f\u00fcr angebracht h\u00e4lt? Sicher nicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was kann ein\u00a0Ergebnis von 0,44 Punkten aussagen? Da dieser Wert unterhalb des kleinsten Werts liegt, der bei einem Vorhandensein eines Symptoms vergeben werden kann, bedeutet dies, dass auch sehr viele Bewertungen mit null Punkten eingeflossen sind. Eigentlich folgt hieraus nur, dass\u00a0die\u00a0Frauen nicht an allen 12 Tagen alle 38 Symptome erlebt haben. Das sagt nichts, aber auch gar nichts dar\u00fcber aus, ob sie w\u00e4hrend einer k\u00fcrzeren Zeitdauer an einer kleineren Anzahl von Symptomen heftig gelitten haben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nehmen wir f\u00fcr die folgende \u00dcberlegung vereinfachend an, dass jeweils die Monate vor und nach der Behandlung gleich verlaufen sind, und ignorieren m\u00f6gliche zeitliche Streuungen. Dann hat die Durchschnittspatientin in den 12 Tagen eines Monats<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: center;\">12 x 38 x 0,44 = 201<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Punkte vergeben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dies k\u00f6nnte bedeuten, dass sie an drei Tagen 13 Symptome mit voller Punktzahl (5) bewertet hat, sagen wir aus dem Bereich Schmerzen, Wassereinlagerung und mentale Symptome. Diese Frau h\u00e4tte drei Tage lang sehr stark gelitten<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Im anderen Extrem k\u00f6nnte sie an allen zw\u00f6lf Tagen bei 17 Symptomen nur jeweils einen Punkt vergeben haben. Diese Frau h\u00e4tte zwar lange mit der Sache zu tun, aber \u00fcber eine leichte Befindlichkeitsst\u00f6rung geht ihr Problem nicht wesentlich hinaus. Man kann zwar einwenden, dass sie dann wahrscheinlich auch keinen Arzt aufgesucht h\u00e4tte, dieses Argument ist aber nicht stichhaltig. Die Teilnehmerinnen wurden zumindest zu einem gro\u00dfen Teil per Anzeige angeworben. Daher ist es durchaus m\u00f6glich, dass einige Frauen die Gelegenheit nutzen wollten,\u00a0das zwar durchaus ertr\u00e4gliche aber doch l\u00e4stige Problem endlich einmal loszuwerden. Die Intensit\u00e4t der Beschwerden war also nicht unbedingt der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Teilnahme an der Studie gewesen. Daher kann ein zwar l\u00e4ngerer aber leichterer Verlauf bei einzelnen Patientinnen durchaus vorgelegen haben<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Was sagt uns also die Bewertungszahl \u00fcber den tats\u00e4chlichen Leidensdruck der Patientin?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eben: Nichts.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wenn schon die berichtete Punktzahl den Zustand einer Patientin nicht wiedergibt, dann sind auch die Ver\u00e4nderungen der Punktzahl ohne Aussagekraft. Eine kleinere Punktzahl nach der Behandlung kann auch bedeuten, dass die Patientin weniger Symptome erlebt hat, vielleicht auch nur w\u00e4hrend eines k\u00fcrzeren Zeitraums, diese aber wesentlich heftiger aufgetreten sind. Dann ist es eine Frage der pers\u00f6nlichen Bewertung, ob tats\u00e4chlich die Verdichtung einer l\u00e4ngerfristigen und vielleicht ertr\u00e4glichen Situation in eine k\u00fcrzere aber viel heftigere Leidensphase eine Verbesserung darstellt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Analoge \u00dcberlegungen f\u00fcr eine erh\u00f6hte Punktzahl f\u00fchren dazu, dass\u00a0auch eine Verbesserung der Situation eingetreten sein k\u00f6nnte &#8211; mehr Symptome und \/ oder ein l\u00e4ngerer Zeitraum &#8211; aber im Gegensatz zu vorher in einem besser ertr\u00e4glichen Ausma\u00df.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie viel Sinn macht dann ein Vergleich von Frau zu Frau beziehungsweise zwischen den Gruppen aufgrund dieser irrealen Bewertungszahl?