{"id":1006,"date":"2013-09-24T20:26:41","date_gmt":"2013-09-24T18:26:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1006"},"modified":"2019-01-01T13:24:29","modified_gmt":"2019-01-01T12:24:29","slug":"1006","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1006","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathie bei Krebs: Psorinum &#8211; Studie von Chatterjee (2011)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook%7Ctwitter\" data-url=\"http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1006\" data-timestamp=\"1546349069\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default wcag_colors orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1006\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#38548F; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<span data-service=\"facebook\" style=\"color:#38548F\" class=\"shariff-count\"> 2<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=http%3A%2F%2Fwww.beweisaufnahme-homoeopathie.de%2F%3Fp%3D1006&text=Hom%C3%B6opathie%20bei%20Krebs%3A%20Psorinum%20%E2%80%93%20Studie%20von%20Chatterjee%20%282011%29\" title=\"Bei Twitter teilen\" aria-label=\"Bei Twitter teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#115A92; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#55acee\" d=\"M29.7 6.8q-1.2 1.8-3 3.1 0 0.3 0 0.8 0 2.5-0.7 4.9t-2.2 4.7-3.5 4-4.9 2.8-6.1 1q-5.1 0-9.3-2.7 0.6 0.1 1.5 0.1 4.3 0 7.6-2.6-2-0.1-3.5-1.2t-2.2-3q0.6 0.1 1.1 0.1 0.8 0 1.6-0.2-2.1-0.4-3.5-2.1t-1.4-3.9v-0.1q1.3 0.7 2.8 0.8-1.2-0.8-2-2.2t-0.7-2.9q0-1.7 0.8-3.1 2.3 2.8 5.5 4.5t7 1.9q-0.2-0.7-0.2-1.4 0-2.5 1.8-4.3t4.3-1.8q2.7 0 4.5 1.9 2.1-0.4 3.9-1.5-0.7 2.2-2.7 3.4 1.8-0.2 3.5-0.9z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">twittern<\/span>&nbsp;<span data-service=\"twitter\" style=\"color:#115A92\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#000\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#aa2e00; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div><p>Indien ist eine\u00a0Hochburg der Hom\u00f6opathie, dort ist sie fest in das Gesundheitssystem integriert. Daher wird dort auch heftig geforscht und es werden neue Therapien entwickelt. Ich hatte <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?page_id=630\">hier<\/a> bereits \u00fcber die Krebsbehandlung nach den Banerji-Protokollen berichtet. Es gibt eine weitere Arbeit von A. Chatterjee [1], die sich mit einer hom\u00f6opathischen Therapie besch\u00e4ftigt und die von einem d\u00e4nischen Pathologen analysiert wurde. Das Ergebnis findet sich auf <a href=\"http:\/\/anaximperator.wordpress.com\/2012\/08\/22\/homeopathy-endorsed-by-asco-not-really\/\">dieser<\/a> Webseite. JLI hat mir freundlicherweise gestattet, diesen Text zu \u00fcbersetzen und hier zu ver\u00f6ffentlichen, wof\u00fcr ich ihm sehr danke.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><!--more-->Ein Blick ins Internet zeigt, dass diese Krebstherapie in Deutschland (noch ?) nicht verbreitet ist. Dennoch ist dieser Artikel interessant, denn die Analyse erfolgt mehr von der diagnostischen und therapeutischen Seite her, die ich als Nicht-Mediziner nicht darstellen kann. Der folgende Text ist eine weitestgehende exakte \u00dcbersetzung, ich habe mir erlaubt, an der einen oder anderen Stelle kleine Irrt\u00fcmer zu korrigieren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der Ansatzpunkt, der aus dem Text vielleicht nicht so klar herauskommt, ist der, dass eine d\u00e4nische Klinik f\u00fcr alternative Krebsbehandlung offenbar diese Psorinumtherapie \u00fcbernommen hat und dar\u00fcber eine entsprechende Pressenotiz erschien. Darin wurde die Behauptung aufgestellt, dass die vorgeschlagene Behandlung von der ASCO, der US-amerikanischen Gesellschaft zur Krebsbek\u00e4mpfung (American Society for Clinical Oncology) gutgehei\u00dfen wurde, obwohl auf der ASCO-Konferenz 2009 lediglich ein kurzer Vortrag gehalten worden war. Dies spiegelt sich auch beispielsweise in\u00a0<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20140707194146\/http:\/\/www.udayindia.org:80\/english\/content_11%20august2012\/special-report.html\">diesem<\/a> indischen Zeitungsbericht wieder.