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Keinen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nochmal zur Verdeutlichung: Was sagt eine Ver\u00e4nderung von 0,44 auf 0,28 Punkte aus? Die Durchschnittspatientin h\u00e4tte im ersten Fall bei ihren 13 Symptomen eine erhebliche Verbesserung erzielt. Vielleicht w\u00e4ren ihre Schmerzen erheblich\u00a0geringer geworden\u00a0(von 5 auf 3), und nur beim Unwohlsein w\u00e4ren die Verbesserungen nur gering gewesen (5 auf 4). Diese Frau h\u00e4tte\u00a0deutlich profitiert &#8211; wenn sie auch weit davon entfernt w\u00e4re, ihre Leiden \u00fcberwunden zu haben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Im anderen Fall w\u00e4ren in diesem hypothetischen Beispiel sechs von den 17 Symptomen verschwunden. Der Fortschritt erscheint eher marginal, insbesondere, wenn sich die Verbesserung in den Nebenkriegsschaupl\u00e4tzen abgespielt h\u00e4tte, beim Appetit beispielsweise.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Quintessenz<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Maus an Ergebnis, die der Berg nach seinem Krei\u00dfen gebar, ist den Aufwand nicht wert, der zur Datenerhebung getrieben werden musste. Warum hat man nicht die M\u00f6glichkeiten genutzt, die der Fragebogen ja bietet? Warum hat man nicht bei jeder Patientin beispielsweise nur die zehn am h\u00f6chsten bewerteten Symptome herangezogen und verfolgt, wie diese sich in der Behandlung ver\u00e4ndern? Oder alle Bewertungen mit 4 und 5 Punkten betrachtet oder was auch immer? Warum hat man offensichtlich die vielen Nullen, die in den Frageb\u00f6gen vorhanden gewesen sein m\u00fcssen, nicht herausgefiltert und damit zugelassen, dass das Ergebnis weitestgehend nivelliert wird? Es ist noch nicht einmal m\u00f6glich, in den Kennwerten eine Grenze zu definieren, um &#8217;schweres Leiden&#8216; und &#8218;leichte Befindlichkeitsst\u00f6rung&#8216; sicher zu trennen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es ist nicht zu glauben, dass den Forschern entgangen ist, wie dicht die Ergebnisse beisammen liegen. Sie geben lobenswerterweise die Einzeldaten an, wenn auch in Form einer Grafik, aus der man die Werte mit nur begrenzter Genauigkeit herausmessen muss.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Yakir_2002001.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1109\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Yakir_2002001-1024x598.jpg\" alt=\"Yakir_2002001\" width=\"640\" height=\"373\" srcset=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Yakir_2002001-1024x598.jpg 1024w, http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Yakir_2002001-300x175.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Man erkennt, dass \u00fcber 90 % der Ausgangsdaten im Bereich zwischen 0 und 1,0 liegen, fast 70 % sogar unterhalb von 0,5, also nach der urspr\u00fcnglichen Bewertungsskala irgendwo zwischen &#8217;sehr leichten&#8216; und &#8218;gar keinen&#8216; Symptomen. Was soll das Ganze also? W\u00e4ren bei einem die Realit\u00e4t besser wiedergebenden Auswerteverfahren die reklamierten positiven Ergebnisse nicht feststellbar gewesen? Das ist die einzige naheliegende Schlussfolgerung.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wir\u00a0k\u00f6nnen jedoch festhalten, dass trotz der unbedeutenden Zahlenwerte doch eine ganze Menge Leidenspotenzial hinter den Zahlen steckt, das nur durch die fast b\u00f6swillig zu nennende Auswertestrategie in die Bedeutungslosigkeit verdurchschnittet wurde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Soweit hierzu. Nat\u00fcrlich kann der Leser einwenden, dies seien nur theoretische Betrachtungen eines\u00a0missg\u00fcnstigen Zahlenakrobaten. Dann betrachten wir eben die Ergebnisse so, wie die Forscher sie berichten, vergessen das bisher Geschriebene. Wenn man doch annimmt, ein niedrigerer Zahlenwert w\u00fcrde eine bessere Situation der jeweiligen Patientin widerspiegeln, dann ergibt sich das folgende Bild:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Schon ein einfacher Blick auf die obige Grafik zeigt, dass es deutliche Unterschiede