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Der Autor JLI zieht es vor, anonym zu bleiben, da er und seine Mitstreiter sich in D\u00e4nemark schon erheblicher pers\u00f6nlicher Angriffe ausgesetzt sahen. Ich denke, das sollte man respektieren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Hom\u00f6opathie bei Krebs, anerkannt durch ASCO? Nicht wirklich.<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Autor <a href=\"http:\/\/anaximperator.wordpress.com\/about\/\">JLI<\/a>, <a href=\"http:\/\/anaximperator.wordpress.com\/2012\/08\/22\/homeopathy-endorsed-by-asco-not-really\/\">ver\u00f6ffentlicht<\/a> am 22. August 2012<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wenn man nach einer vertr\u00e4glichen Behandlung von Krebs sucht, die keine Nebenwirkungen hat, dann ist die Hom\u00f6opathie f\u00fcr viele eine attraktive M\u00f6glichkeit. Und tats\u00e4chlich, da drau\u00dfen gibt es Leute, die versuchen Krebspatienten davon zu \u00fcberzeugen, dass die Hom\u00f6opathie eine ernsthafte Alternative sei. Es w\u00e4re ein starkes Verkaufsargument, wenn wissenschaftlich bewiesen werden k\u00f6nnte, dass sie wirkt &#8211; und genau dies wird f\u00fcr das hom\u00f6opathisches Mittel Psorinum behauptet.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Was ist Hom\u00f6opathie?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Hom\u00f6opathie, im 18. Jahrhundert von Samuel Hahnemann entwickelt, ist ein medizinisches Therapieverfahren, das darauf beruht, dass winzige Mengen von Wirkstoffen angewandt werden, die in gr\u00f6\u00dferen Dosierungen bei Gesunden die gleichen Symptome hervorrufen k\u00f6nnen wie die Krankheit, die behandelt werden soll (&#8218;\u00c4hnlichkeitsregel&#8216;). Die Hom\u00f6opathen glauben, dass sehr kleine Mengen eines Wirkstoffes (&#8218;Unendlichkeitsregel&#8216;) sehr starke Heilungseffekte entfalten, da ihre St\u00e4rke, ihre Potenz, durch heftiges und methodisches Sch\u00fctteln erh\u00f6ht werden kann (Hom\u00f6opathen bezeichnen diesen Prozess als &#8218;Dynamisierung&#8216; oder &#8218;Potenzierung&#8216; durch das &#8218;Versch\u00fctteln&#8216;).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Grundprinzipien der Hom\u00f6opathie sind unver\u00e4ndert geblieben, w\u00e4hrend unser Verst\u00e4ndnis von Physiologie (wie der K\u00f6rper funktioniert) und von Physik sich weiterentwickelt hat und dabei ungeheuer gewachsen ist. Aus den heutigen Kenntnissen der Physiologie wissen wir, dass die Hom\u00f6opathie keine biologische Grundlagen hat, aber vor zweihundert Jahren war diese Erkenntnis durchaus nicht selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Hom\u00f6opathen bezeichnen die Hom\u00f6opathie gerne als ein &#8218;ganzheitliches&#8216; System, aber das ist ein irref\u00fchrender Begriff. Ein Hom\u00f6opath verordnet seine Medikamente nur auf Grundlage von Symptomen. Es ist daher ein extrem auf Symptomen basierendes System, kein ganzheitliches System, und da man sich nur mit den Symptomen besch\u00e4ftigt, k\u00fcmmert es sich \u00fcberhaupt nicht um die Ursache der Beschwerden (wie wir sie heute kennen &#8211; Anm. d. \u00dcbers.).<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie bereits gesagt, eines der Grundprinzipien ist, dass die Wirkung des Medikaments st\u00e4rker wird, je st\u00e4rker es verd\u00fcnnt (und heftig &#8218;versch\u00fcttelt&#8216;) wird. Nach dem gegenw\u00e4rtigen Stand der Erkenntnisse wissen wir, dass es in der Natur nichts anderes gibt, das st\u00e4rker wird, wenn es verd\u00fcnnt wird &#8211; oder versch\u00fcttelt, und die meisten hom\u00f6opathischen Mittel sind so stark verd\u00fcnnt, dass darin noch nicht einmal ein einziges Molek\u00fcl der originalen Wirksubstanz enthalten ist. Gelegentlich benutzt die Hom\u00f6opathie jedoch\u00a0schw\u00e4chere Verd\u00fcnnungen, was bedeutet, dass das Mittel noch winzige Mengen der Wirksubstanz enth\u00e4lt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Heutzutage werden viele hom\u00f6opathische Arzneien als K\u00fcgelchen verabreicht. Irgendwann im Herstellungsprozess wird ein Tropfen Wasser (das verd\u00fcnnte und versch\u00fcttelte