gibt:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei den 53 Patientinnen der Placebogruppe hat sich das Befinden in sieben F\u00e4llen\u00a0 verschlechtert, das sind rund 13 %. Bei den 43 Patientinnen, die hom\u00f6opathisch behandelt wurden, waren es 11, also 25 %. Somit ist der Anteil der Frauen,\u00a0deren Befinden\u00a0sich durch die Behandlung verschlechtert hat, in der Hom\u00f6opathiegruppe doppelt so hoch wie in der Placebogruppe. Sicher, es sind in der Placebogruppe st\u00e4rkere Verschlechterungen aufgetreten, daf\u00fcr gibt es dort aber auch Verbesserungen, die von vergleichsweise gro\u00dfen Zahlenwerten auf eine fast vollst\u00e4ndige Genesung hindeuten, was bei der Hom\u00f6opathiegruppe nicht gegeben ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Welche Gruppe hat jetzt besser abgeschnitten? Dazu m\u00fcssen wir uns etwas mit der beschreibenden Statistik besch\u00e4ftigen:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Durchschnitte haben die unangenehme Eigenschaft, von einzelnen Extremwerten stark beeinflusst zu werden. Der Durchschnittswert einer Verteilung von zehn Werten bei 5 und einem bei 50 ist 9,11. Fast alle Einzelwerte sind in diesem Beispiel kleiner als der Durchschnitt, nur einer ist gr\u00f6\u00dfer, das aber recht erheblich. Der Durchschnitt liegt eben nicht in der Mitte der Daten, er sagt f\u00fcr diese extreme Verteilung folglich nichts aus. Wenn der Einzelwert nicht 50 sondern 100 betragen h\u00e4tte, l\u00e4ge der Durchschnitt bei 13,6. Er h\u00e4tte sich also deutlich verschoben &#8211; obwohl an der Verteilung eigentlich nicht allzu viel passiert ist, nur ein einziger Wert hat sich ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Da diese Effekte eine Betrachtung und Bewertung erschweren, verwendet man viel besser den Median, das ist der Wert, der tats\u00e4chlich in der Mitte der Daten liegt. In diesem Beispiel der elf Werte w\u00e4re das der Wert des sechsten Elements, wenn man sie nach der Gr\u00f6\u00dfe sortiert. Er l\u00e4ge also bei 5. Dieser Wert ist unabh\u00e4ngig davon, wie gro\u00df der elfte Wert ist, ob 50, 500 oder 5000 spielt keine Rolle. Die eine H\u00e4lfte der Werte ist kleiner oder gleich dem Median, die andere H\u00e4lfte ist gr\u00f6\u00dfer oder gleich.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das Herausmessen der Daten aus dem obigen Bild ergab Durchschnittswerte vor und nach der Behandlung von 0,45 und 0,29 f\u00fcr die Hom\u00f6opathiegruppe und 0,43 und 0,34 f\u00fcr die Placebogruppe. Dies stimmt also recht gut mit den Zahlenangaben der Autoren \u00fcberein, die gewonnen Daten haben also f\u00fcr unsere weiteren Betrachtungen eine hinreichende Genauigkeit. Wenn man nun die Medianwerte aus den Daten ermittelt, dann ergibt sich ein v\u00f6llig anderes Bild als aus den Durchschnittswerten, wie der folgenden Tabelle zu entnehmen ist, wobei zur besseren Vergleichbarkeit durchg\u00e4ngig die aus der Grafik ermittelten Daten verwendet wurden:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\u00a0\n<table id=\"tablepress-14\" class=\"tablepress tablepress-id-14\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1 odd\">\n\t<th class=\"column-1\">&nbsp;<\/th><th class=\"column-2\">Hom\u00f6opathie<\/th><th class=\"column-3\">Placebo<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr class=\"row-2 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Durchschnitte:<\/td><td class=\"column-2\"><\/td><td class=\"column-3\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Vor Behandlung<\/td><td class=\"column-2\">0,45<\/td><td class=\"column-3\">0,43<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Nach Behandlung<\/td><td class=\"column-2\">0,29<\/td><td class=\"column-3\">0,34<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Verbesserung<\/td><td class=\"column-2\">0,16<\/td><td class=\"column-3\">0,09<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Medianwerte:<\/td><td