Medikament) auf K\u00fcgelchen getropft, die dann getrocknet werden. Heute verstehen wir darunter, dass die Tablette trocken ist,\u00a0dass das Wasser verdunstet ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Aber die Merkw\u00fcrdigkeiten h\u00f6ren an dieser Stelle nicht auf. Mittels eines &#8218;Veredelung (Grafting)&#8216; genannten Prozesses k\u00f6nnen die \u00fcbertragenen Eigenschaften des getrockneten Zuckerk\u00fcgelchens auf andere trockene Zuckerk\u00fcgelchen \u00fcbertragen werden. Alles was dazu n\u00f6tig ist, ist ein physischer Kontakt zwischen einem getrockneten Zuckerk\u00fcgelchen und den Zuckerk\u00fcgelchen, die die gleichen Eigenschaften erreichen sollen. (Dies scheint in Deutschland ebenfalls nicht \u00fcblich zu sein, im englischen Schrifttum allerdings schon. &#8211; Anm. d. \u00dcbers.)<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Kann Hom\u00f6opathie dennoch wirken?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Viele &#8218;abstruse&#8216; Ideen sind in der Vergangenheit akzeptiert worden, nachdem sie in passenden Versuchen best\u00e4tigt werden konnten. Kann dies ebenso mit der Hom\u00f6opathie geschehen? Tats\u00e4chlich hat die Hom\u00f6opathie bei vielen \u00dcberpr\u00fcfungen versagt (<a href=\"http:\/\/www.sciencebasedmedicine.org\/homeopathys-recent-woes\/\" class=\"broken_link\">Link<\/a>). Sie wurde so ausf\u00fchrlich untersucht, dass man daraus mit Fug und Recht schlie\u00dfen kann, dass dies nicht nur ein Fehlen des Nachweises einer Wirkung darstellt, sondern ein Nachweis f\u00fcr das Fehlen einer solchen ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Ist das hom\u00f6opathische Mittel Psorinum eine wirkungsvolle Krebstherapie?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nein, ist es nicht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Betrachten wir Psorinum etwas n\u00e4her &#8211; und den Wirkungsnachweis, der angeblich von der ASCO\u00a0anerkannt wurde, der Amerikanischen Gesellschaft f\u00fcr klinische Onkologie. Wir werden dazu diese Ver\u00f6ffentlichung [1] und die Pr\u00e4sentation anl\u00e4sslich der ASCO-Tagung 2009 heranziehen [2].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Bei allen 186 Patienten der Studie waren inoperable Krebserkrankungen an Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldr\u00fcse oder Leber diagnostiziert worden. Alle Patienten unterzogen sich gleichfalls verschiedener Arten von unterst\u00fctzenden Therapien, sowohl konventioneller Art\u00a0als auch in Form verschiedener hom\u00f6opathischer Arzneien. Zehn Patienten schieden im Lauf der Studie aus und w\u00e4hlten stattdessen eine konventionelle Therapie.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es wird beschrieben, dass es sich bei Psorinum um einen alkoholischen Auszug von eitrigen Kr\u00e4tzepickeln handelt. Solch ein Extrakt k\u00f6nnte tats\u00e4chlich noch winzige Mengen biologisch aktiver Substanzen enthalten, wie in diesem Blog erkl\u00e4rt wird <span style=\"color: #000000;\">[3].<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es wird ebenfalls beschrieben, dass das verwendete Medikament eine &#8218;6X-Verd\u00fcnnung&#8216; war. Das bedeutet, dass das Psorinum in einer Verd\u00fcnnung von 1 : 1.000.000 vorgelegen hat. Daher kann das Medikament tats\u00e4chlich einige biologisch aktive Substanzen enthalten haben. Die Patienten nahmen das Medikament ein, aber es ist nicht klar, ob sie das Medikament tranken oder als K\u00fcgelchen schluckten. Nochmal &#8211; ein getrocknetes K\u00fcgelchen ist ein K\u00fcgelchen, bei dem das Wasser verdunstet ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Reaktion des Tumors wurde anhand von CT-Aufnahmen beurteilt, die Entwicklung der Patienten wurde in pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen, Telefongespr\u00e4chen oder Emails verfolgt. Eines der Dinge, die abgefragt wurden, war, ob sie sich irgendeiner anderen konventionellen oder\u00a0sonstigen experimentellen Behandlung unterzogen h\u00e4tten. Sofern dies bejaht wurde, wurde die hom\u00f6opathische Behandlung nicht l\u00e4nger angeboten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine signifikante Anzahl von Patienten verzeichnete einen R\u00fcckgang der Tumore, die \u00dcberlebensrate nach 5 Jahren lag bei etwa 40 %. Solche Zahlen sind in der Tat eindrucksvoll. Aber war es wirklich die Psorinum-Therapie, die das bewirkt hatte?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Nun\u00a0&#8211; es ist bekannt, dass es bei diesen Arten von Krebs bei einer konventionellen Behandlung auch Langzeit-\u00dcberlebende gibt. Und die einzige Quelle, aus der wir wissen, dass diese Patienten keine konventionelle oder versuchsweise eine andere Behandlung erhalten haben, ist, dass sie den Forschern dies so mitgeteilt haben<span style=\"color: #000000;\">.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es gibt eine interessante Darstellung, die nicht in der gedruckten Arbeit enthalten ist, sondern nur w\u00e4hrend des Vortrag auf der Konferenz gezeigt wurde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/JLI_Bild01.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1012\" src=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/JLI_Bild01-300x186.jpg\" alt=\"JLI_Bild01\" width=\"635\" height=\"363\" \/><\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">(Quelle: 2009 Asco Annual Meeting, Presentation A. Chatterjee, Transp. 37\/48, Link leider erloschen (2.5.2015))<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Dies ist eine M\u00f6glichkeit, die \u00dcberlebensstatistik zu illustrieren. Je h\u00f6her die Kurve, desto mehr \u00dcberlebende. Allopathie ist der Ausdruck der Hom\u00f6opathen f\u00fcr eine konventionelle Behandlung. Die gelbe Kurve repr\u00e4sentiert also Patienten, die neben Psorinum gleichzeitig sowohl eine konventionelle als auch eine hom\u00f6opathische unterst\u00fctzende Therapie erhalten hatten, die gr\u00fcne Kurve stellt die Patienten dar, die Psorinum und eine konventionelle unterst\u00fctzende Therapie erhalten hatten, die magentafarbene Linie zeigt die Patienten, die Psorinum und eine hom\u00f6opathische unterst\u00fctzende Therapie erhielten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die gr\u00fcne und die gelbe Kurve unterscheiden sich nicht wirklich stark, wir k\u00f6nnen nicht wirklich beurteilen, ob der kleine Unterschied statistisch signifikant ist. Aber die magentafarbene Kurve ist deutlich von den anderen verschieden. Es sieht so aus, als sei eine konventionelle Behandlung erforderlich, damit die Hom\u00f6opathie wirkt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine wichtige Frage kann aus den Daten heraus nicht beantwortet werden: <b>Wie w\u00e4re es diesen Patienten alleine mit einer konventionellen (oder wenn man will auch mit einer allopathischen) Behandlung ergangen?<\/b> Das liegt daran, dass sich die Forscher nicht die M\u00fche gemacht haben, eine Gruppe mit einzubeziehen, die ausschlie\u00dflich konventionell behandelt wurde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Hypothese, dass Hom\u00f6opathie die Lebensdauer dieser Patienten verk\u00fcrzt hat, ist genauso\u00a0schl\u00fcssig wie die Hypothese, dass sie verl\u00e4ngert worden ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wenn wir allerdings die Absonderlichkeiten der Hom\u00f6opathie und den Stand der Forschung ber\u00fccksichtigen, dann hat die Hom\u00f6opathie wahrscheinlich gar nichts bewirkt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><b>Was kann sonst an der Studie verkehrt sein?<\/b><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wie gesagt, die \u00dcberlebensrate sieht beeindruckend aus. Daher ist es nur naheliegend, zu fragen, ob es etwas in der Studie gegeben haben k\u00f6nnte, das sie beeindruckender aussehen l\u00e4sst als sie tats\u00e4chlich ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Wir k\u00f6nnen das nicht genau feststellen, denn der komplette Datensatz steht nicht zur Verf\u00fcgung. Aber es gibt einige andere Ansatzpunkte daf\u00fcr, die nicht zu weit hergeholt erscheinen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">1) M\u00f6glicherweise hatten einige Patienten in Wirklichkeit keinen Krebs.