class=\"column-2\"><\/td><td class=\"column-3\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Vor Behandlung<\/td><td class=\"column-2\">0,39<\/td><td class=\"column-3\">0,35<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-8 even\">\n\t<td class=\"column-1\">Nach Behandlung<\/td><td class=\"column-2\">0,27<\/td><td class=\"column-3\">0,19<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-9 odd\">\n\t<td class=\"column-1\">Verbesserung<\/td><td class=\"column-2\">0,10<\/td><td class=\"column-3\">0,09<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-14 from cache --><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>Anmerkung zu den Medianwerten:<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die Medianwerte h\u00e4ngen rechnerisch\u00a0 nicht voneinander ab, denn sie beziehen sich nicht auf die gleiche Patientin. Die Placebowerte sind beispielsweise so zu verstehen, dass vor der Behandlung die &#8218;mittlere Frau&#8216; 0,35 Punkte zu verzeichnen hatte, in meiner Auswertung ist das Patientin Nummer 27. Nach der Behandlung war eine andere Patientin die &#8218;mittlere Frau&#8216;, die 0,19 Punkte aufwies, n\u00e4mlich Patientin Nummer 31. Eine Dritte, Patientin 46, stellte die &#8218;mittlere Frau&#8216; im Hinblick auf die erreichten Verbesserungen dar, die mit 0,09 Punkten geringer ausfiel als die Differenz der beiden anderen &#8218;mittleren Frauen&#8216;, bei denen Verbesserungen um 0,22 bzw. 0,20 Punkte zu verzeichnen waren. Das ist sicher gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, spiegelt aber die Tatsache wieder, dass Bewertungszahl am Anfang und Verbesserung nicht miteinander zusammenhingen. Es ist beispielsweise nicht gerechtfertigt, davon auszugehen, dass eine Patientin mit hoher Punktzahl auch eine gro\u00dfe Verbesserung erzielt hat.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie man an der Tabelle deutlich erkennen kann, zeigen die Ergebnisse auf Basis der Medianwerte, die wohlgemerkt das Kollektiv besser repr\u00e4sentieren als der Durchschnitt, Vorteile f\u00fcr die Placebobehandlung &#8211; und nicht f\u00fcr die Hom\u00f6opathie:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Vor der Behandlung liegen die Patientinnen der Hom\u00f6opathie- und der Placebogruppe relativ dicht beieinander, jeweils die H\u00e4lfte unter 0,39 beziehungsweise 0,35 Punkten. Nach der Behandlung ergeht es &#8211; wenn man der Kennzahl denn wirklich Glauben schenken will und unsere obigen \u00dcberlegungen ignoriert &#8211; den Patientinnen in der Placebogruppe besser als in der Hom\u00f6opathiegruppe: liegen dort die H\u00e4lfte aller Patientinnen unter 0,27 Punkten, liegt dieser Wert in der Placebogruppe bei nur 0,19 Punkten. Dabei sind die Verbesserungen in beiden Gruppen etwa gleich, n\u00e4mlich 0,09 bzw. 0,10 Punkte f\u00fcr die jeweilige untere H\u00e4lfte des Teilnehmerkollektivs. Dass die Durchschnittswerte und die Medianwerte verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig weit auseinanderliegen, ist ein Hinweis darauf, dass die von den Autoren berichteten Ergebnisse stark von einzelnen Extremwerten (&#8218;Ausrei\u00dfer&#8216;) gepr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Quintessenz:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Durch die eigentlich angemessenere Verwendung von Medianwerten anstelle der Durchschnitte verschwindet das von den Autoren reklamierte positive Ergebnis der Untersuchung, denn die Verbesserungen waren in beiden Gruppen in etwa gleich gro\u00df.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei\u00a0sehr kritischer\u00a0Betrachtung kehrt sich das Ergebnis sogar v\u00f6llig um, denn den Frauen aus der Placebogruppe geht es nach der Behandlung im Mittel deutlich besser als den Patientinnen der Verumgruppe. Der Unterschied im Befinden betr\u00e4gt nach der Behandlung immerhin 0,08 Punkte zu Gunsten der Placebogruppe, ist also doppelt so gro\u00df wie vor der Behandlung.