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Das einzige, was zur Altersverteilung der Patienten beschrieben wird, ist, dass sie zwischen 18 und 86 Jahren alt waren. Mit Ausnahme des Leberkrebses, treten die betrachteten Krebsarten bei j\u00fcngeren Menschen unter 40 Jahren nur selten auf. \u00c4ltere Menschen ohne Krebs leben sehr wahrscheinlich l\u00e4nger als Menschen mit Krebs, aber es ist auch nicht so unwahrscheinlich, dass sie w\u00e4hrend der Studie einfach aus Altergr\u00fcnden verstorben sind.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Die Diagnosen wurden entweder\u00a0aufgrund von Biopsien oder Feinnadelpunktionen gestellt. Entsprechend der Anlage der Studie wurde kein Patient operiert, daher haben wir mit falsch-positiven Biopsien oder Punktierungen zu rechnen. Gl\u00fccklicherweise sind falsch-positive Biopsien selten, aber sie kommen vor. Siehe zum Beispiel diese Studie [4].<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">2) Als n\u00e4chstes k\u00f6nnen wir fragen, wie zuverl\u00e4ssig die Stadien der Erkrankung bestimmt wurden. Die Stadien sind eine Methode, um zu beschreiben, wie weit fortgeschritten der Krebs ist. Je h\u00f6her das Stadium, desto weiter ist der Krebs fortgeschritten. Das h\u00f6chste Stadium ist das Vierte, wenn sich der Krebs in andere K\u00f6rperregionen ausgebreitet hat. Je niedriger das Stadium, desto h\u00f6her ist die zu erwartende \u00dcberlebensdauer. Krebserkrankungen schreiten nicht mit gleicher Geschwindigkeit voran. Manche Krebsarten wachsen langsam, andere schneller.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es wird berichtet, dass einige Krebserkrankungen das zweite und das dritte Stadium erreicht hatten. Die Stadien sind f\u00fcr verschiedene Krebsarten unterschiedlich definiert. Da niemand operiert wurde, stehen nur die radiologischen Befunde zur Verf\u00fcgung. Daher m\u00fcssen wir die M\u00f6glichkeit einer radiologischen \u00dcberbewertung des Krebsstadiums in Betracht ziehen. [5] ist eine Analyse der radiologischen Bewertung von Magenkrebs. Die Forscher gingen alle Ver\u00f6ffentlichungen durch, die sie finden konnten und in denen die radiologische Bewertung mit dem pathologisch-anatomischen Befund verglichen wurde, der in den sp\u00e4ter entnommenen Gewebeproben vorgefunden wurde. Von allen diesen Studien wurde in 28,4 % der F\u00e4lle eine zu hohe Einstufung durch die CT-Aufnahmen festgestellt. Daher ist eine zu hohe Einstufung bei einer Studie wie dieser hier recht gut m\u00f6glich.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">3) War die erprobte Behandlung die einzige? Die angewendeten hom\u00f6opathischen Therapien sind detailliert beschrieben. Die sogenannten &#8218;allopathischen unterst\u00fctzenden Ma\u00dfnahmen&#8216; eher weniger. Gleichfalls stammt die Information, dass die Patienten keine anderen Behandlungen erfahren haben, nicht aus ihren Krankenakten. Grundlage waren die Angaben, die der Patient im Gespr\u00e4ch machte. Was w\u00fcrden Sie sagen, wenn Sie bei einer Krebserkrankung mit ung\u00fcnstiger Prognose auch noch Psorinum zus\u00e4tzlich zur konventionellen\/experimentellen Behandlung versuchen m\u00f6chten?<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Was soll die ganze Aufregung?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Es geht einfach darum, dass es einen gro\u00dfen Unterschied macht, ob man Daten in einem Peer-review Journal ver\u00f6ffentlicht oder auf einer Konferenz pr\u00e4sentiert. In einem Peer-review Journal wird die Ver\u00f6ffentlichung von einer Gruppe von Experten gelesen, die vom Herausgeber ausgew\u00e4hlt werden. Die Aufgabe dieser Pr\u00fcfer besteht darin, festzustellen, ob die Ver\u00f6ffentlichung f\u00fcr das Journal bedeutsam ist und ob die Anlage der Studie und die Ergebnisse die Schl\u00fcsse rechtfertigen, die die Autoren daraus ziehen. Aufgrund ihrer Beurteilung k\u00f6nnen die Pr\u00fcfer eine Ver\u00f6ffentlichung vorschlagen oder bestimmen, dass noch \u00c4nderungen ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Ein Abstract f\u00fcr eine Pr\u00e4sentation auf einer Konferenz wird ebenfalls \u00fcberpr\u00fcft, aber nur dahingehend, ob die Studie zum Konferenzthema passt. Es wird nichts unternommen um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Schlussfolgerungen durch die Anlage der Studie und die Ergebnisse gerechtfertigt sind. Aus der Zusammenfassung, auf deren Grundlage die Pr\u00e4sentation zugelassen wurde, ist nicht einfach zu erkennen, dass es sich hierbei um Hom\u00f6opathie handelt. Und es ist (auf Grundlage der Daten) auch nicht so leicht zu erkennen, warum die Schlussfolgerung<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die Psorinumtherapie ist bei Magen-, Gallenblasen- Bauchspeicheldr\u00fcsen- und Leberkrebs wirksam<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">genauso\u00a0gerechtfertigt ist wie unser Vorschlag<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die Psorinumtherapie vermindert die Wirksamkeit der konventionellen unterst\u00fctzenden Therapien bei Magen-, Gallenblasen-, Bauchspeicheldr\u00fcsen- und Leberkrebs.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Oder die wahrscheinlichere Schlussfolgerung<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die Psorinumtherapie hat keine Wirksamkeit bei Magen-, Gallenblasen-, Bauchspeicheldr\u00fcsen- und Leberkrebs.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">Eine Pr\u00e4sentation bei einer ASCO-Konferenz bedeutet eben keine Anerkennung durch ASCO.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Chatterjee A, Biswas J, Chatterjee A, Bhattacharya S, Mukhopadhyay B, Mandal S: &#8218;Psorinum Therapy in Treating Stomach, Gall Bladder, Pancreatic, and Liver Cancers: A Prospective Clinical Study&#8216;, in: Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine (2011), Article ID 724743, 7 Pages, doi:<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">10.1155\/2011\/724743, <a href=\"http:\/\/downloads.hindawi.com\/journals\/ecam\/2011\/724743.pdf\" class=\"broken_link\">Link<\/a> zum Volltext:<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">[2] Pr\u00e4sentation A. Chatterjee auf der ASCO-Conferenz 2009 (Edit 18.02.2017: Link offenbar zwischenzeitlich erloschen):<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Link funktioniert offenbar nur nach download und Installation des Players.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">[3] Beitrag &#8218;Psorinum therapy &#8211; homeopathy for cancer?&#8216; auf dem Blog Anomalous Distraction vom 31. Januar 2011, <a href=\"http:\/\/xtaldave.wordpress.com\/2011\/01\/31\/psorinum-therapy-homeopathy-for-cancer\/\">Link<\/a>\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">[4] Learn PA, Grossman EB, Do RK, Allen PJ, Brennan MF, D&#8217;Angelica MI, DeMatteo RP, Fong Y, Klimstra DS, Schattner MA, Jamagin WR: Pitfalls in avoiding operation for autoimmune pancreatitis&#8216; in: Surgery (2011) 150 (5) 968-74, doi: <\/span><\/span>10.1016\/j.surg.2011.06.015. Epub 2011 Sep 3<\/p>\n<p>[5] Seevaratnam R, Cardoso R, McGregor C, Lourenco L, Mahar A, Sutradhar R, Law R, Paszat L, Coburn N: &#8218;How useful is preoperative imaging for tumor, node, metastasis (TNM) staging of gastric Cancer? A meta-analysis&#8216; in: Gastric Cancer 2012 Sep. 15, Suppl. 1 S3-18<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Indien ist eine\u00a0Hochburg der Hom\u00f6opathie, dort ist sie fest in das Gesundheitssystem integriert. Daher wird dort auch heftig geforscht und es werden neue Therapien entwickelt. Ich hatte hier bereits \u00fcber die Krebsbehandlung nach den Banerji-Protokollen berichtet. Es gibt eine weitere &hellip; <a href=\"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/?p=1006\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,11,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1006"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1006"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1006\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5058,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1006\/revisions\/5058"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1006"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1006"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.beweisaufnahme-homoeopathie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}