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aber, wie an den kleinen Zahlenwerten erkennbar, bewegen wir uns im unteren Zehntel der gesamten Skala, die immerhin von 0 bis 5 reicht. Wir k\u00f6nnen getrost vergessen, dass diese Betrachtung das reale Krankheitsgeschehen der Patientinnen tats\u00e4chlich widerspiegelt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine Betrachtung der statistischen Auswertungen zur Signifikanz er\u00fcbrigt sich aufgrund dieser Sachlage.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wieder einmal mehr ist festzustellen, dass die in der Studie ermittelten Daten die positiven Schlussfolgerungen der Autoren nicht rechtfertigen. Diese hatten festgestellt:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>Das haupts\u00e4chliche Ergebnis dieser Studie besteht darin, dass eine einzige Anwendung der hom\u00f6opathischen Behandlung signifikant und reproduzierbar mit einer Verbesserung der PMS-Symptomatik und des Wohlbefindens einherging.<br \/>\n(\u00dcbersetzung durch Verfasser)<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Mitnichten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Man kann es sich aussuchen: Entweder sagen die Daten aufgrund der extremen Anwendung von Durchschnittswerten nichts aus, weil sie das Leidensgeschehen nicht wiedergeben. Wem dies nicht einleuchtet und wer die Daten tats\u00e4chlich als repr\u00e4sentativ ansehen will, der muss feststellen, dass sie bei einer zutreffenden statistischen Betrachtung, die nicht auf einzelnen Extremwerten beruht, sondern das gesamte Geschehen besser abbildet, die hom\u00f6opathische Behandlung keinen Vorteil gegen\u00fcber Placebo gebracht hat, dass es den Patientinnen nach der Behandlung mit Placebo sogar besser geht als in der Hom\u00f6opathiegruppe.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[1] Yakir M, Kreitler S, Brzezinski A, Vithoulkas G, Oberbaum M, Bentwich Z: &#8218;Effects of homeopathic treatment in women with premenstrual syndrome: a pilot study&#8216; in: British Homeopathic Journal (2001) ; 90:148\u2013153. <a href=\"http:\/\/www.vereniginghomeopathie.nl\/sites\/default\/files\/kvhn\/Onderzoek-PMS-Yakir2001.pdf\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[2] Yakir M, Kreitler S, Brzezinski A, Vithoulkas G, Bentwich Z: &#8218;Successful treatment of premenstrual syndrome by classical homeopathy&#8216; in: Proceedings of future directions and current issues of research in homeopathy&#8216; (Tagungsband), Freiburg 2002, S. 134-143<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[3] Moos RH: &#8218;The Development of a Menstrual Distress Questionnaire&#8216;, in Psychosomatic Medicine, (1968) 30 (6) S. 853 &#8211; 867, <a href=\"http:\/\/www.psychosomaticmedicine.org\/content\/30\/6\/853.full.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">[4] Dalton K: &#8218;What is this PMS?&#8216; (Editorial), in: Journal of the Royal College of GEnreral Practitioners (1982), S. 717-720, <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC1972855\/pdf\/jroyalcgprac00096-0012.pdf\">Link<\/a> zum Volltext<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum eine Hom\u00f6opathie-Seite, auf der man nicht auch Hinweise zur hom\u00f6opathischen Behandlung des Pr\u00e4menstruellen Syndroms findet, kaum ein Frauen-Forum, in dem dies nicht angesprochen wird und in dem nicht zu einer hom\u00f6opathischen Behandlung geraten wird. Nat\u00fcrlich mangelt es auch nicht &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1099\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,9,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1099"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1099"}],"version-history":[{"count":22,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1099\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5549,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1099\/revisions\/5549"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}